Turbostaat - Uthlande

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Mayakhedive

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Registriert seit 16.08.2017

20.01.2020 - 04:29 Uhr
Das Live-Album hat auch ein paar richtige Gänsehautmomente, wenn das Publikum voll abgeht (z.B. "Vormann Leiss"). Die Stimmung kommt da schon wirklich sehr gut rüber.

kiste

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Registriert seit 26.08.2019

20.01.2020 - 09:37 Uhr
Das Album gefällt mir auf Anhieb sehr gut, höre zur Zeit auch kaum was anderes. So viele schöne Textzeilen und Ohrwürmer, da kann ich mich kaum entscheiden, was ich nach dem Anhören weitersummen möchte :) Auch die Instrumente sind trotz aller „Rumpeligkeit“ schön verspielt. Stellenweise habe ich den Eindruck, jeder spielt, was er will und doch fügt sich alles irgendwie zusammen.
Nur ist es mir bisher noch nicht gelungen die eingefügten Sprachaufnahmen in „Rattenlinie Nord“ und „Stine“ komplett zu verstehen. Da gehen mir immer einige Wörter verloren. Kann da jemand weiterhelfen?

Jack the real Wiesel

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Registriert seit 16.12.2013

20.01.2020 - 12:26 Uhr
@kiste

https://www.youtube.com/watch?v=tk6SivpQuWw&t=2m40s

den anderen weiß ich selbst nicht. Wird aber sicher jemand auch bald noch über Genius einpflegen. ;)

Meine Meinung zum Album:
Gefällt mir wie von Turbostaat gewohnt sehr gut. Nebenbei auch mal zu bemerken, dass ich es übrigens erstaunlich finde, wenn eine Band über 6,7,8... Alben eine derartige Qualität aufrecht erhalten kann. Aktuelle Lieblingsstelle ist der Backing-Vocals-Refrain mit "ging er hoch in den Zwischenraum".
Einzige Makos für mich: Der furchtbare Snare-Sound. Ich mag keine Tiefen-Rumpel-Snares. Irgendwie knallt die einfach nicht und klingt streckenweise fast wie eine Tom. :D
Aber das Ding wurde ja auch von Tim Tautorat produziert. Zu dem habe ich eh ein gespaltenes Verhältnis. Eine Platten von ihm finde ich soundtechnisch richtig gut (z.b. Abalonia, die Adolar Platte, die zweite The Hirsch Effekt) und andere richtig zum kotzen (z.B. die dritte Hirsch Effekt).
"Stormi" ist für mich ein schwacher finisher. Mir gefällt hier die erste Hälfte, aber das (ich nenne es mal jetzt so) Schlagzeug-"Solo" ist absolut unerträglich. Hier merkt man auch die Skill-Limitierung vom Drummer. Für mich klingt das wie ein epileptischer Anfall, sorry! :D
Auf dem Blatt Papier, schien die Idee "Gitarren bleiben leise und halten alles zusammen, während die Drums mal ausrasten" wohl besser gewirkt zu haben, als in der Praxis.
Dennoch tolles Album!

kiste

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Registriert seit 26.08.2019

20.01.2020 - 21:19 Uhr
Hey, danke!
Soundtechnisch finde ich auch, dass die Abalonia direkter(?) klingt. Nur waren mir solche Details mit dem Produzenten (welche Platte, welcher Sound) nicht geläufig, dass ist schon ein krass hoher Nerdfaktor (nicht abwertend gemeint, also eher ein anerkennendes Kopfnicken)!

Robert G. Blume

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Registriert seit 07.06.2015

20.01.2020 - 22:20 Uhr
@Jack:
Was die Snare angeht, bin ich ganz bei dir. Aber das ist nun mal der Turbostaat-Sound, der spielt schon seit jeher eine Snare mit ziemlich tiefem Kessel. Ich persönlich mag es auch lieber, wenn eine Snare knallt (anderes Extrem etwa bei Helmets 'Betty' oder Therapy?).

