Christoph Metzelder

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Maynard

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07.09.2019 - 12:21 Uhr
Meinungen?

Onkelz4Ever

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07.09.2019 - 12:24 Uhr
Schlimmer als die neue Tool.

nörtz

User und News-Scout

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07.09.2019 - 14:56 Uhr
Übrigens mal wieder ein gutes Beispiel für die Verkommenheit der BILD.

https://bildblog.de/


Die „Bild“-Zeitung stößt also Ermittlungen an, über die sie selbst dann exklusiv berichtet, mit mutmaßlich durchgesteckten Infos aus Ermittlerkreisen und ohne große Rücksicht auf die Unschuldsvermutung.

hexed all

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07.09.2019 - 16:14 Uhr
Wär ja nicht das erste Mal, dass die Bild Judge , Jury und Executioner spielt. Andere Leute gehen für weitaus mildere Vergehen in den Knast.

Mutzel

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07.09.2019 - 16:30 Uhr
und ohne große Rücksicht auf die Unschuldsvermutung.

Diese Vermutung gibt es in Zeiten einer Empörungskultur in den Medien längst nicht mehr. Als warnendes Beispiel sollte der Kachelmann-Fall gelten.

hos

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07.09.2019 - 16:34 Uhr
In der Tat äusserst fragwürdig, wieso dieses Schmierblatt überhaupt noch auf dem Markt ist. Eine Zeitung, die im Presserat seit Jahren quasi in einer Dauerschleife des Gerügtwerdens steht, müsste rein logisch betrachtet mit ähnlicher Begründung verboten werden, wie Hetzblätter der Nazizeit. Nicht dass deren Hetze von gleichem Kaliber wäre, aber Hetze ist Hetze und sollte in einer Medienlandschaft nichts zu suchen haben.

euer_heiko

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07.09.2019 - 16:59 Uhr
Christoph Metzelder: „Unbegreifliches Schweigen“

Als Reaktion auf die Vorwürfe gegen Ex-Fußballnationalspieler Christoph Metzelder hat ein Theologie-Professor das Kuratorium der Stiftung des Ex-Fußballers verlassen. Er tue dies erstens wegen der Schwere der Vorwürfe „und zweitens wegen des mir unbegreiflichen Schweigens sowohl des Christoph Metzelder wie auch der Stiftung, was für mich wiederum angesichts der Schwere der Anschuldigung ebenso unbegreiflich wie unangemessen ist“, teilte Peter Schallenberg der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit.

nörtz

User und News-Scout

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07.09.2019 - 17:15 Uhr
Diese Vermutung gibt es in Zeiten einer Empörungskultur in den Medien längst nicht mehr.

Empörungskultur ist wichtig und richtig, besonders bzgl. neurechter Kader der AfD.

Lazybone1

Userin und Moderatorin

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07.09.2019 - 17:17 Uhr
@Nörtz: können wir die AfD aus diesem Thread mal raus lassen?
Danke.

Matjes_taet

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07.09.2019 - 17:22 Uhr
Die BILD, Gott sei Dank haben wir dieses Vollstreckungsorgan.

ToRNOuTLaW

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07.09.2019 - 17:42 Uhr
@Theologie Professor Peter Schallenberg
Sollte er dann nicht konsequenterweise aus der katholischen Kirche austreten?

Maynard

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07.09.2019 - 19:07 Uhr
Der Spiegel hat auch Infos:

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/christoph-metzelder-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-kinderpornografie-vorwurf-a-1285148.html

edegeiler

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07.09.2019 - 19:16 Uhr
Übrigens mal wieder ein gutes Beispiel für die Verkommenheit der BILD.
Die „Bild“-Zeitung stößt also Ermittlungen an, über die sie selbst dann exklusiv berichtet, mit mutmaßlich durchgesteckten Infos aus Ermittlerkreisen und ohne große Rücksicht auf die Unschuldsvermutung.


1. Ermittlungen werden nicht von der BILD, sondern von der Staatsanwaltschaft durchgeführt, wenn ein Anfangsverdacht vorliegt. Woher dieser Verdacht kommt, ist jawohl unerheblich.

