Madsen - Kompass

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Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

08.06.2015 - 15:45 Uhr


VON FLUTEN, KORRUPTION UND KÜSSEN: MADSEN VERÖFFENTLICHEN AM 14. AUGUST 2015 IHR 6. STUDIOALBUM „KOMPASS“.

VIDEOPREMIERE „SIRENEN“ UND ALBUM-PRE-ORDER-START AM 12. JUNI 2015.



Warum zarte Song-Pflänzchen ziehen, wenn’s auch groß geht? MADSEN öffnen im 11. Jahr ihres Band-Daseins der Unbekümmertheit alle Türen und legen mit ihrem neuen Album „KOMPASS“ ein Stadionkonzert in deinem Wohnzimmer vor. Das Album umfasst 12 neue Songs, die in alle Himmelsrichtungen ausschlagen und dabei oft laut, seltengezähmt und immer feinsinnig sind. Die Produktion entstand gemeinsam mit Moritz Enders (Kraftklub, Bosse, Johannes Oerding) und Simon Frontzek (Thees Uhlmann, Kilians) und schafft zwanglos den Spagat zwischen Intimität und großer Geste. Wie einst Led Zeppelin schlagen die vier Musiker mit dem Album-Teaser „SIRENEN“ Alarm. In der ersten Single „KÜSS MICH“, mit der die Band am 29. August 2015 beim Bundesvision Song Contest auftreten wird, lassen MADSEN Worte nach dem Grund für die große, immerzu fragile Macht suchen.

MADSEN gibt es seit 2004. Ein Jahr später erschien ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Es folgten vier weitere Studioalben, die in Deutschland allesamt Top Ten gingen und sich zumeist sukzessive den Bestenlisten-Rang abliefen: „GoodBye Logik“ (2006, # 8), „Frieden imKrieg“ (2008, # 6), „Labyrinth“ (2010, # 7) und „Wo es beginnt“ (2012, # 2,Österreich: # 4). 2014 erschien „10 Jahre Madsen live“, ein Zusammenschnitt von fünf Konzerten in Hamburg, in denen jeweils eins der bisherigen Studioalben komplett live gespielt worden war. MADSEN sind Sebastian Madsen (Gesang, Gitarre), Johannes Madsen (Gitarre, Gesang), Sascha Madsen (Schlagzeug, Gesang) und Niko Maurer (Bass).


Live Dates


31.10.2015 Berlin - Columbiahalle

01.11.2015 Köln - E-Werk

03.11.2015 Frankfurt - Batschkapp

04.11.2015 München - Backstage Werk

07.11.2015 Kaiserslautern - Kammgarn

08.11.2015 Karlsruhe - Substage

11.11.2015 Hamburg - Grosse Freiheit 36



.O-brac.
08.06.2015 - 16:04 Uhr
Is mir schlecht..
Mahatma Madsen
14.08.2015 - 13:56 Uhr
Es ist da. Es ist schlecht. Mal wieder.

Madsen 8/10
Goodbye Logik 7/10
Frieden im Krieg 7/10
Labyrinth 4/10
Wo es beginnt 5/10
Kompass 3/10

Gibts hier noch Leute die sich mit dem Gesamtwerk der Band auskennen?
War mal geil
14.08.2015 - 14:01 Uhr
Das Debut war damals eine absolute Offenbarung, Danach konnte es im Prinzip nur noch abwärts gehen, was auch geschehen ist.
Mahatma Madsen
14.08.2015 - 14:10 Uhr
Es ist ja auch immer mal wieder ein Song dabei, der wirklich gut ist. Das großartige "Blockade" auf Labyrith. Selbst auf Kompass ist noch ein Song drauf, der den Geist Debut atmet(Graue Welt).
Ich kapiere einfach nicht, warum sie sich nicht auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.
Naja
14.08.2015 - 15:01 Uhr
Ganz einfach: Weil die "Kernkompetenzen" auch schon mies waren. Das Debüt ist jetzt nicht gerade der größte Wurf (den die Band sowieso nie gemacht hat). "Labyrinth" sehe ich aber auch nicht schlechter als "Kompass". Das war unterste Schublade. Die neue kenne ich noch nicht und hab' ich bisher auch nicht vor.

manfredson

Postings: 213

Registriert seit 14.06.2013

14.08.2015 - 23:33 Uhr
Zu der Band hab ich irgendwie eine seltsame Beziehung. Mir ist vollkommen bewusst, dass die Musik weder hochwertig noch besonders kreativ ist - trotzdem mag ich alle bisherigen Alben wirklich gern. Diese größtenteils naiven getexteten, melodieseligen Songs haben irgendwie was. Dabei gelingen ihnen, wie schon erwähnt wurde, immer wieder ein paar tolle Songs ("Lüg mich an", "Ein Produkt", "Grausam und schön", "Zwischen den Zeiten", "Love is a Killer", um mal eins von jedem Album zu nennen), auf der anderen Seite aber auch öfters ein paar peinliche Schlager- oder Möchtegernpunk-Unfälle.
Das, woran sich die Geister hier am meisten scheiden, sind wohl die Texte. Und hier muss ich zugeben, dass Madsen meistens auf dem Grat zwischen "simpel, aber schön" und "peinlich" balancieren und öfters mal runterfallen. Aber ab und zu brauche ich diese Songs einfach. Da schwingt immer ein Hauch Wehmut, Romantik und dieses schwer zu beschreibende "nach dem Abi in die Zukunft blicken und die letzten unbeschwerten Wochen mit Freunden verbringen"-Gefühl mit.

"Kompass" habe ich jetzt zweimal gehört und finde, dass die Kluft zwischen toll und schrecklich hier noch deutlich breiter ist als auf den vorigen Alben.
Da gibt es wirklich Unterirdisches wie "Leichter", "Küss mich" und "Ich trink nur eben aus", aber halt auch das wunderbar mitreißende "Sirenen" (ob man den Song mag, kommt wohl hauptsächlich darauf an, ob man es als Hommage an "War Pigs" oder als dreisten Riff- und Melodieklau ansieht), den Titeltrack und vor allem den Closer "Leuchttürme", der deutlich düsterer und auch vom Text her viel besser ist als der Rest der Platte.
Ganz allgemein verbessern Madsen sich textlich allerdings nicht - im Gegenteil, ich habe das Gefühl, je älter sie werden, desto weiter entfernen sie sich von den Protagonisten ihrer Songs und dementsprechend werden die Texte weniger glaubwürdig und wirken nicht mehr jugendlich-holprig, sondern leider oft peinlich und bemüht.
Vielleicht würde es der Band gut tun, aus dem "ich und du"-Muster auszubrechen und stattdessen Geschichten über andere Menschen zu erzählen (ist ihnen mit "Love is a Killer" und "Nitro" früher schon ganz gut gelungen) oder auf eine etwas bildhaftere Sprache auszuweichen, "Leuchttürme" zeigt z.B., dass sie das durchaus können.

Fazit: Weiterhin eine sehr sympathische Band, die aber endlich mal erwachsen werden muss, um textlich nicht noch peinlicher zu werden. Mit Mitte 30 kann man eben keine Teenagerlyrik mehr rüberbringen.

Madsen 8/10
Goodbye Logik 8/10
Frieden im Krieg 8/10
Labyrinth 7/10
Wo es beginnt 7/10
Kompass 6/10

Robert G. Blume

Postings: 376

Registriert seit 07.06.2015

19.08.2015 - 12:08 Uhr
Geht mir da ganz ähnlich. Gibt so ein paar Momente, die ganz gut reinlaufen ("Fluten" etwa hat eine recht geile Melodie, und auch wenn es volle Lotte QOTSA zitiert, ist QOTSA-Rock auch in der Kopie noch einfach geile Musik). Dann kommen wieder aber furchtbarste Schnullipop-Momente à la Silbermond und Sportfreunde Stiller (z.B. "Unerreichbar" gleich danach), und dann wird mir auch gleich wieder klar, warum ich mit deutschsprachiger Musik meist nichts anfangen kann. Was sie mit guten Momenten aufbauen, reißen sie dann mit diesen Texten gleich wieder mit dem Arsch ein. Ich werd mit Madsen einfach nicht warm.
und ich lieb dich wieder
26.08.2015 - 02:40 Uhr
eric wird es trotzdem wieder ganz nett finden...

eric

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Registriert seit 14.06.2013

27.08.2015 - 11:54 Uhr
Meinst du mich? Wo habe ich mich denn zum Madsen mögen bekannt? Bis auf drei, vier Songs von den ersten beiden Alben geben die mir nach wie vor nix.
Ulki
27.08.2015 - 12:38 Uhr
Anscheinend brauchen Madsen selbst einen Kompass für die künstlerische Selbstfindung, hihihihihihihihihi

Obrac

Postings: 1022

Registriert seit 13.06.2013

27.08.2015 - 12:49 Uhr
Madsen-Fans: Gute, aufrechte Menschen, die einfach nur Spaß haben

Madsen-Kritiker: Diverse Schlaumeier

eric

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 1910

Registriert seit 14.06.2013

27.08.2015 - 12:55 Uhr
die einfach nur Spaß haben

Das trifft auch auf die Hörer der Feinstlyriker Culcha Candela zu. Wobei, nee, die haben den Flow" und den "Swag" - und bei denen "läuft's".

