Wenn Bands den falschen (berühmten) Produzenten treffen

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The MACHINA of God

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05.10.2019 - 19:52 Uhr
Es gibt ja immer mal Produzenten - allen voran - Rick Rubin, die Artists (Cash) oder Bands (Chilli Peppers) nen zweiten Frühling bescheren oder irgendwie wieder Schwung in die Bude bringen.
Und dann gibt es Konstellationen, die vielleicht etwas hätten werden können, aber leider irgendwie nicht funktionieren. Hier mal drei Beispiele:

Weezer - "Make believe" (Rick Rubin)
Vielleicht kann man Rubin hier keine Schuld geben, vielleicht waren es einfach die saftlosesten Songs der Bandgeschichte. Allerdings las ich mal, er hätte Cuomo oder der Band die Meditation beigebracht. Und genau das könnte das problem dieses lahmen, überhaupt nciht dringlichen Weeter-Albums sein.

Interpol - "Marauder" (Dave Fridman)
Ich liebe Dave Fridman für seine Arbeit mit den Flaming Lips. Dort haben seine Wumms-Drums die perfekte Umgebung. Auch bei manch anderer Band (Thursday?) funktionierte das irgendwie. Bei meinen geliebten Interpol leider nicht. Ich weiss nich, ob das "back to the roots (Proberaum)" wirken soll... für mcih scheppert es einfach nur ohne positiven Effekt.

The Cure - "The Cure" (Ross Robinson)
Dass jemand, der vorher At the Drive-In und Skipknot produziert hat, sich The Cure vornimmt, hat Fans der Band sicher schon vorher erschauern lassen. Auch jetzt noch dürfte das krachige Machwerk die meisten Cure-Fans entsetzt zurücklassen. Smith schreit nur noch, alles scheppert und wirbelt.
Tatsächlich ist "The Cure" aber der einzige der drei Fälle, in dem ich das Album irgendwie mag.

So, weitere! Bitte mit Produzentenangabe.

Jaggy Snake

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05.10.2019 - 20:08 Uhr
Wohl eins der abschreckendsten Beispiele: Dredg - Chuckles & Mr Squeezy (Dan The Automator). Glaube nicht, dass man dazu noch weitere Worte verlieren muss. Dredg hatten wohl damals Demos der Songs an Dan geschickt, der damit anstellen durfte, was er wollte. Das Ergebnis kennen wir alle.

fuzzmyass

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05.10.2019 - 20:53 Uhr
Chris Cornell mit Timbaland, Album Scream.

Grundsätzlich super Vorhaben von Cornell etwas komplett anderes zu machen, aber das Album ist total verhunzt - "that bitch ain't a part of me" sagt schon alles.
Dazu muss man aber auch sagen, dass Cornell in seinem Soloschaffen nach dem grandiosen Debut Euphoria Morning nie wieder ein richtig gutes Album hinbekommen hat. King Animal mit Soundgarden war dagegen fantastisch.

Eurodance Commando

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05.10.2019 - 20:53 Uhr
Danger Mouse ist auch so n Kandidat. Hat einigen guten Bands die Ecken und Kanten wegproduziert. Schäm dich.

The MACHINA of God

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06.10.2019 - 17:49 Uhr
Hat wenigstens sein Karriere auch gelitten?

captain kidd

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06.10.2019 - 19:45 Uhr
Rick Rubin hat eigentlich nach dem ersten und dritten Cash-Album nur noch Grütze gemacht. Und das zweite Cash-Album war auch schon nahe am Abgrund. Fridman funktioniert eigentlich nur mit den Lips und die beste "Danger Mouse"-Sache bleibt sein Album mit Jemini und natürlich das Grey Album.

edegeiler

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06.10.2019 - 19:46 Uhr
Queens of the Stone Age - Mark Ronson

Naja, Villians eben. Das, was funktioniert hätte - nämlich leichte, flotte Rocksongs auf Champions League Tanzniveau zu bringen - machen sie viel zu selten. Dabei hätten hier beide Parteien ihre Stärken ausspielen können. Dafür gibt es "Them Crooked Vultures" Songs, die von Ronsons Synthie-Dance-Produktion null profitieren.

