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pounzer
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20.10.2024 - 20:17 Uhr
@Glufke: Ganz ehrlich, die Szene hier ist einer der Hauptgründe, warum ich mich hier so wohl fühle. So viele liebe, extrem talentierte Menschen. Die Qualität der Bands hier ist schon was Besonderes und es gibt so viele, bei denen ich mich wundere, warum sie nicht viel bekannter sind. |
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Unangemeldeter
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24.10.2024 - 07:58 Uhr
Crosspost vom Interpol Live-Post:
Interpol, Tempodrom, gestern:
Es war kein besonders gutes Konzert, aber ein schöner Abend.
Der Sänger der Vorband Dust klang derart frappierend nach Isaac Wood (ehemals von Black Country, New Road) dass ich tatsächlich kurz googeln musste ob er's nicht vielleicht sogar ist. Aber nein, die Band kommt aus Australien, lehnt sich aber soundmäßig schon deutlich an BC,NR an, was auch am dauerpräsenten Saxophon liegt. Gleichzeitig haben sie nicht das Gespür für große Momente bzw wenig Dynamik im Sound, es klingt wie eine richtig angepisste Mischung aus BC,NR und Desaparecidos.
Nicht schlecht, aber mit dem aktuellen Material auch noch nicht bemerkenswert. Vielleicht kommt da noch was, Anlagen hat die Band definitiv.
Bzgl Interpol selbst muss ich hier ganz kleinlaut werden, weil ich zu der Oasis-Reunion ja so über diese Nostalgie-Scheiße gelästert habe - und dann war das gestern natürlich das gleiche in mattschwarz. Der Sound war fürs Tempodrom ziemlich schlecht, matschig und unausgewogen, der Leadgitarrist hat sich ständig verspielt und sie haben bei mehreren Songs den Sound einfach nicht auf die Bühne gebracht - was schon ins Gewicht fällt wenn man wie sie die Lieder einfach 1:1 runterspielt. Gleichzeitig sind die Songs derart unkaputtbar stark, dass es natürlich trotzdem irgendwie geil ist und funktioniert. Im zweiten Block nach Antics fällt sofort auf dass die Band nach der s/t ihr Mojo verloren hat, aber zum Glück kommen noch einige weitere ältere Karrierehighlights, allen voran Lights und Pace is the Trick.
Gutes Publikum, schöner Abend, aber keine funkelnden Augen. |
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fakeboy
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25.10.2024 - 10:48 Uhr
PeterLicht gestern in Luzern. Hab ihn zum dritten Mal gesehen und war zum dritten Mal komplett begeistert. Beim ersten Konzert vor einigen Jahren war ich zunächst enttäuscht, dass er seine Songs live nur zu zweit aufführt - aber er macht das so einnehmend und unterhaltsam, dass man gar nicht anders kann als entzückt und erfüllt nach rund 2 Stunden Konzert den Saal zu verlassen. Seine Lieder und seine Art sie darzubieten sind so menschlich. Gestern gedacht: er ist die liedgewordene Menschlichkeit.
Er begann zunächst eher zurückhaltend, mit einigen ruhigeren Songs vom neuen Album. Sein Begleiter am Piano gab sich ebenfalls eher scheu. Aber wie sich das gehört, kommt irgendwann der Moment, in dem er aufdreht, die Musik ausbricht, tanzbar wird und er mit seinen urkomischen Geschichten (etwa vom Arbeitgeberpräsidenten) und seinem immer gelösteren Auftritt den ganzen Saal einnimmt. "Sonnendeck", "Gerader Weg", "Wettentspannen" und alle liegen sich glücklich in den Armen. Ein besonderes Highlight war auch "Problemlöser" vom neuen Album.
Ein wirklich grossartiger Künstler. |
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Chris Mars
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26.10.2024 - 11:49 Uhr
Wir waren gestern bei „Kruder und Dorfmeister“ in der Elbphilharmonie Hamburg. Für mich war es musikalisch ziemlich enttäuschend.
Die beiden DJs spielten mit 4 weiteren „echten“ Musikern (Drums, Congas, Bass, Keyboards) die vor 25 Jahren erschienene „K&D-Sessions“ . Es war die Uraufführung. Leider waren keine Gastsänger/-innen dabei, die dem Ganzen vielleicht ein wenig mehr Energie und Tiefe verliehen hätten. So gluckerte alles ein wenig monoton und blutleer vor sich hin. Zudem war der Sound zu leise (wie ein anderer Zuschauer auch in den Saal rief). Vor 2 Wochen war an gleicher Stelle das Konzert von „The Notwist“, das um mehrere Klassen besser war. Bei diesen Auftritt standen gefühlt auch 20 Prozent der Zuschauer auf und tanzten ausgelassen. Gestern waren es auch ein paar, den meisten sind aber vermutlich eher die Füße eingeschlafen.
Wenn ich überlege, welchen Aufwand andere Bands betreiben (z.B. Archive) und mit mehreren Sängern/Sängerinnen auftreten, werde ich fast ein wenig ärgerlich über den gestrigen Abend. Da wurde an der falschen Stelle gespart. Selbst die Trompete kam vom Band. Und das alles bei Eintrittspreisen von bis zu 90,-. Da kommt fast ein wenig das Gefühl von Abzocke auf.
Der Bühnenaufbau und die Lightshow waren aber wirklich toll (mit einer großen Anzahl von auf der Bühne verteilten künstlichen Sonnenblumen).
Am Ende gab es stehende Ovationen, für mich unverdienterweise. |
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ijb
Postings: 7662
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26.10.2024 - 17:57 Uhr
Am Ende gab es stehende Ovationen, für mich unverdienterweise.
Ich beobachte (auch), dass dies oftmals gar nicht für aktuelle Darbietungen passiert, sondern eher für ein Grundgefühl (eine frühere Leistung, die man zuvor noch nicht beklatschen konnte oder auch ein "Lebenswerk"). |
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Rhyton
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28.10.2024 - 14:59 Uhr
Bob Dylan, Düsseldorf, 27.10.24
Das dritte mal, dass ich ihn sehe, zuletzt aber vor über 10 Jahren. Bemerkenswert, wie er den Abend gestaltet: Handys und Kameras sind verboten, der Saal komplett bestuhlt, das Bühnenbild besteht aus einem einfachen Vorhang mit ein paar Leuchten. Das ganze hätte exakt so auch vor 50 Jahren so stattfinden können, man kann es zeitlos nennen oder antiquiert.
