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Sebastian Kurz - Hoffnungsträger nicht nur Österreichs, sondern ganz Europas?

User Beitrag

thermopylos

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Registriert seit 20.12.2017

21.12.2017 - 07:11 Uhr
Wer oder was sollen denn "die Eliten" sein? Und warum soll eine Polarisierung dazu führen, dass nicht mehr protestiert wird? Im Gegenteil erleben wir doch im Moment wieder eine Politisierung der Gesellschaft i.e.S., die auch hier im Forum zum Ausdruck kommt. Es gibt nun eben wieder verbreitet harte, unversöhnliche Gegensätze, die offenbar nicht mehr durch Kompromisspolitik abzufedern sind. Das destabilisiert die Gesellschaft; die üblichen "Eliten" aus Politik und Wirtschaft können daran kein Interesse haben.

Major

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Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 09:55 Uhr
Erstaunlich, wie jedes sachliche Argument mit penetranter Ignoranz ins Gegenteil verkehrt werden soll.
"immer schön schwarz weiß malen und gegen seine Mitmenschen anstänkern."...
...tun natürlich nicht die die ihre Mitmenschen wegen ihrer Herkunft ablehnen, sondern die, die das anprangern.
Wie viel Deppenrhetorik kommt wohl noch, bis auch dem Dümmsten klar wird, dass mit fremdenfeindliches Ressentiments kein "Staat" zu machen ist, weder gestern noch in der Zukunft?

Und wer immer noch versucht, jede Form von Rechtsnationalismus zu relativieren (mit fadenscheinigen Abgrenzen zu "Extrem" oder dem hirnlosen reflexhaften Verweis auf "Links"...), der hat aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ebenso wenig nur irgendwas gelernt wie aus den aktuellen politischen Katastrophen in Europa und dem nahen Osten.

mispel

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Registriert seit 15.05.2013

21.12.2017 - 11:31 Uhr
Und wer immer noch versucht, jede Form von Rechtsnationalismus zu relativieren

Und es wäre schön, wenn du zur Abwechslung mal belegen würdest, wo hier Rechtsnationalismus relativiert wurde.

Major

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Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 12:16 Uhr
Ausgerechnet Du als Ober-Relativierer/Derailer willst dich jetzt auch noch belegt haben?
Ach ne...

Jemand, der Kurz offenbar für einen "Hoffnungsträger" für irgendwas feiert hat sowieso jedes politische Bewusstsein abgewählt.
Was soll ich da noch erläutern wenn selbst einfachste Zusammenhänge nicht verstanden werden wollen?

mispel

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Registriert seit 15.05.2013

21.12.2017 - 13:01 Uhr
Ok also halten wir fest: du hast mal wieder keine Belege für nichts.

Major

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21.12.2017 - 13:25 Uhr
Ja, halt Du mal fest.

thermopylos

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21.12.2017 - 13:46 Uhr
Dass Linke inhaltlicher Diskussion gern durch dogmatische Moralisierung ausweichen, ist doch ein alter Hut.

Major

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21.12.2017 - 13:50 Uhr
Wovon redet er nur?

thermopylos

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Registriert seit 20.12.2017

21.12.2017 - 13:50 Uhr
Der Kurzschluss (ha, ha), der hier gezogen wird, Kurz und seine nationalkonservative Regierung stehe in einer Reihe "NSU, Freital, Neonazis" ist jedenfalls in etwa so sinnvoll wie die Behauptung, Martin Schulz sei der Vorbote von Archipel Gulag, Terreur und den "Killing Fields" der Roten Khmer.

Major

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21.12.2017 - 13:57 Uhr
Ich was zwar nicht wo Du Wurst das gelesen haben willst, ist mir aber auch egal.
Dein Auftreten hier zeigt mir, dass ich mit Dir ebenso wenig weiter diskutieren werde wie mit Dauerprovokateur und Dummkopf "mispel".

Nur zur Info

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Registriert seit 13.06.2013

21.12.2017 - 14:00 Uhr
Threaderöffner = Major

Major

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Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 14:01 Uhr
Was zwar nicht stimmt, aber sowieso nicht relevant ist.

thermopylos

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Registriert seit 20.12.2017

21.12.2017 - 14:03 Uhr
Major, das wundert mich nicht, dazu kann ich nur auf mein Posting von 13.46 verweisen.

