Film: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

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Ghettofaust

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01.02.2018 - 11:43 Uhr
Mord, Vergewaltigung, Rassismus, Polizeigewalt. Schwere Themen mit Slapstick-Ansätzen zu erzählen – das ist in der Tat Oscar-würdig. Schon jetzt ein Kultfilm.

http://www.bild.de/unterhaltung/kino/kinostarts/three-billboards-ouside-ebbing-missouri-eine-frau-gegen-alle-54571820.bild.html
Observer
01.02.2018 - 11:51 Uhr
‘Three Billboards’ Is a Wannabe Coen Brothers Bag of Dumb Jokes
Wer war der Mörder
01.02.2018 - 13:34 Uhr
Wird nicht geklärt!

Near the film’s end, Dixon, despite having been fired from the police department, appears to redeem himself by solving the murder while getting himself bloodied in the process. But it turns out he was wrong, and the film ends without any resolution as to who killed Angela Hayes.

Lohnt sich also nicht zu gucken !
Nur im Original
01.02.2018 - 14:16 Uhr
Auf jeden Fall sollte man den Film nur im Original schauen.

hubschrauberpilot

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01.02.2018 - 15:01 Uhr
Zu erfahren, wer denn nun der Mörder ist, ist für den Film total unwichtig.
Super
02.02.2018 - 07:37 Uhr
ich finds sehr gelungen
The story is a complete mess
02.02.2018 - 11:05 Uhr
"a film made about the Midwest by a foreign director that gets everything wrong"

Thoughts on "Three Billboards Outside of Ebbing, Missouri"
LOL
02.02.2018 - 15:25 Uhr
Zu erfahren, wer denn nun der Mörder ist, ist für den Film total unwichtig.

Äh...was?

hubschrauberpilot

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02.02.2018 - 15:28 Uhr
Guck dir den Film doch einfach mal an, vielleicht kommt dann auch was anderes als ein dümmliches "Äh...was?" raus.....
LOL
02.02.2018 - 15:42 Uhr
Mag ja sein, dass das für dich total unwichtig ist. Für den Film und seine Protagonistin ist das die zentrale Frage.

hubschrauberpilot

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02.02.2018 - 15:52 Uhr
Mag ja sein, aber es gibt ja nicht nur die Protagonistin im Film. Für alle anderen ist es unwichtig, da nur ungenügend Beweismittel sichergestellt wurden.
LOL
02.02.2018 - 16:34 Uhr
Du bist ein TroII, oder? Um an eine DNA-Probe des Verdächtigen zu gelangen, lässt sich Dixon sogar zusammenschlagen. Wenn es für ihn unwichtig wäre zu erfahren, wer der Mörder ist, würde er das wohl kaum machen.

MopedTobias

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02.02.2018 - 17:14 Uhr
Nur weil es der Protagonistin darum geht, heißt es nicht, dass es dem Film darum geht. Das ist keine "Who-Dunnit?"-Crime-Geschichte, sondern eine tragikomische Reflexion über Trauer, Verlust und den Umgang damit.
@MopedTobias
02.02.2018 - 17:25 Uhr
Für dich mag das so sein.

MopedTobias

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Registriert seit 10.09.2013

02.02.2018 - 17:32 Uhr
Ich sehe keine Möglichkeit, den Film so zu lesen, dass die Identität des Mörders relevant wird, aber wenn mir das jemand plausibel machen kann, bin ich der letzte, der dieser Deutung die Existenzgrundlage abspricht.
Möchtegern-Coen-Brother Martin McDonagh
02.02.2018 - 18:37 Uhr
Das offenen Ende soll den Film bedeutungsvoller erscheinen lassen:

"once you find out who did it you don’t have to watch it again, you don’t have to think about it. I like films that you can watch again and again. And if there’s too much of a solution to it then you don’t really have that.”

hubschrauberpilot

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02.02.2018 - 23:09 Uhr
Du bist ein TroII, oder? Um an eine DNA-Probe des Verdächtigen zu gelangen, lässt sich Dixon sogar zusammenschlagen. Wenn es für ihn unwichtig wäre zu erfahren, wer der Mörder ist, würde er das wohl kaum machen.

