Oathbreaker - Rheia

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Armin

Plattentests.de-Chef

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09.11.2016 - 22:03 Uhr
Der hiesige Fanclub hat ja auch lang genug gequengelt. ;-)

Das Album ist dann tatsächlich noch gegrowt auch.

dreamweb

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09.11.2016 - 22:03 Uhr
Jep, dem kann ich mich voll anschliessen, Untergeher.
5
10.11.2016 - 16:42 Uhr
Fazit nach mind. 30 Durchläufen, absolutes meisterwerk das immer besser wird und sogar das Vorgängeralbum in die Tasche steckt, das auch schon ein Meisterwerk war. 10/10

Autotomate

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11.11.2016 - 13:05 Uhr
Kann mir jemand sagen, ob im Booklet der CD die Texte abgedruckt sind?
Besser spät als nie
11.11.2016 - 14:31 Uhr
Gute Rezi. Für mich mittlerweile eine 8/10.
Donti
11.11.2016 - 14:40 Uhr
Ja, Texte sind dabei

Autotomate

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11.11.2016 - 17:08 Uhr
Danke, Donti!

boneless

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15.11.2016 - 22:40 Uhr
Nach zwei Durchgängen muss ich zunächst feststellen, dass ich die Begeisterung hier zwar nachvollziehen, aber nicht ganz teilen kann. Rheia ist stark und ohne Frage eine sehr eigenwillige Platte, kommt für mich aber nicht an die Größe des Vorgängers ran. Das liegt zum einen daran, dass mir Caros Stimme einen Zacken zu häufig im cleanen Bereich unterwegs ist und dabei (überdeutlich in Being Able to Feel Nothing) sehr stark an Julie Christmas erinnert. Das war auf Eros|Anteros noch anders, da war das Zusammenspiel zwischen rasender Wut und melancholischer Ohnmacht noch in einem anderen Gleichgewicht. Irgendwie. Und zum anderen kommt mir Rheia hier und da irgendwie leicht zäh vor. Manche Songs kreisen regelrecht im eigenen Saft, bis sie endlich mal zu Potte kommen (bestes Beispiel dafür ist das Trio I'm Sorry, This is, Where I Live, Where I Leave). Musikalisch ist das natürlich einwandfrei und mit dem tollen Abschluss Begeerte ziehen sie nochmal alle Atmosphärenregister. Trotzdem: so richtig vom Hocker hat mich nur Second Son of R. gehauen, der einfach alles richtig macht und gerade mit dem infernalischen Finale dem Hörer so richtig die Leviten liest. Anyway, meckern auf hohem Niveau. Live wird das im Dezember natürlich begutachtet, Oathbreaker haben ja schon vor 5 Jahren wie die Hölle gerockt. Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Schwarz
15.11.2016 - 22:45 Uhr
Das war auf Eros|Anteros noch anders, da war das Zusammenspiel zwischen rasender Wut und melancholischer Ohnmacht noch in einem anderen Gleichgewicht. Irgendwie. Und zum anderen kommt mir Rheia hier und da irgendwie leicht zäh vor. Manche Songs kreisen regelrecht im eigenen Saft, bis sie endlich mal zu Potte kommen

Word.

fitzkrawallo

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Registriert seit 13.06.2013

16.11.2016 - 12:11 Uhr
@boneless: Interessant, erhöht bei mir die Dringlichkeit, mich mal mit dem Vorgänger auseinander zu setzen. (Habe ich nämlich noch nicht. Mich hat immer der idiotische Bandname abgeschreckt, irgendwo muss man seine willkürlichen Grenzen setzen.) Nicht, dass wir bei Albenpräferenzen gegenüber Bands dieser Spielart nicht schon auseinander gelegen hätten...
"Rheia" wird sich jedenfalls recht weit oben in meiner Albenliste wieder finden. Und das obwohl 2016 in Sachen härtere Musik zum Ende nochmal ganz schön anzieht.

boneless

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16.11.2016 - 13:02 Uhr
In Sachen Bandnamen gab/gibt es wirklich Besseres, das ist wahr.
Der Unterschied zwischen Rheia und Eros liegt wohl vor allem darin, dass Eros rastloser ist und deutlich härter daherkommt als Rheia. Aber gerade deshalb sticht Tanghes spärlich eingestreuter Klargesang umso deutlicher heraus, während er auf der Neuen nach kurzer Zeit zur Selbstverständlichkeit wird. Eros ist dazu viel mehr im Hardcore verwurzelt (wie Schwarz schon bemerkte), hat dennoch ähnlich hypnotische Phasen zu bieten wie auch Rheia. Am Ende ist Rheia aber, wie schon gesagt, ebenfalls sehr stark und wird natürlich auch in meiner Bestenliste zu finden sein.

Affengitarre

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16.11.2016 - 16:19 Uhr
Den Vorgänger kann ich an dieser Stelle auch nur empfehlen. Ich stehe sehr auf diesen "Kurt Ballou"-Sound, und die Mischung aus kurzen, heftigen Hardcorestückchen und längeren, doomigeren Songs klappt super. Viel Energie, viel Wut, das macht schon Spaß.

Der Untergeher

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16.11.2016 - 16:35 Uhr
@boneless und fitz: Ich finde beide Platte sehr stark. Eros war, wie boneless perfekt auf den Punkt bringt, rastloser und in seiner sehr im Hardcore verwurzelten Essenz auch härter, irgendwie direkter und vielleicht auch dringlicher. Ich empfinde sie auch als deutlich roher, wogegen Rheia aber sehr viel ausgereifter daherkommt und alle bemühten Elemente der beiden Vorgängeralben in sich vereint und in Sachen Atmosphäre noch mal post-metaliger wird. Um mal ein mittelmäßigen Vergleich anzustellen: Ich finde Deafheavens Sunbather deutlich stärker als das Debüt - ist das gleiche Spiel, rohes Debüt, ausgereifterer Nachfolger.
Ich finde aber, dass der Klargesang keinesfalls zur Selbstverständlichkeit wird. Für mich ist die gesangliche Leistung einfach nuancierter, breiter aufgestellt - säuseln, krächzen, jammern, schreien - , bietet generell mehr Dynamik. Für mich ist die gesamte Platte daher dann doch dringlicher, berührender und einnehmender.

@Affengitarre: Stimmt der "Kurt Ballou"-Sound ist in der Tat ziemlich großartig. Ist aber auch einer meiner Lieblingsproduzenten im Genre. Man höre die neue Nails. Der Mann weiß einfach wie man den Sound perfekt aufs Songwriting abstimmt.

boneless

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16.11.2016 - 16:51 Uhr
Ich finde Deafheavens Sunbather deutlich stärker als das Debüt - ist das gleiche Spiel, rohes Debüt, ausgereifterer Nachfolger.

Haha, ist bei mir genau umgekehrt. Da schließt der Kreis also.

fitzkrawallo

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16.11.2016 - 17:11 Uhr
Ich finde Deafheavens Sunbather deutlich stärker als das Debüt - ist das gleiche Spiel, rohes Debüt, ausgereifterer Nachfolger.

Haha, ist bei mir genau umgekehrt. Da schließt der Kreis also.


Das ist auch genau was ich oben meinte mit "Nicht, dass wir bei Albenpräferenzen gegenüber Bands dieser Spielart nicht schon auseinander gelegen hätten..."

Autotomate

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16.12.2016 - 08:54 Uhr
...aufgrund ihres grausligen Namens keine rechte Chance geben...

...hat immer der idiotische Bandname abgeschreckt, ...


