Jahrzehntenlisten (2010er) der Magazine

User Beitrag

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

04.12.2019 - 23:46 Uhr
Nur fair, deine Forumspolizei-Nummer nervt langsam auch.

Tja, mit gleichgeschalteten Meinungen gäbe es ja keine Diskussion. Witzigerweise teile ich viele deiner Vorlieben in Musik und Film stillschweigend, aber es macht ohne Frage mehr Spass, sich über Dinge auszulassen, die man weniger mag.

John Bello

Postings: 395

Registriert seit 26.08.2019

04.12.2019 - 23:51 Uhr
Mich hast du im Film-Thread auch schon mal absolut unverschämt angeranzt, sowas in der Richtung " so was dämliches hast du noch nie gehört". Wer so mit mir redet, hat keinen Respekt verdient. Überprüf mal dein Verhalten, du Oberchecker!

John Bello

Postings: 395

Registriert seit 26.08.2019

04.12.2019 - 23:56 Uhr
deaf, oder darf ich dich retro nennen?

Given To The Rising

Postings: 2075

Registriert seit 27.09.2019

05.12.2019 - 00:02 Uhr
"Das wird höchstens passieren, wenn diese Person dasselbe eingeschränkte Mindset wie du hat."
Ähnliche Beiträge von hubschrauberpilot wurden gelöscht. Bisschen Aggressionen rausnehmen, dich auf dein Chi fokussieren. Deafs provokante Meinung muss man ja jetzt auch nicht so ernst nehmen.

MopedTobias

Postings: 14013

Registriert seit 10.09.2013

05.12.2019 - 00:08 Uhr
"Nur fair, deine Forumspolizei-Nummer nervt langsam auch."

Da verdrehst du aber ganz schön Ursache und Wirkung...

"Tja, mit gleichgeschalteten Meinungen gäbe es ja keine Diskussion."

Ich bitte dich, jetzt wird's völlig absurd. Du bist derjenige, der andere Meinungen offenkundig nicht akzeptieren kann, weil du dir irgendwas zusammenkonstruieren musst, wenn jemand andere Musik als du mag. Du bist derjenige, der sein Desinteresse an Konstruktivität schon offen zugegeben hat. Du bist derjenige, der 70% meiner Postings in aller Regel ignoriert und Fragen unbeantwortet lässt (siehe heute der Eilish-Thread), also kein Interesse an Meinungsaustausch und Diskussion hat.

"aber es macht ohne Frage mehr Spass, sich über Dinge auszulassen, die man weniger mag."

Hier bist du dann ausnahmsweise mal aufrichtig. Du hast einfach Bock am Rumstänkern. In Ordnung, aber dann heuchel doch hier nicht so mit "Meinungsvielfalt", "Diskussion" etc rum, wenn genau das hier ja wohl nicht deine primäre Intention ist.

jo

Postings: 1287

Registriert seit 13.06.2013

05.12.2019 - 00:18 Uhr
Dachte schon, es ging um das Calum-Scott-Cover :D (deutlich mehr Aufrufe bei YouTube ;) ).

Kenne, davon abgesehen, tatsächlich einige Songs der RS-Liste gar nicht.

AVMsterdam

Postings: 336

Registriert seit 13.03.2017

05.12.2019 - 05:58 Uhr
Bei den Dekadenlisten der Magazine fällt mir häufig auf, dass die erste Hälfte der 2010er wirklich besser war, und sich auch nicht vor den besten Musikjahrzehnten zu verstecken braucht.
Die zweite ... Naja.

Alice

Postings: 68

Registriert seit 27.10.2019

05.12.2019 - 08:05 Uhr
Liegt vielleicht daran, dass da schon mehr Zeit vergangen ist und man es anders betrachtet. Um es wirklich zu beurteilen müsste man wohl noch mal 10 Jahre vergehen lassen und es aus der rückschau betrachten.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

05.12.2019 - 08:56 Uhr
"Du bist derjenige, der 70% meiner Postings in aller Regel ignoriert und Fragen unbeantwortet lässt (siehe heute der Eilish-Thread), also kein Interesse an Meinungsaustausch und Diskussion hat."

Erstens, weil du ständig abdriftest und es dann plötzlich um ihren ach so bahnbrechenden Kleidungsstil geht, und zweitens weil das Schreiben während der Arbeitszeit halt ziemlich limitiert ist bei mir.

"In Ordnung, aber dann heuchel doch hier nicht so mit "Meinungsvielfalt", "Diskussion" etc rum, wenn genau das hier ja wohl nicht deine primäre Intention ist."

Man kann ja auch eine Diskussion anstossen, ohne dann ständig dabei zu sein. Geklärt ist z.B. immer noch nicht, warum die Listen überproportional von Frauen dominiert werden, obwohl im Musikbusiness ca. 3/4 Männer sind. Wenn dann wie in den meisten Listen der Anteil weisser Männer ca. bei 20 % liegt, kann etwas nicht stimmen.

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2015

Registriert seit 14.05.2013

05.12.2019 - 09:04 Uhr
Um Given To The Rising zu zitieren:

Bisschen Aggressionen rausnehmen, dich auf dein Chi fokussieren.

