Low - Double negative

User Beitrag

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

04.10.2018 - 18:58 Uhr
Mit welcher Platte einsteigen?

I Could Live in Hope.
Und dann chronologisch weiter.
NOK
04.10.2018 - 19:47 Uhr
"I Could Live in Hope" ist ein wunderbarer Startpunkt. Ich hätte ursprünglich gesagt, dass du gleich als Kontrast noch irgendwas aus den Nullerjahren dazunehmen solltest, am ehesten "Things We Lost in the Fire" oder "Trust". Aber boneless' Idee mit dem chronologischen Durcharbeiten ist auch toll, denn da kannst du die Entwicklungen, die diese Band durchgemacht hat, viel besser nachvollziehen.

Grundsätzlich übrigens: Es gibt keine schlechte Low-Platte.

saihttam

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04.10.2018 - 19:56 Uhr
Im nächsten Februar spielen sie im Sankt Peter in Frankfurt. Das wäre natürlich eine passende Umgebung, um das Album mal live zu erleben. Scheint sich ja zu lohnen.

boneless

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Registriert seit 13.05.2014

04.10.2018 - 21:00 Uhr
Unbedingt. Ich sollte eigentlich kommenden Montag in Leipzig dabei sein, aber irgendwie ist da grad noch eine Faulheit in mir, die es zu überwinden gilt. Hm.

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

04.10.2018 - 21:20 Uhr
Grundsätzlich übrigens: Es gibt keine schlechte Low-Platte.

Schlecht direkt nicht, aber ganz so konstant Weltklasse hat die Band in den letztem Jahrzehnt nicht mehr abgeliefert.

I Could Live In Hope ist auf jedenfall eines der stärkeren Alben. Die für mich stärkste Platte ist und bleibt aber Secret Name. Die hat sich mittlerweile in meinem persönlichen Lieblingsplatten Top 10 in den letzten Jahren dauerhaft fest manifestiert. Die hätte ich auch eher zum starten empfohlen. Allein schon wegen Songs wie "Starfire" oder "Soon". Ebenfalls sehr stark finde ich die Trust oder die The Curtain Hits The Cast, da haben sie noch richtig Slowcore gemacht. Die für den Einstieg eingängiste und rockigste Platte ist mMn die The Great Destroyer. Auch nicht schlecht, aber eher nur besserer Durchschnitt im Low Universum. Natürlich kann man sich aber auch gut chronologisch vorarbeiten. Das Debüt ist auch schon richtig, richtig stark und nahe an einer 10 bei mir.



Habe jetzt auchmal meinen ersten Hördurchgang bei der Double Negative durch. Im Prinzip ja nicht schlecht, dass die Band versucht sich weiter zu entwickeln und als Gesamtkunstwerk gefällt mir das Album auch ganz gut, aber so richtig bis ins letzte kann es mich jetzt auch nicht catchen. Mir sind dann die elektronischen Spielereien doch hier und da eine Spur zu sperrig. Wenn auch das auf Albumlänge dann doch atmosphärisch besser wirkt, als wenn man z.B. ein Quorum einzeln hört.
NOK
04.10.2018 - 22:06 Uhr
"Ich sollte eigentlich kommenden Montag in Leipzig dabei sein, aber irgendwie ist da grad noch eine Faulheit in mir, die es zu überwinden gilt. Hm."

:(

"Schlecht direkt nicht, aber ganz so konstant Weltklasse hat die Band in den letztem Jahrzehnt nicht mehr abgeliefert."

"C'mon" und "The Invisible Way" sind für mich ja auch ihre beiden schwächsten Werke. Erstere ist tendenziell etwas glatt geraten und enthält die einzigen(!) drei Low-Songs, die mir missfallen, und was letztere angeht, finde ich, dass ihr Produzent Jeff Tweedy (mir schlafen schon bei Wilco verlässlich komplett die Füße ein) eine deutlich bescheidenere Vision hatte, wie die Stärken von Low am besten zur Geltung zu bringen sind, als etwa Tchad Blake, der "Trust" zu dem Meisterwerk gemacht hat, das es ist. Aber ganz ehrlich: Großtaten wie "Nothing but Heart", "Amethyst" oder "Holy Ghost" sind auf den beiden trotzdem drauf.

