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Rihanna - Unapologetic

User Beitrag
Matt Bel Ami
16.11.2012 - 14:58 Uhr
Sie ist Pop-Megastar, Fashion-Ikone, der derzeit größte Social Media Star der Welt und laut Time Magazin eine der "100 einflussreichsten Persönlichkeiten": Rihanna

Seit sieben Jahren mischt sie nun schon permanent die internationalen Charts auf - und auch 2012 geht es unaufhörlich weiter: mit dem neuen Album Unapologetic.

Mit Unapologetic (zu dt.: Kompromisslos) präsentiert die mehrfache Grammy-Gewinnerin das nächste Kapitel ihrer faszinierenden Erfolgsgeschichte und unterstreicht eindrucksvoll, warum sie durch die Wandelbarkeit ihrer Styles und unerschöpfliche Vielfalt den modernen Popsound mitprägt wie kaum eine andere. Der erste Vorgeschmack, die Hitsingle "Diamonds", eroberte in 27 Ländern prompt Platz 1 der iTunes-Charts und stieg in 55 Ländern direkt in die Top 5 ein.

Laut, sexy, kompromisslos: Rihanna wird auch 2012 zeigen, dass sie absolut zu Recht zu den größten Stars unserer Zeit gehört.

Hans Hausmaus
16.11.2012 - 15:18 Uhr
Wie unglaublich beschissen dieses Promo-Gesabbel immer klingt. Wer denkt sich diesen Dreck bloß aus?
afga
16.11.2012 - 19:35 Uhr
musik für, na wen wohl...?
Abgehört
20.11.2012 - 16:09 Uhr
Rock'n'Roll ist tot? Pah. Rock'n'Roll wird heute lediglich von Musikern verkörpert, die alles andere als Rockmusik machen. Wer wie ich am vergangenen Sonntag geschlagene drei Stunden im Berliner Nieselregen auf den Geheimauftritt von Rihanna gewartet hat und dann mit einer guten Stunde Dröhnung via Halb- und Vollplayback belohnt wurde, der weiß, wovon ich spreche. Rihanna ist der erfolgreichste und populärste Popstar der vergangenen Jahre, gegen den globalen R&B-Techno-Pop-Wumms der 24-jährigen Sängerin aus Barbados sind Lady Gaga und Justin Bieber nur Nischenprodukte. Dieser Status erlaubt ihr pure Rock'n'Roll-Gesten: Der Flieger aus Stockholm hatte drei Stunden Verspätung? Gut, dann müssen die Berliner eben auch drei Stunden warten, weil sich "RiRi" noch eine Locke drehen musste. 77 Fans und ein paar embeddete Medienvertreter durften sie diese Woche auf ihrer kostspieligen Mini-Clubtour an Bord einer Boeing 777 begleiten, goldene Champagner-Flaschen und echte Giveaway-Diamanten inklusive, schließlich heißt die neue Single ja "Diamonds" und ist schon wieder überall Nummer eins. Kostet alles ein Vermögen? Macht nichts, die Platten verkaufen sich gut, die Model-Karriere läuft, das Parfum ist ein Renner und Hollywood hatte auch schon eine kleine Rolle im Spektakel-Movie "Battleship" für sie im Angebot. Rihanna ist so mächtig, dass sie einfach mal so eben bestimmen kann, dass ihre neue, siebte Platte weltweit an einem Montag erscheint. Und alle so: Knirsch.

"Unapologetic" ist nun allerdings nicht die Nummer Billig geworden, mit der man nach dem David-Guetta/Calvin-Harris-Overkill der letzten Platte hätte rechnen können. Vielleicht ist es sogar Rihannas bestes Album. Aber nicht, weil es die meisten potentiellen Hits enthält, sondern weil sich die Rock'n'Roll-Geste auch in die Musik überträgt. "I'm prepared to die in the moment", singt sie gegen Ende in "Love Without Tragedy/Mother Mary". Vieles hier, von der vertrackten Ballade "What Now" bis zu "Get It Over With" ist düster, introspektiv und in Relation zum Humpta-Kosmos, in dem sie sich bewegt, recht verhalten. Wie sonst nur Singer/Songwriter widmet Rihanna das ganze Album ihrer wiedergefundenen Liebe zu Chris Brown, jenem Boyfriend und "Rude Boy", der sie 2009 zusammenschlug und nun wieder, unter Protest von Fans und Medien, ihr Lover ist. "Unapologetic", das heißt übersetzt sowohl "dreist" als auch "ungerührt", eine klare Ansage an alle, die sich in ihr Privatleben einmischen wollen, das sie selbst natürlich über Twitter mehrmals täglich selbst publik macht. Für alle, die den Kopf schütteln über die Frau, die zu ihrem Schläger zurückkehrt, hat Rihanna mit "Nobody's Business" eine fröhliche Uptempo-Nummer parat, die sie - bam! - mit Chris Brown im Duett singt: "You'll always be my boy, sing it to the world".

