The Hirsch Effekt - Kollaps

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fitzkrawallo

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07.03.2020 - 21:51 Uhr
@nörtz: Grob gesagt, es scheint mir mit jedem Album mehr vom emotionalen, bewegenden Malmen zum comic-/gimmickhaften Rumgefrickel zu gehen, dem mir die Tiefe und Motivation fehlt. Wie halt damals nach "Calculating Infinity". Soll nicht heißen, dass ich den jüngeren Sachen gar nichts abgewinnen kann, aber für mich war da viel mehr drin.

The MACHINA of God

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07.03.2020 - 22:14 Uhr
Ich find ja "Calculating infinity" auch die beste Dillinger, aber emotional bewegend war da für mich nichts. Aber ich versteh die Tendenz, die du meinst.

fitzkrawallo

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07.03.2020 - 22:36 Uhr
...aber emotional bewegend war da für mich nichts.</>

Naja, ist halt eher ein Wutbrocken denn Herzschmerz.

tjsifi

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10.03.2020 - 15:46 Uhr
Noja:
https://youtu.be/nZ_A03QVqYI

hexed all

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10.03.2020 - 16:43 Uhr
Wo hatten die späteren Dillinger-Alben denn gimmickhaftes Rumgefrickel? Die Theatralik kam doch erst nach Calculating Infinity.
Und warum geht Calculating als "Wutbrocken" durch aber Agnosie z.B. nicht mehr? Das Schöne an beiden Bands ist doch die Balance zwischen hart und herzlich (auch wenn ich mehr auf das Hart steh.)

Kai

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Registriert seit 25.02.2014

10.03.2020 - 17:12 Uhr
Ich find den Song leider auch eher Panne...
Der Rappart ist schon arg grenzwertig und auch der Effekt zuvor auf der Stimme geht kaum.

Für mich ist die Hiberno immer noch ihre beste. Wobei ich die letzte Scheibe kaum gehört hab.

fitzkrawallo

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10.03.2020 - 17:29 Uhr
Wo hatten die späteren Dillinger-Alben denn gimmickhaftes Rumgefrickel? Die Theatralik kam doch erst nach Calculating Infinity.

Hä?

Ansonsten: es geht weniger um laut oder leise, hart oder zart, sondern vielmehr um die Frage, ob die Musik mich emotional bewegt. Und das hört für mich eben ziemlich schnell auf, wenn Songs Brüche um der Brüche Willen haben und hier und da ein ach so verrückter Part eingesetzt wird - so wie das eben in der Puciato-Ära Gang und Gäbe war. Und wie ich es auch vermehrt beim Hirsch Effekt höre, der "Rap" (wenn man's so nennen will) im Vorabsong als Beispiel.
Es ist nicht so, als könnte ich solcher Kunstmusik nichts abgewinnen (Mr. Bungle ist immer noch eine meiner Lieblingsbands - aber die hatten Emotionalität auch nie als primäres Ziel) und ich habe alles ab "Miss Machine" immer noch ganz gerne gehört. Aber ich finde es eben schade, weil da einfach mehr drin war. Im Falle vom Hirsch Effekt wurde da in meinen Ohren auch ein Alleinstellungsmerkmal aufgegeben. Im Vergleich zu den Holon-Alben entspricht mir manches der jüngeren Sachen zu sehr so Between the Buried and Me Genrestandards.

Kamm

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10.03.2020 - 17:40 Uhr
Ich bin da guter Dinge. Hirsch Effekt funktionieren bei mir wie Katatonia: Bei jedem neuen Album denke ich beim ersten Durchlauf: Oh nein, jetzt haben sie es vergeigt, die Magie ist weg, sie wiederholen sich, wo sind die heißgeliebten kleinen Details, usw., bla.

Die Eskapist hat bei mir tatsächlich etwas länger gebraucht, aber als es dann klick gemacht hat, schlug die genau so ein wie die Vorgänger. Und an das dazugehörige Konzert vor zwei Jahren im kleinen Vortex in Siegen erinnere ich mich immer noch gerne. :)

The MACHINA of God

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10.03.2020 - 19:09 Uhr
(Mr. Bungle ist immer noch eine meiner Lieblingsbands - aber die hatten Emotionalität auch nie als primäres Ziel)

Wobei halt die Frage ist, ob THE als primäres Ziel eben (noch) Emotionalität haben. Ich seh dafür halt nicht die Anzeichen. Und da ich versuche, Musik nach dem zu beurteilen, was sie erreichen will und ob sie dies schafft, ist es mir bei ihnen eben nicht mehr wichtig, dass sie mich emotional so packen wie auf "Anamnesis". Das war eben aber auch klar ein emotionales Album. Inzwischen sind sie halt eher in die Ecke Technik mit einer Prise Gesellschaft gewandert. Kann ich verstehen, dass das nicht jeder mag. Aber ist nun mal so.