2. BILD berichtet nicht exklusiv.

3. Wenn ein Journalist Infos aus Ermittlerkreisen bekommt, macht er seinen Job gut. Die Pressefreiheit gilt auch für BILD.

4. Ich hab die Headlines gesehen. Dort steht IMMER das Wort Verdacht oder das Wort Ermittlungen. Wie viel Unschuldsvermutung soll's denn noch sein? Noch ein "Ey das ist gerade echt unangenehm und wir wollen Metze auch nicht zu nahe treten, aber vielleicht ist da was im Busch. Ist aber bestimmt nichts weiter dran. Man kennt ja Exfreundinnen hahaha." in jeden Artikel?

edegeiler

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07.09.2019 - 19:18 Uhr
Ach ja und die Vorwürfe der Hetze, der vielbemühten "öffentlichen Hinrichtung" und der natürlich (classy!) der Vergleich mit dem Nationalsozialismus sind in diesem Falle wirklich auf der ganzen Linie falsch und unangebracht.

hos

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07.09.2019 - 19:28 Uhr
@edegeiler, niemand behauptet, daß die Bild die Ermittlungen durchführt. Es steht im Raum, bzw. gilt als bestätigt, daß die Bild den Fall zur Anzeige gebracht hat. Und somit die Ermittlungen "angestossen" hat.

edegeiler

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07.09.2019 - 19:33 Uhr
Das ist korrekt. Und wenn die BILD es angestoßen hätte, delegitimiert es die Ermittlungen oder wo liegt der Vorwurf? Das wollte ich mit meinem "es ist egal, woher der Verdacht kommt" ausdrücken.

hos

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07.09.2019 - 19:39 Uhr
nein. Die Ermittlungen sind natürlich notwendig, gar keine Frage.

Der Punkt ist, keiner weiß ob Metze die Bilder geschickt hat oder ob man ihm das lediglich unterstellt. Bis dahin gilt Unschuldsvermutung und sollte eben nicht schon von Presse begleitet werden - denn bereits der Vorwurf oder das "mit in Verbindung bringen" brandmarkt eine Person in der öffentlichen Wahrnehmung, und das bekommt diese Person im Leben nicht mehr los.

Der Bild ist das egal. Hauptsache ne Story.

edegeiler

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07.09.2019 - 19:55 Uhr
Das ist nicht nur der BILD egal sondern auch dem Spiegel, dem Focus, der Welt und sogar der Tagesschau. Da die aber (berechtigterweise) trotz ähnlicher Berichterstattung nicht in der Kritik stehen, drängt sich mir auf, dass es gar nicht um die Sache an sich geht. Wenn man nicht will, dass Strafverfahren gegen Prominente Gegenstand von Presseartikeln sind, kann man die Pressefreiheit auch abschaffen. Gerade bei der Schwere der Vorwürfe, die im Raum stehen; geht ja jetzt nicht um einen Strafzettel.

hos

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07.09.2019 - 20:25 Uhr
Das ist nicht nur der BILD egal sondern auch dem Spiegel, dem Focus, der Welt und sogar der Tagesschau

mit dem Unterschied, daß Bild die Sache überhaupt erst angeschossen hat.

Findest Du diesen Umstand kein Stück verwerflich?


Wenn man nicht will, dass Strafverfahren gegen Prominente Gegenstand von Presseartikeln sind, kann man die Pressefreiheit auch abschaffen

Soweit ist es in dem Fall eben noch nicht. Strafverfahren setzt erst dann ein, wenn eine strafbare Handlung festgestellt ist. Das kann erst NACH Abschluss der Ermittlung und durch richterliche Anordnung erfolgen.

Hubble

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07.09.2019 - 20:34 Uhr
Die Berichterstattung der Bild mit der von Spiegel, Focus, Welt und Tagesschau auf eine Stufe zu heben, ist doch wohl hoffentlich ein schlechter Witz.
Klar steht da irgendwo immer was von "Verdacht" - bei Überschriften wie "So liefen die geheimen Ermittlungen gegen Metzelder" oder einer Meldung über "Christoph Metzelders Promi Anwalt".
Reinster Sensationsjournalismus.

edegeiler

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07.09.2019 - 20:56 Uhr
@hos

Nein, das Ermittlungsverfahren stellt die erste Stufe des Strafverfahrens dar.
Und nein, ich finde das nicht verwerflich. Verwerflich finde ich eher das Verbreiten von Kinderpornographie. Aber natürlich niemals so verwerflich wie die Hetzer der Bild.

