Seite: « 1 ... 29 30 31 ... 34 »

Direkt zum neuesten Beitrag

100 Alben der 2010er für die Ewigkeit

User Beitrag

Randwer

Postings: 1249

Registriert seit 14.05.2014

12.01.2020 - 14:52 Uhr
@peppermint patty
von Jenny Hval kam noch kein Album. Viscera gebe ich allenfalls eine Außenseiterchance.
Bei mir kommt es auf #13

manfredson

Postings: 289

Registriert seit 14.06.2013

12.01.2020 - 14:53 Uhr
Ich schieße jetzt einfach mal ins Blaue und nenne ein paar Sachen, die dich eventuell ansprechen könnten:

- Vom Post Rock aus ist der Post Metal natürlich nicht weit, da erstmal so "Klassiker" wie Isis, Cult Of Luna, The Ocean.

- Was viel Ambient-Einfluss hat, sind die Alben der französischen Band Hypno5e, die gerne mal längere ruhige, sphärisch-postrockige Passagen in ihren ansonsten ziemlich heftigen und chaotischen Post-Prog-Metal einbaut. Ist eigentlich nichts für Einsteiger, aber manchmal ist es auch gar nicht schlecht, ins kalte Wasser geworfen zu werden.

- Wenn du mit dem Gesang klar kommst, könnte auch einiges aus der atmosphärischen Black-Metal-Richtung und deren Umfeld was für dich sein, das hat auch oft viel von Post Rock und Ambient. Als Einstieg vielleicht Alcest, dann so Sachen wie Deafheaven, Woods Of Desolation, Les Discrets (deren aktuelles Album hat allerdings nicht mehr viel mit Metal zu tun, empfehle da eher "Septembre Et Ses Derniers Pensées"), Wolves In The Throne Room, Heretoir, Agalloch.

Given To The Rising

Postings: 1774

Registriert seit 27.09.2019

12.01.2020 - 14:55 Uhr
"Cult of Luna
Agalloch
Moonsorrow
Woods of Desolation"
finde ich auch gut,

"In Richtung Post-Rock würde ich "Panopticon" vom Isis nennen."
Ganz viel Liebe. Bestes Post-Metal-Album. Mit "In Fiction" reingestartet und sofort überwältigt.

Neurosis kannst du auch mal ausprobieren. V.a. A Sun That Never Sets und Given To The Rising (wer hätt's ahnen können).

manfredson

Postings: 289

Registriert seit 14.06.2013

12.01.2020 - 15:03 Uhr
Oh, und eine Art Geheimtipp noch: A Swarm Of The Sun! Wie konnte ich die vergessen? Das Album "The Rifts" ist im Grunde das perfekte Bindeglied zwischen Post Rock, Ambient und Metal. Klares Highlight hier "These Depths Were Always Meant for Both of Us":

https://www.youtube.com/watch?v=sm2thFje_Ns

Du wirst es lieben.

Given To The Rising

Postings: 1774

Registriert seit 27.09.2019

12.01.2020 - 15:09 Uhr
@manfredson: "The Woods" schon gehört? Tolles Album und ausgereifter als "The Rifts" imo.

Der Untergeher

User und News-Scout

Postings: 1332

Registriert seit 04.12.2015

12.01.2020 - 15:10 Uhr
@Autotomate: Altar of Plagues habe ich auch drin. Du hast aber recht, Konsens ist bei den vielen Subgenre unwahrscheinlich. Könnte mir Behemoth oder DSO noch vorstellen.
Ich habe halt Bands wie Ulcerate, Bell Witch, Gorguts, Nails, Plebeian Grandstand, Zhrine, Thantifxath, etc. drin. Da sind die Chancen, dass die jemand auch in seiner Liste hat relativ gering.

@dieDorit: Alcest könnte dir auch zu sagen. Eine Mischung aus Post Rock, Shoegaze, Dream Pop und Black Metal. Oder auch Lantlos.

Ansonsten sind Isis in der Tat ein guter Startpunkt.

Klaus

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 889

Registriert seit 22.08.2019

12.01.2020 - 15:20 Uhr
Der Vollständigkeit halber sei Through Silver In Blood von Neurosis genannt.

Von Cult Of Luna die Salvation. Ansonsten Khoma - ein Nebenprojekt, deren Debüt wirklich groß ist.

Ufomammut nicht vergessen.

Postrock-Geheimtip bei mir übrigens immer The Pax Cecilia

Red Sparowes als Bindeglied zwischen allen.

manfredson

Postings: 289

Registriert seit 14.06.2013

12.01.2020 - 15:20 Uhr
@Given To The Rising: Ja, mag ich auch sehr gern. The Rifts hat bei mir aber durch den o.g. Song einen kleinen persönlichen Vorsprung.

Randwer

Postings: 1249

Registriert seit 14.05.2014

12.01.2020 - 15:21 Uhr
20. Zola Jesus – Conatus (2011)
Ob Darkwave noch zeitgemäß ist, mag man gewiss in Frage stellen. Conatus verdankt seine fortwährende Akzeptanz dem ikonischen Sound mit Danilovas kehligem Gesang.
Wenn mir danach ist, ihre Stimme zu fören greife ich in der Regel zu diesem Album oder zu Stridulum II.
https://www.youtube.com/watch?v=1cwr8RnExXA
19. Klaus Schulze – Silhouettes (2018)
Der Meister hat im zarten Alter von 71 Jahren nochmal ein Meisterwerk nachgelegt. Auch wenn es nicht ganz den universellen Status seiner 70er-Jahre-Alben, von denen einige zu meinen Allzeitfavoriten zählen, erreichen mag, ist es doch ein unverzichtbarer Bestandteil des Werksschatzes.
https://klausschulze.bandcamp.com
18. Julia Holter – Loud City Song (2013)
Dass das Album es in die Top 300 Gesamtliste geschafft hat, freut mich sehr. Holter hat viele schöne Alben geschaffen, wie zuletzt Aviary. Loud City Song ist mir besonders ans Herz gewachsen. Julias Gesang ist hier von so wohlklingender Erhabenheit und doch so authentisch als stünde sie direkt drei Meter vor mir im gleichen Zimmer.
https://juliaholter.bandcamp.com/album/loud-city-song
17. Ufomammut – Eve (2010)
Ich bin zwar kein Metalhead, aber kann mich durchaus auch für die Musik aus den härteren Genres begeistern. Das gilt ganz besonders für das Trio aus Italien, das nun leider Auflösungserscheinungen zeigt und eine längere Ruhepause angekündigt hat. Mit Eve haben sie aber ein unumstößiches Denkmal gesetzt, das psychedelischen Doom und Metal synergetisch zusammenführt. Für mich immer wieder ein kollossales Hörerlebnis.
https://ufomammut.bandcamp.com/album/eve
16. Om – Advaitic Songs (2012)
Die US-Amerikaner Cisneros, Amos und Lowe haben mit diesem Album auch das abgelaufene Jahrzehnt verschönert. Leider kam danach noch kein neues Album von Om. Also noch eine Band mehr auf meiner Lechzliste. Wie das Titelbild so strahlt auch die Musik in einem heilig transzendentalen Gepräge, dem ich mich nur schwer zu entziehen vermag.
https://www.youtube.com/watch?v=kKqoNrZ00Bg

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 15:24 Uhr
Au ja, Ufomammut! Auch gespeichert.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 1122

Registriert seit 15.06.2013

12.01.2020 - 15:52 Uhr
"Aber sonst?"