"Die für mich stärkste Platte ist und bleibt aber Secret Name."

Die ist für mich ganz klar in der hinteren Hälfte, und ich würde sie auch mit dem vielkritisierten Etikett "Übergangsalbum" versehen, weil der Prozess unter Steve Albini eigentlich relativ leicht zu durchschauen ist: Auf "Songs for a Dead Pilot" streckte man mal die Fühler dahingehend aus, was da noch möglich sein könnte, "Secret Name" war dann ein erstes ausformuliertes Album und eine bedeutende stilistische Öffnung, aber ich hab sie eigentlich IMMER als Probegalopp zu "Things We Lost in the Fire" verstanden, wo diese Ideen noch zu bedeutender Größe angewachsen sind. Und ich halte schon "TWLitF" eher nur für eines ihrer Mittelfeldalben, weil ich Low vor allem dann mag, wenn sie ihr Publikum etwas mehr fordern und ihm mehr zumuten. "I Could Live in Hope", "Trust", "Double Negative", "Drums and Guns" und "The Curtain Hits the Cast" sind deshalb meine Lieblinge, relativ sicher in dieser Reihenfolge.

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

04.10.2018 - 22:33 Uhr
@NOK

waaas? :o Die Secret Name findest du schlecht? Finde sie gerade gut, weil u.a. sie Steve Albini produziert hat. Diese blumig warme und gleichzeitig schwere Atmosphäre finde ich darauf so unerreicht. Also für mich war das eher ein Höhepunkt, als ein Übergangsalbum. Wenn auch sie natürlich in der Gesamtausführung vllt. nicht ganz so drückend ist wie "I Could Live in Hope" oder "The Curtain Hits the Cast". Finde das perfekte Liebeskummeralbum schlechthin.

Meine Reihenfolge wäre in etwa so:

1. Secret Name
2. Trust
3. I Could Live in Hope
4. The Curtain Hits the Cast
5. Things We Lost in the Fire

und danach dann Long Division, Drums and Guns, Songs for a Dead Pilot (welches für mich dann eher noch ein Übergangsalbum ist), etc.

NOK

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04.10.2018 - 22:48 Uhr
So, mal schnell aus der Schwarznick-Schmuddelecke ausgebrochen. :D

"waaas? :o Die Secret Name findest du schlecht?"

Aber nein, ich mag die trotzdem sehr, ich erinnere nur nochmal an mein "Es gibt keine schlechte Low-Platte" da oben! Für mich ist selbst "C'mon" als Schlusslicht eine 7/10 oder so. Das könnte jetzt widersprüchlich klingen, daher sollte ich vielleicht ein bisschen relativieren: Wenn ich Low kritisiere, geschieht das auf sehr, sehr hohem Niveau, weil sie höchstwahrscheinlich meine absolute Lieblingsband sind, ich habe sechseinhalb Stunden Zugfahrt hin und nochmal so viel zurück auf mich genommen, um die live zu sehen. :D Sachen wie "Weight of Water", "Lion/Lamb" und "Will the Night" finde auch ich wahnsinnig beeindruckend, und ich könnte weiter aufzählen.

Dass ich sie v.a. dann mag, wenn sie Konventionen zuwiderhandeln, mag auch damit zusammenhängen, dass ich sie mit "Drums and Guns" kennengelernt habe, und die hat sich als unheimlicher Grower herausgestellt. Ähnlich wie "Double Negative", weshalb ich jedem, der nicht so begeistert ist, raten würde, dranzubleiben. :)

MopedTobias

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05.10.2018 - 10:42 Uhr
Hätte wohl dieselbe Alben-Top 3 wie slowmo. Danach kommt aber direkt Drums & Guns, so ein herrlich kaputtes Meisterwerk.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

05.10.2018 - 20:25 Uhr - Newsbeitrag
LOW TEILEN NEUES VIDEO AUS IHREM GEFEIERTEN ALBUM „DOUBLE NEGATIVE"
„POOR SUCKER” JETZT ONLINE

Pünktlich zum internationalen Tourstart heute teilen LOW ein weiteres Video aus ihrem Erfolgsalbum. Schaut euch das Makeover von Gitarrist und Sänger Alan Sparhawk im offiziellen Video zu “Poor Sucker” an (Regie: Karlos Rene Ayala).