@Hubble
Der BILD jetzt Boulavardjournalismus zum Vorwurf zu machen ist auch seltsam. Wobei die von dir zitierten Überschriften jetzt auch nicht schlimm sind. Wenn Du diese Art Journalismus nicht magst, musst Du sie nicht konsumieren.

hos

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07.09.2019 - 21:13 Uhr
Verwerflich finde ich eher das Verbreiten von Kinderpornographie.

das wird doch überhaupt nicht in Frage gestellt. Klare ist sowas verwerflich. Und noch viel mehr.

Der Punkt, den Du scheinbar nicht begreifst oder nicht begreifen will, ist die Form der Rufschädigung, falls die Ermittlungen eben keine Anhaltspunkte für den Verdacht liefern.

Deshalb kann ich zb auch nachvollziehen, warum Metzelder sich nicht äussert. Ganz gleich was er dazu sagen wird - wer glaubt ihm in dieser Situation auch nur irgendwas?



edegeiler

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07.09.2019 - 21:39 Uhr
Ich begreife das durchaus, aber ich sehe es anders. Journalisten berichten nun einmal über Strafverfahren von Prominenten, gerade in einem solch brisanten Fall. Die Rufschädigung wird an dieser Stelle von allen Beteiligten einkalkuliert, auch von der StA, die ja auch an die Öffentlichkeit gegangen ist. Ein Anfangsverdacht besteht bereits, sonst wäre das Verfahren nicht eingeleitet worden.
Falls die Ermittlungen ergebnislos bleiben, wird Metze auch nicht für immer verdammt werden. Kachelmann hat es auch überstanden und der hat deutlich mehr mitbekommen.
Und deswegen verstehe ich umgekehrt übrigens nicht, warum Metzelder sich nicht äußert.

Maynard

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07.09.2019 - 21:40 Uhr
Eigentlich jeder? Wenn da nichts dran ist bzw. irgendeine enttäuschte Affäre/Stalkerin(Irre ihm eins reinwürgen wollte, würde sich jeder auf seine Seite stellen. Sich nicht dazu zu äußern, verstärkt im Gegenteil den Verdacht.

hos

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07.09.2019 - 22:03 Uhr
Wenn da nichts dran ist bzw. irgendeine enttäuschte Affäre/Stalkerin(Irre ihm eins reinwürgen wollte, würde sich jeder auf seine Seite stellen.

Maynard, ob es eine Rachsüchtige Ex, eine Bild-Intrige, whatever oder Verbreitung von Kinderpornografie durch Metzelder ist, weiss man erst, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Im Moment ist alles Spekulatius.

Trotzdem ist für Metze das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Sein Name wird auch in den nächsten Tagen ständig mit Kinderpornografie in Verbindung gebracht werden.

Wenn sich der Vorwurf im Nachhinein als Wahr erweisen sollte, könnte man sagen, ok, drauf geschissen, er hats nicht besser verdient.

Aber so sollte Strafverfolgung in einem Rechtsstaat nunmal nicht funktionieren. Er könnte in der Sache völlig unschuldig sein und diese Möglichkeit sollte man solange als maßgeblich betrachten, solange die Zweifel nicht mit Fakten belegt sind.

Hubble

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07.09.2019 - 22:10 Uhr
@edegeiler
"Das ist nicht nur der BILD egal sondern auch dem Spiegel, dem Focus, der Welt und sogar der Tagesschau. Da die aber (berechtigterweise) trotz ähnlicher Berichterstattung nicht in der Kritik stehen, drängt sich mir auf, dass es gar nicht um die Sache an sich geht."

Auf diese Aussage habe ich mich bezogen. Der Bildzeitung muss ich nicht erst Boulevardjournalismus vorwerfen, es ging mir um den ziemlich hanebüchenen Vergleich.

edegeiler

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07.09.2019 - 22:14 Uhr
Ich habe in der Bild ehrlich gesagt wenig anderes gelesen als das was in den übrigen Medien zu lesen war. Die Überschriften waren zugegebenermaßen größer.