The MACHINA of God

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06.10.2019 - 19:48 Uhr
Oha, stimmt. Für mcih das erste echt schwache QOTSA-Album. Gibt mir bis auf Opener und Closer gar nichts. Danke für den Beitrag. Puh.

captain kidd

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06.10.2019 - 19:49 Uhr
Edit Fridman: Hope and Adams von Wheat war gut.

Affengitarre

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06.10.2019 - 20:08 Uhr
Fridman hat für mich die besten Thursdayalben gemacht, da passte diese krachige und verwaschene Produktion sehr gut.

The MACHINA of God

User und Moderator

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06.10.2019 - 20:10 Uhr
Dann war es doch Thursday... ja, da hat es gut geklappt. Aber bei Interpol: leider nein.

fuzzmyass

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06.10.2019 - 20:27 Uhr
Fand eig mehrere Cash Alben von Rubin gut, vor allem auch die zweite und vierte, sowie die ganzen Unearthed Outtakes. Danach war es dann aber mühselig, weil Cash dann einfach schon sehr angeschlagen war stimmlich und gesundheitlich.

derdiedas

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06.10.2019 - 21:22 Uhr
Hab sie zwar heute schon im Qualitätsgefälle-Thread genannt, aber passt ja auch hier

Biffy Clyro und GGGarth Richardson

Bei Rise Against und 'Siren Song of the Counterculture' hat er es geschafft, die Band nach dem Majordeal fetter klingen zu lassen, ohne zu viele Kanten abzuschleifen, bei Biffy leider nicht.

Klar war die Änderung der Stilrichtung gewollt, aber die auf Loudness getrimmte Produktion raubt den Songs regelmäßig die Dynamik, die lauten Stellen knallen nicht, und die leisen kommen nicht zur Geltung.

Man muss sich nur Biffys letztes Soundtrackalbum anhören, um den Unterschied zu merken. Auch poppig, mit nur einigen härteren Ausflügen, aber die kommen ganz anders zur Geltung

Gordon Fraser

Postings: 1308

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06.10.2019 - 22:17 Uhr
Craig Leon hat es seinerzeit fast geschafft die künstlerische Authentizität der Go-Betweens mit "Tallulah" zu zerstören. Von seinen cheesy 80er-Plastikpop-Aufnahmen haben dann nur zwei tatsächlich überlebt (darunter mit "Cut It Out" der lt. Robert Forster "worst song in the Go-Betweens catalogue."</1>) und das Album hat gerade noch so die Kurve bekommen.

Anderes klassisches Beispiel sind die Kings of Leon die jede Relevanz in dem Moment verloren haben wo Ethan Johns aufgehört hat deren Alben zu produzieren. Jetzt macht es halt der Mumford/Coldplay-Typ und entsprechend sind die Resultate.

Jaggy Snake

Postings: 341

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06.10.2019 - 22:53 Uhr
@derdiedas
Der Vergleich hinkt aber ein wenig, weil die „Ellipsis“ ja nicht von Garth Richardson, sondern von Rich Costey und der Band co-produziert wurde. Und das ist ja (zumindest für mich) mit Abstand die glatteste und leider auch schlechteste Platte. Könnte also sein, dass die Band selbst auch genau diesen Sound haben wollte.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3724

Registriert seit 26.02.2016

06.10.2019 - 23:47 Uhr
Könnte also sein, dass die Band selbst auch genau diesen Sound haben wollte.

Simon Neil hat doch mal die Alben der Band selbst gerankt und "Ellipsis" ganz nach oben gesetzt. Ich glaube nicht, dass er da gelogen hat, ich denke, die fanden das wirklich selbst super so.

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