Gilt für alle Beteiligten. Ich würde sagen, wir machen hier einen Strich drunter und kehren zum Thread-Thema zurück.

jo

Postings: 1287

Registriert seit 13.06.2013

05.12.2019 - 15:07 Uhr
Man kann ja auch eine Diskussion anstossen, ohne dann ständig dabei zu sein. Geklärt ist z.B. immer noch nicht, warum die Listen überproportional von Frauen dominiert werden, obwohl im Musikbusiness ca. 3/4 Männer sind. Wenn dann wie in den meisten Listen der Anteil weisser Männer ca. bei 20 % liegt, kann etwas nicht stimmen.

Oder es ist eben genau richtig so. Verstehe hier das Problem nicht.

Genauso könnte man ja über den Sinn oder Unsinn der Listen an sich reden... Als ob die noch wirklich irgendeine Relevanz hätten - verstehe daher doppelt nicht, wie man sich über so etwas aufregen kann.

Wie gesagt: Ich kenne ganz viele der Songs nicht mal - das hat aber weder was mit dem Geschlecht noch wirklich mit meinem Musikgeschmack zu tun (da ich eigentlich über alle möglichen Genres verteilt höre). Es ging einfach an mir vorbei. Kann vorkommen. Noch lange kein Grund, eine Verschwörung anzudeuten.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

05.12.2019 - 15:35 Uhr
Es ist keine Verschwörung, es ist schliesslich das MeToo-Jahrzehnt, das Jahrzehnt mit dem ersten afroamerikanischen US-Präsidenten (ab 2009) und dem nachfolgenden Trampel etc. Und musikalisch die Dekade des grossen kommerziellen Erfolgs von Musik aus der RnB/Rap-Sparte. Da wollen gerade die amerikanischen Magazine ein Exempel statuieren, so scheint es. Kann man machen, um den gesellschaftlichen Umbrüchen Rechnung zu tragen. Ich finde es jedoch falsch, weil die Musik an sich so in den Hintergrund gerät.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 6270

Registriert seit 13.06.2013

05.12.2019 - 15:48 Uhr
Da gerät nichts in den Hintergrund. Innovation und musikhistorisch Wichtiges kam in diesem Jahrzehnt nicht von alten, weißen Männern, sondern vornehmlich aus anderen Ecken.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 6270

Registriert seit 13.06.2013

05.12.2019 - 15:52 Uhr
https://www.nme.com/features/nmes-greatest-songs-of-the-decade-the-2010s-2583527

Foals mit "My Number" auf der 15? Ja, sicherlich! Wie kommt man darauf? :D

Given To The Rising

Postings: 2075

Registriert seit 27.09.2019

05.12.2019 - 15:57 Uhr
Das ist genauso verallgemeindernd wie das Hip Hop keine Innovationskraft hat. Im Metal, gerade Black, Doom und Death gab es unzählige neue, hochwertige Veröffentlichungen. Black Metal ist nicht mehr der Böse-Satanisten-Kram, sondern in der Mitte angekommen, durch Bands wie Deafheaven oder Panopticon. Natürlich noch nicht in den Bravo-Charts, aber auf einem guten Weg dahin.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 4497

Registriert seit 26.02.2016

05.12.2019 - 16:19 Uhr
Früher war es eben so, dass wegweisende HipHop/R'n'B-Alben in solchen Listen kaum eine Chance auf einen vorderen Platz hatten (bis in die 2000er hinein). Das ist mittlerweile korrgiert worden, für manche sicher auch überkorrigiert in Anpassung an den Zeitgeist. Ich vermisse aktuell auch ein paar Sachen im Rock-Bereich in den Listen. Aber: jo mei. Es ist halt am Ende eine Liste.

Ineteressant finde ich aber, dass ausgerechnet Black Metal so sichtbar ist, wie wohl noch nie. Was aber durchaus an dessen Innovatoren liegt.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

05.12.2019 - 16:34 Uhr
@deaf In gewisser Weise hast du wohl sogar recht: Das die Musik nicht immer allein das Merkmal ist. Gerade bei amerikanischen Magazinen kommt evtl. eine gewisse politische Komponente hinzu die wir hier gar nicht richtig beurteilen können. Wenn du Musikpurist bist kannst du diese Meinung ja gern haben.

Klingt nach "aber?": ja, denn in vielen Fällen war das auch in den vergangenen Jahrzehnten so. Punk hatte eine politische Dimension. Post-Punk auch. Vom Rage Against the Machine ganz zu schweigen. Oder Public Enemy. Oder oder oder. Die Frage ist halt, was genau man von so einer Liste erwartet.

Zig-Zag-Zig

Postings: 33

Registriert seit 09.10.2019

05.12.2019 - 16:40 Uhr
"Ineteressant finde ich aber, dass ausgerechnet Black Metal so sichtbar ist, wie wohl noch nie. Was aber durchaus an dessen Innovatoren liegt."

Vielleicht denken diese Listen-Ersteller auch, dass Black Metal für Metal von Schwarzen steht und packen es deswegen in die Liste :D

"Foals mit "My Number" auf der 15? Ja, sicherlich! Wie kommt man darauf? :D"

Hallo?! Das war der Sportschau-Song der EM 2012 !1!