Maynard

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Registriert seit 30.08.2019

07.09.2019 - 22:42 Uhr
@hos: Also, Metzelder wird doch wohl selbst wissen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist oder nicht. Du stellst es so da, als ob er selbst erst noch erfahren würde, ob er die Bilder verschickt hat... Bei Jan Ulrich könnte ich mir derarige Blackouts ja noch vorstellen, aber doch nicht bei Metzelder.

hos

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Registriert seit 12.08.2018

07.09.2019 - 22:48 Uhr
man reiche mir einen Tisch zum reinbeissen

edegeiler

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Registriert seit 02.04.2014

07.09.2019 - 22:51 Uhr
Natürlich ist Metzelder nicht verpflichtet etwas zu sagen. Aber: er kennt das Geschäft und sollte sich eigentlich im Klaren darüber sein, dass ein öffentliches Schweigen nicht gut aufgenommen wird. Das Verfahren beeinflusst dies selbstverständlich nicht.

Pedobear

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08.09.2019 - 05:37 Uhr
Die einen sagen so und die anderen sagen so.

So, so.

Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

08.09.2019 - 10:25 Uhr
Mein Gott, wartet es doch mal was am Ende dabei rauskommt. Thread kann geschlossen werden.

nörtz

User und News-Scout

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08.09.2019 - 14:47 Uhr
Kann doch nicht sein, dass es ernsthaft Leute gibt, die die BILD verteidigen, edegeiler. Verstehe deine Agenda nicht. Das ist nun einmal ein populistisches Hetzblatt und das ist sogar ein Faktum.

hubschrauberpilot

Postings: 5328

Registriert seit 13.06.2013

08.09.2019 - 15:02 Uhr
Große Unterschiede zwischen dem Bild-Leser und dem von Magazinen wie Spiegel, stern und Focus gibt es hingegen bei der Bildung: Während 56% der Spiegel-Leser, 45% der Focus-Leser und 39% der stern-Leser Abitur haben, sind es bei der Bild nur 13%.

Quelle: https://meedia.de/2013/01/24/analyse-der-typische-bild-leser/

info nurzu

Postings: 77

Registriert seit 31.01.2019

08.09.2019 - 15:25 Uhr
Da Spiegel, Focus und Stern genau so über die Metzelder-Sache berichten, gibt es 2019 keine großen Unterschiede. Der Spiegel hat sogar aus dem eigenen Relotius-Skandal eine große Story gemacht. Die nehmen sich da nichts.

info nurzu

Postings: 77

Registriert seit 31.01.2019

08.09.2019 - 15:32 Uhr
Abgesehen davon, dass die Zahlen veraltet sind, sind die Daten der Medienanalyse eher fragwürdig:

https://www.deutschlandfunk.de/medienanalyse-wenn-sich-42-leser-eine-zeitschrift-teilen.2907.de.html?dram:article_id=392580

nörtz

User und News-Scout

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08.09.2019 - 15:35 Uhr
Und was sollen die Relativierungen, indem man auf die Anderen zeigt? Macht die BILD ja nicht besser. Sie ist und bleibt ein amoralisches Revolverblatt.

info nurzu

Postings: 77

Registriert seit 31.01.2019

08.09.2019 - 15:51 Uhr
Ich selber habe mich immer wieder so etwas von klar gegen die AfD positioniert. „Bild“ ist übrigens die einzige Marke, in der man kein AfD-Interview finden wird. Ich finde, die AfD bekommt absurd viel Airtime in deutschen Talkshows. Ich möchte diesen Leuten keine Plattform geben. Für mich war der Wendepunkt, als Alexander Gauland die Nazizeit als Vogelschiss der Geschichte bezeichnet hat. Es ist eine solch ekelhafte Relativierung des Holocausts, die so nah an Holocaust-Leugnung rangeht, wie es nur geht, ohne sich in unserem Land strafbar zu machen.

