Tocotronic - Die Unendlichkeit

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Felix H

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10.11.2017 - 22:43 Uhr
Zumal es auch kein Outing wäre, einen Song aus Sicht eines Homosexuellen zu schreiben.
Man ist ja auch keine Katze, wenn man ein Lied aus der Sicht von einer schreibt.
Ansonsten das, was Dreckskerl sagt.

Mr. Orange

Postings: 1081

Registriert seit 04.02.2015

10.11.2017 - 22:49 Uhr
Manchmal überrascht (und amüsiert) es mich ja doch nach all den Jahren immer noch, was für Schmaldenker sich in dieses Forum verirren. :D Und mit welcher Beharrlichkeit sie teilweise auf ihren verqueren und offensichtlich antihumanistischen Positionen beharren. All das mag ich. Aber hier leben? I don't know...
Jaha...
10.11.2017 - 23:03 Uhr
Also für mich besteht da überhaupt gar kein Zweifel. Insbesondere das Argument "Zumal es auch kein Outing wäre, einen Song aus Sicht eines Homosexuellen zu schreiben." kann gleich verworfen werden, da das Album ja lt. dem Pressetext autobiographisch sein soll. Demnach, hört euch das Lied doch nochmal genau an, dann sollte es euch wie Schuppen von den Augen fallen.
Zu Kevin Spaces muss man wohl nichts mehr sagen, oder?

Mr. Orange

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10.11.2017 - 23:13 Uhr
"Hey Du" ist natürlich ein ganz klares Cover von "Hey Jane" von Spiritualized, welches tatsächlich im Rockbereich einer meiner absoluten Lieblingssongs der letzten Jahre ist. Finde es aber richtig super gecovert von Tocotronic.

MopedTobias

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10.11.2017 - 23:17 Uhr
Auch mit "genauem" Hinhören ist das noch immer kein explizites Outing. In dem Song geht es um eine andersartig, möglicherweise androgyn oder "schrill", aber eben nicht explizit schwule (siehe dazu auch dreckskerls Posting) auftretende Person, die vom in seinem Horizont beschränkten lyrischen Du dafür schief angeguckt und bedroht wird. Die "andere Seite" kann sich auch einfach auf eine weltoffenere Haltung beziehen, die sich das Du insgeheim gerne aneignen würde, bei der es aber dann seine eigene Integrität verliert.

Wenn ich böse wär, könnte ich auch sagen: Wer den Song als eindeutiges Outing begreift, wird von Von Lowtzow hier direkt angesprochen :)

Matjes_taet

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10.11.2017 - 23:35 Uhr
Warum man als gut 50-jähriger noch solche Coming-of-Age Texte wie in "Hey Du" verbrechen muss, erschliesst sich mir nicht.
Aber gut, gewisse Fremdscham-Momente hatten sie ja immer schon. "Prolog" hat mich beim letzten als Vorbote mehr überzeugt.
Aber mal schauen, vielleicht ergibt der Quatsch im Albumkontext ja mehr Sinn. Als Auskopplung ist es inhaltlich erstmal nur ein "Poesiealbum".
Fast Rentner
10.11.2017 - 23:41 Uhr
der text/song hey du ist nicht deren ernst, oder? wenn das hier wieder ne 9 wird, ohje ...
Gut:
10.11.2017 - 23:45 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=RPf99uFrUh4
Der Gähner
10.11.2017 - 23:49 Uhr
eigentlich ne richtig schwule band, so im nachhinein .. was natürlich nichts schlimmes ist, um das mal klar zu stellen

dreckskerl

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11.11.2017 - 00:30 Uhr
Bin fast etwas enttäuscht, dass es ein Cover ist. Das ist nämlich ein recht perfekter Rocksong, vom Text mal abgesehen.

retro
11.11.2017 - 00:32 Uhr
je nach blickwinkel ist es eine hommage oder ein plagiat, aber sicher kein cover.

dreckskerl

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11.11.2017 - 01:03 Uhr
Iss schon recht nah dran.
Aber egal.
Finde es sehr gelungen.

Ich bin erst mal positiv überrascht und ich mag auch die Idee, das Konzept des Albums.

