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Justin Timberlake - The 20/20 experience

User Beitrag
Stephan
10.01.2013 - 20:24 Uhr
Wird vermutlich hier nicht so viele interessieren, ich fand die Solosachen aber mitunter gut. Sieben Jahre nach der letzten Platte scheint was neues zu kommen. Siehe Video auf seiner Homepage

http://countdown.justintimberlake.com/
Konti
10.01.2013 - 20:34 Uhr
Interessant. Eigentlich war ja nur das erste Album so richtig klasse. Das zweite fand ich dann schon enttäuschend. Hab mih auch gewundert, warum so lange nix kommt, hatte doch Riesenerfolg. Aber er geht ja in dem Filmchen auf der Website darauf ein, auch wenn ich nciht sicher bin, ob das die wahren Gründe sind.
Weg mit dir
10.01.2013 - 21:19 Uhr
Dieser beschissene Plastikmüll hat hier auf plattentests überhaupt nix zu suchen
Fiep
10.01.2013 - 21:48 Uhr
Nie wirklich gehört, aber das erste Album war damals von den singles zu urteilen nicht schlecht, und fands schade welche richtung er einschlug. Frage ist ob das erste album primär durch The Neptunes als produzenten hörbar war, oder ob er sich in den 7 jahren auch musikalisch ausgetobt hat und deswegen zeit ließ. Eine hoffnung zur wende des etwas eingeschlafenem pops in den charts zu neuen trends hin =)
Ewald
10.01.2013 - 22:26 Uhr
Die ersten zwei (von mir aus auch drei) Singles waren damals wirklich Weltklasse, dann kam leider nicht mehr so viel besonderes. Aber mal sehen, vielleicht wirds ja doch noch was.

Dieser beschissene Plastikmüll hat hier auf plattentests überhaupt nix zu suchen

Sollte das ernst gemeint sein: Mein aufrichtiges Mitleid.
Sep
10.01.2013 - 23:40 Uhr
Was hast du denn? Mal ehrlich, wo unterscheidet sich der denn von solchen Idioten wie Katy Perry, Taio Cruz und wie sie alle heissen? Ist doch alles derselbe Kommerzmüll
SchlauBerger
11.01.2013 - 03:56 Uhr
Und wir müssen ja immer gegen Kommerzmüll sein, jawoll!

^^ Depp
IFart
15.03.2013 - 13:05 Uhr
Das Album ist groß.
sodi
15.03.2013 - 16:08 Uhr
Wirklich sehr engstirnig von dir, nicht auch mal KommerzMÜLL eine Chance zu geben. Der SchlauBerger zieht sich den Mist auch immer mal wieder rein, nach einem harten Tag im Büro zum Beispiel. Und, hats ihm geschadet?
Soup
15.03.2013 - 20:27 Uhr
Klingt wie die letzte, nur ohne Hits. Pusher Love Girl ist allerdings wirklich super.
@Sep
15.03.2013 - 20:55 Uhr
Mal ehrlich, wo unterscheidet sich der denn von solchen Idioten wie Katy Perry, Taio Cruz und wie sie alle heissen? Ist doch alles derselbe Kommerzmüll

Hör dir die ersten 3-4 Singles an und wenn du dann nicht anders denkst, dann bist du selbst schuld.
Friedel
15.03.2013 - 21:18 Uhr
Die erste Solo-Single von Timberlake "Like I Love You" ist bis heute wirklich absolut Hammer, eine unglaublich gute Mischung aus ultraschwarzem Funk, Micheal-Jackson-inspirierten R&B und dem berühmten Neptunes-Hiphop, und dabei unglaublich tight und modern produziert. Wirklich total unterschätzt, eins der musikalischen Highlights der 00er, und das mein ich ernst. Zeitgemäßer und intelligenter R&B.

Unerwarteterweise setzte die darauf folgende Single "Cry Me A River" da sogar fast noch einen drauf, eine Ballade mit Beatbox-Beat, die in ihrer Form so absolut eigenständig und unerreicht ist, wer hätte so einen perfekten R&B/Hiphop-Song dem einstmaligen *NSync-Hampelmann zugetraut? 10/10!

Dann kamen "Rock Your Body" und "Senorita", okaye Songs, aber keine Meisterwerke, kann man aber ob der 2 Singles zuvor verzeihen.

"Sexy Back" war dann ziemlicher Käse und zeigte schon, dass Timbaland die Ideen und die Inspiration ausgingen, "My Love" ist dagegen wieder recht gut, aber auch nicht wirklich der Hammer.

Sonst kam von Mr. Timberlake nicht viel, find ich schon ne relativ dürftige Ausbeute für 10 Jahre. Erwarte auch vom neuen Album nicht viel angesichts der schwachen Single.
Soup
15.03.2013 - 22:08 Uhr
Das ist immerhin schon mehr als ein Großteil der hier abgefeierten Loserbands je zustande bringen wird. Und My Love war im Übrigen auch noch eine ziemliche Großtat, auch wenn die beiden Alben (vor allem FutureSex) als Gesamtwerke vielleicht ein wenig überschätzt werden.
U.R.ban
15.03.2013 - 23:47 Uhr
Timbaland hat da anscheinend eine schlechte Aura, all seine Sprösslinge, die er damals während der großen Welle produziert hat, floppen inzwischen ja gewaltig. Nach Madonna und Nelly Furtado wird anscheinend auch Justin Timberlake nicht der große Wurf gelingen...
Die beiden Singles sind aber auch echt ziemlich unspektakulär.
Soup
16.03.2013 - 03:47 Uhr
Verkaufstechnisch dürfte das allerdings ein Selbstläufer werden.
...
16.03.2013 - 09:42 Uhr
Gutes Album, man hört stellenweise, dass ihm Channel Orange sehr gefallen haben dürfte.

captain kidd
18.03.2013 - 19:32 Uhr
ja, wirklich ein gutes album. textlich dünn - aber es macht einfach spaß. nach langer zeit passt dann auch mal wieder der timbaland-sound.
captain kidd
18.03.2013 - 19:38 Uhr
allerding finde ich, dass die songs oft zu lang sind. wenn schon vamps und codas - dann muss da auch was passieren. das ist leider nicht immer der fall. aber schon ein schönes popalbum. mag auch gerade mirrors irgendwie. der beat-sound lehnt sich zwar stark an "cry me a river" an, aber der refrain ist so geil powerballadenmäßig. geil geil geil. insgesamt sicher 7/10 (und cry me a river ist einer der besten 30 songs aller zeiten...)
Soup
18.03.2013 - 19:46 Uhr
Der Sinn dieser überlangen Tracks hat sich mir, insbesondere für so ein Pop-Album auch nicht erschlossen. Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck, hätte wirklich nicht gedacht, dass das mit Timbaland nochmal was wird.
haha
18.03.2013 - 20:05 Uhr
schwuchtelpop...3/10
Demon Cleaner
18.03.2013 - 23:33 Uhr
allerding finde ich, dass die songs oft zu lang sind.

Gerade auch mein Hauptproblem mit dem Album. 7 Minuten Durchscnittslänge?! Sorry, das tragen die Songs einfach nicht. Der Opener hängt halt seinen eigenen Remix einfach ans Ende - gut, kann man machen, aber die Frage, ob ein kompakteres Format nicht besser gewesen wäre, ist schon angebracht.

Klingt alles so, als wollte jemand "Channel Orange" einfließen lassen mit den Songlängen von "Voodoo" - beides leider nicht richtig gelungen.

Schade, weil die Songs an sich gut sind - vor allem homogener als die des Vorgängers.
captain kidd
19.03.2013 - 08:49 Uhr
also ich auf jeden fall schon. gestern nacht nochmal mit kopfhörern gehört... fantastisches album. so liebevoll produziert mit tausend ideen - aber trotzdem nicht überladen. einfach fantastisch. bin jetzt doch bei 8/10. mindestens. sogar die songlängen fangen langsam an zu wirken. scheint fasst so, als hätte er für manche songs einfach zu viele ideen gehabt und arbeitet diese nacheinander ab. wirklich sehr sehr sehr gut.
G. Rauh
19.03.2013 - 09:09 Uhr
Unterschreib ich komplett. Sehr gutes Album, nach einigen Durchgängen kristallisieren sich immer mehr Hits raus und entwickeln Sogwirkung. Die Frage "meint ihr das ernst?" stell ich mal in die Kategorie "ich hab keine Ahnung von JT, aber der war doch in so ner Boyband, das muss Mist sein" oder es ist einfach deine Musikrichtung nicht.
Demon Cleaner
19.03.2013 - 09:29 Uhr
8.4 bei Pitchfork - noch mal mehr als für den Vorgänger.
urgs
19.03.2013 - 09:43 Uhr
die frage stellte sich mir, weil ich mirrors schon mal großteils als anstrengendes geflenne empfinde ....
Fiep
19.03.2013 - 14:27 Uhr
3. durchgang. Gans so gut wie hier geschildert finde ich es nicht.
Manche songs haben zu wenig um sie über die länge zu halten. Lyrics sind... ne, einfach nein.
Und vor allem enttäuscht das er sich wenig traut was dengesang angeht, da wäre mehr mut erwünschenswert gewesen.

Ein paar echt gute songs sind aber dabei
>Dont hold the wall
>strawberry bubblegum
>tunnel vision
>Let the groove get in( in der 2. hälfte wo da timberland die bläseretwas ablöst)
>blue ocean floor, auch wen zu wenig passiert über den song, ein break in der mitte gehört hin, aber die reverse keys sind ganz angenehm, wen auch auf dauer etwas langweilig)
Fiep
19.03.2013 - 14:32 Uhr
@urgs: mirrors sagt mir auch nicht wirklich zu, versteh den vergleich mit cry me a river ned, der song war x mal besser.

Aber ja, wen man mit soul/rn'b wenig anfangen kann tut man sich sehr schwer it dem schmalz (auch etwas mein problem)

Aber das ja auf youtube ist mal anhören schadet sicher nicht.
Demon Cleaner
19.03.2013 - 15:02 Uhr
Der 2. Durchgang hat durchaus mehr gezündet. Kann sein, dass das schon wächst. Ich kann Fiep aber auch zustimmen:

Manche songs haben zu wenig um sie über die länge zu halten. Lyrics sind... ne, einfach nein.
Und vor allem enttäuscht das er sich wenig traut was dengesang angeht, da wäre mehr mut erwünschenswert gewesen.


Konti
19.03.2013 - 15:34 Uhr
Bleibt die Frage, wieso er gleich Albumtitel und -cover von Saga klaut????


http://4.bp.blogspot.com/-C9EOZGeExKs/T_RDIzzuD3I/AAAAAAAACbY/4QWQHukBgIA/s1600/SAGA_20_20_cover_hires.jpg


http://cdn2.pitchfork.com/news/49463/d80b538a.jpg
captain kidd
20.03.2013 - 20:13 Uhr
sehr sehr großartiges album. alle hater sollten es sich einfach mal anhören. mir unverständlich, wie man das nicht mögen kann, wenn man was für popmusik übrig hat. gibt so viel zu entdecken im sound... ein wahnsinn.
e.
20.03.2013 - 20:32 Uhr
geschmack ist und bleibt eben relativ ..
Pedro
20.03.2013 - 21:28 Uhr
Bleibt die Frage, wieso er gleich Albumtitel und -cover von Saga klaut????

Würde ich dann eher als bewusst gewähltes Zitat sehen als als "Klau". Warum er sich ausgerechnet von der Band Saga inspirieren lässt, kann man natürlich als Frage in den Raum stellen.
Fiep
20.03.2013 - 22:09 Uhr
Ich glaube eher das ein zufall ist als das Saga wirklich als inspiration diente. Er begründete den Titel ja damit das eienr im studio meinte das man die musik "förmlich sehen kann".

@Captain kidd:
Ich kann mit pop generell wenig anfangen, aber wo lob gehört...
Wie oben gesagt, ich hab nirgends behauptet das es schlecht ist, nur das es nicht so gut ist wie es manche darstellen. Manche songs haben nicht genug ideen für die überlänge, manche sind stark am kitsch bzw die lyrics sind generisch ende nie, und mut zum gesanglichem ausprobieren fehlt auch.
Let the groove get in klingt in der ersten hälfte wie aus ner konserve ( auf disney cds als kind oder von videospielsoundtracks bereits so gehört)

Hingegen wirkt das albun klanglich, vom ton und vom feeling her sehr erwachsen und reif, aber vor allem selbstsicher in dem was er tut. Die einflüsse lasen sich gut raushören (oldschool r'n'b / Soul), aber es klingt nie veraltet und hat einen frischen touch.

Alles in allem ne solide 7(+) ( vom gefühl her). Schrägerweise auf gleicher stufe für mich wie Amok von Atoms for Peace.
U.R.ban
20.03.2013 - 23:11 Uhr
Es ist halt ein solides R&B-Album, und trotz der für dieses Genre untypisch langen Songs passiert da irgendwie nichts, kann sein, dass man das Album öfter hören muss, aber irgendwie kein Bock...
Soll ja, so weit ich weiß, im Herbst schon wieder ein neues Album mit ähnlicher Struktur folgen.
Der Mann kann durchaus was, aber so etwas tolles wie "My Love" und "Like I Love You" habe ich nicht so recht gefunden...
pures glück
20.03.2013 - 23:18 Uhr
was haltet ihr von der neuen platte von motown-funk-rnb-größe jamie lidell?
Käsehoch
21.03.2013 - 11:00 Uhr
Spitzenalbum! Nichts für renitente Ü40-Nerds, für den Rest: Der Retter der Popmusik.
drei
21.03.2013 - 20:36 Uhr
Bei Pitchfork 'n bisschen zu hoch bewertet, hier etwas zu niedrig.

Würde es bei 7,5/10 ansetzen. Zwar nicht die Hits wie auf seinem letzten Album, dafür kann man es auch am Stück durchhören, bei Future Sex/LoveSounds gab es einfach zu viele Skiptracks.

Die auffällig langen Tracks wirken sich manchmal positiv, manchmal negativ aus: Entweder wird eine Idee konsequent ausgearbeitet oder es fühlt sich gestreckt an. Letzteres kam aber seltener vor.
Demon Cleaner
21.03.2013 - 23:41 Uhr
Jo, 6/10 ist okay, ich seh es auch etwas höher. Der Vorgänger ist aber in der Gesamtheit besser.

Ihr habt übrigens Cover und Tracklist von der Special Edition, weiß nicht ob das Absicht ist.
captain kidd
21.03.2013 - 23:53 Uhr
frank ocean nicht in den referenzen? leider schwächelt plattentests.de derzeit deutlichst! und in meinen ohren auch mindestens zwei punkte zu niedrig bewertet - aber das ist geschmackssache. besser als der holzmichel ist er aber auf jeden...
solea
22.03.2013 - 01:19 Uhr
Also ich kann in diesem Radio-Pop wirklich nichts von Frank ocean finden.
Soup
22.03.2013 - 01:45 Uhr
Ich versteh ja nicht, warum das Debütalbum in der Rezension quasi komplett geleugnet wird. Das hatte doch die noch viel größeren Songs als "FutureSex".
Gebe allen drei Alben 7/10, wobei da schon eine klare Entwicklung zu erkennen ist: Vom reinen Hit-Album mit einigen Füllern zum konsistenten Gesamtwerk. "Erwachsen werden" trifft's in dem Fall wohl ganz gut.
Demon Cleaner
22.03.2013 - 08:52 Uhr
Ich versteh ja nicht, warum das Debütalbum in der Rezension quasi komplett geleugnet wird. Das hatte doch die noch viel größeren Songs als "FutureSex".

Stimmt zwar, aber auch deutliche Ausfälle. Für mich das schwächste der drei.
Marianne
22.03.2013 - 10:12 Uhr
Wenn selbst Hipsterkönig B.B. nur mittelmäßige Noten gibt, ist das ein sehr gutes Zeichen.
Takenot.tk
22.03.2013 - 11:30 Uhr
Finde bei FutureSex/Lovesounds v.a. noch Lovestoned und What Goes Around Comes Back Around erwähnenswert - auch zwei Top Songs.
Wobei Cry Me A River vom ersten Album auch für mich als einer der besten pop Songs der 00er Jahre heraussticht...
Demon Cleaner
22.03.2013 - 16:54 Uhr
Wieder auch so eine blöde Special Edition. Gerade den Bonustrack "Body Count" finde ich absolut großartig. Aber das Album endet einfach viel besser auf "Blue Ocean Floor". Hätte man die Tracks nicht richtig in die Spielzeit integrieren. Hätten durch ihre Kompaktheit dem Album gleich einen anderen Flow gegeben.
captain kidd
22.03.2013 - 21:37 Uhr
bin vor allem begeistert, dass der sound so offen ist. es fehlt oft ein tragenden melodie- oder akkordinstrument über den beats. vielmehr wird mit licks und geräuschen gearbeitet. futuresex war da noch konventioneller im sound. und 20/20 is echt funky. ach, ich weiß doch auch nicht. super album.
captain kidd
23.03.2013 - 19:59 Uhr
langweiliger song, der mich an 1979 von den Pumpkins erinnert.
captain kidd
23.03.2013 - 19:59 Uhr
upps, falscher thread. das sollte hier rein:

1. Pusher Love Girl

Der erste Song setzt den Standard für das Album in Sachen Sound, Arrangement und überhaupt. Nach kurzem Streicherintro setzt ein trockener Funkbeat ein, der so auch auf "Voodoo" hätte erklingen können, und Timberlake schmeichelt einem eine zuckersüße Melodie nach der anderen um die Ohren. Und das in seiner schönsten Michael-Jackson-Stimme. Übrigens Jackson: Die Streichersätze stammen von Benjamin Wright, der eben auch schon mit dem King of Pop gearbeitet hatte. Textlich erzählt uns der Falsett-Meister, dass er ein "junkie for your love" ist. Der Titel nickt somit deutlich Richtung Curtiy Mayfield und dessen "Pusherman" - sehr bekonnt wie ich finde. Nach 5 Minuten gelangt der Song auf diese typische Endnote - und beginnt dann quasi neu: Als sein eigener Remix. Producer Timbaland greift in die extratiefe Beat- und Bass-Schublade, während Timberlake Melodie auf Melodie stapelt. Ein ungewöhnliches und mitreißendes Hörerlebnis, das sich mir zunächst jedoch nicht erschlossen hat. Gerade diese Spreitzung der Songs macht dann jedoch irgendwann den besonderen Reiz des Albums aus.


2. Suit and Tie feat. Jay-Z

Nach einem langsamen Streicher- und Rapintro geht es futuristisch beschwingt weiter.Hier wird ein weiterer Kniff vieler Stücke des Albums deutlich: Es gibt im Sound kaum tragende Melodieintrumente. Meist dominiert der Beat und dazu gibt es kurze Licks und verschiedene Geräusche. Halte ich bei einem Mainstreampop-Album für eher ungewöhnlich - und bei einigen Stücken ist es noch deutlicher als hier. Aber auch hier gibt es diese ganz kurze sich wiederholende Keyboardwischer-Phrase, die den Song prägt. Und natürlich die Stimme und die Melodien die sie findet. Später im Song verdichtet sich der Sound, auf einen angehängten Remix wird jedoch verzichtet. In meinen Ohren aber irgendwie der schwächste Track des Albums.


3. Don't Hold The Wall

Das is so ein typischer Timbaland-Track mit mystischen Vocalsamples sowie verschiedenen Rhythmen und Geräuschen, die sich zu einem ebenso wilden Soundcocktail vermischen, in dem man immer wieder eine andere Soundnote herausschmeckt. Meisterhaft. Der Refrain lebt dann vom Zwischenspiel zwischen den beiden Stimmen - der maschinenartige Timbaland und der emotionale Timberlake auf der anderen Seite. Und wie beim ersten Song: Wenn man denkt, dass das Lied jetzt seinen Endpunkt gefunden hat, legt Timbo nochmal richtig los. Subbässe, Casiosnares, tänzelnde Hi-Hats, gluckernde Timbalands-Sounds. "Well, how do you like it?" fragt eine Stimme. Die Antwort gibt Timbaland selbst: "You shouldn't have to ask me that question."


4. Strawberry Bubblegum

Auch hier fehlt letztlich ein tragendes Melodieintrument ohne das es wirklich fehlen würde. Timbaland wirft verschiedene Blips-Beats auf den Tisch, darüber gleiten ein paar Ambient-Keyboard-Tupfer und Timberlake vergleicht smooth jauzend seine Angbete mit einem "Strawberry Bubblegum" - oder nur bestimmte Körperteile von ihr? Wer kann das schon sagen... Ein sexuell sehr aufgeladener Titel, bei dem Timberlake dann aber immer den Verschmitzer-Junge-Notausgang findet. Nach fünf Minuten wechselt der Sound dann wieder komplett: Casio meats Thriller - und Timberlake jauchzt einfach weiter. Ganz zauberhaft naiv.


5. Tunnel Vision

Meiner Meinung nach einer der stärksten Tracks. Ein Timbaland-Trademark-Ding. Gescratchte Vocalsamples, tiefer Cry-me-a-river-Beat mit stolpernden Hi-Hats, Ambiemt-Keyboard-Tänzchen und dramatische Streicher-Spitzen. Darüber singt Timberlake eine seiner schönsten Melodien, die er jenga-mäßig immer höher schichtet. Später zaubert Timbaland dann noch seinen patentierten Human-Beatbox-Sound herbei, es gibt Reverse-Keyboards, eine Indierock-Bridge und Bass, Bass, Bass. Meine Fresse. Wie lange arbeitet man bloß an so einem Soundbild? Tausend Details aber nie überladen, kein ornamentenhafter Tand - vielmehr hat jeder Ton eine Funktion. Ein Wahnsinn.


6. Spaceship Coupe

Hier slown es die beiden mal etwas down. Erinnert mich im Sound etwas an die von R. Kelly produzierten Isley Brothers. Ich liebe dieses verzerrte Keyboard und vor allem dieses glockenhafte Space-Geräusch im Refrain. Und wenn dann noch ein Talkbox-Midigitarrensolo kommt, weiß ich auch nicht mehr weiter. Astreiner Prog-R&B - wobei der Zusatz "Prog" bei faulen Leuten wie mir immer bedeutet, dass etwas kunstvoll erhöht klingt. Oder so ähnlich. Wenn man das Solo hört, klärt sich das alles auf.


7. That Girl

Ein traditioneller R&B- oder Soulstampfer mit Pseudo-Livefeeling. Der luftige Sound ist eine wiIllkommene Abwechslung, um sich nicht in den verschiedenen Sound und Ideen zu verlieren. Einfach ein schönes Lied, das Timberlake herausragend singt. Die Bläser sind natürlich top-notch und ein paar kleine Tricks hat Timbo natürlich auch hier auf Lager. Wie wäre es zum Beispiel mit Doo-Wop-Gesängen oder einem Double-Time-Refrain. Relaxing Stuff.


8. Let The Groove Get In

Der Song klang mir zunächst zu sehr nach einem Fußball-WM-Jingle so Shakira-Style - und ein wenig ist das auch so. Aber die Bläsersätze sind schon funky und treiben den ganzen Song voran. Der Sound nickt nach Afrika und natürlich zum King of Pop. Das schnellste Lied des Albums gönnt sich immer wieder kurze Atempausen und findet zum Ende dann einen neuen Beat. Die Coda ist traumhaft - und JT wird endgültig zu MJ.


9. Mirrors

Obwohl sich der Beat deutlich bei "Cry me a river" bedient, sind beide Songs komplett verschieden. "Cry me a river" war traurig, böse, zerrisen - "Mirrors" klingt eher nach Hoffnung und Zufriedenheit. Als hätte jemand nach langem Kampf gegen alles und nichts nun endlich etwas gefunden, FÜR das er kämpfen würde. Sound mäßig ist das eine Powerrock-Ballade mit Countryfeeling, die mich irgendwie auch an die Eagles und Chicago erinnert. Absolut wunderbar. Alles, was bei One Republic falsch klingt, hier klingt es richtig. Und am falsettiert sich Timberlake dann in den Himmel - und unten drunter läuft ein Vocalsample in Dauerrotation: "You are, you are, the love, of my life."


10. Blue Ocean Floor

Experimenteller Track der irgendwie nach Thom Yorke meets Frank Ocean klingt. Reverse-Keyboards, gesamplete Sounds eines stoppenden Kassettendecks und ein Timberlake, der ein kleine Countrymelodie singt. Beinahe ein Gute-Nacht-Lied. Auf jeden Fall aber ein perfekter Schlusspunkt für ein fast perfektes Album.


Fazit: Ich war nie ein großer Timberlake-Fan - aber dieses Album ist schon etwas besonderes. Hinter jedem Beat noch ne Idee - aber niemals aufdringlich. Auf jede Melodie folgt noch eine Melodie - und meist eine noch schönere. Klar, die textliche Tiefe eines Frank Ocean erreicht er nicht, dafür macht das Album einfach Spaß. Meisterlich.
Radiogeschädigter
13.04.2013 - 12:53 Uhr
Gerade Mirrors im Radio gehört.
NEIN, NEIN UND NOCHMALS NEIN.
Dann bitte auch konsequent sein und die letzten Alben von Britney Spears und Rihanna ausführlich analysieren, ansonsten bitte Thread löschen, danke.
captain kidd
13.04.2013 - 13:01 Uhr
völliger unfug. gerade dieser song hat ja mit "poppiger dancemusic" überhaupt nichts am hut. das ist beinahe klassischer classicrock - natürlich mit ein paar extra ideen vom coldplay-fand timberland. hättest du gesagt, dass der song manchmal nach den schrecklichen one republic tönt... d'accord.

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