.....sprach der Schwarznicktroll. :) Ja, hast du messerscharf beobachtet, das war aber eher ein Zufall als dass er wirklich danach gesucht hätte. Nochmal: für den Zuschauer spielt es keine Rolle wer der Mörder ist, weil niemand mit einem Motiv im Film vorgestellt wird oder sonst wie als Täter in Frage kommt.

Im Gegenteil: Dadurch, dass kein Mörder präsentiert wird, wird der Film umso besser - er spielt mit falschen Hoffnungen und der Suche nach einem Abschluss, um wieder halbwegs normal weiterleben zu können.
LOL
03.02.2018 - 13:10 Uhr
Den Verdächtigen im Gesicht zu kratzen war kein Zufall, sondern eine bewusste Aktion von Dixon, um Anhand der DNA zu erfahren, ob es sich um den Täter handelt. Deine Behauptung, dass sich nur die Protagonistin im Film dafür interessiert, den Täter in Erfahrung zu bringen, ist also Unsinn.

Noch unsinniger ist es zu behaupten, dass niemand im Film als möglicher Täter vorgestellt wird. Derselbe Verdächtige aus der Bar hatte ja bereits zuvor Mildred Hayes aufgesucht und bedroht. Außerdem wäre das, was Willoughby in seinem Brief geschrieben hat, eingetroffen - dass der Täter irgendwann gefasst wird, in dem jemand (Dixon) zufällig mithört, wie dieser mit der Tat prahlt.

hubschrauberpilot

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03.02.2018 - 14:31 Uhr
Es war Zufall, dass er das Gespräch mitgehört hat, nicht dass er ihn kratzt. Hab ich auch nirgendwo geschrieben.

Natürlich würde jeder in der Stadt gerne den Mörder kennen, aber es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, und bis auf die Protagonistin verstehen dass auch alle.

Noch unsinniger ist es zu behaupten, dass niemand im Film als möglicher Täter vorgestellt wird.

Lies meine Beiträge bitte richtig, da steht nichts von "möglicher Täter" sondern Mörder. Der "mögliche Täter" ist ja für den Zuschauer schon zur Mitte des Films unschuldig, weil er ja sagt er wars nicht, aber "er hätte es gern getan". Am Ende war er zur Tatzeit nicht mal im Land, also alles andere als ein möglicher Täter, was er schon Beginn nicht wirklich war. Wie schon geschrieben: Spiel mit falschen Hoffnungen.

MopedTobias

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03.02.2018 - 15:02 Uhr
"Außerdem wäre das, was Willoughby in seinem Brief geschrieben hat, eingetroffen - dass der Täter irgendwann gefasst wird, in dem jemand (Dixon) zufällig mithört, wie dieser mit der Tat prahlt."

Richtig, und genau das ist ja dann nicht passiert. Fand ich ziemlich großartig, wie McDonagh da mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt und ihm (und Mildred) die zum Greifen nah scheinende Auf- und Erlösung verwehrt hat.

hubschrauberpilot

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03.02.2018 - 15:25 Uhr
Der Film macht auch Lust den großartigen "Brügge sehen und sterben" nochmal zu gucken.

LOL
03.02.2018 - 15:53 Uhr
Es war Zufall, dass er das Gespräch mitgehört hat, nicht dass er ihn kratzt. Hab ich auch nirgendwo geschrieben.

Du hast geschrieben, es wäre für alle anderen - außer der Protagonistin - total unwichtig zu erfahren, wer der Mörder ist. Die Szene mit Dixon beweist jedoch das Gegenteil. Wenn es ihm total unwichtig wäre, würde er den Verdächtigen nicht kratzen, um zu erfahren wer der Mörder ist.

