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Wilco - A ghost is born

User Beitrag
büsi power
07.05.2004 - 13:37 Uhr
"being there" hab ich übrigens auch.

wie findet ihr wilco-freaks denn "summer teeth"?
was ist eurer meinung nach das beste album bisher?
Obrac
07.05.2004 - 13:40 Uhr
"Summer Teeth" ist ein gutes Album, aber "Yankee.." finde ich am besten. Komisch, wie man das nicht gut finden kann.. Ich meine, "Jesus etc", "War on war" oder "Reservations" sind doch so offensichtlich gute Lieder, dass ihr schon die Tomaten, die ihr auf die Band schmeissen wollt, auf den Ohren haben müsst.
Patte
07.05.2004 - 14:01 Uhr
Trent Reznor hört zur Zeit auch Wilco....siehe NIN.com
ventolin
07.05.2004 - 14:08 Uhr
Oh dann ist alles klar. Dann müssen sie einfach die grössten sein, oder wie... Der Kerl ist auch nicht ganz dicht der Trent. Die sollten mal ein Duett singen. Jeff und Trent.
büsi power
07.05.2004 - 14:22 Uhr
hahahhahahahaaaa, diese vorstellung!!! jeff tweedy und trent reznor im duett! köstlich! so einen schmachtfetzten im céline dion-style schmetternd! die nine inch nails werden auch seit beginn ihrer karriere völlig überschätzt. da haben sich ja zwei gefunden. ts ts.
WO SIND DIE TOMATEN?
Zero
07.05.2004 - 14:48 Uhr
@ventolin
Ich hab ja nicht gesagt, dass du Wilco nicht kennst, sondern nur, dass es oft so abläuft.
Tja dann gefällts dir eben nicht, was solls, es gibt doch noch eine Million andere Bands, die dir gefallen könnten. Ich kann zum Beispiel absolut nichts mit Oasis anfangen, schreibe ich deswegen in Oasis-Foren, wie scheiße und überschätzt sie doch sind? Nein, weil ich das im Gegensatz zu dir und deinem zweiten Ich büsi nicht nötig habe. Mein Gott. Das ist eben keine Charts-Musik, die jedem gefällig ins Ohr geht.
ventolin
07.05.2004 - 14:59 Uhr
@zero Cool, du hasst oasis auch? Friedlich, komm lass uns einen Scheiss Oasis Thread eröffnen. Die wirken immer wie Pappaufsteller auf der Bühne. Die Improvisationen sind auch immer grosse Klasse. Und diese Spielfreude. Sie wollen manchmal gar nicht mehr aufhören, vier Stunden Springsteen? Lächerlich, wenn du schon mal am Oasis Konzert warst. muahhahahaha.

Wenns um büsi power geht, versteh ich keinen Spass junge. Sie ist nicht mein zweites ich. Sie ist auch jemand der nicht alles glaubt, was im Rolling Stone steht.

Bitte streit bloss nicht mit mir darum, wer mehr Underground Bands kennt. Du machst dich nur lächerlich.
büsi power
07.05.2004 - 14:59 Uhr
@zero
ventolin und ich haben halt vielleicht nichts besseres zu tun in unserer freizeit.

wenn du wüsstest, was wir für musik hören. das ist wohl das gegenteil von gefällig-ins-ohr-gehen-sound.

