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Serie: Better call Saul

User Beitrag

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 12:11 Uhr
SPOILER


Im Endeffekt war der ganze Plan Howard zu ruinieren total sinnlos und verschwendete Zeit... die ganze Story hat es nicht gebraucht um Howard random von Lalo umlegen zu lassen und gerade Howards Ableben ist das einzig wichtige für Jimmy's und Kim's Story - da hätte ein einfacherer Zwist mit Howard mit Kill durch Lalo ausgereicht, dann hätte man auch mehr Zeit um Kim's Entwicklung mehr hervorzuheben... aber das Pacing war hier fast schon katastrophal...

didz

Postings: 1307

Registriert seit 29.06.2017

25.05.2022 - 13:35 Uhr
ja, muss dir leider in allem zustimmen :-D

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 13:41 Uhr
Es tut mir leid, dass du keine große Freude zu haben scheinst, ist aber eher eine Einzelmeinung.
Diese 7.Folge war ein absolutes Highlight, habe gestern die ersten Kritiken gelesen und da ist man sich einig in der Begeisterung.

All das was du als unglaubwürdig bescheibst, ist für mich faszinierend; zu sehen auf welchen Peak der Megaprank hinausläuft, gerade weil so kleinteilig und viel Glück im Spiel (Saul sieht den realen Richter mit dem Gipsarm) etc...
der Shoot in letzter Sekunde.
Großartig! Heistmovieunterhaltung at its best.
Zu Howards unglaubwürdigen "Enttarnen" des Richters: er war unter Wirkung der speedliken Droge, was ja auch deutlich gezeigt wird kurz vor und auf dem Weg zum Konferenzraum.
"Are you hot? no? Anybody else hot?"

Lalo, ja klar, die Figur ist over the top, aber mir macht das Spaß, ich hinterfrage das nicht, sondern freue mich über die Monströsitäten seiner Fähigkeiten (ein wahrlich ebenbürtiger Gegenspieler zu Frings) Die eine Kameraeinstellung in der man Lalo bei seiner Kanalisationsobservierung von außen sieht, ist eine wunderbare Referenz zu Pennywise (it).

Die letzte Szene mit Howard und dem Schocker zum Schluss ist die perfekte Zusammenführung der beiden Handlungsstränge.

10/10 Punkten

Gerne später mehr dazu, auch zu Kim und die fehlende Charakterentwicklung, ist ja nun viel Zeit bis es weitergeht.

Hierkannmanparken

Postings: 164

Registriert seit 22.10.2021

25.05.2022 - 13:45 Uhr
Die Handlung um Howard finde ich nicht unnötig. Wie bereits erwähnt glaube ich, das Howard für j&k ein Verdrängungsmittel war. Dass dieser Strang so viel Zeit einnimmt, zeigt, dass sie nicht nur seinen Spaß mit ihm haben, sondern dass sie ihn als Sündenbock brauchen. Jetzt wird es auch interessant zu sehen, was aus deren Beziehung wird, bzw aus Jimmys Verhältnis zu Chuck.
Die 6. Staffel kommt mir allerdings auch ziemlich zurechtgebogen vor. War in der letzten Staffel, insbesondere der letzten Folge BB aber mmn ähnlich.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 13:55 Uhr
"Es tut mir leid, dass du keine große Freude zu haben scheinst"

Das habe ich nicht geschrieben.. ich habe der Staffel eine 7/10 gegeben bisher, was nicht schlecht ist... ich finde es lediglich ärgerlich, dass das hervorragende (größtenteils >=9/10) Niveau der Staffeln davor nicht gehalten wird - Meckern auf hohem Niveau... sehr unterhaltend ist das schon noch, nur halt eben keine Top-Serie mehr... und an der Nacho Storyline hatte ich wie erwähnt große Freude, die war packend und schlüssig...


" ist aber eher eine Einzelmeinung"

hmmm, alleine hier im Thread sind es 2 Leute, evtl. mehr... und Fanreaktionen habe ich auch einige gesehen, die ähnliches bemängeln... auch haben viele Kritiken (u.a. Serienjunkies) die Vorgängerepisoden kritisch gesehen was Pacing und Kim angeht, selbst wenn sie Episode 7 dann gut bewerten... eine Einzelmeinung ist das also mitnichten... und selbst wenn es eine Einzelmeinung wäre, wäre sie nicht weniger valide, oder würdest Du das absprechen wollen?


"zu sehen auf welchen Peak der Megaprank hinausläuft, gerade weil so kleinteilig und viel Glück im Spiel (Saul sieht den realen Richter mit dem Gipsarm) etc..."


Für den Peak hätte es das alles aber nicht gebraucht, denn den Kill durch Lalo hätte es auch ganz locker viel unkonstruierter geben können.. man hat hier geradezu Zeit verschwendet mit einer unnötig überabstrusen Story... ein einfacher simpler Streit und kleinerer Sabotageversuch mit Howard hätte gereicht um ihn von Lalo killen zu lassen und so Jimmy und Kim in den Abgrund zu schicken - der Ganze Scheiß Plan war einfach unnötig in der Länge und der unglaubwürdigen Details...


"der Shoot in letzter Sekunde.
Großartig! Heistmovieunterhaltung at its best."

Oder ausgelutscht und so schon 10000 mal in anderen Filmen und Serien gesehen :)

"r war unter Wirkung der speedliken Droge, was ja auch deutlich gezeigt wird kurz vor und auf dem Weg zum Konferenzraum."