Lies meine Beiträge bitte richtig, da steht nichts von "möglicher Täter" sondern Mörder.

Du weißt anscheinend selbst nicht, was du schreibst:

Nochmal: für den Zuschauer spielt es keine Rolle wer der Mörder ist, weil niemand mit einem Motiv im Film vorgestellt wird oder sonst wie als Täter in Frage kommt.

Wenn der Verdächtige gegenüber Mildred die Tat gestanden hätte, wäre der Film anschliessend völlig anders verlaufen. Warum sollte der Täter denn ein Interesse daran haben, ins Gefängnis zu gehen, in dem er die Tat gesteht?

Fand ich ziemlich großartig, wie McDonagh da mit der Erwartungshaltung des Zuschauers gespielt und ihm (und Mildred) die zum Greifen nah scheinende Auf- und Erlösung verwehrt hat.

Dafür endet der Film jetzt so, wie Filme, bei denen es eine Fortsetzung gibt. Da es keine geben wird, wirkt es einfach nur unvollendet, misslungen.

hubschrauberpilot

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03.02.2018 - 16:13 Uhr
Du hast geschrieben, es wäre für alle anderen - außer der Protagonistin - total unwichtig zu erfahren, wer der Mörder ist. Die Szene mit Dixon beweist jedoch das Gegenteil. Wenn es ihm total unwichtig wäre, würde er den Verdächtigen nicht kratzen, um zu erfahren wer der Mörder ist.

Ihr Mann hat resigniert, ihr Sohn hat resigniert, der Chief hat resigniert, Dixon kommt erst im Laufe des Films dazu, aber nicht durch die Protagonistin selbst, sondern weil er merkt wie viel Scheiße er angerichtet hat, und durch den Brief vom Chief. Vorher war ihm Mildreds Fall doch auch scheißegal.

Wenn der Verdächtige gegenüber Mildred die Tat gestanden hätte, wäre der Film anschliessend völlig anders verlaufen.

Für mich war der Typ den ganzen Film lang kein Verdächtiger, sondern nur ein Wichtigtuer. Genau als solcher wird er inszeniert. Ein Provokateur.

Warum sollte der Täter denn ein Interesse daran haben, ins Gefängnis zu gehen, in dem er die Tat gesteht?

*facepalm* Können wir die "Diskussion" jetzt hiermit beenden?

LOL
03.02.2018 - 16:30 Uhr
Wie gesagt, deine Behauptung, es wäre für alle anderen - außer der Protagonistin - total unwichtig zu erfahren, wer der Mörder ist, ist und bleibt nun mal falsch. Auch Willoughby schreibt in seinem Abschiedsbrief, dass er hofft, dass Mildred den Mörder findet.

Für mich war der Typ den ganzen Film lang kein Verdächtiger, sondern nur ein Wichtigtuer.

Worin besteht genau sein "wichtig tun"?

LOL
03.02.2018 - 16:52 Uhr
Der "mögliche Täter" ist ja für den Zuschauer schon zur Mitte des Films unschuldig, weil er ja sagt er wars nicht

Das *facepalm* passt hier besser.

MopedTobias

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03.02.2018 - 18:21 Uhr
"Dafür endet der Film jetzt so, wie Filme, bei denen es eine Fortsetzung gibt. Da es keine geben wird, wirkt es einfach nur unvollendet, misslungen."

