Pearl Jam - Gigaton

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The MACHINA of God

User und Moderator

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22.05.2020 - 13:17 Uhr
aber reiche Menschen sind halt per se keine besseren, weil sie ihren Reichtum auf der Verarmung anderer aufbauen (Materieerhaltungssatz).

Das ist aber eben auch von Bereich zu Bereich anders. Ein Musiker lebt nun mal eben von freiwillig abgegebem Geld seiner Fans und nicht von erzwungenen Abgaben oder direkter Ausbeutung.

Mich erinnert diese Diskussion aus jene im Coldplay-Thread, wo nörtz meinte, Coldplays Tour-Aussetzung bis zur Findung eines klimaneutralen Variante wäre unnütz bis bewiesen wäre, dass es einen konkreten Effekt hätte.

Ich frag mich immer noch in Sachen Kosten-Nutzen-Rechnung: Wo genau ist der Nachteil des Spendenaufrufs von Vedder? Ich sehe keinen. Keiner MUSS Spenden. Aber jeder gespendete Euro ist eben ein gespendeter Euro mehr. Plus: Vielleicht macht es ein paar Personen auf Missstände aufmerksam.
Aber wo sind die Nachteile? Wo genau wird etwas wengier für irgendjemanden? Es ist ja keine Umverteilung wie bei der Wirtschaft oder soetwas, wo ein Ressort dann weniger Geld bekommt, weil ein anderes aufgestockt wird..
Also: Wo ist der Schaden einer freiwilligen Spendenaktion? Und jetzt bitte nicht mit "Reinwaschungs"-Heilligen-Rhetorik kommen.

Saftnase multipliziert endlos

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22.05.2020 - 13:28 Uhr
Gutes Album.
Grunz

fuzzmyass

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22.05.2020 - 13:43 Uhr
Ich frage mich auch - in welchem krassen "Luxus" lebt denn Vedder mit dem böse ergaunerten Geld seiner selbst bestimmten und erzwungenen Ticketpreisen? Fährt er Ferraris und Lambos? Hat er nen Fuhrpark? Läuft er in teuren Klamotten herum (sehe ihn immer nur in Jeans und zerzausten T Shirts oder Holzfällerhemden)? Macht er Party mit Dan Bilzerian auf Yachten mit Champagner und Nutten? Hat er teure Hobbies (ich weiss, dass er Surft, mehr ist mir nicht bekannt)? Fliegt er mit Helis und Privatjet?
Nur weil er ein Haus auf Hawaii hat, heißt das noch lange nicht, dass er auf Kosten armer Leute ein dekadentes Leben führt... Details weiss keiner von uns, aber soweit ich das itbekomme ist er ein recht simpler Old School Typ, der trotz Kohle einen recht normalen Lebensstil hat - gilt btw auch für die anderen aus der Band...

Given To The Rising

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22.05.2020 - 16:40 Uhr
"krudes "Reiche sind böse" Weltbild... puh, schwere Kost...."
Wenn man ein nichtmoralisches Weltbild zugrunde legt, sollte es dir egal sein. Andersrum sind sie nun mal keine Guten, egal wieviele Charity-Aktionen sie starten.

"Wo genau ist der Nachteil des Spendenaufrufs von Vedder? Ich sehe keinen. Keiner MUSS Spenden. Aber jeder gespendete Euro ist eben ein gespendeter Euro mehr. "
Ich mag diese manipulative Gedankenweise nicht. Solange einer den richtigen Ansatz folgt, sollen ihm ruhig alle folgen. Es wäre besser, wenn Vedder sich um seinen Kram kümmern würde. Er kann gerne spenden und seine Meinung sagen. Aber diese Aufrufe, die Spenden wie Gewinnspiele erscheinen lassen, nerven. Wie gesagt, kommt es auf den Spendenzweck an. Wenn Vedder spendet oder dazu aufruft, dann denken alle, dass es genügend Leute gibt, die was unternehmen und machen selber nichts gegen das System, das diese Ungerechtigkeiten hervorbringt. Normale Leute sollten keinen Eddie Vedder brauchen um über die Probleme in der Welt Bescheid zu wissen.

fuzzmyass

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22.05.2020 - 17:03 Uhr
"Normale Leute sollten keinen Eddie Vedder brauchen um über die Probleme in der Welt Bescheid zu wissen."


Das eine schließt das andere doch nicht aus? Vedder oder Musiker xy hindern doch niemanden daran zu erkennen und sich selbst zu informieren was man tun kann?? Das ist so krud und verdreht und derlei mit 2 erlei Maß gemessen - RATM dürfen reich sein und über 100 eur Tickets verlangen, weil sie linke Lyrics haben, andere dürfen das nicht und sind schlecht...
Wenn jmd reich jst heißt es auch nicht automatisch, dass er sich das Geld nicht hart erarbeitet hat oder dass ihm dieses in den Schoßgefallen ist...
Das hat auch nichts mit "Wenn man ein nichtmoralisches Weltbild zugrunde legt" zu tun... es ist einfach nur wirr und verbohrt, was da geschrieben wurde...

