Deerhunter - Why hasn't everything already disappeared?

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Armin

Plattentests.de-Chef

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30.10.2018 - 19:28 Uhr - Newsbeitrag

DAS NEUE ALBUM DEERHUNTER ERSCHEINT "WHY HASN'T EVERYTHING ALREADY DISAPEARED?" AM 18.01.19 AUF 4AD!
Die erste Single "Death In Midsummer" erscheint heute!



Wie beschreibt man ein Album, das sich ein wenig aus der Zeit gefallen anhört und sich mit dem Verschwinden von Kultur, Humanität und Natur beschäftigt? Warum sollte man solch ein Album in einer Zeit veröffentlichen, in der die Aufmerksamkeitsspannen der Menschen immer geringer werden und man Musik nur noch für Algorithmen und mögliche Playlisten-Platzierungen produziert? Warum sollte man überhaupt noch morgens aufstehen? Und warum ist nicht eigentlich alles schon vor die Hunde gegangen? Oder wie der Titel des neuen Deerhunter-Albums das aktuelle Weltgeschehen in Frage stellt: „Why Hasn’t Everything Already Disappered?“

Das achte Album der US-Amerikaner vergisst all diese Fragen direkt wieder, es steht auf, läuft herum, entsteht an diversen geographisch strategischen Punkten in Nordamerika. Es kommt heim, strukturiert sich neu und geht schnell ins Bett, um sich vor den schlechten Nachrichten aus aller Welt zu schützen.Von der Nutzung des Cembalos und des Klaviers beim Opener „Death in Midsummer“ an, ist es unmöglich zu erkennen, woher dieses Album kommt. Ist „No One’s Sleeping“ eine lang vermisste Aufnahme einer Recording Session der Kinks mit Eno als Produzent aus Berlin, anno 1977? Nein - das ist Nostalgie in Reinkultur.

Deerhunter haben für ihr neues Album, das sie gemeinsam mit Cate LeBon produziert haben, neue Ansätze gesucht, z.B. wie sie mit Mikrophonen arbeiten, wie mit dem Schlagzeug, dem Cembalo oder den Keyboard-Sounds. Was noch an Gitarren übrig blieb, wurde ohne Umwege über Verstärker oder Vintage-Effekte ins Mischpult gegeben. Und damit klingt die Band auch im Jahre 15 ihres Bestehens frischer als je zuvor!

Deerhunter haben ein retromantisches Science-Fiction Album über das Heute gemacht. Braucht man dies heute? Ist es relevant? DADA war eine Reaktion auf die Grausamkeiten des Kriegs, Punk eine Reaktion auf die langsamen und nichtssagenden 70iger, HipHop thematisierte afro-amerikanische Erfahrungen. Auf was und wie reagiert populäre Musik heute?

Deerhunter sind: Bradford Cox, Lockett Pundt, Moses Archuleta, Josh McKay, and Javier Morales.

Plattenbeau

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Registriert seit 10.02.2014

30.10.2018 - 20:18 Uhr
Endlich neues Material in Sicht. Der Song ist richtig gut. Hat einen recht erdigen Sound und wieder den eher positiv, verträumten Vibe des Vorgängers.

Voyage 34

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30.10.2018 - 20:19 Uhr
Oh yes please!
Nun
30.10.2018 - 20:48 Uhr
Wer hat die letzte eigenlich gehört die kam doch meines Wissens nur als Kassette raus.

Ist auch nur en Jährchen her.
live BKS
30.10.2018 - 20:49 Uhr
Hier gibts schon 4 Songs zu hören:

https://www.youtube.com/watch?v=X2EuD9C8VbA

Death in Midsummer
What Happens to People?
Détournement
Futurism

saihttam

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Registriert seit 15.06.2013

31.10.2018 - 00:55 Uhr
Starker neuer Song! Hab ihn ja im Sommer live gehört. Da gefiel er mir auch schon sehr gut.