Given To The Rising

Postings: 2075

Registriert seit 27.09.2019

05.12.2019 - 16:47 Uhr
"Vielleicht denken diese Listen-Ersteller auch, dass Black Metal für Metal von Schwarzen steht und packen es deswegen in die Liste :D"
In den Listen kommt es ja so gut wie nie vor. Aber ansosnten ist das Genre sehr präsent. Auch Visions berichtet über Post-BM-Bands und sogar letztens über das neue Mayhem-Album. Habe auch erst 2013 mit Sunbather zum BM gefunden. Vorher war mir das zu skurril. Und bin dann auch tiefer in "richtigen" BM eingetaucht.

Zig-Zag-Zig

Postings: 33

Registriert seit 09.10.2019

05.12.2019 - 16:50 Uhr
Das beste Metal-Album des Jahrzehnts kommt für mich von Oathbreaker, wobei man das ja dann eher Post-Metal, Blachgaze nennt.

MopedTobias

Postings: 14013

Registriert seit 10.09.2013

05.12.2019 - 17:10 Uhr
Ist es wirklich so abwegig, dass Frauen bessere Musik als Männer machen können, dass man einen höheren Frauenanteil ~diskutieren~ muss?

Ansonsten das was Felix und Klaus sagen. Dass bei einer (amerikanischen!) Liste, die irgendwo auch kulturelle Relevanz haben will, der Zeitgeist einfließt, ist normal. Man könnte argumentieren, dass es nie anders war, sich bestimmte Arten von Musik nicht von der Politik trennen lassen und sich die "Ideologie" auch in die andere Richtung anwenden lässt. Könnte eine größtenteils auf weiße, männliche Gitarrenmusik setzende Liste nicht genauso ideologisch "verdorben" sein? Wäre nur eine absolut gleichmäßig Geschlechter und Hautfarben abbildende Liste zu 100% "ideologiefrei"? Müssen Musikmagazine überhaupt diesen Anspruch haben? Kann man sich beim Musikhören überhaupt von allen außerhalb der Musik befindlichen Komponenten lösen?

M.E. fährt man besser, wenn man an diesem ganzen Quatsch nicht so viele Gedanken verschwendet. Ich weiß wirklich nicht, was man davon hat, irgendwelche Listen von Musikmagazinen nach Geschlechtern und Hautfarben abzuzählen außer Empörung um der Empörung willen (ist das nicht eigentlich das, was den "PC"-Leuten immer vorgeworfen wird?)
Und den Punkt mit "die Musik rückt in den Hintergrund" kann man so pauschal doch auch nicht machen, weil man die Gründe doch nie genau kennt. Ich kann, sowohl als Magazin als auch als privater Musikhörer, Beyoncé besser als Nick Cave finden (was ich nicht tue btw), ohne Zeitgeist-hörig oder sonst was zu sein, sondern einfach, weil ich die Musik besser finde. Wenn das bei vielen Listen der Fall ist, sprechen wir einfach von einem Konsens, den es in der Form auch immer schon gab.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

05.12.2019 - 18:58 Uhr
"Ist es wirklich so abwegig, dass Frauen bessere Musik als Männer machen können, dass man einen höheren Frauenanteil ~diskutieren~ muss?"

Ja, wenn man sich bewusst ist, dass, wie bereits gesagt, musikmachende Frauen massiv in der Unterzahl sind (was bedauerlich ist), finde ich das schon sehr auffällig und debattierenswert. Es ist statistisch schlicht ziemlich unwahrscheinlich, dass die wenigen Frauen so viel mehr "bessere" Musik produzieren. Deswegen geht jetzt aber die Welt nicht unter, klar.

Allem anderen kann ich grösstenteils zustimmen, nur dass ich es halt zu einfach finde, es lediglich als "Konsens" abzutun. Man wird ja sehen, wie es in den 20ern weitergeht und ob sich das ganze wieder irgendwo einpendelt.

Given To The Rising

Postings: 2075

Registriert seit 27.09.2019

05.12.2019 - 19:13 Uhr
"Es ist statistisch schlicht ziemlich unwahrscheinlich, dass die wenigen Frauen so viel mehr "bessere" Musik produzieren."
Du musst aber auch die Zielgruppe achten. Ein Mann hört tendenziell eher Musik von Männern, weil er sich damit besser identifizieren kann. Frauen hören eher Musik von Frauen. Es ist also durchaus eine Geschmacksfrage, keine Qualitätsfrage. Frauen haben auch schon immer Musik gemacht (man denke an Edith Piaf oder Zarah Leander, die die Hälfte der Plattentest-User noch kennen dürfte).

MopedTobias

Postings: 14013

Registriert seit 10.09.2013

05.12.2019 - 19:17 Uhr
Es wird in Deutschland quantitativ mehr Schlager-Musiker als Postcore-Bands mit Streichern, Bläsern und progressiven Strukturen geben. Trotzdem werden The Hirsch Effekt von Kritikern mehr beachtet als jene Schlagerleute. Kannst du dir vorstellen, woran das liegt, Deaf?

Wenn es debattierenswert ist, dass eine Liste die Geschlechterverteilung nicht ordentlich abbildet, wäre es genauso debattierenswert, wenn sie es tut. Denn auch da könnte eine Ideologie dahinterstecken, nur eine andere, etwa die Aufrechterhaltung des Status Quo, der ja sogar von dir selbst als "bedauernswert" eingestuft wird.
Anders gesagt: Auch bei einer anderen Geschlechterverteilung könnte ebenso angenommen werden, dass Gründe außerhalb der Musik eine Rolle gespielt haben, also, dein Haupt-Kritikpunkt, die Musik "in den Hintergrund gerückt" wird. Zumindest würde diese Annahme auf einem nicht weniger wackligen Fundament stehen als deine Kritik, denn dieses Fundament ist bislang nicht mehr als der eigene Geschmack. Oder hättest du objektive Kriterien für gute/schlechte Musik anzubieten? (Zum Statistik-Punkt siehe das o.g. Schlager/Hirsch-Effekt-Beispiel).

