Urheberrechtsdebatte: Nach Regener poltert jetzt auch Sascha Eigner (Jupiter Jones) los

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Der aufmerksame Leser
04.05.2012 - 14:13 Uhr
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/jupiter-jones-und-sascha-eigner-ueber-das-musikgeschaeft-a-831150.html

04.05.2012

Jupiter Jones über das Musikgeschäft
Rocken auch fürs Bankkonto

Von Jörg Römer

Geld wie Heu, Autos, jede Menge Groupies: Im Musikbusiness winken Ruhm und ewiger Wohlstand? Ein Märchen - davon kann die Band Jupiter Jones ein Lied singen. Gitarrist Sascha Eigner erklärt, wovon er lebt. Und zürnt über die Attacken ahnungsloser Piraten aufs Urheberrecht.

Auf den Erfolg hat Sascha Eigner, 36, lange warten müssen. Er sitzt in seinem kleinen Büro im Hamburger Viertel Eimsbüttel, die dunklen Räume im Souterrain teilt der Musiker sich mit zwei anderen Freiberuflern. Vom winzigen Zimmer zum Innenhof aus steuert er die Geschicke seiner Band Jupiter Jones. Einige CDs stehen sortiert im Regal, an der Wand vergilbte Poster und Konzertankündigungen.

Vom aktuellen Höhenflug kündet eine gerahmte goldene CD: Für die Single "Still" (siehe Video oben in der rechten Spalte) erhielt die Band den Musikpreis Echo. 350.000 Mal wurde sie digital verkauft, außerdem 50.000 Single-CDs ."Inzwischen kann jeder bei Jupiter Jones gut von der Musik leben. Sogar sparen ist drin", sagt er.

Über Jahre hatte Eigner am Existenzminimum gelebt. Vier Alben hat er zusammen mit Jupiter Jones veröffentlicht, die ersten drei unter einem eigenen Label. Der Durchbruch kam erst mit dem letzten, bei einer großen Plattenfirma. Davor war die Band aus der Eifel allenfalls gut unterrichteten Musikfans ein Begriff. Um jeden davon kämpfte Gitarrist Eigner mit seinen drei Mitstreitern auf etlichen kleinen Konzerten.

Ohne Plattenvertrag und Zusammenarbeit mit einem Vertrieb bleibe jungen Bands nur die Hoffnung, über Auftritte nach und nach bekannter zu werden, glaubt Eigner - harte Arbeit und manchmal frustrierend: "In Hamburg haben wir mal vor zwei zahlenden Zuschauern gespielt." Auf Festivals stehen inzwischen Tausende vor der Bühne und singen die Texte mit.

Eigner ist ein ruhiger Typ. Aber über die Forderung der Piratenpartei nach "Entkriminalisierung" von Tauschbörsennutzern im Internet kann er sich in Rage reden: "Das ist Wahnsinn. Bei einer kompletten Freigabe von Musik im Internet würde die gesamte Musikindustrie sterben. Dabei brauchen wir die großen Plattenfirmen. Wie sollen Bands sonst ihre Alben finanzieren?"

Pro verkaufter CD 1,50 Euro

Dass Eigner von seiner Musik inzwischen leben kann, verdankt er dem Vertrag mit Columbia Berlin (Sony), einer der vier großen Plattenfirmen, den sogenannten Majors. "Ohne die geht es im Musikgeschäft nicht. Eine Albumveröffentlichung kostet einfach viel Geld. Das haben kleine Bands nicht", sagt Eigner. Außerdem plant die Plattenfirma für die Musiker Promotouren oder Interviewtermine und entlastet sie so. Für das letzte Album der Band kamen Kosten von 300.000 bis 400.000 Euro zusammen - 40 Tage Studiomiete, Gage für den Produzenten, Promotion und Videos. "Allein für die beiden Videoclips zu den Singles hätten wir uns einen soliden deutschen Mittelklassewagen kaufen können."

