Timber Timbre - Sincerely, Future Pollution

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Plattenbeau

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20.01.2017 - 10:04 Uhr
Das Album erscheint am 7. April 2017.

Erste Auskopplung "Sewer Blues" ist online.

Ich finde es wieder enorm stimmungsvoll, aber auf etwas andere Art als beim letzten Album. "Hot Dreams" erinnert an klassische Hollywood-Soundtracks, der neue Song spielt etwas mehr mit retro-futuristischen Elektro-Klängen.

Unangemeldeter

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20.01.2017 - 17:37 Uhr
Cool! Danke!
Wird wohl wieder nicht die von mir erhoffte Rückkehr zur Akustikgitarre, aber einige Songs waren ja auch auf den letzten beiden Alben großartig. Dieses Mal dürfte es aber gerne mal wieder ohne nervige skip-tracks gehen...

Armin

Plattentests.de-Chef

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15.02.2017 - 18:07 Uhr
TIMBER TIMBRE - SINCERELY, FUTURE POLLUTION

Video „Velvet Gloves & Spit"

Nach dem ersten Track „Sewer Blues“ schickt die Band heute ihre neue Single „Velvet Gloves & Spit“ hinterher, und die zeigt zum Ersten mal richtig wohin die Reise geht. So klang diese Band noch nie. „Velvet Gloves & Spit“ ist eine sinistre Ballade, die auf skelletierten Synthiakkorden basiert und auch ansonsten nur durch minimale Stilmittel akzentuiert wird. In der Hand von jedem anderen wäre dieses Stück in einer Bombast-Sauce erstickt worden, bei Timber Timbre geriert es sich zu einem verhuschten aber umso intensiveren Lullaby mit Garantie auf wirklich weirde Träume.

Apropos, hier gehts zum ebenfalls ungewöhlichen Video von Cristine Brache:


"I'd enjoyed the intimacy in the things that Cristine and [her partner] Brad Philips were making, together and respectively,” meint dazu Sänger und Mastermind Taylor Kirk „Working outside the parameters of more conventional music video makers, I think the result is something that feels very true and candid. They seemed to understand the essence of the music very well.Though euphemistic the discipline ritual in the video is softly charged and shows a kind of tenderness and romance to the fixations parallel in the song.“

Die Band Timber Timbre begleitet uns seit über einer Dekade und wurde über die Jahre zu so etwas wie einer Institution in der wie auch immer verorteten Indie-Rock und Folk Welt. Immer schön unterm Radar und immer schön eigensinning gelang es ihnen über die Jahre eine beeindruckende Fangemeinde um sich zu versammeln. Das ist nun eigentlich nichts ungewöhnliches, aber wenn dann Bands wie Timber Timbre nicht nur in ihrer eigenen Suppe schmoren sondern sich musikalisch weiterentwicklen und von Album zu Album besser werden, dann ist das wirklich faszinierend. Das neue Werk „Sincerely, Future Pollution“ ist ein Album, das eine Band nur alle zehn Jahre schreibt oder vielleicht auch nur einmal in der Karriere. Es klingt wie: Weltraum Noir. Tindersticks on Mars. Das Gegenteil von „La la Land“. Roy Orbison in der Regie von David Lynch. Der Tunnel Of Love von Bruce Springsteen aber ohne Ausgang. Reflektiert und doch poetisch - modern, aber vor allem zeitlos schön.

SINCERELY, FUTURE POLLUTION erscheint am 07.04.2017



SINCERELY, FUTURE POLLUTION TRACKLIST:
1. Velvet Gloves & Spit
2. Grifting
3. Skin Tone
4. Moment
5. Sewer Blues
6. Western Questions
7. Sincerely, Future Pollution
8. Bleu Nuit
9. Floating Cathedral
TIMBER TIMBRE TOURDATEN:
06.04. FR-Rennes, Mythos Festival
08.04. BE-Brussels, Botanique
09.04. NL-Amsterdam, Paradiso Noord
10.04. DE-Köln, Luxor
11.04. DE-Berlin, Huxley’s
13.04. SE-Malmö, Babel
14.04. DK-Copenhagen, Bremen Teater
15.04. DE-Hamburg, Uebel & Gefährlich
17.04. FR-Tourcoing, Le Grand Mix
18.04. UK- London, Islington Assembly Hall
19.04. FR-Paris, La Cigale
20.04. FR-Bourges, Le Printemps de Bourges
retro
15.02.2017 - 18:52 Uhr
ich find's furchtbar. die s/t von 2009 ist und bleibt der höhepunkt in der diskographie.