Wie würde denn deiner Ansicht nach eine völlig ideologiefreie, sich nur auf die eigentliche Musik beziehende Liste aussehen? Wenn da jetzt nur deine persönlichen Favoriten der 10er-Jahre bei rauskommen, kann irgendwas nicht stimmen.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

05.12.2019 - 19:32 Uhr
Ich glaube, deaf, du nimmst die Bezeichnung "die wichtigsten Alben der 10er Jahre" zu wörtlich. Was machen die jeweiligen Magazine? Bilden einen Stil und eine Zielgruppe ab. Nicht mehr nicht weniger. In diesen Listen sagen sie aus, was für deren Kernzielgruppe die relevantesten Alben sind.

Eine Visions wird nicht Beyonce hoch ranken. Eine Intro (soweit es da noch Listen gibt...) kein Death Metal, selbst wenn es das beste Metalalbum aller Zeiten ist. Übrigens wird auch Plattentests vermutlich nie dazu kommen, Acts wie Kanye oben anzusetzen. Die Zielgruppe passt einfach nicht.

Du kannst dich natürlich darüber beschweren, dass du nicht (oder nicht mehr, Dinge ändern sich) die Zielgruppe dieser Magazine bist (bin ich übrigens auch nicht, HipHop/R'N'B interessieren mich nahezu null) und verbittert gegen alles meckern, was diese Magazine loben. Bringt nur weder dir, noch den Lesern, noch irgendwem etwas. Oder du suchst dir halt ein Magazin (davon gibt es ja genug), was dich persönlich repräsentiert und deinen Geschmack an der dortigen Auswahl messen.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

05.12.2019 - 19:42 Uhr
"Du musst aber auch die Zielgruppe achten. Ein Mann hört tendenziell eher Musik von Männern, weil er sich damit besser identifizieren kann. Frauen hören eher Musik von Frauen. Es ist also durchaus eine Geschmacksfrage, keine Qualitätsfrage."

Möglich, dass es so ist. Da ich aber schwer davon ausgehe, dass auch in bei den Musikkritikern deutlich mehr Männer zu finden sind, bringt dieser Gedanke nicht viel - im Gegenteil: es würde bedeuten, dass viele Kritiker entgegen ihrer naturgemässen Vorliebe vermehrt Frauen in die Liste packen, was sowas wie eine Frauenquote wäre.

"Es wird in Deutschland quantitativ mehr Schlager-Musiker als Postcore-Bands mit Streichern, Bläsern und progressiven Strukturen geben. Trotzdem werden The Hirsch Effekt von Kritikern mehr beachtet als jene Schlagerleute. Kannst du dir vorstellen, woran das liegt, Deaf?"

Da wären wir wieder beim Thema "ernstzunehmende Musik" vs. "Unterhaltungsmusik".

"Wie würde denn deiner Ansicht nach eine völlig ideologiefreie, sich nur auf die eigentliche Musik beziehende Liste aussehen? Wenn da jetzt nur deine persönlichen Favoriten der 10er-Jahre bei rauskommen, kann irgendwas nicht stimmen."

Völlig ideologiefrei dürfte schwierig und auch nicht erstrebenswert sein. Ich finde jedoch, die musikhistorische Komponente wird zu stark gewichtet - das ist alles. Ein wichtiges Album ist nicht zwangsläufig ein gutes Album, können wir uns darauf einigen?

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

05.12.2019 - 19:43 Uhr
"Du musst aber auch die Zielgruppe achten. Ein Mann hört tendenziell eher Musik von Männern, weil er sich damit besser identifizieren kann. Frauen hören eher Musik von Frauen. Es ist also durchaus eine Geschmacksfrage, keine Qualitätsfrage."

Das halte ich übrigens für nicht nachgewiesen. Gibt es dazu irgendeine Quelle?

MopedTobias

Postings: 14013

Registriert seit 10.09.2013

05.12.2019 - 19:56 Uhr
"Ein wichtiges Album ist nicht zwangsläufig ein gutes Album, können wir uns darauf einigen?"

Wir können uns insofern darauf einigen, dass "gut" eine rein subjektive Kategorie ist (über "wichtig" lässt sich in einzelnen Fällen bestimmt auch vortrefflich streiten, aber es ist schon "objektiver"). Natürlich finde ich nicht jedes wichtige Album gut, Metallica oder Tool haben sicher auch wichtige Alben gemacht, aber ich kann damit nichts anfangen. Aber dieses subjektive Empfinden ist doch nun wirklich kein tragfähiges Fundament, um darauf das große Fass der Ideologiekritik zu öffnen.

"Da wären wir wieder beim Thema "ernstzunehmende Musik" vs. "Unterhaltungsmusik"."

...was dann auch wieder eine Grenze wäre, die du selbst festlegst, genauso wie jede*r Kritiker*in für sich festlegen kann, dass in einem bestimmten Zeitraum Frauen die bessere Musik gemacht haben als Männer.