Jack the real Wiesel

Postings: 55

Registriert seit 16.12.2013

21.01.2020 - 09:22 Uhr
Ich hab auch nochmal nachgeschaut: Aufgenommen von Tim Tautorat, produziert von (dem großartigen) Moses Schneider und nochmal zwei andere Menschen beim Mix und Master.
Ich halte ja tatsächlich nicht so viel davon, wenn sowas durch viele Hände geht. Viele (gute) Köche verderben oft den (guten) Brei.
Der Sound ist definitiv alles andere als mies.
Dennoch fand ich ihn auf den Vorgängern etwas knackiger.
Tatsächlich mag in den "separierten" Sound von Vormann Leiss am liebsten. Da hat jedes Instrument seine eigene Ecke auf meinem Kopfhörer. :D

@Robert
Ja, die war schon immer tendenziell etwas tiefer. Aber irgendwie hat die auf den anderen auch ein bisschen besser geknallt.
Ich selbst komme aus dem Math-Bereich. Bin ein riesen Fan von so "false grind"-Gedöns ala alte Daughters, The Locust, Head Wound City. Da klingen die Snares mehr nach einer Aludose, als nach einer Snare. :D

Robert G. Blume

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Registriert seit 07.06.2015

26.01.2020 - 00:16 Uhr
@kiste:

Mangels Platt-Kenntnissen kann ich auch nicht genau ausmachen, was die da sagen. Aber ich weiß inzwischen, dass sie von der besungenen Bäuerin Anneline 'Stine' Petersen stammen müssen, ein Original der Stadt, die den letzten innerstädtischen Bauernhof in Husum geführt hat.
Überhaupt dreht sich textlich scheinbar das meiste ums Aufwachsen in Husum (siehe auch Ein schönes Blau).

kiste

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26.01.2020 - 00:39 Uhr
Danke für die Info, der Dialekt klingt wie eine fremde Sprache für mich. Da brauch ich gar nicht weiter hinhören, um was zu verstehen.
Soundtechnisch habe ich auch dezente Unterschiede zwischen den einzelnen Liedern ausgemacht. Müsste nochmal genau hinhören, aber so etwas ist mir bisher noch nie aufgefallen.

Autotomate

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26.01.2020 - 01:09 Uhr
Kanns auch nicht so ganz verstehen, aber die sagen da grob sowas wie: "Naja, wenn man sich wohlfühlt und das geit, dann lass... Lass laufen." "Lass laufen, nä?" "Ja haha"

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

26.01.2020 - 01:29 Uhr
"Naja, wenn man sich denn wohlfühlt darbie und das geit, dann lass... Lass laufen." "Lass laufen, nä?" "Ja haha"

kiste

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Registriert seit 26.08.2019

26.01.2020 - 11:31 Uhr
Das fetzt ja,, danke!

Jack the real Wiesel

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Registriert seit 16.12.2013

27.01.2020 - 07:46 Uhr
Interessantes Interview, wo auch einzelne Songs erklärt werden (falls hier noch nicht verlinkt):

https://postmondaen.net/2020/01/12/uthlande-verdammt-turbostaat-im-interview/



Autotomate

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29.01.2020 - 12:12 Uhr
Mein Sampletranskript da oben hat einer exakt so - mitsamt "darbie" und "geit" - für die genius-Lyrics übernommen, fand ich grad ganz nett zu sehen :)

Insgesamt wieder ein solides Album in erwartbarer Turbostaat-Qualität. Ohne das mMn richtig schlechte "Heilehaus" wäre es sogar noch schöner gewesen, aber ein einziger Skipkandidat ist wohl zu verkraften.

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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29.01.2020 - 12:52 Uhr
"Heilehaus" ist auf Dauer leicht nervig geworden, wenngleich der Song auch irgendwo ein Hit ist. Am meisten nervt mich aber, dass ich partout nicht auf die Pfanne kriege, was Jan da über "mittwochs ist doch (...)" singt ...ist doch ??

Kai

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Registriert seit 25.02.2014

29.01.2020 - 12:56 Uhr
VoKü...
https://de.wikipedia.org/wiki/Volxk%C3%BCche

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.06.2013

29.01.2020 - 12:57 Uhr
Ok, daran hatte ich mal gedacht, es aber wieder verworfen. Danke!

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

07.02.2020 - 19:35 Uhr
Turbostaat führen abwechslungsreiche Vinyl-Charts an



Baden-Baden, 06.02.2020. - Von Punk und Pop zu HipHop und Hard-Rock: Ein bunter Strauß an unterschiedlichen Produktionen buhlt in den Offiziellen Deutschen Vinyl-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, um Zuhörer. Insbesondere deutsche Künstler waren im ersten Monat des neuen Jahres beliebt - wie etwa das Punkrock-Quintett Turbostaat, das die „Uthlande“ an erster Stelle besingt. Raplastiger geht’s bei Retrogott & Hulk Hodn („Land und Leute“, vier), der Antilopen Gang („Abbruch Abbruch“, sieben) und Rhymin Simon („Essi Duz It / Letzte Liebe“, 18) zur Sache, während Bohren & Der Club Of Gore („Patchouli Blue“) auf Rang 15 einen schwer zuordenbaren Mix aus Ambiente und Jazz servieren.



