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Serie: Mr. Robot

User Beitrag

Leatherface

Postings: 1652

Registriert seit 13.06.2013

20.08.2015 - 23:22 Uhr
Elliott Alderson ist ein brillianter Programmierer in New York, der unter heftiger Sozialphobie leidet, das ganze System, in dem wir leben, für krank hält und seine Einsamkeit in Drogen ertränkt. Er arbeitet für ein Cybersecurity-Unternehmen und verbringt seine Freizeit damit, Informationen über alle möglichen Leute zu erhacken und sie gegebenenfalls der Polizei auszuliefern, falls sie Dreck am Stecken haben. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten wird er eines Tages von einem anarchistischen Hackerkollektiv rekrutiert, um das größte Unternehmen der Welt - für das sein Arbeitgeber tätig ist - zu Fall zu bringen und somit die größte Finanzkrise in der Geschichte der Menschheit auszulösen, was womöglich die Herrschaft des Kapitalismus beenden würde.

Was für eine unbekannte Perle der Serienunterhaltung, die da gerade in der ersten Staffel läuft, wahrscheinlich vor allem deshalb (noch) ziemlich unbeachtet, weil sie einfach nur auf dem falschen US-Sender läuft (USA Network statt etwa die großen Seriensender wie HBO, AMC oder Showtime). Der Pilotfolge nach zu urteilen - die die Beste ist, die ich seit Jahren gesehen habe - ist die größte Inspirationsquelle definitiv "Fight Club" und ganz in diesem Sinne ist "Mr. Robot" smart, stylisch, vielschichtig und provokativ und fordert den Zuschauer dazu heraus, sich auch tatsächlich mit der Welt auseinander zu setzen, in der wir so leben. Man füge noch eine tolle Inszenierung und eine großartige Performance von Hauptdarsteller Rami Malek hinzu und man hat die wohl vielversprechendste Serie, die momentan läuft.

lego

Postings: 1299

Registriert seit 13.06.2013

23.08.2015 - 22:29 Uhr
läuft sehr gut an!
Elliot
24.08.2015 - 16:33 Uhr
Hm, an sich wirklich sehr interessant, gut inszeniert, aber dann doch auch eine Serie, die wie am Reisbrett erdacht scheint: Fight Club meets Dexter meets Trainspotting meets American Psycho meets ganz viele andere Sachen. Na gut, als Kind der Postmorderne darf man das, aber neu ist da wirklich sehr wenig. Ich bin auch immer skeptisch, wenn ein Plot Twist den nächsten Jagd. Naja, und wenn man schon viele Kaizer-Soze-Filme gesehen hat, dann bleiben die Überraschungen doch auch überschaubar.

Wenn man das aber alles ausblendet, macht die Serie richtig Spaß, die Inszenierung ist wunderbar düster, der Hauptdarsteller ist der Wahnsinn. Bislang hab ich 9 von 10 Folgen gesehen, die letzte wird am Mittwoch ausgestrahl.

Mr. Robot wird auf jeden Fall sein Publikum finden, ich kann den Hype schon sehen, aber innovativ ist das nicht, allerdings sehr gut zusammengesetzt.
sorry aber
24.08.2015 - 17:08 Uhr
es gibt wohl keinen hohleren begriff als "postmoderne".
ahem
24.08.2015 - 17:08 Uhr
"Mr. Robot"...klingt wie ein kommender Pixar-Film.
Postmoderne
24.08.2015 - 17:28 Uhr
Naja, Intertextualität (also Verweise, Übernahme von Mustern, Referenzen auf andere künstlerische Werke) und Selbstreferenzialität (in Bezug auf das eigene Medium) sind zwei zentrale Elemente des postmodernen Films, daher ist der Begriff Postmoderne hier nicht willkürlich gewählt. Ansonsten geb ich dir Recht.

lego

Postings: 1299

Registriert seit 13.06.2013

06.09.2015 - 21:14 Uhr
bei s1e08. bin immer noch sehr angetan.

humbert humbert

Postings: 2102

Registriert seit 13.06.2013

21.09.2015 - 22:50 Uhr
Danke für den Serientipp hier. Die erste Staffel hat mir sehr gut gefallen.

Wobei jedoch Elliot oben nicht unrecht hat. Die selben Referenzen hatte ich beim sehen ebenfalls im Kopf. Außerdem kamen manche Enthüllung jetzt nicht soooo überraschend.

fitzkrawallo

Postings: 1159

Registriert seit 13.06.2013

22.09.2015 - 11:36 Uhr
Die Enthüllungen waren tatsächlich vorhersehbar, ich hatte aber auch nicht den Eindruck, dass es din Besonderem Maße um Twists ging/geht (hier kann man sich ein Interview mit Sam Esmail anhören). In Bezug auf die visuelle Umsetzung oder auch die Einbettung des Zusehers in Elliots Kopf ist die Serie meines Erachtens durchaus innovativ.

bazilicious

Postings: 2909

Registriert seit 27.06.2013

13.10.2015 - 01:29 Uhr
Wow, echt tolle Serie, gerade Episode 9 gesehen... klar, die Twists sind letztendlich nicht über innovativ und die (bereits genannten) Referenzen (auch der Soundtrack ist eine große Verneigung an Trent Reznor und seine Arbeiten an Social Network, Gone Girl etc. mit einem kleinen Schuss Cliff Martinez bei Drive) sind sehr deutlich, aber die Zusammensetzung der Referenzen und das Ergebnis an sich ist einfach überragend gelungen. Tolle Atmosphäre, großartige Bilder und klasse Schauspieler. Die Handlungsstränge werden auch sehr gekonnt miteinander verwoben.
Am deutlichsten ist natürlich die Fight Club Referenz, auch musikalisch in Episode 9 am Ende ganz offen dargelegt mit der Klavierversion von Where Is My Mind.

Bin schon gespannt auf die letzte Episode, momentan sind das trotz eindeutiger Zitate/Referenzen klare 9/10 Punkte.
Erw1n
01.08.2016 - 00:27 Uhr
naja.. war ganz nett. S2E2 habe ich mich dann ausgeklinkt, der langweilige Fight Club Twist geht nur noch auf die Nerven und wirklich interessante Themen wie die Auswirkung von Kreditfreiheit auf die Wirtschaft und Gesellschaft werden komplett außen vor gelassen.

lego

Postings: 1299

Registriert seit 13.06.2013

01.08.2016 - 15:39 Uhr
die zweite staffel finde ich bisher auch sehr müßig. bisschen viel psychofuck und wenig handlung drumherum.
arnold apfelstrudel
13.09.2016 - 00:40 Uhr
Keiner mehr drangeblieben? Nach den sehr zähen ersten Folgen, dreht die Serie richtig auf. Es lohnt sich durchzuhalten.

ummagumma

User und News-Scout

Postings: 693

Registriert seit 15.05.2013

08.11.2016 - 23:32 Uhr
Bin grad mit beiden Staffeln durch und muss meine Eindrücke schildern
Grandios und in einer Liga mit Breaking Bad.Fesselnd, packend,düster,atmosphärisch, abwechslungsreich,spannend,vielschichtig.
Mehrere spannende Charakterzeichnungen (FBI-Agentin,Angela) und -entwicklungen,unfassbar guter Score, immer wieder geniale Kameraeinstellungen und hervorragend besetzt sowieso. Klar ist das Story-mäßig ne Mischung aus Bla und Blubb und Fight Club wurde ja vom Macher selbst gesagt. Ich find aber grds ohnehin das Wie viel,viel interessanter als das Was.
Und als Zuschauer weiß man ja manchmal echt gar nicht was jetzt real ist und was nicht.Die totale Verwirrung, die Elliott hat(vor allem gegen Ende) hat man ja selber auch.Das war in der 1.Staffel noch anders wo der Main-Twist ziemlich schnell klar war.
Die 1.Staffel war insgesamt, verglichen mit der 2. auch ziemlich straight und gut nachvollziehbar. In den ersten 3 Folgen der 2.Staffel war es dann ordentlich konfus und dadurch auch für mich etwas zäh (ohne schlecht zu werden natürlich). Was danach aber teilweise abgezogen wurde, war richtig genial und für mich absolut nicht vorhersehbar.Unfassbar intensive Szenen dabei, was für mich die zweite Staffel vielleicht sogar nen Tacken besser als die erste macht.
Werd ich mir auf jeden Fall nochmal geben,spätestens zum Start der dritten Staffel
Ne 9/10 ist das minimum
Fürstbischof von Gurk
08.11.2016 - 23:39 Uhr
Geschäftsidee: Lass dieses Einerlei links liegen und schau dir stattdessen lieber "Utopia" aus UK an.

jayfkay

Postings: 617

Registriert seit 26.06.2013

08.11.2016 - 23:45 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen, Utopia schlägt die meisten dieser neuen Releases um Meilen.

Underground

Postings: 1614

Registriert seit 11.03.2015

09.11.2016 - 11:36 Uhr
dann steht mir ja noch einiges bevor, bin grad erst bei s02e05.
hos
09.11.2016 - 12:42 Uhr
"in einer Liga mit Breaking Bad"

nee. sorry. dafür ist die serie bei der charakterentwicklung viel zu oberflächlich und stumpf. sehe es eher auf dem ebenfalls überschaulichen niveau von "Orphan Black". nicht schlecht, aber auch alles andere als grossartig.

Bonzo

Postings: 1710

Registriert seit 13.06.2013

18.10.2017 - 22:42 Uhr
S02E06: dafuq.
zu müßig
19.10.2017 - 02:06 Uhr
um soweit zu kommen muss man eine engelsgeduld haben
Zorgi
19.10.2017 - 02:38 Uhr
Billig

qwertz

Postings: 627

Registriert seit 15.05.2013

09.04.2018 - 23:36 Uhr
Nachdem mich Staffel 1 seiner Zeit etwas ratlos und nicht gerade euphorisiert zurückgelassen hat, habe ich mir nun mal Staffel 2 und 3 am Stück angeschaut - und bin begeistert. Unglaublich, wie die Serie zugelegt hat und teilweise erst in der dritten Staffel die Leerstellen der ersten gestopft hat. Zudem hat mir der Stil sehr gut gefallen. Die einzigartige Bildsprache und dann noch sehenswerte Experimente wie die Sitcom-, One-Shot- oder Weitwinkelfolge. Vielleicht hätte man jetzt nach der dritten die Sache beenden sollen. War doch relativ rund, inklusive Spiegelung der allerersten Episode und Story-Reset. Warum jetzt wieder ein ganz neues Fass aufmachen?

Rainer

Postings: 750

Registriert seit 22.03.2020

20.04.2020 - 17:11 Uhr
Hab ich mir vorgenommen diese Woche zu bingen.

Gibt's hier mal abschließende Meinungen zu der Serie?

fuzzmyass

Postings: 3968

Registriert seit 21.08.2019

20.04.2020 - 17:23 Uhr
Ja, grandiose Serie!! Auf einem Level mit Gigaton.

Gönn Dir, Meddl!

Matjes_taet

Postings: 818

Registriert seit 18.10.2017

20.04.2020 - 19:27 Uhr
Abgebrochen irgendwann in Staffel 2.

"Grandios" find ich etwas übertrieben.

fuzzmyass

Postings: 3968

Registriert seit 21.08.2019

20.04.2020 - 19:44 Uhr
Ich fand das war eine der besten Serien der letzten Jahre... die letzte Staffel und das Finale waren auch großartig...

jayfkay

Postings: 617

Registriert seit 26.06.2013

20.04.2020 - 21:54 Uhr
Abgebrochen exakt in der dritten Folge Staffel 2.

TheMakko

Postings: 52

Registriert seit 27.02.2015

20.04.2020 - 23:22 Uhr
Ich hatte die Serie auch mal in der 2. Staffel abgebrochen...vor ein paar Monaten aber mal wieder mit der zweiten Staffel gestartet, mittlerweile alle 4 Staffeln durch.
Die zweite Staffel ist schon ne Art Tiefpunkt, finde ich...aber die großartigen Staffeln 3 und 4 machen das locker wieder wett. Also am Ball bleiben! :-D

qwertz

Postings: 627

Registriert seit 15.05.2013

08.05.2020 - 17:30 Uhr
Jetzt endlich auch die 4. Staffel beendet. Einfach genial, wie oft einem als Zuschauer im Laufe der Serie der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Unglaublich durchdacht das Ganze und über die grandiose Optik habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Finde es auch immer sehr begrüßenswert, wenn eine Serie so wirkt, als hätten die Macher von Anfang an gewusst, wie es enden soll. Diesen Eindruck habe ich ansonsten leider viel zu selten. Es gibt viele fantastische Dramen in der Serienwelt, aber das hier ist für mich wohl die beste Thriller-Serie aller Zeiten gewesen.

fuzzmyass

Postings: 3968

Registriert seit 21.08.2019

08.05.2020 - 18:01 Uhr
Ja, kann ich nur unterschrieben. Und beim Boden unter den Füßen wegziehen hatte man trotz aller Überraschungen nie das Gefühl, dass sich die Writer irgendwas random gezwungen aus dem Arsch ziehen, was aber gar keine Grundlage in der vorhergehenden Handlung hat. Selbst wenn allgemein betrachtet einiges nicht immer realistisch ist, ist das Universum der Serie in sich komplett schlüssig und nachvollziehbar und die Stories und Handlungen immer gut vorbereitet/begründet.

Super gute Serie.

AndreasM

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 524

Registriert seit 15.05.2013

03.01.2021 - 11:55 Uhr
Zwischen den Jahren habe ich jetzt auch endlich die vierte Staffel zu Ende geschaut. Auch wenn aufgrund des großen zeitlichen Abstands meine Erinnerungen an die vorherigen Staffeln etwas verblasst waren, hat die Serie auch das auffangen können.
Insgesamt kann ich meinen Vorrednern hier nur zustimmen: Sehr, sehr gut Serie - vielleicht die beste der 10er Jahre?

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