Klaus' Einwand teile ich übrigens auch (und das nicht nur, weil diese Theorie von Gttr auf mich selbst nicht zutrifft).

jo

Postings: 1287

Registriert seit 13.06.2013

05.12.2019 - 19:56 Uhr
@MopedTobias:

Ist es wirklich so abwegig, dass Frauen bessere Musik als Männer machen können, dass man einen höheren Frauenanteil ~diskutieren~ muss?

Sehe ich genauso. Denke nicht, dass es da etwas zu diskutieren gibt. Wenn die Listenersteller zu dem Ergebnis kommen, dass gerade die sich in der Unterzahl befindenden Frauen die bessere Musik gemacht haben, dann ist das eben so. Warum auch nicht? Warum sollte so etwas nur aufgrund quantitativer "Fakten" nicht möglich sein? Darauf kommt es letztendlich ja nicht an.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 4497

Registriert seit 26.02.2016

05.12.2019 - 22:30 Uhr
Ich verstehe zum einen nicht, warum man Alben in einer Liste, welche zu einem Genre gehören, das man nicht hört / mit dem man nichts anfangen kann, nicht ignoriert.

Ich verstehe zu anderen nicht, warum man Magazinen schon seit Jahren die (persönliche) Relevanz abspricht und sich trotzdem am Ende alle Jahre wieder über die Liste aufregt.

Hey, ganz ehrliches Beispiel: Die Visions-Liste – früher mal ganz wichtig – ist für mich mittlerweile zu 60% der absolut uninteressanteste Scheiß (ja, polemisch formuliert). Vollkommen erwartbar auch. Aber was bringt's mir, mich darüber aufzuregen? Was bringt's mir, denen vorzuwerfen, sie würden eine Agenda bezüglich Hautfarbe/Geschlecht/Anzahl Gitarren im Tourbus fahren? Was bringt's mir, andere anzumaulen, wenn sie darüber für sich gute Musik entdecken? Nüscht.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2019 - 09:35 Uhr
"Ich verstehe zum einen nicht, warum man Alben in einer Liste, welche zu einem Genre gehören, das man nicht hört / mit dem man nichts anfangen kann, nicht ignoriert."

Also quasi 80 % aus den Listen ignorieren? Schwierig. Ich muss mir wirklich wieder mal die 00er-Listen einiger Magazine durchschauen, vielleicht war da auch schon viel drin, mit dem ich nichts anfangen kann.

Zumindest die Top 200 of the 2000s der Plattentests-User war noch komplett anders gelagert: Anteil Frauen deutlich unter 10 %, Schwarze 0 %. Das ist schon krass. Selbst Pitchfork hatte keine einzige Frau in den Top 20, aber immerhin ein paar Hip Hop-Alben.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

06.12.2019 - 09:36 Uhr
" Zumindest die Top 200 of the 2000s der Plattentests-User war noch komplett anders gelagert: Anteil Frauen deutlich unter 10 %, Schwarze 0 %. Das ist schon krass. Selbst Pitchfork hatte keine einzige Frau in den Top 20, aber immerhin ein paar Hip Hop-Alben. "

Und das ist jetzt "besser" ?

Mal abgesehen davon, dass die Genres, in denen Frauen und farbige Musiker vornehmlich zu finden sind, zu dem Zeitpunkt einfach tot waren.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2019 - 09:51 Uhr
Nö, aber offenbar hat man erst in den 10er-Jahren entdeckt, dass Frauen auch Musik machen. Während sie vorher weitgehendst ignoriert wurden, werden sie jetzt (zur Korrektur aufgrund des Zeitgeistes?) überpräsentiert. Und z.B. Kanye war in den 00er-Jahren längst da.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

06.12.2019 - 10:11 Uhr
Finde nach wie vor nicht, dass sie überrepräsentiert sind. Es ist halt ein (oder mehrere) Genre(s) in der Vordergrund gerutscht, in dem auch der Anteil der Frauen deutlich höher ist, als beispielsweise im Classic Rock. Da haut halt deine Pauschalbetrachtung "nur 20% Frauen" nicht hin.

