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Various Artists - The early days – Post-Punk, New Wave, Brit Pop & beyond (1980-2010)

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

26.05.2017 - 16:17 Uhr - Newsbeitrag

"Retro" ist en vogue, das ist kein Geheimnis. Zahllose aktuelle Bands berufen sich in ihrem Schaffen auf Joy Division, The Cure, die Pixies und die vielen anderen Helden einer vergangenen Generation. Doch hinter den großen Dancefloor-Fillern gab es auch immer die Liebhaber-Songs, die nicht weniger gut waren, nur übersehen wurden. Die neue Compilation "The Early Days" versammelt nun 22 Songs aus den Jahren 1980 bis 2010, der goldenen Zeit der Indie-Disco. Hier treffen Welthits auf Deep Cuts.

Die Idee zu "The Early Days" entstand zwischen Timo Löwenstein, Betreiber des Kölner Indielabels Unter Schafen Records, und der Partyreihe King Kong Kicks, die seit Jahren deutschlandweit Indieparties "wie früher" veranstalten. Gemeinsam hat man sich eine Wunschplayliste zusammengestellt und Lieblingssongs aus 30 Jahren Indie-Disco zusammengetragen. Absolute Klassiker wie "Transmission" von Joy Division und "Where Is My Mind?" von den Pixies treffen auf ihre Erben wie Foals oder die Editors, aber auch deutsche Acts wie Ideal oder The Robocop Kraus sind dabei.

Das Ergebnis ist ein 22-Song starker Sampler, der nicht nur diejenigen begeistern wird, die "damals" schon dabei waren. Der Sampler erscheint am 30. Juni 2017 über Unter Schafen Records auf farbiger Doppel-LP sowie als CD. Viele der Songs auf dem Sampler sind derzeit nur schwierig oder gar nicht auf Vinyl erhältlich. Abgerundet wird das Paket von einem dicken Booklet das ein Vorwort von Max Gruber (Drangsal), sowie zahlreichen Anekdoten zu früher von Jan Müller (Tocotronic), Aydo Abay (ABAY, Blackmail) und vielen mehr enthält.

"The Early Days" gibt es außerdem als exklusives Bundle bei Flight13 und Finestvinyl, das neben der CD und LP-Version in exklusiver Farbe auch noch das Ian Curtis Biopic "Control" auf DVD sowie einen exklusiven Baumwollbeutel enthält. Die reguläre Version des Sampler ist bei allen Händlern zur Vorbestellung erhältlich.



Die Songs auf "The Early Days" schreien gerade zu danach, gemeinsam gehört zu werden. Deshalb wird die Veröffentlichung des Samplers deutschlandweit mit mehreren Release-Partys in Zusammenarbeit mit King Kong Kicks gefeiert. Weitere Termine sind bereits in Vorbereitung!

The Early Days - Offizielle Releasepartys

Fr., 23.06. - Essen, Hotel Shanghai
Sa., 24.06. - Frankfurt, Tiefengrund
Fr., 30.06. - Bochum, Rotunde
Fr., 07.07. - Berlin, Lido
Sa., 08.07. - Dresden, Rosis
Sa., 15.07. - Hamburg, Molotow
Sa., 22.07. - Chemnitz, Nikola Tesla
Sa., 22.07. - Nürnberg, Stereo
Sa., 22.07. - Göttingen, Eins B

The Early Days - Tracklist im Textformat

01. Joy Division - Transmission
02. The Cure - Jumping Someone Else's Train
03. The Bravery - An Honest Mistake
04. Foals - Two Steps, Twice
05. IDEAL - Blaue Augen
06. Profil - Berühren
07. Martha & The Muffins - Echo Beach
08. Pixies - Where Is My Mind?
09. Tuxedomoon - No Tears
10. The Faint - The Geeks Were Right
11. Editors - All Sparks
12. Wire - Outdoor Miner
13. UV Pop - Serious
14. Crystal Castles - Crimewave
15. The Robocop Kraus - Fake Boys
16. The Jesus & Mary Chain - Some Candy Talking
17. Bauhaus - She's In The Parties
18. Ski Patrol - Agent Orange
19. Sad Lovers & Giants - Things We Never Did
20. Chrome - In A Dream
21. The Chameleons - View From A Hill
22. The Sound - Resistance

YouTube Playliste zum Sampler
http://bit.ly/EarlyDaysComp

Christian G.
02.06.2017 - 13:47 Uhr
Das Tracklisting klingt grandios! Bin auf die Aufmachung gespannt.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

05.07.2017 - 21:11 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?
fräger
06.07.2017 - 09:04 Uhr
was hat blaue augen auf dem sampler zu suchen?

