Mount Eerie - A crow looked at me

User Beitrag

Leatherface

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24.03.2017 - 18:50 Uhr
Das diesjährige Carrie & Lowell. Wunderschön und niederschmetternd traurig.
Indie-Schmerzensmann
24.03.2017 - 19:30 Uhr
Meine Kategorisierungsvorschläge: PUA / Trauersang / Hipstercore
Peter Carsten
24.03.2017 - 20:47 Uhr
Steckt Benji, Emma und Carrie locker in die Tasche. In jedem Song entstehen Bilder, in jedem Song mindestens eine Zeile, die zu Tränen rührt. Und dazu noch dieser aufrichtige Vortrag. Phil schont sich nicht und lässt so große Kunst entstehen.

Herder

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25.03.2017 - 13:53 Uhr
Man hält es kaum aus, so viel ungefilterte, explizite Traurigkeit, verpackt in spärliche Arrangements und teils wunderschöne Melodien. An einigen Stellen blitzt aber auch Hoffnung durch oder die Erkenntnis, dass man irgendwie weitermachen muss und auch weitermachen kann.
Thematisch erinnert das natürlich an Sujan Stevens brillantes Album "Carrie and Lowell", musikalisch geht es aber eher noch in Richtung Palace/ früher Will Oldham.

Puh, ja: Album des Jahres, irgendwie.

captain kidd

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25.03.2017 - 15:27 Uhr
Wirklich äußerst emotional, aber musikalisch gibt mir das nicht viel. Mal weiterhören. Oder doch lieber Creeper?
@captain kidd
25.03.2017 - 16:02 Uhr
Ist eigentlich Jack Black dein Lieblingsschauspieler?

captain kidd

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25.03.2017 - 16:12 Uhr
Nein. Donald Trump.

fitzkrawallo

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25.03.2017 - 18:05 Uhr
Das diesjährige Carrie & Lowell.

Klar, der Anlass ähnelt sich und beides wird wohl irgendwie unter Singer/Songwriter/Folk einsortiert. In Ansatz ud Umsetzung liegen für mich aber Welten zwischen diesen Alben. Während Phil Elverum alles brutalstmöglich offenlegt und musikalisch (Instrumentierung, Melodie, Gesang) kaum Distanz zwischen sich, den Hörer und das Beschriebene lässt, war Sufjan Stevens' Album in meinen Ohren von einem Zuckerwattenebel umhüllt und vor allem der Gesang so schrecklich auf Zerbrechlichkeit und Emotonalität gehaucht, dass er künstlicher kaum sein könnte.
Achim1
25.03.2017 - 18:07 Uhr
Ähnlich wie captain. Textlich geht es einem nahe, musikalisch ist es Grundschule.

Herder

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25.03.2017 - 19:18 Uhr
Ich kann fitzkrawallos Kritik an "Carrie and Lowell" nicht nachvollziehen und finde es ohnehin müßig, immer das eine gegen das andere Album ausspielen zu wollen.
Ich finde beide Alben sehr gut und berührend und sehe musikalisch - wie gesagt - nicht übermäßig große Schnittmengen.

boneless

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25.03.2017 - 19:25 Uhr
Das diesjährige Carrie & Lowell.

Das wäre für mich eigentlich schon der Hauptgrund, gar kein Ohr zu riskieren. :D
Bin dementsprechend bei fitz, A Crow Looked At Me wird aber selbstredend angetestet.

fitzkrawallo

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25.03.2017 - 19:32 Uhr
War nicht als "Ausspielen" gedacht, sondern eine Reaktion darauf, dass die beiden Alben allerorts in einen Topf geworfen werden. Ich mochte "Carrie & Lowell" ursprünglich vor allem musikalisch nicht (aber nicht weil ich Sufjan Stevens von vorneherein abgeneigt wäre), nun kommt im Vergleich zu "A Crow Looked at Me" noch dazu, dass mir der zuckrige Umgang mit den traurigen, persönlichen Erlebnissen nicht zusagt. Dass das viele anders sehen, ist mir bewusst, und ich habe sicher nicht die Absicht, daran was zu ändern.

Herder

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25.03.2017 - 19:49 Uhr
Ist ja auch okay, fitzkrawallo.

Ich finde nur immer dieses "Hier, tolles Album! Viel besser als XY" ermüdend. Und damit meine ich jetzt nicht unbedingt Deinen Beitrag, Du hast das ja gut begründet (auch wenn ich das Urteil nicht teile, ich finde "Carrie and Lowell" keinesfalls zuckrig oder kitschig).

Aber eigentlich geht es hier ja auch einfach um Mount Eerie und der hat ein tolles Album gemacht.
mein Vorposter hat den Schuss nicht gehört
25.03.2017 - 19:57 Uhr
Das wird Phil Elverum freuen. Der Tod seiner Frau war offensichtlich sehr inspirierend.

fitzkrawallo

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25.03.2017 - 19:59 Uhr
Ich finde nur immer dieses "Hier, tolles Album! Viel besser als XY" ermüdend.

Keine Widerrede.

Aber eigentlich geht es hier ja auch einfach um Mount Eerie und der hat ein tolles Album gemacht.

Auch hier nicht.

whitenoise

Postings: 341

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26.03.2017 - 01:05 Uhr
Ich sehe auch gewisse Parallelen zu "Hospice" von den Antlers - also im Konzept und der chronologischen Erzählweise. Textlich ist mir "Carrie & Lowell" etwa wesentlich weniger nahegegangen, da erinnert mich "A Crow looked at me" wiederum mehr an einige Tracks auf "Benji".

Unter dem Strich finde ich "A Crow looked at me" sehr einzigartig, bedrückend, auf eine Art fast schon zu persönlich.

boneless

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26.03.2017 - 12:41 Uhr
Ich finde nur immer dieses "Hier, tolles Album! Viel besser als XY" ermüdend.

Das Problem ist doch, dass solche Diskussionen zwangsläufig aufkommen, wenn der Threaderöffner einem diesen Vergleich zwangsläufig aufs Auge drückt. Da liegt es doch schon auf der Hand, dass man sich dazu äußert...

Mister X

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27.03.2017 - 19:09 Uhr
9.0 bei Pitchi und nen Metascore von 96 !

fitzkrawallo

Postings: 942

Registriert seit 13.06.2013

28.03.2017 - 21:19 Uhr
...musikalisch ist es Grundschule.

Ziemlicher Dünnsinn. Das Album ist sehr reduziert, aber wenn man es sich wirklich anhört, ist doch deutlich, dass das nicht einfach so dahingeschmiert ist. Zum einen ist das Karge ein klares Stilmittel, zum anderen sind die Songs trotzdem mit kleinen, liebevollen Details versehen (sehr offensichtlich bei "Seaweeds", z.B.).

alterniemand

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01.04.2017 - 22:24 Uhr
Da im Jahrespoll- Thread schon ein paar Mal Mount Eerie genannt worden ist wurde ich neugierig.
So ein ultra-persönliches Album habe ich allenfalls höchst selten gehört. Das An- bzw eher zuhören fällt schwer. Noch schwerer fällt es sich dazu auch noch das Video von Ravens anzusehen. Ich versuch mich da dem Gefühl zu verweigern. In der richtigen Stimmung wird es aber richtig reinknallen, fürchte ich. Denn musikalisch ist das mM durchaus stimmig und sorgt für die passende Atmosphäre.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Musik bei der Verarbeitung helfen kann. Das hoffe ich für ihn. Diesen öffentlichen Weg zu wählen find ich aber auch mutig.



realDonaldTrump

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07.04.2017 - 11:50 Uhr
A guy with his guitar. His wife died. So sad.

Achim

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07.04.2017 - 23:14 Uhr
Inzwischen ist es mir einigermaßen ans Herz gewachsen. Kommt da noch eine Rezi? Erstaunlich, dass es bislang überhaupt keine zu einem Mount-Eerie-Album gibt.

A.
captain kidd (unangemeldet)
07.04.2017 - 23:30 Uhr
Nee Leude sorry das gibt mir nix, das brennt einfach nix weg. Ich schau mir jetzt wieder mal "School of Rock" mit dem genialen Jack Black an! DAS IST WAHRE KUNST!
ARMlN die Witzfigur
08.04.2017 - 06:20 Uhr
Da uns Phil Elverum nicht mit seinen Alben bemustert, können wir seine Werke leider nicht rezensieren.

Stephan

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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08.04.2017 - 11:51 Uhr
Wir rezensieren ja zu 99,9 Prozent nur Alben, die auch einen Vertrieb haben. Bei der Masse an Veröffentlichungen müssen wir ja mal eine Grenze ziehen.
Da hatten wir für dieses Album auch ein bißchen drauf spekuliert. Für Mount Eerie gab es kurz nach Digital/LP-Vö noch ein Vö-Datum. Und zwar den 15.04. - das ist allerdings ein Japan-Import.

Um es kurz zu machen: In dem Fall machen wir eine Ausnahme, Rezi folgt. Innerhalb der nächsten beiden Wochen.

