Gisbert zu Knyphausen - Das Licht dieser Welt

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Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

15.01.2017 - 15:43 Uhr

GISBERT ZU KNYPHAUSEN - DAS LICHT DIESER WELT
(7“Vinyl/digital) - VÖ: 13.01.2017

Erstmal reinhören:
https://kfrecords.bandcamp.com/album/das-licht-dieser-welt
Spotify: http://spoti.fi/2ijzZO8


Es ist schön zu sehen, dass es in diesen atemlosen und hastigen Tagen noch Musik gibt, die sich so tief in die Herzen und Leben ihrer Fans getextet und gesungen hat, dass deren Zuneigung auch nicht abreißt, wenn der Künstler einmal länger nichts oder nur sehr wenig von sich hören lässt. Gisbert zu Knyphausens letzte reguläre Studioveröffentlichung ist beinahe fünf Jahre her, und dennoch waren seine spontan angesetzten Solo-Konzerte 2016 in Berlin, Leipzig, Wiesbaden oder München oftmals innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Da ist es gleich noch viel schöner zu hören, dass für 2017 ein neues Gisbert-Album geplant ist. Die Doppel-Single „Das Licht dieser Welt“ ist früher Vorbote und gleichzeitig der Titelsong des Filmes „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von Andreas Dresen, der am 2. Februar in die Kinos kommt.

Veröffentlicht wird sie als limitierte Vinyl-Single und Download/Stream über das kleine Dresdner Songwriter-Label K&F Records, ganz klassisch als Solo- (Seite A) sowie als Vollband-Variante (Seite B), die zusammen mit Jean-Michel Tourette von Wir sind Helden in dessen Hannoveraner Studio aufgenommen und arrangiert wurden. Zu Gast an den Instrumenten: Christoph van Hal (Trompete), Florian Eilers (Bass) und Max Schröder (Schlagzeug).

Über den Film „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“:
Das Buch ist ein Bestseller, die gleichnamige Fernsehserie war ein Straßenfeger: Regisseur Andreas Dresen hat James Krüss’ Jugendroman TIMM THALER ODER DAS VERKAUFTE LACHEN als modernen, fantasievollen Märchenfilm neu interpretiert. Die Hauptrolle spielt Arved Friese („Der Nanny“), seinen Gegenspieler verkörpert Justus von Dohnányi mit teuflischer Spielfreude. Axel Prahl, Andreas Schmidt, Jule Hermann, Charly Hübner, Nadja Uhl, Steffi Kühnert, Bjarne Mädel, Fritzi Haberlandt, Harald Schmidt und Thomas Ohrner runden die prominente Besetzung ab.

Vinyl-7“ kaufen:
K&F Records: http://bit.ly/1DtYKXh
Glitterhouse: http://bit.ly/2jtwcOC

Gisbert zu Knyphausen (solo) live:
08.04. Rostock - Helgas Stadtpalast
09.04. Husum - Husum Harbour
22.04. Stade - Hanse Song Festival

derdiedas

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15.01.2017 - 20:32 Uhr
Cool, das Solokonzert in Berlin war super, die neuen Songs klangen vielversprechend. Bin gespannt ob auch welche von den englischen auf der Platte landen, wäre mal was Neues
Isidoro
15.01.2017 - 20:42 Uhr
Der Tim Bendzko für Reiche.

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

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16.01.2017 - 10:49 Uhr
Gute Nachrichten. Und natürlich ein guter Song.

BVBe

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16.01.2017 - 16:25 Uhr
Freut mich, mal wieder was Neues von Gisbert zu hören.

Cosmig Egg

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21.07.2017 - 13:17 Uhr
Neuer fantastischer song:

https://youtu.be/NVn0B8pQers

Albumveröffentlichung soeben für den 27.10 angekündigt

Juchu

eric

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21.07.2017 - 13:26 Uhr
Jawohl! Album kommt am 27.10. Super Nachricht! Hier nochmal zum Anklicken.
Desinformer
21.07.2017 - 14:44 Uhr
Wenn ich das höre, habe ich das Gefühl, als würde mir im Freibad ein Fremder Fotos von seiner Phimoseoperation zeigen.

