Hatchie - Keepsake

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Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

29.06.2019 - 20:25 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Watchful_Eye

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Registriert seit 13.06.2013

30.06.2019 - 00:49 Uhr
Sorry, ich muss da mal meckern. Der Einleitungssatz hat mich getriggert:

"The present is female! Beyoncé und Taylor Swift sowieso, aber auch zahlreiche talentierte Songwriterinnen aus dem großen Indie-Teich beweisen das. Hatchie ist mit ihrem bezaubernden Dreampop nun ein weiterer, aussagekräftiger Beleg dafür, warum wir Frauen in der Musik dringend brauchen."

Ich gebe zu, ich bin generell kein Freund von so feministischen Allgemeinplätzen wie "Die Zukunft ist weiblich", aber in dem Fall habe ich es noch weniger nachvollziehen können.

Wenn Hatchie Cyberpunk machen würde, mag ihre Weiblichkeit ja vielleicht noch erwähnenswert sein. Aber das Genre ist Dream Pop - weder ein sonderlich futuristisches, rebellisches oder feministisches Genre, noch eines, in welchem Frauen irgendwie die Ausnahme wären.

Im Gegenteil, Dream Pop war von jeher ein überaus "weibliches" Genre.
Dass im Jahr 2019 eine Frau Dream Pop produziert, ist genau so wenig ungewöhnlich wie schon im Jahr 1989. Und Attribute wie "zauberhaft", "romantisch" und "charmant" waren bereits 1949 schon Genderkonform:

"Das zauberhafte "Secret" und das romantische "Kiss the stars" ziehen besonders in Hatchies Bann und lassen auch überschneidenden Gesang nicht kitschig, sondern charmant erscheinen."

Von daher weiß ich nicht, warum für die Rezensentin ausgerechnet dieses Album als Beispiel für weibliches Empowerment herhalten soll. Wirkt auf mich sehr gewollt "woke" und wird obendrein der Künstlerin nicht gerecht, die weit mehr zu bieten hat als ihr Geschlecht.

Ich weiß, dass das kleinkariert ist und ich mich mit so einer Kritik nur unbeliebt machen kann. Aber ich bin von der Bentoisierung deutscher Medien generell angenervt gerade und würde mich freuen, wenn das nicht auch noch bei Plattentests Einzug halten würde.

Ab dem zweiten Absatz finde ich die Rezension aber dann auch gelungen. Angenehm bodenständiger Schreibstil, so dass auch Menschen, die das Album noch nicht gehört haben, etwas unter dem Album vorstellen können.

Watchful_Eye

User

Postings: 1479

Registriert seit 13.06.2013

30.06.2019 - 01:10 Uhr
Um jetzt auch noch meinen Senf zum eigentlichen Album zuzugeben (da teile ich etwa die Meinung der Rezensentin):

Empfehlenswertes Album, wo insbesondere Cocteau Twins als Vorbilder hergehalten haben. Die Songstrukturen sind etwas poppiger und abgerundeter, aber das funktioniert gut. Die vielschichtige Produktion gefällt auch.

Für ganz hohe Weihen es wohl etwas zu unspektakulär und konservativ, aber es "funktioniert" für das, was es will.
Frage ich mich
30.06.2019 - 01:36 Uhr
Ach wieso solltest dich damit unbeliebt machen, vertrittst mit deiner Kritik ja nen guten Punkt.
Guido
30.06.2019 - 01:39 Uhr
Watchful Eye, ich würde dir gerne was entgegensetzen, doch deine Kritik ist in sich so geschlossen, dass es mir gerade schwerfällt. Vielleicht sollte ich bei Bentoisierung snsetzen, aber blablablabla..
Ulrike
30.06.2019 - 01:50 Uhr
"Bodenständig", ja so müssen Frauen sein, Kochen und Putzen inklusive.
Jüngling
30.06.2019 - 01:55 Uhr
Heute steht sowas wie von Watchful fast unwidersprochen im Raum, wo sind die Leathetfaces und Co. von früher geblieben?

maxlivno

Postings: 1274

Registriert seit 25.05.2017

30.06.2019 - 02:01 Uhr
Das Album klang beim ersten hören ziemlich egal mMn
kräk
30.06.2019 - 02:06 Uhr
Ist PT ja selbst schuld irgendwie schuld, die grossen Feministinnen wie Madonna, die bei einer guten Brwertung eine fruchtbare Diskussion hätten anstossen können, werden hier abgezogen, dafür wird eine Hatchie beziehungswrise eine unbekannte Rezensentin dem Wolf zum Frass vorgeworfen. Ist das in eurem Sinne, PT?
kräk
30.06.2019 - 02:17 Uhr
Selbst ein Liberaler wie Max stösst jetzt in Achims Kerbe, ich denke es wird Zeit, dass eine Peppermint Patty msl wieder snfängt, Pep zu ziehen, aber ich werde schon dafür sorgen, dass das das das nicht geschieht.
Ulle
30.06.2019 - 02:37 Uhr
Lena,. Madonna würde sagen, Watchful f.. dich, mach das auch, das ist keine Kritik, das ist übelste Provokation von seiner Seite, der heisst deine Schreibe gut, wenn du schön brav bist, seiner meinung nach, ich könnte würgen , selbst als Mann. ( Hetero übrigens)

peppermint patty

Postings: 73

Registriert seit 07.05.2019

30.06.2019 - 03:14 Uhr
Ich koch das Thema sls Mod mal wieder ein bisschen runter! Ein Watchful Eye hat das Recht zu kritisieren, aber die Schwsrznicks haben natürlich auch das Recht Watchful Eye zu kritisieren. Mal davon sbgesehen: Hat jemand von euch vielleicht den komischen Kerl mit der Knopfnase gesehen, den Typen, der so gut Baseball spielt?
...
30.06.2019 - 07:39 Uhr
Könnt ihr bitte meine Postings als Kräk und Ulle löschen? 6 Bier sind zu viel, vor allem bei dem Wetter. Ich habe mich definitiv zu sehr echauffiert, tut mir den Gefallen! Wenn nicht, Schwamm drüber, shit happens.
Bine
30.06.2019 - 09:23 Uhr
Guter Punkt von Watchful. Ich empfinde die Einleitung sogar als geradezu "positiv sexistisch" und herablassend frauenfeindlich in der expliziten Hindeutung auf den Umstand, dass Frauen doch tatsächlich Musik machen und "dass wir Frauen in der Musik brauchen". In den 70erJahren oder im 19. Jahrhundert wäre das vielleicht angebracht gewesen. Heute ist es nur eine gönnerhafter Instrumentalisierung von gar nicht in Frage stehenden Selbstverständlichkeiten zum Zwecke der Texteröffnung. Und sowas von einer Frau!

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