Gas - Narkopop

User Beitrag

Björn

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29.04.2017 - 14:24 Uhr
@Greg Puciato (Fake): Die Frage ist ja erstmal, ob Musik immer einen Gegenwert haben muss. Aber ich weiß, was Du meinst. Ich höre Ambient einfach sehr gerne als Soundkulisse fürs Nachdenken. Der eine nutzt dafür Sigur Ros, der andere Ambient.
Greg Puciato (Fake)
29.04.2017 - 14:54 Uhr
Führt einen das Nachdenken (anders als das Tanzen oder das Mitsingen oder das aktive Begleiten) nicht ganz weit weg von der Musik?

Björn

Plattentests.de-Mitarbeiter

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29.04.2017 - 15:01 Uhr
Vielleicht ist "Nachdenken" auch der falsche Begriff dafür, ich würde es nur nicht "Kopfkino" nennen wollen. Aber es ist Musik, die mir eine innere Ruhe bringt, bei der ich mich selbst aufräumen und entspannen kann. Statt des "Films" tauchen eher einzelne Bilder, Stimmungen und Atmosphären auf. Das mag ich einfach sehr gerne.
Greg Puciato (Fake)
29.04.2017 - 15:30 Uhr
Ah ja. Kann ich mir für mich nicht vorstellen, klingt aber nachvollziehbar, danke.

Old Nobody

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29.04.2017 - 19:27 Uhr
Für mich eignet sich das sehr gut für lange Spaziergänge oder auch wenn ich nebenbei sowas wie FIFA zocke, was nur wenig Aufmerksamkeit beansprucht. Denn diese Musik erfordert sehr viel davon. Mir fällt es schwer mich dabei zu entspannen weil mich das zu sehr berührt oder beschäftigt und Stimmungen auslöst. Ich höre die Art Musik oft ziemlich bewusst.
Dieses Album jetzt ist mir z.B. zu düster um dazu entspannen zu können. Es löst bei mir etwas aus, ein Bauchgefühl, eine Stimmung.
Diese Art Atmosphäre, die ein Stück weit runterziehend auf mich wirkt, kenne ich in der Tat u.a. von den Swans. Aber auch aus meiner intensiven "New Age"- Phase Anfang der 90er. Da hat ein Steve Roach oder Solitaire ähnliche Gefühle ausgelöst. Mich erinnert das hier auch an die 70er Zeit von Klaus Schulze oder Tangerine Dream. Nicht unbedingt nur wegen der Musik, aber vielmehr wegen dieser Atmosphäre.

Tim Hecker wiederum berührt mich irgendwie anders. Der schafft mit seinen Loops eine andere Stimmung und löst bei mir auch eine andere Art von Gefühlen aus. Der ist auch melodischer. Das mag ich etwas mehr. Mit William Basinski hab ich es auch versucht. Aber der macht aus einem Loop ein ganzes Album.Das finde ich dann doch etwas öde.
Was ich mir ansonsten immer wieder gerne anhöre: Autechre-Amber oder Aphex Twin-I care because you do. Zeitlose Klassiker

Der Untergeher

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29.04.2017 - 22:52 Uhr
Das großartige von Ambient Musik ist doch die berühmte, von Eno umschriebene "Doppelfunktion":

"Ambient-Musik muss in vielen verschiedenen Abstufungen von Aufmerksamkeit hörbar sein, ohne ein bestimmtes Maß an Beachtung einzufordern. Man muss sie ignorieren können, zugleich muss sie trotzdem interessant bleiben."

Es gibt für mich wenig Musik, die in so hohem Maße Kontemplation ermöglicht, die emotionaler Natur ist. Normalerweise hat ein tiefes kontemplieren ein eher kalten, rationalen Charakter. Beim hören von "atmosphärischer" Musik - Ambient, Post Rock, etc. - tauche ich in tiefe, eigene Bilderwelten ab, verliere mich in den Zwischentönen meines Bewusstseins. Musik an, Augen zu und abtauchen. Narkopop löst das zwar bei mir nicht aus, aber das könnte die Hörerfahrung sein, die Björn probiert zu beschreiben.

Und andererseits höre sie gerne beim Frühstück, wenn ich spazieren gehe. Auch gerne beim Fliegen und Zugfahren.. Es ist eben im idealen Musik, die bewusst und unbewusst funktioniert.
Arbeiter
29.04.2017 - 23:05 Uhr
apropos Bilderwelten: Nicht umsonst hat Klaus Schulze 1975 sein viertes Album Picture Music genannt.