Das zeitlose setzt sich aber auch in der Performance fort. Man kann Dylans Gesicht quasi nur in den ersten Reihen erkennen, 95% des Publikums werden seine Gesichtszüge in dem schummrigen Bühnenlicht und dem Abstand nur verschwommen gesehen haben. das führt dazu, dass man ohne Wissen um sein Alter auch den jungen Dylan vor sich haben könnte, nur, dass er schon etwas gebrechlich ist und nur aufgestützt am Klavier stehen kann, was er ab und zu tut, aber die meiste Zeit sitzt er nahezu versteckt hinter seinem Klavier.
Der Gesang wie üblich nur noch einzelne Zeilen, alle Lieder in der gleichen Struktur. Die einzelnen Songs herauszuhören braucht ein gutes Gehör, aber das ist ja schon lange so. Dadurch wird einmal mehr deutlich, dass es alles quasi gesungene Gedichte sind, andererseits, dass es ihm um (Endlos)Schleifen geht, das Never-ending ist nicht nur das Motto seiner Tour.
Dennoch war es zwischenzeitlich schon ein wenig langweilig, zumal das größtenteils sehr alte Publikum (60+) die ganze Zeit sitzen geblieben ist und sich nicht gerührt hat.
Es war eine interessante Erfahrung, aber nochmal würde ich mir das wahrscheinlich nur in der ersten Reihe geben, um ihn auch sehen zu können. War im zweitvordersten Block und konnte ihn da schon nur schemenhaft erkennen. Natürlich schützt er sich so auch vor Voyeurismus um sein Alter, aber dennoch schade, gerade für den hohen Ticketpreis. |
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Talibunny
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02.11.2024 - 12:50 Uhr
Interpol, Dust
25.10.2024
Köln, Carlswerk Victoria
Wenn ich mich recht erinnere, mein erster Besuch im Carlswerk. Ist nicht negativ aufgefallen, deshalb komme ich bei Gelegenheit wieder. Der Sound an diesem Abend war mir zu dumpf, was ich aber (zumindest überwiegend) nicht den Örtlichkeiten zuweisen will. Was mir Tage später klar werden würde (dazu später mehr).
Dust mit ihrem dauerpräsenten Saxophon hatten interessante Ansätze, die Potenzial andeuten, aber noch deutlich Luft nach oben lassen. Hier sei besonders die Gesangsstimme erwähnt. Wenn ich da nicht allzuviel zu bieten habe, brauche ich wenigstens Charisma. Aber die Band ist ja noch jung im Geschäft.
Interpol dann mit dem kompletten Antics-Album. Ein Album, das ich sehr schätze und mit Totbl auf einer Stufe steht und von dort auf all ihre anderen Alben herabblickt.
Kritisieren könnte man vielleicht, dass die Songs ohne Variation und somit gefühlt routiniert runtergespielt werden. Auch die Interaktion mit dem Publikum ist stets zurückhaltend. Party people werden sie auf der Bühne nicht mehr. So hab ich sie über die Jahre kennengelernt. Deshalb erwarte ich in dieser Hinsicht auch keine Veränderung. Was aber zu bemängeln wäre, ist die fehlende Präsenz von Carlos Dengler auf der Bühne, der als Blickfang die Statik etwas aufbrechen konnte. Sein kreatives Fehlen will ich nicht näher thematisieren, ist für mich aber anhand der Album Historie offensichtlich, wenn auch hypothetisch.
Größter Kritikpunkt aber ist für mich Paul Banks' Stimme, die mir immer brüchiger erscheint.
Auch hätte der Band ein anderes Licht- und Bühnenkozept besser zu Gesicht gestanden. Das war zu dunkel und einfallslos. Visuell könnte da so mehr gehen.
Jedenfalls, nach dem tollen Antics-Set gab es noch weitere neun Songs, die der guten Stimmung in der Halle zur Hälfte des zweiten Teils eine kleine Delle verpasst haben. Der ein oder andere Song mehr vom Debüt hätte es mehr am köcheln gehalten. So blieb es lediglich bei Obstacle 1 als Schlusssong.
Klingt negativer als es war. Ich habe mich trotz der genannten Aspekte gut unterhalten gefühlt.
Wie dann allerdings Weltklasse geht, habe ich dann Tage später wieder einmal erleben dürfen (dazu später mehr). |
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Talibunny
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02.11.2024 - 13:28 Uhr
Interpol, Dust
Amsterdam, Paradiso
30.10.2024
Amsterdam. Paradiso. Beides mein/unser Debüt.
Der Konzertbesuch war verbunden mit einer Tour durch die Stadt inkl. Übernachtung, da es anschließend nach Antwerpen gehen sollte ( dazu später mehr ). Die Stadt macht auch in lediglich acht Stunden an einem überwiegend grauen Tag verdammt Eindruck. Details sind da erstmal nicht drin, aber der Ersteindruck vermittelt ein starkes Bedürfnis nach Rewatch ( das war für dich, ijb ;)).
Zu Dust und Interpol habe ich ja schon ausführlicher ausgeführt. Enttäuschend kam hier hinzu, dass der Sound in einer "Kathedrale" des europäischen Pop-/Rock-Veranstaltungszirkus schlechter daherkommt als der nicht optimale Sound in Köln-Mühlheim Tage zuvor. Noch etwas weniger differenziert und Banks' Stimme viel zu leise im Mix sortiert. Würde man die Songs nicht so gut kennen und die Erinnerung nicht helfen aufzufüllen, wäre es noch ernüchternder gewesen. Auch hat man sich die vorhandenen Kirchenfenster beleuchtungstechnisch zu
selten zu Nutze gemacht.
Die dem Antics-Set nachfolgenden Songs variierten etwas zur Köln-Show und boten mit "Roland" ein stark abgefeiertes Tour-Debüt.
Das Paradiso ist von außen und innen sehr schön. Wir hatten einen bestuhlten Platz auf der Balustrade, nahe der Bühne. Da gab es nichts zu meckern. Waren ja auch entsprechend früh in der Schlange. Das gab auch Zeit, noch die benötigte Mitgliedschaft beim Paradiso (jeweils 4€) noch zu buchen.