Disillusion ;) Die wären bei mir defintiv gut im Rennen gewesen.

Nein, hast schon recht. Später äußere ich mich gerne nochmal etwas ausführlicher dazu.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:02 Uhr
Platz 70-61

70.) Lana Del Ray – Ultraviolence

Wie das Debut gibt es auch für mich hier zwei Übersongs, nämlich „Cruel World“ und „Brooklyn Baby“. Da der Rest aber besser ist als Teile des Debuts und mir der Sound auch mehr zusagt, hat es dieses Album in die Liste geschafft. Und das schöne ist: Wie wir inzwischen wissen, hat Frau Del Ray danach nicht nachgelassen, sondern noch ihr (für mich und einige andere) beste Album ihrer Karriere gemacht.

69.) Noel Gallagher's High Flying Birds - Noel Gallagher's High Flying Birds
Noel zum zweiten. Zuerst zu den Kritikpunkten: In Sachen Sound das schwächste der drei, außerdem so 3 Songs, die nur okay sind. Auf der anderen Seite aber mit dem Opener, „Record Machine“ und dem Closer drei absolute Hymnen, die zwar noch sehr im Oasis-Erbe stehen, aber was juckt das bei solchen Songs. Mit „Broken Arrow“ ist das vierte Highlight eher in Richtung der luftigeren Nchfolger ausgerichtet. Mir fehlen Oasis auch nicht unbedingt, da sie sich gut verabschiedet haben und Noel für mich drei sehr gute Alben rausgebracht hat.

68.) St. Vincent – St. Vincent
Wenn ich das richtig gesehen habe, kommmt „Strange Mercy“ im Poll deutlich besser weg, aber ich mochte immer schon die selbstbetitelte am meisten. Kann auch daran liegen, dass es mein Erstkontakt war und ich sie zu dem Album live auf dem Primavera sah. Ich mag diese Mischung aus zerrigen Gitarren und kruder Poppigkeit. Highlight für mich das wunderschöne „Prince Johnny“. Der ganz Große Durchbruch ist ihr ja noch nicht geglückt, aber vielleicht ist das auch okay so. Der Nachfolger war mir trotz manch toller Stücke leider irgendwie zu glatt.

67.) Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly
Sicherlich eines der (besonders inhaltlich) wichtigsten Alben des Jahrzehnts, was auch im Poll weit oben landen wird (derzeitiger Stand: Top 50 fehlen noch). Höre ich dank des tollen Flusses sehr gern am Stück, wobei der Mittelteil (so Songs 6-12) nicht ganz mit dem grandiosen Anfang und Ende mithalten kann. Toll find ich ja sowas wie „For free?“, welches genau meine Art von Jazz mit ins Spiel bringt. Die Lyrics sind auch einfach klasse und ich mag Kendricks Stimme, was in dem genre nicht oft der Fall ist. Und dass bei MACHINA überhaupt HipHop mit oben mitspielt, ist ja schon mal was. :)

66.) Coldplay – Everyday Life
Dass Coldplay in diesem Jahrzehnt vertreten sind, ist allerdings die noch größere Überraschung. Nach „Viva La Vida“ konnte ich mit der Band (wie viele) absolut nichts mehr anfangen. Und dann kommen sie mit diesem Ding um die Ecke und können mich fast durchweg überzeugen. Aber ja, cih stehe auf Pathos und Gospel und Kirschensongs und Interludes und alles, was noch auf diesem Album so zusammengeleimt wurde. Und inzwischen hat mich sogar „Orphans“, der für mich mit Abstand beste Pop-Song der Band. Und „Arabesque“ wurde 2019 für mcih nur noch von Lana Del Ray als Song des Jahres geschlagen. Chapeau, Coldplay!

65.) Harmful – Cause
Nach Young Legionnaite die zweite unfassbar unterbewertetste Band meiner Liste. Hab sie auf der Abschiedstour vor circa 40 Leuten gesehen. Eine Schande! Auf dem vorletzten Album „Cause“ sind die drei Frankfurter dann nochmal auf dem Höhepunkt ihres knochigen Noise-Rocks. Für mich sogar das zweitbeste Album der Band nach dem Debut. Wer gern trocken auf die Fresse bekommt: Bitte hören!

64.) Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra - Fuck Off Get Free We Pour Light on Everything
Silver Mt. Zion vor Godspeed? Ja, dieses Jahrzehnt schon. Neben dem zweitbesten Albumtitel des Jahrzehnts besticht „Fuck off...“ besonder durch die unheimliche Energie. Gerade die zwei „Blues“-Stücke (2 und 3) mäandern so herrlich durch all ihre Phasen, dass es eine Freude ist. Wie auch Godspeed deutlich härter als vor den 2010ern. Aber das steht auch diesem Projekt wunderbar.

63.) Sigur Rós – Valtari
Ja, die letzten 20 Minuten sind eigentlich Ambient und passen fast eher auf ihren zahlreichen Nebenalben als auf einen „richtigen“ Output. Trotzdem oder gerade deshalb ist „Valtari“ aber ein wunderschönes, tröstendes Stück Musik. Die ersten 5 Stücke sind allesamt klasse, besonders das ätherische „Dauðalogn“. Auch „Varúð“ - sicherlich das klassischste Stück – ist gewohnt hochklassig, auch wenn beim Ausbruch leider der Sound vermatscht ist. Aber egal. Sigur Rós machen auch in den 2010ern für mich fast alles richtig.

62.) Soap&Skin – From Gas To Solid / You Are My Friend
Hat bei mir komischerweise recht lang gebraucht, vielleicht da ich den Rest des Albums nochmal deutlich besser finde als die ersten zwei Stücke. Aber gerade der Lauf von „Italy“ bis inklusive „Heal“ ist grandios. Bin ja eh großer Fan seit dem Debut, ich liebe diese Theatralik, die doch nie ins Theater kippt. Das hat sie für mich auch mit Chelsea Wolfe gemeinsam. Mit ihrem Drittling hier hat Frau Plaschg dann ihr geschlossenstes und konstantestes Album rausgebracht. Diese Frau wird noch lange gute Musik prouzieren, versprochen!

61.) R.E.M. - Collapse Into Now
Ich gebe zu, ohne den R.E.M.-Bonus wäre das Album sicherlich weiter unten. Aber es sind nun mal R.E.M., die sich mit diesem Album auch noch aufgelöst haben. Für mich eine der wichtigsten Bands meines Lebens, die nie eine schwache Platte rausgebracht haben (auch wenn ich vielleicht der einzige Mensch der Welt bin, der „Around the sun“ mag). „Collapse Into Now“ ist stilistisch schon sehr BestOf, weshalb kein richtiges Albumgefühl entsteht. Trotzdem ist das ein mehr als ordentlicher Abschied, bei dem mir besonders „Oh my heart“ ans Herz geht. Und besser als mit dem entrückten „Blue“ inklusive der tollen Patti Smith kann man eine Karriere auch kaum beenden. Mit der Auflösung der Band ist eben ein weiteres Stück des 20. Jahrhundert ins Jetzt kollabiert...