Für mich war die AfD auch vorher keine normale Partei. Aber von dem Moment an hat sie alles verlassen, was es in Deutschland an gesellschaftlichem Konsens gibt. Ich kann durchaus sagen, dass ich die politische Führung der AfD tatsächlich verachte. Wenn Björn Höcke auftritt, schafft er es, in Habitus und Mimik an das Dritte Reich zu erinnern. Das ist ein Spiel, das mich abstößt.“


https://www.abendblatt.de/podcast/entscheider-treffen-haider/article226979519/Bild-Chef-Reichelt-Ich-verachte-die-Fuehrung-der-AfD.html

hubschrauberpilot

Postings: 5328

Registriert seit 13.06.2013

08.09.2019 - 20:14 Uhr
Was hat die AfD mit Christoph Metzelder zu tun?

info nurzu

Postings: 77

Registriert seit 31.01.2019

08.09.2019 - 21:48 Uhr
Antwort an nörtz zur BILD-Nebendiskussion.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 3584

Registriert seit 26.02.2016

08.09.2019 - 23:12 Uhr
Falls die Ermittlungen ergebnislos bleiben, wird Metze auch nicht für immer verdammt werden. Kachelmann hat es auch überstanden

Das möchte ich stark bezweifeln. Gerade Kachelmann hat sich selbst dazu geäußert (war es in "Roche & Böhmermann" damals?), wie schwer es war, irgendwo Fuß zu fassen. Gleiche Chose Andreas Türck. Das Problem sehe ich darin, dass die Freisprechung nie so interessant ist wie jeglicher Verdacht.

Corristo

Postings: 94

Registriert seit 22.09.2016

09.09.2019 - 01:27 Uhr
Sobald der Vorwurf aufkommt, ist der Schaden bereits angerichtet. "Irgendwas bleibt immer hängen" ist da das Prinzip. Deshalb ist es auch ziemlich verwerflich, falsche Vorwürfe zu erheben. Außerdem werden Freisprechungen nicht so groß in den Medien lanciert wie die Vorwürfe.

hos

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Registriert seit 12.08.2018

12.09.2019 - 14:43 Uhr
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/vorwuerfe-gegen-christoph-metzelder-haltet-ein-kolumne-von-thomas-fischer-a-1286383.html

Aber die Unschuldsvermutung, die sich ausdrücklich in der Europäischen Menschenrechtskonvention findet, ist keine Anweisung für das Denken der Menschen oder für das Meinen von Journalisten. Deshalb ist umgekehrt ihre Verwendung als Beschwörungsformel, mit der man vorgeblich jede noch so wüste Vorverurteilung wieder ins Stadium objektiver Berichterstattung versetzen kann, überaus unehrlich. Es kommt, wie jeder weiß, nicht darauf an, ob ans Ende eines Medienberichts, der die soziale Vernichtung des Betroffenen bewirkt, ein Ablassbrief in Gestalt der Unschuldsfloskel angehängt wird. Es gibt besonders perfide Formen des Umgangs mit der Unschuldsvermutung. Eine besteht darin, Krokodilstränen über die soziale Ausgrenzung und Freigabe zur öffentlichen Vernichtung zu vergießen, die man selbst betreibt, und noch daraus wieder neues Geld zu ziehen. Das ist einfach: Parallel zu Nachrichten über Belanglosigkeiten des Verfahrens bringt man das Stück "So weint seine Mutter" oder "Was wird aus seinen Kindern?"

Hallo Bildzeitungsleserdeppen. Das ist euer Niveau.

edegeiler

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Registriert seit 02.04.2014

12.09.2019 - 15:49 Uhr
Eine besteht darin, Krokodilstränen über die soziale Ausgrenzung und Freigabe zur öffentlichen Vernichtung zu vergießen, die man selbst betreibt, und noch daraus wieder neues Geld zu ziehen. Das ist einfach: Parallel zu Nachrichten über Belanglosigkeiten des Verfahrens bringt man das Stück "So weint seine Mutter" oder "Was wird aus seinen Kindern?"