Allerdings muss das Paradiso jetzt damit leben, dass der für das Konzert verantwortliche Mixer den Ruf ganz schön besudelt und angekratzt hat. ;)
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Talibunny
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02.11.2024 - 13:34 Uhr
Köln-Mülheim muss es korrekt heißen. |
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Talibunny
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02.11.2024 - 14:03 Uhr
Nick Cave & The Bad Seeds, The Murder Capital
Antwerpen, Sportpaleis
31.10.2024
Von Amsterdam dann morgens nach Antwerpen. Erstaunlich viele Staus.
Dort endlich angekommen, gab es die nächste Stadt Besichtigung. Auch wenn wir bereits vorher dort waren. Das historische Zentrum bleibt aber weiterhin beeindruckend und ist eine Tour wert.
Nach ein paar Stunden bummeln ging es dann per Tram zum altehrwürdigen Sportpaleis (Baujahr 1933). Mehrfach von mir bereits besucht, aber zum ersten Mal außerhalb von The Cure oder Depeche Mode, wo ich sonst Termine außerhalb Deutschlands wahrnehme.
Pünktlich um 19:15 ging es mit The Murder Capital, die den guten Eindruck von der Platte auf die Bühne bringen könnten. Wenn meine bessere Hälfte, die vorher keinen Song kannte, jeden Song einer Vorband beklatscht, ist das nicht nur ein Höflichkeitsgestus. Und der Sound bei einer Vorband so, wie er mir bei den beiden vorher erlebten Konzerten auch beim Mainact gefallen hätte.
Dann Nick Cave & The Bad Seeds.
Ich erspare mir die Eloge. Die kann man zu den jeweiligen Konzerten lesen und sind in ihrer Lobhudelei mit keinem Wort übertrieben. Deshalb mach ich es kurz und passt auch auf all meine erlebten Konzerte mit der Band : Unter Weltklasse machen sie es nicht.
Die Abfahrt vom Sportpaleis wie meist dagegen Kreisklasse.
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Talibunny
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02.11.2024 - 14:06 Uhr
Edit : Stadtbesichtigung. |
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pounzer
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03.11.2024 - 11:59 Uhr
Okay, Storytime:
Es ist fast zehn Jahre her seit ich Lost In The Riots zum ersten Mal live gesehen habe, im Abseits in Freising, als einer von maximal einer Handvoll zahlender Gäste. Vorband waren damals die mir bis dato unbekannten Poly-Math, zu dem Zeitpunkt noch als Trio unterwegs, die mich aber sofort so sehr überzeugten, dass ich mir am Merchstand die "Reptiles"-EP zulegte.
Das Konzert war eine seltene Chance, ein bisschen in die UK Post-/Mathrock-Szene zu schnuppern, die ich dank Streaming (das dürfte damals sogar noch Simfy gewesen sein) für mich entdeckt hatte. Damals wohnte ich noch in München, hatte mit Ach und Krach mein Studium abgeschlossen und nicht den Hauch einer Ahnung, wie es weiter gehen sollte.
Fast Forward auf gestern Abend: Lost In The Riots und Poly-Math als Support für Alpha Male Tea Party im Downstairs at The Dome, im Norden von London. Viel hat sich verändert in den letzten zehn Jahren. Ich wohne in London, alle Beteiligten sind merklich älter geworden, LITR haben mehrfach den Drummer ausgewechselt und Poly-Math sind zwischenzeitlich auf fünf Mitglieder gewachsen und wieder auf vier geschrumpft. Aber die wichtigste Veränderung für mich ist, dass mit Adam (Edwards, LITR) und Josh (Gesner, Poly-Math) zwei meiner besten Freunde auf der Bühne stehen. Und die UK-Musikszene ist nicht mehr nur eine Internet-Obsession, sondern ich bin mittendrin.
Den Anfang des Abends machten Tough Glove, ein brandneues Nebenprojekt der Szenelieblinge von Axes. Auch wenn der relativ kleine Laden zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz gefüllt war, heizten die beiden, in gold-glitzernde Overalls gekleideten Musiker, an Schlagzeug und Gitarre ordentlich ein. Die rifflastigen, aber tanzbaren, mit elektronischen Backing Tracks angereicherten Songs zeigten, dass hier erfahrene Künstler am Werk sind. Die Premiere ist geglückt und ich freue mich, in Zukunft mehr von den beiden zu hören.
Dann endlich Lost In The Riots, die erste Show seit Oktober 2019. Was habe ich diese Band vermisst! LITR bespielen die Zwischenräume von Post- und Mathrock so perfekt, wie es sonst nur And So I Watch You From Afar beherrschen. In einem Moment wiegen sie das Publikum in einem gemächlichen Melodiebogen, nur um es im nächsten mit einem absoluten Riffgewitter zu überrumpeln (hört euch nur mal "Stranger in the Alps" vom gleichnamigen Debut an). Ich stand naturgemäß in der ersten Reihe und mein schmerzender Nacken und das breite Grinsen in meinem Gesicht waren der beste Beweis dafür, wie unglaublich gut diese Band ist. Aber nicht nur ich, sondern auch der Rest des Publikums und am allerwichtigsten die Band selbst waren euphorisch. Willkommen zurück, Jungs!
Ich muss zugeben, dass ich die im Anschluss spielenden Poly-Math zwar wie immer sehr genossen habe, aber im Vergleich kam nicht die selbe Stimmung auf. Das ist aber auch völlig okay. Die "British experimental prog favourites" (wie das Prog Magazin sie kürzlich bezeichnete) sind bei weitem eine meiner meistgesehenen Bands und ich bin mir sicher, dass sie in Zukunft weiter abliefern werden. Die beiden gespielten neuen Songs machen auf jeden Fall Lust auf das neue Album, das demnächst aufgenommen werden soll.
Dann also die Headliner, Alpha Male Tea Party, deren zehnjähriges Jubiläum zum Album "Droids" der Anlass des Abends war. Dementsprechend spielte das Heavy-Mathrock-Trio das Album auch in Gänze. Songs mit so wunderschönen Titeln wie "You Eat Houmous, Of Course You Listen To Genesis" oder "God Is Love But Satan Does That Thing You Like With His Tongue" sind Szene-Klassiker und wurden vom Publikum dementsprechend freudig entgegen genommen.