Leatherface

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29.04.2017 - 23:56 Uhr
Diese Diskussion hier erinnert mich an den alten Ambient-Witz aus MSTK3: "Hold down any key on the synthesizer. Now hold down another key. Now hold it down until you get a record deal from Windham Hill."

captain kidd

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30.04.2017 - 08:56 Uhr
Und genau so scheint mir dieses Album auch entstanden zu sein.
_
30.04.2017 - 12:33 Uhr
Zur allgemeinen Genrediskussion. Um aus der letzten Eno-Rezi zu zitieren:

Die Suche nach dem geringstmöglichen Sound ist noch lange nicht zu Ende.

Theoretisch könnte man wirklich einfach 40 Minuten lang eine einzelne Synthietaste fixieren, am besten noch mit einem absolut gleichbleibenden Sound und es dann als Ambient-Album verkaufen. Einzig logische Beschränkung dieses Genres kann tatsächlich nur sein, wie wenig dem Künstler selbst und seiner (vorhandenen?) Vision genug ist. Der Grad zwischen Faszination und Langeweile in diesem Genre ist ein ganz schmaler. Das Geile am Genrepionier Brian Eno war und ist halt teilweise, dass Arbeit ohne Ende drinsteckt, teilweise mit mehreren Gastmusikern, kreative Klangmanipulationen, nur um am Ende nahezu einen Hauch von Nichts zu haben. Aber der Mann kann halt bekanntlich auch Popmusik schreiben, wenn er denn grade will.

Die neue Gas habe ich noch nicht gehört, weil gerade nicht in der Stimmung dazu. Aber "Zauberberg" war halt nicht nur Nichts, sondern tatsächlich auch ein Zauberberg.
Gebe zu bedenken
30.04.2017 - 12:36 Uhr
Gute Künstler können mit einem einzigen Ton mehr ausdrücken und erreichen als handelsübliche Mucker mit ihrem gesamten Output.

Björn

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 13.06.2013

30.04.2017 - 12:37 Uhr
Theoretisch könnte man wirklich einfach 40 Minuten lang eine einzelne Synthietaste fixieren, am besten noch mit einem absolut gleichbleibenden Sound und es dann als Ambient-Album verkaufen.

Diese Diskussion hier erinnert mich an den alten Ambient-Witz aus MSTK3: "Hold down any key on the synthesizer. Now hold down another key. Now hold it down until you get a record deal from Windham Hill."

Mich erinnert es eher an die üblichen Diskussionen aus der Ecke: "Aber das kann ja gar nicht gut sein, schließlich spielen die nur zwei Akkorde auf ihren Gitarren."
@LukasDerUlkige
30.04.2017 - 13:19 Uhr
Besser kann man es nicht ausdrücken!

h1ghfiv3

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30.04.2017 - 13:25 Uhr
"Aber "Zauberberg" war halt nicht nur Nichts, sondern tatsächlich auch ein Zauberberg."

Kann ich so nur unterschreiben. Ein unfassbares, düsteres Album, was klanglich mit einer fixierten Synthietaste in etwa so viel zu tun hat ist wie "Bitches Brew".

Blablablubb

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30.04.2017 - 15:51 Uhr
Wird sich mir wohl nicht mehr erschließen, wie man das hier im Sinne von Musik genießen kann. Allerdings ist mir auch das ganze Genre "Ambient" ein absolutes Fragezeichen. Klingt für mich wie ne` Entspannungsmusik in düster. Werde aber noch mal mit Kopfhörern reinhören, weil es mich wirklich interessiert, worin der Reiz bestehen soll.
Es muss ja nicht immer Gas sein
30.04.2017 - 16:44 Uhr
Es gibt sicherlich leichtere Einsteige in das Ambient-Genre, die nicht ganz so minimalistisch sind und wo mehr passiert. Sowas wie "Selected Ambient Works Vol. 1" von Aphex Twin mal als Beispiel genannt, auch wenn da Vol. 2 wohl genialer, aber wiederum minimalistisch-extremer ist. Gibt bestimmt noch bessere Empfehlungen.
Alter Knacker
30.04.2017 - 16:51 Uhr
"Wird sich mir wohl nicht mehr erschließen, wie man das hier im Sinne von Musik genießen kann."

Das habe ich vor 10 Jahren auch gedacht.
Narkopop
30.04.2017 - 16:52 Uhr
*schnarch*

Blablablubb

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30.04.2017 - 18:47 Uhr
@Es muss ja nicht immer Gas sein:

Gleich mal reingehört und direkt für gut empfunden. :) Danke für den Tipp!