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2950

Registriert seit 15.06.2013

06.07.2017 - 09:30 Uhr
Finde es mutig, diese Brücke im Rahmen eines Samplers zu schlagen. Was ich von der Tracklist halten soll, weiß ich noch nicht. Bei einigen Tracks kann man nun wahrlich nicht von vergessenen Liebhabersongs sprechen und die meisten Beiträge stammen von etablierten Acts. Ob man da nicht eine Chance vertan hat?

Trotzdem ein interessantes Projekt, keine Frage. Für Einsteiger ist der Sampler sicherlich geeignet.

Der Wanderjunge Fridolin

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Registriert seit 15.06.2013

06.07.2017 - 09:40 Uhr
Noch etwas, @Jennifer:

Freut mich, dass du einen meiner Allzeit-Favoriten im Rahmen deiner Rezi zitierst:

Sad Lovers & Giants: "We would be traitors / We would forget we were young / We would be helpless / We are the kingdom to come."

Erlaube mir, den Song hier zu verlinken. Er gehört zu den fünf Songs, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.

Sad lovers and Giants - Things we never did

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

06.07.2017 - 10:14 Uhr
Alles nette bis großartige Songs. Wenn mir meine Freundin mal so eine Mix-CD kompilieren würde, wäre meine Freude sicher riesig. So eher nicht...

musie

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Registriert seit 14.06.2013

06.07.2017 - 10:50 Uhr
ein Song der neuen Slowdive zum Schluss und die Brücke wäre perfekt von alt zu neu

musie

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Registriert seit 14.06.2013

06.07.2017 - 11:08 Uhr
einen Maximo Park und einen Franz Ferdinand Song hätte ich da auch noch hinzugefügt. und I wanna be adored.

trotzdem sehr schöne Zusammenstellung, Platte ist bestellt, natürlich über den pt-Link...

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

06.07.2017 - 18:07 Uhr
Vielen Dank dafür.

Jennifer

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 4525

Registriert seit 14.05.2013

06.07.2017 - 18:28 Uhr
Freut mich, dass du einen meiner Allzeit-Favoriten im Rahmen deiner Rezi zitierst:

Sad Lovers & Giants: "We would be traitors / We would forget we were young / We would be helpless / We are the kingdom to come."

Erlaube mir, den Song hier zu verlinken. Er gehört zu den fünf Songs, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde.


Hier sogar zum direkten Anklicken:



Der Schafrichter
06.07.2017 - 19:07 Uhr
Würde mir jemand so etwas kompilieren, würde ich mich revanchieren und einen roten Faden verschenken.
Vermiliion.Smile
06.07.2017 - 23:11 Uhr
Wer "Resistance" hinter "View from a Hill" ans Ende einer 2x12" packt, hat von Spannungsbögen mal genauso viel Ahnung wie eine Kuh vom Schlittschuhlaufen.
Cure Division
07.07.2017 - 08:44 Uhr
Sind Sie Plattentests-Rezensent? Konnten Sie schon viel zu lange nicht mehr The Cure und Joy Division gemeinsam in einem Beitrag erwähnen?
Hier kommt die Rettung!

:D

RevCo Inc

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Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 11:16 Uhr
@Der Wanderjunge Fridolin:

Sich in dem einen Thread drüber beschweren, daß Musik immer so "gleich" ist und dann mit den Sad Lovers And Giants um die Ecke kommen, einer Band, die wirklich der Inbegriff des schlechten Kopierens ist, wie paßt denn das zusammen?
Hans Olo
07.07.2017 - 19:15 Uhr
Geil dass Bravery mit dabei sind . Honest Mistake ist schon ein ziemlich perfekter Pop Song. Mutige Auswahl , deswegen super .
Karlo
07.07.2017 - 20:06 Uhr
Das sind bei den meisten Bands schon extrem naheliegende Songs, deswegen nichts besonderes.

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

07.07.2017 - 20:27 Uhr
Interessante Compilations sind auch heutzutage noch möglich, aber das hier zeigt wie man es nicht macht. Eine Tracklist, die man sich ohne groß überlegen zu müssen, auf etwaigen Streaming-Diensten auch einfach selbst zusammen stellen könnte - und man würde sogar einen schlüssigeren roten Faden finden und Nieten wie The Bravery und die Editors rauslassen.

