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100 Alben der 2010er für die Ewigkeit

User Beitrag

Randwer

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Registriert seit 14.05.2014

14.01.2020 - 22:57 Uhr
10. Lucrecia Dalt – Anticlines (2018)
Dass ich auf die Musik der Kolumbianerin gestoßen bin, habe ich dem Julia Holter Konzert zu verdanken, wo sie den Support gab. Irgendwie wusste ich zunächst nicht so recht etwas anzufangen mit der Musik, doch sie ging mir nicht aus dem Kopf. Noch Wochen oder Monate später erinnerte ich mich an die Performance. Es ließ mir einfach keine Ruhe, so dass ich im Web recherchierte und in ihre Werke rein hörte. Syzygy und Commotus besorgte ich mir und wurde damit glücklich.
Mit Anticlines hat sie ihr Niveau nochmals anheben können.
https://youtu.be/opR-ozxL0Oc

9. Agnes Obel – Philharmonics (2010)
Philharmonics ist das höchstplatzierte Werk in meiner Liste, welches es in die Gesamtliste geschafft hat. Und wahrschsinlich ist es auch das Album, mit dem ich in meinem Bekanntenkreis auf das größte Verständnis stoße. Wie dem auch sei – die schönen verspielten Pianoweisen und dazu der ohrenschmeichelnde Gesang, all das kombiniert sich zu einem perfekten Album, an dem einfach Nichts auszusetzen ist. Bisher habe ich leider immer verpasst, mir rechtzeitig ein Ticket für ihre Konzerte zu sichern. Beim nächsten Mal wird mir das nicht passieren.
https://youtu.be/vjncyiuwwXQ

8. Lau Nau – Poseidon (2017)
Etwas dünn mag Laura Naukarinens Stimme sein, doch gerade durch diese zarte Fragilität fügt sich der Gesang zu herrlich in die traumwandlerische Musik ein. Die anderen 2010er Alben Valohiukkanen und Hem. Någonstans sind ebenfalls bezaubernd. Naukarinen singt finnisch was ich zwar nicht verstehe, aber
https://youtu.be/z57lGmwS37E

7. Melt-Banana – Fetch (2013)
Das Melt-Banana-Konzert, was ich 2013 besucht habe, war wohl das lauteste Konzert das ich erlebt habe. Da ich die Band zuvor nicht kannte, war ich ohne Ohrstöpsel angereist. Das habe ich schon beim Vorprogramm der Band Nicoffeine bereut. Als die japanische Hardcore Noisepunk-Truppe zu zweit ihr Repertoire spielten, ding eine ihrer Roadies durch den Saal offenbar um den Schallpegel zu messen.
Meine Ohren haben es heil überstanden, vielleicht auch weil ich im Laufe des Konzerts immer weiter nach hinten im Saal zurück driftete. Der Genuss der Performance war etwas geschmälert, aber umso mehr freue ich mich die CD anzuhören, die ich anschließend bei Yako am Merchstand erworben habe. Und wenn die Künstler mir sympathisch sind, haben sie schon einmal einen Stein bei mir im Brett.
https://www.youtube.com/watch?v=BcqC8LSoBws

6. Auf – Getimed (2018)
Was waren das noch zeiten als Last.fm noch die Community Gruppen hatte und dort etliche verrückte Spiele mit Musik praktiziert wurden. In der Obscure Music Group musste man versuchen nur Musik von möglichst unbekannten Bnads und Künstlern zu hören, um nicht aus der Gruppe gekickt zu werden. Bei der Suche nach obskuren Bands war ich auf Allroh gestoßen, das Projekt unter dem Anne Rolfs das Album HAG DEC kreiert hat. Die Musik gefiel mir sehr. Leider war das Projekt aber schon Geschichte, wie auch Rolfs ehemalige Band Wuhling. Irgendwann war dann ein Eintrag in meiner Shotbox, der mich auf Anne Rolfs neue Band AUF hinwies. Die EP „CD“ war bei mir voll eingeschlagen. Aber wieder musste ich einige Jahre warten bis endlich das ersehnte Album zu haben war. Die Vorfreude wurde nicht enttäuscht: Getimed wurde 2018 mein Album des Jahres.
https://aufmusic.bandcamp.com/track/allein

Doktor Gruselglatz

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Registriert seit 21.04.2014

14.01.2020 - 23:42 Uhr
Ein abgerissenes Stück Taschentuch oder notfalls sogar Klopapier funktioniert faszinierend gut als Ohrstöpselersatz, falls man mal in die Situation kommt und sich nicht zu blöd ist.

Werd auf jeden Fall in deine Liste reinhören, Randwer. Die vereinzelten Alben die ich kenne mag ich eigentlich alle extrem gern.

Bin denke ich zu faul um für meine Alben noch was dazuzuschreiben. Werden die Listen eigentlich generell veröffentlicht oder muss man das selber machen?