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 1122

Registriert seit 15.06.2013

12.01.2020 - 16:06 Uhr
Als Einstieg in den harschen Gesang des Black Metals könnten vielleicht tatsächlich Agalloch mit "The Mantle" dienen, oder eben Alcest. I second that.

Edrol

Postings: 117

Registriert seit 19.10.2018

12.01.2020 - 16:09 Uhr
"Wenn ich das richtig gesehen habe, kommmt „Strange Mercy“ im Poll deutlich besser weg, aber ich mochte immer schon die selbstbetitelte am meisten."

+1. Bis jetzt kam das Album ja noch nicht vor (außer ich hab's übersehen), aber große Hoffnungen auf einen Top-50-Platz mache ich mir auch nicht. "Prince Johnny" ist wirklich fein.

MopedTobias

Postings: 13773

Registriert seit 10.09.2013

12.01.2020 - 16:20 Uhr
Ich bevorzuge schon klar "Strange mercy" (mein Platz 11 und viiiiiel zu weit hinten im Poll). Die von MACHINA erwähnte Mischung aus "zerrigen Gitarren und krudem Pop" ist ihr hier und auf "Actor" m.E. am besten gelungen.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 16:26 Uhr
Die Nennung von Harmful freut mich sehr, auch wenn ich selbst nach dem vierten Album ausgestiegen bin weil es mir irgendwie zu “nett“ wurde.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:28 Uhr
Die Nennung von Harmful freut mich sehr, auch wenn ich selbst nach dem vierten Album ausgestiegen bin weil es mir irgendwie zu “nett“ wurde.

"Cause" war eben genau das nicht mehr. Macht jetzt ncoht ganz so Ballett wie das Debut, aber ist sonst wohl mit ihre heftigste.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 16:29 Uhr
Echt?! Okay, dann geb ich dem wohl doch mal die Chance, mich zu überzeugen.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:32 Uhr
Auch die letzte ("Sick of tired of being tired") ist ähnlich rüpelig. Geb dir da mal "Ambition".

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:33 Uhr
"Sick and tired of being sick and tired", sorry.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 16:34 Uhr
Das "At Night we live" hab ich gerade gehört.
Ich merke, dass das super ist, aber passt gerade nicht wirklich zu meiner Stimmung. Nun mal Harmful antesten.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:36 Uhr
Das "At Night we live" hab ich gerade gehör

Album oder Song? Der Song ist schon die "Ballade" des Albums.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 16:37 Uhr
Song. Jetzt gerade "Decay" von Harmful. Das Riff find ich schonmal direkt saugeil :D

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 16:37 Uhr
"Decay" ist auch eher geschmeidig, aber tolle Melodie. Gebt dir lieber den Titeltrack. Der watzt! :D

Mr. Fritte

Postings: 443

Registriert seit 14.06.2013

12.01.2020 - 16:40 Uhr
" (auch wenn ich vielleicht der einzige Mensch der Welt bin, der „Around the sun“ mag)" -> Bist du nicht, ich find das auch super! :)

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 16:42 Uhr
Das ist schon alles ganz geil. Vielleicht bin ich mittlerweile so im Reinen mit meiner softeren Seite, dass ich auch die Harmful-Alben nach "Apoplexy.136" gut finden kann :D

Randwer

Postings: 1249

Registriert seit 14.05.2014

12.01.2020 - 17:25 Uhr
"Sick and tired of being sick and tired" kenne ich als Textzeile aus Dinosaur Egg.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 17:32 Uhr
Ich glaub, das ist im englischen ein recht geläufiges Sprichwort.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 17:33 Uhr
Plätze 60-51

60.) Car Seat Headrest – Teens Of Style

Diese Art des Indies war in den letzten Jahren gar nicht mehr so meine Baustelle (Pavement fehlen einfach zu sehr), aber Car Seat Headrest haben es geschafft, mich wieder in schrulligen, aber todes-smarten MidFi-Indie zu verlieben. Sommer, Landstraße, Fenster runter und laut „Times to die“. Klasse. Ist für mich ähnlich wie Courtney Barnett (besonders textlich) einfach das cleverste, was Indie derzeit zu bieten hat.

59.) Lana Del Ray – Norman Fucking Rockwell
„Mariners Appartement Complex“ war mein Song 2019. Generell waren alle Vorabsongs schon fantastisch. Getoppt wurden die zwar nicht mehr, trotzdem ist das Album durchweg sehr gut – und das bei der Länge. Mein derzeitges Highlight ist wohl das unfassbar gechillte „Doin' Time“. Ich mochte Lana Del Ray ja von Anfang an, aber für mich findet sie immer mehr ihren Weg und während beim Debut noch ein paar Aussetzer dabei waren und alles etwas zusammengeschustert wirkte, ist sie hiermit bei einem runden Ganzen angekommen. Und da wird sicher noch einiges folgen.

58.) Miley Cyrus - Miley Cyrus & Her Dead Petz
Ok, ich bin grad doch überrascht, dass ich das so weit oben habe. Aber es war ja Zeitdruck. :D Also das kann ruhig 20-30 Plätze niedriger, was aber besonders an der Länge liegt, bei der sich doch der eine oder andere Quatsch verfängt. Runtergedampft auf die besten 2/3 des Albums wäre das aber ein abslolutes top. Am besten gelingt natürlich alles mit den Flaming Lips, sag ich als Fan. Wie nah hier geniales und eher trashiges beieinander liegt, zeigt am besten der Song „BB Talk“: totaler Müll-Text in den Strophen, aber ein unfassbar geiler Refrain. Diese Melodie! Naja. Ich weiss immer noch nicht genau, was ich von Frau Cyrus halten soll, aber ihre Stimme mochte ich eigentlich immer. Und das Album (zu weiten Teilen) auch sehr.

57.) Black Rebel Motorcycle Club - Beat the Devil's Tattoo
Irgendwie anfangs von mir eher als schwach eingestuft, hat sich das Album bei mir im letzten Jahr nochmal gemausert. Es ist halt extrem knochig, aber genau das macht auch seinen Reiz aus. Wenn das Geknarze dann wie im tollen „Aya“ noch mit großen Melodien zusammenfindet, kommt da auch ein Karrierehighlight raus. Kann für mich nicht mit „Baby 81“ mithalten (noch vor dem Debut mein Liebling von ihnen), aber das macht Spaß und funktioniert auch über die lange Spielzeit gut.