Das habe ich schon kapiert, aber das war einfach lächerlich mit der Droge... und dass er exakt so reagiert, konnte man niemals einplanen - Droge hin oder her... wenn sie ihn z.B. wirklich unter Drogen gesetzt hätten und er dadurch gestorben wäre (z.B. durch einen Unfall o.ä.) wäre das viel glaubwürdiger gewesen als das ganze Buhei, denn dann hätten sie auch deutlich größere Schuldgefühle... denn dass Lalo da jetzt zufällig in dem Moment auftaucht, dafür können Jimmy und Kim so gut wie gar nichts, das hat auch mit ihrem Plan nichts zu tun - deswegen wären jetzt die kommenden Schuldgefühle auch nicht wirklich gut genug unterfüttert... ist für mich an den Haaren herbeigezogen...

" ich hinterfrage das nicht, sondern freue mich über die Monströsitäten seiner Fähigkeiten "

Ich freue mich auch und finde lalo sehr unterhaltsam, aber wenn man sich die Charakterzeichnung der anderen Figuren der Serie anschaut, ist das einfach nicht das übliche Saul-Niveau...

"Die letzte Szene mit Howard und dem Schocker zum Schluss ist die perfekte Zusammenführung der beiden Handlungsstränge."

Finde ich eben nicht - siehe oben... das meiste hätte es gar nicht gebraucht für die Szene...

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 14:19 Uhr
Darüber lässt sich im Grunde nicht streiten, wenn du diesen ganzen Howardprank für völlig unnötig hälst, ich hingegen in keinster Weise, dann ist das wohl so.
Ich finde den Charakter Lalo absolut auf BCS Niveau.

Sie wollen doch nicht, dass Howard stirbt (von wegen andere Drogen und er stirbt dadurch, was sollte an dieser Story denn unterhaltsam sein?)
Sie merken selbst, dass sie übers Ziel hinausgeschossen sind. Das kommt schon ein wenig rüber in der Szene bevor Lalo auftaucht. Howards Anklage gegenüber den beiden kommt eindeutig an.
Dass dann Lalo kommt und Howard sein random Opfer wird unterfüttert ihre Schuldgefühle nicht genug? Ich finde sehr wohl.

Anyway, ich kann die Kritik nicht nachvollziehen, ob Einzelmeinung ist egal, da gebe ich dir recht.
Ist aber Fakt, dass die Folge von bisher allen Kritikern der amerikanischen Presse, die ich gelesen habe, bejubelt wird.

jo

Postings: 4028

Registriert seit 13.06.2013

25.05.2022 - 14:20 Uhr
Auch bei Serienjunkies.de wird sie klar positiv besprochen - und ich stimme zu; ebenso stimme ich dreckskerl komplett zu.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 14:24 Uhr
"Auch bei Serienjunkies.de wird sie klar positiv besprochen"

ja, ich meinte auch die vorherigen Episoden - da war Serienjunkies zurecht kritisch (auf hohem Niveau) und hat das ähnlich gesehen wie ich... die aktuelle Folge bewerten sie gut, klar - da stimme ich ihnen nicht zu, bin aber auch nicht alleine wenn man sich die Kommentare durchliest (ich habe da nicht reinkommentiert btw :) )

jo

Postings: 4028

Registriert seit 13.06.2013

25.05.2022 - 14:31 Uhr
Ja, hätte mich auch gewundert, wenn du damit alleine wärst :). Ich meine: Es muss natürlich auch Leute geben, die das anders gesehen haben. Mal ganz davon abgesehen, dass bei manchen Autor*innen bei Serienjunkies sowieso auch mal gerne ohne Grund unnötig "contra" kommentiert wird.

Bei mir war es ähnlich wie in deren Reviews: Bei den letzten war ich auch eher kritisch (auch hier: Meckern auf hohem Nivau), aber diese Episode hat mich so "entschädigt", wie ich erhofft hatte.

Luc

Postings: 1725

Registriert seit 28.05.2015

25.05.2022 - 14:45 Uhr
Du hast zwar eine 7/10 gegeben, bist aber seit wochen eigentlich nur am Mäkeln.
Das ist natürlich dein Recht, aber ich bin da voll beim dreckskerl.
Die User-Kritiken auf serienjunkies kann ich auch längst nicht alle ernst nehmen.

Egal, von mir gibt es eine 10/10.
Denn alle - auch noch so komisch anmutenden - Puzzleteile der letzten Woche haben sich zu einem Ganzen ergeben.
Dazu dann noch vier herausragende Darsteller.
Ich saß gestern Abend zwischen kichernd und mit offenem Mund, ungläubig starrend vor dem Fernseher.
Das schaffen nicht viele Serien

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:08 Uhr
" bist aber seit wochen eigentlich nur am Mäkeln."

Stimmt nicht, eig. nur seit einer Woche kritische Beiträge gepostet mit dem Extra-Hinweis "Meckern auf hohem Niveau".. und ich habe extra mehrmals hervorgehoben, dass ich auch positive Apsekte sehe - Nacho Story z.B.... ich glaube da ist eher die gekränkte Fanboyseele das Problem und nicht meine Kritik :) ;)
Also nur alles abfeiern und 10/10 schmeißen ist IMO auch nicht wirklich förderlich :)

Ich finde es legitim mal ein paar kritische Punkte zu nennen... wenn euch das stört, dann ist das halt so... dafür gibt es ein Diskussionsforum, weil nicht jeder die gleiche Meinung hat...