Wobei mich "1993" musikalisch erst mal nicht mitnimmt.
Manchma, ich weiß auch nicht
11.11.2017 - 01:12 Uhr
Echt, ihr findet das toll?
AngryAchim
11.11.2017 - 11:53 Uhr
Das böse, hier im Forum verbotene Wort "Schw.uch.tel" fällt in "Hey Du" mehrere Male. Eigentlich müssten die eifrigen Wahrheits- und Sprachpolizisten nörtz und Felix H diesen Thread schließen.

Onkelz4Ever

Postings: 21

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11.11.2017 - 11:56 Uhr
Wird meinen sehr hohen Ansprüchen an Text bzw. Musik leider nicht gerecht. Schade.

Gruß,
O4E



Mister X

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11.11.2017 - 11:58 Uhr
Hoere ja sonst nie Vorabsongs wenn diese auf der Platte sind. Lohnt es sich dieses mal ?

Matjes_taet

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Registriert seit 18.10.2017

11.11.2017 - 12:03 Uhr
Nur wenn du die Vorfreude auf die Platte mildern möchtest.
Kett K.
11.11.2017 - 12:07 Uhr
Nein. Die Songs sind unfassbar langweilig und die Texte auf mittlerem Smalltalk-Niveau.

Mister X

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12.11.2017 - 23:30 Uhr
Ok. Hey Du angehoert. Wirklich großartig ! Sind wohl doch noch fuer Ueberraschungen gut

The MACHINA of God

User und Moderator

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13.11.2017 - 01:12 Uhr
"Hey du" ist doch nicht zwingend aus der Sicht eines Homosexuellen, sondern aus der Sicht eines Menschen, der für andere offensichtlich wie einer aussieht. Und das wäre nun selbst bei einem stock-heterosexuellen Dirk der Fall. Von daher ist der Song sicherlich autobiographisch, ohne ein Outing zu sein.

slowmo

Postings: 286

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13.11.2017 - 10:34 Uhr
Ist das jetzt ironisch oder ernst gemeint, dass hier einige Dirk von Löwtzow Homosexualität unterstellen? Also wenn das ernst gemeint ist, dann finde ich das schon ein wenig grenzwertig und kann nur dahingehend zustimmen, dass er genau euch in dem Song ansprechen wollte. Letztendlich spielt das doch gar keine Rolle und wenn es so wäre, dann hätte er sich wohl schon längst vor Jahren geoutet. Leute, wir leben im 21. Jahrhundert.

@Matjes: das konnte ich auch zunächst nicht so ganz nachvollziehen. Allerdings wird ja gesagt, dass das Album eher in einem autobiographischen Kontext steht. Vllt. ergibt das auf Albumlänge dann alles mehr Sinn.


Wobei ich mir auch noch immer nicht sicher bin, ob ich so ein Konzeptalbum bei den Tocos wirklich begrüßen soll. Andererseits haben sie nun schon wirklich eine längere Bandgeschichte und prägenden Einfluss auf die deutsche Musikkultur. Zudem muss man ja auch immer mal was neues ausprobieren.
ABCD
13.11.2017 - 12:14 Uhr
Es geht doch nicht mal darum, dass jemand homosexuell aussieht. Sondern das ein Kerl, Typ AC/DC-Rocker, die ungewohnte Art des anderen nicht versteht. Da kam schon immer so ein dämlicher Kommentar wie „Voll schwul“. Erst einmal hat das nichts mit der sexuellen Ausrichtung des Empfängers, sondern nur mit dem begrenzten Horizont des Äußernden zu tun. Alles andere wie Dirks sexuelle Vorlieben ist egal, aber ihr fällt voll auf sein Spiel rein.

The MACHINA of God

User und Moderator

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13.11.2017 - 20:15 Uhr
Sondern das ein Kerl, Typ AC/DC-Rocker, die ungewohnte Art des anderen nicht versteht.

Ich dachte eher an David Guetta-Prolls. :)
E
13.11.2017 - 20:20 Uhr
Du fällt halt voll auf sein Spiel rein^^

dreckskerl

Postings: 744

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13.11.2017 - 20:27 Uhr
Da es autobiografisch gedacht ist, spielt der Song so 87/88.