Blablablue
30.04.2017 - 18:48 Uhr
Für gut BEfunden.

Blablablubb

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30.04.2017 - 18:51 Uhr
Na gut. ;)

Randwer

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30.04.2017 - 20:37 Uhr
Eine gute Anlaufstelle auch für interessanten Ambient ist https://acloserlisten.com

captain kidd

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30.04.2017 - 22:26 Uhr
@ Björn

Klar, müßige Diskussion. Aber es gibt halt schon einen Unterschied zwischen einem Zwei-Akkord-Song mit Gesangsmelodie und Schlagwerk und einer gedrückten Keyboardtaste über 17 Minuten. Wer es mag, mag es. Ich höre da keine Kunst raus und finde so etwas schrecklicher und weniger kunstvoll als Helene Fischer.
@Blablablubb
30.04.2017 - 22:34 Uhr
Aber dann hör dir lieber Brian Eno, Tim Hecker oder Stars of The Lid an und nicht den Schmarn hier!

captain kidd

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30.04.2017 - 22:37 Uhr
Und weil es oben auch anklang: Meinetwegen ist alles Kunst, was sich selbst für Kunst. Das macht diese Sache an sich aber per se auch nicht besser.
29494
30.04.2017 - 23:02 Uhr
Ich höre da keine Kunst raus und finde so etwas schrecklicher und weniger kunstvoll als Helene Fischer.

Du feierst ja auch Tokio Hotel und anderes obskures Zeug.

captain kidd

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30.04.2017 - 23:11 Uhr
Ich mag einfach gute Musik.
Oh Captain, My Captain
30.04.2017 - 23:27 Uhr
Und der Captain entscheidet natürlich was gut ist. Und wenn er mit etwas nichts anfangen kann weil er nicht in der Lage ist den Stimmungen zu folgen oder Emotionen zu zu lassen ist das natürlich Schrott. Was ein Schwätzer.
Man könnte Kritik an etwas auch ohne Absolutheitsanspruch formulieren
@Oh Captain
30.04.2017 - 23:35 Uhr
...Ich höre...
...und finde...
...Ich mag...
...scheint mir...


Wo liest du denn da den Absolutheitsanspruch heraus? Oder jammerst du einfach nur mal wieder gewohnheitsmäßig, weil jemand eine andere Meinung hat?
somebody
30.04.2017 - 23:48 Uhr
Erst einmal sorry für den holprigen Einstieg - war halt das typisch gedankenlose Posting.

Meiner Meinung gibt es im Ambient viel Überbewertetes, was überraschend viel Aufmerksamkeit bekommt, was denke ich, meist recht unverdient ist, und irgendwie zähle ich die Gas auch dazu, das kann natürlich jeder anders sehen.

Hier daher ein paar Stücke, die ich persönlich für gelungen halte:

This Heat - Graphic/Varispeed
https://youtu.be/9mEVzJrC0po?t=482
Besteht wirklich nur aus ein paar Dauertönen

Robert Fripp - The Zero Of the Signified
https://www.youtube.com/watch?v=tDgklwMJ9yw
Ist eigentlich eine Art Disconummer. Aber der Kontrast zu dem langen Fade Out ab ca 7:00 ist großartig

Young Gods - September Song
https://www.youtube.com/watch?v=wD8XnS-qtJI
Ambient SONG. Best they ever made.

Heights Of Abraham - What's The Number
https://www.youtube.com/watch?v=ejLksdzFDRY

John Cage - 4'33
https://www.youtube.com/watch?v=Oh-o3udImy8
Sozusagen die Mutter aller Ambient Stücke...
somebody
30.04.2017 - 23:54 Uhr
@Björn:
Dein Rezensionsstil als solchen... muss nicht jeder mögen. Was stört Dich denn genau? Ich wüsste nämlich nicht einmal, was mein Stil überhaupt sein soll. Aber ist eben auch Geschmackssache. Ich mag ja auch nicht jeden Stil. Und für konstruktive Kritik bin ich tatsächlich immer sehr dankbar.

Nö, das ist schon okay. Wenn ich die wirklich mal durchlese, les ich den Namen/urheber meist nicht mit. Ich hätte da halt gern nicht nochmal Baumwitze gehabt, weil ich die in den vorherig gelesenen auch schon hatte, aber wie gesagt: Die Äußerung war mehr "momentary impulse" und nicht persönlich oder so..
@@Oh Captain
01.05.2017 - 00:09 Uhr
Oh bitte
Soll doch jeder hören was er mag.
Aber der Satz Ich mag einfach gute Musik zeugt ja wohl von maßloser Eingebildetheit. Außerdem sagt er nicht einfach nur, dass er etwas nicht mag. Nein, er spricht diesem Album hier ja sogar ab Kunst zu sein. Das geht ja nun wirklich zu weit.