Luc

Postings: 1725

Registriert seit 28.05.2015

25.05.2022 - 15:16 Uhr
Und wie immer bei Dir: eine Kritik ist immer sofort eine persönliche Kritik an Dir, die sofort mit einer persönlichen Herabwürdigung (gekränkte Fanboyseele) beantwortet wird.

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 15:16 Uhr
Genau deshalb habe ich dir widersprochen, ich denke, dass war eine 10/10 und du lässt an der Folge kaum ein gutes Haar, da liegt es nahe dass ich dir in einem Forum ein klares "Aber Nein!" entgegenstelle.

Hat mit gekränkter Fanboyseele gar nichts zu tun, weder ich noch Luc sind so unterkomplex.

Natürlich war nicht jede Folge eine 10, aber die ersten beiden und dazwischen 9 und zweimal eine 8, natürlich aus meiner Sicht, Fan, wenn du so willst.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:20 Uhr
"Ich saß gestern Abend zwischen kichernd und mit offenem Mund, ungläubig starrend vor dem Fernseher.
Das schaffen nicht viele Serien"

Ich hatte es mir auch wirklich gewünscht, dass es bei mir auch so kommt, aber leider hatte ich nicht den Effekt... ich fand Fabian's Schauspiel und Howards Dialog klasse, aber der Shocker war mir zu random und Lalo in diesem Moment zu Karrikaturhaft als das mich das bewegt hätte... dabei fand ich Howard als Figur klasse und habe generell mitgefühlt... und trotzdem hat mich der Shocker am ende total kalt gelassen - kein gutes Zeichen und das war auch der Grund für meine kritischen Beiträge, weil mich das echt enttäuscht hat... ich hätte es gerne anders gehabt, aber die Folge hat keine Gefühle in mir erzeugt - anders als die Folgen der Vorgängerstaffeln....

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:21 Uhr
Die gekränkte Fanboyseele war ein Witz mit 2 Smileys... aber das beleidigt aufspringen passt mal wieder ins Bild :)
Atmet doch mal durch :)

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:23 Uhr
Und btw bin ich auch großer Fanboy, das ist also für mich keine Beleidigung - keine Ahnung warum ihr euch darüber aufregt... der eine Fanboy ist enttäuscht, der andere feiert halt ab... Sachen gibt's :)

Luc

Postings: 1725

Registriert seit 28.05.2015

25.05.2022 - 15:25 Uhr
Ja, die Smileys hab ich schon wahrgenommen, aber ich habe ja auch schon so meine Erfahrung mit Dir und dem teilweise sehr arrogant rüberkommenden Diskussionsstil gemacht.
Da ist so ein Rettungsanker nicht schlecht.

Das mit dem Durchatmen klappt aber erst, wenn ich den Stock aus dem Ar.. nehme.

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 15:31 Uhr
@fuzz

Nicht jede Aussage über deinen jeweiligen Diskussionspartner kann man durch ein nachgestelltes Smiley in eine Doppeldeutigkeit umformen um dann beim vermeintlichen "Zuschnappen", dies dann wiederum als "passt mal wieder ins Bild" zu werten. (natürlich auch wieder mit smiley.)

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:31 Uhr
Ich nehme mich wenigstens nicht so Ernst... wie gesagt - bin selbst Fanboy, nicht nur von BCS, sondern von vielen anderen Dingen... und auch mich stört es wenn jemand etwas kritisiert, was ich sehr mag... ist doch verständlich...

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:33 Uhr
@dreckskerl

wie es gemeint war, habe ihr dargestellt - mehrfach... und mich selbst auch als Fanboy bezeichnet - absolut ehrlich gemeint.. wie Du es interpretieren willst, ist eine andere Sache.. bzw. deine Sache... dann sei halt beleidigt :)

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 15:36 Uhr
Ich bin nicht beleidigt, du unterstellst mir ich sei es, keine Ahnung warum.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 15:38 Uhr
Ja, dann ist ja alles gut :)

Wie gesagt - der eine Fanboy ist enttäuscht, der andere feiert halt ab... kommt nicht zu selten vor auf der Welt :)

Spinnefink

Postings: 71

Registriert seit 25.05.2022

25.05.2022 - 16:03 Uhr
@dreckskerl: "Sie merken selbst, dass sie übers Ziel hinausgeschossen sind."

Das ist genau der Punkt, der mich an den aktuellen Ereignisse stört. Vorweg: ich fand die gestrige Folge großartig.
Aber bei dem ganzen Plot rund um den großen Plan gegen Howard tue ich mich ähnlich schwer wie fuzzmyass, was die Nachvollziehbarkeit anbelangt.

Wie kann man übers Ziel hinausschießen, wenn man wochen- oder sogar monatelang an diesem Plan herumgetüftelt hat? Diese Schlussfolgerung hätte gepasst, wenn sie aus einem Impuls heraus einen Angriff gegen Howard gestartet hätten. So war aber die Bedenkzeit einfach viel zu lang, sodass es in Verbindung mit den Charakterzügen von Jimmy und Kim keinen nachvollziehbaren Sinn ergibt.
Von "Upsi, sorry Howard, ganz so arg wollten dich gar nicht treffen" kann einfach keine Rede sein. Zumal exakt alles so passiert, wie sie es vorgesehen haben.

Kims Motive sind völlig schwammig. Sie hegt Groll gegen Howard, aber die Intensität der Attacke und die lange Zeit zur Ausführung passen nicht mit ihrer Art zusammen.

Einerseits will sie auf diesem Wege das Geld für die Pro-Bono-Kanzlei freischalten, schlägt aber gleichzeitig ein Jobangebot aus, das ihrem juristischen Ideal mindestens genauso entspricht, tendenziell sogar deutlich attraktiver ist.

