Plattentests.de-Jahrespoll 2017: Der offizielle Thread für Listen und Diskussionen über Listen

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Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

30.11.2017 - 22:51 Uhr
Herzlich Willkommen im offiziellen Listen-Thread zum Jahrespoll 2017.

An dieser Stelle könnt Ihr Eure abgegebenen Stimmzettel posten und fleißig darüber diskutieren.
Für andere Anliegen gibt es andere Threads.

Hier eine Übersicht über die drei Jahrespoll-Threads:

Plattentests.de-Jahrespoll 2017: Der offizielle Thread für Listen und Diskussionen über Listen

Plattentests.de-Jahrespoll 2017: Spekulationen über Ergebnisse

Plattentests.de-Jahrespoll 2017: Fragen zur Abstimmung / Technische Probleme / Allgemeine Diskussionen

Watchful_Eye

User

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Registriert seit 13.06.2013

01.12.2017 - 00:22 Uhr
Enttäuschung des Jahres wird "Everything Now", das kann man glaube ich sicher sagen.

Album des Jahrs ist schwieriger - ich muss mich da ja auch in die Plattentests-Leserschaft hineinversetzen. Hat jemand einen besseren Tip als Kettcar? Die Fleet Foxes war super, aber keine Ahnung, ob das honoriert wird.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 10543

Registriert seit 08.01.2012

01.12.2017 - 00:25 Uhr
Bisher hätte ich einen vorübergehenden Stand von Alben und Songs anzubieten.

Kleinigkeiten könnten sich im Laufe des Monats noch ändern.

Alben:
1. Hurray For The Riff Raff - The navigator
2. Noah Gundersen - White noise
3. Burkini Beach - Supersadness intl.
4. Alex Cameron - Forced witness
5. Paramore - After laughter
6. Foxygen - Hang
7. Julien Baker - Turn out the lights
8. Rantanplan - Licht und Schatten
9. Dave Hause - Bury me in Philly
10. Dillon - Kind
11. Kele - Fatherland
12. Judith Holofernes - Ich bin das Chaos
13. Worriers - Survival pop
14. Beth Ditto - Fake sugar
15. Lotte - Querfeldein
16. Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen - It's OK to love DLDGG
17. Angus & Julia Stone - Snow
18. Gisbert zu Knyphausen - Das Licht dieser Welt
19. Liam Gallagher - As you were
20. Schrottgrenze - Glitzer auf Beton
21. James Vincent McMorrow - True care
22. The Afghan Whigs - In spades
23. Klez.e - Desintegration
24. Kaiser Franz Josef - Make rock great again
25. Haim - Something to tell you

Songs:
1. Judith Holofernes - Der Krieg ist vorbei
2. Hurray For The Riff Raff - Rican Beach
3. Noah Gundersen — Heavy metals
4. Giant Rooks - Bright lies
5. Julien Baker - Appointments
6. Banfi - Rosedale house
7. Paramore - Hard times
8. Alex Cameron - Runnin' outta luck
9. Kirin J Callinan - Big enough
10. Hurray For The Riff Raff - Hungry ghost
11. We Invented Paris - Looking back
12. Burkini Beach - Luxembourg
13. Burkini Beach - Bodyguards
14. Scott Ruth - Are you there
15. Hurray For The Riff Raff - Pa'lante
16. Noah Gundersen - The sound
17. Dillon - Shades fade
18. Night Drive — Easy to lie
19. Colorama - Halcyon days
20. Belle & Sebastian - I'll be your pilot
21. Beth Ditto - We could run
22. Arcade Fire - Everything now
23. Young Fathers - Only God knows
24. Scott Ruth - The hardest part
25. Foxygen - Rise up

Conny

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Registriert seit 28.05.2017

01.12.2017 - 00:27 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Kettcar - Ich vs. wir
Platz 2: The National - Sleep well beast
Platz 3: Fink (UK) - Resurgam
Platz 4: Julien Baker - Turn out the lights
Platz 5: Klez.E - Desintegration

Song des Jahres:
Platz 1: Kettcar - Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)
Platz 2: Julien Baker - Appointments
Platz 3: The National - Sleep well beast
Platz 4: Klez.E - November
Platz 5: Leoniden - 1990

Enttäuschendstes Album des Jahres: Arcade Fire - Everything now
Album-Cover des Jahres: Father John Misty - Pure comedy
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Fjørt - Couleur
Schlechtester Song des Jahres: Arcade Fire - Everything now
Band des Jahres: The National
Solo-Künstler des Jahres: Björk
Newcomer des Jahres: Martin Kohlstedt
Live - Band des Jahres: Amenra
Videoclip des Jahres: OK Go - Obsession
Beste Musikwebseite: prettyinnoise.de
Bester Film des Jahres: Moonlight
Beste Serie des Jahres: Tote Mädchen lügen nicht

Mister X

Postings: 1928

Registriert seit 30.10.2013

01.12.2017 - 01:59 Uhr
Alben des Jahres

01.American Dream - LCD Soundsystem
02.Magic Life - Bilderbuch
03.Lang Lebe Der Tod - Casper
04.Damn - Kendrick Lamar
05.Humanz - Gorillaz
06.Masseduction - St Vincent
07.Laune Der Natur - Die Toten Hosen
08.Everything Now - Arcade Fire
09.Niente - Wanda
10.Harry Styles - Harry Styles
11.Black Friday - Bushido
12.Nightmare Logic - Power Trip
13.Abysmal Thoughts - The Drums
14.Roswell - Marteria
15.Ctrl- SZA
16.Melodrama - Lorde
17.I See You - The Xx
18.Rare - Schnipo Schranke
19.Science Fiction - Brand New
20.Who Built The Moon - Noel Gallaghers High Flying Birds
21.As You Were - Liam Gallagher
22.Ich Bin Das Chaos - Judith Holofernes
23.Concrete And Gold - Foo Fighters
24.Low In High School - Morrissey
25.Diy - Trettmann



Songs des Jahres

01.Meet Me In The Hallway / Sign Of The Times - Harry Styles
02.Replica - The Xx
03.Investment Sieben - Bilderbuch
04.Sirenen - Casper
05.Perfect Places - Lorde
06.The Sky Is A Neighborhood - Foo Fighters
07.Creature Comfort - Arcade Fire
08.Grauer Beton - Trettmann
09.Weiter Weiter - Wanda
10.Humble - Kendrick Lamar
11.How Do You Sleep - LCD Soundsystem
12.One More Light - Linkin Park
13.Blood Under My Belt - The Drums
14.Satan Is Real - Kreator
15.Nightmare Logic - Power Trip
16.Sugarboy - St Vincent
17.Baum - Cro
18.Echte Berliner - Bushido
19.Kein Grund Zur Traurigkeit - Die Toten Hosen
20.Carnival - Gorillaz
21.Warsaw Street - Lea Porcelain
22.Was Kann Ein Mausi Dafuer - Die Mausis
23.Keine Rettung - Lisa Who
24.No One Knows Me Like The Piano - Sampha
25.The Isle Of Arran - Loyle Carner



Musikmoment / Textzeile des Jahres

"Man hat uns vergessen dort, Anfang der 90er Jahre"

-Grauer Beton - Trettmann



Band des Jahres
-LCD Soundsystem

Mann des Jahres
-Harry Styles

Frau des Jahres
-Randy Marsh alias Lorde

Ueberraschung des Jahres
-Harry Styles, der die gleich zwei bisher besten Pop-Songs des Jahrzehnts gemacht und ebenfalls bei Dunkkirk brilliert hat. Und war ganz nebenbei der Retter des Musikjahres 2017. War dieses Jahr wirklich jemand besser und wichtiger als er ?

Enttaeuschung des Jahres
-Viele,viele blasse Alben von geliebten Indie / Alternative-Acts
-Der Tod einiger Idole. Besonders hart : Chris Cornell und Chester Bennington
-Der Hate fuer das neue Linkin Park-Album
-Bisher kein neues Album von Tool oder System of a Down
-Die geliebten Arcade Fire bringen ein Album mit einigen Fillern heraus. Jedoch sind die vier Singles dermaßen gut, dass das Album doch noch seinen Platz gefunden hat

Erkenntnis des Jahres
-Album-Growner

Dasc

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Registriert seit 14.06.2013

01.12.2017 - 11:05 Uhr
Hier ist meine Liste. Und ich möchte noch einmal betonen, dass (1) dies alles offensichtlich subjektiv ist und (2) ich selbstverständlich nicht alle Alben dieses Jahr gehört habe; in der Vergangenheit hat es schon viele Jahre gegeben, in denen nachträglich manche Alben in die Top 5 gerutscht sind.

Bestes Album:

1. Thundercat – Drunk
Ich kannte und mochte Thundercat seit seinem letzten Minialbum "The Beyond/Where The Giants Roam", dass ich mir nur zugelegt hatte, weil mich die extrem kurze Spielzeit in der Rezension hier auf Plattentest so stutzig gemacht hat. Die 8/10 damals für 16 Minuten (welches Album hat schon ein 1:2 Punkte/Spielzeit-Ratio?) waren aber völlig gerechtfertigt. Und jetzt "Drunk": Dieses Album hat dieses Jahr alles weggejazzt und weggefunkt, was bei Drei nicht auf den Bäumen war. Das Ganze bei 23 Songs in unter 52 Minuten, das ist schon verrückt. Auf dem Glastonbury Festival im Juni war sein Gig eines der Highlights. Spielspaß und Spielkönnen sind selten so nah beieinander zu finden.

