Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen - Fuck dance, let's art!

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Armin

Plattentests.de-Chef

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31.05.2019 - 18:58 Uhr - Newsbeitrag
Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

2019 wird ein DLDGG-Jahr! Die Aufnahmen fürs neue Album in Zwanie Jonsons gemütlichem Tonstudio sind abgeschlossen, worauf bereits mit einem Schlückchen Unternehmerbrause angestoßen wurde. Das Ergebnis ist das am 23.8. bei Tapete Records erscheinende Meisterwerk: „Fuck Dance, Let's Art!“

2017 erreichte Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen mit ihrem Album „It's OK To Love DLDGG“ zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Chartposition, zwar nur #60, aber immerhin. Nachdem die Bandmitglieder ihre Haftstrafe wegen Erpressung verbüßt hatten, begaben sich die 5 Gewöhnlichen schnurstracks ins Studio um die in der JVA geschrieben Songs aufzunehmen. Die Liga macht jetzt eher einen auf "Neue Ernsthaftigkeit" und hat das in Kürze erscheinende Album "Fuck Dance, Let's Art!" genannt. Es handelt u.a. von Robert Mitchum, einem einsamen Matratzenmarkt und einem Leben in Rot (mit purpurnen Blitzen). Es klingt als als hätten sich die Modern Lovers zusammen mit Style Council im Übungsraum der Kunsthauptschule eingeschlossen. Liga-Style in Perfektion! Entweder man liebt es oder man liebt es.


Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Tour:

09.06.2019 Linz am Rhein / Modweekender
22.08.2019 Berlin / Radiokonzert Flux Fm
23.08.2019 Hamburg / Hafenklang (Record Release Show)
24.08.2019 Berlin / Schokoladen (Record Release Show)
02.10.2019 Mainz / Schon Schön
03.10.2019 München / Milla
04.10.2019 Ulm / Hudson Bar
05.10.2019 Stuttgart / Goldmarks
10.10.2019 Dortmund / Subrosa
11.10.2019 Hannover / LUX
12.10.2019 Wolfsburg / Sauna-Klub
30.10.2019 Potsdam / Waschhaus
31.10.2019 Leipzig / Naumanns
01.11.2019 Köln / Gebäude 9
02.11.2019 Osnabrück / Kleine Freiheit
27.12.2019 Bremen / Lagerhaus
28.12.2019 Hamburg / Knust
29.12.2019 Berlin / Lido



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DIE LIGA DER GEWÖHNLICHEN GENTLEMEN
Fuck Dance, Let's Art!

CD / LP / Digital
VÖ: 23. August 2019


INFO

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,

vielen Dank für das Interesse an unserem neuen Album „Fuck Dance, Let’s Art!“. Euer Interesse soll euch nicht zum Nachteil gereichen, denn „FDLA“ ist, und da sind wir – also Gunther, Heiko, Fabio, Tim und ich – uns alle einig, das bisher beste Album in der an besten Alben nicht eben armen Liga-Diskographie. Auch Mischer Timo Blunck teilt diese Ansicht. Und Timo ist nicht irgendwer, der ist schließlich Bassist von Palais Schaumburg, war mal im Studio 54 und hat ein dickes Buch geschrieben (über 800 Seiten!). Das hat ja wohl Gewicht, wenn der Mann eine Meinung hat. Studio 54! In New York!! Hallo!? Nur Aufnahmeleiter Zwanie Jonson schwankt noch zwischen „Alle Ampeln Auf Gelb“ und „FDLA“. Aber vielleicht ist er da auch befangen? Schließlich saß der Beau auf „Ampeln“ noch höchstselbst hinter der Schießbude...