Piraten-Vorstöße zu einer Veränderung des Urheberrechts hält Eigner für grundfalsch. Dort sei große Ahnungslosigkeit verbreitet; die Kosten für ein Album hätte die Band ohne Hilfe einer großen Plattenfirma nie bewältigen können. "So viel Überschuss lässt sich auch durch Livekonzerte nicht erwirtschaften. Und niemand, der sich ein Album runtergeladen hat, geht zwei Wochen später in den Laden und kauft es sich", sagt er.

Inzwischen hat sich "Jupiter Jones", so der aktuelle Albumtitel, etwa 150.000 Mal verkauft und schaffte es im März 2011 auf Platz 14 der Charts. Allein in der Startwoche gingen 12.000 CDs über den Tresen. Pro Stück kommen bei der Band laut Vertrag zwischen einem und 1,50 Euro an, sagt Eigner. Den Gewinn teilen die vier Musiker untereinander auf.

Hinzu kommen Download-Verkäufe aus den Internet-Läden - "etwa 25 bis 30 Prozent der CD-Verkäufe". Bei iTunes, wo das aktuelle Album gerade 6,31 Euro kostet, bleiben den Musikern im Idealfall 19 Prozent Gewinn. Eine finanzielle Erfolgsgeschichte sei das aber nicht, so Eigner; von den Verkäufen kämen nur Minimalbeträge bei ihm an.

"Der Sänger soll erst mal vierzig Kilo abnehmen"

Für seinen Traum von der Musikkarriere ist Eigner ein großes Risiko eingegangen. 2006 gab er seinen Job als Informatiker auf und stürzte sich ganz ins Abenteuer Musikbusiness: "Ich war davor richtig ausgebrannt. Die Band habe ich neben meinem Job gemanagt, da saß ich jeden Abend nach der Arbeit noch Ewigkeiten vor dem Rechner." Als das zu viel wurde, gründete er ein eigenes Label und kümmerte sich nur noch um Jupiter Jones.

Für das dritte Album investierte das Quartett 60.000 Euro, zusammengeliehen von Banken, Verwandten und Freunden. Immer wieder probierte Eigner, das Interesse der Majors zu wecken, zunächst vergebens. "Auf die Demos kamen dann Sprüche zurück wie: Der Sänger soll erst mal 40 Kilo abnehmen", erzählt Eigner.

Trotzdem lief das Album gut und stieg in die Charts ein. In der ersten Woche verkauften Eigner und seine Mitstreiter 2000 Exemplare. Vor allem rund 70 Livekonzerte im Jahr füllten die Bandkasse; bis zu 400 Leute kamen. Seit dem Volltreffer "Still" sind es deutlich mehr - aber auch der Aufwand ist viel größer. Zwischen 4000 und 5000 Euro pro Tour-Tag kosten Crew, Tourmanager und Bookingagentur. Allein der Nightliner-Bus, in dem die Band fährt und auch schläft, verschlinge 1000 Euro täglich, so Eigner.

Bei den Clubkonzerten bestimmt meist die Band die Eintrittspreise. Vom Gewinn erhält Jupiter Jones 60 Prozent, der Veranstalter 40 Prozent. "Konzerte sind die Haupteinnahmequelle kleiner Bands. Vor allem damit konnten wir uns jahrelang über Wasser halten. Dass wir mit unserem Album inzwischen Geld verdienen, ist ein Glücksfall. Mit solchen Einnahmen plant keine kleinere Band", sagt der Gitarrist. Je nach Produktionskosten könne man erst ab 20.000 bis 30.000 Albenverkäufen Gewinn erzielen.

Ein Dankeschön an die Gema

Ein weiteres Standbein sind Fanartikel wie T-Shirts, Poster, Buttons oder Jutebeutel, die der Schlagzeuger per Webshop verkauft. Ein Jupiter-Jones-Shirt kostet knapp 20 Euro, "davon bleiben uns vielleicht 40 Prozent Gewinn übrig", schätzt Eigner.

Ohne die Gema gäbe es Jupiter Jones vielleicht nicht mehr. Die Verwertungsgesellschaft treibt die Tantiemen ein und zahlt sie an die Künstler aus. Da Eigner zusammen mit Sänger und Gitarrist Nicolas Müller die Songs schreibt, erhalten sie die Gema-Erlöse der Band zu gleichen Teilen - was beiden in den frühen schweren Jahren die Existenz sicherte.

