K.I.Z. - Hurra die Welt geht unter – K.I.Z live aus der Wuhlheide Berlin

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Armin

Plattentests.de-Chef

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25.11.2016 - 20:23 Uhr
Im August 2016 spielten K.I.Z ein triumphales Konzert in der restlos ausverkauften Berliner Wuhlheide. Das Heimspiel und bis dahin größte Einzelkonzert von K.I.Z markierte den vorläufigen Höhepunkt einer einzigartigen Karriere. Die nun erscheinende DVD zum Abend ist jedoch viel mehr als ein Konzertfilm. Mit einem irren Mix aus Reportage, Dokumentation und Biografie liefert »Hurra die Welt geht unter – K.I.Z live aus der Wuhlheide Berlin« vielmehr den Schlüssel zum Verständnis des K.I.Z-Universums.

Berlin, 25.11.2016
Und so ergab es sich also, dass die Menschen von Berlin in den Genuss eines Parteitags von besonderer Pracht und Herrlichkeit kamen. Selbst jene Veteranen, welche noch den VIII Parteitag der SED besucht und dem Máximo Líder am Brandenburger Tor zugejubelt hatten, vermochten sich an keinen Staatsakt von vergleichbarer Strahlkraft zu erinnern. Es war beispiellos, es war ein Triumpf, der Parteitag der Taka-Tuka-Ultras stellte alles zuvor Dagewesene mit spielerischer Leichtigkeit in den Schatten. Ohne jede Frage waren die Geschehnisse vom 20. August 2016 in der Berliner Wuhlheide zu gleichen Teilen eine Botschaft aus längst vergangenen Tagen wie ein Fingerzeig in eine glorreiche Zukunft. Und am Ende dieses glanzvollen Tages weinte selbst der Himmel. Vor Glück – und weil er sich nicht anders zu helfen wusste.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, genau so war das an diesem sagenhaften 20. August. Und gleichzeitig nicht – oder doch oder nicht oder ganz anders? Wer kann das schon sagen! Eins steht immerhin fest: Wer bei den einleitenden Worten zu diesem Text gleich ein paar Bilder im Kopf hat, der oder die ist hier vollkommen richtig. Willkommen im K.I.Z-Universum, ist doch ganz nett hier, oder? Nun bitte einfach noch ein triumphales Rap-Konzert dazu vorstellen, und man bekommt eine ungefähre Ahnung davon, was da wirklich los war an jenem magischen Abend, vom dem wir berichten wollen.




Denn magisch war er, das stand bereits im Vorfeld fest. Die Dramaturgie war perfekt, weil sie in dieser Weise nicht planbar war: Am 15. Juli 2015 war das fünfte, bislang ambitionierteste K.I.Z-Album »Hurra die Welt geht unter« erschienen, mit dem sämtliche Erwartungen übertroffen wurden. Auf Anhieb erreichten K.I.Z Platz eins der deutschen Charts, wo das Album 20 sagenhafte Wochen verblieb. Auch in der Schweiz und Österreich wurden Spitzenpositionen erzielt. Doch das war nur der Auftakt zu einem Jahr, wie es auch für K.I.Z bislang einmalig war. In den auf die Album-VÖ folgenden 13 Monaten wurden aberwitzige Rekorde und Anekdoten für die Ewigkeit aneinandergereiht. Gregor Gysi analysierte K.I.Z-Texte, die Hallen wurden von Konzert zu Konzert größer, ausverkaufte Tourneen folgten auf gigantische Festival-Auftritte, quasi nebenbei fanden Nico und Maxim noch die Zeit, als Berliner Bürgermeisterkandidaten für die Partei die Partei anzutreten.

Alles also wie immer – und gleichzeitig doch ganz anders. Denn in einer Zeit, in der beinahe im Wochentakt neue Rap-Crews auftauchen und oft genauso schnell wieder verschwinden, ist die Geschichte dieser Band absolut erstaunlich. Wichtigste Eckpfeiler: Kontinuität, Beharrlichkeit, Freundschaft. Maxim, Nico, Tarek und DJ Craft wussten von Anfang an genau, was sie tun – und wie sie es erzählen wollen. Kompromisse waren in dieser Karriere niemals vorgesehen. Gemeinsam mit ihren Fans und einem überwiegend konstanten Unterstützerumfeld sind K.I.Z Stück für Stück immer weitergewachsen ohne je nach rechts oder links zu gucken. Wohlbemerkt in einem Genre, wo der Blick auf den Konkurrenten und der Spott für dessen Tun zum Grundinventar gehört. Und dieses Konzert in der Berliner Wuhlheide, das Heimspiel, war nun eben der vorläufige Höhepunkt dieser ganz und gar einzigartigen Entwicklung.

»Hurra die Welt geht unter – live aus der Wuhlheide Berlin« von K.I.Z erscheint am 16.12.2016 als Doppel-DVD & Live-Album; BluRay & Live-Album und Live-CD.
turn
25.11.2016 - 20:42 Uhr
boah, diese uniformen der herren sind so billig von public enemy aus den 80ern abgekupfert...:D

Armin

Plattentests.de-Chef

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11.12.2016 - 22:27 Uhr
Frisch rezensiert.

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