2. The National – Sleep Well Beast
Das erste Mal habe ich von dieser Band gehört, als sie auf Plattentest mit “High Violet” so gut abgeschnitten hatte. Gerade "Terrible Love" und "England" waren seitdem meine Lieblingsstücke von ihnen. Das nachfolgende Album "Trouble Will Find Me" war okay und gerade “I Should Live in Salt” war toll, hat mich aber nicht so mitgenommen. Ganz anders hier. Dies ist mein Favorit in ihrer Diskographie. Dabei geholfen haben auch ein tolles Konzert auf dem Glastonbury Festival und im Hammersmith Apollo in London (übrigens die beste Konzertlocation der Welt, ich sage nur Kate Bush und Joanna Newsom!). Hier folgt wirklich ein Highlight dem nächsten.

3. The War On Drugs – A Deeper Understanding
Auch wenn ich in den Chor der Vielen einstimmen muss, die "Lost In A Dream" für das bessere Album halten, finde ich es okay, dass Plattentest hier die 10/10 gezückt hat (auch wenn ich da nicht ganz bin). Im Vergleich zum Vorgänger gibt es zwar nicht die herausstechenden Highlights wie "Under The Pressure" oder "In Reverse", aber dafür gibt es auch keine Ausfälle wie "Suffering" und das etwas zu lange Outro von "Under The Pressure". Gerade das Einstiegstrio aus "Up All Night", "Pain" und "Holding On" ist meisterhaft. Und auch wenn ich kein Auto habe – hierzu fahre ich in Gedanken Auto.

4. James Holden and The Animal Spirits – The Animal Spirits
Eine auf dieser Seite vergessene Perle und eine meiner Entdeckungen dieses Jahres: Ich war im Plattenladen, um mir das neue Tori Amos Album zu besorgen (mehr dazu später), als dort ein Stück dieses Albums gespielt wurde. Ich wusste nichts über diesen Künstler und kenne sein bisheriges Schaffen nicht, aber das hier ist atemberaubend. Wie sich die Band hier immer wieder in Trance spielt ist einfach mitreißend und lässt einen nicht mehr los. Speziell hervorheben möchte ich auch Tom Page, den Drummer – die Entscheidung, keine Drum-Loops, sondern einen Live-Schlagzeuger zu benutzen, kommt diesem Album unglaublich zugute. Spontanliebe. Spontankauf.

5. Nadine Shah – Holiday Destination
Eine weitere Entdeckung dieses Jahres: Ich war auf dem "Simple Things" Festival in Bristol und Nadine Shah hatte gleich den ersten Slot um 14 Uhr (wo man häufig noch nicht das Meiste erwartet). Aber dieser Auftritt war das absolute Highlight des gesamten Festivals. Ihre super eingespielte und spielfreudige Band, zusammen mit ihrem Gesang und den aktuellen Themen (Brexit, Flüchtlingskrise, amerikanische Politik) der Songs haben den Gig unvergesslich gemacht. Dazwischen gab es noch höchstpolitische Ansagen, die es in sich hatten und zum Abschluss eine ins Chaos mündende 10-Minuten Version von "Out the Way". Das hier ist das Album, das PJ Harvey mit "The Hope Six Demolition Project" eigentlich aufnehmen wollte (oder eigentlich hätte aufnehmen sollen). Ein Hammer.

Honorable Mentions:

Alt-j – Relaxer
Nicht so gut, wie die letzten beiden Alben (vor allem "This Is All Yours" fand ich gut), aber auch nicht so schlecht, wie man nach vielen Kommentaren glauben würde.
Börk – Utopia
Man mische ein große Prise "Vespertine" und etwas "Vulnicura" (vor allem viel von diesem Klang, den sie am Ende von "Family" auffährt). Kein Album von ihr hatte bisher weniger herkömmliche Songstrukturen, aber die Stimmungen und Klanglandschaften, die hier erzeugt werden, suchen ihresgleichen.
Einar Stray Orchestra – Dear Bigotry
Seit nun drei Alben sorgt diese Formation um Einar Stray für hervorragende Alben, die sich alle in meinen Top-Alben der jeweiligen Jahre befinden.
Sufjan Stevens mit seiner Planetarium Crew – Planetarium
Ich bewundere nach wie vor die kreative Explosion hier. Es ist manchmal sehr ausladend und verliert zwischendurch auch mal den Faden, aber alleine der Wille, immer wieder bis ins Extrem zu gehen ist erfrischend. Und es ist das erste Mal, dass mir Autotune gefällt, das fand ich selbst auf seinem "Age of Adz" schwieriger.
Super Best Friends Club – Loveblows
Durch Zufall vor ein paar Jahren auf Bandcamp entdeckt. Das hier ist ihr zweites Album und wäre es letztes Jahr rausgekommen, wäre es in den damaligen Top 5 gelandet.
Trio Da Kali & Kronos Quartett – Ladilikan
Tolle Mischung aus afrikanischer Musik und westlichem Streichquartett. Wem das hier gefällt, dem sei Rokia Traoré, ebenfalls aus Mali, ans Herz gelegt. Diese hat 2003 bereits mit dem Kronos Quartett kollaboriert ("Bowmboï"), das Ergebnis ist noch besser.
Kamasi Washington – Harmony Of Difference (EP)
Macht genau da weiter, wo "The Epic" aufgehört hat, diese EP gefällt mir aber glaube ich noch ein ganz kleines bisschen besser.
Hans Zimmer & Benjamin Wallfisch – Blade Runner 2049 (OST)
Ich hatte gedacht, dieser Film würde mich vor allem visuell flashen. Aber nach dem ersten Kinobesuch hab ich gemerkt, dass der Sound absolut ebenbürtig ist. Der Soundtrack erreicht nicht ganz die Klasse von Vangelis' Originalsoundtrack, aber dennoch ist das hier einer der besten Soundtracks der letzten Jahre.


Beste Songs:

1. Thundercat – Them Changes
Ok, streng genommen kam dieser Track schon auf seinem Minialbum vor zwei Jahren heraus (und auch in dem Jahr hat er bei mir die Liste angeführt). Schon damals hatte ich das Gefühl, dass dieses Stück die Veröffentlichung auf einem vollen Album verdient hätte und zum Glück hat Mister Bruner das ebenfalls so gesehen. Gut so, kann ich's nochmal auf die Liste setzen. Ernsthaft, hört euch den Song einmal an, hört euch diesen Badass-Bass an, hört euch an, wie irgendwann das Piano völlig selbstbewusst dazwischen grätscht, das wird euch danach nicht mehr aus dem Kopf gehen.

2. Tori Amos – Reindeer King
Tori Amos hat meiner Meinung nach selbst in den vergangenen 15 Jahren (also bereits nach Ende der 90er, die von vielen als ihre Hochzeit gepriesen wird) sehr viele gute Songs aufgenommen. Aber nur dreimal in der Zeit war ich überwältigt von der Klasse eines ihrer Stücke: Der erste war "I Can’t See New York" ("Scarlet's Walk", 2002), der zweite "Shattering Sea" ("Night Of Hunters", 2011) und jetzt dieser hier. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber dieser Song ist so gut, dass er locker die Hälfte aller Stücke in den Schatten stellt, die sie auf ihrem Debut veröffentlicht hat. Warum das dazugehörige Album oben nicht aufgetaucht ist? Nun, mehr dazu später ...

3. James Holden and The Animal Spirits – Pass Through The Fire
Es gilt hier eigentlich alles, was ich schon über das Album gesagt habe. Das hier ist für mich allerdings der Standout-Track des Albums. Ein akustisches Geschenk, wie sich die Band hier in einen Rausch jazzt und einen nicht zu stoppenden Sog erzeugt.

4. The National – Carin at the Liquor Store
"Sleep Well Beast" hat viele Highlights und zwischen den beinahe Radiohead-esquen Spielereien in manchen der anderen Stücke geht dieser Song als eigentlich schon zu konventionell fast unter. Aber alles was es braucht, ist eine Klaviermelodie, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will, gepaart mit passender Begleitung. Für mich ist das hier das Highlight des Albums.

5. Nadine Shah – Out The Way
Aufgrund meines Kommentars zum Album dürfte das hier keine Überraschung sein. Toller Song. Der einzige Kritikpunkt für mich ist, dass die Albumversion viel zu kurz ist. Der Jam am Ende hätte wie beim Konzert noch ein paar Minuten weitergehen können. Hoffentlich gibt es davon mal eine anständige Live-Version.

Honorable Mentions:

Björk – Arisen My Senses
Einar Stray Orchestra – Last Lie
Einar Stray Orchestra – Penny For Your Thoughts
James Holden and The Animal Spirits – Animal Sprits
The National – Nobody Else Will Be There
The National – The System Only Dreams In Total Darkness
Sufjan Stevens, Nico Muhly, Bryce Dessner, James McAllister – Saturn
Sufjan Stevens, Nico Muhly, Bryce Dessner, James McAllister – Mercury
Super Best Friends Club – Humans
Thundercat – Uh Uh
Thundercat – Bus In The Streets
Thundercat – Jameel’s Space Ride
The War On Drugs – Up All Night (Wow, das hier war seit dem Erscheinen fest in die Top 5 gesetzt. Im letzten Moment von James Holden und Nadine Shah rausgekickt, damit hätte ich echt nicht gerechnet.)
The War On Drugs – Pain
The War On Drugs – Holding On
Kamari Washington – Truth