Gomes21

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21.07.2017 - 14:52 Uhr
Schön, den hab ich ja schon fast vergessen! Einer der extrem wenigen deutschsprachigen singer songwriter die ich sehr gerne höre

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

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21.07.2017 - 15:37 Uhr - Newsbeitrag
Krass auch, dass "Hurra, hurra. So nicht." schon vor 7 Jahren erschienen ist.

Gomes21

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21.07.2017 - 15:38 Uhr
Irre

Gomes21

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21.07.2017 - 15:38 Uhr
Den Titel finde ich immer noch großartig

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

21.07.2017 - 18:54 Uhr
Gisbert zu Knyphausen veröffentlicht "Das Licht dieser Welt"!


Anfang des Jahres veröffentlichte Gisbert zu Knyphausen "Das Licht dieser Welt", einen Song, den er für den Kinofilm "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" von Andreas Dresen geschrieben hat.
Am 27.10. wird das gleichnamige Album auf [PIAS] Germany erscheinen.


Sieben Jahre mussten wir warten.
Nach dem Debütalbum "Gisbert zu Knyphausen" (VÖ 2008) und "Hurra! Hurra! So Nicht." (VÖ 2010) nahm Gisbert zusammen mit dem Hamburger Liedermacher Nils Koppruch neue Songs auf. Die beiden gründeten die Band "Kid Kopphausen" und veröffentlichten 2012 das Album "I". Nach Nils' plötzlichem Tod machte Gisbert zu Knyphausen eine Pause.
Danach begab er sich mit der Kid-Kopphausen Band auf eine ausgedehnte Tour, reiste viel, spielte Bass bei Olli Schulz und nahm mit dem Produzenten Moses Schneider und dem Musiker Der dünne Mann unter dem Namen "Husten" eine EP auf.
Und jetzt gibt es endlich neue Songs!

Musikalisch hat sich einiges geändert:
Die Musik ist offener geworden, vielseitiger. Gisbert zu Knyphausen hat neue Musiker um sich geschart und das Korsett des Liedermachers vollends gesprengt, es sind weniger Gitarren zu hören, dafür Vibraphone, Posaunen, Trompeten, Synthesizer und ein Klavier. Produziert hat das Album Jean-Michel Tourette, wobei Gisbert zu Knyphausen und Florian Eilers als Co-Produzenten tätig waren.

Textlich berührt er die Menschen, wie kein anderer. Er geht nie in die Breite, sondern immer in die Tiefe, mitten rein in das Wesen der Dinge. Er hat eine Sprache gefunden für das, was wir fühlen aber so schwer greifen können. Er schraubt einem das Herz auf und den Kopf, gibt keine Auswege oder billige Ratschläge, sondern etwas viel Wertvolleres: Erkennen und Erkenntnis.


“Das Licht dieser Welt” Tracklist:

1. Niemand
2. Sonnige Grüße aus Khao Lak, Thailand
3. Unter dem hellblauen Himmel
4. Dich zu lieben ist einfach
5. Stadt Land Flucht
6. Keine Zeit zu verlieren
7. Kommen und Gehen
8. Teheran Smiles
9. Das Licht dieser Welt
10. Cigarettes & Citylights
11. Etwas Besseres als den Tod finden wir überall
12. Carla Bruno

Zudem wird Gisbert zu Knyphausen mit seiner neuen Band - namentlich Florian Eilers (Bass, Gitarre), Jean-Michel Tourette (Gitarre, Piano, Keyboard), Tim Lorenz (Schlagzeug), Martin Wenk (Trompete), Michael Flury (Posaune) - Ende Oktober auf Tour gehen:

28.10. Berlin - Lido
29.10. Hamburg - Uebel & Gefährlich
30.10. Leipzig - Werk 2
01.11. Köln - Gloria
02.11. München - Technikum
03.11. Zürich (CH) - Bogen F
04.11. Schorndorf - Manufaktur
05.11. Hannover - Kulturzentrum Faust
Booking: Kumpels&Friends


Gomes21

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21.07.2017 - 19:00 Uhr
Ach man um November stehen schon so viele andere Konzert an
Yoga Alfred
22.07.2017 - 00:59 Uhr
Der Soundtrack für den Bionade-Biedermeier.
Buisiness Yogist (Promotext nach Standardformat)
22.07.2017 - 08:24 Uhr
Gisbert zu Knypausen ist der emotionalste, authentischste Künstler seiner Zeit.
Seine Musik ist zeitlos, melancholisch und doch mitreißend und voller Herz.