David Guetta scheidet da aus.

quo
13.11.2017 - 21:53 Uhr
Dirk hat schon öfter in Interviews erzählt, dass er in seiner Jugend ein Außenseiter war und von Mitschülern beleidigt wurde, hey du ist wahrscheinlich einfach seine Verarbeitung dieser Erfahrungen. Es scheint ihn ja doch sehr geprägt zu haben, dass er davon so oft redet und nun nach jahrelangen verklausulierten Texten einen derart direkten Song darüber schreibt.
ABCD
14.11.2017 - 03:06 Uhr
E hat einen von den Sprachkorrektur verursachten Fehler gefunden und damit das Internet gewonnen. Glückwunsch. Ist aber leider in einem miesen Zustand.
Gegenfrage?
14.11.2017 - 08:00 Uhr
Was soll denn eine Judenbewegung sein?

Armin

Plattentests.de-Chef

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13.12.2017 - 20:27 Uhr
Tocotronic
Tocotronic veröffentlichen neues Video zu "Die Unendlichkeit"
Mit „Die Unendlichkeit“ präsentieren Tocotronic am Freitag den Titeltrack ihres gleichnamigen zwölften Albums, das am 26. Januar 2018 erscheint.

Die Band selbst sagt über den Song, er sei „eine Reflexion über Zeit und Freundschaft/Verbundenheit: Liebe als Rettung vor dem Ende. Paradox als Prinzip: Biographie vs. Unendlichkeit. Gleichzeitig auch eine Meditation über (kosmische) Musik, denn mit dem ‚Du‘ könnte auch sie (die Musik) selbst gemeint sein“.

„Die Unendlichkeit“ ist ein Konzeptalbum, eine Biografie. Ein Ansatz, den Tocotronic 15 Jahre lang abgelehnt haben. Aber einmal gefunden, erwies sich die Vorgabe, über das eigene Leben zu schreiben, als äußert produktiv. Von der Kindheit über die Adoleszenz und frühe Erwachsenenzeit bis in die Gegenwart weist jedes der 12 Stücke bzw. Kapitel spezifische, zeitgebundene musikalische Referenzen auf.

„Die Unendlichkeit“ live 2018
06.03.2018 Bremen, Schlachthof
07.03.2018 Münster, Sputnikhalle
08.03.2018 Heidelberg, Halle 02
09.03.2018 Erlangen, E-Werk
11.03.2018 Erfurt, Stadtgarten
12.03.2018 Wiesbaden, Schlachthof
13.03.2018 Köln, E-Werk
14.03.2018 Hannover, Capitol
17.03.2018 Hamburg, Große Freiheit 36 (Zusatzkonzert)
17.03.2018 Hamburg, Große Freiheit 36 (ausverkauft)
06.04.2018 Leipzig, Werk 2
07.04.2018 Essen, Weststadthalle
08.04.2018 Stuttgart, Theaterhaus
09.04.2018 (CH)Zürich, X-Tra
11.04.2018 Freiburg, E-Werk
12.04.2018 München, Tonhalle
13.04.2018 (AT)Salzburg, Republic
14.04.2018 Dresden, Alter Schlachthof
16.04.2018 Berlin, Columbiahalle
28.07.2018 (AT)Wien, Arena Open Air

Weitere Informationen:
http://www.tocotronic.de/
https://www.universal-music.de/tocotronic
https://www.facebook.com/Tocotronic/

eric

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15.12.2017 - 11:05 Uhr
Hier denn auch mal das Video.

alterniemand

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Registriert seit 14.03.2017

15.12.2017 - 11:36 Uhr
sehr sehr starker Song mit grandioser Atmosphäre. Erinnert mich von der Stimmung her ein bisschen an den Titelsong von Wie wir leben wollen
Hey du und 1993 fand ich für sich nicht so prall, könnten aber im Kontext nochmal ganz anders wirken. Ich find es echt spannend, dass sich die Musik innerhalb eines Albums mit den Geschichten und Aussagen zu verändern scheint bzw an die Zeit angepasst wird in der der Song spielt
Ich wünsche mir sehr, dass das Album großartig wird