Stephan

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 11.06.2013

07.10.2018 - 11:51 Uhr
Hatte bislang auch wenig bis gar keine Berührungspunkte mit Low. Aber "Double negative" finde ich atmosphärisch saustark und den Opener liebe ich.

Max der Musikliebhaber

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Registriert seit 13.07.2018

11.10.2018 - 13:57 Uhr
Gerade die Low-Fans, die sich mit Double Negative schwertun (gehöre nicht dazu) die und sich beim Hören fragen „Was ist das?“, sollten unbedingt auf eines ihrer aktuellen Konzerte gehen, da die Songs von Double Negstive in einem teils ganz anderem, weniger experementiellen und für Lows Verhältnisse konventionellerem Gewand dem Publikum präsentiert werden; zum Beispiel Quorum und Tempest. Das Konzert in Bochum in der Christuskirche war traumhaft schön, und es berührt dich schon, wenn Songs wie „Always up“ gespielt werden und du dabei auf eine sich in der ersten Reihe befindenden Dame im Rollstuhl blickst.

NOK

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Registriert seit 04.10.2018

11.10.2018 - 14:41 Uhr
Hi Max, ich verfolge gern bei setlist.fm mit, was sie so live spielen, und möchte dich nur fragen: Kannst du dich erinnern, ob sie tatsächlich "Dancing and Blood" gespielt und dafür "Rome (Always in the Dark)" weggelassen haben?

VelvetCell

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Registriert seit 14.06.2013

11.10.2018 - 15:50 Uhr
Nun, da ich im Besitz der Schallplatte bin, packt mich die Platte doch recht schnell. Ich mag die Platte jetzt schon und spüre, dass sie mich bald begeistern wird.

Max der Musikliebhaber

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11.10.2018 - 21:30 Uhr
Moin NOK. So schaut's aus. :)

Hat mich auch dann positiv überrascht das Dancing & Blood gespielt wurde. Lag vlt. auch an der Akustik des GemäuersWar aber okay für mich. Mag beide Songs. Auch in Sachen Zugabe scheint's ja Variationen zugeben. In Bochum "nur" ein Song; habe immerhin so noch den Zug bekommen. ;)

Falls Du jetzt nicht beim Leipziger Gig warst: Mach Dir eine Freude und gehe zu einem der anstehenden Auftritte; sogar wenn's keine Begleitung gibt und man von auswärts kommt; das war es mir im Nachhinein wert. Aber ist vlt. was anderes, schon uvor mal einem Low-Gig beigewohnt zu haben; wobei: es wird ja schon viel neues Material gespielt; und reizvoll ist: Die Songs unterscheiden sich live von den Albumversionen; zumindest in Bochum. "Dancing And Blood war aber im Vergleich relativ am Halligen "Original" gehalten. Könnte mir jedoch vorstellen, dass "Rome (Always In The Dark)" auf einem Konzert ebenfalls anders als auf der Scheibe klingt. Das können uns vielleicht andere User bzw. Forumbesucher beantworten. Und vlt. lässt sich so auch klären, ob auch auf den vorigen Shows die Songs des Albums live merklich anders präsentiert wurden; ich vermute aber schon.

Wurde jetzt 'n wenig länger; sorry!

NOK

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Registriert seit 04.10.2018

11.10.2018 - 22:04 Uhr
Danke für die Antwort! Ich hab nämlich für jemanden gefragt, der den Song sehr mag und erwägt, sie sich nächstes Jahr in Köln anzuschauen.

Naja, in Sachen Zugabe gab es bei ihrem kurzen Abstecher nach Europa vor einigen Monaten ein bisschen mehr Variation - diesmal scheinen sie sich auf (häufiger) "Murderer" oder (seltener) "Laser Beam" oder beides zu beschränken. Sehr nett von dir, dass du mir sie live so ans Herz legst, aber ich hab schon eine beträchtliche Anreise auf mich genommen, um sie im Juni in Dresden zu sehen, wo sie auch schon einiges aus "Double Negative" präsentiert haben (https://www.setlist.fm/setlist/low/2018/beatpol-dresden-germany-53ea2fe1.html), und war wirklich hingerissen, ich weiß ziemlich genau, wovon du da sprichst. :)

Und ja, sie hatten schon davor irgendwo angekündigt, dass sie die neuen Songs eher im konventionellen Rockgewand spielen werden. Das war in Dresden dann ja auch so, nur ein Teil von "Fly" kam - wohl unvermeidlich - vom Band. Wird bei dir wohl ziemlich genauso gewesen sein. "Rome (Always in the Dark)" ist da keine Ausnahme; hier verrät uns YouTube netterweise bereits, wie das live klingt:

https://www.youtube.com/watch?v=Ye7-mSMlY_c

Außerdem haben Low schon im letzten Jahr zwei Gigs ausschließlich mit einer ausgewachsenen Kirchenorgel und einer Drummachine bestritten, und da wurden auch schon Songs aus "Double Negative" präsentiert, aber natürlich in GÄNZLICH anderem Gewand. Der Link springt direkt zum Beginn von "Rome (Always in the Dark)" - ich finde grade diese Version wirklich bildschön. :)

https://youtu.be/luEaSAH1EEI?t=178
Och nö
11.10.2018 - 22:14 Uhr
Hatte gehofft, dass Low das jetzt mit der experimentellen Schiene durchziehen. :(

Amused

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Registriert seit 28.11.2016

11.10.2018 - 23:48 Uhr
Konnte beim ersten Hören auch nicht viel damit anfangen, beim zweiten mal dafür umso mehr. Für mich ein vollkommen überraschendes Spätwerk und vielleicht ihr bestes Album seit den 90ern.

Live war mir das angesichts dieses vollkommen zerschossenen Albums eigentlich zu reduziert. Da die Band aber bevorzugt in Kirchen zu spielen scheint, war dieses Set-Up wahrscheinlich alternativlos. Alles andere hätte halt scheiße geklungen.

Voyage 34

Postings: 242

Registriert seit 11.09.2018

12.10.2018 - 00:00 Uhr
Sound in der Christuskirche fand ich großartig, das Live Konzept ist aufgegangen. Das Album gefällt mir eigentlich auch ganz gut, aber so richtig zum abfeiern reicht es mir dann doch nicht. Hat es für mich aber auch noch nie bei Low. 7,5

slowmo

Postings: 327

Registriert seit 15.06.2013

12.10.2018 - 14:24 Uhr
Mir gefällt zwar auch das neue Album besser als erwartet (oder sagen wir besser als die meisten anderen Alben ihres Spätwerks), aber finde es ja schon immer irgendwie amüsant, dass sobald eine Band etwas experimenteller wird, ihre Platten gleich automatisch bessere Kritiken bekommen. Ein generelles Phänomen. Als ob das grundsätzlich immer ein Qualitätsmerkmal wäre. Ein relativ leicht durchschaubares Muster also, sofern man als Band auf gute Kritiken aus ist. Man muss nur ein paar Elektrospielerein einbauen oder den Sound ein bisschen verzerren und schon gibt es 1-2 Punkte mehr auf der Bewertungsskala.

Mal davon ab:

Habe mir gerade eine Karte für das Konzert in der Kulturkirche in Köln besorgt. Finde die Preise gar nicht mal so unhuman für heutige Verhältnisse. Da bin ich jetzt mal gespannt, ob die Live wirklich so überzeugen können.


Voyage 34

Postings: 242

Registriert seit 11.09.2018

12.10.2018 - 14:58 Uhr
@slowmo

wird dich glaube ich nicht enttäuschen, Kulturkirche ist ja auch ne nette Location. Viel Spaß!

