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Serie: Tatort

User Beitrag

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

02.01.2021 - 17:37 Uhr
edit:
- "für..den Autor..ist.

- einmal "Historie" hätte gereicht

Rote Arme Fraktion

Postings: 3509

Registriert seit 13.06.2013

10.01.2021 - 21:45 Uhr
Guter Tatort. Die Kölner enttäuschen (fast) nie.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

10.01.2021 - 21:52 Uhr
Sind nur manchmal zu belehrend und gemütlich. Heute aber echt gut! Ne gute 7/10 mit Tendenz nach oben.

Rote Arme Fraktion

Postings: 3509

Registriert seit 13.06.2013

10.01.2021 - 22:16 Uhr
Belehrend und gemütlich? Na klar, sind ja auch Rheinländer. Das bringen die schon gut rüber.

fakeboy

Postings: 1159

Registriert seit 21.08.2019

11.01.2021 - 10:19 Uhr
Ne, das war gar nix gestern. Langweilige Story, dazu der doofe Assistent mit dem man irgendwie gar nie Mitleid haben konnte, weil er sich so dumm anstellte...

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 7183

Registriert seit 26.02.2016

11.01.2021 - 11:25 Uhr
Die Tante kidnappt 2 Polizisten und Ballauf reagiert so, als wäre ihm gerade ne Tasse im Büro umgekippt.
Ich find ja Over-the-top-Tatorte grundsätzlich ok, das gestern war aber nach gutem Beginn völlig unrealistisch und leider aber auch langweilig.

Kalle

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Registriert seit 12.07.2019

11.01.2021 - 11:36 Uhr
Auch meine Meinung. Langweilig und zu konstruiert. Hab gar nicht zu Ende geschaut...

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

11.01.2021 - 11:41 Uhr
Ja, gut, sehr real war der jetzt nicht ;). Aber ich fühlte mich (bis auf den beknackten Sidekick - es sollte mehr Gisberts geben!) sehr gut unterhalten. Was ich sonst oft nicht behaupten kann.

Allerdings finde ich, dass die Trefferquote in den letzten Wochen/Monaten wieder deutlich besser geworden ist.

Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

11.01.2021 - 13:14 Uhr
Für die Kölner ein langweiliger, verworrener Tatort, schwach.

Deutschland

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Registriert seit 29.06.2013

11.01.2021 - 15:00 Uhr
Tatort Köln: Roland Riebeling kämpfte hart gegen Corona

Jetzt enthüllt der 42-Jährige, der seit 2018 als „Jütte” zur Tatort-Besetzung neben den Ermittlern Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär) gehört: Fast genau so hart wie die Entführung für seine Filmfigur war für Riebeling sein Kampf gegen das Coronavirus!

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

17.01.2021 - 20:53 Uhr
Der ist schon schlimm klischeehaft heute in Stuttgart.

Kalle

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Registriert seit 12.07.2019

17.01.2021 - 21:44 Uhr
Aber lustig...

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

17.01.2021 - 21:45 Uhr
Puh, also das war nix. 3-4/10.

fakeboy

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17.01.2021 - 22:39 Uhr
Das war der beste Tatort seit mindestens 5 Jahren. Absolut grandios. Lustig aber nicht doof. Herrliche Dialoge. Die Genervtheit der Kommissare, diese absurde Verfolgungsjagd am Schluss. Und dann die irgendwie versöhnlichen Abschlussworte. Glatte 10.

Los Paul

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Registriert seit 23.12.2020

17.01.2021 - 22:53 Uhr
War subber heute

dreckskerl

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Registriert seit 09.12.2014

17.01.2021 - 22:54 Uhr
Nein, mich hat das nur sehr teilweie überzeugt.
Einige Charaktere und der größte Teil der Dialoge waren aus meiner Sicht stark überzeichnet.
Hin und wieder gab es kurze Sequenzen, die ich gelungen fand, aber eben nur selten.
Das meiste traf mein Humorzentrum leider nicht.