Randwer

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Registriert seit 14.05.2014

01.05.2017 - 00:28 Uhr
Manchmal besteht die größte Kunst darin, etwas so aussehen oder klingen zu lassen, als sei es eben keine Kunst, sondern mühelos, natürlich, authentisch einfach manifestiert.
@@@Oh Captain
01.05.2017 - 00:30 Uhr
Ach Gottchen, Ironie ist nicht so deins, was?
@@@@Oh Captain
01.05.2017 - 01:21 Uhr
Halt einfach dein Maul, ok?! OK?!?!?!

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

01.05.2017 - 09:25 Uhr
Und mit 4'33 ist man dann bei Hurz gelandet. Die Idee ist ja noch ganz witzig, aber halt auch nur ganz kurz.


Gerade läuft hier übrigens die Waschmaschine. Ich glaube, ich nehm mal nen Ambient-Track auf. Dieses Schleifen und Brummen, diese Hi-Hat-Effekte durch die ans Bullauge schlagende Reißverschlüsse. Echt hypnotisch. Kann ich mich gerade voll drin versenken und nachdenken.

Und Kot essen natürlich.

captain kidd

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01.05.2017 - 09:32 Uhr
Dieses Starten und Stoppen der Waschtrommel lässt mich an das moderne Leben denken. An das ewige Starten und Stoppen der Emotionen, der Freuden - aber auch der Sorgen. Jetzt plätschert Wasser durch einen Schlauch. Der Kreislauf des Lebens. Geburt auf Geburt, das Ergießen in den Tod. Jetzt ein Drone. Ein mildes Dröhnen. Ich muss an Mutter denken. Der Track geht noch eine Stunde und 11 Minuten. Ich freu mich drauf...

captain kidd

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01.05.2017 - 09:42 Uhr
Jetzt klappert das Geschirr auf der Maschine, ein Glas fällt hinab und zerspringt in 1000 Teile. Wie so manche Träume. Träume ich im Moment vielleicht auch. Träumen wir vielleicht, wenn wir meinen wach zu sein und sind wir vielleicht nur in unseren Träumen wirklich wach? Jetzt fällt auch die Gabel runter. Metall auf Steingut. Die Bratkartoffelreste verteilen sich auf dem Boden. Und in Afrika verhungern Kinder. Der Teller wandert zur Kante. Doch er stoppt, zaudert, blickt ängstlich nach unten. Furcht vor dem sozialen Abstieg? Vor dem Zersplitttern des Ichs durch die moderne Maschinen-Welt.

captain kidd

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01.05.2017 - 09:53 Uhr
Schleudergang. Die ganze Maschine vibriert, wie bei einem Orgasmus. Können Maschinen Orgasmen haben? Sind wir Menschen vielleicht auch nur Maschinen? Gottes Maschinen des Zorns? Die Trommel schleppt sich über die letzten Umdrehungen. Dann ein Piepen. Aufwachen. Der Traum ist aus. Und ich ein besserer Mensch.

Björn

Plattentests.de-Mitarbeiter

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01.05.2017 - 10:56 Uhr
Klar, müßige Diskussion. Aber es gibt halt schon einen Unterschied zwischen einem Zwei-Akkord-Song mit Gesangsmelodie und Schlagwerk und einer gedrückten Keyboardtaste über 17 Minuten. Wer es mag, mag es. Ich höre da keine Kunst raus und finde so etwas schrecklicher und weniger kunstvoll als Helene Fischer.

Komm, für solche Argumentationen bist Du zu schlau. Das ist nicht nur eine gedrückte Taste eines Synthesizers, alleine in den ersten 30 Sekunden von "Narkopop" passiert deutlich mehr. Und natürlich besteht da ein Unterschied. Aber Du wirst von manchem Prog-Rock-Hörer eine ähnliche Verachtung für Punk finden, wie sie hier Ambient entgegenschlägt. Vom Klassik-Hörer und Bob-Dylan-Fan fange ich gar nicht erst an. Das führt aber zu nichts. Dir gibt die Musik von Gas nichts, mir gibt sie was. So ist das manchmal im Leben. Nur für mich das einfach kein Argument, dass sich da jemand nicht genug anstrengt. Das gibt Musik keine Wertigkeit. Ist Skrillex jetzt kunstvoller, weil er mutmaßlich mehr Knöpfe drückt als Wolfgang Voigt? Ist ein Coldplay-Stück besser als das Stück eines Bluessängers Anfang des 20. Jahrhunderts? Schließlich haben die sich ja für Wochen zum Schreiben der Lyrics eingesperrt, während der Bluessänger nur einen Abend und einen Whiskey dafür brauchte. Das sind einfach Vergleiche, die nichts über die Musik aussagen.