ausserdem bin ich eine eigenständige person. besser gesagt: ein eigenständiges tier, miau. ich bin nicht das ich-büsi von ventolin, miau.
Obrac
07.05.2004 - 15:03 Uhr
Ach so..ihr attackiert den Thread gezielt zu zweit. Tolles Konzept. Man kennt sich im richtigen Leben und sagt sich: "
So, wir haben keine Eier in der Hose bzw. keine Eierstöcke, also toben wir uns in einem Forum aus. Argumente haben wir zwar auch nicht, aber dafür eröffnen wir ganz viele neue Threads. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass nicht auf Gross-und Kleinschreibung geachtet wird. Das ist nämlich voll Underground. Am besten vermeiden wir noch, die Bands zu nennen, die wir hören, denn dann wären wir ja angreifbar."
büsi power
07.05.2004 - 15:09 Uhr
hey, ich habe heute einen beschissenen tag. lass mich in ruhe mit deiner blöden moralpredigt. ist doch schön, dass ich mich hier austoben kann. wäre es dir lieber, wenn ich amok liefe?
ventolin
07.05.2004 - 15:10 Uhr
@obrac Ich seh den Zusammenhang zwischen den Eierstöcken und dem austoben nicht. Tut mir Leid. Also ich hab EINEN neuen Thread eröffnet. Fang bloss nicht an zu weinen deswegen. Und ein ernstes Thema ist es auch. Ich weiss nicht was du willst. Wer bist du? Duden? Ich soll dir jetzt eine Band nennen, über die du her ziehen kannst, wenn du sie überhaupt kennst? Ne, danke. In diesem Forum ist das nicht das Thema. Und wenn du aufhörst zu provozieren, ist die Sache auch gelaufen, denn was ich zu Wilco sagen wollte, hab ich gesagt.
Obrac
07.05.2004 - 15:18 Uhr
Dann ist ja alles wunderbar. Deine fundierte Kritik habe ich auch mit Begeisterung aufgenommen. Übrigens ist das hier ein Thread über "A Ghost is born". Aber da du ja bisher nicht einmal im Ansatz konkret über Wilco oder einen ihrer SOngs geworden bist, werde ich auch nicht erwarten, dass du mal eine klare begründete Aussage über das neue Album bringst. Ein schönes Leben noch.
büsi power
07.05.2004 - 15:19 Uhr
danke ventolin.
ventolin
07.05.2004 - 15:36 Uhr
@obrac Weisst du, ich finde nicht, dass ich mir von Dir ans Bein pinkeln lassen muss, nur weil ich Wilco nicht mag. Ich habe oben dargelegt weshalb ich die nicht mag. Ich finde sie werden masslos überschätzt. Sie sind halt Kritikerlieblinge, wie es viele gibt. Radiohead beispielsweise, oder die Strokes oder was weiss ich. Nicht dass ich die alle mies finde, aber manchmal fürchte ich um ein wenig objektivität. Pitchfork beispielsweise gibt Yankee... eine 10. Sowas ist einfach nicht in Ordnung. Die Band klingt meist wie ein Eierlikör. Der erste Song (I am trying to break your heart) hat einen coolen Rhythmus, und einen echt friedlichen Pianopart, auch wenn er halb-geklaut ist. Aber das Album flacht dermassen schnell ab. Ich war richtig enttäuscht, das weiss ich noch. Ich hab mir damals soooo viel von dem Album versprochen. Oder heavy metal drummer. Ist ja schön und gut. Aber es ist einfach ein langweiliger, belangloser Popsong. Irgendwie macht sich gegen Ende immer mehr einfallslosigkeit und desorientierung breit (wie auf think tank). Jeff's Stimme ist eine katastrophe und die Songs werden ohne Feuer vorgetragen. Das ist meine Ansicht zu diesem Album. Für das neue ist es zu früh um was zu sagen. Und das alte Zeugs ist noch schlechter als Yankee... Du bist anderer Ansicht. Was soll's. Du bringst für so ein Forum nicht genug Geduld mit. ;-)
Obrac
07.05.2004 - 15:41 Uhr
Nicht genug Geduld? Ich habe ein paarmal geantwortet, mit Gründen, Auszügen aus Lyrics und Songbeispielen. Aber ja, meine Geduld ging langsam zuende, als ihr mit eurem Rumgealber mit Reznor oder Oasis angefangen habt. Das hat nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun. Sowas erwarte ich nunmal von jemandem, der eine Band kritisiert.
Und nebenbei bemerkt. Ich habe mir "Yankee Hotel.." gekauft, ohne irgendeine Review davon gelesen zu haben und fand das Album klasse, ohne mich von Kritikern beeinflussen zu lassen. Ja, sowas gibt es. Aber warum gefällt es wohl den Kritikern? Bestimmt, weil es so scheisse ist. Du hast deine subjektive Meinung jetzt hier zum Ausdruck gebracht, die Kritiker ihre und ich meine. Das muss wohl jetzt reichen.
Joerg
07.06.2004 - 13:21 Uhr
das neue album hat bei spiegel-online die vollen 10 punkte bekommen. für mich völlig unverständlich. mehr als 7/10 ist da nicht drin.
captain kidd
07.06.2004 - 13:31 Uhr
wenn das neue album wirklich so gut ist, haben sie drei meisterwerke hintereinander abgeliefert. welche band schafft das überhaupt???