„Fuck Dance, Let´s Art!“, das ist ja ein drolliger Titel! Gut, oder? „Bookish“ und gleichzeitig „street“, das hat klasse, das ist Liga-Style, das ist die Liga! Auch abgekürzt hat das Verve: „FDLA“. Das könnte sowohl eine mild-upliftende Partydroge als auch eine libertäre Splittergruppe aus dem Pariser Mai sein. Und genau das, liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde, die ihr die Liga der gewöhnlichen Gentlemen noch nicht kennt, ist diese Band bzw. ihr Sound: Die musikalisch gewordene Mischung aus preiswerter Partydroge und libertärer Splittergruppe. So sieht es nämlich aus! Die Liga – seufz: Entweder man liebt sie oder man liebt sie, da lassen wir mal keinen Platz für Grautöne. Die rustikalen Schöngeister, die beinahe untätowierteste Band der Welt, trotz Heikos prächtigen Greifs auf der Brust … oder ist es der Rücken? Oder ist es so ein Hamburger Veermaster? Sorry Leute, wir sind inzwischen derart erfolgreich (mit dem letzten Album immerhin Platz #60 der Albumcharts), dass wir uns nicht mehr so oft in Ibis-Budget „Doppelzimmern“ im Adamskostüm über den Weg laufen und uns daher Heikos Tattoo nicht mehr merken können.

Zurück zu „FDLA“. Hier singen die fünf Gewöhnlichen über Themen, die wirklich interessant sind. So gibt es einen Folk-Rock-Song über Robert Mitchum, eine Uptempo-Doo-Wop-/Rock’n’Roll-Nummer über einen einsamen Matratzenmarkt und einen Popsong (mit Sitar!) über den letzten großen Bohemien (ein schöner Mann!). Ein Northern-Soul-/Disco-Kracher mit Gainsbourg-Gemurmel behandelt ein Leben in Rot mit purpurnen Blitzen. Fehlt noch was? Ach ja, natürlich darf ein Garagenrock-Song über einen verrenteten Geheimagenten nicht fehlen. Wir sehen, die Liga hebt sich schon allein aufgrund der Themenwahl von den handelsüblichen Befindlichkeitstrotteln ab.

DLDGG – Die Band, die es liebt, anders zu sein! Wie kommt man eigentlich auf so was? Relativ einfach, man liest ein Buch von John le Carré, hört nebenbei die Shadows (oder umgekehrt), haut die Birne ein paar Mal gegen die Wand, dreht das Ganze durch den Liga-Musikwolf und heraus kommt ein Song wie „Der glückliche Spion“. Oder: Man stiert aus dem Fenster … Oh, der Matratzenmarkt gegenüber wurde abgerissen! Gleichzeitig läuft eine LP der Modern Lovers – und zack: Da ist er, „Der kleine Matratzenmarkt“. Oder aber: Ich schaue nach dem Aufstehen kurz in den Spiegel, im Oldie-Sender läuft „Lovin’ Spoonful“ – und schon ist der Samen für den Song „Ich verliebe mich wieder in mich“ gesät. Keine Quantenphysik, keine Raketentechnik, zugegeben, aber einfach geil. Von Anfragen, wie etwa die Songs „Hässlich & Faul“ und „Frustration“ entstanden sind, bitte ich Abstand zu nehmen.

„Fuck Dance, Let’s Art“ ist eine knallige Platte geworden. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt: Die knalligste Platte aus dem wunderbaren Liga-Kosmos. Trotz des Titels auch ziemlich tanzbar. Na ja, man kann nicht alles haben. Wir hoffen, dass ihr mindestens so viel Freude an unserer Musik habt wie wir.

Bitte grüßt auch eure Freunde und Familien von uns!

Eure Liga der gewöhnlichen Gentlemen / Carsten Friedrichs


Tracklisting:

1. Der letzte große Bohemien
2. Ein Leben in Rot mit purpurnen Blitzen
3. Frustration
4. Wie ein Kronkorken auf dem weiten Meer
5. Ich verlieb mich wieder in mich
6. Fuck Dance, Let’s Art
7. Der glückliche Spion
8. Der kleine Matratzenmarkt
9. Escape From Martinique
10. Links, rechts, geradeaus
11. Hässlich und faul, Musik und der HSV

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

11.08.2019 - 13:56 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?
lel
11.08.2019 - 14:01 Uhr
zu so ner spießigen scheissmucke brauchts keine meinung
o. spengler (offiziell)
11.08.2019 - 14:09 Uhr
eigentlich sind die kunden ja sympathisch. und ich liebe auch motown und all diesen alten klang bis zum getno. aber das ist so richtig doitsch im schlechten sinne. also autistisch beobachtet und dann perfekt nachgeäfft. jeden fitzel über den alten sound auswendig gelernt an der akademie, aber die leidenschaft bleibt auf der strecke.
Jim Panse
14.08.2019 - 11:04 Uhr
Die bisher veröffentlichten Songs lassen 9/10, wenn nicht gar 10/10 vermuten. Album ist vorbestellt.
Was?
14.08.2019 - 15:34 Uhr
Keine Leidenschaft? Spießig vielleicht ein bisschen...

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

02.11.2019 - 13:38 Uhr
War gestern im Gebäude 9 in Köln dabei. War dort das erste Konzert seit dem Umbau. Also qausi die Premiere. Bin fast am Gebäude vorbei gelaufen, so sehr hat sich da die Gegend in der Zwischenzeit verändert (alles drumherum abgerissen). Das Gebäude hat sich als Location allerdings ganz schön gemacht. Der Vorraum ist jetzt deutlich kleiner, aber dafür ist jetzt alles so fast schon befremdlich neu und wohl den aktuellen Brandschutzbestimmungen angepasst. Da wurde scheinbar überraschend viel Geld reingesteckt (dafür das es zuvor auch kurz vor dem Abriss stand). Das Kämpfen für den Erhalt hat sich also Ausnahmsweise mal bezahlt gemacht. Der Sound und die Lichteffekte sind deutlich besser und wenn erstmal die Leute die Klos wieder mit Edding bekritzelt haben, die Wände wieder mit Aufklebern beklebt sind, alles wieder mehr nach abgestandenen Bierresten, als nach frischer Farbe und neuen Möbeln riecht, wird der häuslich versiffte Anarchocharme schon zurückkehren. ;)

Eine der besten Locations für kleinere bis mittelgroße Konzerte.


Zum Konzert:

Gut, wer sich selbst o.spengler nennt, sollte man nicht allzu viel Bedeutung beimessen, aber das Leidenschaft hier auf der Strecke bleibt kann man weiß Gott nicht behaupten. Ehrlich gesagt war das genaue Gegenteil der Fall. Habe selten zuvor eine Band erlebt, die mit so viel Herzblut dabei war. Das Konzert war für mich mit das beste des Jahres. Alle haben mitgesungen und getanzt. Carsten Friedrich hat zudem sich als herrausragender Entertainer erwiesen (nicht, dass ich sowas grundsätzlich von einem Sänger erwarte, aber zu der Art von Musik hat das schon sehr gut gepasst). Zudem waren sie sehr sympathisch und auf dem Boden geblieben. Nachdem Konzert standen sie selbst an ihrem Merchstand und man konnte noch mit ihnen quatschen und sie haben sich für wirklich jeden so gut es ging Zeit genommmen (und das obwohl es verdammt voll und trubelig war). Einziger Nachteil: Habe mir irgendwie erhofft, dass sie in ihrer Setlist auch ein paar alte Superpunknummern einbauen, aber das war leider nicht der Fall.


Zur neuen Platte:

Finde die Liga nicht mehr ganz so stark, wie früher Superpunk, aber nach wie vor noch eine tolle und sehr sympathische Band. Auf gesamte Albumlänge können sie allerdings nicht mehr so überzeugen. Der Fokus scheint mehr auf die Singles ausgerichtet zu sein mit viel Füllstoff dazwischen. Für mich eine obligatorische 7/10.

Die Highlights: "Ein Leben in Rot mit purpurpenen Blitzen", "Wie ein Kronkorken auf dem weiten Meer", "Ich verlieb mich wieder in mich" und "Der kleine Matratzenmarkt".

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