Für Jimmy macht sie es auch nicht, denn er hat eigentlich stets Bedenken geäußert.

Für den Spaß? Für ein bisschen Gefummel auf dem Sofa? Das soll am Ende ihre Kernmotivation gewesen sein? Das finde ich dann doch sehr unbefriedigend.

Wie gesagt, ich fand die Folge großartig und unterhaltsam. Aber das build up dazu und den Hauptplot der aktuellen Staffel finde ich etwas umständlich und weit hergeholt.

Spinnefink

Postings: 71

Registriert seit 25.05.2022

25.05.2022 - 16:07 Uhr
Nochmal anders formuliert:
Der Ertrag, den sie durch diese Aktion einfährt, steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, zu den Risiken und zu den ausgelassenen Möglichkeiten.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 16:16 Uhr
Sehr gute Ausführung von Spinnefink, die ich so unterschreiben kann... wochenlange ultrakomplizierte zielgerichtete Planung und Umsetzung, den Plan trotz Jimmy's Absicht zu canceln gewaltsam erzwungen - um was genau zu erreichen zu welchem Risiko? Und dann nur weil Lalo ganz zufällig reinkommt zu denken "Uuuups, übers Ziel hinausgeschossen, weil jetzt Lalo auf ein mal ankommt"... warum Lalo Howard überhaupt sofort umlegen muss und warum die beiden das zu ahnen scheinen, ist mir auch nicht gerade klar...

Luc

Postings: 1725

Registriert seit 28.05.2015

25.05.2022 - 16:32 Uhr
Ich sehe es so:
Die beiden sind Spieler, das hat man uns bereits in Staffel 2 eindrücklich vor Augen geführt.
Die Grenze bis zu der wir bereit sind, das "mitzugehen" ist aber eben unsere Grenze nicht deren.
Mit Walter White gingen wir auch erst mit, aber irgendwann verstanden wir ihn auch nicht mehr wirklich.

Spinnefink

Postings: 71

Registriert seit 25.05.2022

25.05.2022 - 16:34 Uhr
"warum Lalo Howard überhaupt sofort umlegen muss und warum die beiden das zu ahnen scheinen, ist mir auch nicht gerade klar..."

Das habe ich auch gedacht. Er hätte das locker wegspielen können. Werner Zieglers Frau zu erschießen hätte aus seiner Sicht deutlich mehr Sinn ergeben, weil er ihr relativ viel preisgegeben hat. Macht er aber nicht. Warum? Ein letzter Funken Güte? Es schien so, als würde die Serie das vermitteln wollen.

Zwei Folgen später ist er wieder in der absoluten Gefahrenzone, muss höllisch aufpassen, von niemandem gesehen zu werden - und dann knallt er einfach mal jemanden um, von dem er nicht mal weiß, was er für eine Rolle spielt und ob er nicht sogar wertvoll für ihn sein könnte.

Das war schon recht eindeutig das Ende, das für Howard gebraucht wurde und keine Aktion, die sich aus der Logik der Figuren ergeben hätte.

Ist ok für mich, aber richtig geiles Writing ist es halt auch nicht. Zumal man die gleichen Ergebnisse wirklich einfacher, nachvollziehbarer und logischer hätte herbeiführen können.

Spinnefink

Postings: 71

Registriert seit 25.05.2022

25.05.2022 - 16:40 Uhr
"Mit Walter White gingen wir auch erst mit, aber irgendwann verstanden wir ihn auch nicht mehr wirklich."

Walter hatte aber auch eine völlig andere Motivationslage. Er war a) todkrank und b) beruflich (gemessen an seinen Ambitionen) grandios gescheitert. Sein Lebenswandel hat ihm das gegeben, was ihm gefehlt hat: Selbstverwirklichung, Autorität, Macht.

Für Jimmy, vor allem aber für Kim fehlt all das völlig.

Was soll es also sein? Zocken im Sinne von "ich überlege mir einen absurden Plan, mit 1 Million Möglichkeiten schiefzulaufen und wenn es dann funktioniert gibt mir das den Kick"?

Die Anlage dafür sehe ich bei Kim einfach nicht, und bei Jimmy seit Chucks Tod eigentlich auch nicht mehr.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 16:58 Uhr
"Das war schon recht eindeutig das Ende, das für Howard gebraucht wurde und keine Aktion, die sich aus der Logik der Figuren ergeben hätte.

Ist ok für mich, aber richtig geiles Writing ist es halt auch nicht. Zumal man die gleichen Ergebnisse wirklich einfacher, nachvollziehbarer und logischer hätte herbeiführen können."


Genau exakt mein Punkt, danke für die Ausführung - hab schon an mir etwas gezweifelt und mich gefragt, ob ich nicht zu überkritisch bin :)

"Walter hatte aber auch eine völlig andere Motivationslage."

Absolut richtig... bei Walter White war das vielfach besser motiviert. Er war nicht einfach nur ein Spieler, der es zu weit treibt... da waren existenzielle und psychologisch fundierte Faktoren ausschlaggebend und auch er selbst hat es ganz am Ende Skylar sehr gut erklärt - irgendwann war er einfach sehr gut darin und das hat sich gut angefühlt...

