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Welches Konzert hast du gerade besucht und wie ist deine Bewertung

User Beitrag

Chris Mars

Postings: 221

Registriert seit 13.04.2021

18.05.2025 - 07:59 Uhr
@ Spinnefink

Ich war gestern ebenfalls im neu errichteten CCH bei „The Swell Season“ und bin ebenfalls noch ganz ergriffen. Es war einfach nur wunderbar, die Songs von ihrer 3. demnächst erscheinenden Platte (Vinylsusgabe gab es bereits vorab am Merchandising-Stand).
Bemerkenswert fand ich, dass Glen Hansard das letzte Lied der irischen Band „The Murder Capital“ gewidmet hat, deren Deutschland Shows in der letzten Woche gecancelt wurden, wie er sagte, ohne aber konkret auf die Hintergründe einzugehen.

Unangemeldeter

Postings: 2612

Registriert seit 15.06.2014

22.05.2025 - 11:02 Uhr
Ich war gestern bei Lael Neale in der Kantine am Berghain. Wunderbares Sommerwetter, bei dem sich der Biergarten vor der Location richtig gelohnt hat.
Support kam von Lael Neales einzigem Bandmitglied Guy Blakeslee, der als Entrance genau 4 Lieder (davon ein Cover) auf Gitarre gespielt und gesungen hat. Sehr inbrünstiger Vortrag, fast komplett mit geschlossenen Augen (sogar die kurze Zwischenansage), hat mir als Einstimmung ziemlich gut gefallen. Stimmlich und vom Vortrag hat es mich an Neutral Milk Hotel erinnert, gibt sicher schlechtere Referenzen.

Nach kurzer Pause kam dann Lael Neale, für ein Lied allein, ab dann mit Unterstützung von Blakeslee, auf die Bühne. Sie war sich mit ihm wohl auch einig, dass an diesem Abend weniger mehr ist und hat grade mal eine knappe Stunde (inklusive Zugabe von einem Lied) gespielt - schon ein bisschen arg kurz. Das Dargebotene war aber toll, sie ist schon eine faszinierende Songwriterin. In den meisten ihrer Lieder steckt irgendwo ja so ein 50er/60er-Popsong drin, der aber durch die LoFi-Produktion und die Soundscapes auf den Kopf gestellt und ins All geschubst wird. Das Resultat ist in den besten Fällen absolut hypnotisierend - was zum Glück auch live funktioniert.
Wie schon bei Maria Somerville vor kurzem am selben Ort war das Publikum wieder andächtig still und aufmerksam. Leider ist ausgerechnet während des besten Stückes Tell Me How To Be Here eine Zuschauerin an der Bar ohnmächtig geworden und musste rausgetragen werden - hoffentlich ist da alles OK. Hat aber natürlich ganz schön rausgerissen.

Lael und Guy kamen noch zum Signieren an den Merchstand, da gab es aber keine CDs sondern nur Vinyl und selbstgemalte Bilder von Lael und so waren wir noch vor 22 Uhr wieder draußen, es war sogar noch ein bisschen hell.

fuzzmyass

Postings: 21674

Registriert seit 21.08.2019

22.05.2025 - 16:32 Uhr
Hätte Lael Neale auch sehr gerne gesehen, aber leider gab es kein München Date... das Album ist eines meiner Jahreshighlights bisher

Luc

Postings: 4827

Registriert seit 28.05.2015

24.05.2025 - 11:22 Uhr
Svaneborg Kardyb

im Jazzhaus Freiburg
Ups. Bestuhlt. Kann ich mich gar nicht erinnern, wann ich das das letzte Mal im Jazzhaus hatte.

Zum Konzert.
Was soll ich groß sagen? Da sind zwei Dänen, die vollkommen unprätentiös daherkommen, ihre Instrumente meisterlich beherrschen und unglaubliche Klangbilder erzeugen. Dabei spielen beide für sich um damit perfekt zusammenzupasen und -finden.
Die Musik nimmt einen gefangen und rührt immer wieder zutiefst an. Es lassen sich auch Anklänge an Jarrett, Tangerine Dream, Mike Oldfield heraushören (wenn man will), dazu erinnert Jonas Kardyb an den Drums / Percussions auch ein bisschen an Das Tier aus der Muppets-Show - vor allem wenn er komplett "durchdreht" und jegliche Art von Ton erzeugt, den man den Percussions und dem Zubehör entlocken kann. Villeicht gar darüber hinaus ;-)

Heute Abend in Waiblingen, morgen in Karlsruhe, Dienstag in Leipzig.
Wer in der Nähe ist: Hingehen und geniessen!

Gomes21

Postings: 6184

Registriert seit 20.06.2013

24.05.2025 - 12:36 Uhr
Svaneborg Kardyb würde ich auch gerne sehen, leider nicht in meiner Nähe gerade. Aber schöner Bericht!

VelvetCell

Postings: 9979

Registriert seit 14.06.2013

25.05.2025 - 02:01 Uhr
Wenn wir schon bei Jazz sind: Morgen (sorry: heute!) Trioscence in Oldenburg!

hetmann

Postings: 545

Registriert seit 23.04.2014

25.05.2025 - 14:17 Uhr
Zum Thema bestuhlt: Hiromi im Telekomforum Bonn

Grandioses Konzert. Die Out there Suite ist live der völlige Wahnsinn, dabei die ganze Zeit sitzen zu müssen allerdings auch. Hiromi war mit Sonicwonder da, 4er Besetzung mit Klavier (klar), Bass, Trompete und Schlagzeug. Alles hervorragende Musiker soweit ich das beurteilen kann. Auf dem Album wirkte das für mich alles etwas steril, aber live geht das komplett ab. Kann ich nur empfehlen.
Vorher gab es mit dem Sarah Chaksad Ensemble eher klassischen Jazz, auch gut, aber nicht ganz so mein Ding.