Abseits davon hätte ich gerne Deine Waschmaschine.

Der Untergeher

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Registriert seit 04.12.2015

01.05.2017 - 11:37 Uhr
Man, Käpt'n, das haben Matmos doch schon gemacht. Und das Resultat ist, ganz ohne Ironie, ziemlich stark. Die waren auch mit der Waschmaschine auf Tour. Du bist also zuspät. :(

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

01.05.2017 - 11:41 Uhr
Hehe. Und natürlich hast du recht. Habe aber auch nichts anderes gesagt. Kunst ist nicht objektivierbar.

captain kidd

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Registriert seit 13.06.2013

01.05.2017 - 11:42 Uhr
Besser zu spät, als zu früh.
J
01.05.2017 - 11:45 Uhr
Niemals eine 9/10. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle anderen Veröffentlichungen.
_
01.05.2017 - 12:08 Uhr
Kate Bush und Sonic Youth haben auch jeweils Alben mit dem Titel "Washing Machine". Gibt übrigens nichts, was es nicht gibt, in der Kunst. Es gibt auch Jandek! Kennt sicherlich der ein oder andere. Der spielt nicht nur einen, sondern mehrere Töne auf der Gitarre und singt auch dazu. Allerdings ist die Gitarre nicht gestimmt, die Töne sind in keinerlei zeitlichem oder nur einem fehlerhaft gespielten ganz geradlinigem Rhythmus und es scheint oft kein sinnvoller Zusammenhang zwischen ihnen zu bestehen. Mit seinem Gesang verhält es sich ähnlich, bei den Texten bin ich mir nicht ganz sicher. Nach 15 Minuten Jamsession von ihm kommt man auf einmal auf den Trichter, dass das noch nicht einmal eine Masche von ihm ist, sondern wirklich eher irgendeine Art von geistigem Handicap vorliegen muss und er gar nicht anders kann! Scheint eine Legende der Musikszene zu sein und gar Inspirationsquelle eben für Bands wie Sonic Youth.
+++Eilmeldung+++
01.05.2017 - 12:24 Uhr
Plattentests trifft Nerv der Zeit.
Plattentest entfacht leidenschaftliche Diskussionen bei seinen Forums-Nutzern. Familien, Freunde, Alkohol und lüsterne Lenden werden vernachlässigt. Stein des Anstoßes ist... -scheinschwangeren Häsinnen auf die Bäume- "Narkopop"; ein ambivalentes Ambient-Werk des Soundtüftlers GAS, gegenüber dem jede Traumschiff-Episode eine Behemoth an Komplexität darstellt. The next big thing seit den DADA-Göttern TRIO munkelt der Bio-Deutsche über die bewusstseinserweiternden Klanglandschaften, die sich vom gluten- und laktosefreien Einheitsbrei der teutonischen Radiolandschaft abheben.

Ist das Kunst oder kann das weg?,

fragt herzlich ihr Josef Wagner,
der jetzt trotzend seine arg verkratzte Synchronicity der Reggae-Rocker The Police in seine Marantz-Anlage wirft und dabei synchron mit seinen Birkenstock im Takt wippt und herzhaft einen fahren lässt.

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 5103

Registriert seit 26.02.2016

01.05.2017 - 13:00 Uhr
Ein ziemlich hanebüchener Vergleich wird nicht dadurch schlauer, dass man ihn auf vier Postings auswalzt.

Randwer

Postings: 1322

Registriert seit 14.05.2014

01.05.2017 - 14:44 Uhr
Wohlmöglich das einzig Gute an Bewertungen oder Ranglisten ist, dass sich rege Debatten daran zu entzünden vermögen.

Mr. Orange

User und News-Scout

Postings: 1552

Registriert seit 04.02.2015

02.05.2017 - 22:09 Uhr
Wohlmöglich das einzig Gute an Bewertungen oder Ranglisten ist, dass sich rege Debatten daran zu entzünden vermögen.

Da ist einiges Wahres dran.
jetzt sag doch mal einer
02.05.2017 - 22:13 Uhr
Also wie ist die Neue denn nu stimmungsmäßig im Vergleich zu den früheren Alben? Eher "Zauberberg" oder eher "Pop"?

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