Herder

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08.04.2017 - 12:07 Uhr
Ähem, Bandcamp ist ja wohl ein "Vertrieb". Und hier... dieses "Internet" kennt ihr ja vielleicht auch.
Sorry, aber ihr verschlaft hier so viel, wenn ihr euch weiterhin an irgendwelchen alten Formen der Musikdistribution festklammert, werdet ihr ganz schnell obsolet.

alterniemand

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09.04.2017 - 20:14 Uhr
http://pitchfork.com/features/profile/10034-death-is-real-mount-eeries-phil-elverum-copes-with-unspeakable-tragedy/

Muss ein wahnsinnig intensiver Besuch gewesen sein; dieser echt sehr starke Bericht macht jedenfalls den Eindruck
Man erfährt eigentlich viel zu viel von ihm und auch von ihr. Ich hoffe, dass er all das nicht mal bereut.

“My default mode right now is to throw open the doors and windows. I don’t know where to draw the line. Even just having you here, upstairs, showing you Geneviève’s journals: Is that over a line? But that’s how the songs are written, too: ‘Here’s everything. Look in here. Look at me. Death is real.’”
fakeplastic
10.04.2017 - 10:38 Uhr
Hospice > Carrie & Lowell > A Crow Looked At Me

Damit will ich letzterem nicht seine (durchaus vorhandene) Qualität absprechen, die anderen beiden sind aber mittlerweile in höhere Sphären vorgedrungen.

A Crow Looked At Me braucht viel Zeit und vor allem Aufmerksamkeit. Ohne das textliche Mitbewusstsein ist es lediglich "ganz nett". Das musikalisch Reduzierte ist dabei vermutlich nicht jedermanns Sache.

Armin

Plattentests.de-Chef

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19.04.2017 - 20:58 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

carpi

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22.12.2018 - 19:16 Uhr
Höre ich seit einem halben Jahr wieder, das ist nach wie vor eine Herausforderung und geht an die Schmerzgrenze, völlig desolat, dass beispielsweise nach dem Tod seiner Frau auch noch der "Counselor" stirbt wie in "Swim":
"Your transformed, dying face will recede with time
Is what our counselor said
Who we walked to every Monday holding hands
Slower every week with your breathing
Until we had to drive
But then only two months after you died
Our counselor died
All at once, her empty office with no light on, as if her work was done".
Dazwischen beeindruckende Zeilen wie "We are all always so close to not existing at all", die hängen bleiben, obwohl man das doch eigentlich weiß. Authentischer geht es nicht und musikalisch finde ich das vor allem auf "Ravens", "Emptiness pt. 2" und "Soria Moria" durchaus ansprechend.
Beeindruckend!

alterniemand

User und News-Scout

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24.12.2018 - 23:55 Uhr
Ja, auf der Suche nach was Echtem scheitert man so oft und wird dann aber von dieser Dichtheit an Authentizität gradezu erschlagen, wenn man das an sich heran lässt.

The MACHINA of God

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07.11.2019 - 15:56 Uhr
Komm in das Album schwer rein. "Clear moon" hatte irgendwie mehr Atmosphäre. Viele loben ja seine Melodien... ich hör da halt gar nciht soviele. Hmm.

Finde das hat halt oft was von Sun Kil Moon, wo ich auch oft recht wenig Melodien finden konnte.
Klingt halt oft einfach nach melodisch gesprochen als wirklich gesunden.

alterniemand

User und News-Scout

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07.11.2019 - 16:04 Uhr
Hier geht es halt mehr um Text und Bezug. Er nimmt hier Abschied von seiner Frau und macht das sehr persönlich. So persönlich, dass es weh tut. Musikalisch ist das natürlich extrem zurückgenommen. Da brauchst Du die gewisse Stimmung für. Kann ich mir auch nur selten geben aber dann zieht es total.

The MACHINA of God

User und Moderator

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07.11.2019 - 16:06 Uhr
Versteh ich schon... aber irgendwie erschwert mir das echt den Einstieg. Und andere machen auch solch schwere Themen mit Melodien. :)

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

07.11.2019 - 16:31 Uhr
Irgendwie find ich diese Art der Vocals auch irgendwie weder Fleisch noch Fisch. Entweder "richtige" Melodien oder gern auch einfahc die Texte sprechen. Aber hier wirkt es so, als wäre es eigenlich gesprochen und dann irgendwo im Satz noch ein Melodiesprung gemacht worden, damit es den Anschein einer Melodie hat. Komm ich irgendwie nicht mit klar.

maxlivno

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Registriert seit 25.05.2017

07.11.2019 - 17:01 Uhr
Ich kann die Kritik an dem Gesangsstil verstehen, teilen tu ich sie aber nicht :D Man muss dazu aber sagen, dass Phil nicht erst auf A Crow Looked At Me angefangen hat so zu singen. Auf “Dawn” singt er bei manchen Liedern auch so.

Den melodischen Phil kannst du vor allem auf “Lost Wisdom”, “Wind’s Poem” und den Microphones-Alben finden @Machina

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