Nur zur Info

Postings: 800

Registriert seit 13.06.2013

21.12.2017 - 14:06 Uhr
Major hängt jetzt schwer angeschlagen in den Seilen!

Major

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Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 14:06 Uhr
Dein stereotypes Geseiere wird auch nicht besser wenn Du es ständig wiederholst.

thermopylos

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Registriert seit 20.12.2017

21.12.2017 - 14:11 Uhr
Du bist ein wirklich vitaler Beleg für meine Eindrücke.

Dass es wenig überzeugend ist, einen durchweg höflichen Gesprächsteilnehmer zu beleidigen und gleichzeitig sein "Auftreten" zu kritisieren, während man gleichzeitig jeder inhaltlichen Diskussion ausweicht (s. Thema Abschiebungen), sollte dir mit etwas Abstand auch einleuchten.

mispel

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Registriert seit 15.05.2013

21.12.2017 - 14:30 Uhr
Dann würde seine Filterblase aber platzen und das darf doch nicht passieren, denn schließlich leben doch nur die Anderen in einer Filterblase.

Major

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Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 15:15 Uhr
Eindrücke und Unterstellungen von bekennenden Spammern interessieren mich nicht.

mispel

Postings: 2471

Registriert seit 15.05.2013

21.12.2017 - 15:21 Uhr
Sag ich doch :D

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 15:30 Uhr
Schreibt der Verdreher vor dem Herrn.
Und deshalb ist jede Diskussion mit Dir schon im Ansatz vollkommen sinnlos.
Und das war jetzt die wirklich letzte Mitteilung an dich.
Viel Spaß beim weiteren Derailen.

Achim

Postings: 6288

Registriert seit 13.06.2013

21.12.2017 - 15:46 Uhr
"Achim Fan" imponiert mir trotz ruppiger Wortwahl. Die Wahl des Namens schmeichelt mir ehrlich gesagt etwas:)

(A.)

mispel

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Registriert seit 15.05.2013

21.12.2017 - 15:47 Uhr
Ok dann mach's mal gut. Ich wünsche Dir noch besinnliche Weihnachtstage im Kreis der Familie und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

LG
mispel

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

21.12.2017 - 16:04 Uhr
Die Aussagen von Kurz besitzen im Detail doch gar nicht so großes Empörungspotential.

Er möchte gegen illegale Migration vorgehen.

Nochmal im Wortlaut: ILLEGALE (!) Migration. Ist man allerdings der Ansicht, dass Migration niemals illegal sein kann, dann haben wir hier natürlich ein fundamentales Verständigungsproblem. Ich selbst bin der Ansicht, dass in der heutigen Welt Migration selbstverständlich niemals ausschließlich legal (oder auch nur aussschließlich legitim) sein kann. Dies vorausgesetzt, ist es doch nur mehr als angemessen, gegen illegale Migration vorzugehen. Weiterhin ist dann auch das Rufen nach Solidarität und Menschlichkeit obsolet denn Illegalität verdient weder das eine, noch das andere.

Es mag sein, dass wir irgendwann in einer Welt leben werden, in der es nicht mehr nötig sein wird, den Migrationsbegriff unter heutigen Maßstäben zu diskutieren. Womöglich leben wir irgendwann tatsächlich in einer Welt, in der jeder dort leben kann, wo er leben möchte. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg und bis es so weit ist, wird es illegale Migration geben und so lange ist es auch vernünftig, gegen diese vorzugehen.

Anmerkung: ich sehe Kurz weder als Hoffnungsträger noch als Heiland an. Ich setze mich mit seiner Politik differenziert auseinander und, wie alles in dieser Welt, ist sie im Detail diskutierbar. Es gibt in dieser Welt keine Allheilmittel. Alles unterliegt einem Abwägungsprozess, so auch die Politik von Kurz.

thermopylos

Postings: 74

Registriert seit 20.12.2017

21.12.2017 - 17:04 Uhr
Ein guter Beitrag. Man sollte im Auge behalten, dass die Unterscheidung zwischen Legalität und Illegalität ebenfalls eine ist, die der Gesetzgeber in einem Abwägungsprozess zu treffen hat. Dabei befinden wir uns in einem Zwiespalt zwischen unmittelbaren Erfordernissen der Humanität einerseits und der Staatsräson andererseits, deren Ziel vor allem die Stabilität des Landes auf lange Sicht sein muss.

Diese Unterscheidung wird immer Härtefälle hervorbringen, weil sie große Gruppen von Menschen gleich behandelt. Es wird damit auch immer Einzelfälle geben, die vielen als ungerecht oder schwer nachvollziehbar erscheinen mögen. Wir - und vor allem die linksliberalen Medien - müssen lernen, auch Härtefälle ertragen. Die Welt ist, etwas salopp gesprochen, eben grausam, und daran können wir nur in einem bestimmten Maße etwas ändern. Am deutschen Wesen wird jedenfalls nicht mehr die Welt genesen.

jayfkay

Postings: 655

Registriert seit 26.06.2013

21.12.2017 - 17:12 Uhr
Ich frage nochmal:
major, kannst du mal eine konkrete aussage machen?
was genau hat denn die konservative politik nach den 80ern mit unserer gesellschaft angestellt?
was sind denn zum beispiel die primären ziele der neokonservativen politik?



HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

21.12.2017 - 17:40 Uhr
...das Rufen nach Solidarität und Menschlichkeit obsolet denn Illegalität verdient weder das eine, noch das andere.

Diese Aussage muss ich relativieren, die Formulierung ist mir in der Eile gehörig misslungen. Jemand, der sich auf dem Boden der Illegalität bewegt, darf meiner Ansicht nach niemals Solidarität erwarten. Menschlichkeit hingegen ist unverhandelbar.

Watchful_Eye

User

Postings: 2596

Registriert seit 13.06.2013

21.12.2017 - 19:38 Uhr
"Wer oder was sollen denn "die Eliten" sein? Und warum soll eine Polarisierung dazu führen, dass nicht mehr protestiert wird? [...] Das destabilisiert die Gesellschaft; die üblichen "Eliten" aus Politik und Wirtschaft können daran kein Interesse haben. "

Ein Phänomen, was ich tatsächlich sehe, ist, dass die Linke gerade in Deutschland den Solidaritätsgedanken immer mehr auf den globalen Rahmen ausdehnen - im Anbetracht der zunehmenden Globalisierung natürlich auch kein Zufall.

Die SPD war beispielsweise früher eine klassische Arbeiterpartei; auch Arbeitslose waren ihre Klientel. Arbeitslosigkeit kann jeden betreffen, und viele Deutsche kennen auch z.B. Niedriglöhner oder Arbeitslose persönlich.

Jetzt gibt es viele Menschen im Westen, die gegenüber den sozial Schwachen im eigenen Land Empathie empfinden, gegenüber Menschen aus von ihnen als fremd empfundenen Kulturen allerdings weniger. Während sie bereit sind, mit den Arbeitern im eigenen Land zu teilen, wollen sie beispielsweise Asylbewerbern nicht über ein Minimum hinaus helfen. Auch fürchten sie ggf. einen kompletten Zusammenbruch des Sozialsystems. Diese Gefahr besteht derzeit sicherlich noch nicht, aber wenn man wirklich alle Grenzen in Europa und Deutschland öffnen würde, würde irgendwann das von Bismarck geprägte Sozialsystem sicherlich an seine Grenzen stoßen.

Das führt dazu - insbesondere im Osten - dass viele eigentlich dem sozialdemokratischen Denken nahestehende Menschen auf einmal Rechts wählen, weil sie ihr Geld im Zweifelsfall lieber behalten wollen, anstatt es mit Menschen zu teilen, für die sie sich nicht zuständig fühlen. Diese Entwicklung dürfte ein entscheidender Grund dafür sein, warum der Neoliberalismus noch nie so radikal im Bundestag vertreten war wie Heute. Eine solche Entwicklung - obgleich natürlich nicht irgendwie verschwörerisch von irgendwem beabsichtigt - spielt natürlich in der Tat den westlichen Kapitaleliten sehr in die Hände.

In der Linkspartei spielt sich diese Debatte derzeit ja auch gerade ab. Die bei den Wählern sehr beliebten Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine stehen dabei eher für die klassische, stärker auf die eigene Nation fokussierte Solidarität (wofür Sarah Wagenknecht schon eine Torte ins Gesicht bekam und von Telepolis als "nationalsozial" bezeichnet wurde https://www.heise.de/tp/features/Nationalsozial-in-den-Wahlkampf-3580672.html?seite=all) - Kipping und die Mehrheit der Basis der Linken eher für den international-solidarischen Ansatz.

Dieses Phänomen erklärt übrigens auch, warum sich Achim als alter Sozialdemokrat als links betrachtet, während ihn einige andere Foristen als weit rechts verorten. Achim denkt in der Tat wie viele alte Sozialdemokraten: Er will sozial Schwachen und Arbeitern helfen, aber (?) denkt dabei eben primär auf seine eigene Nation fokussiert. Für die einen ist es Links, für die anderen "National-Sozial": Ein Beispiel dafür, dass das Zweidimensionale System von links und rechts oft an seine Grenzen stößt.

Watchful_Eye

User

Postings: 2596

Registriert seit 13.06.2013

21.12.2017 - 19:46 Uhr
Ich hab gerade bemerkt, dass ich "Westen" und "Osten" sehr missverständlich verwendet habe.

"Westen" bezieht sich auf die komplette westliche Welt, "Osten" im folgenden Absatz allerdings explizit auf den Osten Deutschlands.

jayfkay

Postings: 655

Registriert seit 26.06.2013

21.12.2017 - 20:16 Uhr
"Wer oder was sollen denn "die Eliten" sein? Und warum soll eine Polarisierung dazu führen, dass nicht mehr protestiert wird?"

https://www.alternet.org/news-amp-politics/noam-chomsky-wants-you-wake-american-dream

Punkt 5: Zerstöre die Solidarität der Bevölkerung.
Punkt 9: Konsumschafe.

Ich finde, beide Punkte lassen sich hervorragend auch auf Deutschland anwenden.

jayfkay

Postings: 655

Registriert seit 26.06.2013

21.12.2017 - 20:18 Uhr
Zudem: https://www.youtube.com/watch?v=mGl5r-v3EBI

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

21.12.2017 - 20:33 Uhr
Surprise - "jayfkay" zitiert ausgerechnet Chomsky??
Und ihm soll ich erklären...
"was genau hat denn die konservative politik nach den 80ern mit unserer gesellschaft angestellt?
was sind denn zum beispiel die primären ziele der neokonservativen politik?"


Das kann Chomsky doch viel besser.
Guter Startpunkt wäre z.B. dieses Buch:
https://www.amazon.de/Eine-Anatomie-Macht-Noam-Chomsky/dp/320376007X

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

21.12.2017 - 20:57 Uhr
konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber"
...in Kriegsgebiete? Oder wenn gar nicht klar ist, woher der Flüchtling kommt?
Wohin dann "konsequent" Abschieben?


Manchmal geht es hier schon ein wenig wie in Absurdistan zu. Zunächst werden - bar jeder Vernunft und entgegen aller warnender Stimmen - massenhaft Menschen ohne gültige Papiere ins Land gelassen. Kaum zwei Jahre später heißt es nun: Pech gehabt. Die können nirgends mehr hin zurückgeführt werden, wir wissen ja nicht wohin. Übrigens sollte es auch einem Migranten ohne Papiere möglich sein, auf Nachfrage anzugeben woher er kommt und wohin er demnach zurückgeführt werden müsste. Wie gesagt, Absurdistan.

2015 war es auch, als ein beliebter linker Kampfsatz in etwa so lautete, als vernünftige Stimmen die legitimen Asylgründe zahlreicher hier Einreisender (etwa die ohne Papiere) anzweifelten: "Niemand verlässt freiwillig seine Heimat". Verrückt, dass zwei Jahre später maximal eine Handvoll dieser Leute freiwillig in ihre kriegsfreie Heimat zurückkehren möchten. Die Heimat, die sie damals angeblich nicht freiwillig verlassen haben. Absurdistan Teil zwei.