Schallplatten-Fans lieben Rockmusik, und Rockmusiker lieben Schallplatten. Dementsprechend laut wird’s auf den Plätzen zwei, acht und zehn, wo die Hard-Rock-Legenden Magnum („The Serpent Rings“), die Alternative-Band ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead („X: The Godless Void And Other Stories“) und die Metal-Supergroup Sons Of Apollo („MMXX“) debütieren. Die nimmermüden Pet Shop Boys („Hotspot“, neu auf drei) sowie die mehrfache „Grammy“-Gewinnerin Billie Eilish („When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“, von acht auf fünf) runden mit ihren Pop-Hymnen das Portfolio ab.



Die Offiziellen Deutschen Vinyl-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.





Top 20 und Archiv unter www.offiziellecharts.de




Herzlichen Glückwunsch!

Voyage 34

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Registriert seit 11.09.2018

08.02.2020 - 11:33 Uhr
"Heilehaus" ist einer meiner Lieblingstracks!

Ich habe das Album nun wirklich oft gehört, zeitweise heavy-rotation und ich finde es ist wirklich große Klasse. So Abwechslungsarm auch die Gesangsmelodien sind, so sehr holt Jan das für mich durch die Lyrics raus. Tolles Album.

Favoriten: Schwienholt, Stine, Heilehaus, Brockengeist

für mich kein Ausfall dabei.

Jack the real Wiesel

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10.02.2020 - 07:31 Uhr
Nochmal etwas Klugschiss, weil das häufig irgendwie verloren geht: Jan schreibt die Texte nicht. Es ist Marten.

Kai

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Registriert seit 25.02.2014

10.02.2020 - 07:36 Uhr
Ähm Freitag dann Köln :)

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

10.02.2020 - 23:04 Uhr
Mal ne Songbewertung:

01 Rattenlinie Nord 7/10
Guter Einstieg. Das Sample – da es bei Genius noch nicht zu finden ist – lautet:
"Ich habe heute die Kenntnis, die ich damals nicht hatte. Damals, äh, hab ich die eine Seite seines Wesens nur gesehen, und die andere Seite, die dunkle Seite, ähäh ähähäh…"
"Wenn Sie mit Schattenseite die KZs meinen, Herr Großadmiral, so haben Sie auf die Frage von Maxwell Fyfe, 'Sie wussten, dass es KZs gab', geantwortet, 'Ja, das habe ich nie geleugnet'."
"Ja."
"Das leugnen Sie auch heute nicht?"
"Nein."
"Würden Sie sagen, das war eine Schattenseite Hitlers?"
"Das äh, ähäh, ist die Frage…"


Aus einem Interview mit Karl Dönitz von 1973.

02 Meisengeige 8/10
Die zweite Hälfte des Songs ab 1:40 ist riesengroß...

03 Ein schönes Blau 9/10
Schöne Ohrwurm-Melodie und ordentlich Druck, großartig.

04 Schwienholt 9/10
Bester Song für mich. Diese schwirrenden Gitarren, der späte Refrain…

05 Stine 7/10
Stabiler Song, nicht umwerfend, aber die Stine ist schon witzig. So is datt!

06 La Hague 7/10
Weiterhin gutes Niveau. Worum geht es eigentlich in dem Text?

07 Nachtschreck 6/10
Ab hier knickt's aus meiner Sicht etwas ein, der Song ist nicht schlecht, aber tendenziell öde. Den Text kapiere ich auch nicht.

08 Luzi 5/10
Der Refrain hat mich ziemlich schnell genervt, klingt irgendwie banal und auch sonst passiert hier nicht viel, was mich hält.

09 Heilehaus 4/10
Und Mittwochs ist doch VoKü. Nicht für mich...

10 Brockengeist 8/10
Hier wird's dann zum Glück wieder richtig gut. Musikalisch und textlich top! Der Refrain mit Jan und dem Chor, geil.

11 Hemmingstedt 8/10
Der haut nochmal alles weg. "Nickel! Kobalt!" Das hätte sich gerne noch steigern können...

12 Stormi 7/10
Zu den Kindern passt der Refrain viel besser. Ohne das vorhergehende Luzi käme der Song nochmal deutlich besser.

Im Schnitt ne 7, aber insgesamt ne 8/10.