In Sachen "Eskapist" geht es mir wie Kamm: Zuerst als mit Abstand ihr schwächstes gesehen, hat es sich langsam hochgeschwungen und ist inzwischen bei mir vor "Agnosie".

fitzkrawallo

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10.03.2020 - 19:46 Uhr
Sehe hier wenig Widerspruch zu was ich meine geschrieben zu haben. Für mich heißt das nur, wie weiter oben ausgeführt, dass die Band etwas aufgibt, dass sie für mich besonders gemacht hat. Mein Bedarf an technischer Musik und Zornscher/Pattonscher Kollage ist schon ein Weilchen gedeckt.

The MACHINA of God

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10.03.2020 - 19:47 Uhr
Ah ok. Ja, das kann ich verstehen.

fitzkrawallo

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10.03.2020 - 19:51 Uhr
Und, nur um das nochmal zu betonen: ich werde mir das kommende Album sicher wieder gerne anhören. Auch die letzten beiden sehe ich als starke 7/10, was bei mir normalerweise für die Top 20 des Jahres reicht. Alles Gemecker auf hohem Niveau.

hexed all

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11.03.2020 - 00:32 Uhr
Bei Mr. Bungle sind "Brüche der Brüche Willen" okay, weil du der Meinung bist, Emotionalität sei nicht das Ziel gewesen. Versteh ich das richtig?

Und das will mir halt nicht in den Kopf, weil Dillinger z.B. auf Ire Works die emotionalen Songs und die Wutausbrüche immer strikt voneinander getrennt hatten. Und auch auf den späteren Alben reicht da in Sachen Inkongruenz nix an Mr. Bungle heran.

Den Rap-Part im neuen Hirsch-Track find ich auch doof, aber nicht weil mir der Genre-Mix nicht passt sondern weil einfach viel besser hätte sein können und wie hingeschissen wirkt.

Oceantoolhead

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11.03.2020 - 08:28 Uhr
Ein Rap-Part hätte durchaus, auch an der Stelle passen können. Bloß lassen Performance und Lyrics viel zu wünschen übrig, evtl war der Featuregast einfach schlecht gewählt. So ein zB. MC Ride an der Stelle hätte aber sicherlich den Song aufwerten können. Wenn es denn unbedingt in Englisch sein muss.

Neuer

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25.03.2020 - 15:11 Uhr
Habe vorhin mal ein paar Interviews aus der Agnosie- und Eskapist-Ära gelesen und die Hirsche wollten wohl ganz bewusst von der Befindlichkeitslyrik weg. Damit kann ich definitiv leben. Ich mag zwar die Trübsinnslieder sehr gerne, aber auf Dauer halte ich die auch nicht aus.
Der Rapteil ist fühlt sich einfach komisch an. Aktiv stören tut er mich weniger, aber verschenkt definitiv Potential, was schade ist. Im Albumkontext kann man das vielleicht wieder ausbügeln, aber wirklich punkten tun sie bisher nicht.
Der Rest vom Song kann sich hören lassen. Ist relativ zugänglich, was man von Singles wohl erwarten muss.
Autotunig finde ich den Teil vor dem Rap eigentlich gar nicht. Man hört kaum abrupte Sprünge, die Stimme ist einfach etwas entfremdet worden. Der Part ist weird, was aber bei THE nicht schockt. Hab ich also gar kein Problem mit

Armin

Plattentests.de-Chef

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26.03.2020 - 19:06 Uhr - Newsbeitrag

Alle Dates im Überblick:

30.10. DE, Berlin - Club GRETCHEN
31.10. DE, Hannover - Béi Chéz Heinz
01.11. DE, Hamburg - Logo Hamburg
02.11. DE, Dresden - Beatpol
03.11. DE, Jena - F-Haus Jena
09.11. DE, Frankfurt - Nachtleben Frankfurt
10.11. DE, Wien - FLEX
11.11. DE, München - Backstage München
12.11. DE, Karlsruhe - Die Stadtmitte Karlsruhe
13.11. DE, Marburg - Kulturzentrum KFZ Marburg
14.11. DE, Köln - Club Volta
15.11. DE, Bochum - Rotunde - Alter Katholikentagsbahnhof

NOK

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Registriert seit 04.10.2018

26.03.2020 - 19:30 Uhr
"DE, Wien"

Da ist die großdeutsche Lösung wohl immer noch in einigen Köpfen. :D

The MACHINA of God

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26.03.2020 - 21:39 Uhr
Es sind extreme Zeiten...

Neuer

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Registriert seit 10.05.2019

26.03.2020 - 22:38 Uhr
Aber bitte bloß keine Panik!

doept

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Registriert seit 09.12.2018

26.03.2020 - 22:44 Uhr
Naja, schon Panik!

Wenn schon der Hirsch sein Konzert für Anfang Mai verschiebt, was wird dann aus meinem Guns N' Roses-Konzert Ende Mai? Ich befürchte nichts gutes...
Für mich waren bisher Hirsch Effekt, Chuck Norris und Axl Rose die letzten Bastionen gegen den Virus-Quatsch, aber selbst das scheint nicht mehr zu wirken :-(

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