Kalle

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Registriert seit 12.07.2019

24.01.2021 - 21:56 Uhr
Nee, was war der heutige Tatort unglaubwürdig. 😪

Enrico Palazzo

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24.01.2021 - 22:00 Uhr
Leider sehr lame und kaum was aus dem Insel-Szenario gemacht.

fakeboy

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Registriert seit 21.08.2019

25.01.2021 - 08:54 Uhr
Musik und Landschaftsaufnahmen top, alles andere flop... Ich würde dem Wilke Wotan Möhring mal einen guten Tatort gönnen. Ich mag den Falke eigentlich aber kann mich an keinen einzigen guten Hamburger Tatort mit ihm erinnern.

mrnovember

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Registriert seit 10.10.2019

25.01.2021 - 10:00 Uhr
Nach der unfassbar guten Stuttgart-Folge letzte Woche, gestern leider ein absolutes Lowlight.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

25.01.2021 - 10:40 Uhr
Ich erlebte die Stuttgart-Folge vor einer Woche alles andere als "unfassbar gut". Für mich (und meine mitschauende Partnerin) war das eine ziemliche Qual, in jeder Hinsicht.
(Schon, dass das Schauspiel z.T. so schlecht war, dass bei der allerersten Szene zwischen dem Mörder und den Polizisten unmissverständlich klar war, dass er sich 75 Minuten später als der Mörder herausstellen würde...)

dreckskerl

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25.01.2021 - 10:47 Uhr
Schließe mich an, mir unklar, wie man den Stuttgart Tatort so gut finden kann. Wenn man eine Personengruppe so satirisch, komödiantisch in einem Tatort darstellen will, dann müssen die Dialoge authentisch und die Figuren sollten nicht bereits schon Karikaturen sein.

Kalle

Postings: 161

Registriert seit 12.07.2019

25.01.2021 - 16:05 Uhr
Ich bin da absolut bei mrnovember. Vielleicht nicht der klassische Krimi, aber wie die Truppe natürlich überzeichnet, aber trotzdem humorvoll dargestellt wurde, fand ich auch Klasse.

fakeboy

Postings: 1159

Registriert seit 21.08.2019

25.01.2021 - 16:35 Uhr
Stuttgart war grandios, wirklich. Besonders herrlich, wie den Kommissaren irgendwann das ermitteln zu blöd wurde. Bin normalerweise kein grosser Fan von humoristischen Tatorten, aber der war klasse.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

25.01.2021 - 17:19 Uhr
Bei grandios, wirklich kann ich überhaupt nicht mitgehen. Gut gedacht/gemeint, aber leider haarsträubend theaterhaft aufgesagt, bis dahin, dass nicht mal das Schwäbisch von einigen Figuren konsequent war und sie laienhaft zwischen hochdeutsch und schwäbisch wechselten.
Zwei, drei Figuren fand ich gut & gut gespielt, aber vieles wirkte einfach wie schnell mal lustlos hingeschludert.
Ich habe, im Gegensatz zu dir, wiederum nichts gegen humoristische "Tatorte", finde das manchmal sogar ganz erfrischend, aber es muss dann halt klar sein, was witzig gemeint ist. Hier war vieles einfach unfreiwillig komisch, alle überraschenden Wendungen hatten sooo einen Bart, haben ewig vorher schon angeklopft, viele Gags aufgesagt, und kein einziger Konflikt der Figuren im Ansatz glaubwürdig. Ich würde dem Film 4/10 geben, weil ich den Autor/Regisseur schon seit 20 Jahren kenne und eigentlich sehr schätze. Aber meine mitschauende Partnerin würde dem Film keine 2 Punkte geben.