Auch künftig werden die Gema-Einnahmen einen beträchtlichen Teil für Eigner ausmachen. Wie viel dabei herauskommt, weiß er noch nicht. "Die jährliche Abrechnung kommt erst im Juni. Auf den Tag freue ich mich schon", sagt Eigner. "Still" war 2011 der meistgespielte deutschsprachige Song im Radio.



EINE RUNDE MITLEID! Wäre er halt Informatiker geblieben, die verdienen meistens gut und haben recht sichere Verträge. Die Typen leiden ja mehr an Selbstüberschätzung als jede Stadionband aus den 90ern! Wenn er die Musik liebt, hätte er neben seinem Beruf als Informatiker weiterhin Songs schreiben können, als Hobby... eben aus Liebe zur Musik. Dass seine Musik vielleicht zu beschissen ist, um auch ohne Promo von Seiten der Majors mehr Anklang zu finden, darauf kommen die nicht. Und natürlich braucht man ja unbedingt teure, bekackte Musikvideos... wo das Musikfernsehen längst ausgestorben ist. Ein Live-Performance-Video auf Youtube reicht nicht? Wahrscheinlich weil die Band einfach zu beschissen ist!

REALITÄT, ALTER!
Gähner
04.05.2012 - 14:19 Uhr
Das Thema und deine ambitionierte Schreibweise gehen mir am Arsch vorbei!
Der aufmerksame Leser
04.05.2012 - 14:19 Uhr
p.s. Und wer hat eigentlich gesagt, dass Musiker kein anstrengender Beruf ist?

Übrigens, liebe Jupter Fuck Jones - auch in anderen Branchen ist das Leben nicht mehr so sicher und planbar. Zeitverträge... keine Anpassung des Lohns an Lebenshaltungskosten und Inflation mehr, UND V.A. unbezahlte Überstunden in Hülle und Fülle! Tjaaaaa das ist überall so, nicht nur die armen Musiker bluten. Wer halt glaubt, als Musiker müsse man UNBEDINGT reich und berühmt werden/sein, um auf der sicheren Seite zu sein und um mit 45 möglicherweise schon in 'Privat'rente zu gehen, hat sich eben geschnitten!!

Was für Pu.ssies!!! F.UCK YOU!
Gido
04.05.2012 - 14:25 Uhr
Irgendwo hat der schon Recht, nur Idioten würden das bestreiten. Aber er hat nicht vollkommen Recht.

Bin gerade zu faul, um da ausführlich was dazu zu schreiben. Nur mal ein paar kurze Anmerkungen:

Ein Bus verschlingt täglich 1000 Euro? Kann ich mir kaum vorstellen.

Die GEMA ist auch klar notwendig, aber auch ein ganz schöner Drecksverein, der keine Gelegenheit auslässt, um sich zu bereichern.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, wirklich sagt, was er denkt, weil er ja ganz offensichtlich ein Major-Label-Schaf ist.
Gähner, der echte
04.05.2012 - 14:25 Uhr
*gähn*
Informator
04.05.2012 - 14:27 Uhr
Wetten "Der aufmerksame Leser" geht noch zur Schule und sitzt danach den ganzen Tag im Keller?
Gido
04.05.2012 - 14:29 Uhr
@Informator

Widerlege seine Aussagen doch lieber mit Argumenten, als mit so unorigineller Scheiße anzukommen, die hier schon eine Million mal gepostet wurde?
aber bitte
04.05.2012 - 14:31 Uhr
Ein Bus verschlingt täglich 1000 Euro? Kann ich mir kaum vorstellen.

Hallo? Wartungen... Bordtoilette.. ohne Ende Sprit... Klimaanlage, Fernseher, Computer, Internet, Kühlschränke... Und der Fahrer will ja auch was verdienen.

1000€ sind da noch knapp kalkuliert.


04.05.2012 - 14:32 Uhr
G E L D

04.05.2012 - 14:32 Uhr
G E L D

04.05.2012 - 14:32 Uhr
G E L D

04.05.2012 - 14:32 Uhr
G E L D
hm
04.05.2012 - 14:34 Uhr
Der arme Mann tut mir sehr Leid. Gibt es irgendwo ein Spendenkonto?
Euer Ernst
04.05.2012 - 14:35 Uhr
also, ob diese band erfolgreich ist/wird ist mir soooo egal. die musik ist scheiße und klingt genau so wie im text beschrieben: nach mainstream schnulzen pop balladen. die sollen bei ihrem drecks label bleiben. 'ne wirklich gute und authentische band hat's auch heute nicht nötig bei einem major label zu unterschreiben...

04.05.2012 - 14:37 Uhr
G E L D
Was für Loser...
04.05.2012 - 14:38 Uhr
Ist dieser Musiker bei einem Major: http://www.unseen-music.com/ ?

- NEIN

Kann dieser Mann von seiner Musik leben?

- JA, sehr gut!

04.05.2012 - 14:39 Uhr
M A C H T
Was für Loser...
04.05.2012 - 14:39 Uhr
Er verschenkt sogar sein neustes Album:

http://www.unseen-music.com/free/

04.05.2012 - 14:39 Uhr
F R E I
Informer
04.05.2012 - 14:46 Uhr
@Gido: was gibt es da zu widerlegen? "Der aufmerksame Leser" legt überhaupt nichts dar. Er macht sich über die Erfahrungen des Jupiter Jones-Sängers lustig bzw. zieht sie in den Schmutz, weil er selber nichts erreicht hat, sonst nichts.
Ironie
04.05.2012 - 14:54 Uhr
*LOL*

04.05.2012 - 14:57 Uhr
Küsst Euch!
SvK
04.05.2012 - 15:01 Uhr
jupiter jones haben gut angefangen, aber sich dann mit dem major album für einen kompletten musikstilwechsel entschieden. mal kurz von muff potter stil auf sinnentleertes radiogedudel a la silbermond umgeschwenkt. freut mich nicht, dass es damit geklappt hat.
sie sollten einfach die fresse halten. wenn das die "kunst" ist, die noch entlohnt wird, dann doch lieber gleich copyright insgesamt abschaffen. kann das rumgeheule auch nicht ertragen. hätte er halt wirklich eine banklehre gemacht.
Ironie
04.05.2012 - 15:02 Uhr
der typ IST informatiker, was soll er jetzt noch mit 'ner banklehre?
von SpON
04.05.2012 - 15:16 Uhr

#14 Heute 10:08 von

daoinsidhe

Kickstarter und Co

Herr Eigner könnte sich mal ein Beispiel an Amanda Palmer nehmen. Die hat Anfang der Woche ihr neues Album als Projekt bei kickstarter eingestellt, um das Geld für die Produktion zusammen zu bekommen. Heute, nach gerade mal 4 Tagen, hat sie so schon über 400.000 Dollar zusammen. Da kaufen Leute ihre Musik sogar noch bevor sie im Studio aufgenommen wurde. Und das alles ohne großes Studio oder sonstwas.

Denniso
04.05.2012 - 15:22 Uhr
"Still" hätte auch von Kettcar zusammen mit Peter Maffay sein können.

Und wir brauchen Majors, weil sie so qualifizierte Kommentare wie dem zum Gewicht des Sängers geben? Die haben´s anscheinend immer noch nicht verstanden.

Und niemand kauft eine CD, wenn er sich die vorher runtergeladen hat? Hahaha, wie lächerlich. Ich kenne mindestens einen, der das tut. Allerdings nicht von diesen Schmalzlocken.
Castorp
04.05.2012 - 15:32 Uhr
Allein in der Startwoche gingen 12.000 CDs über den Tresen. Pro Stück kommen bei der Band laut Vertrag zwischen einem und 1,50 Euro an, sagt Eigner. Den Gewinn teilen die vier Musiker untereinander auf. Mit "Jupiter Jones" hat Eigner bisher knapp über 56.000 Euro verdient.