und being there fällt dabei auch kaum ab. und das debut ist ja auch nicht übel. wohl wirklich die beste band derzeit.
captain kidd
07.06.2004 - 13:35 Uhr
"büsi power (07.05.2004 - 13:35 Uhr):

ich kenne wilco auch. nur zu gut. nach all den yankee hotel foxtrot-kritiken dachte ich: diese scheibe musst du haben, scheint das beste fucking album des neuen jahrtausends zu sein. ich hab diesem "meisterwerk" ca. 10'000 chancen gegen, ich wollte es wirklich mögen, ganz fest. ich hab mir mühe gegeben. all for nothing. der grösste reinfall aller zeiten."

schon mal daran gedacht, es könnte an dir liegen??? und nicht an dem album???
captain kidd
07.06.2004 - 13:46 Uhr
die einzelnen alben:

a.m. [1995]: ein gutes americana album. einige wunderbare songs (should've been in love, must be high, casino queen). 7/10


being there [1996]: musikalische wundertüte. country, folk, rock, r&b. leider zu lang. aber unheimlich geile songs (misunderstood, sys you miss me, sunken treasure, the lonely one, dreamer in my dreams). 8/10


summertheeth [1999]: der befreiungsschlag. wilco wenden sich dem pop zu. eher beach boys als hank williams. traumhafte songs (can't stand it, she's a jar, pieholden suite, how to fight loneliness). 10/10


yankee hotel foxtrot [2002]: die krönung. alles wird alles. pop. songs. der dreierschlag war on war, jesus, etc. und ashes of american flags ist unerreicht. 10/10



und tweedy ist einer der besten texter derzeit. allein die zeile "when i forget how to talk i sing" spricht da bände. punkt.
The MACHINA of God
07.06.2004 - 13:50 Uhr
amen.




________
Rolf
07.06.2004 - 18:06 Uhr
Über ventolin alias büsi power konnte man ja jetzt hier nun ne Menge lesen. Darüber, warum er Wilco denn jetzt genau so Scheiße findet, leider nicht. Jedenfalls nichts, was über das übliche slipknotthreadmäßige Bashing hinausgeht, geschweige denn irgendwas in Richtung ernsthafter Auseinandersetzung.

Das neue Album ist übrigens ein Meisterwerk. Nichts weniger.
dispatch
07.06.2004 - 22:10 Uhr
ich bin mit captain kidd einverstanden was wilco angeht (scheinen da wohl den musikgeschmack zu teilen...)
Wilco sind eifach eine Band, die heut zu Tage über viele andere Bands stehen und dies nicht zu unrecht.
Ich finde ihren Werdegang seit A.M. Radio bemerkenswert. Wie man von Alternative-Country bzw. Americana so genial in Richtung Pop gehen kann verdient schon ein gewisses Lob.
Ich glaube aber auch, dass es das gewisse etwas braucht um Wilcos Musik zu mögen. Das ist ein wenig wie bei Radiohead (die mir wiederum weniger gefallen). Es geht nicht darum die Musik verstehen zu können (meiner Meinung nach sind solche aussagen wie "dann versteht man die musik nicht" eh Quatsch) sondern darum in ihr die Melodie zu entedecken die einem die Zeit, in der man sie hört, einen schönen Moment beschehrt.
dispatch
09.06.2004 - 12:59 Uhr
@captain kidd

wenn wir schon mal bei Wilco sind und ähnlicher Musik...hast Du schon mal etwas von "Jim White" gehört? Macht meiner Meinung nach auch noch interessante Musik.