"Die Figuren rasten schnell im Klischee ein, der Plot dreht irgendwann leer." (Spiegel-Online-Fazit)

Mann 50 Wampe

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Registriert seit 28.08.2019

25.01.2021 - 17:46 Uhr
Ganz heimlich ist das Duo Lannert und Bootz für mich in die Top Liga der Tatort Kommissare aufgestiegen.
Allerdings bin ich bei der letzten Stuttgart Folge zwiegespalten. Die hatte zwar ihr durchaus humoristischen Momente, war aber letztlich sehr vorhersehbar und über weite Strecken auch langweilig. Dazu so Holzschnittartige Figuren, bei dieser seltsamen Esoterik WG hat man es wohl übertrieben.
Zum Falke Tatort: so richtig überzeugt hat der mich noch nie, war auch gestern wieder so, hatte irgendwie so ein miefieges 80er Jahre Flair. Investigative Journalistin mit derben Hau, trifft auf Großstadtbullen und skurile Inselbewohner. Nicht gerade orginell und zigmal schon gesehen.

mrnovember

Postings: 118

Registriert seit 10.10.2019

25.01.2021 - 18:11 Uhr
Kommt halt immer auch darauf an, was man vom Tatort erwartet. Mir ist es relativ egal, wenn ich schon früh weiß, wer der Täter ist, wenn ich dafür mit so tollen Szenen wie der Fahrradverfolgungsjagd belohnt werde.

Der Regisseur hat für mich nach dem Stau-Tatort und dem legendären Murmeltier-Tatort mit Murot jetzt schon das dritte Mal die Höchstnote verdient: 10/10

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

25.01.2021 - 18:24 Uhr
Uiuiui. Ich bin sicherlich nicht derjenige, der ein Problem damit hat, den Täter zu kennen, aber ich meine, das muss dann halt auch klar sein, dass es absichtlich "verraten" bzw. vorweggenommen wird. Bei Brüggemanns "Tatort" war das ja erzählerisch nicht so, dass man es von Anfang an wissen sollte, sonst wäre das ja nicht so verrätselt erzählt worden. Oder hast du es anders erlebt? War es für dich wirklich so gedacht, dass die Figur des Mörders so erzählt war, dass er sich gleich bei der ersten Begegnung mit den Kommissaren verrät? Wenn das so beabsichtigt gewesen sein sollte, war das für mich nicht klar genug erzählt, dann hätten die Kommissare (oder eine andere Figur) darauf reagieren müssen und eben entsprechend die Beweise suchen müssen. So wirkte es einfach super schlecht gespielt. Das waren zum großen Teil ja auch keine "echten" Schauspieler, der Mörder, glaube ich, auch nicht.

Von Dietrichs Filmen würde ich sehr "3 Zimmer, Küche, Bad" oder "Renn wenn du kannst" empfehlen. Der Murot-"Tatort" war auch sehr gut. [Wobei ich von "Legenden" bislang noch keine vernommen habe; das war recht gut, aber "legendär"? Woran macht man das fest?] Aber zu dieser Episode war doch ein signifkanter Qualitätsunterschied. Nichts gegen Albernheiten, viele Folgen mit Christian Ulmen sind ja auch durch und durch so angelegt, aber hier war es einfach an vielen Stellen unklar. "Holzschnittartig" und "sehr vorhersehbar" trifft sehr gut, wie wir es hier erlebt haben. Ein paar nette Gags waren schon dabei, etwa als Christiane Rösinger die Polizisten als "der Herr Kommissar aus Köln" vorstellte.

Ich bin bei den Stuttgartern auch immer ambivalent. Da gab's in der Tat schon sehr gute, z.B. die "RAF"-Episode von Dominik Graf.

fakeboy

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Registriert seit 21.08.2019

26.01.2021 - 08:20 Uhr
I'm with mrnovember (bestes Lied von The Natinoal)!

Das mit dem Schwäbischen kann ich nachvollziehen, spielt für alle Nichtschwaben allerdings keine Rolle. Als Schweizer hab ich mich eh schon lange von der Idee verabschiedet, es könne authentische Sprache im Tatort geben. Selbst die bei uns ausgestrahlte Schweizerdeutsche Version ist jeweils eher eine verschweizerte Hochdeutschversion, da die Dialoge wohl immer auf Hochdeutsch verfasst werden.

Den Stuttgarter fand ich eben nicht albern. Es war ganz viel grosses Drama in der kleinen Welt. Etwas überzeichnet aber nicht zu viel für meinen Geschmack. Und die Rösinger war phänomenal. Ich hab mich jedenfalls an einem Sonntagabend schon lange nicht mehr so gut gefühlt. Find ich durchaus erfreulich, statt nach einem Tatort immer mit flauem Gefühl im Magen ins Bett zu gehen.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 10:00 Uhr
@fakeboy:

Klar, es spielt für die meisten keine Rolle, aber das macht es ja nicht besser - im Gegenteil zeigt es ja nur, dass Genauigkeit und glaubwürdige Figurenzeichnung nicht wichtig waren.

nach einem Tatort immer mit flauem Gefühl im Magen
Ich schaue mir zwar wirklich nicht jeden einzelnen "Tatort" an (wähle da nach Regisseur und Hauptfiguren aus, z.B. kann ich die Münsteraner beim besten Willen nicht ertragen, und auch die Dortmunder Episoden sind oft grottenschlecht gespielt und inszeniert) - aber ich muss schon sagen: In letzter Zeit gab es ne ganze Menge sehr guter Folgen.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2838

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26.01.2021 - 10:08 Uhr
Der hr liefert meiner bescheidenen Meinung nach dem bezüglich ganz ordentliche Arbeit ab.

Der Wanderjunge Fridolin

Postings: 2838

Registriert seit 15.06.2013

26.01.2021 - 10:09 Uhr
Übrigens finde ich Ludwigshafen mit riesigem Abstand am unerträglichsten.

Enrico Palazzo

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Registriert seit 22.08.2019

26.01.2021 - 10:11 Uhr
Oh ja, oh ja. Da stimmt selten überhaupt irgendwas in Ludwigshafen. Auch die Nachsynchronisation nicht.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 10:31 Uhr
@Fridolin:
Ja, ich fand die Frankfurter "Tatorte" lange auch ganz stark, die gehör(t)en zu jenen, die ich am liebsten schaute. Leider gab es da zuletzt eine ganze Reihe arger Gurken, die qualitativ wirklich misslungen waren (auch wenn es noch immer ein paar gute Gags und sympathische Momente gab). Der am Anfang sehr gute Boden der Brix/Janneke-Geschichten wurde zuletzt leider nicht mehr gepflegt.

fakeboy

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26.01.2021 - 10:39 Uhr
@ijb: Tatsächlich gab's sehr viele gute Folgen in letzter Zeit. Und ja, Frankfurt schwächelt. Dabei haben die beiden so gut begonnen.

Bester Tatort bleibt allerdings der Rostocker Polizeiruf (auch wenn da in letzter Zeit ebenfalls zuweilen etwas die Luft raus war... Und die Abstände zwischen zwei Folgen sind jeweils zu gross, so dass ich jeweils gar nicht mehr genau weiss, wie Bukow und König nun zueinander stehen...)

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 10:52 Uhr
@ fakeboy:

Von Rostock habe ich nur sporadisch mal Folgen gesehen und muss sagen, dass mir da nicht ganz so viel hängen geblieben ist, eine (r)echte Meinung kann ich mir dazu daher nicht erlauben, ABER: die letzte Polizeitruf-Episode mit Claudia Michelsen war ganz hervorragend, gibt's sicher noch in der Mediathek:


»[…] für Hauptdarstellerin Claudia Michelsen, Produktionsfirma filmpool fiction und den MDR ist dieser „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Der Verurteilte“ der bisher beste Film des stets überzeugenden Reihenablegers aus Magdeburg. […] Für den vierzehnten Film der Reihe hat nun Autor Jan Braren eine dramaturgisch klug abgespeckte Geschichte entworfen, ohne viel Personal und ohne Exkurse ins Privatleben der Kommissarin. Mit dem reduzierten Plot gelingt dem Grimme-Preisträger die Grundlage für einen Krimi, der sachlich, unspektakulär, aber sehr konzentriert beginnt und aus seiner Unaufgeregtheit allmählich eine immer größere Sogkraft entwickelt – bis zu einem Schlussdrittel, das in puncto Spannung und emotionale Anteilnahme seinesgleichen sucht.

Die außergewöhnliche Wirkung hat bis zu Braschs Höllentrip auf der Zielgeraden viel mit der Erzählweise zu tun. Die Narration in diesem „Polizeiruf“ ist kleinteilig und komprimiert, ohne dabei kurzatmig zu wirken. Im Gegenteil: Aus den zügig aufeinanderfolgenden Szenen entsteht ein (fast unmerklicher) Flow, auch ohne spektakuläre Ereignisse. Dabei wird häufig darauf verzichtet, eine Situation mit einer verbalen Vorankündigung vorzubereiten. Dadurch befindet man sich als Zuschauer stets in einer leichten Anspannung, einer gewissen Habacht-Haltung. Das mag nur ein Detail sein, ist aber ein wichtiger Baustein für die dichte Erzählung und den sich daraus für den Zuschauer ergebenden Spannungsfluss. Früher war das anders im Magdeburger „Polizeiruf“: Wenn sich Brasch nicht gerade mal wieder auf einem ihrer Alleingänge befand, wurde wegen der Animositäten im Team sehr klar gesagt, wer was zu tun habe.

[…] Die diesbezüglichen Vorgaben des Drehbuchs werden allerdings noch maßgeblich und eindrücklich von der Inszenierung forciert. Die Arbeit von Regisseurin Brigitte Maria Bertele und die wesentlichen Gewerke, Bildgestaltung und Montage, lassen in „Der Verurteilte“ einmal mehr erkennen, welche Bedeutung für einen Film die spezifischen ästhetischen Möglichkeiten des Mediums und die damit geschaffene Atmosphäre besitzen. Davon zeugt ein Schnitt, der jeder Szene die optimale Länge verpasst für den bereits erwähnten (unsichtbaren) magischen Flow. […] «


Rainer Tittelbach

___


Beim "Polizeiruf" fand ich (natürlich, wie wahrscheinlich die meisten) die Matthias-Brandt-Reihe weitgehend herausragend. Es macht echt einen Unterschied, wenn exzellente, verdiente Kinoregisseure inszenieren.

fakeboy

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26.01.2021 - 11:25 Uhr
Ja, Brasch ist jeweils auch grandios. Das macht es nicht einfacher, da sich in meiner Erinnerung zuweilen Brasch und König vermischen. Irgendwie ähnlicher Typ. Ich mag beide sehr. Bei König ist halt noch die Geschichte mit Bukow, die den Episoden Würze verleiht.

Brasch ist die mit dem rechtsextremen Sohn, oder? Und König mit den verschwundenen Eltern? Müsste mal wieder ein bisschen die früheren Fälle aufarbeiten. Finde es insgesamt suboptimal, dass bei einem Format wie Tatort, wo man maximal 2 Fälle pro Jahr vom selben Team sieht, Geschichten über mehrere Episoden erzählt werden. War auch bei Fabers Familiendrama so, dass ich jeweils nicht mehr genau wusste, was zuletzt geschah.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 11:46 Uhr
Falls du mich fragst: Ich kann "König" jetzt nicht zuordnen. Ist das die Kommissarin in Rostock? Mit Hintergründen wie Söhne/Eltern kenne ich ehrlich gesagt auch nicht so aus. Ich schaue die Filme üblicherweise an, wenn mich der/die Regisseur/in oder Autor/in interessiert - oder wenn ich anhand einer Filmbesprechung den Eindruck gewinne, dass sich das lohnt.

(Faber ist der Dortmunder "Tatort-Proll", der sich immer so komplett asozial verhält? ...dass man es eigentlich nie glaubwürdig finden kann..? Den kann ich nicht aushalten; alle Folgen, die ich jemals mit ihm gesehen habe, waren dermaßen miserabel geschrieben und/oder geschrieben, dass ich wirklich daran zweifle, ob der Schauspieler überhaupt was auf dem Kasten hat.)

fakeboy

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Registriert seit 21.08.2019

26.01.2021 - 11:51 Uhr
Ja, König ist die aus Rostock. Ich schau eigentlich jeden Sonntag, ist halt so ein Ritual, deshalb hab ich wohl auch immer ein Durcheinander mit den ganzen Hintergrundgeschichten... Faber mag ich eigentlich schon sehr, auch wenn sich die Figur etwas abgenutzt hat. Er ist nicht einfach ein Proll, seine Hintergrundgeschichte ist halt schon wichtig um ihn zu verstehen. Der allererste Faber-Fall begann ja damit, dass er sich umbringen wollte, weil er seine Familie vor Jahren bei einem Verkehrsunfall verloren hat. Beim letzten Fall mit den Münchnern hat er aber definitiv eine Grenze überschritten und nun ist die junge Kollegin weg. Mal schauen, wie sich die Dortmunder weiterentwickeln...

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 11:51 Uhr
Mein Eindruck ist, dass die Polizeirufe mit Charly Hübner eher eine leichte Humornote haben, während die mit Claudia Michelsen eher in die sozialrealistische Richtung gehen – ich finde bei ihr auch so beeindruckend, dass ich ihr wirklich abnehme, dass sie als Polizistin arbeiten könnte; sie sieht immer so angenehm unglamourös und authentisch aus, während die allermeisten Fernsehkommissare ja immer recht geschniegelt und zurechtgemacht daherkommen. So richtigen "Realismus" gibt es in den "Tatort"- und "Polizeiruf"-Reihen ja nur sehr selten; schon allein deshalb finde ich die Michelsen/Brasch-Reihe eine sehr willkommene Abwechslung. Dass Claudia Michelsen in der Rolle außerdem nicht so hochtourig spielt wie viele, viele andere Kommissar/innen im deutschen Fernsehen, finde ich ein weiteres Plus.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 11:59 Uhr
Ich habe von den Dortmunder Folgen nur rund eine Handvoll gesehen, einige fand ich dermaßen hanebüchen erzählt und von vorne bis hinten unglaubwürdig (und das gilt nicht zuletzt auch für die übrigen Hauptrollen, etwa die Konarske-Figur und die ewigen Theater-Papp-Figurenzeichnungen mit den endlosen "Pärchen-Kabbeleien"), dass ich es eine Frechheit fand. Für so einen Stuss bekommen Schauspieler, Autoren, Regisseure usw. zehntausende Euro bezahlt, während etliche andere begabte Leute in dem Berufsfeld am Hungertuch nagen.

Naja, ich verstehe, dass man Fabers Vorgeschichte kennen muss, aber witzigerweise wird ja wirklich in JEDER einzelnen Folge (die ich gesehen habe) fünfmal von irgendwem der Satz gesagt "Ja, er ist ein totaler Arsch, aber das muss man halt verstehen, bei dem, was er durchgemacht hat." :-(

Ich hab sicher nichts gegen Überzeichungen oder "far out"-Geschichten, aber es muss halt zumindest in sich schlüssig erzählt und glaubwürdig gespielt / inszeniert werden. Dann nehme ich auch mal hin, dass sich Figuren nicht immer logisch verhalten.
Siehe "Breaking Bad" - das ist natürlich vollkommen an den Haaren herbeigezogen, aber einfach immer glaubwürdig.

dreckskerl

Postings: 5981

Registriert seit 09.12.2014

26.01.2021 - 12:17 Uhr
Ich habe vor ein paar Monaten hier einmal mein Missfallen, darüber geäußert, dass manche Tatortkommissare quasi jede neue Episode andere Autoren und Regisseure haben, was bezüglich der Charakter- und Figurenentwicklung und auch den gesamten Look zu enormen Schwankungen führt.
Ich wurde, richtigerweise belehrt, dass eben dies eine Eigenart des Tatorts sei, dass sich junge Autoren und Filmemacher und ab und an auch die Stars/Arrivierten der "Szene" in eienm Tatort verwirklichen.