Insgesamt war der Abend mit vier nicht gerade als Easy Listening zu beschreibenden Bands zwar vielleicht ein bisschen lang, aber die Tatsache dass nach all der Zeit diese Bands in dieser Kombination auf der Bühne stehen und ich dabei sein darf, ist schon etwas Besonderes. Ich bin jedenfalls froh, dass die letzten zehn Jahre mich an diesem Abend zu dieser Show geführt haben.
Party like it's 2014! Nur besser. |
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MM13
Postings: 2513
Registriert seit 13.06.2013
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04.11.2024 - 09:14 Uhr
samstag,phillip boa & the voodooclub im scala in ludwigsburg
schöne mischung aus alten und den neueren sachen,hat mir gut gefallen.seine stimme war etwas leise abgemischt.
noch einen punkt der mich genervt hat,was allerdings nichts mit boa zutun hat,das scala ist ein ehemaliges kino indem im hinteren bereich noch ein paar sitzreihen sind,was ich als leicht gehbehindert zu schätzen weiss,kann halt nicht mehr durchgehen 2std. stehen! wenn sich dann paar idioten genau eine sitzreihe vor einen stellen krieg ich eine krise! geht doch einfach vor in den stehplatzbereich!
hatt ein bisschen gedauert bis ich sie dafür begeistern konnte :-)
ähnlich wie die ständig labernden oder handyfilmer,wär ein bisschen rücksicht und respekt nicht schlecht! |
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edegeiler
Postings: 3266
Registriert seit 02.04.2014
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04.11.2024 - 12:06 Uhr
Am Samstag war ich bei The Last Dinner Party im E-Werk in Köln.
Wollten eigentlich zu dritt dahin, aber zweimal Corona ergibt einen Solo-Besuch.
Anreise verlief problemlos, Einlass ebenso. Ich war tatsächlich sehr pünktlich, weil ich die Vorband gerne sehen wollte, also 19 Uhr oder so da. Das Publikum war (wie immer einigermaßen niederschmetternd) zu 90% jünger als ich mit meinen 30 Jahren. Einige Elternteile haben den Schnitt nach oben gezogen, ansonsten alle Anfang 20, gut gekleidet.
Naja, ich postiere mich hinten beim Mischpult, weil ich keine Lust aufs Gedränge hatte und das (fantastische) Album mangels Zeit auch nur drei Mal hören konnte. Los gings um 20 Uhr mit dem ersten Voract Luvcat aus Liverpool. Wusste gar nicht, dass es zwei Voracts geben sollte, das sollte sich später noch als kleines Problem herausstellen. Luvcat (eine Frontfrau mit Begleitband) kannte ich noch nicht. Die macht so Murder Ballad Zeug, also viele James Bond Gitarrenlinien, retro Vibe. Leider fand ich viele Songs eher solala. Ein paar Highlights gab es aber, vielleicht mal ein Auge drauf halten. Der Sound war auch schon hier sehr gut wie den gesamten Abend.
Nach dem 30 Minuten Set ging es um 20:45 weiter mit dem zweiten Voract, Katy J. Pearson aus Bristol. Die hat mir gut gefallen, etwas in die Richtung Heartland Sound, Indie und Folk mit reifem Songwriting. Zwar in der Gesamttendenz etwas unspektakulär, aber ich fands schön.
Weniger schön war, dass nach ihrem Auftritt man noch eine halbe Stunde auf The Last Dinner Party warten durfte, die um 21:45 Uhr auf die Bühne kamen. Das hat natürlich seine Gründe (allem voran die kurze Stagetime von TLDP, knapp über eine Stunde), hat mich aber genervt, weil ich inklusive Bahnfahrt schon eine ganze Weile rumstand.
Dann kamen aber endlich The Last Dinner Party und sie waren großartig. Druckvoller und lauter als auf dem Album, man merkt richtig, wie viel klassischer 70s Hardrock in der Musik steckt, insbesondere beim neuen Song "Big Dog". Tolle Songs, super aufgebaut, dauernd Harmoniegesang, intensive Ausbrüche, war hammergeil einfach. Die Sitmmung war eh den ganzen Abend über grandios, die haben halt Hype ohne Ende und die Leute vor mir sind fast vor Freude umgekippt als "Nothing Matters" als Closer kam. Einziger Wermutstropfen war die kurze Spielzeit, aber ich war auch froh, dass ich irgendwann los konnte.
Alles in allem ein gelungener Abend. 50 € für ein Ticket sind in Anbetracht der Spielzeit zwar viel, aber immerhin gibt es zwei Voracts. Das späte Highlight war dann mal wieder die Rückfahrt aus Köln-Mühlheim, alles fällt aus, 30 Minuten über verbotene Wege zum Hbf gescootert, ein Träumchen. |
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Samstag Nacht
Postings: 28
Registriert seit 14.10.2018
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04.11.2024 - 20:07 Uhr
Wolfgang Müller im Nachtasyl (Hamburg).
Magisch, episch, traurig, lustig.
10/10 |
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Deaf
Postings: 3565
Registriert seit 14.06.2013
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04.11.2024 - 22:04 Uhr
Dann kamen aber endlich The Last Dinner Party und sie waren großartig. Druckvoller und lauter als auf dem Album, man merkt richtig, wie viel klassischer 70s Hardrock in der Musik steckt, insbesondere beim neuen Song "Big Dog". Tolle Songs, super aufgebaut, dauernd Harmoniegesang, intensive Ausbrüche, war hammergeil einfach. Die Sitmmung war eh den ganzen Abend über grandios, die haben halt Hype ohne Ende und die Leute vor mir sind fast vor Freude umgekippt als "Nothing Matters" als Closer kam. Einziger Wermutstropfen war die kurze Spielzeit, aber ich war auch froh, dass ich irgendwann los konnte.