Vergeben und vergessen ist jedoch nicht alles, daher rührt wohl der nüchterne Tonfall, der viele ihrer neuen Lieder durchzieht: "Your love hit me to the core/ I was fine til you knocked me to the floor", singt Rihanna in "No Love Allowed", "I pray that love don't hit twice" heißt es in "Love Without Tragedy". Die reinen Dance-Tracks sind eher rar gesät auf dieser Platte. "Numb" ist eine dunkel funkelnde Reflexion über Partys, die man nur besinnungslos erträgt, gefolgt von "Pour It Up", noch so einem bedrohlich rollenden Testament der Einsamkeit im kalten Strobo-Flackern. "Jump", durchzogen von einem ins Abgründige verkehrte "Pony"-Zitat von D'Angelo, ist die Sex-geladene Floorfiller-Nummer, die man von Rihanna kennt, doch auch hier lauert die Beklemmung in jeder brutaler Beat-Attacke, jedem schneidenden Lasergeräusch, das die Produzenten (hier: Stargate) respektvoll hineingemischt haben. Das von Guetta angemessen hirnlos überproduzierte "Right Now" wirkt da wie ein Fremdkörper aus der "Talk That Talk"-Phase, die nun vorbei zu sein scheint.

Wie einst Marvin Gaye oder Bob Dylan nimmt sich Rihanna das Recht, ihre privaten Angelegenheiten und Unsicherheiten ("Stay") in ihrer Musik zu thematisieren, auf Albumlänge. Das ist ein Novum im aussagefreien Hochglanz-Pop unserer Zeit, selbst wenn man Lady Gagas sympathische Selbstermächtigungs-Phrasendrescherei in Rechnung zieht - und nur folgerichtig, wenn man anerkennt, wie eifrig und gekonnt sich gerade Rihanna der sozialen Medien als Inszenierungs-Plattform bedient. The bride stripped bare. (7.9) Andreas Borcholte


http://www.spiegel.de/kultur/musik/alben-der-woche-rihanna-king-dude-prince-rama-und-a-c-newman-a-868194.html
Buttondrücker
20.11.2012 - 16:40 Uhr
Gefällt mir
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20.11.2012 - 17:06 Uhr
Viel interesanter ist, dass in den MP3-Stores eine übelst schlechte Band namens Psychedelic Pill (ja, genau so!) ein Album namens "Unapologetic" (!) veröffentlicht hat. Ein Song darauf heißt "Diamonds" (!). Das Cover ziert eine kurzhaarige Frau in Rückansicht, die entfernt Ähnlichkeit mit einer bekannten Sängerin hat.

Wer sich das dann anhört, will nachher lieber alle Rihanna-Alben am Stück zu sich nehmen...
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20.11.2012 - 17:17 Uhr
Nachtrag: bei Amazon ist die Band als "Unapologetic" eingetragen. Den obigen Bandnaen gibts in Spotify.
Ördvögel
20.11.2012 - 17:26 Uhr
Die Spiegelrezi muss Satire sein. Mal bei wiki nachgeschaut? Die lässt sich ihre Alben komplett von Produzententeams schreiben und haut dann noch ein paar 08/15-Lyrics rüber und näselt dann ihren Gesang dazu runter.

Aber ja, so einen Menschen braucht die Welt.
Hier könnte ihre Werbung stehen
20.11.2012 - 17:28 Uhr
Fand der Rezensent die Platte jetzt gut oder schlecht? Das wird aus der Rezi nicht so ganz klar. Und eigentlich habe ich einen witzigen Verriss erwartet. Warum sollte man auch sonst eine Rezension über ein Rihanna-Album lesen.
Im Jahre 2012 Angekommener
20.11.2012 - 17:36 Uhr
Vielleicht weil nicht jeder so hoffnungslos rückständig ist, dass er nur jammernde Klampfer oder breitbeinige Mattenschwinger, die ihre beschissenen Lieder selbst verfassen, als "richtige Musik" akzeptiert.
rhombus
20.11.2012 - 18:08 Uhr
rückständig? rihanna ist ein perfekt produziertes wegwerfprodukt für die generation facebook, twitter und burgerking.

aber du hast recht, was musik betrifft ist das tatsächlich alles rückständig, da man die leztten fünf jahre nichts anderes in den dudelradios gehört hat. musikalischer stillstand sozusagen. rückständig aber auch, da musik a la rihanna nur einen zweck hat: soviel geld wie nur möglich zu generieren. Musik im betriebswirtschaftlichen sinn und nicht im "künslterischen".

sozusagen der feind der musik. dagegen ist sogar die von mir verhasste lady gaga wahrer wohlklang in meinen ohren.

MupPad
20.11.2012 - 21:47 Uhr
Mal bei wiki nachgeschaut? Die lässt sich ihre Alben komplett von Produzententeams schreiben

OHMYGOD!!! Sowas! Verkehrte Welt!
Lieber selbst beschissene Songs schreiben, Hauptsache, der eigene Name steht drunter? Nein, danke.

Rihannas Stimme nervt, aber gute Songs hat sie immer mal dabei.
SD
20.11.2012 - 21:54 Uhr
Ach Gottchen.
Porno-Adorno
20.11.2012 - 22:04 Uhr
Womit verwechselt der Spiegel-Rezensent eigentlich den Begriff "Rock'n'Roll"? Mit Arschlochtum?
umhimmelswillen
21.11.2012 - 09:06 Uhr
Rihanna = Rock n Roll?!
Rihanna ist ein Kunstprodukt.
Eine musikalisch völlig irrelevante und untalentierte Plastikmaus mit sehr dünnem, computergestützten Stimmchen und Starrallüren. So, das wars schon.
Was hat Herr Borcholte vor der Rezi gemacht?
ohgottohgott
21.11.2012 - 09:10 Uhr
Ich hingegen höre nur völlig relevanten, handgemachten, echten Rock'n'Roll von großen Söngern wie Peter Maffay und Hartmut Engler.
gottogott
21.11.2012 - 09:11 Uhr
Du bist mir vielleicht ne Rallüre, du.
hiranna
21.11.2012 - 14:26 Uhr
Viel interesanter ist, dass in den MP3-Stores eine übelst schlechte Band namens Psychedelic Pill (ja, genau so!) ein Album namens "Unapologetic" (!) veröffentlicht hat. Ein Song darauf heißt "Diamonds" (!). Das Cover ziert eine kurzhaarige Frau in Rückansicht, die entfernt Ähnlichkeit mit einer bekannten Sängerin hat.

Wer sich das dann anhört, will nachher lieber alle Rihanna-Alben am Stück zu sich nehmen...


hat mir heute ein kollege geschickt. grottiger müll, sowas dreistes.
The MARTINA of God
02.12.2012 - 20:39 Uhr
Tolle Frau, super Album.
m.a.n.a.ß.a.s.
08.12.2012 - 19:35 Uhr
Rihanna war sch..., ist sch... und wird immer sch... sein. Eine kleine, dumme, von der Industrie gesteuerte Schla.pe, die twittersüchtig ist und an maßloser Selbstüberschätzung leidet.
Für die Entwicklung der schwarzen Musik (die das dringend nötig hätte) überflüßig wie ein Kropf.
110110110011
08.12.2012 - 20:17 Uhr
Oberflächliche Musik für eine oberflächliche Welt. Sieben Alben in sieben Jahren sprechen Bände.
Frank
09.12.2012 - 11:34 Uhr
Stimmt, das faule Stück sollte sich mal ein Beispiel an den Beatles nehmen, die haben nämlich zwölf Alben in sieben Jahren veröffentlicht.

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