Dieses "sie ist einfach eine Spielerin, die über das Ziel hinausschießt" reicht mir vor allem bei Kim nicht als Begründung für ihre extreme und rapide Wandlung...

didz

Postings: 1307

Registriert seit 29.06.2017

25.05.2022 - 17:00 Uhr
+1 was spinnefink sagt

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 17:06 Uhr
Genau, was Luc sagt, die beiden sind Spieler und haben einen sehr großen Spaß daran andere die sich überschätzen mit ihrer Intelligenz und Talent zum Spiel bloßzustellen/verarschen/zu betrügen....Symbol dafür: der Veschluss des 500 Dollar Tequilas

Howards Monolog war im Grunde genau das was wir Zuschauer uns auch fagen, Warum, was rechtfertigt das?
Alleine dafür diesem Charakter diese Zeilen in den Mund legen zu können, bedingt eben, dass die eigentlichen Helden eben unverhältnismäßig agieren, dass gehört m.E, aber eindeutig zum Stil der Serie und macht sie so gut.

Howard erkennt dann auch, dass es eine Art von Freude am Spiel sein muss, das die beiden zu ihrer Großinsznierungen antreibt.
Mit den Sätzen danach, trifft er aus meiner Sicht beide und ein Hauch von "Beschämung" kam auf, noh BEVOR Lalo die Szene betritt, nichts anderes hatte ich vorher auch schon geschrieben.
Natürlich ist das Auftauchen Lalos zur gleichen Zeit wie Howard, nicht die Schuld von Kim und Jimmy, aber Howard wäre nicht da, hätten sie ihn nicht rekordverdächtig aufwendig öffentlich bloßgestellt und Lalo wäre nicht da, hätte sich Jimmy nicht irgendwann einmal auf das Drogenkartell eingelassen.
Natürlich werden sie sich für den Tod (zurecht) mitverantwortlich fühlen.

Selbstverständlich erschießt Lalo ihn, er befindet sich im Kriegsmodus und hat einen Plan, da kann er einen "random" Anwaltstyp nicht gebrauchen.
Margarethe hat er nicht gekillt, weil sie eine Frau ist und weil er sie wohl auch mochte und eben auch Opfer von Frings ist.

Zu Kim später mehr.







fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 17:07 Uhr
"Sie wollen doch nicht, dass Howard stirbt (von wegen andere Drogen und er stirbt dadurch, was sollte an dieser Story denn unterhaltsam sein?)"

Ja, aber das Ziel der Writer ist es doch, dass sie einen starken Konflikt mit Howard ausfechten und die Konsequenz daraus sein Tod ist, was wiederum Jimmy und Kim in den emotionalen Abgrund wirft, so ala "scheiße, das ist unsere Schuld und wir sind zu weit gegangen" --> dieses Ergebnis hätte man viel schlüssiger erreichen können... z.B. mischen ihm Drogen unter, damit er sich irgendwo blamiert und auf dem Weg dorthin baut er einen Unfall, weil die Drogen halt bei ihm doch anders wirken, als Jimmy und Kim das geplant hätten (eben so, dass er nicht umkommt)... DANN hätten sie enorme Schuldgefühle und eine emotionale Talfahrt, DANN erst hätten sie wirklich den Aha-Effekt "scheiße, wir sind zu weit gegangen, wir hätten die Gefahr unserer Handlung davor abschätzen können und jetzt haben wir versehentlich einen tödlichen Unfall erzeugt" - das ist nur eine Möglichkeit unter vielen, die simpel und schlüssig, aber auch bewegend umsetzbar wäre...
aber so wie es tatsächlich ablief haben sie einen extrem abstrusen und unfassbar komplizierten Plan perfekt umgesetzt und dieser hat perfekt geklappt, so wie sie es wollten, also keinen Grund für die beiden da Gewissensbisse oder emotionale Schwankungen zu haben zu haben... und dann kommt halt zufällig Lalo vorbei und erschießt Howard ganz random - dafür können die beiden aber rein gar nichts, denn das hat ja nichts mit ihrem Plan und ihrer Absicht Howard zu blamieren zu tun....

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 17:12 Uhr
"die beiden sind Spieler und haben einen sehr großen Spaß daran andere die sich überschätzen mit ihrer Intelligenz und Talent zum Spiel bloßzustellen/verarschen/zu betrügen"


Sorry, aber das reicht bei Kim nicht als Erklärung IMO... bei Jimmy ja, Kim hat das immer nur gemacht, als sie kurz mal Spaß haben wollte, aber generell hat sie das abgelehnt - das hat ihr Jimmy auch vorgeworfen in Staffel 4 oder 5, weiß nicht mehr genau... sie hat das Spielen sogar extrem verurteilt... warum das auf einmal in das komplett andere Extrem umschlägt ist schlicht nicht nachvollziehbar für mich... es gab zwar in Staffel 5 kleine Ansatzpunkte für einen kleinen Wandel, aber kaum welche für die Proaktivität so hart ins Extreme zu gehen wie es bei Howard der Fall war...
Die früheren Spielereien waren eben das - Spielereien, aber fast nie über Wochen geplante Pläne jemanden komplett zu vernichten...

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 17:18 Uhr
"Alleine dafür diesem Charakter diese Zeilen in den Mund legen zu können, bedingt eben, dass die eigentlichen Helden eben unverhältnismäßig agieren"

Ja, aber dazu hätte es nicht diesen abstrus konstruierten Plan gebraucht... es gab bereits Jimmy's Bowlingkugel-Attacken und die Prostituierten, die er im Restaurant hat auftauchen lassen, das arrogant ausgeschlagene Jobangebot etc. etc. ... da hätte ein normalerer Konflikt ausgereicht als die abstruse "wir jubeln ihm Koks unter, stehlen sein Auto und schubsen Prostituierte raus, weiten seine Pupillen durch Drogen, schieben ihm einen falschen Doppelagent-Detektiven unter, der Fotos austauscht etc. etc."...


"Selbstverständlich erschießt Lalo ihn, er befindet sich im Kriegsmodus und hat einen Plan, da kann er einen "random" Anwaltstyp nicht gebrauchen."

Wieso befindet er sich denn im Kriegsmodus? Und was hat der Kriegsmodus mit Jimmy, Kim und einem ihm ganz unbekannten Howard zu tun? Das ist unlogisch... sein Kriegsmodus ist mit Fring und der Pollos Crew.... Howard kennt er nicht und wenn er sich ruhig verhält, geht Howard nachhause und hat keine Ahnung wer oder was Lalo ist - für ihn w#äre er nur ein schräger Freund der dummen Spieler Jimmy und Kim gewesen, also keine Gefahr...

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 17:20 Uhr
"aber Howard wäre nicht da, hätten sie ihn nicht rekordverdächtig aufwendig öffentlich bloßgestellt und Lalo wäre nicht da, hätte sich Jimmy nicht irgendwann einmal auf das Drogenkartell eingelassen.
Natürlich werden sie sich für den Tod (zurecht) mitverantwortlich fühlen."


und gerade DAS ist nicht schlüssig...

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 17:26 Uhr
Doch , genau diesen Plan hat es gebraucht, damit der Zuschauer ensthaft Mitleid mit Howard hat und er denkt: also Kim und Jimmy ich mag euch ja, abe das geht jetzt zu weit.

Und genau diesen Charakter dann von dem Teufel auf den sich Saul eingelassen hat, töten zu lassen, ist ein Geniestreich.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 18:11 Uhr
"Doch , genau diesen Plan hat es gebraucht, damit der Zuschauer ensthaft Mitleid mit Howard hat und er denkt: also Kim und Jimmy ich mag euch ja, abe das geht jetzt zu weit."

Ich hatte schon davor Mitleid mit Howard, so scheiße sich Jimmy ihm gegenüber verhalten und Kim ihn dabei unterstützt hat... so dumm bin ich nicht als Zuschauer, dass ich extra diesen unlogischen abstrusen Plan dafür gebraucht hätte - die Stärke der Serie war es bisher nicht eine solche Bratpfannentaktik zu nutzen, um den Zuschauer zu überzeugen... da kommen wir nicht zusammen, für mich ist der Plan total dämlich und schlechtes Writing - gerade da ich alle Staffeln am Stück geschaut habe, fällt das besonders auf... ich kann mir aber gut vorstellen, dass es nicht ganz so stark ins Gewicht fällt, wenn man zuletzt vor 2 Jahren die fünfte Staffel geschaut hat...

"Und genau diesen Charakter dann von dem Teufel auf den sich Saul eingelassen hat, töten zu lassen, ist ein Geniestreich."

Jimmy hat sich nicht auf ihn eingelassen, sondern Lalo hat sich ihm aufgezwungen - das war keine bewusste Entscheidung Jimmy's, ihm war das Ganze nicht geheuer, er hat es aber dann halt durchgezogen, weil Lalo sehr persistent war.... d.h. Saul kann hier nichts dafür und deswegen ist es kein Geniestreich, sondern auch hier extrem faules konstruiertes Writing...

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 18:12 Uhr
Also ich habe absolutes Verständnis, wenn man die Folge gut fand, aber hier von "Geniestreich" zu sprechen finde ich total schwer nachzuvollziehen... scheinbar haben wir unterschiedliche Ansprüche an die Serie.. was auch okay ist..

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 18:26 Uhr
Zusatz:
Genau das von Dir beschriebene Ding ist für mich faules Writing - "damit der Zuschauer das Gefühl xy fühlt, braucht es unbedingt Ereignis yz".... gutes Writing lässt die Charaktere und Stories atmen und sich natürlich entwickeln, so wie es Better Call Saul vor Staffel 6 vorzüglich gemacht hat... wenn es natürlich fließt, spürt der Zuschauer schon die richtigen Dinge... man muss nicht auf Zwang Ereignisse einbauen, die nicht rund reinpassen... dafür gobt es schon genug (meist schlechte) Serien... zumindest ich bin von BCS besseres gewohnt...

jayfkay

Postings: 736

Registriert seit 26.06.2013

25.05.2022 - 19:25 Uhr
@dreckskerl
"Sie merken selbst, dass sie übers Ziel hinausgeschossen sind. Das kommt schon ein wenig rüber in der Szene bevor Lalo auftaucht."

Jimmy teilweise schon, aber Kimmy bleibt ja bis zum Ende abweisend und kalt. Über das Geständnis war sie auch überrascht. Sie hätte bis zum Ende so getan, als hätten die beiden nix damit zu tun.

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 19:29 Uhr
Wir kommen hier wirklich nicht zusammen.

Ich habe selbstverständlich die Wochen vor dem aktuellen Serienstart genutzt und alle 5 Staffeln genussvoll ein zweites (manche Folge ein drittes mal) angeschaut, also meine Begeisterung liegt nicht daran, dass ich ggf. zu wenig Erinnerung an die vergangenen Staffeln habe und von daher so unkritisch bin.

Du hälst diese Folge für abstrus, Bratpfannnetaktik anwendend,unlogisch, faules Writing...etc pp, gibt ja genügend Text von dir.
Ich finde es ist eine absolute Meisterleistung in jeder Hinsicht.