Seltsamer Entscheid, dass sie aufgrund angeblichem Burnout die letzten 5 Daten der Europa-Tour canceln, bis dahin aber noch weitermachen. Entweder geht es oder dann halt nicht. Aber schon speziell, da sie ja immer nur eine gute Stunde gespielt haben und nicht 2.5 bis 3 Stunden wie Nick Cave oder The Cure. |
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pounzer
Postings: 538
Registriert seit 24.08.2019
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04.11.2024 - 23:34 Uhr
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das anstrengende an so einer Tour das Reisen ist und nicht die Konzerte. Und die sind jetzt halt seit Anfang des Jahres beinahe durchgehend auf Tour, 2x Europa, 2x USA, dazwischen immer wieder UK, Australien, Japan, plus den Festivalsommer. Insgesamt haben die so weit ich weiß über 100 Shows gespielt. Dass man da irgendwann auch mal genug hat, kann ich mir schon vorstellen. |
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Felix H
Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion
Postings: 10997
Registriert seit 26.02.2016
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06.11.2024 - 07:09 Uhr
Gestern bei Bohren & Der Club Of Gore in der Zeche Carl in Essen gewesen.
Zur Musik kann ich nicht viel schreiben, sie spielen ihre Stücke ziemlich 1:1 nach, was mir sonst eher missfällt, aber durch die tolle Atmosphäre mehr als aufgefangen wird. Der Sound hätte einen Tick lauter sein können (bis auf den krass dröhenenden Bass bei "Patchouli Blue").
Das zweite Highlight sind die Ansagen zwischendrin. Dieser ultratrockene Humor ist genau meins und als Kontrast zur doch eher düsteren Musik super.
Lohnt sich! |
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nörtz
User und News-Scout
Postings: 17031
Registriert seit 13.06.2013
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07.11.2024 - 07:01 Uhr
Die Ansagen sind tatsächlich immer ein Highlight. Leider viel zu selten habe ich sie live gesehen. |
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joseon
Postings: 1384
Registriert seit 04.09.2023
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07.11.2024 - 09:34 Uhr
Habe sie bisher nur einmal gesehen, vor vielen Jahren in der Alten Feuerwache in Mannheim, aber die Ansagen werde ich nie vergessen: "Das nächste Lied handelt von leerstehenden Häusern, die nach Blumenkohl riechen." :D |
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Felix H
Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion
Postings: 10997
Registriert seit 26.02.2016
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07.11.2024 - 09:53 Uhr
Mein Favorit war: "Das nächste Lied beginnt sehr schwungvoll, rutscht dann aber ab in die übliche Tristesse." :D (Es war "Sollen es doch alle wissen".)
Aber ohne die Intonation dazu ist es nur halb so lustig. |
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Eliminator Jr.
Postings: 1281
Registriert seit 14.06.2013
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07.11.2024 - 10:30 Uhr
Ein Highlight, das ich erinnere: „Das nächste Stück handelt von deiner Kusine, vom Titel her würde man jedoch etwas völlig anderes vermuten. Es heißt.. Deine Kusine“ |
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Deaf
Postings: 3565
Registriert seit 14.06.2013
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07.11.2024 - 10:35 Uhr
Ja, die Sprüche waren immer klasse, zumindest bei 2 von 3 Konzerten. Einmal habe ich sie in der französischsprachigen Schweiz gesehen, aber da sie kein Französisch und auch kaum Englisch sprechen, haben sie praktisch gar nichts gesagt. |
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sizeofanocean
Postings: 1918
Registriert seit 27.01.2020
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08.11.2024 - 14:03 Uhr
Hot Water Music + Quicksand + As Friends Rust
gestern in Münster, Skaters Palace
erstaunlich bis erschreckend hohe Dichte an:
- Funktionsjacken
- kahlen Stellen im Haarschopf
- Kinderfotos auf Handydisplays
- Menschen, die sich recken und strecken, weil der Rücken schmerzt
will sagen: es würd mich wundern, wenn hier eine:r unter 30 war...
HWM dementsprechend leider mit einer ziemlich lahmen Dad-Rock-Setlist, hat mich zum ersten Mal überhaupt nicht abgeholt, auch wenn alle Songs natürlich tight bis zum gehtnichtmehr gespielt wurden. am Ende auch eher etwas verhaltener Applaus und keine Zugabe.
Quicksand dafür echt fantastisch, sehr schöner Ausflug ins Alternative-PostHC-Land der 90er. Walter wie immer gut drauf, Sound auch sehr gut aka fett, guter Querschnitt durch alle Alben.
Hab ansonsten noch die Tour-Edition der neuen Split-EP mitgenommen, signiert und superschick, aber auch 40 Euronen, haha man gönnt sich ja sonst nix... (gibt wohl auch nur 10 pro Abend, insgesamt limitiert auf 100)
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fakeboy
Postings: 6274
Registriert seit 21.08.2019
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08.11.2024 - 14:31 Uhr
Quicksand würd ich gerne mal sehen. Walter Schreifels' Stimme gehört für mich zu den allerbesten im Genre (das ich jetzt mal im weitesten Sinne als Post-Hardcore bezeichnen würde).
HWM sind mir leider auch auf Platte schon lange zu dadrockig unterwegs.
Wie waren denn As Friends Rust? Won find ich immer noch super, aber mit den neuen Sachen kann ich nichts anfangen. |
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Urbsi
Postings: 207
Registriert seit 14.06.2013
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08.11.2024 - 14:37 Uhr
Danke für deinen Bericht! Wie waren As Friends Rust?
Ich habe die setlists der aktuellen Tour auch angeschaut und dafür, dass es eine 30th Anniversary Tour ist, hätte ich mir viel mehr alte Songs gewünscht. So unterscheidet sich die setlist nicht groß von Touren jüngerer Vergangenheit (klar, zusätzl. neuem Album und so..).
Dad-Rock würde ich (leider) unterschreiben, ich war letztes oder vorletztes Jahr in Leipzig im Conne Island in Leipzig, beste Voraussetzung also. Aber irgendwie hat´s mich da auch nicht umgehauen, was aber auch da an den Songs lag.