Nichts ist daran unvollendet und schon gar nicht misslungen, weil es von Anfang an nie darum ging, wer der Mörder ist. Das ist kein Krimi oder Thriller. Das ist die Geschichte einer Frau, die den schlimmstmöglichen Verlust einer Mutter erlebt, daran zerbricht und als einzige Art der Trauerbewältigung einen starren Rachefeldzug gegen alles und jeden wählt. Und dabei blind dafür ist, dass die Menschen, denen sie Ignoranz und unmoralisches Verhalten vorwirft, (Willoughby, Dixon etc) ihre eigenen, teils enorm schweren Päckchen zu tragen haben, für die sie selbst auch keine Empathie aufzuweisen hat, und auch aufrichtiges Interesse am Aufklären des Mordes haben, auch wenn sie es nicht so zeigen können (Dixon) oder ihm aufgrund persönlicher Probleme einfach nicht die gleiche Priorität wie Mildred geben können (Willoughby). Dixon entwickelt sich im Laufe des Films zu einem guten Menschen, oder war es vielleicht sogar irgendwo auch schon von Anfang an, der Film bringt ihn und Mildred am Ende zusammen und landet damit bei seiner zentralen Botschaft. Wenn man etwas kritisieren will, dann dass diese mit ihrem Motiv von Vergebung und dem "Gemeinsam-ist-man-stärker-als-allein"-Ethos zwar zutiefst humanistisch, aber vielleicht auch etwas naiv ist, aber sicher nicht, dass hier kein Mörder präsentiert wird.

Man könnte das ganze Zwischenmenschliche auch ausklammern und den Film einfach nur als Kritik am amerikanischen Rechtssystem sehen. Auch dann wäre es nur konsequent, dass der Täter eben nicht gefasst wird.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

03.02.2018 - 18:46 Uhr
Der "mögliche Täter" ist ja für den Zuschauer schon zur Mitte des Films unschuldig, weil er ja sagt er wars nicht

Das *facepalm* passt hier besser.


Ja, wieder mal wegen dir, weil du zu blöd bist ganze Sätze zu zitieren.... *facepalm*

Croefield

Postings: 1056

Registriert seit 13.01.2014

03.02.2018 - 19:28 Uhr
Super Schauspieler. Gute Story. Sehr gutes Ende. Spitzenfilm. Easy.
LOL
03.02.2018 - 19:31 Uhr
der Film bringt ihn und Mildred am Ende zusammen und landet damit bei seiner zentralen Botschaft...Motiv von Vergebung

Die beiden machen sich am Ende auf den Weg zu dem Typen, der Mildred bedroht und die Vergewaltigung ihrer Tochter gutgeheißen hatte, was diese jedoch (noch) nicht weiß.

Wenn sie realisiert, um wen es sich handelt, wird sie mit Sicherheit nicht zweimal überlegen, den Typen abzuknallen.

"Gemeinsam-ist-man-stärker-als-allein"

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Typ am Ende tot ist, ist so auf jeden Fall höher. Was daran humanistisch sein soll, ist allerdings völlig rätselhaft.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

03.02.2018 - 19:45 Uhr
Man könnte das ganze Zwischenmenschliche auch ausklammern und den Film einfach nur als Kritik am amerikanischen Rechtssystem sehen. Auch dann wäre es nur konsequent, dass der Täter eben nicht gefasst wird.

Hmm, hab ich nicht so empfunden. Minimal.
LOL
03.02.2018 - 19:48 Uhr
Dixon entwickelt sich im Laufe des Films zu einem guten Menschen, oder war es vielleicht sogar irgendwo auch schon von Anfang an

Weil er jetzt nicht mehr Schwarze foltert und jemanden fast umbringt, in dem er ihn aus dem Fenster wirft, sondern mit einer Mutter losfährt, um einen vermeintlichen Vergewaltiger umzubringen?