56.) Interpol – El Pintor
Seit „Antics“ ist es bei Interpol-Alben eigentlich immer gleich bei mir: 2/3 richtig toll bis gigantisch, 1/3 nur gut. Bei „El Pintor“ sieht das nicht anders auch. Die Produktion ist vielen zu glatt, ich finde sie aber vor allem druckvoll, was besonders in Songs wie dem herrlichen Opener oder meinem Geheimfavorit „My Blue Supreme“ spürbar wird. „Breaker 1“ ist wunderbar dramatisch, „Ancient Ways“ geht super nach vorn und „Tidal Wave“ macht seinem Namen gegen Ende alle Ehre. Leider kam danach mit „Marauder“ das erste Interpol-Album, dass ich auf fast gesamter Länge nur gut finde

55.) Everything Everything – Arc
Hui, so weit oben? Aber geht schon klar. Denn eigentlich ist Hipster-RockPop mit Kopfstimme so gar nicht meins. Everything Everything machen das aber so umwerfend, dass mich „Arc“ und auch sein Nachfolger wirklich begeistern konnten. Einfach smarte, auf ihre Art leidenschaftliche Pop-Musik (und bitte keine Genre-Diskussion wieder). :D

54.) Massive Attack – Heligoland
„100th Window“ war ein sehr homogenes, geradezu gleichförmiges Album. „Heligoland“ ist das Gegenteil. 10 recht unterschiedliche Stücke mit vielen verschiedenen Gastsängern und Stilen. Auch qualitativ ist hier für mich von ok bis grandios („Paradise Circus“, „Girl I Love You“) alles drauf. Live hat dann sowas wie „Atlas Air“ nochmal viel bessser funktioniert, weshalb der Melt!-Auftritt 2010 (übrigens in guter Qualität auf Youtube) auch locker zu den 10 besten Konzerten meines Lebens gehört.

53.) Losers - How to Ruin Other People's Futures
Obwohl ich das verkannte Genie Paul Mullen (Young Legionnaire, Yourcodenameis:Milo) verehre, ist mir diese Band bis letztes Jahr tatsächlich entgangen. Dabei spielen hier neben Mullen auch noch Leute von Oceansize und The Cooper Temple Clause mit. Aber lieber spät als nie! Das vorliegende Album ist für mich das beste ihrer drei und bringt diese sehr kraftvoll produzierte Mischung aus Elektronik und Gitarrenwänden perfekt rüber. Allein wie „Chainsaw“ alles platt macht und „Car Crash“ den Zimmerboden massiert ist grandios. Wie jede Band von Paul Mullen natürlich hart unterbewertet.

52.) Brand New – Science Fiction
War ja auch hier sehr beliebt und das zurecht. Allein der Opener ist Gold wert. Ich bin nicht der größte „Emo“-Fan (ja, ich weiss, kein richtiger Emo, aber ihr wisst schon was ich meine), weshalb mir hier besonders die ruhigeren Stücke noch etwas mehr gefallen als der Rest, aber auch am Stück seh ich hier keine Schwachstellen, auch dank des schönen Sequencing. Ein tolles Ende einer für mich qualitativ steig steigenden Karriere.

51.) Menomena – Mines
Eine Herzensband für mich. Die Drums haben fast schon Grooves wie die Flaming Lips zu ihren besten Zeiten, dazu gibt es allerlei Instrumente und Melodien. Gleichzeitig ist das irgendwie sehr eigenständig und kauzig, ohne total verquer zu sein. Echt schwer zu beschreiben, die Band. Möchte hier besonders den Opener, „Dirty Cartoons“ sowie „Oh Pretty Boy, You're Such A Big Boy“ erwähnen und empfehlen.

MopedTobias

Postings: 13773

Registriert seit 10.09.2013

12.01.2020 - 17:42 Uhr
"Beat the devil's tattoo" war nicht weit von meiner Liste weg. Wohl mein zweitliebstes Album von ihnen.

dieDorit

Postings: 276

Registriert seit 30.11.2015

12.01.2020 - 17:47 Uhr
Vielen Dank für die zahlreichen Tipps im Bereich Metal. Ich werd versuchen in alle mal reinzuhören.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

12.01.2020 - 20:44 Uhr
Auf besonderen Wunsch MACHINAs hier nun auch noch von mir einige Zeilen zu ein paar ausgewählten Plätzen meiner Liste.


52. YODOK - IIII (2015)

Fälschlicherweise ist die III ein meiner Tabelle gelandet. Aber wer soll bei den Veröffentlichungen auch durchblicken, wenn die Band einmal Yodok heißt und ein Album „IIII“ nennt, nur um später unter dem Bandnamen Yodok III ein selbstbetiteltes Album rauszubringen?!
Unterm Strich ist es eigentlich auch egal, da sich die Alben jetzt nicht sooo stark voneinander unterscheiden.
Die Soundungetüme, die Tomas Järmyr und Kristoffer Lo hier über drei Mal knapp 20 Minuten aus Schlagzeug, Tasten und Tuba(?) auftürmen lösen bei mir Begeisterung aus, die ich bei „herkömmlichen“ Postrock-Bands nur noch höchst selten verspüre. Selten war Musik mit „monolithisch“ besser beschrieben. Das Album ist ein kilometerhoher Turm aus Klang, der dazu noch ein fast spürbares Gewicht hat. Besonders abwechslungsreich ist das nicht, dafür aber kathartisch as it gets.


51. The Gloaming - 2

Ich kenne Irland hauptsächlich aus der Kerrygold-Werbung aber irgendwie hab ich
so eine – vermutlich einigermaßen abwegige - Ahnung davon, wie sich die Insel „anfühlt“.
Müsste ich versuchen, diese Atmosphäre zu beschreiben, würde ich sagen:
„So wie das hier klingt.“
Irgendwie fremdartig und vertraut ist das, sehnsuchtsvoll und wehmütig aber fast immer auch von einer positiven Aura umgeben.


50. Nicoffeine - Lighthealer Stalking Flashplayer (2011)

Musik kann mich von Zeit zu Zeit abstumpfen. Da habe ich so viel Schönes gehört, so viele Riffs, Melodien, Strophen und Refrains, dass alles dumpf wird und keine rechte Wirkung mehr erzielt.
Das ist dann die Zeit, das System ganz radikal auf 0 zu stellen und schon die erste Sekunde von „Lighthealer Stalking Flashplayer“ macht klar, dass das Album für diesen Zweck geradezu prädestiniert ist. Das ist völlig aus dem Ruder laufender Krach, bei dem wirklich kein Stein auf dem anderen bleibt. Das ist keine Abrissbirne, mit der kontrolliert ein Haus eingerissen wird, diese prüft eher, was sie auf einer Kreisbahn alles mitnehmen kann. Alles wieder auf Anfang.

Die erste - und nicht letzte - Band in dieser Liste, die ich durch Plattentests entdeckt hab. Danke!


49. Do Make Say Think - Stubborn Persistent Illusions (2017)

Die Postrock-Band, die gute Laune hat und Spaß macht.
Es ist immer wieder toll, den Songs dabei zu folgen, wie sie sich entwickeln, überraschen und überall kleine Details einstreuen.
Um mal mich selbst aus dem Alben-Thread zu zitieren:
„Klingt wie ein kapriziöser Flug um die Welt mit Peter Pan. Euphorische Musik“


46. Pretend – Bones in the Soil, Rust in the Oil (?)

Das Album ist in meiner Liste gelandet, weil mein Player sagt, die wäre von 2010. Rym hingegen listet sie unter 2009. Ich hätte genauso gut den Nachfolger „Tapestry'd Life“ von 2015 nehmen können.
Vom Sound her sehr indieesk und auch der Sänger würde sich in einer entsprechenden Kapelle ziemlich gut machen. Hits und Ohrwürmer gibt es jedoch nicht wirklich.
Stattdessen klingt das eher wie eine Art assoziativ-formloses Freispiel inklusive eines bemerkenswerten Drummers. Man könnte hier womöglich gut Takte zählen und Tonfolgen analysieren, meine Vorgehensweise ist allerdings „Kopf aus und dem Fluss hingeben“


43. Frontier(s) - There will be no Miracles here (2010)

Ach, was war Emo in den 90ern und um die Jahrtausendwende schön, bevor es dann irgendwie um Frisuren und Mode ging. Eine meiner liebsten Kapellen damals nannte sich Elliott und hat mit „False Cathedrals“ einen der ewigen Klassiker des Genres geschaffen.
Gitarrist und Sänger Chris Hidgon knüpft mit dem einzigen Frontier(s)-Album erfolgreich an die Heydays an. So etwas wie „Von Veneer“ hätte auch damals keine der Genre-Größen besser hinbekommen. Schön!