Die "neuen" HWM kriegen mich nicht mehr so. Und Cresswell spielt da auch ne Rolle, der verhagelt mir das alles leider etwas. |
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sizeofanocean
Postings: 1918
Registriert seit 27.01.2020
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08.11.2024 - 14:48 Uhr
AFR fand ich leider auch nur so ok, was wohl den meisten so ging. von der "Won" hab ich nicht viel wiedererkannt und ansonsten klang das alles wie die neueren Songs eher nach Standard Punkrock / poppiger HC... |
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Zeke
Postings: 269
Registriert seit 15.06.2013
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08.11.2024 - 15:11 Uhr
War gestern auch bei Hot Water Music in Münster.
Musste gerade über deinen Bericht lachen. Die besagten Kinderfotos habe ich auch dreimal gesehen. :-)
As Friends Rust fingen sehr punkrockig an und waren wirklich ganz gut. Schönes Unwound Shirt trug der Sänger.
Quicksand waren mega. Allerdings war in meinem Bereich die Stimmung hier eher mau. Kannten die meisten wohl nicht richtig.
Bei Hot Water Music kamen die Fans dann wieder aus sich raus. Die alten Songs zündeten am Besten. |
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Zeke
Postings: 269
Registriert seit 15.06.2013
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08.11.2024 - 15:16 Uhr
...achso Dad-Rock. Habe mir gerade das Konzert aus dem Jahr 2000 in Münster angeschaut.
Klar, das klang noch mal anders.
https://www.youtube.com/watch?v=OL1uY63pjXc |
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Zeke
Postings: 269
Registriert seit 15.06.2013
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08.11.2024 - 15:35 Uhr
2024:
https://www.youtube.com/watch?v=UdwH2ADJb68 |
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Kai
User und News-Scout
Postings: 3288
Registriert seit 25.02.2014
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08.11.2024 - 15:35 Uhr
Am Montag hab ich kurzfristig ein Ticket für Ekkstasy in der Kantine Köln geschenkt bekommen.
Hatte das Konzert zwar auf dem Schirm aber eher wegen der Vorband: The Haunted Youth aus Belgien.
Also fix zur Kantine und festgestellt, dass es sogar 2 Vorbands gibt.
Los ging es mit Gans Birmingham. Zwei Typen, Gitarre + Schlagzeug, die mit ihrem Garage-Punk ganz gut Stimmung gemacht haben. Obwohl Soundmäßig doch anders als das was noch kommen sollte hat das Publikum das ganze wohlwollend aufgenommen. Hat mir besser gefallen als erwartet.
Danach dann The Haunted Youth mit einigen Tracks vom Debut und auch einigen neuen Songs. Vor allem "In My Head" hat mich ordentlich Weg geblasen. Zum Shoegaze / Dreampop / 80s Sound des Debuts kommen nun noch Post-Rock und Post-Punk Einflüsse. Hoffe der Song schafft es in der Version aufs neue Album. War sehr positiv Überrascht und auch das Publikum schien gefallen zu finden.
Danach dann Ekkstasy.
Ich bin mir immer noch nicht so ganz sicher, ob ich das nun mag oder nicht. Der Sound der neuen Tracks erinnert stark an the Drums mit Punkrock Einflüssen. Musikalisch ist das alles echt gut. Die Lyrics hingegen drehen sich schon seit dem ersten Album eigentlich immer nur darum wie schlecht das Leben ist und irgendwie nehm ich Ekkstasy dieses ganze "I hate myself" Zeug nicht ab. Vieles wirkt einfach ziemlich "konstruiert" und so eine wirkliche entwicklung im Songwriting ist nicht zu erkennen (man könnte fast vom Gegelteil sprechen).
Zum Glück ist aber Ekkstasy eine ziemliche Rampemnsau und auch wenn (oder gerade weil?) es hier recht viel "posing" gab ("Pommesgabel", Luftgitarre, Moshpitt+Wall of Death(?)) war die Stimmung echt gut.
Nach 40 Minuten war der Hauptackt dann auch schon vorbei und hatte damit ungefähr die gleiche Stagetime wie The Haunted Youth. Für 30€ und als Fan wäre ich nun vielleicht etwas genervt aber die Fans schienen zufrieden.
Gratis war es aber ein guter Abend der Lust aufs kommende The Haunted Youth Album macht. |
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Felix H
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08.11.2024 - 23:00 Uhr
Gerade eben im Wiesbadener Schlachthof Jimmy Eat World und als Support Pup gesehen.
Hach, meine Geburtsstadt. Voller Altbau und Langeweile. Naja, egal.
Pup waren erwartbar launig, ich kenne von denen nur wenige Songs, aber aufgrund des Videos zu "DVP" haben die eh immer einen Stein im Brett. Haben ihr Set sehr solide runtergerockt, kann man sich definitiv geben.
Jimmy Eat World waren schon sehr toll, vermutlich gerade wenn man sie zum ersten Mal sieht? Ich war zumindest umgeworfen, wie "Goodbye Sky Harbor" von der epischen Albumversion einen hart rockenden Track umgeformt wurde, der auch mitten im Album hätte stehen können.
Der Sound war teils weird... oder meine Ohren waren es. Dass es bei den ersten 2-3 Songs hakt, kennt man, aber mittendrin war "Big Casino" echt ein laues Lüftchen, wo eigentlich alles hätte weggefegt werddn sollen. Komisch. Auch das etwas rauer umarrangierte "Your House" war nicht ganz meins, da fand ich das Original intensiver. Dafür war "555" in der akustischen Version echt hübsch.
"Night Drive" in der Zugabe war genau meins, den Song lieb ich total. "The World You Love" als wirklich letzten Song fand ich wieder merkwürdig, aber nun gut. Davor wurde ja mit dem "Bleed American"-Eröffnungstrio alles abgeräumt. Generell sehr auf "Bleed American" und "Futures" konzentriert, von denen jeweils mehr als die Hälfte gespielt wurde.
Die kann man sich definitiv angucken. (Durchaus auch wörtlich gemeint, Jim Atkins und Tom Linton sahen von meiner Warte aus DEUTLICH jünger aus, hab mich fast im Jahr 2001 gewähnt. Die Creme brauch ich auch.) |
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Croefield
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09.11.2024 - 21:42 Uhr
Ach schön, ich war auch gestern in Wiesbaden (zum ersten Mal in der Stadt - fand's angenehm ungefährlich :D und was für ein netter Bahnhof) dabei.
Habe ich auch alles total ähnlich wahrgenommen.