MopedTobias

Postings: 10982

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04.02.2018 - 10:50 Uhr
Humanismus im Sinne von Empathie, Menschenliebe, Dixon könnte Mildred ja eigentlich egal sein, aber er unterstützt sie trotzdem. Die Fahrt zum Vergewaltiger ist nur ein weiterer verzweifelter Versuch, irgendeine Form von Erlösung zu erlangen, der unabhängig vom Ausgang scheitern wird, aber was anderes hat Mildred nicht mehr. Ich denke nicht, dass sie ihn umgebracht hätte, das wird aber auch eh offen gelassen und ist völlig egal.
LOL
04.02.2018 - 11:38 Uhr
Jetzt wird es völlig absurd.
LOL
04.02.2018 - 11:40 Uhr
Was du da hinein deutest, ist so was von hergeholt.
LOL
04.02.2018 - 12:18 Uhr
Was passieren wird, wenn sie demjenigen wieder begegnet, der sie vorher bedroht und die Vergewaltigung ihrer Tochter gutgeheißen hatte, ist natürlich alles andere als egal. Sie weiß ja noch nicht, dass es derselbe ist. Wenn es irgendein random guy wäre, dem sie noch nie vorher begegnet wäre, dann wäre es wirklich egal, aber so ist eine Eskalation unausweichlich und je nachdem, ob der Typ eine Waffe hat, sehr wahrscheinlich, dass eine der beiden Seiten das nicht überleben wird.

hubschrauberpilot

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Registriert seit 13.06.2013

04.02.2018 - 12:40 Uhr
Also das ist doch völlig absurd Tobias. Natürlich wird Captain Future auf seinem rosa Einhorn einschweben und den Chief mittels eines elektrischen Aals wieder zum Leben erwecken. Dann tanzen alle zu "Always look on the bright side of life" in den Sonnenuntergang und reiben sich gegenseitig mit Honig ein.



MopedTobias

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04.02.2018 - 17:09 Uhr
Es ist irrelevant für die Aussagekraft des Films, dass man die Geschichte noch weiterspinnen kann, ist klar, das gilt für jede Erzählung.

kingsuede

Postings: 1087

Registriert seit 15.05.2013

04.02.2018 - 17:37 Uhr
Die Diskussion in diese Richtung ist ziemlich unnötig. Geschichten weiter spinnen, kann man immer, führt aber doch hier ins Leere. Für mich war der Film ziemlich großartig. Bewundernswert war für mich neben den ganzen kleinen (persönlichen) und großen (juristischen und rechtspolitischen) Fragen, wie auf so kleinem räumlichen Terrain eine so grandiose und „vollendete“ Geschichte entstanden ist.

9/10

Achim

Postings: 6167

Registriert seit 13.06.2013

04.02.2018 - 17:41 Uhr
Mag die Story noch so gut sein: Den Vorwurf, eine Coen-Kopie zu sein, kann der Film nicht abstreifen. Das liegt schwer im Magen und verhindert, dass man sich auf den Film einlässt. Da ist es auch egal, dass er besser ist als alles von ihnen seit "No Country For Old Men" ist.

8.5 minus 2.0 Strafpunkte= 6.5

(A.)
Naja
04.02.2018 - 17:57 Uhr
Recht hatten, was die Kritik angeht, in der Hinsicht vor allem die Serienjunkies (https://www.serienjunkies.de/news/three-billboards-outside-ebbing-missouri-87869.html).

kingsuede

Postings: 1087

Registriert seit 15.05.2013

04.02.2018 - 17:58 Uhr
Ich hatte nicht den Eindruck einer Coen-Kopie, dafür fehlten für mich dieser abgründige Wahnsinn und die Überraschungsmomente, auch wenn die Comic-Momente schon coenesk waren.
LOL
04.02.2018 - 18:38 Uhr
Es ist irrelevant für die Aussagekraft des Films, dass man die Geschichte noch weiterspinnen kann, ist klar, das gilt für jede Erzählung.

Geschichten weiter spinnen, kann man immer, führt aber doch hier ins Leere.


Es geht hier um einen Film mit offenem Ende. Es muss auch überhaupt nichts herbeigesponnen werden, da angekündigt wird, wie es weitergeht: Mildred und Dixon fahren zu dem Typen, der Mildred bedroht hatte und der offenbar ein Vergewaltiger ist. Mildred weiß jedoch nicht, dass es derselbe ist. Dass es zu einer Konfrontation kommen muss, ist unausweichlich. Wie man da auf "Humanismus im Sinne von Empathie, Menschenliebe" kommt, ist völlig absurd.