Kai

User und News-Scout

Postings: 3387

Registriert seit 25.02.2014

25.05.2025 - 23:19 Uhr
The Hotelier (Köln - Gebäude9 - 23.05.23)
Ich hab mich schon seit Wochen auf die Show gefreut und so ging es am Freitag voller Vorfreude zum G9. Erste Erkenntniss: Between Bodies klingen auf Platte deutlich besser als Live. Aber irgendwie glaub ich, dass mir das schon einmal aufgefallen ist... Alles nicht schlecht aber Fan werd ich wohl nicht mehr.

Ohne viel Umbaupause ging es dann direkt um 9 los mit the Hotelier und zwar nicht mit "An Introduction" sondern mit "Goodness, Pt. 1". Keine so große Überraschung da ich mir durch Setlist.fm schon dachte, dass es nicht "nur" eine "Home, like no place is there" Show werden würde.

Nach 11 Songs ging es dann in die Zugabe bei der sich das Publikum zwei Songs wünschen durfte (Dendron wird wohl immer als letzte Zugabe gespielt) und so gab es am Ende doch die komplette Home + ein paar weitere Songs.

Was mich überrascht hat war, dass es sich hinten im G9 ziemlich gequetscht hat wärend vorn echt viel Platz war und wie steif das Publikum an einem Freitag Abend war. Klar, the Hotelier sind jetzt nicht für einen harten Sound bekannt aber etwas mehr Bewegung hätte bei dem ein oder anderen Song schon sein können...

Band aber super (auch super gelaunt und recht gesprächig), Setlist großartig und auch der Sound im G9 deutlich besser als zu manch anderen Shows.

Hat sich absolut gelohnt. Jetzt wird es nächsten Sonntag spannend wenn Foxing nachlegen.

pounzer

Postings: 653

Registriert seit 24.08.2019

30.05.2025 - 13:11 Uhr
24.-25.05.2025 - Portals Festival 2025, EArtH, London

Das ganze Wochenende hatte leider einen etwas traurigen Beigeschmack. Zwei Wochen zuvor haben die Veranstalter nämlich angekündigt, dass dies das letzte Portals Festival im bisherigen Format sein würde. Konzerte und All-Dayer soll es zwar weiterhin geben, aber das Festival-Wochenende war einfach immer etwas ganz Besonderes.

Aber wer glaubt, dass bei der letzten Ausgabe an irgendetwas gespart wurde, der irrt. Was den Ablauf, den Sound und die Qualität der Bands angeht, hätte das Ganze kaum perfekter laufen können.

Ich habe im Laufe des Festivals 21 Bands gesehen, also bitte entschuldigt, dass ich nicht auf alle einzeln und im Detail eingehen werde. Aber insgesamt war das für mich ein Festival der Wiederentdeckungen:

Zum Beispiel, jedes Mal wenn ich CLT DRP live sehe, frage ich mich, warum ich eigentlich nicht ein Riesen-Fan dieser Band bin. Das groovende Schlagzeug, die bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Gitarre und der energetischen Sprechgesang haben mich wieder total mitgenommen. Leider funktioniert dieser Elektro-Punk-Party-Mix auf den Alben bisher lange nicht so gut wie live. Aber live funktioniert es dafür umso besser!

Ähnliches gilt auch für God Alone, die den Mitternachts-Slot auf der Bar Stage bestritten. Nachdem mich die Band das letzte Mal beim Portals komplett umgehauen hatte, habe ich mir direkt das Debut-Album "ETC" gekauft. Zuhause kam aber von der spielerischen, mitreißenden Energie aber leider nicht viel rüber. Vor Publikum sah das hingegen wieder ganz anders aus und trotz der späten Stunde war die gesamte Energie wieder da!

Totorro habe ich seit dem ersten Portals in 2018 nicht mehr gesehen und auch hier hatte ich ganz vergessen, wie viel Spaß die Band live macht. Von den wirklich knuffigen Ansagen bis zur Conga-Line durch den gesamten Zuschauerraum kann ich das Set nur als eines bezeichnen: Wholesome!

Vorab hatte ich mich am meisten auf Brontide gefreut. Dies war erst die zweite Show der Band seit der auf die 2017er Auflösung folgenden Reunion. Mit einem extrem tighten Set wurden sie ihrer Pionier-Stellung in der Szene auch absolut gerecht und laut Ansage haben sie fest vor, neue Songs zu schreiben und auch sonst wieder aktiver zu werden.

Als weitere Szene-Legenden performten Cats and Cats and Cats das komplette Album "Sweet Drunk Everyone", inklusive Streicher-Ensemble, Chor und im letzten Track sogar mit einem Tänzerinnen-Quintett. Diese maximalistische Herangehensweise schien absolut perfekt für die wunderschöne Atmosphäre der Theatre Stage.

Mein persönliches Highlight war dann aber doch – wenig überraschend, mal wieder – And So I Watch You From Afar. Zwar habe ich die Band erst vor einem Monat zum letzten Mal gesehen, aber diesmal gab es einen bedeutenden Unterschied: Zur abschließenden Wall Of Sound drückte mir Bassist Ewen seinen Bass in die Hand und so durfte ich für ein paar Sekunden Teil meiner Lieblingsband sein. Ein Plektrum gabs dann auch noch. Besser wird's nicht! :D

Weitere Künstler, die ich (zumindest teilweise) gesehen habe:
- Foxing
- Julie Christmas
- Kalandra
- Waldo's Gift
- Mouse on the Keys (schöner Abschluss)
- Fazi / 法兹乐队
- The Fierce and the Dead
- Poly-Math (die neuen Songs krachen!)
- Spurv
- Thot
- Fly Fly Triceratops
- Codices (besteht zu 2/3 aus dem Portals Team, angemessen dass sie den zweiten Tag eröffneten)
- Oavette
- The Brackish
- World Coda

Danke für alles, Portals.
You will be missed!

Gomes21

Postings: 6184

Registriert seit 20.06.2013

02.06.2025 - 07:39 Uhr
Foxing in Köln,

Ein wunderbares unglaublich energiegeladenes Konzert, bei der Setlist blieben für mich kaum Wünsche offen. Sound war so naja, an der schmerzgrenze laut, aber das hat die Band mit viel Spielfreude wettgemacht.

„we are stupid people from stupid America (…) thanks for treating us as if we were not!“

Definitiv live Empfehlung.

Kai

User und News-Scout

Postings: 3387

Registriert seit 25.02.2014

02.06.2025 - 15:47 Uhr
Gehe ich so mit. Teilweise wirklich laut und matschig (vielleicht auch weil die Halle so lehr war?) aber richtig richtig gut.

Mit Beacons wurde zum ersten mal überhaupt ein Song der "Draw Down the Moon" auf Europäischem Festland gespielt. Die Scheibe scheinen sie leider im Nachhinein nicht ganz so zu mögen.

Am Ende freue ich mich sehr über meine erste Foxing Show ich hätte allerdings wirklich erwartet, dass es hier deutlich voller wird.
Zumindest in Deutschland scheinen etwa Spanish Love Songs oder Hot Mulligan deutlich mehr zu ziehen als Foxing oder the Hotelier.

fakeboy

Postings: 6759

Registriert seit 21.08.2019

03.06.2025 - 00:27 Uhr
Drug Church im Ebullition in Bulle. Was soll ich sagen: es war episch. Eigentlich genau so, wie ich ein Konzert von Drug Church erwartet hatte. Einfach noch viel besser. Und das obwohl nicht allzu viele Leute da waren (klar, Montagabend und Bulle ist auch nicht gerade der place to be), wobei es dann doch ganz nett gefüllt war und die Leute vor allem allesamt ausgelassen und tanzfreudig waren. Klar, Frontmann Patrick Kindlon forderte auch immer wieder zum tanzen und stagediven auf, nachdem er zunächst feststellte, dass die Leute hier fast ein wenig zu höflich seien (was durchaus eine gute Qualität sei, wie er meinte). Die Band agiert an der Schnittstelle von Punk, (Post-)Hardcore und Indie-Rock, für mich sind sie sowas wie die Pixies der zeitgenössischen Punkszene. Vor allem der Leadgitarrist entzückt immer wieder mit seinem Sounds und Melodien. Und Kindlon ist einfach der perfekte Punk/HC-Frontman - die ultimative Mischung aus nice guy und Berserker. Dargeboten wurde ein Querschnitt aus den letzten Alben, das Energielevel war ultrahoch, die Spielzeit mit rund 50 Minuten knapp aber total ausreichend (schon nach einer halben Stunde waren alle im Saal verschwitzt und ausser Atem).

Support waren Ruined aus Zürich, ebenfalls eine sehr tolle Band. Wer Basement oder Title Fight mag, sollte sich die mal anhören. Danach spielte noch Sandra Guitare Courage - irgendwie süsser Schrammelfolk/Akustik-Punk, der nicht nötig gewesen wäre, aber auch nicht weiter gestört hat und irgendwie auch etwas charmant war.

Alles in allem: grossartiger Montagabend.

joseon

Postings: 1652

Registriert seit 04.09.2023

04.06.2025 - 14:50 Uhr
Ich war gestern im Tempodrom beim exklusiven (und vielleicht letzten?) Deutschland Konzert vom Blue Öyster Cult. Zunächst wollte natürlich der Merchstand ausgiebig begutachtet werden. Bei einer Band mit solch einem ikonischen Logo und jeder Menge schöner Albencover sollte das Angebot an Klamotten und sonstigem Kram doch reichhaltig sein, könnte man zumindest denken und die Endlosschlange schien meine Vermutung im ersten Moment zu bestätigen. Tatsächlich standen aber nur zwei läppische T-Shirts zur Auswahl, die zwar nicht sonderlich gut aussahen, der Dame hinterm Tisch aber regelrecht aus den Händen gerissen wurden. Kein Wunder also, dass einige Fans offensichtlich selbst gedruckte, deutlich netter anzusehende Shirts und Käppchen zur Schau trugen.

Gut fürs Portemonnaie, also rein in die Halle. Zwar gab es nur feste Platzkarten, doch Ober- und Unterränge waren derart schlecht besucht, da konnte man dann im Grunde Platz nehmen wo man wollte. Auch nicht verkehrt. Vom schleppenden Vorverkauf hatte ich mitbekommen, aber dass am Ende die Halle nicht mal zur Hälfte gefüllt war, fand ich ein wenig erschreckend. Selbst in der auf den ersten Blick gut gefüllten Manege konnte man bei genauerem Hinsehen noch leere Stühle erspähen. Vielleicht lag es am derzeitigen Überangebot an Konzerten oder weil der Termin auf einen Dienstag fiel. Vielleicht hätte der ein oder andere Fan von weiter Weg die Anreise an einem Samstag eher auf sich genommen. Oder jemand hat einfach zu optimistisch geplant. Man weiß es nicht. Aber um eine Sache vorwegzunehmen: die Stimmung litt darunter überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, wiewohl der Gig in einem kleineren Rahmen sicherlich noch besser gekommen wäre.

Kurz nach 20 Uhr, eine Vorband gab es nicht, schritten die Herren zum Blade Runner End Title in aller Seelenruhe auf die Bühne. Kollektiv in Schwarz gekleidet, Eric Bloom und Danny Miranda zusätzlich mit Lederjacke und Sonnenbrille. Schlicht auch das Bühnendesign. Also eigentlich gab es keins, da stand nur das Nötigste rum. Licht ebenfalls zweckdienlich. Knappe Begrüßung, von der ich aufgrund des ohrenbetäubenden Jubels kaum etwas verstanden habe und es ging ohne Umschweife mit einem Dreierschlag an Songs vom Debüt los. Beim Opener "Transmaniacon MC" schlief der Tontechniker allerdings noch und aus den Boxen dröhnte zunächst basslastiger Matsch, den Gesang konnte man nur erahnen. Ab dem zweiten Song hatte sich aber alles eingependelt. Ich fands rührend anzusehen, wie unten immer wieder Personen an manchen Stellen aus ihren Sitzen fuhren, um die Fäuste zu recken oder entweder Buck Dharma oder Rampensau Richie Castellano für ein besonders gelungenes Solo Szenenapplaus zu spendieren. Nicht nur die beiden waren in Topform, die komplette Band war atemberaubend gut. Und wenn ich mit 80 auch nur einen Bruchteil der Coolness von Eric Bloom haben sollte, kann ich schon zufrieden sein.
So richtig brannte die Hütte aber bei, na klar, "Burnin' for You". Danach gab es wirklich kein Halten mehr und die Band wurde gefeiert, als hätte sie gerade nicht nur die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen, sondern sich noch bei der Wahl zum Papst durchgesetzt. Es war wirklich ein Konzert für Kenner, Jung und Alt lagen sich teilweise in den Armen. Neben offensichtlichen Stücken und dem großen Hit, standen aber auch weniger bekanntere Sachen wie etwa "Harvest Moon", "Black Blade" oder auch zwei Songs jüngeren Datums auf der Setliste. Da blieb so gut wie kein Wunsch offen. Gut, auf "I Love the Night" und "Astronomy" hatte ich bis zuletzt gehofft, aber das ist wieder mal Meckern auf schwindelerregend hohem Niveau. Wirklich jeden Cent des Tickets wert war allein schon "Then Came the Last Days of May", beim dem sich die beiden Gitarrenhelden in einen Rausch sondergleichen. Buck Dharma ging bei seinem Solo gar in die Knie. Riesiger Applaus, natürlich. Mit "good crowd tonight" verabschiedete sich Eric Bloom kurz vor 22 Uhr von uns. Man würde ja gerne noch weiterspielen, aber es blieb keine Zeit mehr.

Muss gestehen, dass ich allem Fantum zum Trotz keine allzu hohen Erwartungen an den Abend hatte und eigentlich schon froh war, diese Band, deren Musik ich bereits mit der Muttermilch aufgesogen habe, überhaupt sehen zu dürfen. In hiesigen Gefilden sind sie ja leider nur selten unterwegs und wer weiß, ob sie nach dieser Tournee noch mal nach Europa kommen, aber es war ein durch und durch euphorisierendes und unglaublich gutes Konzert. Davon werde ich noch sehr lange zehren.

ToRNOuTLaW

Postings: 1173

Registriert seit 19.06.2013

04.06.2025 - 15:12 Uhr
Danke Joseon, bin gerade aus dem "Welches Konzert besuchst Du als nächstes" Thread hierrüber gewechselt, als ich ob deines Posts erstaunt registriert habe, das es BÖC noch gibt.

Ehrlich gesagt habe ich nie darüber nachgedacht, ob die Band noch aktiv ist, seit ich als Teenie das Astronomy Cover von Metallica gehört und mir anschließend auf Flohmärkten zwei abgenudelte LPs (Fire of Unknown Origin, Some Enchanted Evening) gekauft habe.

Schön zu hören, dass die Band nicht bloß Leichenfledderei am eigenen Leib betreibt und dich mitreißen konnte. Werde mal wieder eine der Platten auflegen.

Old Nobody

User und News-Scout

Postings: 4254

Registriert seit 14.03.2017

05.06.2025 - 00:50 Uhr
Flaming Lips in Köln E Werk
Mein erstes Mal die Lips, die die ganze Yoshimi gespielt haben plus mit Zugaben quasi nochmal ein ganzes Set, so dass ingesamt fast 3 Stunden abgeliefert wurde.
Es war ein absolutes Ausnahme-Erlebnis.
Eine tolle Konfetti Show natürlich aber abgesehen davon auch musikalisch voll überzeugend. Mir war bisher nicht klar, wie therapeutisch die Texte und vor allem die manchmal ausgiebigen Ansagen sind.
Mitunter echt berührend und euphorisierend.
Fantastische Stimmung auch im Publikum, dass ähnlich euphorisch zu sein schien.

Es war einfach eine wunderbare, energiereiche Erfahrung

mrnovember

Postings: 511

Registriert seit 10.10.2019

05.06.2025 - 02:10 Uhr
Dem kann ich mich nur anschließen. Wayne ist sicherlich nicht (mehr?) der beste Sänger, aber das machen sein Elan und die die Ansagen mehr als wett. Tolle Setlist inkl. Daniel Johnston Cover und lange kein so euphorisches Publikum mehr erlebt.

oldschool

Postings: 1159

Registriert seit 27.04.2015

05.06.2025 - 12:18 Uhr
Auch ich war im E-Werk bei den Flaming lips. Zuerst ein Schreck als ich schon um 18:40 eine schier endlose Warteschlange erblickte, die sich über mehrere Straßen erstreckte. Aber Glück gehabt - die wollten alle zu "bring me the horizon", die im Palladium gegenüber spielten.

Bei Flaming Lips sah es noch recht mager aus, doch bis zu Showbeginn füllte sich die Halle doch noch recht gut. Hätte jedoch mehr Andrang erwartet.