Und Jenni Depner verliert sich angesichts dieses lieblos zusammen gepappten Unsinns mal wieder in inhaltslosem Kitsch.
Beppo
07.07.2017 - 20:32 Uhr
Verstehe auch nicht ganz den Sinn dieser Compilation. Was ist denn da der gemeinsame Nenner, wo ist der rote Faden? Was hat der Sound der Pixies bitte mit dem von Joy Division gemeinsam? Ästhetisch meilenweit voneinander entfernt. Und was haben etwa Crystal Castles mit ihrem retrofuturistischen Electropunk da verloren? Die passen da überhaupt nicht drauf.
Beppo
07.07.2017 - 20:39 Uhr
Aha, Best of Indie-Disco soll wohl das Oberthema sein. Auch ein bisschen sehr vage und schwammig als Konzept für einen Sampler. Da kann man prinzipiell alles draufknallen, was irgendwie rockig, aber gleichzeitig auch tanzbar ist. Da braucht man aber keinen Sampler dafür, sondern kann sich, wie Leatherface sagt, auch eine entsprechende Playlist mit den bekanntesten Songs zusammenstellen. Irgendwie überflüssig.
Beppo
07.07.2017 - 20:42 Uhr
Und ja, der erste Absatz der Rezension ist furchtbarer Teenager-Kitsch, wie man ihn auch auf Neon oder Bento täglich lesen kann.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 21273

Registriert seit 08.01.2012

07.07.2017 - 21:59 Uhr
Und eine Spotify-Playlist ist für Euch also der Gipfel des Musikglücks?

Nennt mich altmodisch, aber für mich hat da ein schöner Sampler - der muss nicht mal handgemacht sein - um Längen mehr Charme.

RevCo Inc

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Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 22:17 Uhr
Von den 22 Tracks kannte ich 17 gar nicht so wirklich mit Vornamen. Und beim Nachhören ist mir aufgefallen, daß der Tuxedomoon-Track schon von 1978 stammt - Insofern ist ja nicht mal der Titel korrekt!
Völlig willkürliche Mischung. Ich könnte mir denken, daß jeder der Forumsteilnehmer hier, der nicht völlig verblödet ist und die 30 überschritten hat, einen adäquaten Sampler in weniger als 45 Minuten zusammenstellen kann. Aber der läßt das dann nicht auf Platte pressen.
"Arbeit vergeudet, Zeit vergeudet, Material vergeudet, Anfänger seid ihr!" Dagobert Duck in Lustiges Taschenbuch Nr. 16, Seite 107 "Der Gegenspieler".

RevCo Inc

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Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 22:24 Uhr
@Armin: Was meinst du denn damit? Ein "schöner Sampler" kann prinzipiell nur aus einer Handvoll Links bestehen, heutzutage. Die 80er, die 90er, das ist alles Geschichte. Klar, wir haben ne Menge gute Musik aus der Zeit, aber willst du die wirklich als physikalisches Aquivalent in deiner Schrankwand haben, nur so als haptischen Gag? Das kann ich nicht nachvollziehen. Bitte erklär's mir.
Beppo
07.07.2017 - 22:29 Uhr
Nennt mich altmodisch, aber für mich hat da ein schöner Sampler - der muss nicht mal handgemacht sein - um Längen mehr Charme.

Das stimmt, aber dann muss so ein Sampler eine Geschichte erzählen. Vielleicht die Geschichte eines Labels oder einer Musikrichtung oder einer ästhetischen Bewegung oder eines bestimmten Lebensgefühls oder Zeitgeists. Oder ein paar zu Unrecht untergegangene Geheimtipps ans Licht befördern. Aber nicht einfach wahllos irgendwelche Songs aneinanderklatschen, die im Grunde gar nichts gemeinsam und keinen gemeinsamen Hintergrund haben. Für so was gibt's private Mixtapes, aber das muss man nicht auf Platte pressen.