MopedTobias

Postings: 10982

Registriert seit 10.09.2013

04.02.2018 - 18:52 Uhr
Das Empathie- und Humanismus-Motiv war auf Dixons Entscheidung, Mildred zu unterstützen, bezogen, wie gesagt. Und wo die Konfrontation "unausweichlich" sein soll, ohne dass man etwas "herbeispinnt", ist viel eher das Absurde. Sie könnten auch auf halbem Weg wieder kehrt machen, die Charaktere würden das hergeben. So langsam will ich das jetzt aber auch beenden, es ist halt komplett scheißegal, wie dieser Film noch weitergehen könnte, ein offen gelassenes Narrativ ist nicht zwingend ein Unvollendetes. Ich verstehe wirklich nicht, warum du dich darin so festbeißt, du hast, um ehrlich zu sein, auch noch kein wirkliches Argument dafür gebracht, was genau an dem Ende jetzt "unvollendet" und "misslungen" sein soll.

Eine Coen-Kopie seh ich hier auch nicht, Three Billboards ist um einiges menschlicher, geerdeter und weniger skurril.

mispel

Postings: 2404

Registriert seit 15.05.2013

04.02.2018 - 18:55 Uhr
Wirklich ein sehr guter Film. Ich habe Komödie und Drama selten so kunstvoll verwoben gesehen. Dazu noch Charaktere voller menschlicher Abgründe.

@Achim: Klar hat der Film an Coen erinnert. Aber wo ist das Problem? Würdest du Oasis auch zwei Punkte abziehen, weil man ihnen immer vorgeworfen hat nur ne Beatles-Kopie zu sein? Ein guter Film ist ein guter Film. Punkt.

hubschrauberpilot

Postings: 4823

Registriert seit 13.06.2013

04.02.2018 - 18:59 Uhr
Den Vorwurf, eine Coen-Kopie zu sein, kann der Film nicht abstreifen

Begründung?!?

Das liegt schwer im Magen und verhindert, dass man sich auf den Film einlässt.

Was hat dich daran gehindert? Der an den Haaren herbeigezogene Vergleich? Hast du jede Minute gedacht "Das war ja wie damals in Fargo....."?
LOL
04.02.2018 - 19:22 Uhr
Wenn man die Szene, wo der Typ sie bedroht hatte, im Hinterkopf hat, ist die Konfrontation in der Tat unausweichlich.

Sie könnten auch auf halbem Weg wieder kehrt machen

Die Szene hätte der Regisseur problemlos anfügen können, wenn er es gewollt hätte. Hat er aber nicht. So endet der Film wie typischerweise Filme, bei denen es eine Fortsetzung gibt.

MopedTobias

Postings: 10982

Registriert seit 10.09.2013

04.02.2018 - 19:26 Uhr
Da hast du recht, das hat er nicht gewollt. Gibt auch nen Grund dafür. "Ein offen gelassenes Narrativ ist nicht zwingend ein Unvollendetes" steht in meinem Beitrag oben und langsam ist auch mal gut.
LOL
04.02.2018 - 19:52 Uhr
Weiter oben steht auch warum der Regisseur ein offenes Ende gewählt hat:

"once you find out who did it you don’t have to watch it again, you don’t have to think about it. I like films that you can watch again and again. And if there’s too much of a solution to it then you don’t really have that.”

Ein offenes Ende, um des offenen Endes Willen.

MopedTobias

Postings: 10982

Registriert seit 10.09.2013

04.02.2018 - 20:01 Uhr
Das ist so nicht richtig. Du solltest schon das ganze Interview lesen, anstatt einzelne Zeilen aus dem Zusammenhang zu reißen.
LOL
04.02.2018 - 20:06 Uhr
Das ist schon richtig, was ich geschrieben habe. Genauso wie die Feststellung, dass es sich bei dem Film um ein Coen-Brothers-rip-off handelt.

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