Massenhafter Asylmissbrauch verdient keine Solidarität. Asylbetrug schadet auch insbesondere denjenigen, die hier aus legitimen Gründen Asyl beantragt haben. Asylbetrug ist in hohem Maße asozial. Während den letzten 4 Jahren liefen in Deutschland annähernd 800.000 abgelehnte Asylanträge auf. Ein Großteil davon verweilt immer noch unter uns. Das ist ein absolut intolerabler Zustand, der unsere Justiz lähmt.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

21.12.2017 - 21:11 Uhr
Fakt ist: Alternativlosigkeit gibt es nur bei Menschen mit beschränktem Weltbild.
___________________________________

Oder bei Realisten.


Unsinn. Eine weitere Anmerkung zum Thema "Alternativlosigkeit". So etwas wie Alternativlosigkeit gibt es maximal auf einer ganz abstrakten Ebene. Menschlichkeit ist alternativlos. Menschenrechte sind alternativlos. Auch Solidarität ist alternativlos. Die jeweilige konkrete Ausgestaltung dieser abstrakten Begrifflichkeiten ist aber keineswegs alternativlos. Das kann sie auch niemals sein, da so etwas niemals statisch sein kann. Es unterliegt einem ständigen Aushandlungsprozess, der den jeweiligen Realitäten Rechnung tragen muss.

Daher lehne ich die inflationäre, inkonkrete und inhaltsleere Verwendung dieser Begrifflichkeiten auch im Sinne eines "Kampfbegriffes" kategorisch ab. Ich wiederhole mich gerne: auf diese Art und Weise verwendet dienen Prinzipien wie Solidarität lediglich als Projektionsfläche für die eigenen Befindlichkeiten.

Wird Solidarität also als absolutes, "alternativloses" jedoch weitestgehend abstraktes und inhaltsleeres Prinzip verwendet und eine Aushandlung über dessen konkrete Inhalte abgelehnt, so halte ich dies für Stimmungsmache.

Was heute alternativlos erscheint kann morgen schon ein no-go sein.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 9252

Registriert seit 13.06.2013

22.12.2017 - 01:02 Uhr
Jetzt gibt es viele Menschen im Westen, die gegenüber den sozial Schwachen im eigenen Land Empathie empfinden, gegenüber Menschen aus von ihnen als fremd empfundenen Kulturen allerdings weniger.

Das ist ja wohl ein Witz. Der arbeitsame Deutsche hat für den sozial Schwachen doch kaum bis wenig Empathie übrig. Entweder wird dem sozial Schwachen vorgeworfen, er hätte sich einfach nicht genug angestrengt oder es werden dumme Witzchen über ihn gemacht wie zum Beispiel über AGL2-Empfänger. Der Deutsche definiert sich sehr stark über seine Arbeit und lässt das diejenigen, die keine Arbeit haben, auch spüren. Assi-TV samt Bloßstellung von "Hartzern" tut sein Übriges.

Ich wiederhole mich gerne: auf diese Art und Weise verwendet dienen Prinzipien wie Solidarität lediglich als Projektionsfläche für die eigenen Befindlichkeiten.

Schreibs ruhig noch fünfmal. Es wird nicht wahrer. Das ist einfach nur eine Behauptung, deren Wahrheitsgehalt du nicht belegen kannst.

thermopylos

Postings: 74

Registriert seit 20.12.2017

22.12.2017 - 06:51 Uhr
Es ist bezeichnend, dass du keinerlei Probleme hast, "den Deutschen" mit allerlei negativen Eigenschaften zu besetzen, während du es für höchst nationalistisch oder rassistisch hieltest, täte dies jemand gegenüber "dem Afrikaner / Maghrebiner / Türken".

Du schreibst leider aus dem Ressentiment. Das trägt nicht zur Überzeugungskraft deiner Argumente bei.

UndercoverBrother

Postings: 103

Registriert seit 16.08.2013

22.12.2017 - 07:09 Uhr
@nörtz: aus was für Verhältnissen stammst du eigentlich? deine Art zu schreiben und deine Argumentationsweise lässt auf einen mittelständischen (günen) Akademikerhaushalt schließen, aber ich mag mich irren.