So ist es dann.

jo

Postings: 4028

Registriert seit 13.06.2013

25.05.2022 - 20:34 Uhr
Manchmal sind es auch Kleinigkeiten. Mir ging Breaking Bad damals, als es dann "plötzlich" einen Riesenhype um die Serie gab, ab und zu auch auf den Keks. Dann argumentierte ich ähnlich wie zum Beispiel fuzzmyass. Allerdings fand ich so manches Storytelling/Writing dann mit etwas Abstand doch klasse.

Vielleicht geht's dir ja irgendwann hier auch so. Und wenn nicht, dann ist es eben so :).

Der Untergeher

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25.05.2022 - 22:26 Uhr
Will mich gar nicht einmischen in die Diskussion, aber möchte kurz sagen: Gutes/schlechtes Writing hin oder her, man kann hier in beide Richtungen argumentieren (wurde hier und anderswo genug getan), die Serie ist für mich vor allem in der Umsetzung des Scripts so stark. Die Shots, das Schauspiel, Setdesign, Kostüm, etc. Ich bin einfach drin und genieße die Performances von Seehorn, Odenkirk, etc. Ich verstehe nicht alle Entscheidungen der Figuren, kann auch nicht die Handlung vorhersehen oder sagen, dass ich das alles plausibel finde, aber es saugt mich rein und ist hochgradig befriedigend, mitunter auch emotional komplexe Unterhaltung.

fuzzmyass

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Registriert seit 21.08.2019

25.05.2022 - 23:01 Uhr
"Manchmal sind es auch Kleinigkeiten. Mir ging Breaking Bad damals, als es dann "plötzlich" einen Riesenhype um die Serie gab, ab und zu auch auf den Keks. Dann argumentierte ich ähnlich wie zum Beispiel fuzzmyass."

Das ist bei mir nicht der Fall... ich sehe gerade beim kompletten Durchschauen von BCS einen klaren Bruch in Staffel 6 in Hinblick auf Flow, Pacing, Plausibilität, Storyverläufe, Motivation, Charakterkonsistenz... und das ist bei weitem keine absurde Einzelmeinung...
Die Schauspieler sind immer noch grandios, die Kamera krass gut, die Atmosphäre super, einige Szenen, Figuren und Teilstories fantastisch (Nacho, Howard an sich auch super sympathisch), aber die genannten Dinge sind so frapante Minuspunkte, dass ich echt enttäuscht bin... das ist genau so wie wenn deine Lieblingsband, deren 5 Alben Du abfeierst ohne Ende, auf einmal Album 6 rausbringt und Du es unbedingt gut finden willst, es bleibt aber für Dich "nur" solide gut ohne die alte Klasse zu erreichen - da ist es ganz normal, dass man erstmal die Kritikpunkte aufzählt, weil man eben enttäuscht ist... heißt nicht, dass man die Band jetzt scheiße findet...

Ich muss echt sagen, zumal ich ja die letzten Wochen BrBa und BCS hintereinander geschaut habe, dass ich die letzte BrBa Staffel DEUTLICH besser fand.... ich hätte mir gewünscht, dass Howards Ableben Gefühle bei mir erzeugt, aber ich spürte gar nichts, weil ich es schwach aufgebaut und geschrieben empfand - ich sehe direkt die Writer im Büro sitzen und den Satz von dreckskerl droppen - "Leute, wie schaffen wir es, dass wirklich ALLE Zuschauer wirklich wirklich verstehen, dass Jimmy und Kim total skrupellos geworden sind und der arme Howard auf ihrem Gewissen lastet - holt die große Bratpfanne raus" :)

Aber es ist ja auch in Ordnung, dass verschiedene Zuschauer verschiedene Erwartungen an die Serie haben... ich kann nur schwer nachvollziehen, wenn von "Geniestreich" gesprochen wird und eine kritische Meinung als "Einzelmeinung" entwertet werden soll...

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

25.05.2022 - 23:33 Uhr
Mannomann, du kannst es aber auch nicht lassen, statt lets agree to disagree

- Du hast heute mittag diese aus meiner Sicht wirklich absolut genial geschriebene und in Szene gesetzte Folge, komplett zerissen, direkt nachdem ich sie mir mit vollem Genuss ein zweites mal angeschaut habe und anschließend die ebenso begeisterten Kitiken der Presse gelesen hatte.
(Die Serienjunkies Kommentare über die Staffel habe ich inzwischen auch gelesen- aber selbst der SR Kritiker, dessen Pacingvorwürfe ich nicht teile, vergab für diese Folge 5 Punkte)

Dann also deine vernichtende Kritik, da wollte ich dann doch gerne widerspechen und gehe es ganz defensiv an und schrieb "Schade, dass du nicht soviel Freude..." und ja dann schrieb ich, scheint eine Einzelmeinung zu sein.
Damit will ich doch nichts "entwerten" zudem habe ich direkt danach den Begriff als wertend auch zurückgenommen, also mach mal halblang.

Auch mein Zitat bringst du in einen völlig anderen Zusammenhang und stellst mich damit auch als ein wenig dumm dar.

Wie ich schon sagte wir sehen die Story wohl so unteschiedlich, da macht diskutieren keinen Sinn und auch keinen Spaß.



Fiep

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25.05.2022 - 23:51 Uhr
Ich sehe, die stimmung bricht etwas.

... Spoiler:


Ich weiß nicht. diesen riesen bruch seh ich nicht, ... aber das ist auch tewas mein problem mit dieser staffel bisher.

Erstmal: in isolation eine super folge. Im kontext das es sich um die letzte staffel handelt, irgendwie bei mir die ganze staffel nicht ganz ankam, was das werden soll, und sich nun heraus stellt: eigentlich egal, haben andere sorgen...

