Trettmann - #DIY

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captain kidd

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17.12.2017 - 19:10 Uhr
Jetzt also unbedingt doch noch ein Thread zum Album des Jahres. Stefan Richter aka Trettmann kommt aus Karl-Marx-Stadt und wird als Hip-Hop-, RnB- und Dancehall-Sänger bezeichnet. Aber das greift auf diesem Album viel zu kurz. #DIY ist ein echtes Universalmeisterwerk. Vage im Afro Trap (oder wie Kollegah sagen würde: Nafri Trap oder sogar besser: Dancehall Trap?) beheimatet, wagt es textlich den ganz ganz großen Rahmen zwischen deutsch-deutschen Zuständen 2017 und der Feierei im Club. Und bleibt dabei zu jedem Zeitpunkt zutiefst persönlich.

Letztlich ist es auch einfach ein sensationelles Liedermacher-Album. Und dazu eben auch wirklich selbstgemacht mit der Familie KitschKrieg. Ein ergreifenderes deutschsprachiges Lied als "Geh Ran" hat es seit langer langer Zeit nicht gegeben. Zuletzt vielleicht "Draußen auf Kaution" Ja, in dieser Liga spielen wir hier. #DIY ist ein Meisterwerk, das man noch in vielen Jahren auflegen wird.
Wa
17.12.2017 - 20:01 Uhr
Marky-Marx-Stadt?

Amused

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17.12.2017 - 21:38 Uhr
True dat!

Mister X

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18.12.2017 - 03:13 Uhr
Woran erkennt man ein Deutsch-Rap Konsens-Alben ? Es landet als Einzigstes in den Jahres Top 50 beim Musikexpress ! Wie die Russisch Roulette aber auch verdient !

whitenoise

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18.12.2017 - 15:59 Uhr
Finds ziemlich gut, vor allem "Grauer Beton". Aber insgesamt ist mir das Album noch zu verhalten, die Produktion auch zu steif. Das ist cool, gut erzählt und auch mitreißend. Aber dann doch nicht kraftvoll genug.
Ck
18.12.2017 - 17:09 Uhr
Der Sound ist natürlich wie mit dem Linear gezogen. Aber das macht für mich auch irgendwie den Reiz mit aus.
Einstein
20.12.2017 - 13:00 Uhr
Stimme zu, ganz starkes Album. Klingt wirklich - soweit das bei Rap geht - nach was neuem und man hört in jedem Ton, dass dort viel Liebe zu Reggae, Rap und Soul drinsteckt. Super Flows, auch.

Live habe ich ihn als Ronny Trettmann vor 10 Jahren mal auf einem ganz kleinen Festival gesehen, da war er auch irgendwie cool, aber mit diesem Reggae-Klamauk, den er damals gemacht hat, hat er mich doch nicht ganz gekriegt. Im Frühjahr das Update dazu, ich bin gespannt.

Christopher

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21.12.2017 - 21:41 Uhr
Habs endlich nachgeholt, das Album zu hören und schließe mich dem captain an. Großartiges Stück Musik.

maxlivno

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03.01.2018 - 20:34 Uhr
Rezension ist gelungen, aber wenn man auf Palmen aus Plastik klickt, landet man bei Frank Ocean's Blonde ;)

Cosmig Egg

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03.01.2018 - 20:44 Uhr
mehr Autotune gabs nur bei den Schlümpfen

Felix H

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03.01.2018 - 20:47 Uhr
Die wurden doch nur hochgepitcht.

Armin

Plattentests.de-Chef

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03.01.2018 - 21:42 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert als "Vergessene Perle".

Meinungen?

Zoltan
03.01.2018 - 22:43 Uhr
Sehr fein geschrieben, triffts gut.
Vielen Dank für's nachreichen...ich meine köszi szépen! 😉

MM13

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04.01.2018 - 18:51 Uhr
ich versteh nicht was an dem album besser sein soll wie z.b materia..etc.für mich hören die sich alle gleich an,und ich kann keine dancehall,reggae geschweige denn liedermacheranleihen raushören.für mich wirklich nichts sensationelles das man abfeiern könnte.

MopedTobias

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04.01.2018 - 23:24 Uhr
Dancehall ist das Ding durch und durch, die Liedermacher-Anleihen stecken v.a. in den Texten. Der captain hat schon recht, ich habe selten (noch nie?) einen ergreifenderen Deutschrap-Track als "Geh ran" gehört.

Amused

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04.01.2018 - 23:30 Uhr
Man kann drüber streiten, ob das ein Rap-Album ist, aber wenn dann wahrscheinlichch das beste im Deutschrap seit Russisch Roulette.

captain kidd

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05.01.2018 - 01:07 Uhr
Die beste Rezi des Jahres für das beste Album des Jahres. Passt. Und Liedermacher, weil die Balladen auf dem Album eigentlich klassischen Songwriter-Balladen näher stehen, als so R&B oder Soul Sachen. Und die Texte sind so klar und einfach - das habe ich bei den ganzen aktuell ähnlich klingenden Sachen so nie gehört. Man höre auch den Quantensprung bei Trettmann selbst: die EPs waren echt gut - aber das Album ist ein Meisterwerk.

MM13

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05.01.2018 - 08:50 Uhr
sorry,aber ihr werdets nicht schaffen mir das album gut zu reden,habs jetzt dreimal probiert aber ist für mich nichts anderes als ein durchnschnittliches hiphop album oder ein ganz schlechtes liedermacheralbum.