RevCo Inc

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Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 22:31 Uhr
@Beppo: Word

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2950

Registriert seit 15.06.2013

07.07.2017 - 22:32 Uhr
Ich finde schon, dass man das grundsätzlich so machen kann, wenn man nämlich den Post-Punk als Geburtsstunde bzw. Initialzündung all dieser Sounds versteht. In diesem Falle darf man die Schublade nicht auf den typischen Joy Division-Sound reduzieren, was häufig gemacht wird, schlussendlich aber trotzdem vollkommen falsch ist. Post-Punk war im Prinzip ein diffuser Sammelbegriff für alles, was nach Punk erfolgte und dessen Ketten sprengte. Das war in aller Regel v.a. folgendes: schräg und revolutionär. Bevor es die ersten Releases von JD/Warzaw überhaupt gab, veröffentlichten bereits Bands wie Pere Ubu, Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire oder The Residents ihre ersten Platten. Diese haben mit JD so gut wie nichts gemeinsam, zumindest nicht mehr als The Faint mit den anderen Bands dieses Samplers, und trotzdem laufen sie alle unter dem Label Post Punk. Diese bereits in frühen Jahren vorhandene Vielfalt spiegelt auch dieser Sampler wieder, weswegen womöglich auch der Eindruck entsteht, dass nichts zusammenpasst.

Nochmal: ich habe ja auch selbst bereits in meinem ersten Posting die Trackauswahl kritisiert, da hätte man viel mehr rausholen können. Ich möchte hiermit lediglich sagen, dass man das grundsätzlich, von der Idee her, so machen kann.

@Copy Cat-Vorwürfe an Sad Lovers And Giants:

Natürlich waren sie vom JD-Sound inspiriert (wobei ich der Meinung bin, dass sie immer mehr wie The Chameleons klangen). Nichtsdestotrotz kann man die damalige Situation nicht mit der heutigen vergleichen. Es gab damals gefühlt ne Handvoll Bands, die diesen Stil erfolgreich zelebrierten. Nimm z.B. noch The Sound, Comsat Angels, Lowlife usw. dazu, wobei die noch nicht mal erfolgreich im kommerziellen Sinne waren, genausowenig wie The Chameleons oder SL&G. Platten verkauften Echo & the Bunnymen, danach wurde es schon sehr schnell sehr eng.

RevCo Inc

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Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 22:48 Uhr
@Wanderjunge Fridolin: Natürlich kann man machen, was man will, aber dann muß man sich auch die Kritik dazu gefallen lassen. Kritik hier als solche endet ja nicht damit, daß unsereins jetzt hingeht und Autos oder Wohnblocks anzündet. Unsere Auseinandersetzungen sind ja rein kulturhistorisch, also eher intellektueller Natur.

Ich denke aber schon, daß es einen Unterschied gibt zwischen deinem, soeben postulierten - und gar nicht so falschen- Begriff "Post Punk" und dem letztendlichen Ergebnis, sprich diesem Sampler gibt. Genau das liefert der Sampler eben nicht! Und er spiegelt auch nicht die von dir angegebene Vielfalt wider. Ob das in 22 Tracks möglich ist, ist eine Sache. Falls ich aber ersteres beabsichtige, so werde ich ganz gewiß nicht JD und The Cure mit The Sound und Sad Lovers&Giants vermischen wollen, das sind schon prinzipbedingt andere Welten.

Desweiteren hinken auch in deiner Argumentation die Punkte, daß die Residents etc schon viel länger aktiv waren, also schon vor 1975, ebenso TG (als COEM Transmission) und CV, die auf dem Sampler eh keinen Platz fanden: Das ist kein Argument für die These, daß der o.a. Sampler pure Willkür ist.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2950

Registriert seit 15.06.2013

07.07.2017 - 22:56 Uhr
@RevCo Inc:

Klar können wir hier streiten und kritisieren bis sich sämtliche Balken biegen. Das ist auch so gewollt, zumindest von meiner Seite aus, und ich lese eure Beiträge mit Interesse.

Ich stimme dir insofern zu, als dass auch mir die Tracklist als eher lieblos zusammengekleisterter Klumpen erscheint. Ich hatte den Sampler so verstanden, als wolle er einen Bogen spannen, eben ganz bewusst über die Unterschiede all der auf ihm vertretenen Stile hinweg, um dann schlussendlich doch ihren gemeinsamen Nenner aufzuzeigen: die Geburtsstunde im Post Punk.

Ob er das leisten kann, sei dahingestellt, da stimme ich dir zu. Trotzdem halte ich die Idee vom Ansatz her für nicht vollkommen idiotisch.

