Film: Snowpiercer

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Leatherface

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27.03.2014 - 19:36 Uhr
Nächsten Donnerstag kommt er endlich auch in die deutschen Kinos. Ich hatte schon das Glück, ihn auf der Berlinale sehen zu können und sage: Mit nem amerikanischen Namen auf dem Regiestuhl und nem ordentlichen Marketingbudget hätte der so groß wie etwa Matrix oder Inception werden können - ein sehr smarter, sehr unterhaltsamer, sehr mitreißender SciFi/Actionfilm.

Statt nen Amerikaner haben wir aber den Koreaner Bong Joon-Ho (The Chaser, The Yellow Sea) mit seinem englisch-sprachigen Debüt und statt nem großen Marketingbudget haben wir Harvey Weinstein, der eigentlich eine halbe Stunde rausschneiden und den Film "verdummen" wollte "für die breite Masse", nach frenetischer Rezeption auf der Berlinale sich aber umentschieden hat und das Ding stattdessen in Arthouse-Kinos parkt. Eine Schande. Der Mainstream braucht mehr große, intelligente Filme wie diesen hier.

Der Plot:
In a future where a failed global-warming experiment kills off most life on the planet, a class system evolves aboard the Snowpiercer, a train that travels around the globe via a perpetual-motion engine.


Trailer




cineast
27.03.2014 - 19:40 Uhr
Matrix oder Inception sind doch beide scheiße.

Leatherface

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27.03.2014 - 19:49 Uhr
Argh, Bong Joon-Ho ist natürlich der Regisseur von Memories of Murder, Mother und The Host. Na Hong-jin hat The Chaser gedreht.

Dr. King Scholtz

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27.03.2014 - 22:35 Uhr
Klasse Film. Wüsste nicht, dass mehr Budget an diesem Filet besser wäre. Neben Dark City(1998) oder Moon(2010) in bester Gesellschaft...

ToRNOuTLaW

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28.03.2014 - 01:36 Uhr
Eindrückliche Allegorie, die grade erzählerisch sehr gelungen ist. Kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie der Film in einer 20min gekürzten Fassung funktioniert hätte.
hannhoss
28.03.2014 - 12:13 Uhr
ich würde eher von einer Parabel als von einer Allegorie sprechen.
8) lolsch
28.03.2014 - 12:46 Uhr
Pitsche Patsche Pitsche Pattsche :o

ToRNOuTLaW

Postings: 146

Registriert seit 19.06.2013

28.03.2014 - 14:02 Uhr
@hannhoss
hast ja Recht. Parabel: metaphorische/allegorische Motive, die auf eine Erzählung ausgeweitet werden.

Der Zug steht allegorisch für die globale Gesellschaft, die Spaltung der Mitfahrer in "Klassen" ist selbsterklärend und wie das Känguru schon sagt: der Kapitalismus versucht seine erfolgreichsten Gegner nicht zu Märtyrern, sondern sie durch Teilhabe an den Früchten sozialer Ungleichheit unschädlich zu machen.
ne
28.03.2014 - 14:03 Uhr
Ziemlich bekackte CGI-Orgie! Weiß nicht, wie man den Müll so hypen kann?
ne
28.03.2014 - 14:11 Uhr
Ich bin halt ein Kapitalistenschwein und beute die unteren Klassen aus.
ne
28.03.2014 - 14:11 Uhr
Ja, wenn sie für diesen Film Geld bezahlen, dann ja.
hannhoss
28.03.2014 - 14:36 Uhr
@ToRNOutLaW: Der Zug selbst braucht gar nicht für die globale Gesellschaft stehen, denn schließlich wird er ja im Film tatsächlich von der globalen Gesellschaft bewohnt. Der Zug ist also nicht die Gesellschaft, sondern der Lebensraum, die gesamte bewohnte Welt. Und dort, so der Regisseur, bilden sich die gleichen Gesellschaftsstrukturen ab wie es sie seit Entstehung der kultivierten Menschheit mehr oder minder und natürlich mit Ausnahmen immer und überall gegeben hat. Letztenendes stellt er damit die These in den Raum, dass die Menschheit selbst in so einer krassen Situation nicht imstande ist diese Strukturen aufzubrechen.

Spannend wäre es gewesen zu erfahren, wie es dazu kommen konnte. Vor allem, weil scheinbar die Technologien für eine nahezu unendliche Energieversorgung vorhanden zu sein scheinen. Warum muss man dann noch Schwächere ausbeuten? Um kleine Kinder in einen völlig unterdimensionierten Revisionsschacht schicken zu können? Mir erscheint das dann doch ziemlich konstruiert und unglaubwürdig.

Die unnötigen und teilweise völlig übertriebenen Actionsequenzen sowie das doch recht langweilige weil scheinbar auch völlig unterbezahlte Artdesign verhindern daher einhergehend mit dem oben Geschilderten wirkliche Begeisterung meinerseits.

Schade eigentlich, hatte mich auf einen tiefgründigen dystopischen Sci-Fi-Film gefreut.
CGI Pitschie Lover
28.03.2014 - 14:39 Uhr
völlig unterbezahlte Artdesign

Mein Gott, du Korinthenkacker!
jepp
28.03.2014 - 17:58 Uhr
"CGI-Orgie"

der trailer sieht schon ziemlich beschissen aus
Wilford
20.04.2014 - 11:25 Uhr
Es gibt eben in dieser Welt immer Leute die benachteiligt werden und andere die profitieren.
Es gab und gibt in jeder Hochkultur schon immer Sklaven.
Mann muss sich eben zu positionieren wissen.^^
Vollhonk
20.04.2014 - 12:48 Uhr
@hannhoss
hast ja Recht. Parabel: metaphorische/allegorische Motive, die auf eine Erzählung ausgeweitet werden.

Der Zug steht allegorisch für die globale Gesellschaft, die Spaltung der Mitfahrer in "Klassen" ist selbsterklärend und wie das Känguru schon sagt: der Kapitalismus versucht seine erfolgreichsten Gegner nicht zu Märtyrern, sondern sie durch Teilhabe an den Früchten sozialer Ungleichheit unschädlich zu machen.


"Parabel:metaphorische/allegorische Motive...." Lol! da weiß sich wohl jemand zu positionieren. Wenn die Klasse der Bildungsbürger Filme anschaut wirds wissenschaftlich und es wird konversiert und geblufft wie auf der Uni.
Proletentests.de
20.04.2014 - 12:51 Uhr
3/10

ToRNOuTLaW

Postings: 146

Registriert seit 19.06.2013

20.04.2014 - 17:39 Uhr
Vollhonk

Solange die Klasse der Bildungsbürger nebenbei noch dein Bedürfniss stillt, dir, dich über das ach so prätentiöse Geseiere mokierend, ein gewisses Maß an verächtlicher Überheblichkeit leisten zu können, ist doch alles in Butter!
Styr
21.04.2014 - 13:22 Uhr
Getting nice and fat.
Styr
21.04.2014 - 14:27 Uhr
Talking nonsense and wank.
es ergibt keinen sinn
12.12.2014 - 03:08 Uhr
fand den film recht unterhaltsam, auch die offensichtlichkeit der parabel ging mir nicht allzusehr auf den sack oder die teilweise absurde unfreiwillige komik ( der fisch! )

aber: die prämisse ergibt keinen sinn.

der zug erzeugt endlos energie.

wenn ozymandias aus watchmen recht hat, sind alle kriege eigentlich aus ökonomiscen interessen geführt, der angst vor mangel.

demnach braucht man keine klassen, man könnte ganz einfach den standard vorne etwas runterschrauben und hinten hoch, dazu ne geburtenkontrolle und fertig is.

dannn gibts halt ne zeitlang jeden dienstag kakerlakenproteinriegel.

kingsuede

Postings: 1369

Registriert seit 15.05.2013

18.04.2015 - 20:51 Uhr
Sehe ich jetzt endlich über SkyGo. Geile düstere und brutale Gesellschaftssatire, die ich im Kino leider verpasst habe. Nach einer Stunde 8,5/10.
Holly-Wut
18.04.2015 - 23:06 Uhr
Der amerikanisierte Film ist Mist, die frankobelgische Comic-Vorlage ("Schneekreuzer") ist um einiges besser.

Greylight

Postings: 110

Registriert seit 14.06.2013

18.04.2015 - 23:33 Uhr
Den fand ich auch gut, trotz der etwas hohen Actionlastigkeit.
­
26.01.2019 - 14:11 Uhr
­
@
28.01.2019 - 15:34 Uhr
Sehe ich genauso.
seldom seen train
09.06.2019 - 12:01 Uhr
Das ist die Sorte Film, wo die Meinungen wohl sehr weit auseinander gehen.

Ich habe zwar ein Faible für dystopischen Endzeitkram, aber mit diesem hier bin ich überhaut nicht "warm" geworden. Einzig die "Klassenzimmer-Szene" fand ich sehr gelungen und mit Abstrichen die Schlusssequenz.

Das klaustrophobische Setting nervte recht schnell, die unübersichtlichen Action-Orgien, deren Energie man lieber in eine halbwegs vernünftige Charakterdarstellung hätte investieren sollen, machen die Sache auch nicht besser.
Über den Umstand, wie sich die Menschheit selbst erfriert, obwohl man im Besitz eines perpetuum mobile ist, möchte ich erst garnicht gross nachdenken. Und so kämpft man sich dumpf durch den Film, wie die Protagonisten durch den Zug. Wo am Ende/Anfang dann natürlich der obligatorische "Twist" wartet.

Vorher aber darf der Hauptdarsteller in bester Nolan-Manier nochmal seine Geschichte erzählen, nur damit man auch mit dem Holzhammer nochmal erklärt bekommt, wie schlimm es hinten im Zug zugeht/zuging. Dann hätte man sich die eindrucksüberladene Anfangssequenz auch sparen können.

Nein, da lob ich mir im weitesten Sinne Genre-Kollegen wie Children of men, The Book of Eli oder Equilibrium.