Enttäuschendstes Album:
Tori Amos – Native Invader
Ok, ich muss es hier einfach einmal loswerden (und – ja – ich weiß, es ist subjektiv und lang):
Es gibt Künstler, die ich mal gut fand, und die sich dann aufgrund Alben "fragwürdiger" Qualität in mein persönliches Abseits geschossen haben (Hashtag MikeOldfield). Ich störe mich nicht mehr an deren Output und so ist es mir egal, wie schlecht ihre neuen Alben sind. Es gibt auch viele Künstler, die sind einfach immer wieder gut.
Und dann ist da Tori Amos. Seit Jahren läuft sie genau auf dem Grat dazwischen. Sie ist eine unglaublich gute Pianistin und sie weiß definitiv, wie man Songs schreibt, gestaltet, einspielt, produziert, was auch immer. Und im Gegensatz zu anderen Leuten, fand ich Alben wie "To Venus and Back", "The Beekeeper", "American Doll Posse", oder "Night of Hunters" auch gut. Klar gab es meiner Meinung nach auch Ausfälle ("Abnormally Attracted To Sin" oder das furchtbar kitschige "Midwinter Graces"), aber sie hat es immer geschafft, dass ich mich auf das nächste Album gefreut habe. Und mit "Reindeer King" hat sie einen der besten Tracks ihrer gesamten Karriere geschaffen, also scheinbar kann sie solche Songs auch heute noch schreiben.
Aber dann hört man den Rest von "Native Invader". Es ist nicht einmal schlecht, aber es ist auch einfach nicht wirklich gut. Vor allem klingt es so, als hätte Tori Amos ihren Tori-Amos-Schema-F Baukasten ausgepackt. Alle Songs sind vernünftig produziert, haben einen vernünftigen Aufbau – und lassen mich völlig kalt. Es gibt Ausnahmen: "Up The Creek", "Climb" und "Mary’s Eyes" sind gut. Wie man es besser macht, hat sie auf dem Vorgänger gezeigt.
Ein weiteres Detail (was viele vielleicht nicht so stören wird wie mich): Sie hat auf einigen Alben die Angewohnheit, die Lyrics und die Songtitel auf dem Backcover in wahlloser Reihenfolge zu drapieren. Ich sehe da keinen Sinn hinter und, ja, es stört mich. "Native Invader" hat eine Word-Cloud von ungeordneten Titeln. Da hätte man es auch einfach weglassen können, ein leeres Backcover ist genauso informativ. Ich habe die Doppel-LP, bei dem die Lyrics auf die Schutzhüllen der Platten gedruckt wurden, aber – und das finde ich schlampig und ärgerlich – völlig aus der Reihenfolge. Die Lyrics zur Hälfte der Tracks befinden sich auf der Hülle der jeweils anderen Platte, also muss ich immer beide rausholen. Und es wäre nicht schwer gewesen, sie in Reihenfolge zu drucken, eine Schallplattenhülle ist groß, Platzprobleme wird man da nicht haben. Ich kaufe mir gerne die physischen Tonträger obwohl sie teurer sind als die mp3-Downloads, weil ich das Artwork zusätzlich zur Musik als Teil des Albums ansehe, aber hier habe ich das Gefühl, dass es völlig belanglos hingeschludert wurde.
Und – ich sage es jedes Album wieder, aber daran werde ich mich wohl einfach gewöhnen müssen – ich brauche kein Booklet als Modeheft mit Tori in 25 verschiedenen Posen, Frisuren und Kostümen. Von Kate Bush über Björk, Fiona Apple und St. Vincent bis hin zu Joanna Newsom treten alle Booklet-designtechnisch deutlich geschmackvoller auf.
Aber: Ich werde Tori Amos nächstem Output wieder entgegenfiebern. Wie gesagt, sie ist noch immer auf diesem schmalen Grat, auch wenn sie taumelt.
So, das musste ich einmal loswerden.

Band des Jahres:
The National

Solo-Künstler des Jahres:
Thundercat

Live-Künstler des Jahres:
The National

Musikvideo des Jahres:
Kirin J Callinan – Big Enough
"Brokeback Mountain" trifft eine Rave-Party. Dieser Track und dieses Video sind so abgedreht, dass es wieder gut ist.

Film des Jahres:
Blade Runner 2049
Dieses Jahr war meiner Meinung nach sehr gut, was Filme anging, dementsprechend lang ist meine Liste guter Filme. Aber der erste Platz kann nur an diesen Film gehen. Ich liebe das Original, es ist einer meiner Lieblingsfilme, aber "Blade Runner 2049" ist ebenfalls ganz oben mit dabei. Auf die Gefahr hin, böse Antworten zu bekommen, muss ich dennoch einmal sagen: Das hier ist filmtechnisch das, was Talk Talk bei ihrem Album "Spirit of Eden" gemacht haben. Hier hat jemand Geld für einen Hollywood-Blockbuster bekommen und stattdessen einen 150 Millionen Dollar Arthouse Film im Tarkowski-Stil gedreht. Das verdient meinen vollsten Respekt. "Spirit of Eden" war damals finanziell auch kein Glanzlicht und wird heute als Meilenstein gefeiert.

matinioh

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Registriert seit 28.09.2017

01.12.2017 - 11:14 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Gary Numan - Savage (Songs from a broken world)
Platz 2: Depeche Mode - Spirit
Platz 3: Mastodon - Emperor Of Sand
Platz 4: Royal Blood - How did we get so dark?
Platz 5: Queens Of The Stone Age - Villains

Song des Jahres:
Platz 1: Sparks - Edith Piaf (Said it better than me)
Platz 2: Gary Numan - My name is ruin
Platz 3: Monolord - Where Death Meets The Sea
Platz 4: Mastodon - Show yourself
Platz 5: Kreator - Hail to the hordes

Enttäuschendstes Album des Jahres: Fever Ray - Plunge
Album-Cover des Jahres: Mastodon - Emperor Of Sand
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Kreator - Gods of violence
Schlechtester Song des Jahres: Helene Fischer - Herzbeben
Band des Jahres: Mastodon
Solo-Künstler des Jahres: Gary Numan
Newcomer des Jahres: The Discussion
Live - Band des Jahres: Depeche Mode
Videoclip des Jahres: Royal Blood - How Did We Get So Dark?
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Blade Runner 2049
Beste Serie des Jahres: Game of Thrones

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 12.12.2013

01.12.2017 - 15:41 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Exquirla - Para quienes aún viven
Platz 2: Der Nino Aus Wien - Wach
Platz 3: Mikko Joensuu - Amen 3
Platz 4: The Soundbyte - Solitary IV
Platz 5: Sgrow - Circumstance

Song des Jahres:
Platz 1: Exquirla - Hijos de la rabia
Platz 2: Egopusher - Jennifer (William Part II)
Platz 3: The Soundbyte - Descending
Platz 4: Philip Selway - Walk
Platz 5: Wand - White cat

Enttäuschendstes Album des Jahres: Depeche Mode - Spirit
Album-Cover des Jahres: Liam Gallagher - As you were
Schlechtester Song des Jahres: Julia Engelmann - Grapefruit
Band des Jahres: Exquirla
Solo-Künstler des Jahres: David Bowie
Newcomer des Jahres: Sgrow
Live - Band des Jahres: Amplifier
Videoclip des Jahres: Sgrow - Feel something
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres:
Beste Serie des Jahres: Rick & Morty

MopedTobias

Postings: 8475

Registriert seit 10.09.2013

01.12.2017 - 15:48 Uhr
"Hier hat jemand Geld für einen Hollywood-Blockbuster bekommen und stattdessen einen 150 Millionen Dollar Arthouse Film im Tarkowski-Stil gedreht."

Wieso böse Antworten, dieser Satz ist zu 100% richtig.

Beerhunter

Postings: 11

Registriert seit 14.10.2013

01.12.2017 - 18:30 Uhr
So, erledigt. Ja, ja, ja Lorde. <3

Album des Jahres:
Platz 1: Godspeed You! Black Emperor - Luciferian towers
Platz 2: Lorde - Melodrama
Platz 3: Lana Del Rey - Lust for life
Platz 4: Gisbert zu Knyphausen - Das Licht dieser Welt
Platz 5: Four Tet - New energy

Song des Jahres:
Platz 1: Godspeed You! Black Emperor - Anthem for no state
Platz 2: Lorde - Green light
Platz 3: Slowdive - Star roving
Platz 4: Lana Del Rey - Change
Platz 5: Wanda - Weiter, weiter

Enttäuschendstes Album des Jahres: Arcade Fire - Everything now
Album-Cover des Jahres: Lorde - Melodrama
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/:
Schlechtester Song des Jahres:
Band des Jahres: Godspeed You Black Emperor!
Solo-Künstler des Jahres: Lorde
Newcomer des Jahres: Love A
Live - Band des Jahres: Wanda
Videoclip des Jahres: Björk - The Gate
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Dunkirk
Beste Serie des Jahres: Bojack Horseman

hubschrauberpilot

Postings: 3229

Registriert seit 13.06.2013

01.12.2017 - 19:12 Uhr
Muss ich eigentlich bei beste Musikwebseite plattentests.de eintragen, um einen Preis zu gewinnen?