Croefield

Postings: 1297

Registriert seit 13.01.2014

11.02.2020 - 11:25 Uhr
Ach, das motiviert mich, auch endlich mal eine Einzelbewertung zu machen:

1. Rattenlinie Nord : Hat bei mir etwas länger gedauert, aber die eklige Thematik, verbunden mit dem Sample und diesem grandiosen Rhythmus im Refrain, bringen mich jedes Mal wieder zum wütend werden. Also nicht auf den Song, sondern auf Nazis (also noch wütender als eh schon). Für mich damit mittlerweile eine ihrer Besten.

10/10 (im Turbostaat-Kosmos)

2. Meisengeige : Für mich so ein klassischer 2. Song. Macht schön Tempo, hat einen guten Schluss, einfach ein überdurchschnittlicher Turbostaat-Song.

8/10

3. Ein schönes Blau : Hat noch länger gebraucht als "Rattenlinie Nord", ist aber ebenfalls zu einem meiner Lieblingsturbostaatsongs gewachsen. Ähnlich "poppig" wie "Wolter" oder "Pennen bei Gluffke", verkörpert dieses Lied wunderbar das junge Leben in Norddeutschland (was ich selbst nicht erlebt habe, also kann ich nur davon ausgehen, dass das so hinkommt.) Im Endeffekt ein perfekter Turbostaat-Song, der wunderbar auch als Einstieg für Ersthörer funktionieren könnte.

10/10

4. Schwienholt : Dieser Refrain am Schluss ist so schön und weckt (wie so oft) konfuse Assoziationen, die gleichzeitig befremdlich aber auch rührend sind. Auch das Entschleunigte gefällt mir (auch gerade an der Stelle im Album) sehr gut.

9/10

5. Stine : Mochte ich Anfang nicht so, war mir vielleicht nicht kryptisch genug, aber hat sich definitiv (ähnlich wie bei Affengitarre) zu einem spaßigen Song entwickelt.

7/10

6. La Hague : Praktisch wieder ein klassischer Turbostaat-Song, der auch auf jedes andere Album gepasst hätte, aber der bereits von mir erwähnte Mini-"Breakbeat" am Schluss reißt es für mich nochmal nach oben aus. Und der "Die Sonne geht..."-Refrain ist schon auch toll.

9/10

7. Nachtschreck : Guter Refrain, aber tatsächlich kriegt der mich auch nicht so. Trotzdem immer noch gutes Niveau.

7/10

8. Luzi : "Die heilige Muskatnuss ist die letzte bei Verstand". Allein dafür mag ich das Lied. Der Refrain ist nett, ich muss irgendwie immer mitsingen, der "Seemann"-Teil reißt mich dann immer etwas raus. Wird an späterer Stelle noch besser umgesetzt.

7/10

9. Heilehaus : Ich muss immer grinsen, wenn dieses Lied läuft und ich mag die kulinarischen Turbostaat. Ich muss da auch immer an das Video von (dem fantastischen) "Das Hochzeitsgeschenk" von (den fantastischen) NinaMarie (dem Nebenprojekt von Marten mit Thomas von den Beatsteaks) denken, wo ein augenscheinlich leckeres Pesto zubereitet wird. Und gerade dieser "VoKü"-Refrain am Schluss, lässt bei mir die Sonne immer noch mehr aufgehen. Dazu kommen mal wieder sehr gut tätowierbare Lyrics wie "Warum darfst du nur entscheiden, wenn's ein anderer dir erlaubt?", sowie diese Bitterkeit von "Mehr musst du gar nicht tun, mehr kannst ud gar nicht tun". Beim ersten Mal hören, fand ich es auch erst richtig Schade, dass der Song nach einmal "VoKü"-Refrain schon vorbei war... Aber dann kommt er ja nochmal. Juchei! Allerdings kann ich schon verstehen, wenn einem das irgendwann nervt, bin aber auch froh, dass das bei mir nicht so ist.

9,5/10

10. Brockengeist : Der einzige Song, der durch die Zeit ein bisschen bei mir verloren hat. War lange Zeit mein großes Highlight des Albums, aber irgendwie finde ich hier die Länge oder den Refrain (ich kann es noch nicht benennen) irgendwie etwas langatmig. Vielleicht liegt es an der Thematik: Ich mag es irgendwie selten, wenn in Liedern "Radios" besungen werden. Trotzdem ganz groß, vor allem auch mal wieder eine leicht andere Facette.

9/10

11. Hemmingstedt : Der einzige richtige Brecher des Albums (neben "Rattenlinie" und "Stine"), der mich jedes Mal aufs Neue gegen die Wand drückt. Die Produktion finde ich wahnsinnig clever (wobei ich übrigens generell auch diesen dumpfen Snare-Sound nicht mag) und dieser schöne lange Schrei von Jan leitet dann nochmal das absurd genial-oberbrachiale Mitsing-Ende ein. Irre gut!