Aber als jemand der direkt aus der Working Class stammt, wo in der Generation der Eltern und Onkels und Tanten niemand ein Abi hat, kann ich dir versichern , dass du mit deinen Annamhmen über das Verhältnis zu ALG 2 Empfängern zumindest in der Arbeiterklasse völlig falsch liegst. Gerade in diesen Schichten ist das Abrutschen in die Arbeitslosigkeit eine sehr reelle Bedrohung, die auch schon einigen Widerfahren ist, plus der bekannten Schwierigkeit ab einem gewissen Alter / in einem bestimmten gesundheitlichen Zustand überhaupt nochmal einen Job zu finden.

Leider klingst du immer wie der typische Salonkommunist oder Champagnerlinke oder eben der Bionade-Bourgeoise , such dir was aus. Echte Berührung mit der Arbeiterklasse hast du keine und pauschalisierst hier lieber rum, sind ja nur Deutsche.

Übrigens hat schon Karl Marx festgestellt, das es ein "Lumpenproletariat" gibt, Leute die weder für die Revolution noch für die Werktätigkeit zu gebrauchen sind, weil sie faul und egoistisch oder aber tatsächlich zu blöd sind für beides. Die Bloßstellung des zeitgenössischen Lumpenproletariats, also der Dauer-Hartzer erfolgt übrigens auch nicht über die Arbeiterklasse, sondern über die Medienschaffenden ( meist mit akademischem Grad ) , also der Mittelschicht.

Deal with it.

XTRMNTR

Postings: 1214

Registriert seit 08.02.2015

22.12.2017 - 08:41 Uhr
Nörtz: „der Deutsche“

Danke. Ab da musste ich nicht mehr weiterlesen.

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

22.12.2017 - 09:26 Uhr
Wie immer: Es wird auf denen umgehackt die eine nicht rassistische, humanitäre Einstellung vertreten.
Wir sind wahlweise Kommunisten oder grüne Gutmenschen oder gar "Akademiker" (was für eine Beleidigung für bildungsferne Menschen!),
beten in Moscheen oder Verletzten die Regeln dieses Forums, weil wir uns verbal zu Wehr setzen gegen genau diese Polemiken, die mit der Sache fast nie zu tun haben.
Ein Nullsatz, eine Nebelkerze jagt die andere.

Helvete spricht von "Kampfbegriffen" wie
"Niemand verlässt freiwillig seine Heimat".
Das spricht Bände, denn dieser Satz ist war.

Mit dem Merkel- "Kampfbegriff" "Alternativlosigkeit" konnte ich auch nicht viel anfangen, als es um die Rettung angeblich "sytemrelevanter" Großbanken ging. Das war eine Farce.
Humanität ist aber alternativlos und eben nicht "abstrakt" oder "inhaltsleer" , weil alles andere in die Barbarei führt. Auch selektiver Humanismus, wie er hier immer wieder gefordert wird.
Und der Punkt ist: Wir in Mitteleuropa haben alle Mittel und noch viel mehr um diese Humanität zu leisten. Das ändern auch keine gefakten Zahlen über die angeblichen Billionenkosten oder die Kriminalitätsraten.

Und dann geht es sehr wohl aktuell auch um die Rückführung in das Kriegsgebiet Syrien.
Und wohin man da "konsequent" Menschen (also reichlich Kinder) abschieben soll wenn sich die Herkunft nicht klärten lässt:
Egal, muss aber gemacht werden.
"Deutschland den Deutschen" ist der Kern des Pudels.
Und Leute die im Grunde dieser Meinung sind sähen Hass und daher werde ich sie auch weiter als Arschlöcher bezeichnen.
Schönen Tag.

mispel

Postings: 2471

Registriert seit 15.05.2013

22.12.2017 - 10:45 Uhr
@nörtz:

Das ist ja wohl ein Witz. Der arbeitsame Deutsche hat für den sozial Schwachen doch kaum bis wenig Empathie übrig.

Aha. Gibt es da Zahlen zu oder ist das einfach nur dein Weltbild? Und was ist mit den arbeitsamen Deutschen, die trotzdem zu den sozial Schwachen gehören? Haben die dann wenig Empathie für sich selbst?