Pup kannte ich gar nicht, aber waren ganz unterhaltsam. Gerade wenn es etwas doller wurde, hat es mir besser gefallen und eben der letzte Song ("DVP" eben) war dann auch wirklich erkennbar ein Hit.
Habe jetzt zum 3. Mal Jimmy Eat World sehen dürfen, aber das erste Mal als Solokonzert (ansonsten immer Festival) und fand's auch wieder wunderbar. Auch ohne großartige Lichtshow einfach eine sehr gute Liveband, laut wie leise und insgesamt auch guter Sound (aber sehr laute Drums teilweise, kann ich aber gut mit leben).
Muss auch nochmal die "Goodbye Sky Harbor"-Version hervorheben, das ist (glaube ich) deren normale Live-Version schon seit Jahren, aber die ist auch wirklich fantastisch, wobei ich schon ein wenig gehofft habe, dass sie die Original 16-Minuten-Version versuchen. :D
Das laue Lüftchen habe ich eher bei "Sweetness" als bei "Big Casino" vernommen, wobei ersterer auch einfach so früh im Set mMn echt verschenkt ist. DAS wäre ein guter Closer gewesen, da fand ich "The World You Love" auch merkwürdig, aber geschenkt.
"Hear You Me" ergreift auch immer noch, "23" ebenso und (laut setlist.fm) haben sie den Abend davor in Berlin "Kill" gespielt, welches in Wiesbaden gegen "Blister" getauscht wurde, was der Lieblingssong meiner Begleitung war. Das war dann wohl ein glücklicher Zufall.
Einfach ein schönes, schnörkelloses Konzert, das guttat.
Und ja: die halten sich sehr gut. Auch was die Sympathiewerte angeht. |
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Felix H
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10.11.2024 - 00:28 Uhr
"Kill" hätte ich auch gern gehört, aber "Blister" auch im Zweifelsfall lieber genommen. Eigentlich gehören beide Songs in die Setlist, dafür wirklich gern "The World You Love" beispielsweise raus. |
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jleon
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14.11.2024 - 00:47 Uhr
Ben Howard heute Abend in Berlin - I forget where we were Anniversary Tour: 10/10! |
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AndreasM
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14.11.2024 - 09:21 Uhr
Meine Festtage beginnen, denn heute beginnt das - für mich inwzischen legendäre - TransCenturyUpdate Festival in den Leipziger Südclubs. Was habe ich hier für faszinierende Auftritte gesehen und wieviele Bands für mich entdeckt.
Leider haben die Festivalmacher in dieser Woche bekannt gegeben, dass es die vorerst letzte Ausgabe des Festivals sein wird. Es wird daher in den nächsten vier Tagen auch viele weinende Augen geben.
Wer die Chance hat, sollte jetzt also nochmal zumindest einen Tag besuchen! |
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Klaus
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14.11.2024 - 09:32 Uhr
@Andreas
Gab übrigens einige Änderungen im Lineup. Die Gründe kann ich mir denken. Jedenfalls sind Cola und Metz raus, dafür King Hannah und Ryley Walker dabei. |
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AndreasM
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14.11.2024 - 09:38 Uhr
Die Gründe kann ich mir auch denken. Viele meiner Leute haben sich besonders auf Cola und Metz gefreut. Ich finde aber gerade das zweite King-Hannah-Album super und freue mich, sie auch zu diesem Album nochmal sehen zu können :) |
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AndreasM
Plattentests.de-Mitarbeiter
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14.11.2024 - 09:39 Uhr
und achja, falscher Thread - kann gerne in den anderen Konzert-Thread verschoben werden ;) |
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matixcs
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14.11.2024 - 10:24 Uhr
Ben Howard in Berlin.
Saugutes Konzert. Ein Jahreshighlight
Es war sehr stimmig alles. Der Baum. Die Lichteffekte und Videos. Die Duett Stücke, einmal mit Klavier und einmal mit India. Die neuen Arrangements. Der Bombast und das in die Länge ziehen der Songs.
Wirklich ein besonderes künstlerisches Level und audio-visuelles Gesamtkunstwerk. So etwas habe ich live im Folk-Indie-Rock Bereich sonst nur bei Bon Iver gesehen. Und selbst der würde es nicht schaffen, so eine Show nur mit einem einzigen Album + B-Sites hinzubekommen!
Fühlt sich wie ein neuer künstlerischer Höhepunkt für Ben an. Ich freue mich sehr für ihn :) |
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Unangemeldeter
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14.11.2024 - 11:43 Uhr
Oh Mann, es freut mich sehr für euch, dass Ben Howard gestern so klasse war, aber ich bin schon auch sehr neidisch.
Ich hab mich gestern nämlich für Cassandra Jenkins in der Kuppelhalle des Silent Green entschieden - und das war gut, aber auch nicht mehr als das. Die Vorband LYLO haben wir uns gespart, weil wir schon beim Reinhören das Gruseln bekommen haben - ganz schlimmer George-Michael-Gedächtnis-Pop, da muss man schon in Wham!-Bettwäsche schlafen, um das zu ertragen.
Die Kuppelhalle ist wahrscheinlich Berlins schönste Location und war auch gestern stimmungsvoll. Allerdings war der Sound ungewohnt schlecht abgemischt und vor allem der Gesang fast lächerlich leise. Selbst die Ansagen (Cassandra war sichtlich gut gestimmt und in Plauderlaune, das war bei meinem letzten Konzert noch ganz anders) waren teils kaum zu verstehen, einfach rein akustisch. Wenn dann die Band gespielt hat war's natürlich noch schlimmer. Es klang über weite Strecken also wie Karaoke mit einer schüchternen Person - extrem schade.
Positiv war das Saxophon, immer wenn das am Start war, war der Sound direkt 10x geiler. Setlist war auch prima, auch wenn's ziemlich kurz war, was aber auch den Auflagen der Kuppelhalle geschuldet war, denen sich immerhin noch für eine sehr schöne alternative Version von New Bikini widersetzt wurde.
Außerdem war Cassandra nach dem Konzert noch an der Bar und auch da extrem nett und gesprächig, hat mir unerwartet ausgiebig von dem Fotoshoot für das tolle Albumcover erzählt und warum der Mond dort hineingephotoshoppt werden musste. Richtig cool.
Also kein verschenkter Abend, trotzdem werde ich nach den Berichten oben das Gefühl nicht los, mich falsch entschieden zu haben... |
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pounzer
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14.11.2024 - 11:50 Uhr
Ich war vorgestern bei Cursive im Camden Assembly. Vorband waren Other Half, ein britisches Post-Hardcore-Trio, haben demnächst ein neues Album auf Big Scary Monsters. Hat mir live gut gefallen, aber ist wahrscheinlich nichts für mich zum Zuhause hören.
Cursive selbst waren dann auch richtig gut. Ich habe mich erst seit dem neuesten Album etwas mehr mit der Band beschäftigt, weswegen ich gerne etwas mehr von "Devourer" gehört hätte. Aber dafür gab's Domestica komplett, was im Schnitt beim Publikum deutlich besser anzukommen schien als das neuere Zeug.
Ich muss allerdings sagen, dass der Sound fast unverschämt laut war. Ich hatte trotz Gehörschutz die nächsten 24 Stunden einen Tinnitus im linken Ohr. Das dürfte eigentlich nicht sein. Will gar nicht wissen, wie es den vielen Besuchern ohne Ohrenstöpsel gehen musste. |
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Glufke
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14.11.2024 - 17:55 Uhr
@Pounzer auf jeden Fall ist dieses Jahr schon das Album "Dark Ageism" von Other Half erschienen, das ziemlich gut ist ;) du hast mich aber gerade nochmal dran erinnert, hatte das leider bei der Flut an Veröffentlichungen schon wieder vergessen... |
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pounzer
Postings: 538
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14.11.2024 - 18:50 Uhr
Oh, kann gut sein, dass das schon draußen ist. Das wollte ich eigentlich noch nachschauen, bevor ich den Text abschicke, habe es dann aber doch vergessen. Danke für's Berichtigen! |
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Grizzly Adams
Postings: 6409
Registriert seit 22.08.2019
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14.11.2024 - 19:33 Uhr
War am Wochenende beim Tingvall Trio in der Kulturetage in My Hometown Oldenburg. Starkes Konzert, wenn man Jazz-Trios mag. Ist schon bewundernswert, wie drei Musiker, perfekt aufeinander abgestimmt, diesen Vibe und diese Virtuosität erzeugen können. |
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OMalley
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14.11.2024 - 20:37 Uhr
In den letzten Wochen:
Deadletter, Bonn Harmonie, Crossroads Festival
Support: King No-one 7/10
Luftiger Zuschauerbereich und das Auftaktkonzert der Tour, gleich vor den Kameras des Rockpalastes. Solider Auftritt, allerdings etwas statisch und "Zeitgeist" war noch im Set.
Der Support King no-one war überraschend stark und auf spotify haben sie mir nicht gefallen, live hingegen waren sie sehr engagiert und kamen gut rüber. Ich glaube, am 18.11. wird es gesendet.
Deadletter, Köln, Gebäude 9 8/10
Support: licebristol
Deutlich entspannterer Auftritt, da keine Kameras, ein gut gefülltes Gebäude 9 und endlich ausschließlich ihr Publikum.
licebristol als Support waren.....unterhaltsam, aber ich war froh, als es vorbei war. Fürchterlicher Sänger und eigentlich nur Krach in meinen Ohren.
Ben Howard, Tilburg O13 Poppodium 9/10
Support: Beth Atwell
Das zweite Mal in 2024, aber diesmal mit
10-Jahre "i forget where we were". Die Tour hat mich damals schon abgeholt und Ben Howard ist mittlerweile deutlich entspannter.
Es gab die komplette Platte in anderer Reihenfolge, das großartige "the burren" sowie "how do you feel?", ein düsteres, akkustisches "oats in the water" und ein schönes Duett mit Beth Atwell zu "days of lantana". Ein freundlicher Ben Howard mit 8-köpfger Band, neuem Schlagzeuger, aber dafür mit der Dame am Cello, die vor 10 Jahren schon dabei war und sich anschließend um ihre Familienplanung gekümmert hat. Keine Ahnung wie sie heißt, aber schön sie wiederzusehen.
Toller Abend!
Support Beth Atwell bereits das zweite Mal gesehen. Im Sommer hatte sie für "The National" eröffnet. Tolle Sängerin, leider nicht sonderlich abwechslungsreich, aber die halbe Stunde war sehr gut.
Fontaines d.c., Köln, E-Werk 8/10
Support: Wunderhorse
Steht im Fontainesthread alles zu. Solides Konzert mit starkem Support. |
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fluppeaufex
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Registriert seit 29.10.2019
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15.11.2024 - 12:01 Uhr
Ben Howard - Phillharmonie am Gasteig.
Bis auf dass der Sound zu laut war ein super Auftritt. Bei "end of the affair" hatte ich kurz Pipi in den Augen.
Gestern die Nerven im Technikum. Das Label "beste Live Band Deutschlands" kommt nicht von ungefähr. Seltsam war allerdings das Publikum in den ersten Reihen. Wenn die mid Vierziger Typ nicht grad mit Ihrer Klapphandyhülle gefilmt haben, wurde sich eben bei den "leiseren" Stücken unterhalten. Schlimm. |
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fuzzmyass
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15.11.2024 - 13:55 Uhr
Bei den Nerven war ich gestern auch... wie immer fantastisches Konzert... auch es nicht ganz so stark war wie das Konzert zum Selbstbetitelten Album, dafür haben mir ein Paar Banger mehr gefehlt (Ich sterbe jeden Tag.., Alles reguliert sich selbst, 180 Grad)... aber trotzdem tolles Konzert, charmanter Start mit Kabelproblem von Julian :)
Ansonsten super Spielfreude...
Ich war in den ersten Reihen, hab mich aber weder unterhalten noch mit Handy gefilmt :) Hinter mir ging es teilweise auch etwas ab im Publikum, größere Unterhaltungen sind mir nicht aufgefallen, nur bei der Vorband |
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fluppeaufex
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15.11.2024 - 14:25 Uhr
standest du links oder rechts? |
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fuzzmyass
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15.11.2024 - 14:30 Uhr
eher links vor Max, etwas links von seinem Mikro |