Am Beispiel Rostock sieht man wie durch Einsatz eines einzigen Autors und Regisseurs eine Reihe entwickeln kann, die den Zuschauer Folge zu Folge mehr über die sich wiederholenden Charakter erfahren lässt, die Sprache die gleiche bleibt etc...

Trotzdem gibt es, dass ist mir dann schon klar, Tatortfolgen die gerade wegen der Wechsel zu außergewöhnlichen Einzelfolgen führen.

Meine Nummer eins ist München, die selten komplett mißlingen und eine enorm hohe Dichte an herausragenden Folgen haben. Die beste Folge im letzten Jahr, m.E. klar "Lass den Mond am Himmel stehen.

Köln gelingt ab und an auch sehr gut, manchmal auch nicht, wie die letzte, da stimmte es überhaupt nicht mit der inneren Logik von Ballauf und Schenk.

Humor in Deutschland ist ohnehin ein Problem, da gibts nicht viel was mich überzeugt. Münster war zu Beginn erfrischend und wirklich charmant, leider ist das ganze inzwischen für mich fast unschaubar geworden.
Zur Zeit mag ich da nur den Weimartatort der völlig durchgeknallt ist und damit schon ein paar wirklich gute Episoden hatte.

In Stuttgart ist, wie man seit dem letzten sieht auch alles möglich., ich brauch da aber keine weiteren Versuche von Gesellschaftssatire.


Tommy Stinson

Postings: 27

Registriert seit 26.01.2021

26.01.2021 - 15:04 Uhr
Wunderbar im Stuttgarter Tatort war, dass Christiane Rösinger mitgespielt hat. Sie ist für mich bisher nur als Musikerin in Erscheinung getreten, als Mitglied der Bands "Lassie Singers" und "Britta", sie hat aber auch 2 sehr besondere (und teilweise tieftraurige) Platten unter eigenem Namen rausgebracht. Ich wusste gar nicht, dass sie auch schauspielert, noch dazu so überzeugend. Den schwäbischen Akzent hat sie super hinbekommen, weil sie - wie ich recherchiert habe - aus Rastatt kommt...heute aber in Berlin lebt.

ijb

Postings: 1297

Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 15:48 Uhr
Christiane Rösinger, die ich wiederum, ehrlich gesagt, als Sängerin bislang an der Grenze des Erträglichen fand, war durchaus einer der Pluspunkte des Films. Abgesehen von dem sehr aufgesagten (und unnötigen) Schlussmonolog empfand ich sie auch als das humorvolle Herz des Films. Top-Besetzungsidee. Und ja, auch ihr Schwäbisch war überzeugend, im Gegensatz zu der mehreren anderen Nebenfiguren.

Ihrer Musik werde ich bei Gelegenheit noch einmal ein Ohr schenken und eine Chance geben :-) Speziell das Album mit dem albern nachgemachten Dylan-Cover fand ich schon sehr schwierig... ich muss aber auch gestehen, dass ich bis letzte Woche glaube, sie wäre mindestens 20 Jahre jünger.