33. All Them Witches - ATW (2018)

All Them Witches, erst recht spät im letzten Jahr entdeckt, spielen das, was man wohl Wüstenrock nennt - mal psychedelisch, mal bluesig oder auch beides. Das besondere für mich, ist die unglaubliche Gelassenheit, mit der das passiert. Selbst wenn es mal etwas energischer wird, hat das immer noch so einen irgendwie ruhigen Flow. Und es groovt an allen Ecken und Enden, was sicher zum Teil am Schlagzeuger liegt, der sich nie groß in den Vordergrund spielt, den Songs aber absolut einen Stempel aufdrückt. Die Stimme des Sängers passt dann auch noch wie der Arsch aufs Auge und macht die Sache endgültig rund.


30. Tool - Fear Inoculum (2019)

Tool haben in den 90ern mit „Ænima“ mein Leben verändert, weshalb ich sie noch heute ohne zu zögern nennen würde, sollte mich jemand fragen, welche Platte für meine persönliche Entwicklung die wichtigste war. „Lateralus“ fand ich super, hab darin aber auch nie das epochale Meisterwerk gesehen, das es für viele ist und „10000 Days“ fand ich lange Zeit nur gut.
Stand Mitte 2019 hatten wir uns eigentlich komplett auseinandergelebt und mein Interesse am neuen Album war auf einer 100-Punkte-Skala im einstelligen Bereich.
Irgendwann im Sommer gab es dann hier eine sehr schöne Session zu „Ænima“ und auch die „10000 Days“ gefiel mir plötzlich sehr gut. Da war wieder ein Funke, der dann vom Titeltrack vorab zu einer kleinen, munter lodernden Flamme entfacht wurde.
Tja, und nun? Auf die Interludes verzichte ich mittlerweile vollkommen aber die 6 richtigen Songs begeistern mich immer noch. Der jammige Ansatz passt für mich super, ich liebe die Riffs und den Sound, ich verehre Danny Carey und für mich ganz persönlich ist „Fear Inoculum“ das beste Album, das Tool nach 13 Jahren hätten machen können.


24. Elder - Lore (2015)

Wenn ich Bands einordnen soll, frage ich rym. Ich selbst hab einfach keine Ahnung davon.
Stoner Metal, Stoner Rock und Heavy Psych stehen da unter Anderem zu Elder. Wen interessiert’s?!
Wichtiger ist doch, dass „Lore“ 5 Songs auf 60 Minuten Spielzeit auswalzt.
Und dabei bleibt das Album dank der Riff-Ideen, die Gitarrist Nicholas DiSalvo am Fließband liefert, absolut kurzweilig. Die druckvolle Produktion tut ein Übriges dazu, dass die Platte einfach ein Rockbrett ist, das rundum Spaß macht.


14. Crippled Black Phoenix - I, Vigilante (2010)

Crippled Black Phoenix sind ein Phänomen, dahingehend, dass ich die wirklich gern lieben würde, aber alle Alben, die ich kenne, bis auf dieses hier nur so lala finde.
Jedes Album hat für mich Highlights zwischen einer ganzen Menge Füllmaterial, und nur auf „I, Vigilante“ ist jeder Schuss ein Volltreffer – abgesehen vom reichlich beknackten „Burning Bridges“.
Das ist unglaublich schade und will mir auch nicht recht in den Kopf. Die Band kann doch offenbar was, ist aber die Einzige, bei der ich diesen One-Hit-Album-Wonder-Effekt habe.


12. Terra Tenebrosa - The Tunnels (2011)

Wären hier Berichten zufolge nicht Teile von Breach aktiv, hätte ich dieser Band wohl nie eine Chance gegeben. Lateinisch klingende Namen schrecken mich irgendwie ab und wäre der Bandname auf dem Cover dann noch in einem Font geschrieben, den keine Kreatur auf diesem Erdball zu lesen vermag, hätte wohl auch die Verbindung zu Breach nichts genutzt.
Irgendwo war einmal zu lesen, der Band ginge es darum, Albträume zu vertonen. Passt.
Der Titel ist dabei auch nicht übel gewählt, denn ich kann mir das Szenario lebhaft vorstellen. Man irrt durch finstere Tunnel unter der Erde, während diese Musik unheilvoll von ganz tief unten zu einem heraufdringt.


11. …Trail of Dead - Tao of the Dead (2011)

Mein Verhältnis zu …Trail of Dead war lange Zeit ein seltsames. Mein damaliger Mitbewohner war völlig begeistert von denen und da der auch sonst einen Geschmack dem meinen nicht unähnlich hatte, dachte ich, ich müsse die ja dann im Prinzip auch super finden. Und so hatte ich jahrelang die Alben „Source Tags & Codes“ bis „Tao of the Dead“ im Schrank, ohne aber je so richtig Fan zu sein.
Die „Tao…“ war mir sogar so wenig eingängig, dass ich nach ihr aufgegeben und die Band in der folgenden Zeit komplett ignoriert habe.
Dann habe ich die Platte im Frühjahr 2019 mal wieder ausgegraben und seitdem sind sowohl Album als auch Band bei mir auf einem absoluten Höhenflug.
Hier – ich höre immer die 2-Track-Variante – fließt alles perfekt ineinander, es gibt keine Längen, immer gibt es etwas Spannendes zu entdecken und wenn man Part III noch hinten dran hängt hat man ein großartiges Mammutwerk, für das mir im Moment kein passenderes Wort einfällt als „überbordend“.


10. Sufjan Stevens - The Age of Adz (2010)

Eine meiner ersten Erinnerungen, die ich mit Plattentests in Verbindung bringe.
Besprechung zum neuen Album eines Solo-Acts, den ich nur dem Namen nach kannte, und meine Güte, wurde das abgefeiert. Und offenbar war man nicht nur hier auf der Seite sehr angetan von diesem „The Age of Adz“. Ich war damals gerade bestrebt, endlich einmal meine Antihaltung gegenüber Dingen, die viele gut finden, zu überwinden – besser spät als nie. Also kurzerhand das Album einmal probegehört. „What the F*#% soll denn diese völlig wahllose und überfrachtete Elektronik-Klickerei mit Blasinstrumenten sein?!?“ Ich fand das nicht einmal schlecht, ich wusste überhaupt nicht, WIE ich das finden soll, oder WO da eigentlich genau die Musik ist. Weder davor noch danach stand ich je mit solchem Unverständnis vor der Begeisterung anderer. Und irgendwie war genau das der Punkt, das MUSSTE ja eigentlich an mir liegen. Ich habe über zwei Monate wieder und wieder die Rezi gelesen und in das Album reingehört, immer mit dem gleichen Ergebnis.
Und dann hat es irgendwann einfach Klick gemacht, bei „I Walked“ und von einer Sekunde auf die Nächste. Plötzlich ergab das alles Sinn und war zudem auch noch so richtig schön.
Selbst heute bilde ich mir nicht ein, verstanden zu haben, was auf diesem Album alles vorgeht, aber irgendwie bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich hier um einen Geniestreich handelt.
Danke Plattentests.


