Bosse-De-Nage - Further still

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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10.12.2018 - 21:31 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

Der Untergeher

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10.12.2018 - 23:13 Uhr
Die Besprechung überrascht und erfreut mich. In meinen Ohren eins der besseren Metalalben dieses Jahr.
GV
11.12.2018 - 20:52 Uhr
Tolle Platte. Hat aber nur wenig mit Black-Metal zu tun. Keine Ahnung warum die Band immer in diesem Genre verortet wird. Post-Hardcore passt mMn besser.

Der Untergeher

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11.12.2018 - 21:43 Uhr
Joa. Wenn man sie mit Verortungen/Referenzen/Genres bestempeln will - will und muss man das eigentlich immer?, sei mal so rhetorisch in den Raum gestellt -, dann würde ich sagen, klingen sie wie ne Hardcore Band, die sau viel BM hört, sich von Slint und ähnlichen ungewöhnlichen Rockbands inspiriert fühlt und in ihrer Freizeit viel schräge französische Literatur liest (man denke da an Bataille und Konsorten).
Tjaja
16.12.2018 - 09:42 Uhr
"Ein Deafheaven-Klon!" So möchte manch einer bei Bosse-De-Nage spontan ausrufen.

Dinge, die nie irgendjemand irgendwo sagen würde, schon allein deswegen, weil Bosse-De-Nage als Band älter sind als Deafheaven. Plattentests beweist mal wieder Kompetenz beim Thema Metal.
Tjaja
16.12.2018 - 09:42 Uhr
Oder auch: Wenn man nur Deafheaven kennt, sieht jede Black Metal-Band wie von Deafheaven beeinflusst aus.
Hinweis
16.12.2018 - 09:45 Uhr
Metal = Musik für Leute, die Musik hassen
Tjaja
16.12.2018 - 10:20 Uhr
Was ich nicht gemerkt habe, ist, dass genau das in der Rezension steht. Dafür hätte ich weiter als bis zum ersten Satz lesen müssen.

boneless

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10.02.2019 - 01:19 Uhr
Auf Tour mit Street Sects:

05.04.: Juha West, Stuttgart
07.04.: Oettinger Villa, Darmstadt
08.04.: Chemiefabrik, Dresden
09.04.: Schaubude, Kiel
11.04.: tba, Bremen

saihttam

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10.02.2019 - 13:36 Uhr
Die Oetinger Villa könnte interessant sein für mich. Kenne die Alben der Band zwar nicht wirklich, aber solche Musik ist live eigentlich immer ziemlich geil.

Der Untergeher

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10.02.2019 - 14:56 Uhr
Man sollte vielleicht erwähnen, dass die Band nur äußerst selten tourt und man sich selbst als Ami überaus glücklich schätzen kann, wenn man die Band mal live sehen durfte. Dass sie in Deutschland mehrere Shows spielen, ist der Wahnsinn. Ich werde auf jeden Fall nach Bremen fahren.

Das haben wir dem Roadburn zu verdanken, nehme ich an. Das Festival lockt ja so einige Underground Bands nach Europa.

Eliminator Jr.

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10.02.2019 - 16:16 Uhr
Bosse-De-Nage in meiner Heimatstadt? Wahnsinn, Sachen gibts... Ist natürlich ein absoluter Pflichttermin für mich.

boneless

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10.02.2019 - 19:41 Uhr
Interessant auch, dass die Konzert-Metropolen mal eben links liegen gelassen werden...

boneless

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09.04.2019 - 21:29 Uhr
Es war ein wenig ärgerlich, dass ich gestern zu spät von Arbeit loskam und erst in der Chemiefabrik eintraf, als Street Sects gerade fertig waren. Freunde berichteten von einer "Show" im heftigsten Nebel, selbst der Barbereich wäre nahezu dicht gewesen, was die beeindruckenden Rauchschwaden nur unterstrichen, die sich durch sämtliche geöffnete Türen ihren Weg ins Freie bahnten. Ansonsten: Vollbedienung mit Stroposkopen und ein Sänger, die im dichten Nebel durchs Publikum gelaufen ist und plötzlich vor den Anwesenden aufgetaucht sei und sie angeschrien hätte. Mir geben Street Sects auf Konserve fast gar nix, aber das hätte ich dann doch zu gern "gesehen".

Seis drum, als Bosse-De-Nage dann anfingen, war der Nebel immernoch nicht gänzlich verschwunden, was die beklemmende Atmosphäre aber wunderbar verstärkte. Der Vierer aus San Francisco glänzt nicht unbedingt mit spektakulärem Stage Acting, bringt live aber eine ungeahnte Wucht rüber, die um einiges brutaler zuschlägt als auf Platte. 40 rasende Minuten von einer unglaublich rastlosen Band, die Intensität war gnadenlos. Mehr als beeindruckend dabei Drummer Cantwell, der mit seinem technischem Gedresche alles zudeckte und quasi ohne Pause von Anfang bis Ende wütete. Die Verzweiflung, die Bosse-De-Nage live rüberbringen, ist nicht zu unterschätzen, Bryan Manning verausgabt sich komplett untheatralisch bis zum Letzten, schon im ersten Song ist er bis an die Schmerzgrenze gegangen.
Krasse Erfahrung jedenfalls, leider war die Gitarre sehr leise und ging häufig im Getose unter, erst in der zweiten Hälfte wurde es etwas besser. Ein Wermutstropfen in einer ansonsten heftigen Darbietung.

Eliminator Jr.

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10.04.2019 - 15:43 Uhr
Interessant auch, dass die Konzert-Metropolen mal eben links liegen gelassen werden...

Habe mich nach dem Konzert gestern ausführlich mit Bryan Manning unterhalten und ihn auch genau darauf angesprochen. Tatsächlich haben sie in Hamburg, Berlin etc. zahlreiche Venues angefragt und überall Absagen bekommen..

Mit Street Sects hast du tatsächlich etwas verpasst. In Kiel war die Nebelmaschine kaputt (worüber ich persönlich sehr froh war), doch durch das andauernde Stroboskop-Gewitter hat man zu keinem Zeitpunkt wirklich gewusst, wo der Sänger gerade sein Unwesen treibt und ob er plötzlich neben dir steht und ohne Mikro ins Ohr schreit. Und das ist denke ich allen Anwesenden (magere 15-20 Personen) passiert. Unfassbar intensiv und mit Sunn O)) eine meiner furchterregendsten Konzerterfahrungen. Mit gut 20 Minuten auch perfekte Länge. Am Merchstand dann die Platte von ihm gekauft, ein (was auch sonst) sehr freundlicher und höflicher Typ, der sich mit Handschlag bei jedem bedankt hat, der noch ein paar Taler mehr da gelassen hat.

Bosse-De-Nage habe ich ganz ähnlich erlebt, der Drummer hat alles geschlachtet und Bryan war gegen Ende absolut authentisch emotinal verausgabt. Die Gitarre war hier durchweg gut zu hören, ich war erstaunt, dass sie sich trotz sehr cleanem Sound gegen das Donnerwetter von hinten durchsetzten konnte. Da stimmte letztlich alles, keine zehn Euro das Ticket, LPs und Shirts für 15€ (hab mich ordentlich zugedeckt) und das Menschliche durchgehend vorne.

boneless

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11.04.2019 - 13:09 Uhr
Ja, es nervt mich durchaus. Ich hab schon so viele 0815 Vorgruppen ertragen müssen. Und dann verpasst man mal eine und es ist gleich eine derart trippige Erfahrung. Hrmpf.

Bei uns waren auch maximal 30 Leute anwesend, von denen aber gut 1/3 was am Merch gekauft hat. Guter Schnitt, wie ich finde.

Da stimmte letztlich alles, keine zehn Euro das Ticket, LPs und Shirts für 15€ (hab mich ordentlich zugedeckt)

Auch das Shirt mit der Glocke? Fantastisches Design.

Der Untergeher

User und News-Scout

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11.04.2019 - 19:43 Uhr
Ich war letzten Freitag in Stuttgart. Ich möchte weniger wiederholen als dem beipflichten, was boneless und Eliminator Jr. geschrieben haben. Unterschreibe jedes Wort. Konzert des Jahres bisher. Die Energie und Intensität beider Bands haben mich nachhaltig beeindruckt. Besonders das völlig poser- sowie trve-freie Auftreten von BDN bei gleichzeitig maximal authentischer und niederschmetternder Peformance hat mich total beeindruckt. So muss BM live sein.

In Stuttgart waren wohl auch so um die dreißig Leute. Hier waren aber bestimmt/gefühlt die Hälfte am Merch-Stand. Ich war schon vorm Konzert dort. Habe kurz mit Bryan geredet, die letzten beiden Alben auf Vinyl und seine Short Story gekauft. Nur aufs Tshirt habe ich verzichtet - trotz coolem Design - weil ich schon ein God Ennui Shirt besitze (und an dem Abend als Fanboy auch angezogen habe).

boneless

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11.04.2019 - 21:17 Uhr
Hat eigentlich jemand eine Ahnung, ob die Storys zu Marie, die über die Alben hinweg immer wieder auftauchen, irgendwelche Hintergründe haben oder ob das bloße (wenn auch sehr kranke) Fiktion ist?

Eliminator Jr.

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11.04.2019 - 22:33 Uhr
Auch das Shirt mit der Glocke? Fantastisches Design.

Genau das ist es geworden. Fand alle Designs sehr ansprechend, aber das stach doch hervor.

Habe kurz mit Bryan geredet, die letzten beiden Alben auf Vinyl und seine Short Story gekauft.

Die Story habe ich mir auch gegönnt (und bei der Gelegenheit direkt vom Autor signieren lassen). Habe sie bereits ausgelesen, wer sich für seine Lyrics interessiert sollte sich damit unbedingt auseinandersetzen. Ist thematisch und atmosphärisch auch durchaus mit den Geschichten auf Further Still vergleichbar.

Hat eigentlich jemand eine Ahnung, ob die Storys zu Marie, die über die Alben hinweg immer wieder auftauchen, irgendwelche Hintergründe haben oder ob das bloße (wenn auch sehr kranke) Fiktion ist?

Das würde mich auch interessieren, wirkte mir als Frage während der sehr lockeren Gespräche an dem Abend aber doch zu intrusiv. Auch mein brennender Wunsch nach einer Verfilmung von Washerwoman hat vorerst keine Erwähnung gefunden.


Anschreien oder auspeitschen ohne mich
11.04.2019 - 22:36 Uhr
Bin froh weder musikalisch noch sexuell abartige Vorlieben zu haben.

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