Goo Goo Dolls - Miracle pill

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Armin

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19.07.2019 - 21:38 Uhr - Newsbeitrag



Die vielfach Platin-ausgezeichnete, vierfach Grammy-nominierte Rockband Goo Goo Dolls hat ihre neue Single „Miracle Pill“ veröffentlicht, zugleich Vorbote des gleichnamigen Albums, das im Herbst erscheint. Getragen von einem Ragtime-Klavier, rauschenden Gitarren und einem pumpenden Rhythmus, wirft Lead-Sänger John Rzeznik einen ebenso kritischen wie cleveren Blick auf die „Instant Gratification Generation“. „Baby, would you be my miracle pill? And I could be somebody else. So sick of living inside myself”, singt er über eine Produktion von Sam Hollander [Train, Weezer] und Grant Michaels, die besser runtergeht als jede Pille aus der Apotheke.

„’Miracle Pill’ ist eine Metapher für die augenblickliche Befriedigung und Linderung, die wir von unseren jeweiligen Umständen suchen“, kommentiert Rzeznik mit Blick auf den Song und das Album. „Bist du traurig? Nimm eine Pille. Bist du einsam? Werde in den sozialen Medien populär. Fakt ist, niemand hat 50 Freunde, erst recht nicht 5000. Ich versuche einfach nur, meine Beobachtungen des zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert zu artikulieren, mit all seiner Angst, Habgier, Verwirrung und Unsicherheiten. Wir werden mit Bullshit überflutet, billigen, funkelnden Objekten und falschen Lösungen für jedes Problem und jedes Verlangen, das wir haben. Ich habe keine Antworten auf diese Fragen, aber ich glaube nicht, dass Heldenverehrung, Lifehacks, schnelle Lösungen und Eskapismus die Antworten liefern. Ich will einfach eine echte Verbindung mit echten Leuten in Echtzeit aufnehmen.“

33 Jahre machen John Rzeznika und Robby Takac nun bereits zusammen Musik. In ihr zwölftes Studioalbum haben sie eine Menge Herz gesteckt, um damit ebenso viel Hoffnung zu transportieren. „Es gibt immer Hoffnung“, betont John. „Die Dinge mögen düster oder schrecklich aussehen, aber es gibt immer die Möglichkeit, eine Verbindung aufzubauen“. Dazu begab sich die Band Ende 2018 ins Studio, im Anschluss an eine ausverkaufte Jubiläumstour zum 1988er-Klassikeralbum „Dizzy Up The Girl“ und die Live-Veröffentlichungen „The Audience is This Way“ und „The Audiences Is That Way (Rest of the Show) [Vol. 2]“. Gemeinsam mit kreativen Wegbegleitern wie Sam Hollander [Train, Weezer] und Derek Fuhrmann [A Great Big World, Kygo] zogen sie sich auf vertrautes Terrain zurück, um aufzunehmen: die weltbekannten Capitol Studios in Hollywood.

„Der Prozess hat mehr Freude denn je gemacht“, schwärmt Rzeznik. „Wir arbeiten mit wem auch immer wir wollen und wir können experimentieren. Man weiß nie, ob es das letzte Mal sein wird, dass du ein Album machst. Es ist ein Privileg, also sollte es auch Spaß bringen. Es ist die reine Freude, sich hinzusetzen, Ideen auszuprobieren und die Grenzen der Band immer wieder aufs Neue zu verschieben.“

ÜBER GOO GOO DOLLS:

1986 in Buffalo, NY von John Rzeznik und Robby Takac gegründet, brachen Goo Goo Dolls Erfolge, fügten dem Kanon amerikanischer Musik eine Reihe von Klassikern hinzu, begeisterten Millionen von Fans und sind seit drei Jahrzehnten ein unentbehrlicher Bestandteil der populären Musik. Neben 12 Millionen verkauften Alben sammelte die Band vier Grammy-Nominierungen ein und sicherte sich mit 14 #1- und einem Top-10-Hit im amerikanischen Hot AC – mehr als jeder andere Künstler– einen Platz in den Musikgeschichtsbüchern. Zu ihren größten Hits zählt, „Iris”, das 18 Wochen in Folge auf #1 der amerikanischen Hot 100 Single-Charts stand und zum „#1 Top-40-Song der letzten 20 Jahre“ gekürt wurde. Bis heute haben allein in den USA die Alben A Boy Named Goo [1995] Doppel-Platin, Dizzy Up The Girl 4-fach-Platin, Gutterflower [2002] und Let Love In [2006] Gold, außerdem kamen Something for the Rest of Us [2010] und Magnetic [2013] in die Top 10 der Billboard Top 200. Das 2016 veröffentlichte Boxes wurde von der Kritik erneut hochgelobt. Die Musik von Goo Goo Dolls wurde bereits von Künstlern wie Taylor Swift und Leona Lewis gecovert, 2008 erhielt John Rzeznik außerdem den prestigeträchtigen „Hal David Starlight Award”.


Armin

Plattentests.de-Chef

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08.09.2019 - 19:43 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

hubschrauberpilot

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08.09.2019 - 20:40 Uhr
Rechtschreibfehler in der Rezi. Nicht zum meckern, nur zum drauf hinweisen: Mal etwas aus dem Plattentests.de-Arbeitsalltag. Der werte Herr Linder beglückt jede Woche seine schreibende Zunft mit Listen von Alben, die bald oder in naher Zukunft er t cheinen.

jo

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08.09.2019 - 20:42 Uhr
@hubschrauberpilot:

Nur kurz auch verbessert: "Nicht zum Meckern (et cetera)" ;).

Ansonsten: erschreckend, was aus der Band mittlerweile geworden ist...

hubschrauberpilot

Postings: 5348

Registriert seit 13.06.2013

08.09.2019 - 20:51 Uhr
Also die letzten 3 Alben waren nix. Ich glaub da kommt auch nix mehr, glaube dem Rezensenten ungehört die 2/10. Es ist schade, in den 90ern waren die richtig gut. Aber das ist auch schon ewig her...

Crossfield

Postings: 15

Registriert seit 29.11.2017

08.09.2019 - 21:43 Uhr
Höre grad mal wieder nach langer Zeit "Dizzy Up the Girl" von 1998. Das, wo auch "Iris" drauf ist. Richtig gute Alternative Rock-Platte! Auch mal in die Single vom neuen Album reingehört. Das macht keinen Spaß, wobei es auch noch schlimmere Sachen gibt...

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

08.09.2019 - 22:41 Uhr
@hubschrauberpilot: Danke, ist korrigiert.

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