Takenot.tk

Postings: 671

Registriert seit 13.06.2013

06.12.2019 - 10:27 Uhr
Ich glaube, der Ansatz hier mit Otto-Normal-Verteilung zu argumentieren, ist verkehrt. Ebenso sehe ich es nicht als "hypermorale Überpräsenz", zumindest nicht im direkten Sinne.
Welche Musik als die "wichtigste" einer zurückliegenden Epoche gesehen wird, hat immer, unabhängig von der jeweiligen Zielgruppe, etwas mit dem zeitgeist zu tun. Jeder zeitraum hat nun einmal Musik, die in dem Zeitraum besonders den Zeitgeist wiedergespiegelt hat, oder den Zeitgeist unterstützende Innovationen hervorgebracht hat. Das war in den 50ern mit Rock'n'Roll so, in den 60ern mit Beat, Psychedelic-Pop, Rock, etc.
In jeder dieser Epochen gab es sicherlich auch (meist ältere) Menschen, die nicht verstanden dass diese "Jugendmusik" nun plötzlich die gleiche oder gar eine höhere Stellung einnehmen sollte wie vergangene Helden, die ja in den jeweiligen Epochen mit ihrer Musik durchaus auch noch unterwegs waren.
Letztendlich spielt in solchen Aufstellungen eben nicht nur musikalische Qualität (wie auch immer man diese messen möchte) eine Rolle, sondern auch die Frage der Dringlichkeit. Wer hat etwas zu sagen, wer sagt etwas neu oder aufregend, wer unterstützt oder prägt mit seinen Aussagen die dringlichen oder dringlich erscheinenden Themen, eben im Sinne des herrschenden Zeitgeistes.
Und ich glaube, unter den Voraussetzungen ist es doch recht leicht zu sehen weshalb bestimmte Bevölkerungsgruppen, namentlich Frauen und Afro-Amerikaner, im letzten Jahrzehnt deutlich stärker im Vordergrund standen - sie hatten nicht nur ein Anliegen, welches in sehr vielen musikalischen Werken dieser Künstler auch direkt oder zumindest indirekt eingebunden wurde, sondern auch aufgrund des Zeitgeistes eben mehr Gehör als in den vorangegangenen Jahrzehnten gefunden haben (die Anliegen sind ja theoretisch nicht neu, im Gegenteil, aber die ihnen zugestandene Aufmerksamkeit ist es).

Zudem würde ich noch die Theorie aufstellen, dass entsprechende gefühlte "Wichtigkeit" dieser Anliegen auch verstärkt bewirken dass kreative Kräfte in eben diesen Musikwerken gebündelt werden, sie also auch Unterstützung finden durch andere Kunstschaffende, aus allen Bereichen, und entsprechend eben die Wahrscheinlichkeit größer ist dass dort etwas aufregendes entsteht. Das ist aber mehr Theorie als Behauptung meinerseits.

Klar gab es auch einen großen Anteil weißer Männer, die im letzten Jahrzehnt Musik geschaffen haben, die ganzen Künstler der letzten Jahrzehnte sind ja zum größten teil noch vertreten, und es gab auch viele Neuankömmlinge in der Musikszene aus dieser bevölkerungsgruppe. Darunter ist auch sehr viel gute Musik entstanden, jedoch sher wenig Musik mit der gesellschaftlichen Kraft dahinter wie das in den vorangegangenen Jahrzehnten eben noch der Fall war. Zeitgeist spielt eben definitiv eine Rolle in solchen retrospektiven Betrachtungen, das gilt ja auch für unsere Betrachtungen vergangener Jahrzehnte, auch wenn wir uns dessen nicht immer so bewusst sind, weil wir es nicht selbst erlebt haben oder weil es so lange zurückliegt dass die Betrachtungsweise eine gewisse Selbstständigkeit angenommen hat.

Zig-Zag-Zig

Postings: 33

Registriert seit 09.10.2019

06.12.2019 - 10:37 Uhr
"Mal abgesehen davon, dass die Genres, in denen Frauen und farbige Musiker vornehmlich zu finden sind, zu dem Zeitpunkt einfach tot waren."

Das stimmt ja überhaupt nicht. Die Künstler waren damals nicht kredibil genug, zu mainstream, gehörten nicht zur Zielgruppe von P4k und Co und dem "Indiehörer".
Was damals "nicht gut und cool genug" war, müsste heute "Zu Recht dabei" sein.
Durch Faktoren wie Übernahmen durch Großunternehmen, deren Kapitalinteressen, damit einhergehende Öffnung zum Mainstream, Awareness und Diversitätsbemühungen, Pop und Rap haben einen alternativen Anstrich bekommen, sind wir im Laufe des Jahrzehnts bei der heutigen Ausrichtung angekommen.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

06.12.2019 - 10:41 Uhr
Dann meinen wir das gleiche und haben es unterschiedlich ausgedrückt. Natürlich gab es dort Musik. Sie war nur medial etc. nicht präsent - was ich mit "tot" meine.

"Was damals "nicht gut und cool genug" war, müsste heute "Zu Recht dabei" sein."

Was im übrigen mal eine sehr spannende Frage ist: Wir würde eine 90er/2000er Liste bei den genannten Magazinen heute (!) aussehen?

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2019 - 11:03 Uhr
Ich wusste, dass es hier noch interssant werden könnte. ;-) Seien wir ehrlich: die Magazine können es sich heute schlicht nicht mehr erlauben, Frauen und Afroamerikaner aussen vor zu lassen, sonst ist der nächste Shitstorm garantiert.

Pitchfork hat ja kürzlich schon die 80s-Liste angepasst, die jetzt viel mehr weibliche und schwarze Musik enthält als vorher. Ich würde nicht so weit gehen, das Geschichtsrevisionsmus zu nennen, aber auffällig (und berechenbar) ist das schon.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

06.12.2019 - 11:08 Uhr
Nicht wirklich. Manchmal merkt man erst später, welche Bands/Alben man eigentlich zu der Zeit verpasst hatte, weil sie nicht auf dem Schirm waren. Sehe da kein Problem - das macht andere Alben ja nicht schlechter, manchmal kommt höchstens die Erkenntnis, dass man ein Album auch mal überschätzt hat. Zumindest bei mir ist das so. Ich schreibe jetzt seit 2008 Musikrezensionen. Da ist das eine oder andere Album dabei, dessen hohe Wertung ich heute definitiv nicht mehr geben würde, andersrum aber genauso.