9,5/10

12. Stormi : Mag ich auch lieber als "Luzi", ich mag auch das verstolperte Schlagzeug, was mMn überhaupt nicht von mangelnder Kenntnis Carstens zeugt. Ein runder Abschluss.

8/10

Im Durchschnitt eine 8,5, also eine knappe 9, für mich allerdings eine sehr klare 'ne 9/10. Eins ihrer besten Alben für mich.




Voyage 34

Postings: 724

Registriert seit 11.09.2018

11.02.2020 - 11:27 Uhr
Schöne einzelbewertungen hier, danke dafür!

Croefield

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Registriert seit 13.01.2014

11.02.2020 - 11:35 Uhr
Ich sollte mir meine Posts lieber immer nochmal durchlesen, die Rechtschreibfehler sind ja fürchterlich. N a j a :D

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2215

Registriert seit 14.06.2013

11.02.2020 - 11:37 Uhr
4/10 für "Heilehaus" ist sicherlich hart, hehe. "Nachtschreck" für mich auch der schwächste, aber kein Ausfall. Mich beeindruckt auch "La Hague" mittlerweile fast am meisten, da er eine hohe Intensität hat.

Worum geht es eigentlich in dem Text?

Hm, nicht so easy. Mittlerweile meine ich, eine Interpretation zu haben, die ich mal vorsichtig stichwortartig hier teile: Normandie (nicht nur wegen des Ortes/Titels), Schlacht im Zweiten Weltkrieg, Soldat kehrte nie heim, Tod wurde aber auch nicht bestätigt. Angehörige bekommen/finden Briefe aus La Hague, die nach der Schlacht geschrieben und von ihm unterzeichnet wurden, das Schicksal des Mannes ungeklärt. Was bleibt, ist die Ungewissheit, der Schatten des Krieges/der Zeit.

Autotomate

Postings: 1659

Registriert seit 25.10.2014

11.02.2020 - 11:52 Uhr
Hm nee, ich hab auch nochmal überlegt und habe nen anderen Ansatz. In La Hague ist ja auch diese Wiederaufarbeitungsanlage, und dies hier:

In der Elbmarsch
Wird ein Cluster vergessen
Nach Beweisen kommt ein recht guter Witz
Und 25.000 sind nur Russen und weit weg
Trotzdem wissen wir, dass Krümmel existiert


bezieht sich auf Tschernobyl und das AKW Krümmel. Mit Cluster dürfte die dortige Häufung von Krebserkrankungen (Leukämiecluster) von Kindern gemeint sein.

Dies hier:

Die Merser Röhren durch Papenburg
Wo die Wahrheit lügt fragt niemand mehr
Nach der Abgasuntersuchung hört sein Husten vielleicht auf
Schmeißt den Stift ins Glas
Und geht davon


könnte auf den Dieselbetrug anspielen.

Croefield

Postings: 1297

Registriert seit 13.01.2014

11.02.2020 - 12:02 Uhr
(ähnlich wie bei Affengitarre)

AUTOTOMATE natürlich. Heieieiei, erst nicht schreiben und dann auch nicht lesen können. Tss.

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2215

Registriert seit 14.06.2013

11.02.2020 - 12:09 Uhr
bezieht sich auf Tschernobyl und das AKW Krümmel

Haha, klar, jetzt wo ich es überlege, auch sehr gut möglich. Aber wenn man wie ich davon ausgeht, dass Krümmel einer dieser Typen sei, die Turbostaat immer wieder in ihren Songs haben, dann kommt man nicht dahin. ;)

Autotomate

Postings: 1659

Registriert seit 25.10.2014

11.02.2020 - 12:36 Uhr
Bei den Merser Röhren durch Papenburg hab ich erst gedacht, das wären vielleicht irgendwelche Kartoffelpipelines oder sowas^^, aber vermutlich ist gemeint, dass die Mercedesse durch die Stadt röhren (klein geschrieben, mit Klappenauspuff). Was Papenburg nun aber mit dem 250 km entfernten AKW Krümmel zu tun hat, weiß ich auch nicht...

kiste

Postings: 50

Registriert seit 26.08.2019

12.02.2020 - 09:26 Uhr
Tolle Beiträge! Bei „La Hague“ wurde bei mir auch die Assoziation von Krieg (am ehesten 1. Weltkrieg) hervorgerufen. Aber mit den hier gesammelten Eindrücken, ergibt der Text schon einen anderen Sinn :)
Auf jeden Fall mein liebstes Stück auf dem Album.

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