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

14.01.2020 - 23:54 Uhr
Bzgl. Ohrstöpsel: Eine der geilsten, aber auch unvernünftigsten Konzerterfahrungen meines Lebens waren Motörhead 2006. "Overkill" ohne Schutz ist hochgradig dumm, aber eine Ganzkörpererfahrung, die ich nicht missen will. Zum Glück bin ich ohrentechnisch heil rausgekommen.

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

14.01.2020 - 23:58 Uhr
@Gruselglatz: Die Einzellisten sollten eigentlich noch nach und nach von den Organisatoren gepostet werden, gibt allerdings keine konkreten und aktuellen Infos.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.01.2020 - 00:01 Uhr
Und die Listen werden dann wohl im "Ergebnisse"-Thread kommen, während hier gern die kommentierten vom User sselbst reinkommen sollen.

myx

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Registriert seit 16.10.2016

15.01.2020 - 07:38 Uhr
@Randwer: Bin positiv überrascht, Agnes Obel auf deiner Liste anzutreffen. Sie hat es ja mit all ihren drei Alben unter die Top 400 geschafft, was sicher nicht gegen ihre Musik spricht.

Am 17. März habe ich das Glück, sie in der St. Matthäus Kirche München zu hören. Werde dann gerne kurz berichten.

Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

15.01.2020 - 17:57 Uhr
@ Ilu
Endlich mal jemand der Katatonia in seiner Liste erwähnt. Ich dachte schon ich wäre der einzige der Katatonia in der Liste hat, dafür aber gleich mit zwei Alben, Dead End Kings und Fall Of Hearts.

boneless

Postings: 3072

Registriert seit 13.05.2014

15.01.2020 - 18:22 Uhr
1. Ágaetis Byrjun
2. Valtari
3. Takk
4. ()
5. Með suð í eyrum við spilum endalaust.
6. Kveikur
7. Von


Meine Top 3 sind (), Kveikur und Ágaetis Byrjun. Den Rest hör ich mir selten bis nie an.

VelvetCell

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Registriert seit 14.06.2013

15.01.2020 - 19:05 Uhr
@ Given to the Rising

Meine Sigur Ros-Liste sähe deiner sehr ähnlich. Auch ich vetrete die vergleichsweise unpopuläre Meinung, dass Valtari ein großartiges Album ist und Kveikur eher nicht. Und Ágaetis Byrjun bleibt natürlich über jeden Zweifel erhaben.

Talibunny

Postings: 225

Registriert seit 14.01.2020

15.01.2020 - 19:36 Uhr
Mal davon abgesehen, dass einiges für mich relevante in dieser Liste fehlt, komme ich beim Draufblick nicht umhin festzustellen, dass das letzte Jahrzehnt musikalisch schwach war. Früher war tatsächlich mal was besser.

Deaf

Postings: 603

Registriert seit 14.06.2013

15.01.2020 - 20:59 Uhr
Finde ich nicht. Aber kann man wohl erst in 10 Jahren abschliessend sagen, denn wie schon geschrieben, finde ich vieles auf der 00er-Liste heute auch nicht mehr so relevant.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.01.2020 - 21:19 Uhr
Ich fand die 2010er auch deutlich schwächer als die 00er und 90er, aber ich schiebe das weniger auf die veröffentlichte Musik als eher auf meine eigenen Sozialisation und den dadurch entstandenen Musikgeschmack.

Die zweite Hälfte der 90er war meine Jugend, die 00er dann bildeten den Großteil meiner 20er... das sind einfach die prägensten Zeiten, was die Entdeckung und Erweiterung des eigenen Musikgeschmacks angeht. Durch Britpop, Alternative und die geilen Prog-Irgendwas-Dinger der 00er Jahre ist dieses Geschmack bei mir einfach sehr "guitar-driven". Und die 10er waren einfach kein Gitarren-Jahrzehnt. Natürlich gab es fantastische Veröffentlichungen in dieesem Gebiet, aber diese passierten oft in Nischen (grad im Metal). An großen Sachen waren in den 10ern einfach andere Genres wie HipHop und Pop (und das sag ICH!) spannender. Deshalb sind auch in meiner Liste kaum "alte Helden", entweder weil diese einfach nciht mehr aktiv sind oder leider doch deutlich schwächer sind als früher (Pumpkins, U2, Manics, Refused, und und und...)
Außerdem bin ich mit inzwischen 36 auch gesetzter und so überwältigen wie mit 24 kann mich einfach nichts mehr, weil man einfach schon alle Extreme ausgelotet hat.
Von daher seh ich das auch einfach als Generationswechsel an... ich denke so haben sich auch viele 36-Jährige wohl in den späten 60ern gefühlt. Die Musiklndschaft verändert sich. Ich schnapp mir das, was mir gefällt. :)

Peacetrail

Postings: 1224

Registriert seit 21.07.2019

15.01.2020 - 21:29 Uhr
Das hast Du gut auf den Punkt gebracht.