09. Great Falls - Accidents Grotesque (2013)

Ich habe ein Herz für brachialen Krach und markerschütterndes Geschrei, in dem Wut und Verzweiflung zu gleichen Teilen aufeinanderprallen. Ich verehre die seligen Kiss it Goodbye und war auch großer Fan der 2006 aufgelösten quasi-Nachfolger Playing Enemy. Danach war lange Zeit wenig, bis ich irgendwann über das Forum auf rym aufmerksam wurde und darüber dann auf Great Falls gestoßen bin. Der Erstkontakt mit dem Opener war ungefähr „Gehörgang meets Güterzug“, breitestes Grinsen inklusive. Fett, heavy, brutal, wütend, verzweifelt… es ist eine Wohltat.


05. The Hirsch Effekt - Holon:Anamnesis (2012)

Mal ganz kitschig gesprochen: Eine Achterbahn der Gefühle, perfekt vertont.
Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, dazwischen eine Menge Wut im Bauch und absolut mitreißend. Klar, da ist jede Menge Pathos bei, aber nur so gelingt es dem Album am Ende so gut, Facetten einer zwischenmenschlichen Beziehung so abzubilden, dass man sich darin wiedererkennen kann.
Das Ganze kommt ohne Aussetzer, klingt besser und ist in sich stimmiger als der auch schon phantastische Vorgänger und wurde in dieser Qualität und Intensität von der Band danach leider nicht nochmal erreicht.


03./04. Mototrpsycho - The Tower (2018)/The Death Defying Unicorn (2012)

Dem ein oder anderen hier wird meine grenzenlose Liebe für diese Band schon aufgefallen sein.
Daher machen sie auch 1/10 meiner 70 eingereichten Plätze aus, alles andere hätte in meinen Augen einfach keinen Sinn ergeben.
In der vergangenen Dekade haben die Norweger auch wahrlich nicht mit Highlights gegeizt aber manchmal mattert size eben und so finden sich hier ganz oben die beiden Doppel-Alben.
Zunächst also der Hollow-Earth-Seefahrer-Prog-Wahnsinn „The Death Defying Unicorn“.
Das Kunststück, dass Motorpsycho und ihren Mitstreitern hier gelingt, ist, dass das Album trotz des Konzepts und der vermutlich endlosen Überlegungen, die in die musikalische Umsetzung geflossen sind, nicht nach Reißbrett, Kalkül und purem Verstand klingt – ein Problem, dass ich z.B. mit Steven Wilsons „Raven…“ habe – sondern über weite Strecken wie intuitiv aus’m Bauch gespielt.
Und der Bogen, den „Into the Mystic“ zum Anfang spannt, ist nicht nur auf Platte groß, sondern war damals auch live ein absoluter Gänsehaut-Moment.
Und dann hätten wir noch die Frischzellenkur namens Tomas Järmyr. Dem neuen Drummer ist nämlich ziemlich sicher eine Teilschuld daran zu geben, dass Motorpsycho im 29. Bandjahr ein Doppel-Album veröffentlichen, dass vor Ideen, Energie und Spielfreude aus allen Nähten platzt.
Ein Statement, dem sie ein Jahr später noch drei Ausrufezeichen verpassen.
„The Tower“ geht hier im Übrigen nur deshalb knapp als Sieger hervor, weil jeder der 10 Songs auch problemlos für sich steht.


02. King’s Daughters and Sons - If then not when (2011)

Diese Platte ist perfekt. PUNKT. Hier gibt es für mich nicht die kleinste Kleinigkeit zu bemängeln, hier hätte man nichts besser machen können. Jedes winzige Saitenquietschen ist genau am richtigen Platz. Wäre ich ein gläubiger Mensch, würde ich sagen, die Götter höchstselbst wollten, dass das Album genau so klingt. Und abseits von esoterischem Geschwurbel ist die Musik vor allem eines: wunderschön. Wie sich die Instrumente in leisen Momenten fast zärtlich umspielen und manche Gitarre nur kurz im Hintergrund vorbei schwebt, wieviel Energie sie dann aber auch erzeugen können, ohne dabei so richtig laut zu werden…
On Top gibt es dann auch noch geradezu himmlische Gesangsstimmen.
Zweifellos eines der schönsten Alben, die ich kenne und in meiner Welt eben perfekt.
Danke Plattentests.


01. Swans - The Seer (2012)

Manche Alben kommen zum perfekten Zeitpunkt. Man glaubt gerade, irgendwie alles bereits gehört zu haben und ist nur noch schwer zu begeistern. Und dann tritt irgendein Album ins eigene Leben bei dem man schon beim ersten Hören nach kurzer Zeit denkt: „Jaaaa, genau das hab ich gerade gesucht und gebraucht.“ Solch ein Album war für mich damals „The Seer“.
Wie ein Asteroid sind diese monumentalen 2 Stunden in meine damaligen Hörgewohnheiten eingeschlagen und haben meinen kleinen musikalischen Kosmos in ein neues Licht getaucht, sodass auf einmal alles wieder spannend war. Ein Album, das die Kraft hat, nachhaltig zu verändern.
Danke Plattentests.

MopedTobias

Postings: 13773

Registriert seit 10.09.2013

12.01.2020 - 20:52 Uhr
Danke! Schön, hier mal Do Make Say Think zu lesen, das Album fand ich auch super. Props vor allem für den Top-10-Platz für "Age of Adz" und den schönen Kurztext dazu.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 21:30 Uhr
@Maya:
Cool, danke. Les ich nach dem Poll gleich mal durch. Hau vorher auch noch schnell 10 Plätze raus.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 19820

Registriert seit 07.06.2013

12.01.2020 - 21:59 Uhr - Newsbeitrag
So, jetzt wird es mal etwas härter:

Plätze 50-41

50.) Frontierer – Orange Mathematics

Krieg ich bestimmt auf's Maul, aber das hat mich dieses Jahr mehr begeistert als alles von Converge und Dillinger, wobei erstere mit „All we love...“ nicht weit dahinter sind. Aber irgendwie kam dieses Geballer einfach zur richtigen Zeit. Die Wust aus Effekten und Quergekrätsche hat mich damals echt das Jahr über zum Grinsen gebracht.

49.) Car Seat Headrest – Teens Of Denial
Hab ich ja zu „Teens Of Style“ schon einiges zu geschrieben. Das hier ist weniger LoFi, dafür auch ein paar deutlich längere Songs, von denen besonders das absolute Highlight „Vincent“ genannt werden sollte. Generell einfach ausladender, man merkt, dass Toledo hier schon das üppigere Budget mit eingeplant hat, während der Vorgänger ja noch als Eigenproduktion anfing.