alterniemand

User und News-Scout

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Registriert seit 14.03.2017

15.12.2017 - 15:03 Uhr
Es wundert mich im übrigen überhaupt nicht, dass Dirks offenbar intensive Aufarbeitung oder Vergangenheitsbewältigung mit Mitte 40 stattfindet. Das ist einfach bei vielen in etwa das Alter, wo man die Bereitschaft entwickelt sich ernsthaft und intensiv mit sich selbst und seiner Vergangenheit, seinen Prägungen, insbesondere seinen Traumata auseinanderzusetzen
U
15.12.2017 - 15:47 Uhr
Ich dachte, sie wollten keine Meisterwerke mehr machen?

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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15.12.2017 - 15:52 Uhr
17.03.2018 Hamburg, Große Freiheit 36 (Zusatzkonzert)
17.03.2018 Hamburg, Große Freiheit 36 (ausverkauft)


Wie darf man das verstehen? ^^

Neuer Song wohl sicher der beste der drei.
Versteher
15.12.2017 - 16:09 Uhr
Ich verstehe das so, dass ein Konzert ausverkauft ist und sie am gleichen Tag, z.B nachmittags, ein Zusatzkonzert spielen. Wie versteht ihr das???

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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15.12.2017 - 16:18 Uhr
Habe Tickets für den 16.3., insofern kann die doppel-17.3. nicht stimmen. :)

nörtz

User und Moderator

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15.12.2017 - 16:25 Uhr
Jo, richtig gut. Freue mich schon auf die Tour.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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15.12.2017 - 16:39 Uhr
Schade, dann verpassen wir uns - bin am 17. in der GF36.

The MACHINA of God

User und Moderator

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16.12.2017 - 13:29 Uhr
Boah, geiler Song. Ich liebe es, wenn sie atmosphärisch werden. Und da war bereits auf der "Wie wir leben wollen" einiges in der Richtung. Wahrscheinlich mag ich das Album deshalb irgendwie doch sehr. "Die Unendlichkeit", herrlich.

dreckskerl

Postings: 744

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16.12.2017 - 14:26 Uhr
Ja.
Bin beeindruckt.
sehr beeindruckt sogar.

Dieser trip-hop Basslauf und die Rammstein-in -better-like Gitarrenriffwände und Chorgesang plus krautige keyboards.
Wow

Das steigert die Spannung aufs Album immens.

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

16.12.2017 - 15:24 Uhr
Es ist vielleicht auch eher ein Dub Basslauf und die Melodieführung Gitarrenriff ist eher spätromatisch-wagnerianisch und die keyboards doch weniger krautig eher früh 90er.

Egal, ein geiler Brocken.
Finde...
16.12.2017 - 17:01 Uhr
... alle Produktionen seit der weißen Tocotronic sehr übersteuert (loudness war) und teilweise unhörbar... Wem geht's noch so?

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 12043

Registriert seit 07.06.2013

16.12.2017 - 19:39 Uhr
Ich weiss nicht, wo ihr immer alle Übersteuerung hört.
ho
16.12.2017 - 21:40 Uhr
der neue song ist ja eine süße hommage an buzz lightyears "bis zur unendlichkeit und noch viel weiter"!
Denton Welch
20.12.2017 - 22:59 Uhr
Wie kann jemand Tocotronic bei so liebevoll produzierten Platten "loudness war" unterstellen? Dass ist ja fast so beschämend wie dieses homophobe Gequatsche von einigen Armleuchtern hier.
@Denton Welch
21.12.2017 - 07:25 Uhr
Ironie?

Cayit

Postings: 49

Registriert seit 05.05.2014

11.01.2018 - 09:04 Uhr
Müsste ja bald die ersten Pre-Listenings los gehen...


So ruhig noch überal...!!!

Mister X

Postings: 2288

Registriert seit 30.10.2013

11.01.2018 - 10:55 Uhr
AdM im Me. Mit Vermerk dass sie es nicht schaffen eine nur gute Platte zu machen.
@mister x
11.01.2018 - 12:45 Uhr
ME sagt leider gar nix aus.

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

11.01.2018 - 15:22 Uhr
Hat der ME schon mal wieder unrecht.

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