Bonnie 'Prince' Billy - I made a place

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Armin

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17.09.2019 - 12:40 Uhr - Newsbeitrag
BONNIE „PRINCE“ BILLY

KÜNDIGT NEUES ALBUM ‚I MADE A PLACE‘ FÜR DEN 15.11.2019 AN
SEHT DAS VIDEO ZU (AT THE ) BACK OF THE PIT HIER

Bonnie „Prince" Billy scheint rastlos - in den letzten fünf Jahren hat er Songs von Susanna Wallumrod, Mekons, Merle Haggard und sogar sich selbst gecovert und er hat Kollaborationen veröffentlicht. Z.B. mit Bryce Dessner oder den Bitchin Bajas.
Das Einzige, was er seit langem nicht mehr gemacht hat, ist ein Album mit neuen Bonnie Songs. Das letzte hieß Wolfroy Goes To Town und erschien 2011. Verdammt, das war in der ersten Hälfte der Präsidentschaft von Barak Obama!

Aber die Dinge passieren eben oft aus Gründen, die größer sind als wir selbst und außerhalb unserer Kontrolle liegen. Sie passieren plötzlich oder langsam - aber sie passieren irgendwann, Tag für Tag. Und Will Oldham ist genau da - an dieser
Schnittstelle an der sich aus dem Zusammenspiel aus Markt, Werten, Ästhetik und Prozeßen allmählich das neue Album "I Made A Place" aufbaut:

"In recent years, the whole world of recorded music, in the way that such music is conceived, perceived, recorded, released and distributed, has been atomized. I tried holding my breath, waiting for the storm to pass, but this storm is here to stay and its devastation is our new landscape.
What else is a person to do except what he knows and feels, which for me is making records built out of songs intended for the intimate listening experiences of wonderful strangers who share something spiritually and musically? I started working on these songs thinking that there was no way I
was going to finish them and record and release them. This was a constructive frame-of-mind that protected the songs until this frightening moment when we let go of them and give them to you."


Ja, die Welt hat sich verändert. Manches verändert sich nie. Einiges verschwindet für immer. Was Gottseidank nicht dazugehört ist ein neues Album von Bonnie „Prince“ Billy. Auch wenn die neue Single ein wenig Apocalypse WOW vermittelt. Sie macht in gewisser Weise dort weiter,
wo Blueberry Jam aufgehört hat: (At The) Back of the Pit handelt von den Dingen die wir lieben und was man damit macht, wenn es Zeit wird unsere mühsam errichtete und wieder zerstörte Welt zu verlassen (und wiedergeboren zu werden). Es ist ein bejahender Country Jam: Elegische Momente weichen einem
schwungvollen Roots-Rock, eine gefühlvolle Bläsersektion zeichnet die langen Strahlen der untergehenden und die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne nach, wenn sie all unsere hoffnungsvollen Morgen beleuchtet.

Das glorreiche Video zu (At The) Back of The Pit, das unter der Regie des Oberstufenschülers Jacob Forman entstand ist HIER zu sehen.



Das Album I Made A Place erscheint am 15. November.


Die Pressemitteilung landet hier mit Verspätung, ich war ein paar Tage offline.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

08.10.2019 - 20:59 Uhr - Newsbeitrag
BONNIE "PRINCE" BILLY
VERÖFFENTLICHT NEUEN SONG 'IN GOOD FAITH'
VIDEO HIER ANSEHEN
NEUES ALBUM 'I MADE A PLACE' ERSCHEINT AM 15.11.2019

"In Good Faith" ist eine Redewendung der Offenheit, abstrakt, aber umfassend. Übersetzen kann man sie als "wir vertrauen dir", aber was bedeutet das heutzutage schon?
Die zweite Single, die das erste Bonnie "Prince" Billy Album mit neuem Material seit 2011 einläutet, heißt nun genau so, "In Good Faith". Vertrauen wir doch wenigstens ihr.

Joan Shelley singt hier immer wieder den Songtitel in sanftester Manier, Nathan Salsburg steuert fast lyrische Lead-Gitarrenlinien bei, und Bonnie hält beide Elemente mit seinem Gesang und Gitarre gleichermaßen zusammen. So schufen sie ein Lied der Akzeptanz und des Glaubens an etwas Größeres, Offenes.

Das Video zum Song entstand unter der Regie von Timothy Morton, der zuvor schon mit Bonnie am Video zum Song Blueberry Jam zusammengearbeitet hat. Morton verdeutlicht die Intention des Songs, indem er Bilder aus dem Dokumentarfilm gegenüberstellt, den er derzeit über die lebendige Tradition des sogenannten Sacred Harp Singing dreht. Diese Acapella-Form des Chorgesangs hat ihre Wurzeln in der frühen US-amerikanischen Geschichte. Die Versammlungen der Sacred Harp Community sind für alle Interessierten offen und oft reisen Teilnehmer über weite Strecken an, um diesen besonderen Ereignissen beizuwohnen, unabhängig von ihrem Gesangskönnen. Ihr sogenanntes Shape Note Singing ist eine partizipative Form der Folk Music Kultur, die bis heute nicht kommerzialisiert wurde.
Sie ist Teil der lebendingen Tradierung von Musik und Teil des Lebens ihrer Sängerinnen und Sänger. Sie ist - in good faith - der Glaube an etwas Größeres.

Das Video zu In Good Faith kann hier ansehen werden.


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