Plattenbeau

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17.02.2017 - 09:33 Uhr
Der neue Song ist nicht übel, etwas unscheinbar dennoch, erinnert mich mit seinem entspannten Rhythmus und Synth-Flächen ein wenig an Karat in den 80ern. Es fehlen die lynchesken Elemente, die den Songs der Band sonst eine etwas mystische Note verleihen.

Armin

Plattentests.de-Chef

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17.02.2017 - 20:47 Uhr - Newsbeitrag
Muss hier kurz posten und das als Newsbeitrag markieren, damit das in die neue Funktion übernommen wird. :-)

Armin

Plattentests.de-Chef

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12.04.2017 - 17:51 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?


Sohiel

Plattentests.de-Mitarbeiter

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12.04.2017 - 20:15 Uhr
Im Newsletter hat die Platte 7/10 bekommen, online 6/10. Was davon stimmt?

(Für mich eine 7/10 mit Luft nach oben, es braucht ein paar Durchläufe, wird dann dafür immer schöner. Und live machen die Songs auch Spaß.)

Bastian

Plattentests.de-Mitarbeiter

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13.04.2017 - 09:20 Uhr
Die 6/10 stimmt. Live kann ich die neuen Songs nicht beurteilen.. Aber für die Studioaufnahmen unterschreibe ich die Wertung so.

Plattenbeau

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Registriert seit 10.02.2014

13.04.2017 - 15:46 Uhr
Alles irgendwie ein bisschen ziellos, wenig stimmungsvoll und letztlich langweilig. Es gibt noch ein paar schöne Momente, zu wenige. Im Moment ist das für mich ihr schwächstes Album.

@Bastian

Das ach so "nervtötende Saxophon" war übrigens genau in einem Song (The Three Sisters) zu hören. Ich fand das eigentlich ziemlich geil, weil es dem Song eine herrlich abgründige, psychedelische Atmosphäre gibt. Diese Momente machten die Band für mich aus, bisher.

Bastian

Plattentests.de-Mitarbeiter

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14.04.2017 - 10:30 Uhr
Das freut mich, Plattenbeau. Ich hab mich damit auch etwas an die Rezension von Thomas angelehnt. Aber ehrlich: Ich fand "Hot dreams" ziemlich nervtötend. Hier kann man sich tatsächlich über mehrere Songs freuen. Aber an s/t und Creep on kommt es einfach nicht ran. Was ich sagen will: Ein bisschen Purismus würde Timber Timbre nicht schaden.
Jack Crabb
18.04.2017 - 19:40 Uhr
Irgendwie komme ich nicht von dem Gefühl los, dass der Text und die Bewertung nicht ganz zusammenpassen. Liest sich eher nach einem Verriss, aber die Note drückt das nicht unbedingt aus. Ebenso störe ich mich an dem zynischen Unterton. Dass das neue Album nur mittelmäßig bei euch abschneidet, macht mir zwar nichts aus, aber etwas mehr Objektivität in der Kritik und weniger kitschige Metaphern (die Disneyland- und ADHS-Vergleiche kommen einfach nur arrogant und einfallslos rüber )hätten den Text für mich nachvollziehbarer für gemacht. So ist es eine Kritik, die auf mich so wirkt,als sei sie nur zur reinen Selbstbelustigung geschrieben worden...

Unangemeldeter

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19.04.2017 - 15:57 Uhr
Ich mag das Album sehr gerne, ist für mich wohl sogar das beste seit der s/t.
Anders als der Rezensent finde ich es sehr homogen und die vielen verschiedenen Synthies super eingesetzt (der bollernde Bass bei sewer blues ist ein klares Jahreshighlight, der Moment, in dem das technikkritische western questions in stumpfsinnig frohes 80er-Jahre Geboller abdreht, auch).
Größter Pluspunkt für mich ist aber, dass für meine Ohren kein Totalausfall dabei ist (OK, bleu nuit war eher nur die ersten Male spannend), diese haben mir nämlich creep und hot dreams ziemlich kaputt gemacht. Ich hasse es, skippen zu müssen. Auf der future pollution sind denen aber doch wieder haufenweise tolle Melodien eingefallen - ich kann aber hier auch mit der schwülen Romantik gut leben, das konnte ich schon bei der hot dreams (wo für mich die Saxophon-Momente übrigens eher Highlights waren, wie schon auf der creep - black water!).
Und auch mal schön, dass nicht mehr jedes Lied nen 3/4-Takt bemüht, das war auf Dauer auch irgendwie anstrengend.