[Hier einen persönlichen Kommentar des Autors zum Künstler einfügen: großartiger Titel, Freude wieder was vom Künstler zu hören, Gute Nachrichten! usw. ]

Zum Abschluss noch etwas zur neuen Besetzung, blabla, Konzerttermine blabla. , Musikalisch hat sich einiges geändert blabla.

Banana Co.

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25.07.2017 - 00:15 Uhr
"Niemand" erinnert mich von der Grundstimmung stellenweise an Songs von "Digital Ash In A Digital Urn". Sicherlich total unbegründet. Wobei ich den Gedanken, dass Gisbert vielleicht ähnliche Wege wie C. Oberst 2004-05 einschlägt dann doch spannend finde. Und gar nicht so abwegig.

whitenoise

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Registriert seit 17.06.2013

25.07.2017 - 10:46 Uhr
Der Song ist gut, nur sein Gesang hat sich in eine Richtung entwickelt, die mir gar nicht so gut gefällt. Irgendwie unangenehm nah.
Digital Ash
25.07.2017 - 12:19 Uhr
Gar nicht so abwegig, indeed. Immerhin ist Gisbert großer, großer Verehrer des Herrn Oberst. Ich habe ihn selbst auf zwei Konzerten von Conor erspäht, bei einem wild umherhüpfend wie ein kleiner (angetrunkener) Junge ;-)

MM13

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Registriert seit 13.06.2013

27.07.2017 - 20:03 Uhr
song gefällt mir ganz gut,ticket ist bestellt,da freu ich mich jetzt schon drauf.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

22.09.2017 - 13:13 Uhr - Newsbeitrag
GISBERT ZU KNYPHAUSEN - UNTER DEM HELLBLAUEN HIMMEL (Musikvideo)


Das One Shot Video wurde im Volkspark Rehberge in Berlin gedreht. Regie führte der Film- und Fernsehregisseur Dietrich Brüggemann ("3 Zimmer/Küche/Bad", "Heil", "Tatort: Stau"), der zuvor unter anderem bereits die Musikvideos zu "Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf" von Thees Uhlmann und "Liebe Teil 2: Jetzt erst Recht" von Judith Holofernes in Szene setzte.

Das neue Album "Das Licht dieser Welt" von Gisbert zu Knyphausen erscheint am 27. Oktober 2017.
Gisbert zu Knyphausen geht auch auf Tour. Die Daten: http://gisbertzuknyphausen.de/konzerte
Rückenmarky
25.10.2017 - 21:56 Uhr
Gott, ist der Song oben schlecht.

Armin

Plattentests.de-Chef

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25.10.2017 - 22:13 Uhr - Newsbeitrag
Frisch rezensiert.

Meinungen?

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

26.10.2017 - 09:35 Uhr
Habe selten einen kontrovereseren Song gehört als "Das Licht dieser Welt". Das trifft allerdings auf vieler seiner Solosachen zu. Einerseits textlich durchaus großartige Textpassagen, die einen dann auch irgendwie unangenehm berühren aber dann auch wieder gepaart mit solchen unerträglichen Wörtern wie "lachen", "Herz" oder Phrasen wie "Wünsch dir alles glück dieser Welt" etc. etc. Da fehlt eigentlich nur noch "Himmel" oder "Menschen". Sowas finde ich ganz schrecklich in der deutschen Sprache und verzeihe ich höchstens noch so alten Liedermacherkorephäen wie Georg Kreisler oder André Heller, da die einfach sonst nichts mit der hiesigen Popmusik zu tun haben aber ansonsten ist mir das zu abgedroschen und ganz schön kitschig. Philip Poisel lässt grüßen. Da gefallen mir die Kid Kopphausen Sachen deutlich besser.
Kay
26.10.2017 - 09:35 Uhr
Selten einen so starken Bericht gelesen! Freue mich jetzt noch mehr auf das Album!
Dennisolllll
26.10.2017 - 10:15 Uhr
Kein Mensch weiß, wieso der so groß rauskam und Niels Koppruch allein oder mit Fink unterm Radar fuhr. Es ist eine Schande, aber da kann Herr zu Knyphausen ja nichts für.

derdiedas

Postings: 169

Registriert seit 07.01.2016

26.10.2017 - 12:55 Uhr
Naja, so sehr überrascht mich das nicht. Ich mag Gisberts Musik, aber mit seinen kitschig-schönen Texten für den ziellosen Dauermittzwanziger, in die sich irgendwie jeder reinfühlen kann, ist er schon deutlich massenkompatibler. Was Großtaten wie 'Kräne' oder 'Herzlichen Glückwunsch' keinen Abbruch tut.

Nils Koppruch sang zwar manchmal genauso in großen Worten von Leben und Liebe, aber er hatte dabei diese lakonische Schnoddrigkeit, die ihn mir sehr sympathisch macht, mit der aber viele wohl nichts anfangen können. Ein unglaubliches Sprachtalent, aber die Texte stellen sich im Vergleich zu Gisberts geradlinigen Erzählungen doch eher quer.

BibaButzemann

Postings: 65

Registriert seit 15.06.2013

26.10.2017 - 13:15 Uhr
Und wie wir alle wissen zählt bei Musik auch grundlegend nur der Text...

derdiedas

Postings: 169

Registriert seit 07.01.2016

26.10.2017 - 19:46 Uhr
Hab ich nie behauptet. Aber, ja beide sind eher textlastige Musiker.
Aber
27.10.2017 - 10:39 Uhr
Ist wirklich ein sehr schönes Album geworden. 8/10 passt. Schön, dass er wieder da ist.
baron von grünhausen
27.10.2017 - 15:52 Uhr
Diese kitschigen Wohlfühltexte kratzen aber scharf an Menschen-Leben-Tanzen-Welt-Lyrik. Igitt.
Rodenfeld
27.10.2017 - 18:23 Uhr
Knyphausen ist die notengewordene Melancholie der Cuck- & rosa Pudel Generation. Ironischerweise beschreibt der Rezensent diesen geistig-moralischen Habitus in seinem Fall sehr treffend.

MM13

Postings: 1315

Registriert seit 13.06.2013

27.10.2017 - 18:43 Uhr
sehr schön geworden,und keineswegs kitschig. 7,5/10
bin froh das ich meine karte fürs konzert schon im juli gekauft hab,seit wochen restlos ausverkauft.
Aber
27.10.2017 - 19:04 Uhr
Diese kitschigen Wohlfühltexte kratzen aber scharf an Menschen-Leben-Tanzen-Welt-Lyrik. Igitt.

Naja, das ist hier schon noch mal ein anderes Niveau. Großer Schwachsinn auch, diverse Wörter aus Songs verbannen zu wollen. So Recht Böhmermann an sich auch hat, so wenig Sinn hat es außerdem, die Kritik in diversen Liedern dieses Albums anzuwenden, in denen die Wörter gar nicht vorkommen (und erst recht nicht kombiniert).

MM13

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Registriert seit 13.06.2013

27.10.2017 - 19:13 Uhr
@slowmo
was ist daran so schlimm,es kommt immer in verbindung mit dem rest des textes an.
nebenbeigesagt heller und kreisler sind bzw. waren öschis,was meiner meinung nach wieder ein ganz anderes thema ist.

Obrac

Postings: 833

Registriert seit 13.06.2013

29.10.2017 - 12:15 Uhr
Der Titeltrack ist schon textlich sehr nah an der Kitschgrenze, da muss ich mich meinen Vorrednern anschließen.

Zu Koppruch wollte ich aber schon länger was schreiben. In der Rezi steht:

. Mit dem unmittelbar zuvor stattfindenden "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall" schafft zu Knyphausen sein songtechnisches Magnum Opus, wenngleich oder eben gerade weil der Song der Feder Koppruchs entstammt, der ihn jedoch unvollendet hinterließ. Schon der Rhythmus weckt dabei Erinnerungen an die Spielarten des ehemaligen Fink-Sängers [...]

Das soll Zu Knyphausens bester Song sein? Ich mochte Koppruch ja immer ganz gerne, auch Fink früher, aber songwritingtechnisch war das immer absoluter Standardbaukasten, immer die gleichen Harmonien, immer die gleiche Melodieführung, immer der gleiche Rhythmus. Bei "Etwas Besseres als ..." hört man nach einer halben Minute schon, dass Koppruch den Song geschrieben hat. Aber im Grunde hätte Gisbert den Song auch selbst schreiben können. Die Akkordfolgen muss man sich ja nur raussuchen, dazu irgendwie die Melodie ein bisschen varrieren und schon hat man einen neuen Koppruch-Song. Was würde es über Gisbert sagen, würde man das Lied zu seinem besten Song erklären? Nee, das hat er nicht verdient.

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

29.10.2017 - 17:53 Uhr
@MMM13 das ich da jetzt auf Heller und Kreisler komme ist eher zufällig gewählt, weil sie mir gerade so in den Sinn kamen und ist auch keineswegs als Vergleich gemeint. Was ich damit eigentlich meinte ist das, dass andere musikalische Genres sind in denen ich eine andere Schablone als Maßstab ansetzen würde. Allerdings finde ich, dass die deutsche Sprache an sich nicht besonders geeignet ist für Popmusik. Ganz, ganz schlimm wird es dann, wenn noch Soulgesang dazu kommt. Mal abgesehen davon sind viele Wörter und Phrasen da schon durch schlechtere Radiomusiker/Songwriter negativ besetzt und wirken daher sehr schwülstig, abgedroschen, kitschig. Um daher gute deutsche Popmusik zu schaffen, muss man eben daher auf irgendeineweise diese Schwülstigkeit umgehen.

Damals mit Nils Koppruch zusammen hat das zu Gisbert zu Knyphausen auch ganz gut hinbekommen. Das neue Album ist auch vom Songwriting her halt auch nicht wirklich schlecht aber im Kontext mit Popmusik finde ich das schon grenzwertig, weil man eben gleich an die üblichen Verdächtigen dauermelancholischen, aalglatten, pseudointellektuellen Echopreisträger aus dem Radio denkt.

MM13

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Registriert seit 13.06.2013

29.10.2017 - 18:36 Uhr
das mag schon sein,aber ich würde gisbert jetzt nicht zur deutschen popmusik zählen, und als singer/songwriter ist er schon ausergewöhnlich und hat mit den von dir genannten radio verdächtigen ja wohl gar nichts zutun.also ich hab kein problem damit auch mal himmel und liebe in einem song zu hören.
nochwas zu den österreichern, die haben ja auch oft eher kitschige texte,was aber durch ihren österreichischen schmäh wieder in eine andere richtung geht, der mir dann auch einfach gut gefällt.

BVBe

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Registriert seit 14.06.2013

01.11.2017 - 12:28 Uhr
@SLOWMO: Warum hältst du die deutsche Sprache für nicht geeignet in der Popmusik? Hältst du andere für geeigneter?

Mit den Phrasen hast du natürlich vollkommen Recht, ich finde jedoch, dass in Deutsch grundsätzlich sehr differenzierte Aussagen möglich sind. Gisbert zählt da für mich zu den Talentierten.

Ich schreibe selbst deutsche Texte und weiß um die Schwierigkeit, ein gewisses Maß an Niveau zu erreichen. Was reimt sich auf Herz? Oder welches Synonym verwendet man stattdessen, um dieselbe Aussage zu treffen ohne abgedroschene Phrasen? Diese Herausforderung macht schon Mühe, aber das macht auch den Reiz aus. Deutsch hat da schon viele Möglichkeiten, und wenn der Songwriter es auch noch schafft, sprachlich Ironie, Doppelbödigkeit und vor allem Authentizität in Text und Musik reinzupacken, spricht es mich sehr an.

Und da ist mir z. B. die Ironie eines Christian Steiffen näher als die Hamburger Schule.

slowmo

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Registriert seit 15.06.2013

03.11.2017 - 15:08 Uhr
@BVBe könnte jetzt gar nicht genau sagen, was der Grund dafür ist, dass vieles in der deutschsprachigen Popmusik einfach nicht so funktioniert. Denke es liegt vllt. auch daran, dass man eben sich nicht so kryptisch artikulieren kann. Im englischen kann ein Wort halt mehrere Bedeutungen haben und daher kann man dann einen Text auch unterschiedlich auslegen. Dazu klingt die deutsche Sprache auch immer etwas härter, kantiger und präziser, was für mich im Widerspruch zu weicheren Emotionen steht. Deshalb z.B. würde ich auch sagen, dass Soul einfach nicht funnktioniert auf deutsch. Allerdings finde ich jetzt auch nicht grundsätzlich das die deutsche Sprache schlecht ist. Es gibt da durchaus auch viele herrausragende Musiker aus dem Rock/Pop/HipHop Bereich, die ich sehr schätze.

MM13

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Registriert seit 13.06.2013

03.11.2017 - 18:46 Uhr
kacke,schorndorf fällt morgen wegen krankheit aus,jetzt muss ich bis februar warten.schade!

Cosmig Egg

Postings: 768

Registriert seit 13.06.2013

03.11.2017 - 20:18 Uhr
soviel ich weiß, fällt die gesamte Tour aus :(

Pascal

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 327

Registriert seit 13.02.2013

05.11.2017 - 22:01 Uhr
Nachholtermine für Februar stehen online.

BibaButzemann

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Registriert seit 15.06.2013

08.11.2017 - 11:58 Uhr
Top Ding. Konnte das Konzert wenigstens aus dem ausverkauftem Technikum in die Muffathalle verlegt werden!

BibaButzemann

Postings: 65

Registriert seit 15.06.2013

07.12.2017 - 09:25 Uhr
Ist schon ein sehr starkes Album. Viele kleine Details. Kann noch keine wirklichen Highlights rauspicken, ist durchweg auf hohem Niveau.

Album des Jahres? Bei dem schwachen Jahr für mich schon.

Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

10.01.2018 - 19:08 Uhr - Newsbeitrag
Gisbert zu Knyphausen - Keine Zeit zu verlieren

Ein Tag aus der Sicht einer menschlichen Eintagsfliege: sie hat keine Zeit zu verlieren. Doch leider ist sie für alles viel zu langsam und ehe man sich’s versieht, geht ihre Wunderwelt auch schon wieder verloren.



Ein Szenario, welches Gisbert zu Knyphausen in seiner aktuellen Single “Keine Zeit zu verlieren”, gemeinsam mit dem passenden Video (Regie: Stephanie von Beavais) auf eine bewegende Weise beschreibt. Der Song ist eine weitere Auskopplung aus seinem neuen Album “Das Licht dieser Welt”, welches letztes Jahr im Oktober erschienen ist.

BibaButzemann

Postings: 65

Registriert seit 15.06.2013

12.01.2018 - 10:06 Uhr
War ein sehr schönes Konzert gestern in München.
Das Bühnenbild war sehr hübsch, die Musiker in Spiellaune und die Songauswahl war auch exzellent.
Dazu 2 Zugaben und ne Stunde 50 Minuten gespielt, was will man mehr?
Kupierter Pudel
12.01.2018 - 18:35 Uhr
Sein Erstlingswerk war ja wirklich annehmbar. Die aktuellen gendermainstreamigen Poesieergüsse in diesem Machwerk sind mit dem Abfall der sonstigen deutschen Textschreiber vergleichbar.
"Stolz des Urknalls", wahrhaft tiefgründig.
Listen and repeat:
15.01.2018 - 14:42 Uhr
Nach schier endlosen Jahren nach der letzten GzK-Veröffentlichung erblickt DAS LICHT DIESER WELT
das Licht dieser Welt,
dieser Welt,
dieser Welt,
dieser Welt,
Welt,
Welt!
Und ich sag ja,
ich sag ja,
ich sag ja,
ja
ja
ja!
Ha ha ha!
Ah! Ah! Ah!
Und dann red ich
und red ich
und red ich ...

Gisbert, der hatte mal was ... Texte, die berührten und nicht nervten, die nicht so ein prätentiöses Genuschel boten und so eine gekünstelte Lässigkeit. Puh, ein echt enttäuschendes Album.
Hmm
15.01.2018 - 16:10 Uhr
So ist das, wenn jemand über Glück schreibt. Schon finden es alle kacke.

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