Aber so ganz verstehe ich immer noch nicht, auf was du eigentlich genau hinaus willst, bzw. was dein Problem ist.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2019 - 11:36 Uhr
Meine "Probleme" nochmals kurz zusammengefasst:

Die Politik (PC, Genderfragen, Diversity) beeinflusst die Listen zu stark, aus meiner Sicht viel stärker als in vergangenen Jahrzehnten. Gesellschaftlich gesehen finde ich das sehr wichtig und richtig, aber in der Musik für mich ein nachrangiges Kriterium.

Kommerziell erfolgreicher Radio-Pop wird plötzlich auch von der Kritik gefeiert, auch das wäre mir in der Vergangenheit nicht in diesem Ausmass aufgefallen.

Klaus

Postings: 999

Registriert seit 22.08.2019

06.12.2019 - 11:44 Uhr
"Die Politik (PC, Genderfragen, Diversity) beeinflusst die Listen zu stark, aus meiner Sicht viel stärker als in vergangenen Jahrzehnten. Gesellschaftlich gesehen finde ich das sehr wichtig und richtig, aber in der Musik für mich ein nachrangiges Kriterium."

Jaein. Das stimmt in Teilen, liegt aber auch daran, dass diese Fragen nunmal die Musik (mit-)bestimmen. gäbe es diese Musik ohne PC/Diversity/etc. Diskussionen? Ich vermute: Nein, nicht so. Das Magazine, die sich damit befassen, dies mit aufgreifen, sollte man ihnen meiner Meinung nach nicht vorhalten.
Das gleiche gab es beispielsweise durch den US-Rap in den späten 80ern auch schon mal, nur da waren Medien noch nicht so globalisiert. Wenn du heute ein Album irgendwo am Arsch der Welt aufnimmst, kann das halt am anderen Ende trotzdem einschlagen. Ansonsten drehen wir uns ein bisschen im Kreis, denn das Thema wurde hier schon zigfach abgehandelt.

"Kommerziell erfolgreicher Radio-Pop wird plötzlich auch von der Kritik gefeiert, auch das wäre mir in der Vergangenheit nicht in diesem Ausmass aufgefallen."

Stimmt und ich teile diese Begeisterung auch nicht. Wenn eine Liste vorn Beyonce/West/Ocean/Lamar/Swift/wasauchimmer stehen hat, lese ich gar nicht erst weiter. Ist dann aber wieder die Zielgruppenfrage.

jo

Postings: 1287

Registriert seit 13.06.2013

06.12.2019 - 14:05 Uhr
@Felix/Diskussion:

Ich verstehe zum einen nicht, warum man Alben in einer Liste, welche zu einem Genre gehören, das man nicht hört / mit dem man nichts anfangen kann, nicht ignoriert.

Ich verstehe zu anderen nicht, warum man Magazinen schon seit Jahren die (persönliche) Relevanz abspricht und sich trotzdem am Ende alle Jahre wieder über die Liste aufregt.

Hey, ganz ehrliches Beispiel: Die Visions-Liste – früher mal ganz wichtig – ist für mich mittlerweile zu 60% der absolut uninteressanteste Scheiß (ja, polemisch formuliert). Vollkommen erwartbar auch. Aber was bringt's mir, mich darüber aufzuregen? Was bringt's mir, denen vorzuwerfen, sie würden eine Agenda bezüglich Hautfarbe/Geschlecht/Anzahl Gitarren im Tourbus fahren? Was bringt's mir, andere anzumaulen, wenn sie darüber für sich gute Musik entdecken? Nüscht.


Vollkommen richtig. Stimme überall komplett zu.

Mister X

Postings: 2803

Registriert seit 30.10.2013

06.12.2019 - 14:47 Uhr
Nach dem Nachholen der Ganzen Beiträge hier, kann ich gewissen Leuten nur abraten sich die 2019er Listen anzusehen. Da sind bei vielen in den Top 10 nur Frauen.

Ich schaue bei diesem Thema immer bei mir selbst. Ich bin für jedes Genre offen und höre auch viele in jedem Genre. Wenn mir ein Album/Song gefällt, dann ist mir das egal von wem es ist oder welchen Stand es in der Musikszene hat. Die 2010er haben für mich persönlich nunmal nicht so viele gute Alben im Bereich Rock/Metal/Punk und Co hervorgebracht, obwohl es wohl genau so viele Releases wie schon in den 00ern gegeben hat. Ist nunmal so. Soll ich diese Tatsache nun ignorieren und meine Liste genremäßig die der 00er anpassen ?

Hier wird vergessen dass diese Listen von Menschen gemacht werden, die die Musik hören wie wir es auch tun. Diese sehen es anscheinend auch so wie ich.

Und zum Thema dass schwarze Frauen extrem gepusht werden. Vielleicht mal daran gedacht, dass es für schwarze Musiker in den 00ern doch recht schwer war, ein Album zu releasen, wenn man nicht gerade den Status/die Möglichkeiten eines Kanyes oder Beyonce hatte ? Nun haben diese Menschen die Möglichkeit und desshalb taucht deren Musik jetzt auch vermehrt auf dem Mediamarkt auf. Ein Film wie Moonlight oder Get Out lag auch schon ewig in der Schublade, konnte in den 00ern aber nicht realisiert werden, da der Markt zu der Zeit ein anderer war.