Mann 50 Wampe

Postings: 1268

Registriert seit 28.08.2019

26.01.2021 - 17:39 Uhr
Ich versuch es mal mit dem hier übliche Ranking:

Köln 7/10
München 9/10
Schwarzwald 5/10
Kiel 7/10
Weimar 6,5 /10
Wien 7/10
Dortmund 8/10
Hamburg (Falke) 6,5/10
Frankfurt 5/10
Stuttgart 8,5 /10
Wiesbanden (Murot) außer Wertung
Ludwigshafen 5/10
Berlin 5/10
Mümster 7/10

Rest lass ich mal weg.

ijb

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Registriert seit 30.12.2018

26.01.2021 - 18:23 Uhr
Interessant... Da mach ich mit.
Bei meinem Urteil muss man abziehen, dass ich Fachidiot bin, weil ich Film theoretisch und praktisch studiert habe (Regie mit Produktion und teils Drehbuch), und einige der Regisseure kenne.

Köln 7/10
München 7/10 (Top-Folgen auch mal 9/10, aber bei mittelmäßiger Regie auch mal langweilig)
Schwarzwald 6-7/10 (bislang nur gute bis sehr gute Folgen erwischt, mit einer Ausnahme)
Kiel 7/10 (Borowski)
Weimar 6/10 (not my cup of tea, aber in Teilen ganz amüsant gewesen)
Wien: nie gesehen
Dortmund 2-3/10 (bislang nur eine wenigstens erträgliche Folge gesehen, von Dominik Graf, 7/10)
Hamburg? Keine Ahnung. Wer spielt da mit?
Frankfurt 6-7/10 (anfangs top, zuletzt leider arg mittelprächtig bis Gurken)
Stuttgart 7/10 (mit Ausrutschern nach oben und unten)
Wiesbaden (Murot) 8-9/10 (mit einzelnen Ausrutschern nach unten)
Ludwigshafen 6/10 (lange nicht mehr gesehen, früher teils nicht schlecht)
Münster 5/10 (noch nie eine gute Folge erwischt, meist einfach an den Haaren herbeigezogener Studentenfilm-Ulk)
Berlin: kann mich nicht erinnern, aber meine Partnerin, gebürtige Berlinerin, schaut die am liebsten, weil sie Meret Beckers Authentizität mag

S.v.K.

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Registriert seit 13.06.2013

28.01.2021 - 23:03 Uhr
@ijb Woher kommst du? :) Rösinger hat kein Schwäbisch gesprochen, sondern einen badischen Dialekt. Was aber nicht unrealistisch ist, gibt in solchen Hausgemeinschaften im Großraum Stuttgart ja auch Badener...

ijb

Postings: 1297

Registriert seit 30.12.2018

28.01.2021 - 23:08 Uhr
@S.v.K.
I ben aus Stuargart (gebürtig + in der Nähe aufgewachsen und zur Schule gegangen), lebe aber seit 20 Jahren in Berlin, daher ist mein Schwäbisch weitestgehend abtrainiert.

Stimmt, badisch, mein Fehler. Es war aber auch kein intensives Badisch, oder? Ich kenne auch einige Leute in Karlsruhe und Freiburg.

Ich fand das Spiel bei Rösinger überzeugender als bei anderen Figuren.

S.v.K.

Postings: 181

Registriert seit 13.06.2013

29.01.2021 - 12:12 Uhr
Ja, da hast du recht, war nicht sehr intensiv. Aber da ich im Grenzgebiet Schwaben/Baden aufgewachsen bin, hab ich's gemerkt. ;) Hab grad nachgeguckt. Sie ist in Rastatt geboren. Kommt hin.

Wo in der Nähe von Stgt bist du aufgewachsen?

ijb

Postings: 1297

Registriert seit 30.12.2018

29.01.2021 - 12:35 Uhr
@S.v.K.
Die Eltern meiner Mutter lebten in LB, die Eltern meines Vaters in Waiblingen; die ersten drei Lebensjahre lebte quasi ich genau dazwischen (in Hegnach).

Dann zogen wir um ins Remstal, nach Winterbach, wo meine Eltern bis heute leben. Das Gymnasium habe ich 9 Jahre lang in Schorndorf besucht.

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