Plattenbeau

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19.04.2017 - 18:30 Uhr
Und was waren die "Totalausfälle" bei den Vorgängern?

Unangemeldeter

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20.04.2017 - 11:16 Uhr
Naja, für mich sämtliche Instrumentalstücke und Späße wie der Rivers of Babylon-Abklatsch Grand Canyon...
Ich höre von beiden Alben halt hauptsächlich noch einzelne Songs und lege quasi nie die CD ein, die s/t und die neue höre ich dagegen gerne am Stück.
fakeboyE
08.05.2017 - 21:48 Uhr
Absolut einverstanden mit Unangemeldeter. Sewer Blues und Western Questions sind absolute Highlights. Griftung und Moment ebenfalls. Starke Weiterentwicklung des eigenwilligen TT-Sounds. Ich mag den Erstling, ich mochte Hot Dreams, ich mag Sincerely... 8/10

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

14.09.2017 - 20:17 Uhr - Newsbeitrag


NEUER TIMBER TIMBRE SONG "LES EGOUTS"
TOURAUFTAKT AM 22.09. BEIM REEPERBAHN FESTIVAL
Liebe Freunde von City Slang,

im April erschien mit "Sincerely, Future Pollution" das gefeierte Album der kanadischen Band TIMBER TIMBRE. Die Tour im Anschluss war aber viel zu schnell vorbei, deswegen geht es jetzt in die zweite Runde: Tourauftakt ist nächste Woche am 22.09. beim Hamburger Reeperbahn Festival, danach geht es weiter nach Berlin, Dresden, Wien und Zürich. Zur Feier des Tages schenken uns Timber Timbre heute einen Fast-Chanson: "LES EGOUTS" klingt erstmal ganz anders als das Album aus dem Frühjahr, doch da kommt er wieder um die Ecke, dieser typische Timber Timbre Sound, dafür lieben wir diese Band und Taylor Kirk, ein Mann, der immer für Überraschungen gut ist:



Timber Timbre entwarfen auf "Sincerely, Future Pollution" über die Strecke von neun Songs ein Klangspektrum, das sich jeglicher popgeschichtlichen Einordnung sperrt. Es klingt wie: Weltraum Noir. Tindersticks on Mars. Das Gegenteil von „La la Land“. Roy Orbison in der Regie von David Lynch. Der Tunnel Of Love von Bruce Springsteen aber ohne Ausgang. Reflektiert und doch poetisch - modern, aber vor allem zeitlos schön.

"Von der Neoromantik zum Maschinensturm: ein großer Schritt für den Dark Pop der Band aus Montreal.“ (Musikexpress *****)

„80s-Artpop mit tiefen Seufzern.“ (...) „…als hätten Roxy Music, David Sylvian und die Tindersticks ein gemeinsames Album gemacht.“ (Rolling Stone)

„…der bewegende Soundtrack zu einer düsteren Zeit...“ (Visions)

TIMBER TIMBRE AUF TOUR
21.09. Berlin, DE Heimathafen
22.09. Hamburg, DE - Reeperbahnfestival
24.09. Dresden, DE – Beatpol
25.09. Warsaw, PL - Proxima
26.09. Prague, CZ – NoD
27.09. Wien, AT - Arena
28.09. Ljubljana, SL – CUK Kino Sisika
30.09. Rome, IT – Monk Club
01.10. Padova, IT – Circolo Mame
02.10. Zurich, CH – Plaza
03.10. Milan, IT – Salumeria della Musica
04.10. Istanbul, TK - Babylon Club
06.10. Le Havre, FR – Fort de Tourneville
07.10. Feyzin (Lyon), FR - L’Epicerie Moderne
09.10. Montpellier, FR – LE ROCKSTORE
10.10. Nantes, FR – Stereolux
11.10. Nancy, FR - L’Autre Canal
12.10. Amsterdam, NL - Melkweg (Old Hall)
13.10. Brugges, BE – Cactus Club
15.10. Brighton, UK – The Haunt
16.10. London, UK – Oslo
17.10. London, UK – Bush Hall

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