48.) Desert Mountain Tribe – Either That Or The Moon
Ok, vielleicht auch ein wenig zu hoch. Trotzdem wunderbar. Psychedelischer, himmelweiter Rock, der auch eeeeeeetwas zum Stoner schielt. Ein richtiges Gitarrenalbum, die hier in besonders gern umherflirren. Dazu tolle Melodien. Macht einfach Laune!

47.) Amplifier – The Octopus
Ein crowdgefundetes Doppelalbum, was glaub ich von der Band sogar mal als „'The Wall' des 21. Jahrhunderts“ angekündigt wurde. :D Allein schon die Ambition hat aber Respekt verdient, noch dazu funktioniert das auf über 2 Stunden überraschend gut. Gekürzt hätte das sogar noch weiter oben landen können. Mit „The Wall“ hat das natürlich auch musikalisch nichts zu tun, sondern ist eher riffiger HalbProg-Rock aus dem Oceansize-Umfeld.

46.) Deichkind – Wer Sagt Denn Das?
Obwohl schon zweimal live von den begeistert wurden, hab ich die Studio-Deichkind echt erst 2019 kennengelernt. Und mich herzlich amüsiert. Allein als ich „Bude Voll People“ das erste Mal auf nem Spaziergang hörte und im Refrain den Namens-Gag erkannte, musste ich laut feiern. Aber auch „Quasi“ mit Schulz & Böhmermann habe ich rauf und runter gehört. Später dann dden subtiler angelegten Titeltrack und „Richtig gutes Zeug“. Und „Dinge“ mag ich im Gegensatz zu Felix ja auch sehr. Ist nicht mehr ganz so auf Krawall gebürstet aber für mich dadurch vielleicht besser denn je.

45.) Tool – Fear Inoculum
Dass ein Tool-Album in einer Jahrzehnten-Liste von mir nicht in den Top 10 auftaucht, hätte man mir noch vor einem Jahr niemals erzählen können... aber leider ist es so. Für mcih inzwischen deutlich hinter den 3 Vorgängern. Das ist immer noch irgeendwas zwischen 8/10 und 8,5/10 für mich, aber da hätten die Tool von 2001 müde gelacht drüber. Pluspunkte: Schöner Fluss, sehr homogen und das geile stoische Riff in „Invincible“.

44.) Deftones – Koi No Yokan
Und da sind die Deftones über Tool. Und das mit einem Album, dass für mich im Bandkontext eher im oberen Mittelfeld landen würde. Allerdings ist die Band (zumindest bis vor „Gore“) auch hart konstant in der Qualität. „Koi No Yokan“ ist ein klasse Album, toller Sound, sehr gute Songs und mit ein paar Soli und einem Meshuggah-Riff sogar mit ein paar kleinen „Neuheiten“. Besonders feier ich ja „Goon Squad“.

43.) The Horrors – V
Das Album ist etwas ein Sonderfall, da ich hier tatsächlich die ersten 3 Songs so gigantisch finde, dass sie das Album allein schon in die Top 100 katapultieren. Insgesamt seh ich das inzwischen auch als einiges zu hoch gerankt, gehört eher so auf Platz 70 oder so. Trotzdem: Die ersten drei, insbesondere „Machine“, sind absolute Granaten. Dieser schwere Synthiesounds und trotzdem diese Melodien. Ganz groß. Und der Rest des Albums ist auch ziemlich gut. :D

42.) Motorpsycho – The Tower
Motorpsycho zum Ersten. 7 Alben dieses Jahrzehnt (und das sind nur die regulären Studio-Alben) und alle mindestens sehr gut, aber ich habe mich mal auf die 3 besten beschränkt. „The Tower“ ist im Forumspoll am besten weggekommen und das macht schon Sinn: Das Album ist trotz Doppelalbum-Länge recht zugänglich hat viele greifbare Songs zu bieten und weniger ein großes Mammutwerk wie die beiden anderen, die noch folgen werden bei mir. Highlights sind für mcih der Psychedelic-Trip „Interpret Explorer“ und das abschliessende Riffmonster „Ship Of Fools“. Überband!

41.) Interpol – Interpol
Im Poll zurecht die höhste Platzierung der drei Alben der Dekade. Dabei hat das Album soviel auf's Maul bekommen, siehe z.B. rateyourmusic. Ich mag aber das schwere, dunkle daran. „Success“ ist einfach ein Mega-Opener, „Memory Serves“ ist fast schon „Shoegaze“ und „Lights“ ein eisiger Monolith mit tollem Finale. Hinten dann noch das luftige „Try it on“ und der herrliche Akkordwechsel im schweren „The Undoing“. Ein Album, das aus dem Liebeskummer kam und auch so klingt.

MopedTobias

Postings: 13773

Registriert seit 10.09.2013

12.01.2020 - 22:10 Uhr
Desert Mountain Tribe haben echt einen verdammt geilen Sound, wenn man auf so Psychedelia zwischen Wüste und Britpop steht. Hat von den Songs her doch nicht für meine Liste gereicht, aber ich hatte sie in Erwägung gezogen.

Der Untergeher

User und News-Scout

Postings: 1332

Registriert seit 04.12.2015

12.01.2020 - 22:30 Uhr
50.) Frontierer – Orange Mathematics

Yeah. Geile Band, hat es bei mir knapp nicht reingeschafft.

Ilu

Postings: 218

Registriert seit 13.06.2013

12.01.2020 - 22:31 Uhr
Ich mache auch nochmal eine kommentierte Top 25 oder so. In den Top 200 war genau ein Album aus meinen Top 10 (The Dark, Dark Bright), da besteht definitiv noch Klarstellungsbedarf! ;-)

Peacetrail

Postings: 365

Registriert seit 21.07.2019

12.01.2020 - 23:00 Uhr
Ich mach einfach mal meine Top Ten, das sollte für nen Eindruck reichen. Ich stehe auch jetzt noch voll und ganz dahinter (beim Rest würde ich noch einiges ändern, denn wenn man die Top 400 sieht, weiß man, was man vergessen hat):

Tweedy, Sukierae
Fleet Foxes, Helplessness Blues
Arcade Fire, Surburbs
Peter Doherty, Hamburg Demonstrations
John K. Samson, Provincial
Joe Henry, Invisible Hour
NY, Americana
Israel Nash, Rain Plains
Damian Jurado, Visions of US on the Land
Jonathan Wilson, Fanfare

MopedTobias

Postings: 13773

Registriert seit 10.09.2013

12.01.2020 - 23:09 Uhr
Von Doherty werde ich das wunderwunderschöne "She is far" in der Song-Top-20 haben. Immer noch ein sehr unterschätzter Songwriter.