PS: vor gefühlt drei Jahren gab es mal einen RS-Artikel über schwindende Instrumentenhändler. Fazit: Früher war die E-Gitarre der Traum des Teenagers und der Lockruf zu den schönen Dingen des Lebens. Heute frickeln die Leute am Rechner Sounds zusammen. Und Tom Morello hat jüngst gesagt, man muss, um damit Geld zu verdienen, täglich acht Stunden üben, und den Ehrgeiz hat keiner mehr.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

15.01.2020 - 22:11 Uhr
Ja, ich kann auch nachvollziehen, dass die Nachkriegskinder voll zu Elvis oder den Stones abgegangen sind, aber für mich ist die Musik aus heutiger Sicht noch viel zu unausgereift. Davor gab es noch nicht mal E-Gitarren. Für mich unverständlich, warum die nicht Massenselbstmord begangen haben. :D
Die Musik der 10er hat so was Künstliches, zuviel Retro, Synth, Electro-Kitsch und zuwenig Ehrliches. Aber bestimmt sehen das nachfolgende Generationen anders.

SadboyNo1

Postings: 40

Registriert seit 07.05.2014

15.01.2020 - 22:15 Uhr
"Und Tom Morello hat jüngst gesagt, man muss, um damit Geld zu verdienen, täglich acht Stunden üben, und den Ehrgeiz hat keiner mehr."

E-Gitarre? Wenn man so gut spielen will, wie Tom Morello vielleicht, aber doch nicht, um mit ner Durchschnittsrockband ein paar Hits zu landen (also gut das wird heute aus anderen Gründen schwer, aber in den 00ern war das wohl noch so).
Die meisten Leute, die in Rockbands spielen, stinken an ihren Instrumenten doch komplett gegen Orchestermusiker ab und selbst die üben ab einem gewissen Alter keine acht Stunden am Tag mehr. -> während der Blick auf Musikhochschulen verrät, dass es durchaus noch genug junge Menschen gibt, die den Ehrgeiz haben acht Stunden oder mehr am Tag zu üben. Auch die notorisch ausgebuchten und heiß umworbenen Übungsräume in Großstädten lassen auf anderes schließen.
Den Misserfolg von Rockmusik im letzten Jahrzehnt muss man schon auf andere Gründe schieben.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.01.2020 - 22:27 Uhr
Plätze 30-26

30.) Vennart - To Cure a Blizzard Upon a Plastic Sea

In den 00ern waren Oceansize für mich eine der herausragensten Bands und „Effloresce“ ist bei mir in den Top 5 dieses Jahrzehnts. In den 2010ern hat Sänger (und mehr) Vennart zwei Alben veröffentlicht, von denen mir besonders der Zweitling hier gefällt. Epischer angelegt als sein Solo-Debut, ist „To Cure A Blizzard...“ ein wenig die glattere Version der ersten drei Oceansize-Epen. Da wünsch ich mir oft mal drei Gitarristen, bin aber gleichzeitig die ganze Spielzeit über angetan. Das Albu hat bei mir nicht direkt gezündet, sich aber langsam die Liste nach oben gespielt. Ein wunderbar durchdachtes und trotzdem nie kalkuliertes Album. Was mich immer wieder mtinimmt: Die Finale (was ist der Plural von Finale?) von Songs, besonders hier „Immortal Soldier“ und „Diamond Bullgag“.

29.) Titus Andronicus – The Monitor
Es gibt sehr selten Bands, bei denen ich ein Album total liebe mag und in den Rest irgendwie nicht reinkomme. Wintersleep ist so ne Band, Titus Andronicus auch. „The Monitor“ ist ein herrlich rotziger, versoffener Brocken von Konzeptalbum. Die eigene Misanthropie wird in die Zeit des amerikansichen Bürgerkriegs verfrachtet und dort episch ausgelebt. Das alles klingt wie Bright Eyes' „Lifted...“, aber in Hartalk-abhängig und ohne Autoagression. Hier wird der Schmerz noch den anderen vorgehalten. :D Höhepunkt ist für mich klar „A pot In Which To Piss In“, welches erstmal rumjammert, bevor Bar-Piano und der in der selben Bar befindliche Freundeschor dann doch noch versichern: "Take it easy, buddy, it's not the end of the world". Wenn schon Alkholismus, dann so!

28.) Heisskalt – Vom Stehen und Fallen
Es gibt zwei große Tendenzen und neue Mitstreiter in meiner 2010er-Liste: Weibliche Künstler sowie welche aus dem deutschsprachigen Raum. Heisskalt sind ein wunderbares Beispiel für letzteres. Dass Musik aus Deutschland mich nochmal so mitnehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Allein der Opener „Das Bleibt Hier“, der alle die Band beeinflussenden Acts in wunderschöner Weise zu einem deutschen Gedicht verpackt (siehe unten), ist einfach grandios. Generell sind es auch die emotionalen, aber immer trickreichen Texte, die diese Band zu etwas besonderem machen. Und dann diese wuchtigen Ausbrüche wie das gigantische Ende von „Gipfelkreuz“... und natürlich „So leicht“, der laut Last.Fm von mir drittmeistgehörte Song der Jahre 2010-19. Der war immer dabei und hat immer geholfen. Denn: „Und alles dreht sich doch von selbst... du musst nur fliegen, wenn du fällst“.

"Das ist der Fall Trojas
ein brennendes Rom
der vermisste nun auf Knien
zurückkehrende Sohn
Wir waren Lichtjungen Nachtmenschen
stahlen die Lichter der Stadt
eine frühe Kaskade
das Herz in der Hand
Unter Eid unter Tränen
versetzten wir Berge
haben alle Beben der Erde
zirka überlebt
In Freude geteilt
als Alexis noch brannte
die sieben Arten die ich kannte
deinen Namen zu schreien
Und jetzt nur noch ich ohne dich
und jedes Mal wenn ich sterbe
weitere Briefe an das Zuhause
weit weg von hier
Dort wo die Streitwägen fahren
bleiben von der Stadt und den Farben
nur Explosionen am Himmel
Zwischen Helligkeit und mir
wären wir leicht zu erkennen
an der Spur aus Tod die uns folgte
wären wir mehr als nur eine
monochrome Farbenrevolte
Vom höchsten Punkt der Lawine
sieht man die Statuen fallen
vom Monument zu den Massen
die Fäuste geballt
Das bleibt hier
in meiner
Brust"


(Na, wer erkennt alle Bands?)

27.) Millionaire – Sciencing
Die Belgier wieder. Das letzte Album „Paradisiac“ von 2005 war von Josh Homme produziert und toller, aber auch schnell anstrengender Metzger-Rock. Auf „Sciencing“ ist nun einmal auf alles extrem gechillt (vom geil groovenden Opener mal abgesehen) und psychedelisch verballert. Irgendwo zwischen Voodoo-Folk und wabernder Lynch-Psychedelica traumwandelt dieses Werk umher. Da hat auf jeden Fall jemand seinen Frieden mit sich geschlossen. Und so bleibt Belgien auch mit wenig Beteiligung der großartigen dEUS in den 2010ern ein wichtiger Punkt der europäischen Musiklandschaft. Und ein Album aus dem Land kommt sogar noch etwas weiter oben.

26.) Vince Staples – Summertime '06
Jaja, der HipHop. Wird nie mein Lieblings-Genre werden, aber gerade dieses Jahrzehnt war mit Kendrick und dem Kollegen hier echt einiges dabei, was mich extrem gut unterhalten kann. Vince Staples macht sicher nicht solch wegweisende Konzeptalben wie „To Pimp A Butterfly“, aber das muss ja auch nicht immer sein. Während „Big Fish Theory“ mehr Aufmerksamkeit abbekommen hat, finde ich aber den Vorgänger „Summertime '06“ deutlich besser. Ein Quasi-Doppelalbum, was ich mir gerade in der Summertime gern am Stück mit breitem Grinsen reinziehe. Und „Dopeman“ ist sogar mein Lieblingstrack des Genres in den 2010ern, sogar noch vor allen Kendrick-Srücken. Frei nach Wolfgang Amadeus Mozart: „Erst wenn der Subwoofer die Katze inhaliert, fickt der Bass richtig übel.“ :D

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

15.01.2020 - 22:50 Uhr
He, wir haben "The monitor" auf exakt demselben Platz (:

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

15.01.2020 - 23:17 Uhr
Plätze 25-21

25.) Between the Buried and Me - The Parallax II: Future Sequence

Stilistisch sehr nah an The Hirsch Effekt und so ist auch mein Konsum des Albums: Hör ich sicherlich nicht täglich, aber wenn dann am Stück und mit aufmerksamer Begeisterung. Während mir die Vorgänger-Alben etwas zu komplex und krawallig waren und die Nachfolger zu sehr dem klassischen 70er-Prog entsprachen, ist die „Parallax“-Reihe (nur echt mit der EP des ersten Teils) für mcih genau die richtige Mischung. 70 Minuten feinstes Gemeter und Getakte und Geschrei und Interludes und 15-Minüter und der ganze Scheiss halt. Eine Metal-Oper in Perfektion.

24.) Shame – Songs Of Praise
Alle feiern Idles, ich feier Shame! Diese Mischung aus Pub-Rotzigkeit, drückenden Gitarren und gern auch mal Oasis-Hymnenhaftigkeit ist einfach genau meins. Gab es leider zuletzt viel zu wenig aus dem großen Britannien. Zehn Songs auf den Punkt, von 20-jährigen, die in der Energie genau wie ihr Alter klingen, sonst aber auch gern mal wie von Bars gegerbte Mid-30er. :D Endlich mal wieder gute Saufmusik aus UK. „Something relatable, not debatable!“

23.) Kellermensch – Kellermensch
Dank des Re-Releases mit 4 neuen Songs nun doch in den 2010ern erschienen. Ich schrieb im Thread mal: „Arcade Fire, Kaizers Orchestra und Isis in einem Song. Wow! “. Kann man so stehenlassen. Ein wunderbarer Bastard mit allem: von Geigen über Melodramatik bis zum Niederbrüllen. Sollte jemand reinhören wollen, empfehle ich als Einstieg das Highlight „Black Dress“, auf welches sich auch mein Zitat bezog. Wer das schon mal mag, dem wird dieses Album extrem viel geben. Ein Fest für die Synapsen.

22.) Heisskalt – Vom Wissen und Wollen
Für mich war lange Zeit der Vorgänger „Vom Stehen Und Fallen“ etwas besser, da es mit „So Leicht“ und „Gipfelkreuz“ die noch größeren Highlights hat. Aber als Gesamtalbum gebe ich inzwischen diesem hier den Vortritt. Die leichten PopPunkRock-Einfüsse der Frühzeit sind inzwischen vollkommen weg, alles ist schwerer, groovender und (auf seine kompakte Weise) epischer. Die Texte sind hingegen ähnlich toll wie beim Vorgänger. Und auch hier gibt es zwei absolute Übersongs: das sich windende und zeternde „Doch“ sowie die erste „Single“, die ich hier mal verlinke (auch dank des tollen Videos):




21.) The Hirsch Effekt – Holon: Hiberno
Das größte Problem des Albums ist sicherlich die Produktion, die (für mich) nicht ansatzweise mit den Nachfolgern mithalten kann. Ansonsten ist das ein astreines Debutalbum, gerade angesichts der Tatsache, dass sich die Bandmitglieder erst kurz vorher zusammengefunden haben. Die Band bietet massiv viel Angrifffläche, aber wer sie mag, der liebt sie auch. Was hier alles zusammengeschmissen wird und trotzdem funktioniert... das hat einfach Respekt verdient. Die unzähligen Metzel-Passagen, das fast schon hymnische „Lentevelt“ oder auch die kühl-vertrackte Elektronik des Quasi-Titeltracks – alles klasse. Das erste Lebenszeichen einer Band, die seitdem für mcih die mit beste der Dekade geworden ist.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 22015

Registriert seit 07.06.2013

16.01.2020 - 17:18 Uhr
Ich wusste, ich bin zu spät und kein Schwein interessiert es mehr. :D

Egal, die 20 mach ich jetzt acuh noch.

Mayakhedive

Postings: 1945

Registriert seit 16.08.2017

16.01.2020 - 17:20 Uhr
Klar Mann, mach mal weiter. Ich geb den stillen Mitleser :P

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 864

Registriert seit 31.10.2013

16.01.2020 - 17:41 Uhr
Mich interessiert es auch. Shame, Heisskalt und Hirsch Effekt hätten auch gut und gerne in meiner Liste landen können, hätte ich nur daran gedacht. Kommt davon, wenn man sowas auf die Schnelle zusammenstopselt^^

boneless

Postings: 3072

Registriert seit 13.05.2014

16.01.2020 - 17:42 Uhr
Ich wusste, ich bin zu spät und kein Schwein interessiert es mehr. :D

Wenn dem so ist, brauch ich meine Liste dann (in 1-2 Wochen...oder später) gar nicht mehr zu posten.

Aber ich glaube, ich machs dennoch... so fürs eigene Ego. :D

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

16.01.2020 - 17:43 Uhr
Und für mich, boneless. :)

maxlivno

Postings: 2166

Registriert seit 25.05.2017

16.01.2020 - 17:45 Uhr
@Machina

Deine Liste interessiert mich auch sehr, nur hab ich bis auf Vince jetzt auf 26 noch kein Album entdeckt, zu dem ich wirklich etwas sagen könnte.

Findest du Summertime 06’ nicht etwas zu aufgeblasen? Wenn das Album auf so 10-12 Lieder gekürzt wäre, hätte es bei mir wohl für eine 9 und die Top 100 gereicht.

MopedTobias

Postings: 15301

Registriert seit 10.09.2013

16.01.2020 - 17:50 Uhr
Bei mir hat's für Summertime gereicht, wenn auch weiter hinten. Die zweite Hälfte hält das Niveau zwar nicht ganz, aber "aufgeblasen" find ich das Album nicht. Für mich locker ein Top-10-Rap-Album der Dekade. Diese schwitzig-düstere Atmosphäre in Kombination mit den trockenen Beats und seiner Stimme, herrlich.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 22015

Registriert seit 07.06.2013

16.01.2020 - 18:00 Uhr

Findest du Summertime 06’ nicht etwas zu aufgeblasen? Wenn das Album auf so 10-12 Lieder gekürzt wäre, hätte es bei mir wohl für eine 9 und die Top 100 gereicht.


Nö, eigentlich nicht. Das Ding geht ja trotzdem nur 60 Minuten. So lang ist das nun auch nicht. Und für mich ist da Hit an Hit.

Given To The Rising

Postings: 5316

Registriert seit 27.09.2019

16.01.2020 - 19:03 Uhr
So, hier auch mal meine Liste. Los geht's mit den Plätzen 10-6:

10. Ulver - The Assassination Of Julius Caesar
Mit ihrem Pop-Album setzen Ulver neue Maßstäbe. Trancige, elektronische Nummern (Rolling STone) gepaart mit poppigen Gesangspassagen (Transverberation) und klassischer norwegischer Melodik (Angels). Mit Coming Home haben sie einen würdigen Closer, der mit Spoken Words und Saxophon eine unheimliche Atmosphäre erzeugt. Ulver schaffen es einfach jedes Mal aufs Neue, ein vollkommen anderes Genre zu erschließen und dabei höchste Qualität abzuliefern.

9. Jakob - Sines
Lang ersehnt habe ich den Nachfolger zu Solace, einem der besten und emotionalsten Post-Rock-Alben aller Zeiten. Sines reicht zwar nicht an den Vorgänger heran, bietet aber immer noch extrem hohes Niveau. Der Opener Blind Them With Science schließt sich noch nahtlos an und erinnert vom Spannungsaufbau an Malachite. Im Ganzen ist das Album ruhiger, klassischer und melancholischer. Resolve als eines der Highlights liefert die klassische Jakob-Schule ab. Wie auch bei der Solace endet das Album mit zwei extrem sanften, gefühlvollen Songs. Ein Must-Have für alle Post-Rock-Fans,

8. Alcest - Écailles De Lune
Alcest dürfen in der Liste nicht fehlen. Die beiden Teile des Titeltracks sind in ihrer Komplexität und Emotionalität schwer zu fassen. Heftigste Black-Metal-Passagen mit Folk-Einsprengseln. Solar Song ist vielleicht der eingängigste Track, der durch eine extrem schöne Melodie gekennzeichnet ist. Einziger Haken ist der relativ eintönige Closer Sur L'Océan Couleur de Fer, der zwar ansprechend endet, aber zu lange für den Aufbau benötigt.

7. Boards Of Canada - Tomorrow's Harvest
Mit ihrem Comeback-Album haben BoC ihr Sahnestück abgeliefert. Extrem ausgeklügelter Ambient in einer postapokalyptischen Atmosphäre. Ab und zu durch ein paar groovige Nummern wie Come To Dust garniert. So einen Sound, wie ihn Reach For The Dead u.a. darlegt, habe ich zuvor auch noch nicht gehört. Vielleicht das beste Ambient-Album aller Zeiten.

6. Godspeed You! Black Emperor - 'Allelujah! Don't Bend! Ascend!
Ihr erstes Post-Hiatus-Album und was für eins. Mladic, das schon 10 Jahre zuvor live gespielt wurde, startet mit einem fulminanten Drone-Intro, Spoken Words und einem beeindruckenden Holzbläserspiel. Auch im weiteren Verlauf zeigt der Song seine Stärke. We Drift Like Worried Fire ist ebenfalls stark, aber für GY!BE-Verhältnisse eher durchschnittlich. Bleiben noch die beiden Drone Tracks, die zwar unspektakulär scheinen, aber sich stetig aufbauen und dadurch eine extrem psychedelische Wirkung entfalten. 'Allelujah! reicht zwar nicht an die Prä-Hiatus-Alben heran, ist aber dennoch eins der stärksten der 10er Jahre.

boneless

Postings: 3072

Registriert seit 13.05.2014

16.01.2020 - 19:07 Uhr
Argh, die Boards of Canada ist eigentlich ein Muss in jeder Liste, aber irgendwie fand ich die nicht so herausragend wie die Vorgänger, weshalb die wohl bei mir nicht auftauchen wird. Ärgert mich trotzdem, irgendwie.

Klaus

Postings: 1329

Registriert seit 22.08.2019

16.01.2020 - 19:23 Uhr
hihi, der ulver hab ich damals eine 9/10 gegeben....

und danach nie wieder gehört.

Given To The Rising

Postings: 5316

Registriert seit 27.09.2019

16.01.2020 - 19:29 Uhr
Korrektur: Der Ulver-Track, den ich meinte, heißt "Angelus Novus".

Randwer

Postings: 1387

Registriert seit 14.05.2014

16.01.2020 - 21:10 Uhr
5. Samaris – Silkidrangar (2014)
Die junge isländische Band Samaris trat erst 2013 mit einem selbstbetitelten Album auf den Plan. Meine ersten Berührungspunkte hatte ich allerdings erst mit dem 2014er Zweitwerk Silkidrangar. Und zwar im Wortsinn, denn die Musik des Trios hat mich im innersten angerührt. Der originelle Mix aus minimalistischer elektronischer Musik mit Klarinettenmelodien und magischem isländischen Gesang zeichnet das Album aus. Sängerin Jófríður sings auf dem Dritten Album „Black Lights“ zu meinem Leidwesen englisch. Inzwischen habe ich damit Frieden geschlossen, aber greife doch immer noch lieber zu Silkidrangar. Dass Jófriður inzwischen als JFDR ein Sollalbum „Brazil“ kreiert hat und das zweite „New Dreams“ in den Startlöchern für den Release im März hockt, habe ich gerade erst endeckt.
https://youtu.be/SczL7QG3Cwo

4. Big | Brave – Au De La (2015)
Ich durchstreife gerne das Web auf der Suche nach Neuigkeiten über meine Lieblingskünstler. Zuweilen stoße ich dabei auf interessante neue Künstler. So fand ich vor vier Jahren auf der Suche nach Scout Niblett ein Feature über Au De La der kanadischen Band Big|Brave. In der Tat erinnert deren Musik in ihrer rauhen Kargheit und dem existentiellen und unmittelbarem Gesang an das Werk der Britin.
Dass „Au De La“ im Gegensatz zu den Nachfolgern „Ardor“ (2017) und „A Gaze Among Them“ (2019) nicht mein Album des Jahres 2015 wurde lag nur daran, dass ich es erst zu spät entdeckt hatte. Die Werke liegen untereinander gleichauf in meiner Gunst. Den Ausschlag bei der Qual der Wahl gab der Bonus für die Erinnerung an die Freude bei der Entdeckung.
https://bigbrave.bandcamp.com/album/au-de-la

3. Exploded View – Exploded View (2016)
Dass Exploded Views selbstbetiteltes Album mein favorit aus dem Jahr 2016 werden konnte, ist dem Zufall zu verdanken, dass es zuvor in Mexico City zu einer künstlerischen Begegnung zwischen der Journalistin und Sängerin Annika Henderson (Anika) und dem mexikanischen Musikern Hugo Quezada, Martin Thulin und Amon Melgajero kam. Die elf Stücke auf dem Album haben sich mit dem speziellen, non-chalanten und unverwechselbaren Gesang Hendersons und dem originellen, zuweilen krautrockig klingenden Spiel der Band, tief in mein Herz eingegraben.
https://www.youtube.com/watch?v=4UQYoHK5TD4

2. Hildur Guðnadóttir – Leyfðu Ljósinu (2012)
Die Musik der in Berlin ansässigen Isländerin bewundere ich schon seit ein paar Jahren. Da freut es mich natürlich auch sehr, dass sie in letzter Zeit für ihre Filmmusiken zu Chernobyl und Joker zu breiterer Bekanntheit gelangt.
Dass das Cello zu den Instrumenten gehört, die ich besonders gerne höre, hatte ich bei Helen Money schon erwähnt. Hildur ist aber auch mit anderen akustischen Instrumenten und Elektronik versiert. Das live eingespielte und nicht nachträglich bearbeitete Album Leyfðu Ljósinu besteht aus dem fünfunddreißig-minütigem Titelstück dem ein Präludium auf dem Cello vorangeht.
Im Hauptstück legt die Künstlerin mit Hilfe des Looppedals Schicht für Schicht des Cellospiels und des zarten kaum vernehmbaren Gesamgs übereinander bis sich eine entfernt an Meeresbrandung erinnernde Klanglandschaft entwickelt. In den letzten zehn Minuten fügt Hildur Ebenen immer schneller und höher gespielter Arpeggios hinzu. Das sich langsam und stetig steigernde Stück nehme ich gerne im Walkman mit auf meine Spaziergangsrunde.
https://www.youtube.com/watch?v=fLPLbcJFZkQ

Das Album auf Platz 1, über welches ich mit dem Schreiben noch nicht fertig bin, feiert übrigens in sechs Tagen seinen zehnten Geburtstag.

Given To The Rising

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16.01.2020 - 21:15 Uhr
Ist mir schon klar welches:
https://www.youtube.com/watch?v=qvKRHSymQKs

Randwer

Postings: 1387

Registriert seit 14.05.2014

16.01.2020 - 21:27 Uhr
Haha, knapp daneben ;)

Ilu

Postings: 285

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16.01.2020 - 22:21 Uhr
Ich mach die Tage auch noch meine letzten 20 Plätze. :)

Eliminator Jr.

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Registriert seit 14.06.2013

17.01.2020 - 19:56 Uhr
@ Randwer

Ich habe mir deine Nr. 1 nach deiner Empfehlung in einem anderen Thread ein paar Mal angehört und kann dir nur meinen Dank für diese grandiose Empfehlung eines sträflich übersehenen Albums aussprechen.

Given To The Rising

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17.01.2020 - 20:01 Uhr
Merke gerade, dass ich in den falschen Thread gepostet habe.

Kommen wir zu den Top 5.

5. Omega Massif - Karpatia
Leider das letzte Album der phänomenalen instrumentalen Post-Metal-Band aus Deutschland. Epische Songstrukturen und gewaltige Riffs erstrecken sich über das gesamte Album. Höhepunkt ist "Steinernes Meer", das vertonte Drama. Der Sound wurde im Vergleich zu "Geisterstadt" nochmal perfektioniert und ist insgesamt homogener, auch wenn das Debüt wahrscheinlich die besseren Einzelsongs zu bieten hat. Ein würdevoller Abschluss.

Mann 50 Wampe

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17.01.2020 - 22:44 Uhr
@ Given To The Rising

Karpatia hatte ich auch in der Liste, ein brachiales Meisterwerk, tonnenschwer. Die Nachfolgeband Phantom Winter ist auch sehr gut, noch düsterer, unzugänglicher, es fehlt etwas die Schwere von Omega Massif stattdessen mehr Black Metal Einflüsse.