Ps Ich habe irgendwo von einem Metalmagazin die Liste gesehen gehabt, wo Lemonade von Beyonce mit dabei war ! Das sagt mir schon dass ein gutes Album heute keine Grenzen mehr kennt.

Deaf

Postings: 314

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2019 - 14:53 Uhr
Es sagt höchstens aus, dass auch Metalmagazine heute nicht mehr das sind, was sie mal waren. ;-)

Mister X

Postings: 2803

Registriert seit 30.10.2013

06.12.2019 - 15:06 Uhr
Muss mich nochmal auf die Suche machen welches es war. War ja dann keine Genre-Liste.

Ich finde es ja auch sehr erstaunlich warum hier bei den Listen auf den Alben rumgehackt wird, aber bei RYM wo fast genau die Selben Alben mit oben stehen, wird geschwiegen... Behaupte mal dass diese Seite für den 0815 Radio-Hörer kein Begriff ist, und Hip-Hop und Metal/Rockhörer da gleich viele sind.

Oft werden auch Alben hier vorschnell ungehört zum Teufel gejagd, weil der einen jeweilige Act in den 00ern nicht gefallen hat. Aber was hat Lemonade jetzt zb mit der Qualität der früheren Beyonce-Alben zu tun ? Genau, gar nichts ! Man sollte Alben immer eine Chance geben, besonders wenn man auch aus allen Ecken hört, dass sich musikalisch bei einem Act was getan hat.

MopedTobias

Postings: 14013

Registriert seit 10.09.2013

06.12.2019 - 15:10 Uhr
Das Problem mit deinem Problem, Deaf, ist, dass du nur in die eine Richtung denkst. Das Weglassen oder Reduzieren von Zeitgeist-affinen Künstler*innen kann im gleichen Maße ideologisch motiviert sein wie ihre Überrepräsentation. Eine exakte Gleichverteilung von Geschlechtern und Hautfarben kann auch erzwungen sein und der eigentlichen Musik wenig Beachtung schenken.
Schön, dass die Pitchie-80er-Liste erwähnt wird, die ist nämlich ein super Beispiel. Ich würde behaupten, dass z.B. Prince oder Kate Bush so unglaublich einflussreiche und relevante Musiker*innen für ihr jeweiliges Genre waren, dass jede Liste mit einem "seriösen", d.h. popkulturell und musikhistorisch flächendeckenden Anspruch, diese hoch listen sollte oder sogar muss. Eine stärkere Repräsentation dieser mag Zeitgeist-konform sein, man kann aber genauso gut argumentieren, dass die Musik nun mehr im Vordergrund steht, nachdem sie vorher eine andere Ideologie, die weiße Gitarrenmusik höher wertet, in den Hintergrund gerückt hat.

Solange du nur in die eine Richtung denkst, wirst du den Eindruck der Befangenheit nicht los. Du bist befangen in dem Sinne, dass die von dir als "gut" erachtete Musik zu wenig repräsentiert wird, und würdest dich nicht beschweren, wenn das in 80% der Listen der Fall wäre. In die Kerbe schlägt auch der Hinweis mit dem Radiopop: Ein Radiopop-Fan würde sich über eine gestiegene Repräsentation freuen bzw behaupten, dass diese längst überfällig war und die vorigen Jahrzehnte dem Genre unfairerweise wenig Beachtung schenkten.
Das ist ja alles ok, aber solche Vorwürfe ideologischer Verfärbung sollten nicht nur auf geschmacklichen Befindlichkeiten basieren und halbwegs "objektiv" fundiert sein. Und das sind sie bisher nicht.

Ich formuliere meine oben gestellte Frage einmal um, weil eine Antwort hier enorm weiterhelfen könnte: Wie würde für dich, Deaf, eine Liste aussehen, bei der du dich nicht darüber beschweren würdest, dass die Musik "in den Hintergrund gerückt" wird? Bzw welche bereits existierende Liste käme dem am nächsten?

Mister X

Postings: 2803

Registriert seit 30.10.2013

06.12.2019 - 15:14 Uhr
Dass der Nme, eines der größten Musikmagazine der Welt ein Rock-Album auf der 1 hat, wird hier total totgeschwiegen. Passt wohl dann nichts ins Mecker-Bild.
Frag mich auch ernsthaft wie die Reaktionen jetzt wären, wären in den 00er Listen überwiegend Hip-Hop und in den 10er Rock/Metal etc

Mister X

Postings: 2803

Registriert seit 30.10.2013

06.12.2019 - 15:56 Uhr
Dass der Nme, eines der größten Musikmagazine der Welt ein Rock-Album auf der 1 hat, wird hier total totgeschwiegen. Passt wohl dann nichts ins Mecker-Bild.
Frag mich auch ernsthaft wie die Reaktionen jetzt wären, wären in den 00er Listen überwiegend Hip-Hop und in den 10er

Given To The Rising

Postings: 2075

Registriert seit 27.09.2019

06.12.2019 - 16:13 Uhr
Was denn da los? Ist Mister X etwa ein Bot?

Zig-Zag-Zig

Postings: 33

Registriert seit 09.10.2019

06.12.2019 - 17:17 Uhr
"Mister X

Postings: 2719

Registriert seit 30.10.2013

Hobbys: Listen der Magazine"

Seite: « 1 ... 4 5 6 7 »
Zurück zur Übersicht

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht: