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Kirin J Callinan - Bravado

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21239

Registriert seit 08.01.2012

14.09.2017 - 19:30 Uhr


Was für ein Teil. Danke an Kevin für den Tipp.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21239

Registriert seit 08.01.2012

14.09.2017 - 19:56 Uhr - Newsbeitrag
Ach ja, ein Album kommt auch:

Kirin J Callinan - "Bravado"
Terrible Records / Caroline International

VÖ: 29.09.2017
Live in der Berghain Kantine am 01.10.

Wenn man sich Kirin J. Callinan so anschaut, kommt man wohl kaum drum herum sich zu fragen: Woher kommt dieser Mann? Welche Mischung aus Lust und Liebe, Gewalt und Zärtlichkeit; welche eigenartige Laune der Natur hat zu jener Erscheinung geführt, die so gnadenlos jeden Raum für sich einnimmt?

Kirin ist Australier, ein Mann aus Down Under. Er ist Hitzeflimmern über Asphalt und weiße Gischt im blauen Ozean. Gebaut wie ein Amateurboxer, groß und kräftig, gehüllt in die Kleidung eines Toreros. Blut wie ein Tiger, ein Penis wie ein Stuhlbein. Freund und Muse von Szenegrößen wie Mac DeMarco, Jack Black oder Jay Watson.

Dieser Mann hätte sich zufrieden geben können mit einem Leben im geförderten Exzess, hat er seinem Ruf als Gigolo doch schon auf jedem Kontinent dieser Erde alle Ehre gemacht.

Seine vor Sonnenmilch triefende, knackig gebräunte Haut hätte er neben exklusiven Pools zur Schau stellen können, einen Drink in der Hand, die Großmutter irgendeines armen Trottels auf dem Schoß. Kurzum: Er hätte leben können wie ein Prinz.

Und doch steht er nun da – mitten auf der Bühne, mitten in der Nacht, inmitten einer Horde Betrunkener. Ein Fabelwesen, das Wirklichkeit geworden ist. Und wenn er zu seiner Gitarre greift, umgeben von Verstärkern und von Kabeln, die aus ihm zu sprießen scheinen wie mysthische Weinranken, kreiert er einen Sound, der vor Gewalt und Kreativität strotzt und sowohl fesselnd als auch wunderschön ist. Diesen Eindruck zu beschreiben ist beinahe unmöglich. Diese Spannung in der Brust. Wie dieses eigenartige, sexy Gefühl, dass man verspürt wenn man eine Banane schält.

Für manche ist es Euro Trash, für manche ein wahrer Schatz. Aber eines ist sicher: Wenn es um Sound geht, ist Kirin ein Mann, der an vorderster Front kämpft. Er ist dort draußen zwischen all den Leichen und fliegenden Kugeln und denkt keine Sekunde daran, sich im schützenden Graben zu verstecken.

Kirin J. Callinan ist ein Raubtier. Ein Schmetterling. Ein Steppenbrand. Ein unschuldiger kleiner Junge, den die bloße Neugierde an Papas Waffenschrank getrieben hat.

Wenn man diesem einzigartigen Mann zuhört und zusieht, fragt man sich zurecht, ob eine solche Manie, ein solcher Irrsinn und eine solch vollkommene Hingabe nicht vielleicht in uns allen stecken. Man fragt sich, ob man etwas verpasst hat. Ob man ein Feigling ist, weil man es nie versucht hat. Ob man überhaupt jemals die Chance dazu hatte.

Aber was ist schon Leichtfertigkeit ohne Talent? Was ist ein Gefangener ohne sein Tauschgut? Was ein Wahnsinniger ohne die Stimmen in seinem Kopf? Was bleibt uns, wenn eine viel zu große Lücke zwischen uns und unseren aufregenden Träumen von einer goldenen Zukunft klafft? Bravado.

Schaut hier das Video zu S.A.D.:

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

22.09.2017 - 14:38 Uhr
Album des Jahres?

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

23.09.2017 - 00:58 Uhr
Leider nein. Also für mich nicht. Aber der Song ist super.
@Armin
23.09.2017 - 01:03 Uhr
Warum nicht?

Kevin

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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Registriert seit 14.05.2013

23.09.2017 - 14:40 Uhr
Nahezu alle Songs sind super.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

04.10.2017 - 20:52 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?
Not my cup of tea
04.10.2017 - 21:34 Uhr
Hat nervpotenzial

whitenoise

Postings: 440

Registriert seit 17.06.2013

05.10.2017 - 13:36 Uhr
Hab ihn gestern in Köln vor knapp 25 Leuten live gesehen. Der Hammer! Unfassbar unterhaltsam, vielseitig, selbstironisch.
socko
22.10.2017 - 21:41 Uhr
tatsächlich anwärter auf album des jahres. schade, dass ihn nicht mehr leute kennen.

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