Watchful_Eye

User

Postings: 975

Registriert seit 13.06.2013

01.12.2017 - 20:14 Uhr
Das würde zumindest erklären, warum in über 10 Jahren noch nie etwas gewonnen habe. Die beste Musikwebsite bleibt rateyourmusic.com. No offense, Armin ;)

MopedTobias

Postings: 8475

Registriert seit 10.09.2013

01.12.2017 - 20:33 Uhr
Das war in der Breite eines der besten Musikjahre, die ich aktiv miterlebt habe, kann problemlos eine Top 50 machen, ohne unter 7,5/10 gehen zu müssen. Also werd ich das auch:

1. Slowdive – Slowdive
2. San Fermin - Belong
3. Coals - Tamagotchi
4. Melanie De Biasio - Lillies
5. Dillon – Kind
6. Lana Del Rey - Lust For Life
7. St. Vincent - Masseduction
8. Grizzly Bear - Painted Ruins
9. Color Film - Living Arrangements
10. The Courtneys - II

11. Trio Da Kali & Kronos Quartet – Ladilikan 12. Kendrick Lamar – Damn 13. Brand New - Science Fiction
14. Vince Staples - Big Fish Theory
15. Jessica Lea Mayfield - Sorry Is Gone
16. Björk - Utopia
17. Little Steven - Soulfire
18. LCD Soundsystem - American Dream
19. Cults - Offering
20. Loyle Carner - Yesterday's Gone

21. Angus & Julia Stone - Snow
22. The Flaming Lips - Oczy Mlody
23. Mount Kimbie - Love What Survives
24. Do Make Say Think - Stubborn Persistent Illusions
25. Lorde - Melodrama
26. Kacy Hill - Like a Woman
27. Elbow - Little Fictions
28. Ibeyi - Ash
29. Johanna Borchert – Love or Emptiness 30. The National - Sleep Well Beast

31. Millionaire - Sciencing
32. Soulwax - From Deeweee
33. Fleet Foxes - Crack-Up
34. Blanck Mass - World Eater 35. Shamir – Revelations
36. Perfume Genius – No Shape
37. Tyler, the Creator – Flower Boy
38. Makthaverskan – III
39. Iguana Death Cult – The First Stirrings of Hideous Insect Life
40. Zoot Woman - Absence

41. Arcade Fire - Everything Now
42. Algiers – The Underside of Power
43. Meat Wave – The Incessant
44. Paul Weller – A Kind Revolution
45. Phoenix – Ti Amo
46. Actress – AZD
47. Love A – Nichts ist neu
48. Declan McKenna – How Do You Think About the Car?
49. Pissed Jeans – Why Love Now
50. Gorillaz - Humanz

Songs (nur Top 5):

1. Lorde - Green Light
2. Slowdive - Slomo
3. Coals - 90's Babies
4. Elbow - Little Fictions
5. San Fermin - Palisades/Storm

Enttäuschung: QOTSA - Villains
Cover: St. Vincent - Masseduction
Rezension: Julia Engelmann - Poesiealbum
Schlechtester Song: Despacito
Band: Arcade Fire
Solo-Künstler: St. Vincent
Newcomer: Coals
Live: Arcade Fire
Video: Arcade Fire - Creature Comfort
Musikwebseite: PT
Film: La La Land
Serie: Twin Peaks oder Orange is the New Black

Dasc

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Registriert seit 14.06.2013

01.12.2017 - 20:34 Uhr
"Wieso böse Antworten, dieser Satz ist zu 100% richtig."

Das stimmt. Ich meinte den Vergleich mit Talk Talk.

Watchful_Eye

User

Postings: 975

Registriert seit 13.06.2013

01.12.2017 - 20:38 Uhr
Ich muss zugeben, dass ich dem Film im Kino in der letzten halben Stunde nicht mehr 100%ig folgen konnte und beim anschließenden Klogang alles auf Wikipedia nachlesen musste. :D Mit diesem Gesamtüberblick müsste ich ihn eigentlich nochmal schauen, denn spontan überwältigt war ich nicht.

Stimme diesem Satz aber auch zu - es spricht für unsere Menschheit, dass es Menschen gibt, die bereit sind, so viel Geld in so anspruchsvolle Filme zu stecken. Und beim ursprünglichen Blade Runner war es ja auch so, dass eher die Szenerie beeindrucken sollte als die Story.
The War on Drugs
02.12.2017 - 19:24 Uhr
The War on Drugs des Jahres: The War on Drugs

captain kidd

Postings: 1587

Registriert seit 13.06.2013

02.12.2017 - 23:15 Uhr
Oh, immerhin einmal Trettmann genannt. Für mich das beste deutschsprachige Album des Jahres. Leider sind die Features eher schwach. Hätte er das Album alleine aufgenommen - 10/10.
Hubschrauberabschiesser
03.12.2017 - 11:05 Uhr
Kann leider beim Poll nicht mitmachen, da ich diese ganze rechte Rockmusik nicht mehr unterstützen möchte. Und Rap ist mir zu feminin, Elektro zu hart.

novemberfliehen

Postings: 49

Registriert seit 13.06.2013

03.12.2017 - 12:03 Uhr
Vorläufig / Stand jetzt

Alben:

01 - Cigarettes After Sex - Cigarettes After Sex
02 - Slowdive - Slowdive
03 - Desperate Journalist - Grow Up
04 - The National - Sleep Well Beast
05 - Converge - The Dusk in Us
06 - The War On Drugs - A Deeper Understanding
07 - Brand New - Science Fiction
08 - Mount Eerie - A Crow Looked At Me
09 - Wear Your Wounds - WYW
10 - The Flaming Lips - Oczy Mlody

Songs:

01 - The War On Drugs - Holding On
02 - Cigarettes After Sex - Apocalypse
03 - The National - I'll Still Destroy You
04 - Desperate Journalist - Hollow
05 - Converge - The Dusk In Us
06 - Brand New - Lit Me Up
07 - Arcade Fire - Peter Pan
08 - Slowdive - Slomo
09 - Cigarettes After Sex - Sunsetz
10 - The Flaming Lips - The Castle

At The Drive-In, Arcade Fire und Fleet Foxes leider unter den Erwartungen.

bugeyes

Postings: 25

Registriert seit 14.06.2013

03.12.2017 - 12:32 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Slowdive - Slowdive
Platz 2: Out Lines - Conflats
Platz 3: Burkini Beach - Supersadness intl.
Platz 4: Mogwai - Every country's sun
Platz 5: Judith Holofernes - Ich bin das Chaos

Song des Jahres:
Platz 1: Slowdive - No longer making time
Platz 2: Tori Amos – Reindeer King
Platz 3: Radiohead - I promise
Platz 4: Judith Holofernes - Der letzte Optimist
Platz 5: Beatsteaks - I do

Enttäuschendstes Album des Jahres: Incubus - 8
Album-Cover des Jahres: Burkini Beach - Supersadness intl.
Beste Rezension: Radiohead - OK computer OKNOTOK 1997 2017
Schlechtester Song des Jahres: Eskimo Callboy - The scene
Band des Jahres: The Twilight Sad
Solo-Künstler des Jahres: Burkini Beach
Newcomer des Jahres: Burkini Beach
Live - Band des Jahres: Slowdive
Videoclip des Jahres: Radiohead - I promise
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Es
Beste Serie des Jahres: Brooklyn Nine-Nine
nönönö
03.12.2017 - 12:52 Uhr
@novemberfliehen: Du stehst ab sofort unter Beobachtung: Rockismus!

novemberfliehen

Postings: 49

Registriert seit 13.06.2013

03.12.2017 - 15:06 Uhr
Ok.
Iulius Caesar
03.12.2017 - 16:01 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Lil Peep - Come Over When You're Sober
Platz 2: COH3N - Supernova
Platz 3: Drake - More life
Platz 4: xxxtentaion - 17
Platz 5: Bilderbuch - Magic life

Song des Jahres:
Platz 1: Lil Peep - The Brightside
Platz 2: COH3N - Live4ever
Platz 3: The National - Day I die
Platz 4: The Used - About you (no songs left to sing)
Platz 5: Bilderbuch - Baba

Enttäuschendstes Album des Jahres: The Killers - Wonderful wonderful
Album-Cover des Jahres: COH3N - Supernova
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Scooter - Scooter forever
Schlechtester Song des Jahres: Prinz Pi - Hellrot (feat. Bosse)
Band des Jahres: The National
Solo-Künstler des Jahres: Sierra Kidd
Newcomer des Jahres: COH3N
Live - Band des Jahres: Sierra Kidd
Videoclip des Jahres: casper - lass sie gehen
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Manchester By The Sea
Beste Serie des Jahres: Girls
Verdena
03.12.2017 - 16:40 Uhr
@ Armin
Noah Gundersen's White Noise ist auch eines meiner Jahreshighlights, doch leider scheint das Album in der Gesamtübersichtsliste eures Jahrespolls NICHT auf.
Vielleicht könnt ihr das noch ändern.
Diese Album hätte sich nämlich eine Topplatzierung verdient.

Watchful_Eye

User

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Registriert seit 13.06.2013

03.12.2017 - 16:43 Uhr
Meines Wissens ändert sich das durch deine Eingabe in die Liste automatisch.
Donnie_Darko
03.12.2017 - 22:48 Uhr
Hm ist bei keinem hier Daughter dabei?
Klar das neue Album kommt nicht an "Not to dissapear" heran aber war doch schon ne klasse Scheibe wie ich finde.
missmagdeburg
04.12.2017 - 18:12 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: LCD Soundsystem - American Dream
Platz 2: Perfume Genius - No shape
Platz 3: Arcade Fire - Everything now
Platz 4: Gisbert zu Knyphausen - Das Licht dieser Welt
Platz 5: Alt-J - Relaxer

Song des Jahres:
Platz 1: LCD Soundsystem - How do you sleep?
Platz 2: Gisbert zu Knyphausen - Unter dem hellblauen Himmel
Platz 3: Blackfield - How was your ride?
Platz 4: Arcade Fire - Everything now
Platz 5: Perfume Genius - Sides

Enttäuschendstes Album des Jahres: U2 - Songs of Experience
Album-Cover des Jahres: Girls In Hawaii - Nocturne
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Xavier Naidoo - Für Dich
Schlechtester Song des Jahres: Kay One feat. Pietro Lombardi Senorita
Band des Jahres: LCD Soundsystem
Solo-Künstler des Jahres: Gisbert zu Knyphausen
Newcomer des Jahres: Cigarettes After Sex
Live - Band des Jahres: Arcade Fire
Videoclip des Jahres: Käptn Peng & Die Tentakel Von Delphi - Im Labyrinth
Beste Musikwebseite: Plattentests.de
Bester Film des Jahres:
Beste Serie des Jahres:

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 401

Registriert seit 31.10.2013

04.12.2017 - 18:59 Uhr
Mich wundert die häufige Nennung von Gisbert zu Knyphausen, da muss ich wohl doch dringend noch mal reinhören.
Ich mag keine Listen, hab aber mal das hier zusammengestümpert:

Alben:

1. Loyle Carner - Yesterday’s gone
2. Converge - The dusk in us
3. Leif Vollebekk - Twin solitude
4. The War On Drugs - A deeper unterstanding
5. Bonobo - Migration
6. The National - Sleep well beast
7. Propagandhi - Victory lap
8. Rantanplan - Licht und Schatten
9. Mogwai - Every country’s sun
10. Wanda - Niente

Songs:

1. Kettcar - Sommer 89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)
2. The National - Guilty Party
3. Leif Vollebekk - Into the ether
4. Emperor X - 30.000
5. Mount Kimbie - Blue train lines
6. Julien Baker - Appointments
7. Cigarettes After Sex - Apocalypse
8. Loyle Carner - Stars & shards
9. Zeal & Ardor - Come on down
10. Converge - The dusk in us

Watchful_Eye

User

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Registriert seit 13.06.2013

04.12.2017 - 23:02 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Sufjan Stevens, Nico Muhly, Bryce Dessner & James McAlister - Planetarium
Platz 2: Juana Molina - Halo
Platz 3: Fleet Foxes - Crack-up
Platz 4: Andromeda Mega Express Orchestra - Vula
Platz 5: Nathan Fake - Providence

Song des Jahres:
Platz 1: Jamiroquai - Automaton
Platz 2: Sufjan Stevens, Nico Muhly, Bryce Dessner & James McAlister - Mercury
Platz 3: Andromeda Mega Express Orchestra - In Light of Turmoil
Platz 4: Tigran Hamasyan - Nairian Odyssey
Platz 5: Leprous - Mirage

Enttäuschendstes Album des Jahres: Arcade Fire - Everything now
Album-Cover des Jahres: Juana Molina - Halo
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Sampha - Process
Schlechtester Song des Jahres: Arcade Fire - Chemistry
Band des Jahres: King Gizzard & The Lizard Wizard
Solo-Künstler des Jahres: Tigran Hamasyan
Newcomer des Jahres: Cameron Graves
Live - Band des Jahres:
Videoclip des Jahres:
Beste Musikwebseite: rateyourmusic.com
Bester Film des Jahres:
Beste Serie des Jahres:

musie

Postings: 2017

Registriert seit 14.06.2013

04.12.2017 - 23:36 Uhr
Schöne Liste von MartinS. Meine schaut ähnlich aus.

musie

Postings: 2017

Registriert seit 14.06.2013

05.12.2017 - 08:12 Uhr
Alben:

1 Cigarettes After Sex - Cigarettes After Sex
2 The War on Drugs - A Deeper Understanding
3 Slowdive - Slowdive
4 Wanda - Niente
5 The xx - I see you
6 The National - Sleep Well Beast
7 Future Islands - The Far Field
8 Alt-J - Relaxer
9 Angus & Julia Stone - Snow
10 Casper - Lang lebe der Tod
11 Molly Nilsson - Imaginations
12 Kelly Lee Owens - Kelly Lee Owens

slowdive

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Registriert seit 15.09.2016

06.12.2017 - 13:07 Uhr
Ich habe mich nun auch mal dran gesetzt. Ist etwas länger geworden:

Essentials:

Protomartyr - Relatives In Descent

Wo Under Color Of Official Right und The Arc Intellect schon zu den interessantesten Genre-Platten der jeweiligen Jahre gehörten, erfolt nun mit Relatives In Descent das absolute Meisterstück von Protomartyr. Auch all denen, die bei dem Keyword ‚Post-Punk‘ die gute Musik vor lauter drittklassiker Joy Division-Verschnitte nicht mehr hören können, sei versichert: Ihr seid hier ohne Zweifel gut aufgehoben. Denn auf diesem Album wird wahrlich Großes kreiert. Das Songwriting legt Quantensprünge zurück im Vergleich zu jeglichem Output der Vorgängeralben, Sänger Joe Casey keift und faucht intensiver denn je zuvor und die on-point Produktion, die in Zusammenarbeit mit Sonny DiPerri entstanden ist, gehört genreübergreifend zum Allerbesten, das meine Ohren in den letzten Jahren verarbeiten durften. Allein die Abmischung der Gitarre(n) sollte mit allen Musikpreisen dieser Welt überhäuft werden. Textlich werden die gängigen Klischees souverän umschifft. Gebrochene Herzen und verliebtes Anschmachten sucht man hier vergebens, stattdessen dominieren die Philsophie der Skeptik und die Existenzialistische Furcht den dröhnenden Gesang Caseys. Referenzen aus Literatur und Philosophie findet man zuhauf. Musikalisch wechseln sich wummernde Vertonungen längst schon Gegenwart gewordener Instrumental-Dystopien mit aggressiv schreienden Ausbrüche aus eben dieser konstant ab. Die komplette Tiefe dieser Hörbarmachung von Furcht und Ungewissheit, offenbart sich dem Hörer dabei allerdings erst schrittweise - von Track zu Track, von Albumdurchlauf zu Albumdurchlauf. Die emotionalen Höhepunkte bleiben stets flexibel - im Albumkontext, aber auch innerhalb der verschiedenen Stücke. Erscheint einem heute noch der wahnsinnig gute Opener „A Private Understanding“ mit seinem mantraartig anmutenten „She's just trying to reach you“-Outro als der Punkt, von dem aus es nicht mehr höher hinaus geht, bieten schon im nächsten Augenblick das hypnotische „Night-Blooming Cereus“ oder der dröhnende Punker „Male Plague“ das Potenzial alles bisher glaubte wieder von Grund an auf den Kopf zu stellen. Letztendlich kann der Apell nur lauten: Hört dieses Album. Hört es, wenn ihr duch die depressiven Verstimmungen der Hochhausgassen eurer Heimatstadt lauft. Hört es und ihr werdet euch noch beschissener fühlen. Es lohnt sich trotzdem. Uneingeschränkt.

(Anspielstipps: „A Private Understanding“, „Half Sister“, „Male Plague“)

Thundercat - Drunk

Nachdem Steve Bruner a.k.a. Thundercat, seines Zeichens einer der begnadetsten Jazz-Bassisten der Jetztzeit, 2015 das Kunstück vollbracht hat, innerhalb von knapp 18 Minuten mit seinem Mini-Album The Beyond / Where the Giants Roam die Herzen von Kritikern und Hörern (inkl. meinem) gleichermaßen zu verzücken, war die Erwartungshaltung an das Nachfolgewerk Drunk alles andere als gering. Und es wurde geliefert. 23 Tracks in knapp 50 Minuten - die Highlights folgen Schlag auf Schlag. Zeit zum Durchatmen? Fehlanzeige. Es ist wirklich beachtlich mitzuerleben, wie auf Drunk - wo große musikalsiche Expertise auf immense Spielfreude treffen - gnadenlos alles weggefunked wird, was sich nicht bei drei im nächsten Ambientzelt verkrochen hat. Die Art, in der auf ein jazziges Fundament verschiedeneste Bausteine aus Soul, Hip Hop, Funk geschichtet, abgerissen und wieder neuarangiert werden, dürfte auch bei all denen Anklang finden, die eigentlich mit keinem der genanntnen Genres besonders viel anfangen können. Neben der sicherlich klar immer Vordergrund steheden musikalisch-kompositorischen Seite von Drunk, sind aber auch die Lyrics alles andere als Lückenfüller. Klar, die Grenzen der Posie werden hier nicht neu ausgelotet, aber warum auch? Die wunderbar ironischen Texte, die mit einem Themenspektrum von Digitalisierung, über die Gründe, die dafür sprechen eine Katze sein zu wollen bis hin zu Dragonball-Z, so ziemlich alles Mögliche und Unmögliche umfassen, zaubern zumindest mir mit jeden Durchlauf ein neues Grinsen ins Gesicht. Abschließend einzelne Lieder herauszupicken, gestaltet sich, aufgrund der schieren Fülle an Highlights, als schwierig, einer sei aber Erwähnt: „Them Changes“. Diese Bassline, dieser Moment, wenn nach kurzer Zeit das Jazz-Piano einsetzt - in dieser Dekade wurde nie besser gefunked.

(Anspieltipps: „Them Changes“, „Tokyo“, „A Fan's Mail (Tron Song Suite II)“)

The War On Drugs - A Deeper Understanding

Ein Wehmutstropfen: An die Qualität von Lost In The Dream (10/10) reicht es nicht ganz heran und das Niveau von Überhighlights wie „Under The Pressure“, „In Reverse“ oder „An Ocean In Between The Waves“ wird nur einmal - Stichwort „Thinking Of A Place“ erreicht. Dennoch: Es ist schon Wahnsinn auf welchem Niveau diese Band schon seit Slave Ambient abliefert. Wohl eine wichtigsten „echten“ Indiebands der Gegenwart. Hier sitzt - wieder einmal - jeder Ton genau dort, wo er sein soll, ohne das im Endergebniss auch nur der Hauch eines Gefühls von Geplantheit entsteht. Selbst nach Rotationsdurchgängen im zehnstelligen Bereich verliert man sich Mal um Mal in dem einzigartigem kompositorischen Detailreichtum und entdeckt immer wieder Neues - die Harmonica in „Nothing To Find“, das Piano in „Thinking Of A Place“ - gerade durch die vielen Kleinigkeiten hebt sich das Niveau bei dieser Band noch einmal um ein Vielfaches. Es ist schlicht und ergreifend eine riesige Bereicherung, dass es auch in einer Gegenwart, in der es schon soweit gekommen ist, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Goldfischs, die seines Besitzers übertrumpft, eine Band wie The War On Drugs gibt. Eine Band, die in so unaufgeregter Manier, ganz ohne bahnbrechende Grenzverschiebungen, Musik für die Ewigkeit komponiert. Musik, zu der nun auch der arme autolose Student in Gedanken kreuz und quer über all die Highways dieser Welt brettern kann.