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

22.12.2017 - 10:55 Uhr
Wie immer fordert mispel jetzt wieder irgendwelche Belege.
Wenn die nicht kommen hat er recht - glaubt er.

Aber da kann ich helfen:
Eine Mehrheit der ("arbeitsamen") Deutschen hat konservativ-neoliberale Parteien (also zumindest: Union, FDP, AfD) gewählt.
Deren Politik schließt die Empathie für sozial Schwache kategorisch aus, die über das repressive Zwangsvehikel "Hartz 4" hinaus geht.
Leistung muss sich lohnen!
Chancengleichheit = Sozialismus = Chaos.

HELVETE II

Postings: 2467

Registriert seit 14.05.2015

22.12.2017 - 11:11 Uhr
Major, ich weil dir gerne nochmal erklären was ich damit meine. Der Satz war damals ein Kampfbegriff, weil er als absolut und immer geltend angenommen wurde und schlussendlich primär dem durchsetzen der eigenen dogmatischen Ziele diente. So wurde eine eigentlich dringend gebotene Differenzierung unterbunden, da immer dieser Satz vorgeschoben wurde. Was aber ist passiert? Sehr viele verließen damals sehr wohl ganz freiwillig ihre Heimat und missbrauchten unser Asylsystem um illegal zu migrieren. Es geht hierbei auch nicht um selektiven Humanismus sondern um das einhalten geltenden Rechts. Dir scheint der massenhafte Rechtsbruch egal zu sein oder du begrüßt ihn sogar. Jedem Kritiker eurer Agenda wurden damals diese Sätze um die Ohren gehauen und dadurch wurde versucht sie mundtot zu machen. Insofern gibt es gute Gründe hier von einem Kampfbegriff zu sprechen.

Watchful_Eye

User

Postings: 2596

Registriert seit 13.06.2013

22.12.2017 - 11:11 Uhr
Moment mal, das ist jetzt aber irgendwie im Kreis. Ich hab eine These aufgestellt, warum derzeit besonders häufig Rechts gewählt wird. Nörtz sagte darauf mehr oder weniger, dies läge eben nicht daran, sondern an der deutschen Mentalität im Allgemeinen. Jetzt will mispel dafür einen Beleg, und du verweist wieder darauf, dass derzeit häufig Rechts gewählt wird.

Mutzel

Postings: 739

Registriert seit 20.07.2016

22.12.2017 - 11:14 Uhr
Ganz genau:

Eine Mehrheit der 'arbeitsamen' Deutschen (welche sich 'sehr stark' über ihre Arbeit definieren) hat konservativ-neoliberale Parteien gewählt

Eine Mehrheit der 'faulen' Griechen (welche sich vermutlich 'sehr stark' über die Siesta und staatliche Zuschüsse definieren) haben links-sozialistische Parteien gewählt.

Was schliessen wir daraus?


...

Am besten gar nichts!

mispel

Postings: 2471

Registriert seit 15.05.2013

22.12.2017 - 11:17 Uhr
Wie immer fordert mispel jetzt wieder irgendwelche Belege.

Ach ich vergaß. Behauptungen zählen hier ja als Fakten. Mea culpa.

Eine Mehrheit der ("arbeitsamen") Deutschen hat konservativ-neoliberale Parteien (also zumindest: Union, FDP, AfD) gewählt. Deren Politik schließt die Empathie für sozial Schwache kategorisch aus, die über das repressive Zwangsvehikel "Hartz 4" hinaus geht.

So so. Menschen, die diese Parteien wählen, haben also keine Empathie. Warum hat dann Rot-Grün Hartz IV eingeführt? Und warum gibt/gab es in der SPD so Heuchler wie Martin "Ich mache mir die Taschen voll" Schulz oder Franz "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" Müntefering? Und warum ist dann Merkel, dieser Leuchtturm der Humanität, bei der CDU? Wie kann man eigentlich so ein einfaches schwarz-weiß Weltbild haben?