Ich hatte zuerst die Befürchtung, die Band könne meine hohen Erwartungen in Köln nicht mehr erfüllen. 2019 in London zur Soft Bulletin-Tour waren Sie nur grandios. In manchen Städten liefert die Band ab und an jedoch eine abgesteckpte Version Ihrer Show.
Aber ich hatte mich getäuscht. Doch selbst im E-werk gab es die volle Show mit allem Schnick-Schnack.
Darauf will ich die Band jedoch nicht reduzieren. Das Gesamtpacket stimmte und vor allem glaube ich immer noch, dass Wayne Coyne und die Band auch selbst viel Spaß an der Sache haben und Wayne seine Ansagen und Ansprachen auch erlich meint.
Wie old Nobody schon geschrieben hat...eine sehr gute positive Energie! Volle Glückshormonausschüttung

MM13

Postings: 2524

Registriert seit 13.06.2013

08.06.2025 - 07:59 Uhr
the hu im gut gefüllten lka-longhorn stgt.
haben ohne support eine std. später angefangen,leider nur 75 min. inklusive einer zugabe,denn die show war richtig gut,hat spass gemacht,vom alter her gut gemischt, wenn auch auffällig viele ältere heavy‘s.

fluppeaufex

Postings: 552

Registriert seit 29.10.2019

09.06.2025 - 10:16 Uhr
a place to bury strangers / the serfs -

Location war ein fahrendes Boot auf dem Hudson River, Zuschauer ca 80 Personen und wer aptbs schonmal live gesehen hat kann sich in etwa vorstellen war für ein Abriss das war. Diese Band ist einfach ein Erlebnis. 11/10

Turnstile / Big Boy / Boy Harsher NYC "under the k bridge" - 5/10

Unangemeldeter

Postings: 2612

Registriert seit 15.06.2014

09.06.2025 - 16:48 Uhr
@fluppe: hast du denn zufällig noch NYC-Konzertempfehlungen für die nächsten zwei Wochen? :-)

Gomes21

Postings: 6184

Registriert seit 20.06.2013

09.06.2025 - 17:17 Uhr
Auf das aptbs Konzert bin ich mehr als ein bisschen neidisch

fluppeaufex

Postings: 552

Registriert seit 29.10.2019

10.06.2025 - 10:42 Uhr
@Unangemeldeter

leider nein, ich war 14 Tage im Großraum NY unterwegs und die shows hatten sich alle eher spontan ergeben.

fluppeaufex

Postings: 552

Registriert seit 29.10.2019

10.06.2025 - 10:44 Uhr
@Unangemeldeter

leider nein, ich war 14 Tage im Großraum NY unterwegs und die shows hatten sich alle eher spontan ergeben.

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

10.06.2025 - 23:09 Uhr
Weezer, Berlin, Columbiahalle.

Weezer sind für mich automatisch eine 10/10. Aber es gibt solche 10/10 und solche. Und heute in Berlin war es eigentlich eine 11/10.

Ich mag die Columbiahalle nicht. Die Bars sind an den falschen Ecken, alles ist wahnsinnig eng

Aber das war heute egal. Ich glaube, das „aktuellste“ Lied war von der EWBAITE. Der Rest: Blau, Pinkerton. Etwas rot, etwas grün, etwas Maladroit,

Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/weezer/2025/columbiahalle-berlin-germany-b5e8dae.html

Das war euphorisch. Und am Ende bei Across the Sea und Only in Dreams (in Folge!!!) hatte ich eine kleine Träne im Knopfloch.

Wow!

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

10.06.2025 - 23:49 Uhr
Und sie haben bei Setlist Holiday vergessen. Damit dürften Weezer das Blaue Album fast komplett über den Abend verteilt gespielt haben. Ich meine, The World has turned…haben sie nicht gespielt.

Aber: Groß.

fakeboy

Postings: 6759

Registriert seit 21.08.2019

10.06.2025 - 23:51 Uhr
Schön! Ich seh Weezer heute in 1 Woche. Aber ich dachte, sie würden das blaue Album am Stück spielen? Egal, Setlist passt.

fakeboy

Postings: 6759

Registriert seit 21.08.2019

10.06.2025 - 23:53 Uhr
You Gabe Your Love… - wie geil!

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

10.06.2025 - 23:56 Uhr
Nee, ich hatte auch gehofft, dass sie die USA-Setlist spielen.

Aber das blaue Album war trotzdem fast komplett vertreten, sie hatten richtig Bock und das hat einfach unglaublich Spaß gemacht. Du kannst dich da richtig drauf freuen! Ich habe Only in Dreams genossen. Keine Ahnung, aber das ist so ein fantastischer Song. Ich heule!

fuzzmyass

Postings: 21674

Registriert seit 21.08.2019

11.06.2025 - 00:09 Uhr
Dachte auch sie spielen die USA Setlist, aber das ist ja trotzdem fast identisch, nur halt die Songs der blauen und Pinkerton nicht am Stück bzw ein blauer Song weniger... passt schon, dazu noch die tollen Bad Nerves als Vorband.. ich bin dann in Hamburg dabei

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

11.06.2025 - 00:23 Uhr
Sie meinten, sie waren froh bei Rock im Park (?!) gewesen zu sein, aber noch mehr freuen sie sich über die richtigen Weezer Fans. Kleine Spitze evlt. Und die Setlist dort war echt langweilig!

Klaus

Postings: 12780

Registriert seit 22.08.2019

16.06.2025 - 22:59 Uhr
War gerade bei Wolf Alice in Berlin im Schwuz. Im Rahmer einer Promotour spielen sie einige kleine Clubshows, bevor es im November dann richtig in die großen Hallen geht. Per Zufall in einer der drei Runden, in denen es Karten gab, Glück gehabt.

Das Publikum bestand zum überwiegenden Teil aus (britischen) jungen Fans der Band, die richtig Bock auf die Show hatten - das war das letzte Mal im Astra auch so. Die Band selbst hat 1-2 Songs gebraucht, um auch reinzukommen, danach war es eine Riesenparty. Es gab ein Best-Of-Set, dazu zwei neue Songs. Der zweite, The Sofa geht sehr in Richtung elegante Pathosballade - vergleichbar mit Florence & The Machine. Ansonsten eben: Hits, Hits, Hits. 65 Minuten Spielzeit, kurz nach 9 Schluss, ideal für einen Montag. Was für eine geile Live-Band die doch sind.

ijb

Postings: 8476

Registriert seit 30.12.2018

16.06.2025 - 23:14 Uhr
Oh, Wolf Alice waren (sind) heute hier?! Krass, hätt ich gern gesehen. Die reguläre Tour wird mir sicherlich zu teuer für mein Budget sein.

Ich war eben gar nicht so weit entfernt: bei Spellling im Lido. War ebenfalls ne gute Stunde lang (kurz) und ebenfalls ne sehr gute Liveband – allerdings komplett anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Das war tatsächlich ne Nineties-Revival-Show (oder "Remembrance Show", wenn man so will): Zwei laute 90s-Indierock-Gitarren, Bass, Schlagzeug - und vereinzelt auch ein bisschen Synth und Keyboard, was aber klanglich kaum ins Gewicht fiel. Zwischendurch fühlte es sich an, als wäre die Band irgendeine 90er-Indierockband, z.B. Smashing Pumpkins ... nur eben mit anderer Stimme. Mir fällt grad keine so typische 90er-Indie-Band mit ner Frontfrau ein. Ich war damals aber auch nicht auf solchen Konzerten....

Ein Teil des Publikums war 100% textsicher. Ich kannte die Lieder zwar, aber weder ihre Namen, noch die Texte.
War ne sehr gute Show. Die Frau hat Power, ist ziemlich extrovertiert und reißt die Leute mit. (wie übrigens auch die "Vorband", Debby Friday, die von einer kraftvollen Elektro-Musikerin begleitet wurde und ebenfalls sehr abging).

Klaus

Postings: 12780

Registriert seit 22.08.2019

16.06.2025 - 23:21 Uhr
" Oh, Wolf Alice waren (sind) heute hier?! Krass, hätt ich gern gesehen. Die reguläre Tour wird mir sicherlich zu teuer für mein Budget sein."

45 €, ist eigentlich noch grenzwertig bis okay a.k.a. so sind halt jetzt die Preise. 19.11.

Hier stand Ihre Werbung

Postings: 2442

Registriert seit 25.09.2014

17.06.2025 - 07:26 Uhr
Floodlights in der Whammy Bar, Auckland

Tolles Konzert, Trompete und der Backgrounsgesang der Frauen live auch besser als auf Platte. Einzig etwas kurz war es mit nur ca 70 Minuten Hauptband, das hätte bei 3 Alben durchaus etwas mehr sein dürfen.
Die kurze Ansage, dass man mit den Menschen in Gaza und Ukraine fühlt, war auch völlig in Ordnung.

ijb

Postings: 8476

Registriert seit 30.12.2018

17.06.2025 - 09:48 Uhr
@Klaus

Das stimmt. 45 ist weit weniger, als ich annehmen würde (allerdings mehr als Swans ein paar Tage später, und Protomartyr zwei Wochen davor sogar nur bei 28).
Schon Soap&Skin kostet im November mittlerweile 50. Und einige Konzerte, die kürzlich noch bei 35 lagen, sind jetzt bei 70 oder 80.

Aber da ich gerade schon zu viel Geld ausgegeben habe, muss ich fürs erste mal ein bisschen mit Konzerten dieser Preisklasse sparen. Oder eben bei Kleinanzeigen schauen. Da findet man oft noch was.

Kai

User und News-Scout

Postings: 3387

Registriert seit 25.02.2014

17.06.2025 - 09:54 Uhr
Ich war am Sonntag bei The Streets im EWerk.
Am Freitag hab ich über Instagram entdeckt, dass Bulgarien Cartrader als Support dabei ist und denn finde ich richtig gut also noch fix ein Ticket über Kleinanzeigen für 30€ geschossen.

Am Sonntag stand aber außerdem ein Lauf an so dass ich schon mit dem Gedanken spielte, mir nur den Cartrader anzuschauen und dann abzuhauen.
Wer Bulgarien Cartrader nicht kennt sollte sich das zumindest live unbedingt mal anschauen, super sympathischer Typ, musikalisch sehr vielseitig. Macht immer Spaß und auch an diesem Abend hat er sicher ein paar neue Fans gewonnen.

Nach einer Fassbrause dann entscheiden noch ein wenig von The Streets zu schauen und: das war richtig fett. Es wurde wild das Tanzbein geschwungen, gemosht, es gab im Prinzip alle Hits und selbst die neueren Songs haben funktioniert, Skinner und Band waren super drauf und auch das Publikum ging für so einen Sonntag Abend richtig ab.
Nachdem ich The Streets vor Millionen Jahren auf dem Melt gesehen hatte und die ersten Alben echt mochte hab ich irgendwann den Kontakt verloren, aber das was da am Sonntag abging hat mich mal eben locker 20 Jahre zurück versetzt.

Danke The Streets

boneless

Postings: 7234

Registriert seit 13.05.2014

18.06.2025 - 12:27 Uhr
Gestern: Thrice und Coilguns im Werk II in Leipzig

Oh man, was ein Nachmittag/Abend. Unglücklicherweise fiel einer der heftigsten Unfälle auf der A4 (zwischen Chemnitz und Dresden) genau auf diesen Tag. Kurzer Abriss: Gegen 6 Uhr morgens ist ein Lkw auf einen anderen aufgefahren. Der fordere LKW hatte Glas geladen, welches sich beim Aufprall auf alle Fahrspuren (auch in die Gegenrichtung) verteilte. Das Resultat: bis zu 28 km lange Staus in beide Richtungen und zwar den ganzen Tag (Auflösung erst gegen 21 Uhr), zusätzlich Rückstau auf alle angrenzenden Autobahnen und heillos überlastete Ausweichstrecken.

Jedenfalls blauäugig, wie wir waren und auf Google Maps vertrauend (hey, nur 45 Minuten Zeitverzögerung, kein Ding) fahren wir gegen 17 Uhr auf die Autobahn und machen in 30 Minuten ca. 30 Meter. Geil. Mit einer Mischung aus sturer Dreistigkeit und gekonntem Ignorieren der StVO schaffen wir es, uns von der Autobahn zu asseln und beginnen einen Roadtrip über Dörfer und Nester, von denen ich noch nie gehört hatte (obwohl ich nur ca. 20 km davon enterfernt wohne) und genießen die Abendsonne und tolle Landschaften. :D Zeitlich sind wir natürlich brutal im Verzug, aber dank eines gut motorisierten Gefährts und einer überraschend freien A14 schaffen wir es noch so nach Leipzig, dass eine Pizza reingeschoben werden konnte, bevor Coilguns überpünktlich in der gemütlichen Halle D des Werks begannen.

Coilguns knallten jedenfalls mit Schmackes und hatten sehr viel Bewegung auf der Bühne, deren vertrackte Mischung aus Post-Hardcore, Noise/Math Rock wollte aber nicht so wirklich zünden. Trotzdem ganz cool und mit 30 Minuten genau richtig in der Spielzeit.

Wieder pünktlich 21 Uhr kamen dann Thrice auf die Bühne und es folgten 80 Minuten Großartigkeit. Einfach gesagt: was war das für ein schöner Gig. Die Band hatte sichtlich Bock und war top motiviert, der Sound war fantastisch und Dustin hat wirklich unglaublich gut gesungen. Es stimmte einfach so gut wie alles, 17 Songs gabs regulär. Highlights waren für mich im Grunde sämtliche Stücke von The Artist (5 an der Zahl), Gänsehaut dann bei Firebreather und Black Honey, ebenso beim großartigen Abschluss The Earth Will Shake. Über allem stand aber In Exile. Ich liebe diesen Song so sehr und den live zu erleben war einfach der Hammer. Insgesamt eine ausgewogene Setlist, die kaum Wünsche offen ließ. Klar, ein bisschen mehr vom Alchemy Index und All The World Is Mad wäre super gewesen, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Zumal es in der Zugabe noch Music Box (!) und Beggars (!!) gab. Der perfekte Konzertabschluss einer Band, die ich aktuell eigentlich gar nicht mehr verfolge, deren Songs sich aber so tief in mein Gedächtnis gespielt haben, dass sie immer einen hohen Stellenwert in der eigenen Musikhistorie haben wird.

Kurzes Wort noch zur Location und zum Publikum: es war einfach eine Wohltat, Thrice in einem derart kleinen Rahmen zu sehen und obwohl es ausverkauft war (ca. 450 Leute) hatte man immer genug Platz, es wirkte zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise eng oder überfüllt. Das Publikum selbst sehr angenehm, die Action im Pit war überschaubar, lediglich 5-6 Menschen, die wirklich jeden Song filmen mussten (zum Glück nicht komplett) und natürlich sehr weit vorne standen, nervten hier und da.

Ach ja:

Hinfahrt Dresden - Leipzig: 2 1/2 Stunden
Rückfahrt: 70 Minuten

fakeboy

Postings: 6759

Registriert seit 21.08.2019

19.06.2025 - 01:08 Uhr
Weezer in Zürich bzw. Oerlikon (Halle 622). Es war weezerabel... Ne, nicht ganz so schlimm, aber auch nicht gut. Sehr schlechter Sound, sterile Halle. Die aktuelle Setlist ist für einen Freund der frühen Werke natürlich super - fast alles vom blauen, vieles von Pinkerton. Aber die Band ist live halt superstatisch. Das würde wohl funktionieren, wenn es gut klingen würde. Aber mit schlechtem, teilweise miserablem Sound: ne, nix. Dazu: Pat Wilson hat echt schlecht gedrummt. Lasch und teilweise mit Lars Ulrich'schen Timing-Problemen. Schön Weezer mal gesehen zu haben, aber letztlich ein Konzert zum vergessen.

Gomes21

Postings: 6184

Registriert seit 20.06.2013

19.06.2025 - 02:16 Uhr
Schöner Bericht zu Thrice, ich freue mich sehr auf Düsseldorf, ebenfalls überraschend klein.

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

19.06.2025 - 08:03 Uhr
Dass die das Weezer Konzert nicht gefallen hat, tut mir leid, fakeboy. Das Berliner Konzert wurde ja einigermaßen euphorisch rezensiert, auch in der Visions. Bis auf den Sound beschreibst du ja Weezer so, wie ich sie in Berlin erlebt habe. Aber mir ist egal, was sie da auf der Bühne machen, die Setlist war ein Traum. Und dann hat die Nostalgie gewonnen. :)

MM13

Postings: 2524

Registriert seit 13.06.2013

19.06.2025 - 09:17 Uhr
dientag, judas priest (stgt. schleyerhalle)
gute show,hammerlaut 8/10
support phill campbell,guter straighter hard-heavyrock incl. zwei motörheadsongs.
accept,hatten mit ständigen sekundenweisen mikro- oder stromausfällen zu kämpfen.
gestern dann noch beatsteaks (freilichtbühne killesberg,stgt.)
gut gelaunte beatsteaks bei bestem wetter 9/10
support,divaheaven schöner,leicht schräger girlspunk.

fakeboy

Postings: 6759

Registriert seit 21.08.2019

19.06.2025 - 09:22 Uhr
@Urbsi: ja, ich erwarte von Weezer eigentlich nichts anderes als ihre Songs - aber die müssen halt gut tönen, was nicht der Fall war... Waren Bad Nerves in Berlin auch dabei? Die fand ich eigentlich ganz nett, aber sie wirken wie ne Band, die die Broschüre "how to dress and behave like a rock star" genau studierten. Und der Sänger macht so dermassen einen auf Howlin' Pelle - etwas too much.