1. Wer weint denn hier die Krokodilstränen? Die Bild-Zeitung sicher nicht.

2. Ebenso gab es meines Wissens nach keine Berichterstattung ála "Was wird aus seinen Kindern?" bei der BILD.

3. Was ich anders sehe als Fischer: Der (öffentlich gewordene) Vorwurf an sich bewirkt bei manchen eine Vorverurteilung. An die Unschuldsvermutung muss dann auch nicht mehr erinnert werden, die kennen alle. Sie allein kann aber Gedanken in die Richtung "irgendwas wird schon dran sein" nicht verhindern und das soll sie - jedenfalls für die Öffentlichkeit - auch nicht. Um solche Vorverurteilungen abzuwenden, müsste man die Berichterstattung jedweder Art verbieten, nicht nur die boulervardeske. Da das aber niemand will, ist diese Diskussion mit all ihren Vergleichen zu Katharina Blum und Kachelmann und wen auch immer müßig. Aber um jedenfalls ersteren Vergleich kurz anzusprechen: Katharina Blum ist eine fiktive Figur und die tragische Geschichte nie geschehen. Scheinen einige auch zu vergessen.

Maynard

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Registriert seit 30.08.2019

12.09.2019 - 16:35 Uhr
Hallo? Ein Bundesrichter? Hat(te) eine „ZEIT“-Kolumne? Ja, wirklich. Fischer verfasst(e) für „ZEIT ONLINE“ und auch für das Mutterblatt regelmäßig voluminöse Aufsätze unter der programmatischen Rubrik „Fischer im Recht“. Oft handelt(e) es sich um mäandernde, nicht enden wollende Wortkaskaden, die selbst Fischer-Fans an Geduldsgrenzen bringen.

Nannte man den Hamburger Richter und kurzzeitigen Gaga-Politiker Ronald Schill einst „Richter Gnadenlos“, so gebührt dem auf vollkommen andere Art schillernden Fischer das Prädikat „Richter Endlos“. Er quatscht und tratscht und watscht in der Zeit so ungefähr alles ab, was ihm sauer aufstößt. [...]

Nur stellt sich da die Frage: Was, bitte, treiben die Leute vom Bundesgerichtshof (BGH) den lieben langen Tag? Wo finden BGH-Vorsitzende die Zeit, neben dem Beurteilen von strittigen Großsachverhalten auch noch Medien vollzutexten? Auf „ZEIT ONLINE“ erschienen nicht selten Fischer-Kolumnen, die sich über sieben Seiten erstrecken. Oft sehr hübsch ausformuliert, unankratzbar rechthaberisch grundiert, versetzt mit feinen Sottisen, grimmigen Seitenhieben und juristischen Sahnehäubchen. Man könnte neidisch werden. Wie, verdammt, schafft es der Legal Eagle bloß, das alles neben seinem Richterjob zu wuppen, und zwar fast jede Woche aufs Neue?

Ich bin Journalist, seit Jahrzehnten ans Schreiben gewöhnt. Für siebenseitige „ZEIT“-Ergüsse würde ich wenigstens zwei oder drei Tage benötigen. Ist Richter Endlos also ein Genius der Produktivität, der nach vollbrachter Aktenfresserei am BGH rastlos in einer Kemenate bis zum Morgengrauen an Zeit-Artikeln feilt? So schaut er eigentlich nicht aus. :D

Pivo

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Registriert seit 29.05.2017

12.09.2019 - 17:09 Uhr
Meiner Meinung nach kann man es bei einer Berichterstattung bei der es um derart krasse Themen geht wie "Kinderpornografie" niemals richtig machen. Das besonders die liebe Bild immer mit entsprechenden Lettern und Fotos die Meinung machen möchte ist nichts neues.
Die Frage ist nur ob die Auswirkung auf die angeklagte Person anders wäre, wenn es ein seriöserer Bericht Marke "Tagesschau" gewesen wäre.

Was die Bild einfach gut kann (bzw. der Boulevard) ist Emotionen auszulösen (wahrscheinlich wegen der großen Fotos... :-) und wenn einmal Emotionen im Spiel sind schaltet dass Hirn i.d.R. schnell ab (siehe Beispiel SUV-Verkaufszahlen in D).