Amused

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05.01.2018 - 09:29 Uhr
Weil Hip Hop halt generell einfach schlechter ist als Liedermacher oder wie. Geh wo anders trollen.

MM13

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05.01.2018 - 09:58 Uhr
weder noch,aber in dem fall kann ich persönlich es halt in keines der beiden kategorien einordnen,und glaub mir ich hör von beiden genug und es gefällt mir auch beides,aber um das ganze abzukürzen,euch gefällts,mir halt nicht,soll öfters vorkommen so ist das halt mit dem musikgeschmack,hat mit trollen nichts zutun,ist einfach nur meine persönliche meinung.
Nun
05.01.2018 - 10:02 Uhr
"Amused" hats generell nicht so mit dem Akzeptieren anderer Meinungen.

Amused

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05.01.2018 - 10:10 Uhr
Schon ok, mir wollte nur nicht ganz einleuchten, warum ein durchschnittliches Hip Hop-Album (was #DIY schon nach ganz objektiven Anhaltspunkten nicht ist) gleichbedeutend mit einem ganz schlechten Liedermacheralbum sein sollte.

Watchful_Eye

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05.01.2018 - 10:18 Uhr
So habe ich das nicht verstanden (Disclaimer: Ich kenne das Album überhaupt nicht).

Er meint das einfach aus dem Blickwinkel verschiedener Genres. Man achtet je nach Genre eher auf unterschiedliche Aspekte.

Beispiel:
Christian Rode gibt dem Album "Out of the Blue" 12 Punkte "unter BBS-Gesichtspunkten", aber "als Pop-Album 15 Punkte"

http://babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=365&content=review&left=newReviews2&top=reviews

Bei den babyblauen Seiten handelt es sich um eine Progressive Rock-Seite. Er suggeriert nicht, dass Prog grundsätzlich der bessere Pop ist, sondern, dass das Album unter Pop-Gesichtspunkten noch besser ist als unter Prog-Gesichtspunkten.

Felix H

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05.01.2018 - 10:22 Uhr
Mit dem Ansatz kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. Ein Album ist vielleicht mehr Rap als Liedermacher oder andersrum, aber am Ende komme ich nur auf eine Wertung. Mir sind Genre-Einordnungen aber auch eher egal.

Watchful_Eye

User

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05.01.2018 - 10:46 Uhr
Das kann ich verstehen. Ich wollte nur MM13 davor retten, in eine Hip-Hop-Hasser-Ecke gestellt zu werden (ggf. gar damit noch in eine rassistische Ecke, denn die Hexenjagd ist in diesem Forum ja grad wieder mächtig auf Touren ;) ).

MM13

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05.01.2018 - 11:13 Uhr
danke watchfull,aber ich mag beide genre. und das mit der schlechten liedermacherplatte sollte eigentlich nur etwas überspitzt sein,da es für mich halt mit liedermacher nichts zu tun hat(was hiphop ja textlich durchaus sein kann).ansonsten seh ich es eigentlich wie felix, mir sind genre eigentlich nicht so wichtig.und wie oben schon gesagt mir gefällt das album halt nicht, nicht mehr nicht weniger.

Matjes_taet

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07.01.2018 - 16:22 Uhr
"Geh ran" und "Grauer Beton" sind, auch aufgrund von persönlichen Erfahrungen klare 10/10 absolute Songs. Die fassen mich richtig an..
Auf Albumlänge sinkt das ganze dann bei mir zu ner 7/10.

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

10.01.2018 - 00:46 Uhr
Die Höhepunkte auf dem Album sind wirklich stark. Mir gefällt vor allem, wie Trettmann mit der Sprache umgeht. Alles ist klar und strukturiert, ohne dabei simpel oder gar stumpf zu wirken. "Geh ran" zeigt das eindrucksvoll. Nur ein paar Lines reichen da, um ein bedrückendes Bild zu zeichnen.
Produktion des Albums ist gediegen, so langsam müssten sie aber nicht mehr in jedem Song sagen, dass sie KitschKrieg sind. :)

Für mich ist #diy ne klare 8/10.

Mister X

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Registriert seit 30.10.2013

28.11.2018 - 00:53 Uhr
Das Album hat nach Monaten nochmal ne Ganze Schippen draufgelegt. New York und Geh Ran zerreißen einen einfach das Herz, ohne auch nur eine Sekunde lang kitschig zu wirken. Und wenn ich ehrlich zu mir bin ist Grauer Beton fuer mich der emotionalste und wichtigste deutsche HipHop-Song den ich je gehoert habe. Storytelling auf hoester Ebene. Auch wenn Einiges erst spaeter fuer einen Sinn ergibt.

Gleichzeitig habe ich bei Gottseidank und Fast Forward einfach nur das Beduerfnis tanzen zu gehen.

Nur noch einen verleitet zum Alkohol. Was ja immer eine Gute Sache ist.

Haerteren Rap wird hier mit Gzuz in Knoecheltief perfekt intigriert.

Alles zusammen gepuzzelt sollte das eine klare objektive 10/10 fuer mich ergeben. Frag nich selber was daran hindert. Die Angst vor Neuem ?

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

28.11.2018 - 23:39 Uhr
10/10 auch von mir. Ein echter Klassiker. Auch in der Länge perfekt - genau wie mein... Satzbau.

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