Will jetzt deswegen nicht extra einen neuen Thread eröffnen weil wahrscheinlich würde das so ein Thread werden, der wieder versänkt ohne auch nur richtig im forum gewesen zu sein...
SeBou
09.06.2004 - 17:42 Uhr
Ich habe zwar "A Ghost Is Born" noch nicht gehört, bin mir aber 100% sicher, dass es für mich das Album das Jahres wird. Neben Radiohead und Bright Eyes ist Wilco die zurzeit beste Band. Trotzdem muß ich den einen Eintrag recht geben, dass die Texte von Wilco größtenteils belanglos sind, und zudem ist für mich Summerteeth eines der schrecklichsten Alben des Jahres ´99. Bis auf ein paar Highlights (Via Chicago, Pieholden Suite), ist das ganze Album überproduzierter Mist.
Zero
09.06.2004 - 18:01 Uhr
@Sebou
Inwiefern belanglos?
Also mich berührt kaum eine Band mehr als Wilco. Zeilen wie "All my lies are only wishes, I know I would die if I could come back new" oder "How to fight loneliness? - Smile all the time" mögen zwar ziemlich banal sein, aber sie wirken. Außerdem sind viele Lyrics auch ziemlich kryptisch und man hat ein ganzes Weilchen daran zu knabbern, bis man heraus bekommt, was Tweedy damit ausdrücken wollte, bzw. man kann die Texte auf seine eigene Weise interpretieren.
Summerteeth mag ziemlich poppig geraten sein, aber was mich an dem Album besonders fasziniert, sind diese krassen Schwankungen zwischen tiefer Depression, Einsamkeit und Verzweiflung und grenzenlosem Optimismus, Freude, Hoffnung. Sowohl textlich als auch musikalisch deutlich hörbar. Und das Ganze dann mit der gewissen Prise Ironie, um diese ganzen Stimmungsschwankungen überhaupt aushalten zu können.
Würde mich wirklich interessieren, was dich einerseits zu der Aussage "Wilco = eine der besten Bands derzeit" und im selben Atemzug "überproduzierter Mist" verleitet. Ich liebe YHF zwar fast genau so wie Summerteeth, aber insgesamt ist es mir auf Dauer eine Spur zu anstrengend mit seinen ganzen Noise-Elementen, trotzdem verstehe ich nicht, wie man, wenn man YHF so gut findet, Summerteeth als derart schlecht befinden kann.
Obrac
09.06.2004 - 18:05 Uhr
"When the devil came, he was not red. He was chrome and he said:'Come with me. We must go.' So I went."