Peacetrail

Postings: 365

Registriert seit 21.07.2019

12.01.2020 - 23:13 Uhr
Kolly Kibber ist mein Liebling. Der Text, der Flow - und die zweite Strophe, die Pete, das alte KFC Uerdingen-Mitglied, auf deutsch singt.

peppermint patty

Postings: 871

Registriert seit 07.05.2019

12.01.2020 - 23:24 Uhr
Ach so, ich will mich ja nicht aufspielen, aber in der Hoffnung, dass von Dohertys Glanz etwas auf mich abfällt: er hat nachweisbar 7 Jahre in meiner Stadt Krefeld gelebt. In den ersten 3 Jahren sogar mal nur ca. 3 Km Luftlinie entfernt. Der war nicht gut auf mich zu sprechen, weil ich ihm immer die ganzen Girls weggeschnappt hab...Na gut, später war er der Winner :)

Peacetrail

Postings: 365

Registriert seit 21.07.2019

12.01.2020 - 23:27 Uhr
Habe ich mir schon gedacht.

peppermint patty

Postings: 871

Registriert seit 07.05.2019

12.01.2020 - 23:41 Uhr
Nein, Spass beiseite, so hab ich wenigtens die ersten beiden Doherty-Songs meines Lebens kennengelernt, normale Musik mit Gitarren kenn ich gar nicht mehr, bei all dem künstlichen Zeug, was ich sonst so höre. Und warum verflucht singt der auf Deutsch, was für ein furchtbarer Akzent :)

Peacetrail

Postings: 365

Registriert seit 21.07.2019

13.01.2020 - 07:25 Uhr
Die banale Erklärung ist, glaube ich, dass er für die Aufnahmen in Hamburg gewohnt hat. Engländer finden die deutsche Sprache halt interessant.
Ein englischer Kumpel murmelte mal „Roui“, als wir an einem REWE vorbeifuhren, ein anderer rief Rätzzäposseki, als wir an einer Rats-Apotheke vorbeifuhren.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 1122

Registriert seit 15.06.2013

13.01.2020 - 07:38 Uhr
Und der nächste Not a US gang, als ihr am Notausgang vorbeigelaufen seid.

peppermint patty

Postings: 871

Registriert seit 07.05.2019

13.01.2020 - 08:43 Uhr
@Peacetrail

ich wollte Doherty nicht schlecht machen, das war nur ein Gag, der sich eher auf die Leute bezog, die hier schon mal deutsche Sänger(innen) kritisieren, die auf Englisch singen. Da kommt dann häufig dieser Verweis auf den "schrecklichen Akzent"

Ilu

Postings: 218

Registriert seit 13.06.2013

13.01.2020 - 09:43 Uhr
Ich fange dann auch mal an - meine Top 50-Alben werde ich hier Stück für Stück kommentieren.

50 Einar Stray Orchestra – Dear Bigotry (2017)
Einar Stray habe ich bereits mit dem sehr guten Debüt für mich entdeckt, dann wurden seine Begleitmusiker zum „Orchestra“ und auf Album 3 haben sie mich dann vollends erreicht. Feiner Indie-Pop aus Norwegen mit Klavier und Streichern – das kam auf der zugehörigen Tour sowohl im kleinen Saal der Elbphilharmonie als auch vor ein paar Dutzend Zuschauern in der Hannoveraner Feinkostlampe ganz hervorragend.
Bester Song: „Penny For Your Thoughts“

49 Spaceman Spiff – Endlich Nichts (2014)
Hannes Wittmers bestes Album. Natürlich ist er auch reduziert auf seine Songs in akustischer Darbietung hervorragend, aber hier passt es einfach sehr gut in der vollen Bandbesetzung. Live habe ich ihn inzwischen sehr oft gesehen, immer wieder ein Genuss!
Bester Song: „Han Solo“

48 Kaizers Orchestra – Violeta Violeta Vol. 3 (2012)
Der größenwahnsinnige Abschluss der Violeta Violeta-Trilogie und das vorläufige Ende der Kaizers-Bandhistorie. Nach zwei vergleichsweise geradlinigen Alben haben sich die Norweger für den Abschluss gleich ein Orchester geschnappt und ein ausuferndes, fast schon musicalhaftes Werk geschaffen. Der krönende Höhepunkt war dann die Darbietung mit vollem Sinfonieorchester in der Osloer Oper.
Bester Song: „Perfekt i en drøm»

47 Kiasmos – Kiasmos (2014)
Ólafur Arnalds und seine zahlreichen Projekte mag ich generell sehr. Hier versucht er sich gemeinsam mit Janus Rasmussen im Minimal-Electro, verziert mit Ólafurs charakteristischen Klaviertupfern. Das Album fließt ganz hervorragend, Highlights sind da schwer abzugrenzen.

46 Daughter – Not To Disappear (2016)
Das Debüt taucht nicht in meiner Liste auf, in erster Linie auch, da ich es kaum gehört habe. Den Zweitling finde ich aber fantastisch – sehr sphärisch und emotional ergreifend.
Bester Song: “How”

45 Ólafur Arnalds – For Now I Am Winter (2013)
Gleich noch einmal Ólafur. Hier holte sich der Isländer Arnór Dan von Agent Fresco als Sänger mit ins Boot und schuf ein ergreifendes Werk, in dem er seine Neoklassik weiter mit elektronischen Versatzstücken versah.
Bester Song: „A Stutter“

44 Exquirla – Para Quienes Aún Viven (2017)
Post-Rock und Flamencogesang. Klingt etwas verwegen, funktioniert aber dank der fantastischen Darbietung beider Pole ganz hervorragend.
Bester Song: “Hijos De La Rabia”

43 Frau Potz – Lehnt dankend ab (2012)
Als Frontmann von Adam Angst veröffentlichte Felix Schönfuss im Anschluss ein solides und ein mäßiges Album, sein bestes Werk der 2010er bleibt aber das einzige Frau Potz-Album. Frau Potz lehnt dankend ab und zieht keifend über die volle Spieldauer über alles und jeden her.
Bester Song: „Ach, Heiner“

42 The Antlers – Burst Apart (2011)
Der beste Antlers-Song des Jahrzehnts ist auf einem anderen Album, aber Burst Apart ist das rundere und für mich passendere Werk.
Bester Song: „I Don’t Want Love“

41 Alt-J – This Is All Yours (2014)
Ich erinnere mich noch, wie die erste 10/10 seit Ewigkeiten hier kam und die Erwartungen an das Album nicht gerade bremsten. Ganz so stark sehe ich das Album nicht – dafür hat es dann doch ein paar Längen – ich mag es aber dennoch sehr. Im Anschluss habe ich die Entwicklung der Band etwas aus den Augen verloren.
Bester Song: “Hunger Of The Pine”

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 2196

Registriert seit 14.06.2013

13.01.2020 - 10:14 Uhr
43 Frau Potz – Lehnt dankend ab (2012)
Als Frontmann von Adam Angst veröffentlichte Felix Schönfuss im Anschluss ein solides und ein mäßiges Album, sein bestes Werk der 2010er bleibt aber das einzige Frau Potz-Album. Frau Potz lehnt dankend ab und zieht keifend über die volle Spieldauer über alles und jeden her.


Völlig korrekt. :) Hatte die Platte in den Top 20, glaube ich. Richtungweisendes deutschsprachiges HC-Album.

Mayakhedive

Postings: 1533

Registriert seit 16.08.2017

13.01.2020 - 10:33 Uhr
Von mir auch einen erhobenen Daumen für frau Potz!

Seite: « 1 ... 29 30 31 ... 34 »
Zurück zur Übersicht

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht: