The Fratellis - Eyes wide, tongue tied

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Armin

Plattentests.de-Chef

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Registriert seit 08.01.2012

01.06.2015 - 22:06 Uhr
Inspiriert von der kalifornischen Sonne laufen die Schotten zu Höchstform auf!

Liebe Freunde, liebe Medienpartner,

es heißt, Höhenangst ist nicht unbedingt die Angst vorm Fallen, sondern eher die Angst vor dem Wunsch zu springen. Jon Fratelli hat allerdings keine Angst. Mit ihrem neuen Album „Eyes Wide, Tongue Tied“ springen The Fratellis ohne Scheu von den schwindelerregenden Höhen, die sie durch ihre letzten drei Alben (zwei davon in den UK Top 5), einem Brit Award, vier ausverkaufte Shows in der Brixton Academy und unzählige ausverkaufte Shows weltweit, erreichten. Eine Zen-artige Ruhe verströmend breitet Jon Fratelli die Arme im freien Fall aus, lässt sämtlichen Ballast hinter sich, versteht sich dabei besser als je zuvor mit seinem Bandkollegen und genießt das Spielen von Konzerten mehr denn je. Und das merkt man.

„Eyes Wide, Tongue Tied“ klingt nach Freiheit. Es ist der Sound einer Band auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte. Ein berauschender Trip, eine Mischung aus Fliegen und Fallen. Hört man das Album, vom eindringlichen Opener „Me And The Devil“ bis hin zur eleganten Landung mit dem Abschluss-Track „Moonshine“, wird offensichtlich, dass The Fratellis die Verkörperung der Maxime „Spring und das Netz wird erscheinen“ sind. „Eyes Wide, Tongue Tied“ ist ein Album, das vor Selbstsicherheit und Verve gerade so trieft.

Nach ihrem 2013 erschienenen Album „We Need Medicine“ tourte Jon Fratelli (Gitarre / Gesang) mit seinen Kollegen Barry Fratelli (Bass) und Mince Fratelli (Drums) ein komplettes Jahr um den gesamten Erdball. Im Anschluss daran verließen sie sofort wieder ihre Heimat Glasgow und schlugen ihre Zelte in Los Angeles auf, um dort mit Tony Hoffer (u.a. M83, Depeche Mode, Belle & Sebastian) an ihrem vierten Album zu arbeiten. Hoffer war unter anderem auch für die Produktion ihres Debüts „Costello Music“ zuständig.

Mit Hoffer im Rücken, konnten die Schotten loslassen und waren wie befreit. Der Genuss nur zum Spaß Musik zu spielen war wieder da. Anfangs gab es die Idee, das Album selbst zu produzieren jedoch als Hoffer mit ins Boot kam, wurde das gesamte Material bis auf zwei Songs in den Wind geschossen und innerhalb von vier Wochen wurde das gesamte Album geschrieben und aufgenommen. Dabei genossen The Fratellis in dieser Zeit die Möglichkeiten die sich in Sachen Instrumentierung dank Hoffer auftaten, auf die sie selbst niemals gekommen wären.

Der einzigartige Glanz des kalifornischen Sonnenlichtes scheint das ganze Album zu durchdringen und die Band fühlte sich herausgefordert, ein Album zum produzieren, welches repräsentiert, was sie am besten können. Im Zentrum von „Eyes Wide, Tongue Tied“ findet man die fröhliche, energiegeladene Soul-Reminiszenz ihres 2006er Debüts – lebendig, verspielt und voller Geschichten und Charaktere, die den Spirit von LA (dem ersten Ort außerhalb Schottlands, den Jon Fratelli je besuchte) atmen. Mit klar erkennbaren Zuwendungen zu 70er Cali-Rock, Rockabilly und Spuren von Amerikana und Country Elementen, ist es zusammengefasst eine großartige Rückkehr zu den Wurzeln beider Orte: Schottland und LA.

„Eyes Wide, Tongue Tied“ glänzt dabei mit einer Vielzahl an herausragenden Songs: Das stampfende „Baby Don’t You Lie To Me!“, die schwindelerregenden Riffs von „Getting Surreal“ und „Thief“ die alle große Refrains haben und perfekt für Liveshows sind. „Dogtown“ brilliert mit seinen schrillen Bläser-Einsätzen und dem funkigen Bassspiel und klingt dabei so, wie ein junger Früh-Siebziger Stevie Wonder, der „Come Together“ von The Beatles covert. Dagegen bescheren die sanft driftenden Klangebenen von „Moonshine“ reflektiertes und souveränes Ende. Somit gilt: Entspannen und sich voll auf „Eyes Wide, Tongue Tied“ einlassen, das Netz wird erscheinen.

lego

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Registriert seit 13.06.2013

04.08.2015 - 00:56 Uhr
ich find's blöd, wenn der großteil einer rezension die geschichte der band bemüht und auf die direkte entwicklung zwischen drittem und viertem album überhaupt nicht eingegangen wird.

die rezension startet mit so einem dermaßen aus der luft gegriffenenen aufhänger und davon abgeleitet hangelt sich ein unfassbar dünner roter faden schwer keuchend ins ziel und versucht vergleiche anzustellen, die absolut sinnfrei sind.

ganz ehrlich, selbst wenn the fratellis noch zwanzig jahre lang musik machen sollten, wird es doch immer noch deppenrezensenten geben, die bei jedem neuen album dann sagen... "joah, kein chelsea dagger dabei. früher waren sie echt besser".

vielleicht hätte der rezensent mal lieber die rezi zum dritten album lesen sollen, besonders den schlusssatz, da hieß es nämlich...

Und immerhin hat man auch nach einigen Monaten mehr als einen Song noch nicht vergessen, immerhin sind The Fratellis inzwischen weit mehr als "De dede, de dede, de dede dede". Da kann man doch drauf aufbauen.

...dann hätte er sich nicht so eine einfallslose 'story' erlaubt.
Klassisches One-Hit-Wonder
09.08.2015 - 04:40 Uhr
De dede, de dede, de dede dede dede.
Ann Merkel
09.08.2015 - 10:49 Uhr
Die Blues Brothers waren ebenfalls keine echten Brüder.

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