Ministerin Mason war zwar recht schräg, aber in keinster weise konkurrenzfähig mit Effie Trinker aus den Panem Tributen.

4/10 (inklusive Eisbär-Bonus)

Ministerin Mason
09.06.2019 - 12:21 Uhr
Entspannung gefällig, anyone? *Gebiss rausnehm*
Andy
16.07.2019 - 15:39 Uhr
Diesen Film hab ich so gut gefunden. Aber seitdem ich ihn gesehen habe, weiss ich die deutsche Bahn wieder sehr zu schätzen.

Wolleschmittjunior

Postings: 33

Registriert seit 14.06.2019

26.08.2019 - 00:02 Uhr
„Snowpiercer" von ist ein genialer Revolutionsactionfilm mit Starbesetzung. In naher Zukunft ist ein Leben auf der Erde unmöglich geworden. Alles ist vereist, nur noch ein Zug als Arche der Menschheit rast durch die unwirtliche Gegend. Dieser Zug gehört dem Technikmogul Wilford. Die Privatisierung hat ihre höchste Stufe erreicht: die Welt ist privatisiert. Die Menschen in diesem Mikrokosmos leben in einer rigiden Klassengesellschaft. In den hinteren Wagons sind die armen Arbeiter eingepfercht und vorne schwelgen die Reichen im Luxus. Sehen wir hier ein dystopisches Zukunftsszenario oder ist dies nicht vielmehr unsere heutige Welt in konzentrierter Form? Chris Evans spielt den Revolutionär Curtis, der diese Ungerechtigkeit bekämpfen will. Mit ihm als Anführer proben die Unterdrückten den Aufstand und drängen in die vorderen Wagons. „Snowpiercer" zeigt sehr anschaulich, wie man eine Revolution plant und durchführt. Schon Marx und Engels wußten, daß es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt ankommt. Eine gute Analyse der Verhältnisse ist nötig, um zu sehen, daß die Mächtigen in Wahrheit ohnmächtig sind. Die Drohkulisse ist zwar einschüchternd, doch wenn man erst einmal zu der Erkenntnis gelangt, daß die Mächtigen zwar Gewehre, aber keine Munition mehr haben, kann die Revolution beginnen. Nun ist Bong Joon-ho aber zu klug, um einfach eine lineare Revolutionsgeschichte zu erzählen. Denn letztlich ist jeder Revolutionär durch Macht korrumpierbar. Seit langem herrscht die Ideologie im Westen vor, daß es zu unserem System keine Alternative gibt und man lediglich mit Reformen etwas verbessern kann. Nirgendwo ist dies deutlicher zu vernehmen als im kalifornischen Silicon-Valley. Der zwischen 1968 und 1972 erschienene „Whole Earth Catalog" spricht Bände. „Gravity" beruht im Grunde auf dieser Ideologie, in der es kein Außen mehr gibt. Bong Joon-ho aber öffnet eine Tür.

Herr

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28.08.2019 - 14:41 Uhr
Die Weichen sind gestellt. Aber vom wem nur?

hubschrauberpilot

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28.08.2019 - 19:07 Uhr
Ich weiß jetzt endlich, wofür das M. in Wolfgang M. Schmitt steht: MeinJungewarumhastdunichtsvernündtigesgelerntundwarumziehstduimmerdieKlamottenvondeinemPapianundwirdesmitMitte30nichtmalZeitauszuziehenunddireineFreundinzusuchen.

Genial, oder?

whitenoise

Postings: 344

Registriert seit 17.06.2013

28.08.2019 - 19:32 Uhr
Mein Lieblingsfilm der 10er-Jahre. Großartige Endzeit-Science-Fiction von großer Aktualität. Habe den Film auch über Herrn Schmitt entdeckt.

MopedTobias

Postings: 13256

Registriert seit 10.09.2013

28.08.2019 - 19:45 Uhr
Find den auch sehr gut. Und Wolles Beitrag dazu auch.

Primordial

Postings: 61

Registriert seit 26.04.2018

29.08.2019 - 10:21 Uhr
@hubi: WMS ist bereits seit Jahren vergeben, aber halt nicht an eine Frau, wie du es wohl für wünschenswert hältst.

hubschrauberpilot

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29.08.2019 - 15:08 Uhr
Wieso ich? Das M. hat er doch von seinen Eltern.

MopedTobias

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29.08.2019 - 16:36 Uhr
*röchel*

Herr

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Registriert seit 17.08.2013

30.08.2019 - 14:50 Uhr
Die mäandernde Abweichung vom thematischen Kern steht in diametralem Gegensatz zur Bauweise der Gleise im Film.

Eurodance Commando

Postings: 445

Registriert seit 26.07.2019

30.08.2019 - 14:59 Uhr
Netter Film, aber auch unfassbar doof und immer druff mit der Holzhammersymbolik. Da war mehr drin.

hubschrauberpilot

Postings: 5569

Registriert seit 13.06.2013

30.08.2019 - 18:19 Uhr
Nein, der Film ist durchaus gut, aber nicht der Überfilm für den ihn manche halten.

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