Das ist aus "Hell is chrome" und wer sagt, das wäre belanglos, dem kann ich auch nicht mehr helfen.
The MACHINA of God
10.06.2004 - 13:39 Uhr
Einfach trifft es besser als belangslos. Aber Conor Oberst oder Billy Corgan berühren mich da deutlich mehr. Uns Zero, die Noise-Elemente sind doh gerade das Salz in der Album-Suppe von YHF.
SeBou
10.06.2004 - 15:32 Uhr
"Ain´t it just like the night to play tricks when you´re trying to be so quiet? We sit here stranded, though we´re all doing ou best to deny it." Bob Dylan, Vision of Johanna.
Die Texte von Jeff Tweedy belanglos zu nennen war vielleicht ein bisschen zu übertrieben. Doch fällt in meinen Augen die litarische Tiefe, wie sie Bob Dylansoder Townes van Zandts
Fortsetzung
10.06.2004 - 15:48 Uhr
Texte auszeichnen. Meiner Meinung ist Bob Dylan der größte Solokünstler der letzten 50 Jahre. Doch auch er hat viele Alben veröffentlicht, die schlicht und einfach Mist waren. Ich kann jeden nur mal raten Alben wie "Blood On The Tracks" oder "Blond On Blond" zu hören, doch ich würde auch jedem raten von Alben wie "Knocked Out Loaded" Abstand zu nehmen. Es ist kein Widerspruch ein Album schlecht zu finden, den Künstler aber weiterhin gut. Nicht mal die Beatles haben es geschafft nur gute Alben aufzunehmen und trotzdem gelten sie als eine der besten Bands. Es ist normal das ein Künstler neben Qualität auch man Quanität erschafft. Und "Summerteeth" gehört für mich zur letzteren Sorte. Einfach zu viele Klangschichten übereinander.
The MACHINA of God
11.06.2004 - 11:31 Uhr
Zu viele Klangschichten? Das ist doch ne ganz normale Pop-Produktion auf der Platte. Ab und zu mal ein Synthie oder ein Klavier, aber sonst.... Da ist ja YHF fast überladener.
SeBou
11.06.2004 - 13:47 Uhr
Die Produktion von Summerteeth ist mir einfach zu glatt, zu perfekt, zu kalt. Höre einmal die Lieder "Can´t stand it", "ELT" oder "I´m Always In Love". Vor allem beim letztgenannten Lied klingt der Synthesizer einfach schrecklich, wie eine Fliege die dir direkt vor dem Ohr summt. YHF ist einfach viel besser produziert, was vor allem an Jim O`Rourke liegt. Denn wer seine Alben kennt, hört sofort seine Handschrift daraus.
captain kidd
21.06.2004 - 16:55 Uhr
der erste eindruck von a ghost is born war nicht so dolle. was sollen die gitarrensoli? ist das ein crazy horse album? dann erkannte man aber die klasse der songs. ein sehr gutes album. kein meisterwerk wohl. 8 punkte. aber was sollen diese 10 minuten lärm??? totale scheiße das.
klostein
21.06.2004 - 20:35 Uhr
Genau das hab ich mir auch gedacht...
Zero
21.06.2004 - 23:36 Uhr
Ich hab nach einer Minute geskippt, wirkt Wunder sag ich euch ;)
Ansonsten bin ich nach meinen ersten 3 Hördurchgängen auch noch etwas unschlüssig, was ich davon halten soll, Songs wie "War on war" oder "Pot kettle black", die einen gleich beim ersten Mal umhauen, gibts diesmal leider nicht, aber scheint wohl ein typischer Grower zu sein, und wenns hier schon 9/10 gibt, wirds wohl auch so sein *g*
Sassenmann
22.06.2004 - 11:57 Uhr
Ist das richtiger Lärm auf der CD? Also... Krach? Geräusch? Ähnlich weissem Rauschen? Vermischt mit Country-Poprock?

Klingt nach einem Pflichtkauf. Werde ich mir heute abend mal anhören. Oliver, ist das ernst gemeint gewesen, mit der Merzbow-Referenz? Das wäre nun wirklich eine krasse Kombination!
evilkneevilchen
22.06.2004 - 13:09 Uhr
hm..habs grad das erste mal gehört..noch hats mich nich umgehauen...aber ich geb dem Album mal noch 4-5 CHancen :-)
Patte
22.06.2004 - 13:15 Uhr
Ich finde es zum Kotzen, wie Leute, wie büsi power oder ventolin hier runtergeputzt werden.
Für jemanden, wie mich, der die vorher noch nicht kannte, ist es gut, wenn dann auch mal solche Gegenmeinungen - die übrigens sehr wohl SERIÖS sind - kommen, damit ich ein plastischeres Bild habe. Danke, ventolin und büsi - Geld gespart! :-)

Ich finde es ja okay, wenn euch die Texte zum Ejakulieren bringen, aber die Musik tut das bei mir nicht (für mich muss eben beides stimmen). Da kann ich die jetzt noch tausendmal anhören. Vertane Zeit.

Dän
22.06.2004 - 13:17 Uhr
Mich wundert wirklich, dass ich scheinbar immer noch der einzige bin, den es spätestens mit den Gitarren von "At least that's what you said" packt und frühstens wieder loslässt, wenn "Less than you think" anfängt zu piepen. Keine Ahnung was dazwischen passiert, aber ich find's riesig. ;-)
evilkneevilchen
22.06.2004 - 13:22 Uhr
@patte das Album is hier wirklich extrem gut wegegekommen ,ich würde aber sagen du sparst zwar Geld wenn du´s dir nich kaufst,verpasst aber auch n ziemlich intressantes Album..es entwickelt sich halt nur nich beim erstn hören..aber langsam aber sicher ahne ich,dass es mich noch sehr lange begleiten wird :-)
Patte
22.06.2004 - 13:37 Uhr
@evil:

Wer redet denn von "einmal Hören"? Ich weiß schon, warum ich das neue Album vorgehört habe. Und manche Sachen, die hier gespriesen werden, sind eben wirklich nur für einen kleinen, elitären Kreis. Ist ja nichts Schlimmes dran.
Zero
22.06.2004 - 13:53 Uhr
Also wenn du in die Worte "kleiner, elitärer Kreis" keine negative Wertung reingelegt haben willst, bin ich der Weihnachtsmann.
Seis drum, würde ich ihre älteren Alben nicht kennen und vergöttern, hätte ich "A ghost is born" nach den ersten Hördurchgängen wohl auch als nicht zu meinem Geschmack kompatibel eingestuft, aber da ich die Band nun eben schätze, sie einen ungeheuren Bonus bei mir besitzen und außerdem in 5 Tagen am Southside und später dann ja auch bei der Rheinkultur spielen, werde ich dem Album noch einige Chancen geben, die es hoffentlich nutzen kann.
Und ich denke da gehts nicht nur mir so, vielleicht entwickelt es sich ja wirklich noch zu dem, was hier, beim Spiegel und in der ganzen Welt so in den Himmel gelobt wird.
Leute, die diese Geduld nicht haben oder eben bisher keinen Bezug zu Wilco hatten, kann ich aber auch sehr gut verstehen und ihnen eigentlich nur empfehlen, sich die beiden letzten Alben mal anzuhören, denn die sind um einiges einsteigerfreundlicher.
Pascal
22.06.2004 - 13:53 Uhr
@Dän: Keine Sorge, Du bist definitiv nicht der einzige! Habe heute Uni-frei und höre es gerade zum 4.Mal durch. Muß sagen: die Bewertung ist vollkommen OK und viel besser als die Rezension bei Visions. Mich begeistert gerade das Experimentelle an dieser Platte und "At least..." ist ein absolut würdiger und genialer Opener! Und dann diese Melodie in "Company in my back"... Und der Regen prasselt gegen das Fenster...
Pascal
22.06.2004 - 14:00 Uhr
Es ist ja keiner verpflichtet, sich die Platte anzuhören. Aber diejenigen, die dem Album eine Chance geben, werden es nicht bereuen. Muß ja nicht jedes Album aus zwölf eingängigen Popsongs bestehen. Und meistens sind es ja gerade diese Platten, die, einmal ins Herz geschlossen, einen nicht mehr loslassen.Deshalb versuche ich auch, meine Meinung erst nach mehrmaligem Hören zu bilden (das sollte jetzt keine Kritik sein).
Oliver Ding
22.06.2004 - 14:39 Uhr
Das Fasznierendste an der Platte ist, daß die Songs immer wieder ein Alter Ego entwickeln. Zuletzt habe ich das bei der ähnlich grandiosen "Hail to the thief" erlebt, bei der der Dualismus aber noch konsequenter durchgehalten wurde.

Die einzelnen Elemente ergänzen sich immer wieder, nehmen verlorene Fäden auf, kappen andere rücksichtslos und trauen sich abwechselnd ganz Kitsch und ganz Lärm zu sein. Wer die Geduld hat, den Plan hinter "A ghost is born" zu entdecken, wird auf großartige Melodie stoßen, die man ansonsten wegen der unorthodoxen Bauweise der Songs vielleicht verpaßt hätte.
Patte
22.06.2004 - 15:25 Uhr
"Also wenn du in die Worte "kleiner, elitärer Kreis" keine negative Wertung reingelegt haben willst, bin ich der Weihnachtsmann."

Das kannst du sehen, wie du möchstest. ;-) Letztendlich höre ich doch auch oft Musik, die nicht viele Leute anspricht. Das meinte ich ja auch mit "nix schlimmes dran". Macht mir nichts aus und euch ebenfalls nicht (oder etwa doch?).