Fakt ist: Wenn Metzelder wirklich schuldig sein SOLLTE, dann wird er die gerechte Strafe (sofern es im deutschen Strafrecht für derartigen Abarten überhaupt die gerechte Strafe gibt) bekommen. Das medienwirksame Auseinandernehmen seiner Person wäre dann hoffentlich nur das kleinste Übel.

hos

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Registriert seit 12.08.2018

12.09.2019 - 17:15 Uhr
@Maynard: Hintergrund des Artikels, den du da zitierst, war Fischers Angriff auf den Vollpfosten Rainer Wendt. Und der Autor dieses Artikels wollte dem Leser eintrichtern, daß Fischers Nebenverdienst als Kolumnist vergleichbar wäre mit Wendts "Nebenverdienst" als Polizeihauptkommissar. Der kleine Unterschied dabei: Fischer hat seine Tätigkeit für den Nebenverdienst auch tatsächlich ausgeübt.

Ich kann ja nachvollziehen, wenn man Fischers auftreten als überheblich, rechthaberisch und/oder moralapostelnd hält. Auf der anderen Seite gibt es argumentativ nur sehr wenig, was man Fischer tatsächlich zur Last legen könnte. Manche Rechthaber haben halt einfach recht.

@Edegeiler, Deine Randnotiz zu Katharina Blum beweist eigentlich nur, wie vorurteilsbeladen Du durch die Welt marschierst. Diese Romanfigur hast Du Dir für diese Diskussion aus dem Arsch gezogen. Klar ist sie fiktiv, aber unumstritten daran ist doch vielmehr, daß die Grundlage für diese fiktive Geschichte eben nicht bloss herbeierfunden ist. Den wahren Kern zu verleugnen bzw. zu verschweigen, ist schon ziemlich abenteuerlich.

hos

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Registriert seit 12.08.2018

12.09.2019 - 17:22 Uhr
Fakt ist: Wenn Metzelder wirklich schuldig sein SOLLTE, dann wird er die gerechte Strafe (sofern es im deutschen Strafrecht für derartigen Abarten überhaupt die gerechte Strafe gibt) bekommen. Das medienwirksame Auseinandernehmen seiner Person wäre dann hoffentlich nur das kleinste Übel.

Im Moment ist mal so gar nix "Fakt", was die Person Metzelder betrifft. Deine Variante kannste nämlich genausogut umdrehen, und feststellen, daß das medienwirksame Auseinandernehmen das grösste Übel sein wird, sollte er nicht schuldig sein.

Ich empfehle in der Sache, die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten und zu hoffen, daß nix dran ist, als zu hoffen, daß was dran ist.

edegeiler

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Registriert seit 02.04.2014

12.09.2019 - 17:40 Uhr
Wird dir deine BILD-Apologetik nicht langsam peinlich? Wie muss man moralisch gepeilt sein, um dieses Dreckblatt auch nur ansatzweise zu verteidigen?

Mir sind meine Meinungen nicht peinlich, nein. Und ich beurteile nicht wie jemand "moralisch gepeilt" ist. Das man jedem, der die BILD nicht als den zeitungsgewordenen Teufel höchstselbst ansieht (sie "ansatzweise verteidigt"), Amoralität vorwirft, zeigt eher wie es um die Bereitschaft andere Meinungen als die eigene zuzulassen bestellt ist. Im Übrigen geht's mir nicht um die Verteidigung der BILD: Ich will nur, dass die Verhältnisse mal ein wenig gerade gerückt werden: Die BILD ist im vorliegenden Fall nicht das Problem, sondern das Ermittlungsverfahren gegen Christoph Metzelder.

Ich argumentiere hier, dass sich die Berichterstattung nicht wesentlich von der der üblichen Presseorgane unterscheidet und dementsprechend eine (reine) BILD-Kritik fehl am Platz ist. Dagegen hat hier irgendwie noch keiner was stichhaltiges geschrieben. Dann lieber die großen Vorwürfe der generellen Schlechtigkeit.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 5504

Registriert seit 13.06.2013

12.09.2019 - 17:44 Uhr
Das man jedem, der die BILD nicht als den zeitungsgewordenen Teufel höchstselbst ansieht (sie "ansatzweise verteidigt"), Amoralität vorwirft, zeigt eher wie es um die Bereitschaft andere Meinungen als die eigene zuzulassen bestellt ist.

An der BILD ist alles große Scheiße, eben so wie bei der AfD. Da gibt es keine zwei Meinungen.

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