Hier gibt es übrigens einen Mitschnitt vom Konzert damals, bei dem auch noch ein paar weitere neue Songs gespielt wurden. Wenn die übrigen Tracks das Niveau halten können, wird das ein tolles Album.

saihttam

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Registriert seit 15.06.2013

31.10.2018 - 00:59 Uhr
Beim Best Kept Secret haben sie mit Detournement ja sogar noch einen neuen Song mehr gespielt als auf dem Maifeld. Fies!
retro
31.10.2018 - 18:27 Uhr
Mir gefällt der mit dem letzten Album eingeschlagene Weg nicht wirklich. Im Übrigen meiner Meinung nach auch keine gute Live-Band.
audio
31.10.2018 - 19:38 Uhr
"keine gute Live-Band."

Was?! Sehr gute Liveband!

musie

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Registriert seit 14.06.2013

31.10.2018 - 20:59 Uhr
eine der besten Live-Bands überhaupt, jedes Mal am Primavera wieder eins der Highlights und Maifeld war auch klasse. der Hut darf halt nicht stören...

Thanksalot

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Registriert seit 28.06.2013

31.10.2018 - 21:28 Uhr
Da freue ich mich aber. Sind bisher immer eine verlässliche Band gewesen.
"Erdig" fiel mir als Beschreibung auch sofort ein und gerade als ich dachte, dass sich der Song doch etwas dahinzieht, kommt dieser trippige Part daher.

Plattenbeau

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Registriert seit 10.02.2014

07.12.2018 - 13:24 Uhr
Der neue Song "Element" erinnert mich irgendwie an das 2011er Atlas Sound-Album, und das gehört nicht gerade zu meinen Favoriten. Der "Elemental"-Chorus hat aber was. Vielleicht wächst der Song ja noch.
hust
12.12.2018 - 16:25 Uhr
Ja is denn scho Weihnachten?
Übrigens
12.12.2018 - 16:44 Uhr
Album ist schon geleakt.
Soll ganz in Ordzum in nung sein, besser als das letzte. An die beiden Großtaten der Band kommt es aber wie zu erwarten nicht ran.
hust
12.12.2018 - 16:46 Uhr
in Ordzum in nung?

Voyage 34

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Registriert seit 11.09.2018

12.12.2018 - 18:01 Uhr
Soll ganz in Ordzum in nung sein

An die beiden Großtaten der Band kommt es aber wie zu erwarten nicht ran.

alles klar
Übiganz
12.12.2018 - 18:16 Uhr
Nach dem ersten Duschgang fand ich live die songs irgendwie besser .

cargo

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Registriert seit 07.06.2016

21.12.2018 - 19:53 Uhr
Also ich weiß nicht so recht. Das Album klingt für mich extrem unausgegoren und hastig zusammengeschustert. Das Instrumental "Greenpoint Gothic" und die beiden eigentlichen Atlas Sound Songs "Tarnung" und "Détournement" (ganz große Grütze übrigens) stören komplett den Fluss auf dieser Platte. Hat Cox eigentlich alles allein gemacht? Würde mich jedenfalls nicht wundern.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

10.01.2019 - 20:40 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?
Eldorado
11.01.2019 - 10:01 Uhr
Die Band ist leider sowas von durch. "Monomania" war noch ok, aber danach kam leider nicht mehr viel brauchbares.
Maester Obvious
11.01.2019 - 10:10 Uhr
Schönes Album. Eher 8/10, wenn man bedenkt was hier regelmäßig 7/10 bekommt.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

11.01.2019 - 10:42 Uhr
Ich fand Fading Frontier ja besser als Monomania.

Thanksalot

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Registriert seit 28.06.2013

11.01.2019 - 13:59 Uhr
Monomania würde bei mir wohl auf Platz 1 landen, dicht gefolgt von Halcyon Digest.

Die hier hätte auch mit Fading Frontier als Doppelalbum erscheinen können, so sehr unterscheiden sie sich gar nicht. Fading Frontier ist etwas träumerischer, erinnert mehr an Atlas Sound und würde ich daher - im Gegenatz zum Rezensenten - auch als sanfestes Album der Band sehen. Why... ist definitiv geerdeter und organischer wie es die Vorabsingle auch vermuten ließ. Es poltert wieder mehr, richtig laut wird es jedoch nie. Auf das erste Hören mag sie etwas farblos erscheinen, aber nach und nach fallen die zahlreichen unterschiedlichen Klänge und Instrumente auf und eine gewisse Experimentierfreudigkeit lässt sich nicht abstreiten. Ansonsten typisch Deerhunter.
Ich kann aber auch verstehen, wenn es dem ein oder anderen Hörer nach mehr als 3 Jahren zu wenig ist und den Status eines Übergangsalbums würde ich nicht absprechen. Und ja, einige Ideen scheinen nicht konsequent zu Ende gedacht, wenn ich bedenke, wie abrupt "Futurism" und vor allem "Plains" enden, dafür hat man mit "Nocturne" einen schönen Rausschmeißer. Lockett Pundts Gesang vermisse ich dennoch, das gehört irgendwie zu einer Deerhunter-Platte.

Aber dennoch ein schönes Album. Fading Frontier habe ich tatsächlich nur noch selten gehört. Bei der Neuen wird es sicherlich anders laufen. 7/10 passt.
Walter donoven
15.01.2019 - 15:17 Uhr

was bitte soll an diesem album so toll sein?

2 skipper.

schwächer als alle atlas sound alben, schlechter als digest, monomania und das cryptograms

kein highlight drauf, n album zum einschlafen

maxlivno

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15.01.2019 - 16:48 Uhr
Ist hier niemand Fan von Microcastle?

Voyage 34

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15.01.2019 - 18:18 Uhr
doch!
retro
15.01.2019 - 19:09 Uhr
Ich bin nach kurzem Reinhören auch der Meinung, dass ich die Band nicht mehr brauche. Aber wenigstens bleiben ein paar sehr gute Alben, die man immer wieder hören kann.

saihttam

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16.01.2019 - 00:09 Uhr
Echt nicht gut? Konnte ich mir nach den Live-Versionen der Songs letzten Sommer gar nicht vorstellen.

Und Microcastle ist für mich das zweitbeste Album der Band nach Halcyon Digest.
Fading Frontier gefiel mir vom Sound her eigentlich wieder besser als Monomania, das mir etwas zu schroff daherkam.
Cryptograms steckt irgendwo mittendrin. Müsste ich mal wieder hören, um es wirklich einordnen zu können.
papperlapapp
16.01.2019 - 00:32 Uhr
Quatsch was hier wieder gelabert wird....
Natürlich ist das Album wieder gut. Sie hätten vl etwas mehr ihren Live-Sound einfangen können bei der Produktion.
Schlumpf
16.01.2019 - 11:30 Uhr
"Der Hörer folgt dem entrückten Schauspiel entweder mit Neugierde und eventueller Begeisterung oder wird sich überfordert und desinteressiert abwenden." Klassiker. Wer es nicht mag, ist zu doof.

maxlivno

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18.01.2019 - 17:43 Uhr
17:45 Session mit saihttam und mir

saihttam

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18.01.2019 - 17:46 Uhr
Dann mal los!
Finde Death in Midsummer als Einstieg schon mal sehr gelungen. Beginnt etwas schleppend, kriegt aber immer mehr Fahrt und franst dann wunderschön psychedelisch aus.

maxlivno

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18.01.2019 - 17:47 Uhr
„Death in Midsummer“ läuft. Einziger Song den ich schon gut kenne. Ist gewachsen bei mir

maxlivno

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18.01.2019 - 17:48 Uhr
Das letzte Drittel ist Deerhunter in Topform. Richtig gute psychedelia teilweise

saihttam

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18.01.2019 - 17:53 Uhr
Ich hab das Album gestern Nacht schon einmal durchlaufen lassen und kenne ein paar Songs vom Konzert letztes Jahr. Damals wirkten die Songs auf erste Ohr etwas druckvoller als auf dem Album. No One's Sleeping klingt so auch etwas sperriger als ich es erwartet habe. Trotzdem ein schöner Song.

maxlivno

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18.01.2019 - 17:55 Uhr
Ich hab‘s auch gestern Nacht das erste mal ganz gehört „No One‘s Sleeping“ ist schräg mit den Bläsern und diesen Surf-Gitarren. Irgendwie klingt die ganze Melodie festlich.

maxlivno

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18.01.2019 - 17:57 Uhr
„Greenpoint Gothic“ gibt mir nicht viel als Instrumental. Da flacht die Aufmerksamkeit bei mir nach 30 Sekunden schon ab

saihttam

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18.01.2019 - 18:01 Uhr
Jo, ist ganz nett, aber ein richtiger Song wäre mir deutlich lieber gewesen. Element ist dann aber wieder ganz cool. Mag den Harmoniewechsel zum Refrain. Schöne Mischung aus Verschrobenheit und Melodie.
What happens to People ist dann deutlich poppiger und klarer, wie es auch auf dem letzten Album gepasst hätte.

maxlivno

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18.01.2019 - 18:04 Uhr
„What happens to people“ bisher für mich das Highlight. Der hat alles. Klingt nicht ganz so erdig wie der Rest bisher.
„Element“ ist auch ziemlich gut, gleiche Richtung wie „Death in Midsummer“

saihttam

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18.01.2019 - 18:08 Uhr
Détournement ist erst mal komisch und nimmt etwas den Schwung. Vielleicht müsste man sich da den Text mal genauer angucken.

maxlivno

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18.01.2019 - 18:08 Uhr
Was soll „Detournement“ bitte sein? Versteh den Song nicht

maxlivno

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18.01.2019 - 18:13 Uhr
„Futurism“ ist verspielter Pop. Guter Song, aber reißt keine Bäume aus. „Tarnung“ hat was von Sufjan Stevens finde ich

saihttam

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18.01.2019 - 18:14 Uhr
Futurism führt das Album auf gutem Niveau weiter. Der obligatorische Song von Lockett fehlt dann aber der Biss und ist zu verwaschen. Schade! Mag seine Songs eigentlich immer gerne und warte schon lange auf ein neues Album von Lotus Plaza.

saihttam

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18.01.2019 - 18:17 Uhr
*Dem obligatorischen Song...

Plains ist regelrecht beschwingt, aber leider zu kurz, um wirklich etwas auszusagen.

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

18.01.2019 - 18:18 Uhr
„Plains“ ist mir zu skizzenhaft. Nur so halbgar, da war mehr Potenzial drin

saihttam

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Registriert seit 15.06.2013

18.01.2019 - 18:23 Uhr
Nocturne lässt das Album schön ausklingen. Trotzdem hätte in dem Song gerne noch etwas mehr passieren dürfen. Noch ein packender Vocalpart vor dem Outro oder so. So trudelt es halt etwas gefällig vor sich hin.

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

18.01.2019 - 18:24 Uhr
„Nocturne“ ist zu lang. Da passiert hintenraus gar nichts mehr.
Das Album kommt auf keinen Fall an die Großtaten dran. Mal schauen ob es noch wächst

saihttam

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Registriert seit 15.06.2013

18.01.2019 - 18:31 Uhr
Ja, die zweite Hälfte lässt schon deutich nach. Die ersten Songs sind dafür mehrheitlich starke Nummern. Wäre schön, wenn die ruhigeren Sachen sich mit der Zeit noch etwas entfalten, aber so bleibt es schon hinter dem Großteil des bisherigen Outputs zurück.

Plattenbeau

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Registriert seit 10.02.2014

20.01.2019 - 11:11 Uhr
Ich kann mit dem Album noch nicht viel anfangen. Es gibt so kleine Momente, aber momentan ist es für mich das langweiligste Album der Band.
so bei mir
22.01.2019 - 17:42 Uhr
heute den erstdurchlauf gestartet und gedacht, iwie langweilig und jetzt beim dritten durchlauf und denke, immer besser, gefällt.

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