(Anspieltipps: „Thinking Of A Place“, „Holding On“, „Pain“)

The New Year - Snow

Kennt noch jemand Bedhead? Diese wunderbar unscheinbare Band aus Dallas, Texas, formiert um die beiden Brüder Matt und Bubba Kadane? Die Band, die mit der Vermischung von Slowcore und Post-Rock solch nahezu perfekte Kleinode wie WhatFunLifeWas oder Transaction de Novo komponiert hat und die Herzen der Indie-Gemeine hat höher schlagen lassen? The New Year jedenfalls sind ihreszeichen das Quasi-Nachfolgeprojekt dieser wahnsinnig tollen Band und lassen nun mit Snow erstmals seit knapp 10 Jahren wieder etwas von sich hören. Monumental viel hat sich glücklicherweise nicht verändert: Einige personelle Schrauben wurden gedreht, die pure Langsamheit wurde, zugunsten einer etwas dynamischeren Herangehensweise an die Musik, etwas zurückgetellt und in die Texte hat sich ein Prise lakonischer Humor eingeschlichen. Ansonsten ist aber eigentlich alles beim Alten. Immer dann, wenn die Tage wieder kürzer werden und sich die Farbgestaltung der Stadt mit jeder Stunde ein kleines Stück weiter in Richtung grau verschiebt, liefern die Gebrüder Kadane den passenden Soundtrack zur Gegenwart. Im Unterschied zu der Musik von Bedhead sieht die New Year’sche Winterlandschaft etwas weniger melancholisch aus. Ein kleines bisschen weniger Schwere liegt über den Dingen und alles läuft ein wenig dynamischer vor dem geistigen Auge des Hörer ab. Von Beschwingtheit sind wir aber natürlich auch hier soweit entfernt, wie Olaf Scholz von einem adäquaten Umgang mit einem G20-Gipfel. Aber warum von Hafengeburtstagen reden, wenn man sich auch in einer der besten Platten des Jahres selbst verlieren kann? Verlieren in dem von Jazzdrums subtil unterlegten „The Last Fall“, das sogar komplett ohne Gitarren auskommt und dafür gar mit zarten elektronischen Klängen ins Outro abgleitet. Oder in „Snow“, dem wunderbaren Titeltrack der Platte. Dem einen der beiden Tracks, die über die 6 Minuten-Grenze hinauswabern und dabei so großartig sind, obwohl vordergründig eigentlich gar nich so viel passiert. Oder wie wäre es mit dem Doppelpack aus „Homebody“ und „Recent History“. Beide sind fast schon echte (Indie-)Hits für Bedhead-Verhältnisse. Am Ende lässt man die Platte natürlich einfach von Start bis Ende durchlaufen. Und noch einmal. Und nochmal. Und nochmal…

(Anspieltipps: „Recent History“, „Homebody“, „The Beast“)

Kamasi Washington - Harmony Of Difference

Sechs Vinyl-Sites, 17 Stücke und eine Laufzeit von insgesamt 173 Minuten und 33 Sekunden. The Epic war gigantisch - in Qualität, in Quantität. The Epic konnte aber vor allem auch eines sein: Überfordernd. Der schiere Umfang dieses Mammut-Albums machte es dem geneigten Hörer (und so auch mir), dessen Jazz-Verständnis sich im Regelfalls auf die üblichen 20, 30 Klassiker beschränkt, 2015 nicht wirklich leicht einen angenehmen Aufschlag für das Spiel mit Kamasi Washington zu finden. Trotz - für Genre-Verhältnisse - eher einfach zugänglicher Musik. Genau an dieser Stelle baut Harmony Of Difference nun die notwendigen Brücken. Sieht die andere Seite doch auch einfach zu schön, zu malerisch aus, als dass man einfach hierbleiben könnte und sagen: Ich verzichte. 31 Minuten, 6 Tracks, eine 10-stellige Zahl absoluter Virtuosen des Fachs. Doch sind derartige Eckdaten für Künstler mit der musikalischen Expertise eines Kamasi Washington oder eines Cameron Graves (der hier am Piano zu hören ist) eher kreatives Gefängnis, denn tatsächlicher Orientierungspflock. Im Grunde genommen handelt es sich bei Harmony Of Differences um nur einen halbstundigen Song. Die entsprechenden musikalischen Motive tauchen allesamt bereits im (auf-)taktangebenden „Desire“ auf und ziehen sich fortan in Variationen unterschiedlichster Couleur durch das komplette Album. Wo bei „Knowledge“ noch noch das Ruhige, das Ordentliche zelebriert wird und die einzelnen Instrumente abwechselnd den Gang ins Rampenlicht antreten dürfen, zieht das Tempo ab „Perspective“ schließlich weiter an, bis „Integrity“ letztlich auch den letzten Gast des Jazz-Clubs cocktailschlürfend auf die Tanzfläche bittet. Um zum Herzstück dieses wunderbaren Kleinods vorzudringen, muss der geneigte Gast allerdings bis zum Schluss warten. Ladies and Gentlemen, es folgt: „Truth“. 13 Minuten pure Jazzekstase und einer der musikalischen Schlüsselmomente des Musikjahres 2017. Wenn nach fünf Minuten behutsamen Aufbauens feinster Jazz-Architektur mit Hilfe von Instrumenten und spirituellen Chören, abschließend Schlagzeug und Bass gemeinsam das Tempo erhöhen, nur um Kamasi Washingtons finalem Saxophon-Solo den Weg zu ebenen, sollte auch dem letzten Hörer klar werden: Wer jetzt nicht verzückt ist, der hat die Musik nie geliebt.

(Anspieltipps: „Truth“, „Truth“ und nochmal „Truth“)

LCD Soundsystem - American Dream

Nun, wer hätte das gedacht? Ein neues Album von LCD-Soundsystem nach Auflösung, Hiatus und großer Comeback-Feier? Die Antwort ist: Vermutlich so einige. Schien doch so viel kreatives Potential noch unausgeschöpft, so viele Ideen nicht in Wohlklang verwirklicht. Die Vermutung war letztendlich gut begründet: Mit American Dream knüpft James Murphy exakt an das schwindeleregend hohe Niveau an, das er 2010 mehr oder weniger unvollendet im Raum hatte stehen lassen. Alte Straßen werden gekehrt und neu beschritten, aber auch komplett neue musikalische Zweige erweitern das wohlbekannte LCD Soundsystem-Streckennetz auf American Dream. Mit „Oh Baby“ wird mal eben der emotionalste und - steinigt mich liebe Groupies - beste Opener der Discographie aus dem Ärmel geschüttelt, das groovige „Change Yr Mind“ klingt so demaßen fantastisch nach den Talking Heads, dass man vor dem geistigen Auge schon nach wenigen Sekunden einen epileptisch vor sich hintanzenden David Byrne die Bühne entern sieht, und beim neunmintütigen „How Do You Sleep?“ erfolgt schließlich die grenzgeniale musikalische Fusion von LCD Soundsystem und The Knife in Form von neun Minuten absoluter Ekstase, von denen jede einzelne Sekunde laut und deutlich „Song des Jahres“ schreit. Man kann nur hoffen, dass es sich bei American Dream nicht um ein Spätwerk handelt - denn dafür ist es verdammt nochmal viel zu gut.

(Anspieltipps: „Oh Baby“, „Change Yr Mind“, „How Do You Sleep?“)

Honorable Mentions:

Slowdive - Slowdive

Obwohl auch hier nicht komplett an die musikalischen Großtaten vergangener Tage angeknüpft werden kann, schaffen es Slowdive doch mit spielerischer Leichtigkeit die mediokeren Spätwerke der Genrekollegen von Ride und The Jesus & Mary Chain von der ersten Sekunde an zu überflügeln. Der Moment, wenn man nach drei Minuten träumerisch-instrumentaler Aufbauarbeit mit den ersten gehauchten Vocals in „Slowmo“ erlöst wird, ist gleichzeitig auch der Moment, in dem die Frage aufkommt, wie man eigentlich knapp 20 Jahre ohne neue Musik von Slowdive überstehen konnte und man anschließend beginnt sich selbst nicht mehr zu verstehen. Eine absolute Lieblingsband. Durch und durch.

(Anspieltipps: „Slomo“, „Sugar For The Pill“, „No Longer Making Time“)

Godspeed You! Black Emperor - Luciferian Towers

Sicherlich, die eigenen Grenzen stecken die Damen und Herren des wunderbaren Musikerkolletivs aus Kanada hier nicht mehr neu ab und auch vergangene Jahrhundert-Großtaten wie Lift Your Skinny Fists… oder F#A#~ taugen nicht mehr so wirklich als Referenzpunkte, um den aktuellen Output von Godspeed You! Black Emperor zu bewerten. Aber auch unter diesem Umständen wird hier alles, was sich heutzugetage Post-Rock schimpft, von Sekunde eins an auf die Ränge verwiesen. Solange diese wunderbare Band weiterhin im Zweijahrestakt mindestens einen Song wie „Bosses Hang“ oder vor allem „Anthem For No State“ veröffentlicht, führt an ihr schlichtweg kein Weg vorbeit. Zum Glück.

(Anspieltipp: „Anthem For No State“)

Alvvays - Antisocialities

Wer hat gesagt das Genre Jangle-Pop hätte seit Teenage Fanclub keine relevante Band mehr hervorgebracht? Ich präsentiere: Alvvays aus Toronto, Kanada. Endlich mal wieder eine junge Band, die neben einem entsprechenden Sound, auch die notwendige Expertise in Sachen verdammt gutes Songwriting mitbringt. Anbei gibt es Lyrics, die zwar ziemlich direkt sind, aber trotzdem nie ins Platte abdriften und eine Gesangsstimme wie Honig, mit der Vermutlich auch der Vortrag eines Telefonbuchs zu einem Akt des Dahinschmelzens verkommen würde. Eine der wirklich guten Bands der Gegenwart.