Schwarznick

Postings: 1101

Registriert seit 08.07.2016

22.12.2017 - 11:46 Uhr
Bestimmt kommen vom Major jetzt wieder nur Beschimpfungen wie blöd man ist und sonst, genau: Nichts

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

22.12.2017 - 11:58 Uhr
Genau, Schwarznick-Troll, wie blöd kannst Du sein...

Das S/W Weltbild ist allerdings nicht meins.
Nur weil Rot/Grün unter Schröder mit voller Billigung aller Parteien außer der Linkspartei und der Mehrheit der Grünen "Hartz 4"
änder t das nichts an der allgemeinen Wahrheit.
Unter Union/FDP wurden dann noch weitere Verschärfungen vorgenommen (während Vergünstigungen für Reiche an der Tagesordnung waren), so sieht das aus.
Warum muss man das überhaupt erklären?

Und nein, Menschen, die neoliberale Parteien wählen haben ganz offenbar keine Empathie für
einen gerechten Sozialstaat der auch den Schwächsten ein vernünftiges Leben sichert, oder sie haben sich beim Wählen verkreuzt.
Und verkreuzt haben sich sicher auch die AfD-Wähler, die ja eigentlich nur Merkel schwächen wollten, die haben (leider) gar nicht gegen Ausländer und eine neoliberale Politik würde einem Großteil dieser Wählerschaft schaden.

Major

Postings: 2327

Registriert seit 14.06.2013

22.12.2017 - 12:00 Uhr
Korrektur:
..."Hartz 4" beschlossen haben, ändert das nichts...

Mutzel

Postings: 739

Registriert seit 20.07.2016

22.12.2017 - 12:07 Uhr
Nur weil Rot/Grün unter Schröder mit voller Billigung aller Parteien außer der Linkspartei und der Mehrheit der Grünen "Hartz 4"
ändert das nichts an der allgemeinen Wahrheit.


Bitte um freundliche Beachtung: Die 'allgemeine Wahrheit™' befindet sich in Besitz des Herrn Major, schon seit Generationen, und wird von Generation zu Generation an die Nachkommen weitervererbt!

mispel

Postings: 2471

Registriert seit 15.05.2013

22.12.2017 - 12:12 Uhr
Unter Union/FDP wurden dann noch weitere Verschärfungen vorgenommen (während Vergünstigungen für Reiche an der Tagesordnung waren), so sieht das aus.
Warum muss man das überhaupt erklären?


Also dass Schwarz-Gelb Hartz IV verschärft hat, ist schlimmer als die Einführung durch Rot-Grün oder wie?

an der allgemeinen Wahrheit.

Aber was ist denn diese ominöse allgemeine Wahrheit? Die solltest du dann ja auch ganz leicht mit Fakten untermauern können. Denn was nützt eine Diskussion ohne Fakten? Du gibst uns einfach nichts in die Hand, womit wir arbeiten könnten.

Watchful_Eye

User

Postings: 2596

Registriert seit 13.06.2013

22.12.2017 - 12:15 Uhr
Die Parteien, die das Chaos in Griechenland zu verantworten haben, waren nicht links-sozialistisch. Das Hauptproblem in Griechenland war die grassierende Korruption auf allen Ebenen.

Man kann auch nicht von jedem Land erwarten, so kompetitiv exportorientiert zu wirtschaften wie Deutschland. (Jetzt sagen Major/nörtz evtl "Na siehste, Deutschland ist halt doch ein neoliberales Drecksland." Ist nicht völlig falsch, aber derzeit verschlimmert es sich halt im gesamten Westen nochmal dramatisch, u.a. aus den oben genannten Gründen.)

In jedem Fall muss Europa wirtschaftlich stärker zusammenarbeiten, und da müssen auch von deutscher Seite Kompromisse gemacht werden. Macron hat da teilweise schon gute Ideen. Ist aber ein anderes Thema.

Was die Flüchtlingspolitik angeht, gehe ich übrigens auch davon aus, dass sie europäisch gelöst werden wird, sofern man es als eine Lösung bezeichnen mag. Sie wird voraussichtlich teilweise auf eine Verbesserung der Koordination zwischen den Staaten basieren, aber auch auf noch stärkerem Schutz der EU-Grenzen und eine zunehmende Verlagerung der Flüchtlingshilfe ins Externe.

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