RevCo Inc

Postings: 257

Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 23:09 Uhr
@Wanderjunge Fridolin:

Sicher, da hast du recht. Das wäre dann einfach nur Fachsimpeln auf vergleichsweise hohem Niveau. Für einen selbst spaßig, für das Gros der (minderjährigen) Zuschauer absolut anödend. Als wenn alte Opas über den Krieg debattieren würden.

Ja, also das verstehe ich schon. Aber dieser Sampler kommt diesem selbst auferlegtem Anspruch eben nicht nach. Und dann sollte man als Reviewer auch erkennen, daß der Anspruch und das Ergebnis irgendwie auseinander läuft, und dann kann man nicht mehr mit 8/10 daherkommen, sondern muß anmerken, daß man als Zielkonsument besser die alten Alben anhören sollte: Ich als Reviewer könnte das so nicht bewerten, sondern müßte einfach merken, daß Anspruch und Ergebnis vollkommen auseinanderläuft. Aber das kommt im Review ja nicht herüber.

Und es gibt noch einen Punkt, den ich ansprechen würde: Geschichtsrevisionismus. Für Hörer, die heute, sagen wir 20 Jahre alt sind, stellen derartige Sampler eine Geschichte dar, die es so nie gegeben hat. Ich denke, es ist ein ganz wichtiger Punkt, daß man derartigen Samplern daher mit Skepsis zu begegnen hat.
Killing Joke
07.07.2017 - 23:14 Uhr
Was soll eigentlich dieser Titel "The Early Days" bedeuten? Verarsche? Selbstironie?
Nonsens?

RevCo Inc

Postings: 257

Registriert seit 10.08.2016

07.07.2017 - 23:16 Uhr
P.S. Grammatikalisch sind meine Texte zuletzt komisch, Sorry, aber man kann es hier ja nicht editieren..
Vermilion.Smile
08.07.2017 - 01:42 Uhr
@ Rev Co. Inc.
Kannst Du das geschichtsrevisionistische an diesem Sampler nochmal ausführen? Diesem Gedankengang kann ich nicht folgen.

Dass der Wanderjunge in Diskussionen gern mal von Höcksken auf Stöcksken kommt und Dinge verquirlt, fällt jedem auf, der schon einige dieser Beiträge gelesen hat. ;-)

Die Zusammenstellung auf dem Sampler ist nicht wirklich lieblos und vorhersehbar, aber selbst mit den vertretenen Namen hätte man eine interessantere Songauswahl treffen können - aber auch noch ausgelutschter wie z.B. A Forest, Boys don't cry, Killing an Arab, Second Skin, Swamp Thing, Winning, Missiles etc.
Die Household Names müssen halt drauf, sonst kauft es ja niemand... ;-)
Das Zielpublikum sind ja sicher nicht die Leute, die die 80er schon bewusst miterlebt haben und alle Songs schon ewig kennen.
BTW: No Tears ist zwar von 1978, war aber bis '80/81 in Europa weitestgehend unbekannt, da lediglich in den USA auf dem bandeigenem Label in einer 1000er Auflage erschienen. Der Song wurde erst über die Jahre ein Szenehit, wobei Sammler sehr bald bereit waren für die 12" viel Geld auszugeben, da in Europa kaum zu bekommen. Erst die ersten Re-Releases (u.a. Crammed) 1985 ließen das Original wieder billiger werden, aber den Song auch noch bekannter als zuvor.

Die gesamte Bandbreite des Post Punk in 22 Songs? Forget it, nicht möglich.

MM13

Postings: 2056

Registriert seit 13.06.2013

08.07.2017 - 09:06 Uhr
seh es ähnlich wie vermilion,für eine mehr oder weniger gesammte zusammenstellung müsste schon eine ganze box her und dann wäre es noch schwierig genug alles einigermasen abzudecken,aber wer weiss vielleicht ist das ja erst der auftakt zu mehreren teilen.
ansonsten find ich die zusmmenstellung nicht so schlecht.hier wuirde schon gemosert wieso die editors?,bravery? in jedem kommentar werden sie (editors)ständig mit joy division verglichen und als nachfolger gehandelt,jetzt sind sie zusammen auf einem sampler,dann passts auf einmal nicht mehr?!
bravery finde ich stark an new order orientiert,also fehlt hier eigentlich auch ein song aus den anfangszeiten new orders.aber allen recht machen man es eh nicht.