Max der Musikliebhaber

Postings: 27

Registriert seit 13.07.2018

12.10.2018 - 22:53 Uhr
@ NOK

Ich danke Dir für Deinen Post und die interessanten Links! :)

Die Dresdener Playlist kann sich defenitiv auch sehen lassen; v.a. mit den Perlen Gentle und Pissing - gab's in Bochum z.B. nicht. Aber Youtube ist ja ein nettes Archiv. ;) Das was sich dort zum Gig in Amsterdam rumtummelt ist auch sehenswert; wobei das mit der Orgel beim zweiten oder dritten Mal hören hintereinander schon fast zu minimalistisch ist. Aber die Version von Rome (ALways In The Dark) hat mir auch Freude bereitet. Vlt. erleben wir ja noch ein zweites "A Lifetime of Temporary Relief" mit alternativen Versionen von Double Negative; vlt. dann auch mit Material, das es offensichtlich nicht auf DOuble Negative geschafft hat (I've had it all; It's all benn done - sofern das nicht Coverversionen sind, die in Amsterdam gespielt wurden); auch gegen ein neues Livealbum nach ca. 17 Jahren hätte ich keine Einwände.

NOK

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Registriert seit 04.10.2018

13.10.2018 - 01:10 Uhr
"Pissing" war fantastisch! Das blasen sie live ja auf ein acht- bis neunminütiges Lärmmonstrum auf, im Rahmen dessen Alan Sparhawk seine Gitarre mit Körperteilen bedient, die man bei Low in dieser Funktion gar nicht vermutet hätte. :D

Dass dir die Orgelsachen teils etwas zu minimalistisch sind, hat vielleicht damit zu tun, dass du die Songs durch die Studioversionen kennengelernt hast, während ich schon davor ein paar durch Liveversionen in Dresden oder im Internet gehört hatte und dann wiederum mit den Studioversionen auf "Double Negative" ein bisschen meine liebe Mühe hatte - mittlerweile halte ich die aber für ihre beste Platte seit "Trust".

Zu "I've Had It All" kann ich nicht wirklich was sagen, aber "It's All Been Done" ist ein Song, den Mimi Parker geschrieben hat, und der es als Bonustrack auf die japanische CD-Version geschafft hat. Mir ist es leider noch nicht gelungen, den aufzutreiben. Und ja, ein Livealbum wäre großartig! Low haben ja diese "Organ Reframed"-Gigs professionell aufzeichnen und filmen lassen, vielleicht tut sich da bald mal was. Eine Live-DVD bzw. -Blu-ray wäre ja auch mal eine tolle Geschichte, bisher gibt es ja nur eine Musikvideosammlung, eine Tourdoku ("Low in Europe") und eine weitere Doku über die Privatpersonen hinter der Band ("You May Need a Murderer").

alterniemand

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Registriert seit 14.03.2017

31.10.2018 - 15:51 Uhr - Newsbeitrag
una pregunta
04.11.2018 - 21:55 Uhr
Welches Low-Album würdet ihr neben "Double Negative" noch empfehlen, wenn man es gerade für diese Zerschossenheit schätzt und einem manches von den anderen Alben beim Probehören viel zu gediegen vorkam?

NOK

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Registriert seit 04.10.2018

04.11.2018 - 22:24 Uhr
Glasklar: "Drums and Guns" von 2007. Vielleicht auch Momente von "Ones and Sixes", da hatten sie auch schon den Produzenten von "Double Negative", aber es zeichnete sich strenggenommen bloß ein wenig ab, wohin die Reise ging. Vor allem aber "Drums and Guns".

MopedTobias

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05.11.2018 - 10:19 Uhr
Empfehle auch nachdrücklich Drums & Guns, auf jeden Fall ihr kaputtestes.

alterniemand

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Registriert seit 14.03.2017

20.12.2018 - 13:35 Uhr
Interessantes Interview u.a. über Alans Zeit nach seinem Ski-Unfall,von dem ich hier zum ersten Mal gelesen habe.Hat offenbar Einfluss auf dieses Album gehabt

https://daily.bandcamp.com/2018/12/19/artist-reflections-alan-sparhawk-of-low-on-taking-chances-in-2018/?fbclid=IwAR0PIJ3fP3lnXOM4RM40MT7IMqzXgNV9Wdk26cRpHtGeM91B10Ke-7FW_y4

salarias

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28.12.2018 - 16:26 Uhr
auf ner guten Anlage kommt double negative vinyl sehr musikalisch daher- kaum krach 9/10
@salarias
13.01.2019 - 08:09 Uhr
Was soll daran erstrebenswert sein?

alterniemand

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Registriert seit 14.03.2017

07.02.2019 - 01:10 Uhr
Sehr gutes Konzert in Köln. Location Kulturkirche hatte ich mir aber geiler vorgestellt.
Hilary Woods als Support hat mir sehr gut gefallen,war sehr stimmungsvoll.

Bei Low dann insgesamt gute Songauswahl auch wenn (fast?) die ganze Double Negative gespielt wurde und ich mir evtl mehr Mischung gewünscht hätte. Aber die Songs von der ja ohnehin sehr guten Double Negative profitierten meiner Meinung nach davon, dass sie live mitunter krass von der Album-Version abweichen.Das mache ich insbesondere an Tempest fest, was auf dem Album halt völlig entfremdet ist während das live als "klarer normaler Song" durchgeht.Dadurch kommt die gute Melodie überdeutlich mehr zum Tragen.
Ansonsten Highlight neben Nothing but heart(was mir wiederum auf dem Album besser gefällt) Do you know how to Waltz.Der Wahnsinn.Ich hätte ja gefeiert, wenn die das auf die 28 Minuten ausgebaut hätten, die sie beim Rock the Garden 2013 abgezogen haben(gibt ein youtube Video dazu).
Eigentlich sollten die mal ein Live-Doppelalbum rausbringen bei den vielen verschiedenen Live-Versionen

VelvetCell

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Registriert seit 14.06.2013

07.02.2019 - 21:49 Uhr
Ich war in Groningen. Hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und bestätige die Erfahrungen von alterniemand. Jedoch war "Nothing but heart" für mich ein absolutes Highlight.
Ebenso wie Know How To Waltz, bei dem tatsächlich einige Besucher gingen ...

NOK

Postings: 14

Registriert seit 04.10.2018

07.02.2019 - 22:38 Uhr
"Do You Know How to Waltz?" hat ja schon 28-minütig auf dem Rock the Garden damals ziemlich die Gemüter gespalten, vor allem, weil sie sonst genau nichts gespielt haben. :)

Was "Nothing but Heart" angeht, gestehe ich gern ein, dass ich die Liveversion nur von dem einen oder anderen YouTube-Video kenne, aber die Art, auf die sie es derzeit live darbieten, lässt mich die Studioversion auch vorziehen - sie kürzen den Song ja um zwei Minuten oder mehr (und das live dafür doppelt so lange Instrumentalintro ist da schon mit eingerechnet), und die entzückende Gitarrenorgie von Nels Cline, die den Song ja auf "C'mon" zu diesem Gänsehautorkan machte, der er nun mal ist, fehlt einfach. Ein höchstklassiger Song aber so oder so.

VelvetCell

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Registriert seit 14.06.2013

07.02.2019 - 22:43 Uhr
Ein höchtsklassiges Album noch dazu, dieses C´mon!

slowmo

Postings: 327

Registriert seit 15.06.2013

08.02.2019 - 14:20 Uhr
Finde die C'Mon eigentlich eher schwächer. "Nothing but heart" ist natürlich dennoch ein starker Song. Mein Highlight war auch "Do You know how to Waltz". Die Kulturkirche als Konzertlocation hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen und fand ich an sich sehr stimmig zur Band. Das Konzert hat mich zwischendurch wirklich richtig in Ekstase versetzt. Fand ich unglauglich stark. Dazu diese ganze Lichtshow. Viele wohlige Schauer von beträchtlicher Dauer ;). Die Setlist war leider nicht ganz so 100% mein Ding. Das viel von der Double Negative gespielt wurde kann ich nachvollziehen, aber ein paar mehr ältere "Highlight" Songs hätte ich mir schon gewünscht. Von der Trust und der Secret Name wurde leider gar nichts gespielt. Mit "Murderer" gab es immerhin nochmal eine starke Zugabe.

Zudem muss ich auch nochmal erwähnen, dass mit Hilary Woods ein großartiger Support dabei war. Rückwirkend für mich eine der vielversprechensten Neuentdeckungen aus 2018.


VelvetCell

Postings: 974

Registriert seit 14.06.2013

08.02.2019 - 16:54 Uhr
Deswegen hatte ich es erwähnt: Die C´mon kommt ja bei vielen eher schlechter weg. Da musste mal eine Lanze für gebrochen werden, für dieses feine Album!