Obrac

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27.08.2015 - 12:57 Uhr
Wie kann man nur Culcha Candela kritisieren? Da muss man echt ein Miesepeter sein. Kluge Menschen haben einfach Spaß mit der Band.
Fotzrack
27.08.2015 - 13:40 Uhr
Wie kann man nur das Musikantenstadl kritisieren? Da muss man echt ein Miesepeter sein. Kluge Menschen schunkeln einfach mit.

Obrac

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27.08.2015 - 14:05 Uhr
Kritiker vom Musikantenstadl können sich nur damit profilieren, dass sie die CD vom x-ten unbekannten schwedischen Songwriter im Schrank haben. Menschen, die Spaß haben wollen, hotten bei Karl Moik oder Madsen ab.

Superhelge

Postings: 627

Registriert seit 15.06.2013

06.09.2015 - 23:04 Uhr
Also ich mag Madsen... imho immer noch eine der besten aktuellen(Deutsch-)Rockbands.

Muss Rockmusik innovativ oder kreativ sein um gut zu sein??? Dann dürften hier so einige Bands keinen Stich sehen, die auch schon immer das gleiche machen...

Die Band hat ihre Richtung eingeschlagen und führt sie konsequent weiter. Und die Alben 'Labyrinth' und 'Frieden im Krieg' waren auch anders als die ersten beiden.
Was ist bei den Hosen, den Ärzten oder den Onkelz anders? Oder international bei Bad Religion, NIN, Motörhead, Nickelback, Green Day oder den damals so gehypten System of a Down oder Queens of a Stone Age???

Der kluge Schuster bleibt bei seinen dünnen Leisten und dicken Brettern, wie Anja Kohl vielleicht sagen würde...

Have fun with your music!

Obrac

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Registriert seit 13.06.2013

06.09.2015 - 23:19 Uhr
Genau, habt einfach Spaß mit der Band, alle anderen haben automatisch unrecht.

Robert G. Blume

Postings: 376

Registriert seit 07.06.2015

07.09.2015 - 12:29 Uhr
Ja, weißte, Superhelge, das ist ja genau das Ding. Die Band hat eben nicht 'ihre' Richtung eingeschlagen, sie hat einfach keine. Sie kopiert und kopiert, sie klingt bei jedem Song 'wie' (Foo Fighters, QOTSA, Raconteurs, Revolverheld ...) - aber wie klingen eigentlich Madsen selbst?

Christopher

Plattentests.de-Mitarbeiter

Postings: 991

Registriert seit 12.12.2013

07.09.2015 - 14:43 Uhr
Der Unterschied zwischen Madsen und Motörhead ist, dass Motörhead bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich hochklassige Rockmusik produziert haben. Und Lemmy wischt mit den Bürschchen auch im Altenheim noch den Boden auf.

Klar, Geschmackssache und so. Aber Madsen kann ich guten Gewissens blöde finden. Penetrantes Genöle, das Wollen mit Können verwechselt.

Superhelge

Postings: 627

Registriert seit 15.06.2013

09.09.2015 - 22:30 Uhr
Also live sind die schon der Abgeher...
Wie die Sportis früher...

@Blume:
Eien Band klingt für einen vermutlich immer so, wie man sie kennenlernt, daher klingen Madsen für mich wie 'Die Perfektion' - kleine Jungs, die auf Tote Hose machen. Die Antithese zu Tokio Hotel. Fand ich damals eigenständig genug - und einen Schreihals wie Sebastian Madsen gibts im Pop/Rocksektor auch eher selten...

@Christopher:
Klar haben Motörhead und Madsen nur fünf Buchstaben gemein und sind musikalisch zwei Niveas - auch wenn beides ca. Rock ist...
der Vergleich zielte eben nur auf die Songvielfalt...

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