Lalo hatte die vermutung das es etwas mit dem bau auf isch hat ja schon. jetzt steht er da wo er vor dem deutschland ausflug auch schon war.

Viel setup war für die sache mit howard, die für mich weder erfüllend war, da er jetzt keine chance kriegt die beiden wirklich zu konfrontieren, noch die beiden jetzt noch die folgen ihres plans aufarbeiten.

Es fühlt sich etwas an, als ob die Story Howard noch ein überbleibsel der alten staffeln war, an der die Schreiber nicht so interessiert waren, aber die noch auf BCS manier beendet werden musste.

In summe fühlt es sich nach viel vergeudeter zeit und setup an in den letzten paar folgen.
Howards ableben erinnert mich etwas an Jane in Breaking Bad. Hatte natürlich folgen, und soll einen schock auslösen, aber gleichzeitig hat sich der charakter mehr wie ein rumlaufender plotpoint angefühlt als ein aktiver teilnehmer beim geschehen (für Howard jetzt nur für die aktuelle staffel).

Zu Kims entwicklung... naja, gab schon genug momente, von "will nichts von deiner seite des geschäfts wissen" zu "machen wir meza verde fertig" zu der konfrontation mit lalo in der wohnung ... sie war schon lang genug voll dabei. Seh da keinen wiederespruch, etwas ruf beschmutzen, und dafür den auftrag beenden... das hat sie wohl gesehn und für akzeptable erachtet.

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

26.05.2022 - 03:25 Uhr
"Mannomann, du kannst es aber auch nicht lassen, statt lets agree to disagree"

Keine Ahnung was Du hier meinst... ich habe alles dazu gesagt und hab auch nicht auf deinen Post geantwortet...

fuzzmyass

Postings: 9279

Registriert seit 21.08.2019

26.05.2022 - 03:37 Uhr
"naja, gab schon genug momente, von "will nichts von deiner seite des geschäfts wissen" zu "machen wir meza verde fertig" zu der konfrontation mit lalo in der wohnung"

Das hatte aber alles eine konkrete wichtige und im Kern gute Motivation - auf Mesa Verde hat sie irgendwann gepfiffen, weil sie gesehen hat, dass sie wehrlose Menschen von ihren Wohnorten vertreiben um ihre Filialen zu bauen, die Motivation hat also im Kern was Gutes.... und die Konfrontation mit Lalo sollte Jimmy schützen gegen einen Psychopathen, der Jimmy eigentlich dazu gezwungen hat für ihn zu arbeiten und sein Leben aufs Spiel zu setzen - eine Wahl hatte Jimmy hier gar nicht, denn es wurde ihm gleich klar gemacht, dass die Bedrohung enorm ist wenn er absagt... und da hat sich Kim vor ihm gestellt....

Beim Howard Plan geht es a) um die totale existenzielle Vernichtung von Howard und als Nebeneffekt in Kauf zu nehmen, dass die ganzen alten unschuldigen Kläger gegen Sandpiper um ihr wohlverdientes Geld gebracht werden bzw. deutlich weniger zu bekommen als ihnen zusteht... und diesen Plan treibt Kim aktiv an, obwohl Jimmy ihn eig. canceln will... ein Plan, der im Gegensatz zu den anderen Tricksereien nur böses und kaltes im Schilde führt... das passt IMO so einfach nicht, da biegen sich die Writer alles zurecht.... und wie gesagt hätte hier ein schlichterer Konflikt mit Howard ausgereicht, es hätte nichtmal so extrem sein müssen... Jimmy hatte ihn zuvor schon richtig schlecht behandelt und da hätte man nicht mehr so viel draufsetzen müssen...

bolek

Postings: 46

Registriert seit 21.09.2019

26.05.2022 - 20:46 Uhr

Ich war von der 6. Staffel bisher eher enttäuscht. Staffel 5 ist für mich ein absolutes Meisterwerk und hat die Messlatte dann (leider) sehr hoch gelegt.
Überzeugt hat mich der Abschluss der Nacho-Storyline. Danach waren es leider zu viele Längen, wenig Dynamik und eine gewisse "Leere".
Optisch und technisch natürlich weiterhin auf allerhöchstem Niveau. Eher "Style over Substance".

Dann kam besagte finale Folge von Staffel 6.1 und ich hat mich umgehauen. Die Folge hat einfach alles, was die Serie ausmacht. Wow! Es fängt eher humorvoll an und endet im düsteren Drama. Allein die kleinen Details:
Lalo sieht in der Kanalisation eine Kakerlake und ihm kommt plötzlich eine Idee und er bricht auf. In Staffel 5 hatte er schon zu Kim gesagt, dass ihr Mann wie "La Cucaracha" (= Kakerlake) ist - ein Überlebenskünstler.
Ein klarer Hinweis, dass er dann zum Unglück von Howard wieder in der Wohnung von Kim & Saul auftauchen wird. Großartig geschrieben. Für mich eine fast perfekte Folge. 9,5/10.

dreckskerl

Postings: 8222

Registriert seit 09.12.2014

26.05.2022 - 21:16 Uhr
Ich war auh bisher nicht enttäuscht, wie man weiß.


Ja, sehr gut beobachtet. Als er die Kakerlake sieht kommt ihm ein Gedanke, daher ist auch klar, dass er einen Plan (mit Saul/Jimmy vielleicht auch Kim) hat und Howard passte da gerade so gar nicht rein und musste weg.

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