Kate Tempest - The book of traps and lessons

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Armin

Plattentests.de-Chef

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29.04.2019 - 18:48 Uhr - Newsbeitrag

KATE TEMPEST



Neues Album "The Book Of Traps And Lessons" am 14. Juni



Erster Song "Firesmoke" out now




“One of the brightest British talents around.” – The Guardian

“As Tempest’s gorgeous steams of words flow out, they conjure a story so vivid its as if you had a state-of-the-art Blu-Ray player stuffed in your brain, projecting image after image that sears itself into your consciousness” — New York Times

"Die vielleicht wichtigste Sprachkünstlerin ihrer Generation" – Spiegel Online



Die Ausnahmekünstlerin Kate Tempest kündigt heute ihr mit Spannung erwartetes drittes Album “The Book Of Traps And Lessons“ für den 14. Juni an und veröffentlicht mit der Single “Firesmoke“ zugleich den ersten Vorgeschmack auf die neue Platte. Am 16. und 17. Mai steht sie in Berlin für Interviews zur Verfügung.

Für “The Book Of Traps And Lessons“ arbeitete sie zum ersten Mal mit dem legendären US-Produzenten Rick Rubin (seines Zeichens Gründer von Def Jam und später American Recordings) zusammen – ein Vorstoß in neues Terrain, der den Schaffensprozess von Kate und ihrem Langzeitkreativpartner Dan Carey deutlich weiterentwickelte. Dadurch entstand ein unglaubliches Werk, das den Zuhörer auf eine 45-minütige Reise durch die Höhen und Tiefen markerschütternder Emotionen mitnimmt. Die einzelnen Tracks verbindet dabei ein starker narrativer Faden. Bewusst kryptisch entzündet Kates Vortragsweise auf dem Opener "Thirsty" ein Feuer, das bis zum Schluss auf "People's Faces" hell lodert. Am besten am Stück gehört, erklären die Songs nie “what is hopefully implicit”, sondern ermutigen und provozieren auf die unerwarteteste Weise eine Reaktion aus dem Bauch heraus.

Über die erste Single “Firesmoke” sagt Kate: “I think of the song like a cleansing moment in the wider context of the record, in the same way that a relationship can be a cleansing moment in the wider context of a life. A kind of a turning point. I wrote it for my woman. Inspired by her and everything that falling in love with her has taught me.”

Tempest bildet das fehlende Bindeglied zwischen den goldenen Zeitaltern der Literatur und des Hip-Hops. Die in London geborene und BRIT Award-nominierte Spoken-Word-Künstlerin, Rapperin, Dichterin, Autorin und Dramatikerin reimt mit einer schier hundertjährigen Wut. Kate begann mit dem Schreiben, als sie 16 war. Jetzt, etwas mehr als fünfzehn Jahre später hat sie neu definiert, was es bedeutet, eine Sprachkünstlerin in der Moderne zu sein. Bis heute hat sie drei Gedichtbände publiziert, drei Theaterstücke inszeniert, ihren Debütroman verfasst und zwei gefeierte, jeweils für den Mercury Prize nominierte Studioalben veröffentlicht – “Everybody Down“ (2014) und “Let Them Eat Chaos“ (2016). “The Book Of Traps And Lessons“ ist ihre erste Veröffentlichung via American Recordings (dem Label von u.a. Johnny Cash, Slayer und Tom Petty).


Tracklisting:

1. Thirsty
2. Keep Moving Don't Move
3. Brown Eyed Man
4. Three Sided Coin
5. I Trap You
6. All Humans Too Late
7. Hold Your Own
8. Lessons
9. Firesmoke
10. Holy Elixir
11. People's Faces




Live in Deutschland:

08.05. SO36 – Berlin, XJAZZ Festival
14.-16.06. Maifeld Derby – Mannheim
01.-03.08. Appletree Garden – Diepholz


myx

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29.04.2019 - 21:29 Uhr
Finde die Begleitung von "Firesmoke" wunderschön sanft und zärtlich, wenn man das so sagen kann. Bin sehr gespannt auf das Album und natürlich auf ihren Auftritt beim Maifeld Derby.
Lomai
29.04.2019 - 21:43 Uhr
So zurückgenommen hat man Kate Tempest bis jetzt selten gehört. Ein Liebeslied, das ganz ohne Wut auskommt, oder wie sie selbst sagt, " ..a cleansing moment..".Auch musikalisch sehr reduziert, introspektiver Früh 90er East Coast Hip Hop. Gefällt mir leider nicht ganz so gut, aber man sollte sich nicht täuschen lassen, weil der Song seinem Kontext entzogen wurde. Man erinnere sich z.B. nur an die " We shall love 2" Singleauskopplung aus dem letzten Julia Holter Album, die in ihrer Eingängigkeit ja geradezu untypisch für "Aviary" war.
Vergleicher
30.04.2019 - 06:31 Uhr
Kate Tempest ist die britische Jeanette Biedermann.

Robert2

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30.04.2019 - 09:56 Uhr
@Armin: so, jetzt ist Kate vorne ...
anstatt Frau Biedermann...

aber so richtig fies fand ich Ihren Israel-Boykott...
scheint nicht gerade die Hellste zu sein...
ansonsten: ungehört und keine Wertung.
BDS
30.04.2019 - 10:00 Uhr
Boycott, Divestment and Sanctions!
@Robert2
30.04.2019 - 11:25 Uhr
Über den Boykott kann man sicher streiten, weil es faktisch ja nur um ein geringes Sponsoring der israelischen Botschaft von 1200 Dollar ging, aber das Tempest danach gleich wieder als Antisemitin, wenngleich selbst jüdischer Abstammung, dargestellt wurde, sagt dann doch mehr über die üblichen Empörungsreflexe als über sie aus.
mrnovember
30.04.2019 - 11:40 Uhr
Nö, sie ist offiziell BDS-Unterstützerin und und unterstützt somit eine eindeutig antisemitische Kampagne. Mit Empörungseffekten hat das rein gar nichts zu tun.
oh oh
30.04.2019 - 11:44 Uhr
wieso will arm.in sie dann pushen? nicht dass nachher nürtz noch ar.mins beiträge lös.cht..
Frage
30.04.2019 - 14:35 Uhr
Radiohead gaben ein Konzert in Tel Aviv. Sind sie damit Unterstützer der istaelischen Siedlungspolitik?
@Frage
30.04.2019 - 15:35 Uhr
Radiohead sind imperialistische U-Boote. Deshalb sind sie auch so erfolgreich. Man darf sich von deren Fassade nicht täuschen lassen!

Armin

Plattentests.de-Chef

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31.05.2019 - 19:07 Uhr - Newsbeitrag



KATE TEMPEST
NEUE SINGLE "HOLY ELIXIR" VOR ALBUMRELEASE AM 14.06.



Am 14. Juni wird die gefeierte und BRIT Award-gekürte Spoken-Word-Künstlerin, Rapperin, Dichterin, Schriftstellerin und Dramatikerin Kate Tempest ihr neues Album "The Book Of Traps And Lessons" veröffentlichen. Mit "Holy Elixir" stellt sie nun den zweiten Song aus diesem ominösen Buch vor. Einen Song, der seine Premiere über BEATS ONE feierte und dessen dunkle, sägende Bässe bis in die Magengrube gehen, wenn Tempest rappt: "She said we’re born of collision, we are the vision of a bigger vision. And yet – we run around like hamsters. Spinning the wheel. Spinning the wheel. Spinning the wheel.”

Das ungeduldig erwartete Album "The Book Of Traps and Lessons" wurde in den letzten fünf Jahren mit Rick Rubin und Dan Carey sorgsam zurecht geschliffen. Es folgt auf Tempests frühere Veröffentlichungen, "Everybody Down" (2014) und "Let Them Eat Chaos" (2017), die beide in die engere Wahl für die Verleihung des Mercury Prize kamen. Seit der Erscheinung ihres Debüts begeisterte Kate Tempest Festivalzuschauer, das Publikum von TV Shows wie The Tonight Show Starring Jimmy Fallon, NPRs Tiny Desk und zahlreicher anderer Formate. Ganz zu schweigen davon, dass sie von Medien wie der New York Times, The New Yorker, Forbes – um nur einige zu nennen – mit Lob überschüttet wurde.



Nezba
31.05.2019 - 19:24 Uhr
Das klingt ein bisschen langweilig.
Veit
01.06.2019 - 06:46 Uhr
Super Song, sehr finster. Was mich allgemein ein bisschen verwirrt, ist der Pressetext. In den letzten fünf Jahren dran herumgeschliffen? Hat man gleichzeitig an mehreren Alben gearbeitet? Ist das so üblich?

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

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01.06.2019 - 22:08 Uhr
Ich behaupte jetzt mal, dass das nicht so unüblich ist, dass man an mehreren Ideen gleichzeitig bastelt. Also hier völlig unpassendes Beispiel sei mal Weezer genannt, die ja quasi ständig 7 Alben fertig haben eigentlich...
Die beiden Songs gefallen mir sehr gut, "Holy elixir" steigert sich sehr schön. Ich bin gespannt.

Armin

Plattentests.de-Chef

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13.06.2019 - 20:39 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert. "Album der Woche"!

Meinungen?
Euer Ernst?
13.06.2019 - 22:47 Uhr
"Kate Tempest sagt, was gesagt werden muss."
Euer Ernst, Plattentest? Alben von antisemitischen Künstlern werden bei euch also neuerdings "Platte des Monats". Widerlich! Und ziemlich bedenklich...
Würde da echt mal gerne eine Stellungnahme von Armin hören.
@Euer Ernst?
13.06.2019 - 23:25 Uhr
Kenne die Band nicht. Gibt es zu dieser Behauptung auch glaubhafte Quellen?

Zappyesque

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14.06.2019 - 00:19 Uhr
@@Euer Ernst?:
Ich glaube es geht um diese typische Geschichte, mit der auch Roger Waters gerne als Antisemit abgestempelt wird...: https://www.zeit.de/kultur/2017-09/israelkritik-konzert-absage-kate-tempest-volksbuehne

Robert2

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14.06.2019 - 12:13 Uhr
@malimErnst : Roger Waters wird nicht nur gerne als Antisemit "abgestempelt", sondern ER ist und bleibt ein widerlicher Antisemit !!!
Misanthrop
14.06.2019 - 12:31 Uhr
Die Menschen sind so scheiße, dieser Zeit-Artikel verdeutlicht das einmal mehr und ist einfach nur beängstigend.
Statement
14.06.2019 - 12:41 Uhr
Kate Tempest zu ihrer Absage 2017 auf der Volksbühne:

Ich möchte klarstellen, dass ich über die Handlungen der israelischen Regierung gegen die palästinensische Bevölkerung entsetzt bin. Ich habe lange darüber nachgedacht und mich, gemeinsam mit vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern, die ich respektiere, als Akt des Protestes dem kulturellen Boykott angeschlossen. Ich bin eine Person jüdischer Abstammung und zutiefst von den Vorwürfen, ich würde eine antisemitische Organisation unterstützen, verletzt. Die israelische Regierung ist nicht die einzige Stimme des Judentums. Dieser Auftritt war dazu gedacht, darauf aufmerksam zu machen, welchen Horror Migrantinnen und Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben durchmachen müssen und Solidarität mit ihnen als Menschen zu zeigen und ich bin darüber enttäuscht, dass daraus ein politischer Spielball gemacht wurde. Ich bedauere, dass ich den Auftritt abgesagt habe, aber ich hatte das Gefühl, dass es weder ein angemessener noch ein sicherer Rahmen für mich wäre, meine Kunst zu präsentiere.

Robert2

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14.06.2019 - 12:50 Uhr
...bin bestimmt kein Nahost-Experte, aber wenn ich mich nicht irre, ist Israel das einzige Land im Nahen Osten mit FREIEN Wahlen..
Grosser Horror zum Beispiel für Schwule,Lesben usw. in den arabischen Ländern.. nur so mal gesagt...

Robert2

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14.06.2019 - 12:52 Uhr
..hat natürlich jetzt nichts mit der Musik von der Tempest zu tun - aber wenn man immer nur die Promo-Waschzettel abdruckt....

MM13

Postings: 1658

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14.06.2019 - 19:24 Uhr
ist fast wie ein hörbuch,mir fehlt da ein bisschen der sound.

Achim

Postings: 6191

Registriert seit 13.06.2013

15.06.2019 - 16:43 Uhr
Lustig, vor einigen Tagen wollte ich in einem neuen Thread noch zur Diskussion stellen, ob es nicht besser wäre, Alben von BDS-Supportern hier überhaupt nicht mehr zu besprechen 1). Und dann springt einen der Teaser "Kate Tempest sagt, was gesagt werden muss" unvermittelt an. Puh, das muss jemand, dessen Vorfahren selber unter der Verfolgung von Nazis gelitten haben, erst einmal verkraften. Wenn sie sagt, sie als "eine Person jüdischer Abstammung" beträfe das nicht, ist das natürlich Unsinn. Genauso können Schwarze Rassisten, Frauen Sexistinnen usw. sein.


1) Meine Haltung ist: Ja, es wäre besser. Antisemitismus darf auch durch die Hintertür nicht salonfähig werden.


Achim.
Josh
15.06.2019 - 17:24 Uhr
Sorry, aber wenn wir sie Antisemitin nennen, stellen wir sie dann nicht (vielleicht unbewusst) in eine Reihe mit den grössten Verbrechern der Menschheitsgeschichte? Die Wortwahl ist zu hart, an der Grenze zur Verleumdung.
Euer Ernst?
15.06.2019 - 19:33 Uhr
Bin ganz bei dir, Achim. Schade dass es bisher noch kein Statement von Plattentests gibt.
Geheimagent Lennet
15.06.2019 - 20:15 Uhr
Natürlich nicht so gut, aber erinnert an Anne Clark.
@Robert2
15.06.2019 - 20:17 Uhr
Sogenannte "frei Wahlen" sind überbewertet. Sie sollen nur der Bevölkerung Sand in die Augen streuen.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

15.06.2019 - 23:03 Uhr
Stellungnahme heute nur kurz, weil ich unterwegs bin: Den Teaser für die Startseite habe ich ohne große Hintergedanken geschrieben. Dieser bezieht sich natürlich darauf, dass es sich um wortgewaltige Musik handelt. Das dürfte eigentlich auch klar sein. Um mich konkret zum Sachverhalt zu äußern und auch dazu, ob Kate Tempest irgendetwas vorzuwerfen ist, müsste ich mich zuerst einlesen.
Ganz ehrlich jetz
15.06.2019 - 23:17 Uhr
ob es nicht besser wäre, Alben von BDS-Supportern hier überhaupt nicht mehr zu besprechen

Die ganze Aussage ist so panne und dass sie von dir kommt, macht sie nur noch peinlicher. Wenn Kate Tempest ein (weißer) Kerl wäre, wär dir das alles kackegal und du würdest es sogar noch entschuldigen beziehungsweise verteidigen. Deine Scheinheiligkeit ist kaum zu ertragen, Achim. Bitte hau wieder ab.
Verschwurblungstheoretiker
16.06.2019 - 12:20 Uhr
Wir leben in einer Welt, in der es als Bewohner einer privilegierten Region, außerordentlich schwer ist, sich nicht auf irgendeine Weise mitschuldig zu machen an irgendwelchen Ungerechtigkeiten, die einem nicht einmal bewusst werden oder rasch wieder hinter die Tücken des Alltags verdrängt werden.
Lomai
16.06.2019 - 15:04 Uhr
Ich hab Katey beim Maifeld getroffen und sie in Achims Sinne zur Rede gestellt. Sie lässt ausrichten, sorry, sorry, und nochmal sorry. Katey hofft sehr, dass jetzt alles wieder in Ordnung ist. Peace :(

Achim

Postings: 6191

Registriert seit 13.06.2013

16.06.2019 - 19:49 Uhr
@Lomai: Interessant, dass sie dort im Lineup ist bzw. nicht nachträglich ausgeladen wurde. Das Maifeld hat mit der Stadt Mannheim einen Hauptsponsor der öffentlichen Hand, was angesichts der neulich verabschiedeten Anti-BDS-Resolution des Bundestages nicht ganz unproblematisch ist. Und ich bin mir sicher, dass das Festival auch darüber hinaus in den Genuss öffentlicher Förderung kommt.

Die hier haben es besser gemacht: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/kultur/open-source-festival-2019-in-duesseldorf-laedt-talib-kweli-wegen-bds-bekenntnis-aus_aid-39251489

Achim.
Antif@schist
16.06.2019 - 21:00 Uhr
Ich stehe an Kates Seite und bin selbstverständlich gegen Achim.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 1084

Registriert seit 12.12.2013

16.06.2019 - 21:53 Uhr
Meine persönliche Meinung, bitte nicht als offizielles Statement sehen:

Mir war die Thematik vor der Rezension bekannt, ich habe mich dazu entschieden, sie so weit wie möglich beim Hören des Albums auszuklammern. Wenn sie auf dem Album Dinge geäußert hätte, die in eine ähnliche Kerbe wie ihre o.g. Aussagen geschlagen hätten, wäre die Bewertung auch deutlich kritischer ausgefallen.

Insgesamt denke ich, dass die BDS-Debatte zeittypisch einen Tick zu hysterisch ausfällt. Ich würde Tempest grob im klassischen Anti-Imp-Lager verorten, um mal Linkssprech zu bemühen. Persönlich sehe ich viele der dort transportierten Meinungen sehr kritisch, u.a. auch den teils offen zur Schau getragenen Antisemitismus. Eine Künstlerin pauschal zu verurteilen halte ich jedoch für unsinnig.

Ein Freund ihrer Aussagen bin daher also nicht. Das ändert aber nichts daran, dass mir ihr neues Album gut gefällt.

VelvetCell

Postings: 1196

Registriert seit 14.06.2013

17.06.2019 - 09:31 Uhr
Interview bei SPIEGEL inklusice dieser Aussage:

Ich bin jüdisch, ich habe Familie in Israel und habe keinerlei anti-israelische Empfindungen. Aber dennoch glaube ich, dass das, was die israelische Regierung und die Armee dem palästinensischen Volk im Gazastreifen antut, furchtbar ist. Ich weiß, das ist ein kontroverses Thema, weil auch die Hamas daran nicht unschuldig ist. Aber ich habe sehr gründlich darüber nachgedacht und dann beschlossen, meinen Namen unter diesen kulturellen Boykott zu setzen, um das palästinensische Volk in seinem Kampf zu unterstützen. Und dabei bleibe ich auch.

https://www.spiegel.de/kultur/musik/kate-tempest-als-musiker-gehoert-man-zu-einer-risikogruppe-a-1272030.html
Unangemeldeter (unangemeldet)
17.06.2019 - 10:51 Uhr
Das ist doch eine vollkommen legitime Position? Christophers "zeittypisch zu hysterisch" würde ich zu der hier geführten Diskussion sofort unterschreiben.
...
17.06.2019 - 13:01 Uhr
Hab mir jetzt im Zuge der Tempest-Diskussion noch mal angeschaut, was es hier damals so zu Kollegah gab. Und ich war angenehm überrascht, wie eindeutig die Position der User war. Was Kollegah gemacht hat, war primitivste Effekthascherei auf den Rücken der Toten. Der Fall Tempest liegt natürlich völlig anders. Kritik an den bestehenden Verhältnissen muss möglich sein.
...
17.06.2019 - 13:15 Uhr
Ja, Achim, auch deinen Beitrag zu Kollegah hab ich gefunden, und jetzt bin ich mir wenigstens sicher, dass dir die Sache am Herzen liegt, und nicht etwa als Provokation gedacht war. Ist schon mal viel wert. Und wenn ich schon sage, dass Kritik an der israelischen Politik möglich sein muss, dann gilt das natürlich auch für Kate Tempest's Unterschrift auf dieser ominösen BDS Unterstützer- Liste.

Loketrourak

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Registriert seit 26.06.2013

17.06.2019 - 13:16 Uhr
Kaum zu glauben: #teamachim
...
17.06.2019 - 13:29 Uhr
Ich hab doch jetzt im Grunde nichts anderes geschrieben als Christopher. Tempest hat im Spiegel Interview doch selbst gesagt, dass ihr schon klar geworden ist, dass man mit dem Thema in Deutschland verständlichetweise sensibler umgeht als in England, wo sich ja etliche bekannte Namen auf der besagten Liste fanden, ich erinnere mich an Annie Lennox oder Cat Power.(?).An ihrer eigentlichen Kritik an den Zuständen hat Kate Tempest ja auch nicht gerüttelt, sie hat lediglich eingeräumt, dass Deutschland in diesem Falle eine Art Sonderstatus innehat.

P.S: Schau nach, Achim hat jetzt nicht etwa versucht, das Verhalten von Kollegah zu relativieren

Loketrourak

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Registriert seit 26.06.2013

17.06.2019 - 15:02 Uhr
@...: Meintest Du mich?

Ich bin in dieser Hinsicht tatächlich #teamachim, falls ich falsch verstanden wurde.
Wahlberg
17.06.2019 - 15:10 Uhr
Wär trotzdem schön, wenn sich jemand mal mit dem neuen Album auseinandersetzen würde. Ich kann es leider nicht tun, da mich das komplexe Englisch von Kate Tempest schlichtweg überfordert, ich also ohne Übersetzungen, die zur Zeit noch nicht vorliegen, nichts Substanzielles dazu betragen könnte, zumal die Bests, wenn man den Kritiken Glauben schenkt, sehr reduziert sind, es also eher langweilen könnte, sich nur auf die Sounds zu verlassen. Also: jetzt sind die Experten gefragt, nicht immer nur ich.
@Loketrourak
17.06.2019 - 15:18 Uhr
Ja, ich hab tatsächlich gedacht, dass wäre Kritik an meiner Wankelmütigkeit, da ich zunächst eher Tempest verteidigt habe, dsnn aber auch Verständnis für Achims Position gezeigt habe. In dem Fall gibt es ja tatsächlich für beide Ansichten ausreichend Argumente, klassisches Dilemma.
@Loketrourak
17.06.2019 - 15:43 Uhr
Wenn die Registrierungspflicht erst mal da ist, müsst ihr leider auf meine "Argumente" verzichten.

Achim

Postings: 6191

Registriert seit 13.06.2013

17.06.2019 - 19:11 Uhr
Mit dem Statement von Christopher kann man ja durchaus leben, wenn sich PT schon entscheidet, das zu besprechen. Wenn man meint, Kate Tempest unbedingt rezensieren zu müssen, hätte ich mir so etwas in der Art entweder im Startseiten-Teaser oder als Disclaimer am Anfang der Rezi gewünscht.

Achim.
Mike
17.06.2019 - 22:02 Uhr
Also Kate Tempest hätte die Kiddies mit der Unterschichtenmusik bestimmt nicht gemassregelt, sondern mit denen eher ein Bier getrunken oder eine Tüte geraucht. Diese zwischenmenschlichen Töne ziehe ich eigentlich auch der Politik der Abgrenzung vor, nach dem Motto, ihr seid ja eh alle nur Dreck, BSD hin, BSD her.
Mike
17.06.2019 - 22:05 Uhr
Unterschicht halt, so wird aus BDS auch schon mal..

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