The MACHINA of God

User und Moderator

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22.05.2020 - 17:07 Uhr
Wenn Vedder spendet oder dazu aufruft, dann denken alle, dass es genügend Leute gibt, die was unternehmen und machen selber nichts gegen das System

Also auch keine Aufrufe gegen rechte Gewalt oder Sexismus, weil dann alle denken, es wird schon genug getan? Und wenn alle denken, niemand macht was, erst dann kämpfen sie gegen das System? Sorry, dieser Logik kann ich nicht folgen.
Ich denke eher, dass so mehr Leute auf gewisse Dinge aufmerksam werden. Und fakt ist nun mal, dass Vedder so einen gewissen Betrag an Spenden generiert hat. Den Nachteil daran kann ich immer noch nicht sehen...
Ich bin bei sowas ganz klar für das System "whatever works". Mir ist grundsätzlich egal, ob sich jemand für etwas einsetzt, der Millionär ist oder selbst Betroffener. Denn letzterer mag für dich "glaubwürdiger" sein, ersterer wird aber wohl mehr ausrichten können. Und was daran besser sein soll, wenn alle reichen Menschen NICHTS für ärmere tun (und sei es nur indirekt) - außer dass du dein antikapitalistisches Weltbild bestätigt bekommst - das will mir einfach nicht in den Kopf.

Xavier

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Registriert seit 25.04.2020

22.05.2020 - 20:32 Uhr
Bekannter Befund, wonach Amerikaner zwanzig Mal spendenintensiver tätig sind als die Deutschen, bei ungefähr gleicher steuerlicher Belastung. Die Amerikaner erwarten von ihrem Staat unvergleichlich weniger. Sie gehen davon aus, sie seien da, um sich selbst und anderen zu helfen, so lange und so oft wie möglich. Vedders Spenden ersetzen Lücken im Sozialsystem. Weiter so.

Given To The Rising

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22.05.2020 - 21:42 Uhr
"Und was daran besser sein soll, wenn alle reichen Menschen NICHTS für ärmere tun (und sei es nur indirekt)"
Die Armen sehen dann endlich ein, dass sie selbst für Veränderungen eintreten müssen und dass der Staat nur dazu da ist, die Privilegien der Reichen zu schützen.

jo

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22.05.2020 - 21:53 Uhr
Die hohen Ticketpreise, die Marketingaktionen und sein luxuriöser Lebensstil zeigen, dass Vedder zumindest keiner ist. Es gibt natürlich immer schlechtere, aber reiche Menschen sind halt per se keine besseren, weil sie ihren Reichtum auf der Verarmung anderer aufbauen (Materieerhaltungssatz).

Ich weiß ja immer noch nicht, wie du dir das vorstellst. Sollte er irgendwo in ner Vorstadt von Seattle in ner Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen und alle Leute in der Nachbarschaft ab und an mal einladen und ihnen einen ausgeben? Finde ich alleine sicherheitstechnisch wahnwitzig...

Um mal deiner Argumentation ein ungefähr genauso einfach gedachtes "sinnvolles" Argument entgegenzuhalten.

jo

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22.05.2020 - 21:58 Uhr
@Given to the Rising:

Wenn man ein nichtmoralisches Weltbild zugrunde legt, sollte es dir egal sein. Andersrum sind sie nun mal keine Guten, egal wieviele Charity-Aktionen sie starten.

Sagt das jemand ernsthaft, dass sie dadurch gut werden? Eben. Warum also das "Argument"?

Ich mag diese manipulative Gedankenweise nicht. Solange einer den richtigen Ansatz folgt, sollen ihm ruhig alle folgen.

Ich sehe nicht wirklich den Unterschied zwischen "Ich finde es echt super, Geld zu spenden" (= Vedder sagt seine Meinung, wie von dir gewünscht) und "Ich fände es echt super, wenn wir alle Spenden würden" (= Vedder ruft dazu auf, wie von dir als komplett skrupellos und falsch bezeichnet)...

Given To The Rising

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22.05.2020 - 22:05 Uhr
"Sollte er irgendwo in ner Vorstadt von Seattle in ner Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen und alle Leute in der Nachbarschaft ab und an mal einladen und ihnen einen ausgeben? Finde ich alleine sicherheitstechnisch wahnwitzig..."
Ein Haus reicht doch. Vedder scheint ein netter Typ zu sein, von daher will ich's nicht zu weit treiben, es gibt halt nur den Widerspruch zwischen gehobenem Lebensstandard und der Glaubwürdigkeit bei den unteren Schichten.

jo

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22.05.2020 - 22:19 Uhr
Also Haus in ner Vorstadt? Oder egal wo?

Und wo genau ist der Unterschied zu Leuten, die sich in Deutschland ihr Haus in München und ne Ferienwohnung auf Sylt leisten? Sind das dann genau so "falsche Fuffziger"?
Oder zwei Wohnungen in unterschiedlichen Städten, in denen sie aber öfter sind?

Ich sehe das Problem da nicht wirklich, wenn es doch irgendeinen Sinn hat. Klar kann man über "Protzertum" (oder gar verschwendete Ressourcen) streiten, aber macht er das wirklich? Gibt er extremst damit an, was er nicht alles besitzt?

Given To The Rising

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22.05.2020 - 22:29 Uhr
Falsche Fuffziger sind sie dann, wenn sie den großen Moralapostel spielen und trotzdem in Saus und Braus leben. So einer wie Ulf Poschardt ist wenigstens authentisch. Bei Bono & Co sehe ich das nicht.

jo

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22.05.2020 - 22:32 Uhr
Poschardt ist authentisch? Okay, dann müssen wir wohl nicht mehr weiterreden :). Wäre doch ein Paradebeispiel für deine "Moralapostel und trotzdem Saus und Braus"-Kategorie.

Given To The Rising

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22.05.2020 - 22:35 Uhr
Nee, ich kann den auch nicht leiden, aber der gibt wenigstens nicht vor, ein vorbildliches Leben zu führen, sondern steht zu seinem Reichtum.

jo

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22.05.2020 - 22:41 Uhr
... Der sicher nicht so üppig ist, wie er gerne tut. Daher ordne ich ihn eher in der Kategorie "Wichtigtuer, ohne je wirklich was (wirklich Substantielles) erreicht zu haben" ein. Und Teilzeitmoralapostel, was er ebenfalls nicht sein kann.

Andererseits: Inwiefern steht Vedder denn nicht zu seinem Reichtum? Verheimlicht er ihn? Das ja auch nicht. Er protzt nur nicht damit. Warum auch? Was ist daran toll, außer dass er mehr Geld hat als manch andere*r? (was ja so ziemlich für jede*n auf der Welt gilt...)

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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22.05.2020 - 23:08 Uhr
Bei Bono kann ich es ja noch verstehen, obwohl ich immer denke, dass es besser ist sich auf peinliche Weise für Gutes einzusetzen als eben gar nicht.
Vedder ist mir weder als protzig aufgefallen noch als dass er so tut, als wäre er arm.

jo

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22.05.2020 - 23:23 Uhr
Stimme Felix komplett zu.

tumbleweed

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22.05.2020 - 23:41 Uhr
Nun ja, es ist bei Bono nicht nur die peinliche Weise, sich für Gutes einzusetzen. Der Mensch zahlt keine Steuern.

Zudem ist vieles plakativ und inszeniert. Ich habe die Band mal Live in Chicago auf einem festival gesehen. All das Gemenschel ist einfach nur eine dumme, inszenierte Show.
Der kleine Jungem den "sponatas" aus dem Publikum auf die Bühne holte und mit dem er einmal um die 360 Grad Bühne rannte, war mit der gleichen Vorstellung öfters dabei.

Auch sein Einsatz für Burma und die Glorifizierung von Aung San Suu Kyi auf der Bühne war nur dumme, pathetische Schwarz-Weiss Malerei. Einfach nur Show.

fuzzmyass

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23.05.2020 - 02:51 Uhr
Bono war früher schon auch ein guter, lang ist es her... aber ein klassischer Fall von abgehoben mit der Zeit und den Kontakt zu realen Menschen ausserhalb seiner Blase verloren... trotzdem versucht er eine Menge für diverse Zwecke zu machen und gibt sich Mühe, was ich jetzt nicht schlimm finden kann bei aller sonstiger berechtigter Kritik...

peppermint patty

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23.05.2020 - 03:04 Uhr
Soll einer von den Schwätzern hier mal einen bessren Song als Bono schreiben

tumbleweed

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23.05.2020 - 07:33 Uhr
...das ist mnittlerweile auch nicht mehr schwer

peppermint patty

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23.05.2020 - 07:36 Uhr
Und ich war wieder mal der gröste Schwätzer :)

Gegen den jungen Bono wird auch keiner was gesagt haben. In dem Sinne....

tumbleweed

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Registriert seit 02.09.2019

24.05.2020 - 08:07 Uhr
Disktutiere nie mit Fanboys. :)

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