Und ja, ein bisschen weniger Double Negative und mehr "Klassiker" hätte ich mir auch gewünscht.

Ich war aber überrascht (es war meine erstes Low-Konzert) wie rustikal und minimalistisch die Band zu Werke ging. Das hatte ich mir filigraner vorgestellt. Was aber nicht zum Nachteil war: Diese direkte, rauhe Atmosphäre sorgte für eine Sperrigkeit, die ich sehr mochte.

alterniemand

User und News-Scout

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Registriert seit 14.03.2017

08.02.2019 - 17:32 Uhr
Ich mag die C'mon durchaus auch wenn das bei mir nicht ganz vorne dabei ist.
Hat neben dem Über-Stück Nothing but heart auch noch das wunderschöne I see everything und Majesty/Magic ist ein geiler Stampfer.
Especially me und Nightingale find ich auch sehr gut.

Trust zB steht da schon ein ganzes Stück drüber allein wegen der Gesamtstimmung. The Lamb und John Prine etwa sind der Wahnsinn.

NOK

Postings: 14

Registriert seit 04.10.2018

08.02.2019 - 18:06 Uhr
Ich empfand "C'mon" damals bei Release als riesige Enttäuschung, weil überwiegend belanglos, stromlinienförmig und ohne diese "certain restlessness", wie ein Pitchfork-Rezensent das später nannte. Das hat sich inzwischen etwas gelegt; ich würde sie als insgesamt sehr solide, so ca. 7/10, aber dennoch als die eindeutig schwächste aller zwölf Low-Platten bezeichnen. Sie enthält wunderbare Sachen wie "Nothing but Heart", "Nightingale", "Done" oder "Especially Me" und darüber hinaus, aber eben auch die einzigen drei mir bekannten Low-Songs, die mir missfallen: "You See Everything" ist lieb-, belang- und finessenloses Billigfillerfutter, "$20" ein öder Marsch durch die Wüste, und der Gipfel dann natürlich die Smokie-Hommage "Something's Turning Over".

Zu einem schlechten Album machen diese drei Songs "C'mon" natürlich nicht, aber in der Diskographie meiner wahrscheinlichen Lieblingsband kann das leider nur die rote Laterne sein.

dogs on tape

Postings: 178

Registriert seit 14.06.2013

08.02.2019 - 18:39 Uhr
Guck an Hilary Woods. Erst gar nicht wiedererkannt. Die Legende besagt, dass sie Bassistin von JJ72 wurde, ohne vorher jemals einen Bass in der Hand gehabt zu haben.

alterniemand

User und News-Scout

Postings: 951

Registriert seit 14.03.2017

08.02.2019 - 22:30 Uhr
Hui, krass. Das wusste ich ja gar nicht. Hab ich auch nicht erkannt. JJ72 hab ich damals geliebt

slowdive

Postings: 72

Registriert seit 15.09.2016

08.02.2019 - 23:53 Uhr
Hamburg war ebenfalls grandios. Ich liebe so ziemlich alles von Low, daher konnten sie Setlisttechnisch nicht viel falsch machen. "Lullaby" wäre vielleicht noch das Schmankerl gewesen.

Positiv hervozuheben war auch das Publikum. Andächtiges Schweigen während Songs, frenetischer Applaus dazwischen. Habe ich in Hamburg, gerade auch im Bunker, durchaus schon anders erlebt (ja, ich spreche mich dir, bierwerfender St. Pauli-Assi beim War On Drugs-Konzert 2014!).

Support dagegen, wie auf ca. 99% aller Konzerte, absolut überflüssig. Gähn.

"Ich war aber überrascht wie rustikal und minimalistisch die Band zu Werke ging. Das hatte ich mir filigraner vorgestellt. Was aber nicht zum Nachteil war: Diese direkte, rauhe Atmosphäre sorgte für eine Sperrigkeit, die ich sehr mochte.)"

Darunter nochmal eine Extra-Unterschrift. Grandios!

Was freue ich mich schon auf den nächsten Gig im Mai beim Primavera.
sIowdive
09.02.2019 - 05:21 Uhr
Nur der Bonzen-HSV!

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