(Anspieltipps: „In Undertow“, „Dreams Tonite“)

Spoon - Hot Thoughts

Es ist schon beachtlich, wie Spoon es schaffen - ganz ohne dabei auch nur im entferntesten gestresst zu wirken - ein großartiges Album nach den anderen rauszuhauen. Auch auf Hot Thoughts reihen sich wieder einmal Hit an Hit und kreative Großtat an kreative Großtat. Im Vergleich zu den Vorhängern wurden hier erstmals alle Akustikgeitarren im Schrank stehen lassen, stattdessen kommen vermehrt elektronische Elemente zu Einsatz. Weit davon entfernt sich komplett neu zu erfinden, erweitern Spoon ihr Soundspektrum auf diese Weise noch einmal um ein paar kreative Schritte. Einzig den Schlussakkord, das experimentelle „Us“ hätte man vielleicht lieber bei den Akustikgitarren im Schrank verstauben lassen. Ansonsten ist aber alles beim Alten - und somit auch verdammt gut.

(Anspieltipps: „Do I Have To Talk You Into It?“, „Tear It Down“, „I Ain’t The One“)

Do Make Say Think - Stubborn Persistent Illusions

Nach rund acht Jahren des Warten, endlich wieder neuer Do Make Say Think-Output. Mit inzwischen zu Genreklassikern avancierten Großtaten wie & Yet & Yet und Winter Hymn Country Hymn Secret Hymn haben sie sich über die Jahre hinweg einen absoluten Ehrenplatz auf der Tribühne meiner liebsten Post-Rock-Bands erspielt. Und nachdem Tortoise leider mit dem letzten Album massiv an Qualität eingebüßt haben, halten sie wohl auch als letzte größere Band die Fahne des Jazz im Post-Rock-Genre hoch. Auch auf Stubborn Persistent Illusions gelingt ihnen dieses Kunstück zum wiederholten Male ganz famos. Wunderbar vertrackte Kunststücke wie „Horripilation“ und „Bound and Boundless“ wecken höchste Sehnsüchte danach, dass die Herren doch bitte, bitte mal wieder einen Fuß über den Atlantik gen Europa setzen.

(Anspieltipps: „Bound and Boundless“, „Horripilation“)

Max Richter - Three Worlds: Music From The Woolf Works

Aus Sicht der modernen Klassik war das Musikjahr 2017 leider eher mau. Gott sei dank, gibt aber auch in diesen Jahren noch Max Richter. Three Worlds: Music From The Woolf Works widmet sich der wunderbaren Autorin Virginia Woolf und versucht die ihren Werken inhärenten Motive der Erinnerung und der Zeit musikalisch zu verarbeiten. Das Ergebnis ist das mit Abstand beste Genre-Werk des Kalenderjahres. Zwischen reduzierten, teilweise schon Ambientartigen Klavier-Kompositionen und orchestralen Bandbreiten schwebend, gelingt Max Richter hier das Kunstück Literatur hörbar zu machen. Als nächstes bitte eine Lesung mit Live-Ensemble!

(Anspieltipps: „In The Garden“, „Meeting Again“)

The Feelies - In Between

Ein neues Feelies-Album fühlt sich immer ein wenig nach zu Hause an: Neues entdeckt man hier zwar nicht mehr so wirklich, aber dennoch fühlt man sich wohlig und nicht zuletzt einfach nur gut. Auch In Between ist nicht gerade die musikalsiche Quadratur des Kreises, sondern einfach nur ein (sehr) gutes Jangle Pop-Album. Aber ist es nicht genau das, was es ab und an braucht? Bill Million ist und bleibt einer der genialsten Rhythmus-Gitarristen der Jetztzeit, Glen Mercer spielt wunderbar verspulte Soli und haucht stoisch aber gefühlvoll seine Vocals ins Mikrofon - alles ist gut. Ein letztes Augenzwinkern erfolgt zum Schluss, wenn die Feelies statt dem üblichen Cover zum Plattenabschluss einfach anfangen sich selbst zu covern. Humor hat diese Band also auch noch.

(Anspieltipps: „Gone Gone Gone“, „Flag Days“)

Run The Jewels - Run The Jewels 3

Was soll man noch groß sagen zu den zwei Herren, die seit geraumer Zeit die Welt des Hip Hop aufmischen. Die punkigsten Songs, die je ohne Gitarren geschrieben wurden, wunderbarer Humor vermischt mit beissender Sozialkritik und zwei absolute Ikonen der Gegenwart ihres Fachs. All das findet man auch auf dem dritten Langspieler von Run The Jewels. Mit den Songs „Down“ und „2100“ ist auf RTJ 3 aber auch die eher ruhige Seite des Duos präsenter als zuvor - und auch die steht ihnen ausgesprochen gut.

(Anspieltipps: „2100“, „Call Ticketron“)

Afghan Whigs - In Spades

„Ja“ zu BadBadNotGood zu sagen und „Nein“ zu den Afghan Whigs dürfte wohl die schwerste musikalische Entscheidungs meines diesjährigen Primaver Sound-Besuchs gewesen sein. Neben dem genialen Frühwerk der Band um Mastermind Greg Dulli, liegt der Grund hierfür auch in genau diesem fantastischen Album. Zwar beinhaltet auch In Spades nicht wahnsinnig viel mehr als Afghan Whigs being Afghan Whigs, aber warum auch? Halbballaden wie „Oriole“, Vollballaden wie „I Got Lost“ oder die alles wegfegende Gitarrennummer „Arabian Heights“ erfüllen jede Erwartung an diese Band, die es eigentlich nicht mehr nötig hätte auch nur irgendjemandem irgendetwas zu beweisen. Als Tüpfelchen auch dem i wird hier zum Abschluss auch endlich der langersehnte Wunsch einer Studioversion des live schon lang bekannten Highlights „Into The Floor“ erfüllt.

(Anspieltipps: „Into The Floor“, „Oriole“)

Gizzly Bear - Painted Ruins

Schaffen es Grizzly Bear mit Painted Ruins an die beiden kreativen Momumentaltaten Veckatimest und Shields anzuknüpfen? Die Antwort ist leider: Nein. Und sind Grizzly Bear dennoch nach wie vor eine der kreativsten, interessantesten und auch wichtigsten echten Indie-Bands der Gegenwart? Songs wie „Mourning Sound“ oder „Four Cypresses“ schreien: Ja! Jaaaa, verdammt nochmal!

(Anspieltipps: „Mourning Sound“, „Four Cypresses“)

Ohne Wertung

Mount Eerie - A Crow Looked At Me

Ich weiß, viele werden anderer Meinung sein, aber ich kann dieses Album nicht als solches bewerten, einordnen, kategoriesieren. Alle Herangehensweisen, die normalerweise herangezogen werden, um über ein Album nachzudenken, stellen sich hier als Sackgassen heraus. Das ist keine Musik mehr, das ist nur noch Trauerverarbeitung. Einer der absoluten Meilensteine des Jahres 2017, den sich jeder zumindest einmal zu Gemüte führen sollte. Aber von der Natur der Sache her nichts für Jahresbestenlisten und ellenlange Rezensionen - zumindest nicht für mich.

(Anspieltipps: -)

B-Sides, Live Alben & Soundtracks

Angel Olsen - Phases

Dass Songs wie „Special“, „Fly On Your Wall“ oder „All Right Now“ quasi in der Ausschussware landen, zementiert nur den Status von Angel Olsen als eine relevantesten und besten Songwriterin der Gegenwart. Nicht alles was hier landet zählt zum besten Output ihrer Karierre, insgesamt ist Phases mehr als gelungene Ergänzung des Angel Olsen-Backkatalogs. Alle Fans können und sollten hier beherzt zugreifen.

(Anspieltipps: „Special“, „Sweet Dreams“)

Sufjan Stevens - Carrie & Lowell [Live]

Dass mein Beusch der Carrie & Lowell-Tour 2015 bis zum heutigen Tage das unglaublichste Konzerterlebniss meines Lebens darstellen würde, hatte sich schon recht zeitnah angekündigt. Dank diesem nahezu perfekten Live-Dokument kann ich diesen Abend - einen der schönsten überhaupt - nun wieder und wieder durchleben. Aber auch all jenen, die nicht mit persönlichen Erinnerungen aufwarten können, sei dieses Album ans Herz gelegt. Allein schon weil die Live-Versionen im Vergleich zum Studio-Album so komplett unterschiedlich, aber dabei genau schön daherkommen.

(Anspieltipp: Einfach komplett anschauen/-hören)

Sophia - As We Make Our Way (The Live Recordings)

25 Songs quer durch den kompletten Schaffenskatalog von Sophia, aufgenommen (in großartiger Qualität) im Rahmen ihrer wunderbaren Unknown Harbours-Tour 2016. Nicht mehr und nicht weniger bekommt man hier geliefert. Allen, die zur dunklen Jahreszeit gerne einmal in Melancholie und Schwermütigkeit baden gehen, sei dieses Live-Zeugnis einer der Slowcore-Größen schlechthin empfohlen.