Given To The Rising

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17.01.2020 - 22:45 Uhr
Ja. Aber die Melodik fehlt mir bei Phantom WInter, gerade bei den letzten beiden Alben. Und die Screams sind auch gewöhnungsbedürftig. Kennst du schon die letzte Cranial-Scheibe? Da spielt auch ein Omega-Massif-Gitarrist mit.
https://www.youtube.com/watch?v=BJIpg1VlwOg

VelvetCell

Postings: 2359

Registriert seit 14.06.2013

17.01.2020 - 22:52 Uhr
Omega Massif klingen fabelhaft. Da höre ich mal genauer rein!

Mann 50 Wampe

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17.01.2020 - 23:02 Uhr
Cranial kenn ich nicht. Werde ich mir auch mal anhören.

The MACHINA of God

User und Moderator

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17.01.2020 - 23:31 Uhr
Wie schon im anderen Thrad gesagt: "Karpatia" ist bei mir extrem knapp an den Top 100 vorbeigeschrammt. Ein tolles Album.

Klaus

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18.01.2020 - 10:27 Uhr
Omega Massif sind super, Phantom Winter kann man ja leider knicken. Schade.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

18.01.2020 - 11:27 Uhr
4. Alcest - Les Voyages De L'Âme
Sensationell atmosphärisches Album. Von dem melancholischen "Autre Temps" bis hin zum epischen "Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles". Höhepunkt sind die beiden Schlusstracks "Faiseurs De Mondes" und "Summer's Glory", wobei ersterer durch brachialen Black Metal und zweiterer durch eine schöne Melodieentwicklung gekennzeichnet ist. Einzig "Beings Of Light" fällt da ab. Ein weiteres hochklassiges Werk der Band. Keine Angst, hier kommen noch mehr Alben von Alcest.

Watchful_Eye

User

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18.01.2020 - 11:46 Uhr
Ich finde die auch super, im Zweifelsfall meine Lieblings-Alcest. Und es ist die erste Alcest, wo die Drums ein bisschen definierter wurden, finde ich. Vor allem in "Couleurs" und in "Faiseurs".

Klaus

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18.01.2020 - 12:19 Uhr
Mit Alcest werd ich allgemein nicht warm. Kann diesem verträumten Hippie-Blackgaze nichts abgewinnen (und manga-angelehntem artwork schon gar nicht). Live am Strand beim Full Force war das schon ganz nett, aber irgendwie auch nur Untermalung.

Given To The Rising

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Registriert seit 27.09.2019

18.01.2020 - 12:24 Uhr
Ich hab sie auch erst 2015 entdeckt. Vorher war der Funke nicht übergesprungen, auch weil mir Französisch als Gesangssprache fremd war. Aber in diesem Jahrzehnt war für mich keine Band besser, zumal die Standard-Post-Metaller alle ihre Referenzwerke in den 00er Jahren herausgebracht haben und Neurosis immer mehr schwächeln.

Klaus

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18.01.2020 - 12:31 Uhr
Wenn Franzosen und Geschrei, dann Celeste. :)

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 1737

Registriert seit 15.06.2013

18.01.2020 - 12:43 Uhr
Alcest, Omega Massif... alles Bands, die vor ca. 10 Jahren eine Rolle bei mir spielten, mittlerweile aber ihren Reiz verloren haben. Insbesondere die Kritik an Alcest kann ich durchaus nachvollziehen. Da schwingt inzwischen schon so ein "kleines-Gothicmädchen-hört-ein-bisschen-bösen-Metal"-Unterton mit. Sorry, ist nicht böse gemeint, aber herausfordernd ist das schon lange nicht mehr und auch das neue Album konnte nur kurz, unmittelbar nach Veröffentlichung, ein paar Plays einheimsen, die mir zunächst gar nicht mal sooo schlecht gefielen, dann aber doch recht langweilig wurden. Aber wem es gefällt.

Celeste sind aber auch nur noch minimal spannender.

Given To The Rising

Postings: 5316

Registriert seit 27.09.2019

18.01.2020 - 12:54 Uhr
Na ja, wer lieber Trve Black Metal hören will, bitte sehr. Für mich gehören aber Emotionen dazu. Man kann Neiges Stimme für zu hoch halten oder mit der Melodik Probleme haben, aber dieses "Wir sind die Ultraharten" und ihr seid der "verweichlichte Hipster-Abklatsch"-Gehabe nervt mich extrem. Von "Böse sein wollen" merke ich gar nichts. Darkthrone und Mayhem haben für mich null Reiz und sind auch wegen ihrer Nähe zur NSBM-Szene sehr fragwürdig. Wie gesagt, ich habe vorher viel Post-Rock und Post-Metal gehört und da geht es eher um Kunst und Schönheit und nicht um Demonstration von Hass. Dass das jetzt auch für einige Bands aus der BM-Szene gilt, ist gut und eine Bereicherung. Von daher ist für mich die Debatte irrelevant.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 1737

Registriert seit 15.06.2013

18.01.2020 - 12:57 Uhr
Lol. Wer hat denn davon gesprochen? Ich höre im Moment insgesamt kaum Metal und wenn, dann nur in Einzelfällen trven BM. Mach mal halblang. Dir wollte niemand auf die Füße treten.

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