Deaf

Postings: 3840

Registriert seit 14.06.2013

19.06.2025 - 09:26 Uhr
Nick Cave solo im Theater 11 in Zürich letzten Donnerstag. Ich war am 3. der 3 Konzerte an dieser Stelle. Insgesamt fehlte natürlich die Intensität der Shows mit den Bad Seeds, die ich mittlerweile einige Male erleben durfte. Trotzdem auch schön, ihn mal in entspanntem Rahmen zu sehen und die Songs in einer reduzierten Version zu hören bzw. gar Songs, die er sonst selten oder nie spielt. Da wären bspw. «Balcony Man», bei dem das Publikum im Balkon aufgefordert wurde, jedes Mal zu jubeln, wenn das Wort «Balcony» fällt. Das Parkett sollte währenddessen aber den Mund halten. 😉 Ein grosses Highlight war für mich der Grinderman-Song «Man In The Moon», ganz wunderbar. Der ebenfalls anwesende Colin Greenwood am Bass hielt sich den ganzen Abend dezent im Hintergrund oder Halbschatten. In der Zugabe gab es dann noch die Rarität «He Wants You» vom schrecklichen Album «Nocturama» (O-Ton Nick). Hübsch, der Song war mir nicht mehr präsent, da ich das Album auch kaum gehört habe. Rundum gelungener Abend, aber das nächste Mal dann wieder mit den Bad Seeds.

Klaus

Postings: 12780

Registriert seit 22.08.2019

19.06.2025 - 09:29 Uhr
"«Man In The Moon»"

Den lieb ich ja so, glaube noch nie live gehört, selbst bei den Grinderman Shows.

Kluftie

Postings: 2

Registriert seit 19.06.2025

19.06.2025 - 09:39 Uhr
Am Dienstag im Astra in Berlin: TV on the Radio.

Sind aktuell ohne neues Album und mit reduziertes Besetzung (ohne Sitek) unterwegs. Die beiden Vorbands (Stacks und What are People for - nie gehört) verpasst und genau pünktlich zum Start der Hauptband gekommen.

Das zweite Mal nach 15 Jahren oder so gesehen und immer noch sehr, sehr großartig, wenn auch leider ziemlich kurz (so um die 80 Minuten). Haben ein Best-of von quasi allen ALen gespielt, Akustik war relativ gut, die Band gut drauf - und das Publikum genauso. Der Backround-Gesang war manchmal ein bisschen schief und die Palästina-Ansagen hätten auch nicht sein müssen, aber sonst gabs wirklich nichts zu meckern. Der Sänger hat halt immer noch eine große Bühnenpräsenz und die Musik fast noch ein bisschen mehr Energie als auf Platte.

Highlight neben den offensichtlichen Hits vielleicht die eher ruhigen, teilweise mit Akustikgitarre vorgetragen Songs in der Zugabe: Ambulance und Trouble. Auch ne witzige Idee, da noch mal Tempo rauszunehmen, ehe man mit Staring at the Sun nochmal zündet.

Gomes21

Postings: 6184

Registriert seit 20.06.2013

19.06.2025 - 09:43 Uhr
Wenn man sich mal in TV on the Radio reinhören wollte, welche Platten würdest du empfehlen?

ijb

Postings: 8476

Registriert seit 30.12.2018

19.06.2025 - 10:01 Uhr
die Palästina-Ansagen hätten auch nicht sein müssen,

Ich hab seit letztem Herbst wahrscheinlich kaum ein Konzert gesehen, bei dem keine Palästina-Ansagen gemacht wurden, meistens auch mit dem Zusatz "Es sagt ja sonst niemand was." Mittlerweile frage mich, an wen sich das eigentlich noch richtet. Erwarten die ernsthaft, dass Friedrich Merz & Co. ausgerechnet auf Ansagen von irgendwelchen Musikern hören und dann sagen "Ah, stimmt, da müsste man echt mal anders rangehen."? Das Konzertpublikum ist doch eh zu 95% derselben Meinung.

@Gomes21
Ich war diesmal zwar nicht beim Konzert, empfehle aber in erster Linie das vielseitige Album "Dear Science". Wenn man's direkter indierockig bevorzugt, dann "Return to Cookie Mountain".

Deaf

Postings: 3840

Registriert seit 14.06.2013

19.06.2025 - 10:04 Uhr
Ich hab seit letztem Herbst wahrscheinlich kaum ein Konzert gesehen, bei dem keine Palästina-Ansagen gemacht wurden

Ich kann mich gerade an kein einziges Konzert erinnern, bei dem überhaupt irgendwelche politischen Ansagen gemacht wurden. Und das ist für mich gut so.

Urbsi

Postings: 229

Registriert seit 14.06.2013

19.06.2025 - 10:07 Uhr
@fakeboy, ja, die waren in Berlin auch dabei. Ich fand sie ganz ok, kam aber auch etwas später, weil die mich nicht so interessiert haben.

ijb

Postings: 8476

Registriert seit 30.12.2018

19.06.2025 - 10:08 Uhr
@ Deaf

Ja, ich hab zwar nichts gegen politische Kommentare, aber mir wär's ehrlich gesagt auch lieber, wenn das nicht ganz so exzessiv praktiziert würde wie zur Zeit - und das sage ich unabhängig davon, für welche Seite man sich da auf der Bühne äußert.
Ich finde es prinzipiell schon gut, wenn bekannte Menschen ihre Bühne nutzen, um auch wa zu sagen, was sie wichtig finden. In dieser Sache, ist es halt nur so, dass wirklich alle das gleiche sagen, und trotzdem wird ständig hinzugefügt, dass man das endlich mal sagen müsse. Da herrscht irgendwie eine allgemeine Einigkeit, obwohl alle glauben, sie hätten ne ganz individuelle Meinung.

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