(Anspieltipps: „I Left You“, „So Slow“, „Last Night I Had A Dream“)

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 1654

Registriert seit 14.06.2013

06.12.2017 - 13:24 Uhr
Schöne Texte, slowdive. Und natürlich eine super Wahl beim Album des Jahres. Protomartyr stehen an der Schwelle, auch meine liebste Platte in 2017 gemacht zu haben.

hubschrauberpilot

Postings: 3229

Registriert seit 13.06.2013

06.12.2017 - 15:37 Uhr
Da hast du dir echt viel Mühe gegeben slowdive, Respekt. Ein paar von den Platten kenn ich schon, in ein paar werde dank deiner Beschreibung noch reinhören.
Nikolaus
06.12.2017 - 17:11 Uhr
Album des Jahres:
Platz 1: Sinkane - Life & livin' it
Platz 2: Lorde - Melodrama
Platz 3: Bilderbuch - Magic life
Platz 4: Benjamin Clementine - I tell a fly
Platz 5: Mr. Jukes - God First

Song des Jahres:
Platz 1: Bilderbuch - Bungalow
Platz 2: Lorde - Green light
Platz 3: Queens Of The Stone Age - Feet don't fail me
Platz 4: Spoon - Hot thoughts
Platz 5: Ed Sheeran - Shape of you

Enttäuschendstes Album des Jahres: Feist - Pleasure
Album-Cover des Jahres: Sinkane - Life & livin' it
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Lorde - Melodrama
Schlechtester Song des Jahres: Die Toten Hosen - Wannsee
Band des Jahres: Bilderbuch
Solo-Künstler des Jahres: Lorde
Newcomer des Jahres: Miles Mosely
Live - Band des Jahres: The Flaming Lips
Videoclip des Jahres: gorillaz - Saturnz Bars
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Manchester By The Sea
Beste Serie des Jahres: Stranger Things

Andreas

Postings: 88

Registriert seit 29.12.2013

06.12.2017 - 19:55 Uhr
über-alles-Album:
The War On Drugs - A Deeper Understanding

Songs
01. TWOD - Thinking Of A Place
02. Harry Styles - Sign Of The Times
03. Elbow - Magnificent (könnte man aber auch als 2016-er zählen...)
04. Slowdive - No Longer Making Time
05. TWOD - Pain
06. The National - Empire Line
07. Kettcar - Sommer 89
08. Alvvays - Dreams Tonight
09. Lorde - Green Lights
10. TWOD - Nothing To Find
11. U2 - The Little Things...

humbert humbert

Postings: 1595

Registriert seit 13.06.2013

08.12.2017 - 03:53 Uhr
@slowdive
Schön geschrieben. Muss mal in Mount Eerie reinhören.

captain kidd

Postings: 1587

Registriert seit 13.06.2013

08.12.2017 - 08:26 Uhr
Mount Eerie ist erzählerisch sehr dicht und berührend, musikalisch mir jedoch zu eindimensional und ohne Ideen, um wirklich zu berühren.
der Narrenhut
08.12.2017 - 08:29 Uhr
Musik muss zwingend auf allen Ebenen einem Ideal-Schema entsprechen, sonst kann man sie nicht goutieren. Besonders feige Naturen greifen in ihrer Not zum "ohne Wertung"-Täfelchen.

dieDorit

Postings: 90

Registriert seit 30.11.2015

08.12.2017 - 10:02 Uhr
Ich poste die Liste hier eigentlich nur, weil ich grad zu faul bin, mir die irgendwo anders zu speichern und das Forum vergisst nie :)

Album des Jahres:
Platz 1: Grandaddy - Last place
Platz 2: Slowdive - Slowdive
Platz 3: Kettcar - Ich vs. wir
Platz 4: Max Richter - Three worlds: Music from Woolf works
Platz 5: Ryuichi Sakamoto - async

Song des Jahres:
Platz 1: Brand New - Lit me up
Platz 2: Klez.E - Drohnen
Platz 3: Bilderbuch - Bungalow
Platz 4: Spoon - Hot thoughts
Platz 5: Alt-J - In cold blood

Enttäuschendstes Album des Jahres: Alt-J - Relaxer
Album-Cover des Jahres: Brand New - Science fiction
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Ásgeir - Afterglow
Schlechtester Song des Jahres:
Band des Jahres: Slowdive
Solo-Künstler des Jahres: Björk
Newcomer des Jahres:
Live - Band des Jahres: Xiu Xiu
Videoclip des Jahres: The Shins - Half A Million
Beste Musikwebseite: plattentest.de
Bester Film des Jahres:
(hab Blade Runner 2049 noch nicht gesehen)
Beste Serie des Jahres: Mindhunter

Hab mich bei enttäuschendstes Album letzlich für Alt-J entschieden. Bei Arcade Fire war schon nach den vorab veröffentlichten Songs klar, dass das Album nicht an seine Vorgänger heranreichen wird. Aber "3WW", "In Cold Blood" und "Adeline" sind eigentlich alle recht gut, das Album aber... naja. Sehr schade.
Fan
08.12.2017 - 13:20 Uhr
Meine Alben des Jahres:

Everything Everything - A Fever Dream
ODESZA - A Moment Apart
Bonobo - Migration
Grizzly Bear - Painted Ruins
The National - Sleep Well Beast

Songs:

Portugal. The Man - Feel it still
The National - Nobody else will be there
Lea Porcelain - Warsaw Street
Alt-J - House of the Rising Sun
Grizzly Bear - Mourning Sound

humbert humbert

Postings: 1595

Registriert seit 13.06.2013

10.12.2017 - 02:33 Uhr
Dieses Jahr wieder sehr viel gute Musik entdeckt.

Die Alben

01. A. Savage - Thawing Dawn
02. Dominique Lawalrée - First Meeting
03. Kelly Lee Owens - Kelly Lee Owens
04. Ziur - U Feel Anything?
05. Mazz Swift, Tomeka Reid, Silvia Bolognesi - Not Living in Fear

Die EPs

01. Sudan Archives - Sudan Archives
02. E.M.M.A. - LA Mermaid
03. Lapalux - The End Of Industry
04. Amber Mark- 3:33am
05. Carla Dal Forno - The Garden

Die Einzellieder

01. Conor Oberst - Salutations
02. Radiohead - I Promise
03. Matthew Dear - Modafinil Blues
04. US Girls - Mad As Hell
05. Princess Nokia - Bart Simpson

@Mount Eerie: Habe es mir wegen slowdive angehört & mir geht es da wie dem captain. Musikalisch ist es mir zu schlicht.

Stephan

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 639

Registriert seit 11.06.2013

10.12.2017 - 15:58 Uhr
Alben:
1. The War On Drugs – A deeper understanding
2. Foxygen – Hang
3. Loyle Carner – Yesterday’s gone
4. Leif Vollebekk – Twin solitude
5. Benjamin Clementine – I tell a fly
6. Protomartyr – Relatives in descent
7. Little Steven - Soulfire
8. Desperate Journalist – Grow up
9. Moses Sumney - Aromanticism
10. Lea Porcelain – Hymns for the night
11. Wolf Parade – Cry cry cry
12. Belgrad – Belgrad
13. Mount Eerie – A crow looked at me
14. The National – Sleep well beast
15. Lorde - Melodrama
16. A blaze of feather – A blaze of feather
17. Kettcar – Ich vs. Wir
18. Pale Seas – Stargazing for beginners
19. John Maus – Screen memories
20. Lana Del Rey - Lust for life

Songs:
1. Noel Gallagher’s High Flying Birds – Dead in the water
2. Idles - Mother
3. Leif Vollebekk – East of Eden
4. Slowdive – Sugar for the pill
5. Kettcar – Sommer 89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)
6. The War On Drugs – Holding on
7. Bicep - Aura
8. Benjamin Clementine – Phantom of Aleppoville
9. Sjowgren – High beam
10. A Projection - Scattered
11. Loyle Carner – Ain’t nothing changed
12. Portugal. The Man – Live in the moment
13. Moses Sumney - Quarrel
14. Wolf Parade – King of piss and paper
15. Arcade Fire – Everything now
16. Belgrad - Westen
17. Desperate Journalist – Lacking in your love
18. The National – Guilty party
19. Feist & Jarvis Cocker - Century
20. The Clientele - Lunar days

Enttäuschung des Jahres: Arcade Fire. Mit weitem Abstand. Es folgen Elbow und Morrissey

qwertz

Postings: 314

Registriert seit 15.05.2013

10.12.2017 - 23:21 Uhr
Album des Jahres:
1. The War On Drugs - A deeper understanding
2. The Horrors - V
3. Kettcar - Ich vs. wir
4. British Sea Power - Let the dancers inherit the party
5. Lorde - Melodrama
6. Beach Fossils - Somersault
7. Future Islands – The far field
8. Sufjan Stevens et al. – Planetarium
9. Beck – Colors
10. Mogwai – Every country's sun

Song des Jahres:
1. Arcade Fire - Everything now
2. The Horrors - Machine
3. Alvvays - In undertow
4. Slowdive - Star roving
5. The Go! Team - Semicircle Song
6. Mogwai – Crossing the road material
7. Lea Porcelain – Out is in
8. Noel Gallagher’s Highflying Birds – Dead in the water
9. Toothless – Sisyphus
10. Great Grandpa – Teen challenge
11. Amarya Laucirica – More than this
12. Coldplay – All I can think about is you
13. Grandaddy – The way we won't
14. Love A – Nachbarn II
15. The Brian Jonestown Massacre - Bout des doigts

Enttäuschendstes Album des Jahres: The Pains Of Being Pure At Heart - The echo of pleasure
Album-Cover des Jahres: Mogwai - Every country's sun
Beste Rezension auf https://www.plattentests.de/: Kettcar - Ich vs. wir
Schlechtester Song des Jahres: Jax Jones - You don't know me
Band des Jahres: The War On Drugs
Solo-Künstler des Jahres: Lorde
Newcomer des Jahres: Lea Porcelain
Live-Band des Jahres: Future Islands
Videoclip des Jahres: Arcade Fire - Everything Now
Beste Musikwebseite: plattentests.de
Bester Film des Jahres: Dunkirk
Beste Serie des Jahres: Twin Peaks

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