MM13

Postings: 2056

Registriert seit 13.06.2013

08.07.2017 - 09:11 Uhr
ps: zumm thema spotify liste
da bin ich so altmodisch wie armin,geht gar nicht.jeder selber gemachte mix ist da besser.
wilson (ausgeloggt)
08.07.2017 - 11:15 Uhr
gute songs, wahllos zusammengestellt. unterm strich ein überflüssiges projekt. würde ich nicht mal zum einstieg empfehlen.

carpi

Postings: 972

Registriert seit 26.06.2013

08.07.2017 - 16:37 Uhr
Muss doch mal eine Lanze für Sad Lovers and Giants brechen. Wie fast alle Postpunkbands der 80er Jahre haben sie das Rad nicht neu erfunden, ich höre bei ihnen aber nicht "schlechtes Kopieren", sondern einen warmen Sound mit schönen Synthies, gelegentlichen Bläsern und einer sanften sympathischen Stimme, zudem wunderbares Songwriting (als Einstieg ist die Compilation "E-mail from eternity" geeignet).
Hier unterscheiden sie sich von Bands wie "Joy Division" oder den "Comsat Angels", die eine faszinierende Kälte ausstrahlen. Die Chameleons und The Sound sind hingegen kraftvoller mit großen Hymnen, SLAG würde ich als introvertierter und harmonischer als die Genannten bezeichnen, finde schon, dass sie trotz einiger Parallelen zu den anderen Bands ("And also the trees" nicht zu vergessen) etwas Eigenes geschaffen haben.


Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

08.07.2017 - 17:52 Uhr
30 Sekunden Suche hat bereits eine bessere Playlist zu Tage gefördert, für die ich noch nicht mal Geld ausgeben muss. Auf Spotify gibt's wirklich Dutzende davon.

Und eine Spotify-Playlist ist für Euch also der Gipfel des Musikglücks?

Nennt mich altmodisch, aber für mich hat da ein schöner Sampler - der muss nicht mal handgemacht sein - um Längen mehr Charme.


Eine mit Liebe und Expertise kuratierte Compilation, die Unbekanntes ausgräbt oder Bekanntes in einem neuen Licht oder interessanten Kontext präsentiert, ist eine schöne Sache - unter diese Kategorie fällt diese Compilation aber nicht. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum die irgendwer kaufen sollte.

Wenn man eine solche Compilation rezensiert, sollte man auch weniger die Songs an sich bewerten - die sind in aller Regel gut -, sondern sich überlegen, ob das Ding wirklich einen Mehrwert für den Zuhörer hat. Ist die Sequenz interessant? Ist das Konzept durchdacht und interessant? Ist die Aufmachung gut gemacht? Ist hier auch nicht der Fall.

Hier ist ja noch nicht mal der Titel durchdacht - "The Early Days (1980-2010)"? Die Early Days wovon? Die Frühphase von Post-Punk, New Wave, Brit Pop & Beyond ist 30 Jahre lang?

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2950

Registriert seit 15.06.2013

08.07.2017 - 20:31 Uhr
Dass der Wanderjunge in Diskussionen gern mal von Höcksken auf Stöcksken kommt und Dinge verquirlt, fällt jedem auf, der schon einige dieser Beiträge gelesen hat. ;-)

Inwiefern verquirle ich Dinge in Diskussionen? Wo habe ich das z.B. im Rahmen dieser Diskussion getan?

kWenn man eine solche Compilation rezensiert, sollte man auch weniger die Songs an sich bewerten - die sind in aller Regel gut -, sondern sich überlegen, ob das Ding wirklich einen Mehrwert für den Zuhörer hat.

Ob die Compilation einen Mehrwert hat, kann nur der jeweilige Hörer selbst entscheiden.

Autotomate

Postings: 3623

Registriert seit 25.10.2014

08.07.2017 - 21:27 Uhr
Mit einem sinnvollerem und vor allem weniger anmaßenden Titel (z.B. "Best of King Kong Kicks" oder sowas) hätte man das Ding vielleicht etwas gütiger durchwinken können. Aber es muss ja immer massiv geprahlt werden...

Danke übrigens @carpi für die freundliche und treffende Verteidigung der Sad Lovers and Giants!
Beppo
09.07.2017 - 08:06 Uhr
Ob die Compilation einen Mehrwert hat, kann nur der jeweilige Hörer selbst entscheiden.

