Jennifer Rostock - Worst of Jennifer Rostock

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Armin

Plattentests.de-Chef

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22.09.2017 - 23:52 Uhr - Newsbeitrag
Liebe Freunde, liebe PartnerInnen,

in einer Woche dann, mit "Worst Of" ist es offiziell. 10 Jahre Jennifer Rostock. Die Band feiert Jubiläum.

Natürlich mit Haltung. Aus gegebenem Anlass gibt's deswegen keine der branchenüblichen Zusammenstellungen, die Fans das Geld für Musik aus der Tasche ziehen, die sie ohnehin schon besitzen.

"Worst Of" ist ein brandneues Album. Mit Songs, die im Laufe des letzten Jahrzehnts liegengeblieben waren und trotzdem so jung klingen, als ob sie vorgestern erst geboren worden wären.

Und nach "Alles Cool":



gibt es mit "Haarspray" einen weiteren neuen Song:
https://jenniferrostock.lnk.to/Haarspray



Der Plan war simpel: Alles, was im Laufe des Bandbestehens an ungenutzten Ideen entstanden war, wurde zusammengekratzt und nach Gefallen durchforstet. Mit den alten Ideen, die nie gut ausgegoren genug gewesen waren, um Platz auf einem der bisherigen fünf Studioalben gefunden zu haben, ging die Band ins Studio. Eine Woche lang. Die Zeit wurde bewusst knapp bemessen. Das Worst Of Jennifer Rostock hätte eine große Produktion schließlich nie und nimmer gerechtfertigt. Aber dann, nach besagter Woche, stieß das Resultat einstimmig auf überraschende Reaktion: Huch, das ist ganz schön geil geworden! Aus der Worst Of-Idee entstand ein neues Album, mit dem Jennifer Rostock ziemlich glücklich sind.

Wie gut, dass sich die Band selten bis nie an Konventionen orientierte! Das, was über die Jahre hier und da liegen geblieben war, ist nicht das Beste der schlechtesten Ideen, sondern das Beste der nicht fertig gereiften Songs. Ein Worst Of der besten Sorte, sozusagen.

Mit schönem Gruß an alle Perfektionisten, die nichts auf die leichte Schulter nehmen. Oder mit anderen Worten: Groß klingt im Endeffekt nicht zwangsläufig, was großspurig erdacht wurde. Die Leichtigkeit mit der das Album entstand, manifestierte sich im Studio kontinuierlich in einem Running Gag: Jede Unsicherheit wurde mit der Gewissheit vom Tisch gejagt, dass ein Worst Of entstand. Es durfte entstehen, was entstehen wollte. Am Ende stellte die Band fest, dass sie ziemlich viele ziemlich gute Entscheidungen getroffen hatte, weil nicht alles totgedacht worden war. Ohne die Bürde, ein amtliches Album einspielen zu müssen, hatten Jennifer Rostock ein ganz schön amtliches Werk am Start. Aufgenommen im Akkord. Schlagzeuger Chris grundierte jeden Mittag zwei Stücke, die Gitarrist Alex Voigt und Bassist Christoph Deckert jeweils am Nachmittag ausformten, während Jennifer Weist ihre Parts abends einsang, bevor Joe Walter die finalen Keyboard- und Electronic-Feinheiten addierte.

Das ursprüngliche Vorhaben, nur ein paar Singles oder EPs einzuspielen, wurde im Handumdrehen über Bord geworfen, als die Band ihrem Label sämtliche zehn fertig produzierten Songs erstmals vorspielte. Und wieder siegte die Klarsicht der Intuition. Nur ein Jahr nach dem letzten Album "Genau in diesem Ton", das vollkommen berechtigt auf #2 der Bestenliste debütierte, mit dem Worst Of aufzuschlagen, ist, sagen wir mal, ungewöhnlich. Und absolut folgerichtig für eine Band, deren erarbeitete Autonomie das Ergebnis von sattsam geflossenem Herzblut ist.
B1LL
23.09.2017 - 23:01 Uhr
Wenn die Musik mancher Musikanten doch auch so ins Schwarze treffen würde wie Pressetexte.
Ball
24.09.2017 - 10:22 Uhr
Wenn die Musik mancher Musikanten doch so ehrlich wäre wie der Titel dieses Albums.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

20.12.2017 - 20:47 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?


Ich bin geistig behindert
21.12.2017 - 12:29 Uhr
Ich bin geistig behindert

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