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Film: Passengers

User Beitrag

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19142

Registriert seit 08.01.2012

27.01.2017 - 21:17 Uhr
Noch kein Thread? Dann muss ich wohl einen erstellen, nachdem ich den heute mit Verspätung gesehen habe. Übrigens nicht in 3D, aber mit Dolby Atmos.

Es gibt Gesprächsbedarf. Und in der Folge jede Menge Spoiler.



============== SPOILER ANFANG ==============

Die ersten zwei Drittel fand ich trotz zahlreicher Logiklöcher RICHTIG gut. Also bis zum Ableben des Captains. Überragend gefilmt, brüllend komisch, berührend. Bei jeder einzelnen Szene mit Arthur habe ich mich weggeschmissen.

Auch danach jagte ein Lacher den anderen, allerdings unfreiwillig. Bei diesem Festival der Klischees.
- Der Captain-Checker braucht ein oder zwei Tage, um festzustellen, dass da doch ziemlich was im Argen ist und das Diagnoseprogramm laufen zu lassen.
- Es gibt selbstredend für 5000 Passagiere nur eine dieser Medizin-Wundermaschinen. (Die andere ist wohl gerade an "Alien" ausgeliehen)
- Alles ist doppelt und dreifach gesichert, aber den Reaktorraum öffnen? Easy.
- Ach ja, dieses so fortgeschrittene Schiff wurde von einem Meteorit durchsiebt. Lässt sich aber natürlich mit einem Pflaster aus dem Reparaturkit wieder fixen.
- Dafür muss natürlich jemand nach draußen klettern und sein Leben riskieren. In diesen Filmen muss IMMER einer nach draußen kraxeln, taumelt dann durchs Weltall und wird entweder gerettet oder nicht.
- Alles läuft automatisch in dem Schiff. Aber wenn es kurz vor der Explosion steht, muss man halt einen Oldschool-Hebel betätigen, der dann alles wieder gut macht.
- Der Raumanzug übersteht ALLES. Aber das Seilchen (oder eher Bindfaden?) reißt, klar.
- Selbstredend verzeiht Jennifer Lawrence dem Typen dann doch irgendwann vorbehaltlos.
- Und das absolute Highlight: die hysterische Lawrence bei der Wiederbelebungszzene, der naheliegenderweise in dieser Saison der Code einfällt. Die das volle Programm laufen lässt. Und dann das macht, was man mit einem frisch geretteten Toten so machen sollte: Erst mal knutschen und knuddeln.

Das Ende lasse ich mit meiner romantischen Ader noch durchgehen. Auch wenn denen sicher besseres hätte einfallen können als ein halbes Jahrhundert lang auf Gemüsegärtner zu machen.

Vielleicht hätte sich einfach jeder der beiden für 44 Jahre in die Kammer legen sollen, während der andere mit Arthur einen heben geht. Und mit 74 machen sich beide dann ein schönes Leben mit dem anderen, nachdem sie 44 Jahre ihre Ruhe hatten.

============== SPOILER ENDE ==============


6,5/10 von mir unterm Strich.

Und damit ich nicht nur am Meckern bin, noch Empfehlungen anderer, mehr oder minder verwandter Sci-Fi-Filme (allerdings ohne Jennifer Lawrence):
Interstellar (klar)
Event Horizon
Pandorum
Sunshine
400 days



Till

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 103

Registriert seit 19.08.2016

27.01.2017 - 23:10 Uhr
Hatte nichts erwartet, war insgesamt auch sehr positiv überrascht (visuell durch und durch top) und stimme dir bei vielen Dingen des letzten Drittels zu. Potential für einen absoluten Kracher war da. So war es immerhin astreine Unterhaltung. War obendrein der erste Film, der mich so richtig in 3D überzeugt hat (rein vom Bild).

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19142

Registriert seit 08.01.2012

27.01.2017 - 23:29 Uhr
Ich schaue Filme lieber ohne 3D, macht mir keinen Spaß.

In den ersten zwei Dritteln war es halt ein "etwas anderer" Film, der dann schnell noch jedes Klischee doppelt und dreifach nachgeholt hat.

MopedTobias (Marvin)

Mitglied der Plattentests.de-Schlussredaktion

Postings: 16325

Registriert seit 10.09.2013

27.01.2017 - 23:39 Uhr
In welcher Lebenswelt ist Interstellar denn bitte eine "Empfehlung"? Furchtbarer Film.

Till

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 103

Registriert seit 19.08.2016

27.01.2017 - 23:59 Uhr
Ich hab 3D bisher auch immer verachtet, bin da aber reingestolpert und war, wie gesagt, das erste Mal davon beeindruckt. Gut, der Bildschirm war auch riesig.
zisch bumm krach
28.01.2017 - 10:57 Uhr
aber mit Dolby Atmos

eine audiophobe folter-erfindung der amerikaner.

Armin

Plattentests.de-Chef

Postings: 19142

Registriert seit 08.01.2012

28.01.2017 - 20:49 Uhr
Ja, es war laut. Teils aber auch beeindruckend. Ohne hätte ich jedenfalls nicht wirklich was vermisst.
Slingshot
09.04.2018 - 23:28 Uhr
Der Beittag enthält Spoiler!

Der Captain-Checker braucht ein oder zwei Tage, um festzustellen, dass da doch ziemlich was im Argen ist und das Diagnoseprogramm laufen zu lassen.

Der Captain war es zwar nicht, aber nach so einem Hyperschlaf ist man nicht sofort "fit".


Aber das Seilchen (oder eher Bindfaden?) reißt, klar.

Kinetische Energie. Jim hat bei Arthur sehr viel gefuselt und dank Aurora regelmässig "Goldfrühstück" bekommen. :-)


Erst mal knutschen und knuddeln.

Ist halt eine Frau.


Selbstredend verzeiht Jennifer Lawrence dem Typen dann doch irgendwann vorbehaltlos.

Der "Captain" hat ihr ja gut zugeredet, aber eine Alternative hatte sie ja nicht.


Sehr unterhaltsamer Film mit einer tollen Kulisse, beeindruckenden Bildern und lange Zeit viel Spannung. Die ganzen Klischees sind verkraftbar, weil ich nicht den Eindruck hatte, das der Film einen äusserst ernst-seriösen Anspruch vermitteln wollte. Ohne Frage wurde einen Riesenchance vertan ein echten Kracher zu landen, aber insgesamt schon eine gelungene, runde Sache.

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