Nein, das soll eben der Plattenrezensent in seiner Rezension ausdrücken, ob die Compilation für Interessierte Hörer lohnenswert ist. Ist in diesem Fall nicht geschehen, stattdessen nur flaches Neon-Gelaber a la "Hach, wir romantischen Mixtape-Kids". Nahezu unlesbar. Und es wurden eben nur die (natürlich wunderbaren) Songs bewertet und nicht der (relativ überflüssige) Sampler als Ganzes.

Beim Titel und der dazugehörigen Beschreibung kann ich mich auch nur am Kopf kratzen, was für ein wirres Zeug. Post Punk, New Wave, Britpop, ok, es scheint also um alternative britische Musik zu gehen. Warum geht deren Frühphase 30 Jahre lang? Warum ist 1980-2010 die Hochphase der Indie-Disco (ein insgesamt eher ungelenker Begriff, auch z.B. House-Discos können indie sein statt Massenbeaschallung). Was passierte denn mit der Indie-Disco vor 7 Jahren? Ist sie seitdem ausgestorben?

MM13

Postings: 2056

Registriert seit 13.06.2013

09.07.2017 - 09:56 Uhr
das die frühphase nicht 30 jahre geht,sondern sich auf den ganzen sampler bezieht,sollte eigentlich klar sein.
im übrigen entstand der sampler aus einer reuhe von (indie)partyveranstaltungen,king kong kicks genannt,eventuell hätte der sampler den gleichen namem bekommen sollen,dann wäre der künstlich aufgeblähte hass hier vielleicht nicht so gross.
Backe
09.07.2017 - 10:08 Uhr
Hass? Spinnst du vielleicht ein bisschen?

MM13

Postings: 2056

Registriert seit 13.06.2013

09.07.2017 - 10:13 Uhr
dann halt ablehnung,
seh gerade autotomate siehts ähnlich!
Fnü
09.07.2017 - 11:58 Uhr
Eine Compilation? Also schön und gut aber das ist doch das, was man heute unter Playlist versteht, richtig? Kann man sowas ohne reichlich neues Material eigentlich noch verkaufen?

Autotomate

Postings: 3623

Registriert seit 25.10.2014

09.07.2017 - 11:59 Uhr
Moment... Dass mir dem Titel sehe ich ähnlich, aber gerade deswegen halte ich die Kritik für vollkommen gerechtfertigt. Wer seinem Sampler absichtlich einen solch verworren großspurigen Namen gibt, wird sich kaum wundern, wenn mehr erwartet wird als eine ganz nette Party-Compilation.

Autotomate

Postings: 3623

Registriert seit 25.10.2014

09.07.2017 - 12:00 Uhr
Ging @MM13

musie

Postings: 3152

Registriert seit 14.06.2013

09.07.2017 - 15:08 Uhr
Die Playlist einer Indie Disco auf schönem Vinyl. Was soll daran falsch sein?

carpi

Postings: 972

Registriert seit 26.06.2013

09.07.2017 - 20:48 Uhr
@autotomate Gern geschehen, ist ne Herzensangelegenheit. Warte leider immer noch auf einen Auftritt in der Nähe, Konzerte sind ja äußerst rar und dann zumeist in Spanien, Italien oder Griechenland und vor ein/zwei Jahren auch mal in Berlin.
Christian G.
10.07.2017 - 10:52 Uhr
Das hier ist eine seltsame Diskussion. Ich persönlich finde die Compilation sehr gelungen, geschmackssicher und liebevoll aufgemacht. Das Vinyl kommt in pink und mintgrün, das matte Cover ist mit partiellem Glanzlack ausgestattet und in der Limited Edition erhält man zusätzlich den Ian Curtis/Joy Division Film "Control", eine CD und einen schicken Baumwollbeutel.

Man kann doch nicht immer davon ausgehen das jeder so ein Nerd ist und bereits alle Songs auf Platte hat? Weitherhin zielt die Compilation evtl. auch auf jüngeres Publikum das vielleicht noch nicht alle Post-Punk und New Wave Bands dieser Welt kennt. Weiterhin kommt der Sampler begleitend zu der gleichnamigen Partyreihe, die genau diese Songs feiert. Grandioser Sampler. Danke an die Macher.

Alle die Zweifel haben können ja weiterhin Ihre Spotify Listen hören die ich wiederrum oftmals als überflüssig empfinde da sie meinen Geschmack immer nur sehr bedingt treffen.

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