Was findest du an dem Bandnamen eigentlich so scheußlich, krawallo? Ich mein, okay, für den besten Bandnamen aller Zeiten würde ich ihn auch nicht nominieren, aber "grauselig" und "idiotisch"?
Pulpo
16.12.2016 - 11:15 Uhr
War bei mir genau andersrum. Fand den Namen stark (so rein klanglich in jedem Fall) und in Kombination mit dem eher ungewöhnlichen Cover von eros/anteros
hat das bei mir Neugier geweckt – wurde sehr belohnt.

fitzkrawallo

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16.12.2016 - 11:29 Uhr
Eid- (oder Schwur-)brecher hat für mich so was mittelalterlich martialisches und weckt gleichzeitig so gruselige Assoziationen zu Konzepten wie "Ehre". Komplett subjektiv natürlich. Mit Bandnamen hab ich's aber eh.
Kritzel Kraxel
16.12.2016 - 12:31 Uhr
Ich dachte damals beim Anblick des Covers und des Bandnamens dass es sich um eine der typischen Death/Blck Metal Kapellen mit den unlesbaren Band Logos bzw. Font handelt.
Zum Glück hab ich mich dadurch nciht abschrecken lassen.

Der Untergeher

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16.12.2016 - 15:52 Uhr
Ja, der Name ist etwas irreführend. Hatte damals auch BM Geboller der primitiven und okkulten Form erwartet.

Sehe sie heute Abend live. Hoffe, dass sie neben dem Rheia Material - auf das ich mich sehr freue - auch den ein oder anderen älteren Song spielen werden.

MartinS

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16.12.2016 - 16:37 Uhr
Also in München gab's neben den Rheia-Sachen genau den einen ("No rest for the weary") und den anderen ("Glimpse of the unseen") älteren Song ;)
Pulpo
17.12.2016 - 19:40 Uhr
Läuft jetzt seit 2 Tagen bei mir sehr oft, Hammerplatte. Ärgert mich doch ein wenig,die Tour verpaßt zu haben.
Ob sie so gut wie Eros/Anteros ist...wird sich zeigen bzw spar ich mir irgendwie. Ist halt eine Entwicklung und eine andere Platte.
Das album lullt einen irgendwie ziemlich ein – was an anderer Stelle evtl gemeint ist mit "die Platte kommt nicht so recht aus dem Quark". Mag den cleanen Gesang, va. das "shoegaze" (sic!) -mäßige daran, eher verhallt und nicht zu sehr nach vorne gemischt, gefällt gut.
Samurai Jack
18.12.2016 - 12:44 Uhr
Ich war und bin ein riesen Fan von Eros/ Anteros und war am Anfang auch etwas von dem vielen Cleangesang abgeschreckt. Doch es hat sich gelohnt, es ist ein Monolith von einem Album das jetzt schon zu meinen absoluten Lieblingsalben zählt und durch die Dynamik im Gesang mich emotional noch mehr abholt.

Album des Jahres

Maelstrom 8,5/10
Eros/ Anteros 10/10
Rheia 10/10

boneless

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18.12.2016 - 13:10 Uhr
Also in München gab's neben den Rheia-Sachen genau den einen ("No rest for the weary") und den anderen ("Glimpse of the unseen") älteren Song ;)

Schade wars. In Leipzig konnte man sicherlich nichts gegen die Band sagen, vor allem Caro hat auf der Bühne eine unglaubliche Aura. Leider war der Gesang etwas zu leise und die Setlist nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Ich hab nix gegen Rheia, aber die beiden alten Songs zum Schluss haben dem Rest doch deutlich gezeigt, wo der Hase läuft. Da hätte man schon den ein oder anderen Brecher von Eros einflechten können, denn zwischendrin war es mir schon etwas zu meditativ.

Der Untergeher

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18.12.2016 - 13:37 Uhr
Schade wars. In Leipzig konnte man sicherlich nichts gegen die Band sagen, vor allem Caro hat auf der Bühne eine unglaubliche Aura. Leider war der Gesang etwas zu leise und die Setlist nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Ich hab nix gegen Rheia, aber die beiden alten Songs zum Schluss haben dem Rest doch deutlich gezeigt, wo der Hase läuft. Da hätte man schon den ein oder anderen Brecher von Eros einflechten können, denn zwischendrin war es mir schon etwas zu meditativ.

Ähnliche Erfahrung in Hamburg. Der Sound vom Hafenklang war, wie immer, exzellent, aber auch hier war Caros Stimme in manchen Momenten etwas zu tief im Mix vergraben. Die Setlist war, nach meinem Geschmack, an sich gut konzipiert. Sie haben alle Stücke von Rheia gespielt, die ich mir erhofft hatte, und ich fand es auch richtig, die aufgebaute Atmosphäre nicht nicht durch Material der Vorgänger zu zerstören. Aber ich stimme zu, ich hätte im Anschluss neben Glimpse of the Unseen und No Reast For The Weary gerne noch ein paar weitere "Brecher" gehört. Man hätte ja neben der gespielten Setlist noch ein paar Zugaben spielen, bzw. ein paar ältere Songs anfügen können. So lang war die Setlist ja nicht. Naja, ich fand's trotzdem recht gelungen. Musikalisch haben sie schon gezeigt wo der Hammer hängt. Drumming war präzise und tight, Gitarren- und Bassarbeit mehr als solide und Caros Gesang umwerfend.

Affengitarre

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28.06.2020 - 22:59 Uhr
Was für ein Album. Ich mochte die Vorgänger auch schon, aber wirklich berühren tut mich die Band erst seit diesem Album hier. Vor allem "Second Son of R." ist so ein unglaublicher Wahnsinn, das Finale so niederschmetternd.

Rainer

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28.06.2020 - 23:05 Uhr
Ja, an dieses Niveau werden sie wohl schwer wieder rankommen.

doept

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28.06.2020 - 23:29 Uhr
Wäre ja schon froh wenn überhaupt mal noch was von Oathbreaker kommt, aber momentan sieht es eher nicht danach aus, auch wenn für dieses Jahr ein Konzert geplant war.

Zu Rheia:
Die ersten Lieder, vor allem Second Son of R, Stay Here, Needles in your skin und Immortals sind einfach großartig. Und auch nach mittlerweile 4 Jahren nicht im geringsten abgenutzt.
Nach Immortals wird es aber teilweise etwas zäh, und ich glaube auch das 58 Minuten Albumlänge für dies Art Musik etwas zu viel sind. Da wäre weniger mehr gewesen.

Insofern hat auf Albumlänge für mich Eros/Anteros die Nase etwas vorne, das sind einfach 32 sehr unterhaltsame Minuten ohne jede Länge.
Würde ich Rheia nur bis Immortals bewerten wäre es allerdings klar vorne.

boneless

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29.06.2020 - 18:38 Uhr
Empfinde ich ähnlich. Rheia ist eine sehr gute Platte, aber im direkten Vergleich sehe ich für mich Eros/Anteros deutlich vorn, weil eben viel dynamischer und deutlich kurzweiliger. Im Endeffekt hatte die auch schon das, was Rheia stattfindet, nur halt ausformulierter. Dabei ist ihnen leider die Härte ein wenig abhanden gekommen.

doept

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29.06.2020 - 18:45 Uhr
Mir ist übrigens aufgefallen dass die von mir genannten Spielzeiten totaler Quatsch sind :-)
Naja, selbst schuld wenn man sich auf die Quelle "plattentests.de" verlässt, aber die 32 Minuten kamen mir doch arg kurz vor...

Richtig wäre 47 Minuten (Eros/Anteros) und 63 Minuten (Rheia). Ändert aber nix an der Aussage.

Affengitarre

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Registriert seit 23.07.2014

29.06.2020 - 18:47 Uhr
Ich verstehe euch schon, und ja, der Vorgänger macht schon mehr Spaß und hat sicherlich auch epischere Sachen ("The Abyss Looks Into Me"), aber die hier wirkt auf mich intimer und kickt mich emotional einfach mehr. Und dadurch, dass die Härte zurückgeschraubt wurde sind die Ausbrüche dann noch umso heftiger

Autotomate

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Registriert seit 25.10.2014

29.06.2020 - 19:21 Uhr
Sind schon beide großartig, wobei mich Caro Tanghes Klargesang auf der "Rheia" immer ein bisschen Richtung "Eros|Anteros" lenkt.

MartinS

Plattentests.de-Mitarbeiter

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Registriert seit 31.10.2013

29.06.2020 - 19:35 Uhr
In der zweiten Albumhälfte liegt über Tanghes Gesang fast immer so ein nerviger Effekt, der mir das Album ein bisschen verleidet.

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