Alben, die man sich 'schönhören' muss, sollten aber auch immer etwas Markantes haben (jaja, genau, Oliver: "Hail to the thief"!!), etwas wo man aufhorcht, selbst - oder gerade - wenn einem die Platte nicht beim ersten Mal zusagt. Ist aber bei Wilco nicht der Fall (ich kann nur für mich sprechen; klar, für wen sonst?). Da ist es doch dann auch logisch, dass man dem Album nur ganz wenige Chancen gibt. Würde jeder so machen.

Eine noch vernünftigere Begründung fällt mir dazu nicht ein. Wie schon oben erwähnt, schlafen auch mir die Füße ein. Schade.
Oliver Ding
22.06.2004 - 15:37 Uhr
Wenn die Gitarrenexplosion nach der tränenerstickten Harmonie von "At least that's what you said" nicht markant ist, dann weiß ich es nicht.
Zero
22.06.2004 - 15:52 Uhr
Genau bei eben dieser Gitarrenexplosion dachte ich beim ersten Hören: "Wow, das wird bestimmt ein Hammeralbum sein", danach blieb erst mal bis auf das wunderschöne "Muzzle of bees" wenig hängen, aber es macht sich langsam :)
Würde mich mal interessieren, wie viele Hördurchgänge ihr in der Redaktion, oder speziell du, Oliver, als Rezensent gebraucht habt, bis es für euch ein Album war, dem man 9/10 geben kann.
captain kidd
22.06.2004 - 17:36 Uhr
würde jetzt auch 9 punkte geben. ganz ganz ganz stark songs dabei:

Hell is chrome
Spiders (Kidsmoke)
Hummingbird
Wishful thinking (!!! der hammer!!!)
Company in my back
Theologians
evilkneevilchen
22.06.2004 - 19:49 Uhr
es macht sich wirklich 5. Durchlauf bisher bester Durchlauf:-)
Highlights bis hierhin: wishful thinking,handshake drugs,muzzle of bees...ausbaufähig:-)
klostein
22.06.2004 - 22:10 Uhr
Da da damm, da da damm. Nett, nett, nett.

3 Durchläufe:
At least thats what you said - Passt zwar nicht zu Wilco, dafür hier umso besser rein. Leider im 1. Abschnitt etwas zu unmarkant(!), im 2. wieder etwas too much.

Hell is Chrome - Echt toll. Könnt' ich mir gut besoffen am Morgen vorstellen, will aber noch nicht so aus seiner Haut.

Spiders - Da da damm, da da damm. Bin mir noch nicht sicher obs nicht etwas zu lang ist. Aber ich finds gut, dass der Songs nicht auf Improvisation rumreitet. Der Schluss ist erste Sahne.

Jetzt muss ich glatt mal nachgucken, was als nächstes läuft.

Achja, Muzzle of Bees - Trapst, hoppelt, ist voll süß. Perfekt für den letzten Song in 'nem guten Film.

Hummingbird - Beatles, schon irgendwie. Ist das ein Polka da am Ende? Das wird noch was großes.

Handshake Drugs - Der letzte der netten drei. Vielleicht der widerspenstigste Bruder, "ausfransen" nennt man das ja. Sehr cool trotzdem.

Wishful Thinking - Da schlafen mir die Zehen ein irgendwie. Obwohls doch wieder schön ist, so grade im Sonnenuntergang.

Company on my Back - Und schon wieder so ein Scheißgroove, der nicht mehr aus dem Kopf will. Der Hüpfball des Albums. Wenn auch in Zeitlupe, aber toll.

I'm a Wheel - Kann ich schon jetzt problemlos auf der Gitarre nachspielen. Der wohl coolste Song der Platte. Rockt wie Schnitzel und brutzelt gaaaanz weit vor den anderen Weggefährten durch die Gehörgänge.

Theologians - "California here we come", gefällt meinem alten Vati bis 2:20. Ich liebe es. Den Text ganz besonders.

Less than you Think - Aaaaaaaaaaaaah! Björk! Hilfe! Ich wills nicht hören!

The Late Greats - Ich würd euch ja gern was erzählen, aber über diese Lärmwellen aus "Less than you think" komm ich nicht drüber.

Mein Tipp: Bitte Platte - die ich absolut kaufempfehle - und ein paar ordentliche Kopfhörer dazu kaufen

Eine Wertung kann ich noch nicht geben.

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