1-1,50 Euro pro verkauftes Album, was die Band dann nochmal durch alle Mitglieder teilen muss, hahahaha. Happiness in slavery! Nicht mal ein lumpiger Euro ist pro Bandmitglied drin! Danke für die hundertste, detailliert aufgeschlüsselte Bestätigung, dass große Plattenfirmen fast nur aus soziopathischen Blutsaugern (siehe auch: Kevin Shields Tirade im aktuellen Pitchfork-Interview) bestehen.

Ich wünsche JJ, dass sie irgendwann soviel Kohle verdienen und dem Major irgendwann den Stinkefinger zeigen und abhauen. Über kurz oder lang wirkt sich diese Abhängigkeit vom Major eh auf das Risiko, neue Songs zu komponieren, auf die cleanere Albumproduktion etc. aus und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass JJ das wirklich wollen(?). Fragt doch mal andere Musiker, wie Gemma Hayes, wie das damals war mit diesem Dreckspack von EMI? Sie würde heute nie wieder bei einem großen Label unterschreiben, weil sie genau erkannt hat, wie sehr man sich damit versklavt und trotz des Geldes langfristig nie glücklich wird, weil irgendein Plattenfirmen-Depp einem in die Kunst pfuscht. KUNST!!111

Will you bite the hand that feeds?

04.05.2012 - 15:35 Uhr
G E L D

04.05.2012 - 15:43 Uhr
Major eh auf das Risiko, neue Songs zu komponieren, auf die cleanere Albumproduktion etc. aus und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass JJ das wirklich wollen(?).

rofel, denen ist doch schnurz was für einen rotz sie produzieren müssen um im aktuellen trend zu liegen. ganz der profi eben, businessmen.
läbel-diät
04.05.2012 - 15:47 Uhr
nur zur erinnerung: das waren jupiter jones einmal...und was sind sie heute?
bier am fuß
04.05.2012 - 15:56 Uhr
Will you bite the hand that feeds?

du bist so ein dermaßen schlechter patte, unfassbar. wie lange willst du den fake eigentlich noch durchziehen?

04.05.2012 - 16:40 Uhr
küsst Euch!
bier am fuß
04.05.2012 - 16:43 Uhr
hast du honk schonmal was von metaironie gehört? nein? also!
@bier am fuß fake
04.05.2012 - 18:42 Uhr
nein, aber ich bin bereit zu lernen. erklär mal.
JustMy2Cents
04.05.2012 - 20:48 Uhr
Ich find's immer geil, wie diese ganzen Bands oft einen auf Antikapitalismus, den Musiker mit Haltung und den großen, unangepassten Punk machen, aber wenn es ans eigene Geld geht, dann hört plötzlich der Spaß(!) auf... Dann ist man ganz konservativ, uninnovativ, spießig, beleidigt, eingebildet. Und die Majorlabels sind die Retter der guten Musik. Wie blöd muss man eigentlich sein?
Anna Lüst
04.05.2012 - 20:52 Uhr
Metaironie? Melancholie heißt das Zauberwort.

Egal, Jupiter Jones sind für mich gestorben jetzt.
Prost Mahlzeit
05.05.2012 - 13:39 Uhr
Deswegen wurde MU so urplötzlich plattgemacht. Kim die Qualle plante nämlich eine Plattform für Musiker, damit diese ihre Musik selbst an den Mann bringen könnten, ohne blutsaugende Plattenfirmen. Megavideo hätte dann parallel dazu die Musikclips gehostet und sich über Werbung finanziert. Eine Katastrophe für die Branche mit ihren Knebelverträgen.

Eine CD kostete Anfang der 90er 32.99 DM, eine Single 12.99 DM. Umgerechnet entspricht das 22.37 € bzw. 8.81 € (gilt fürs Jahr 2010, der Inflationsrechner wurde noch nicht auf 2012 umgestellt: http://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php)

Die Plattenfirmen konnten damals soviel Geld erpressen, weil sie eine Monopolstellung besaßen und diese schamlos ausnutzten.

Die Musiker sollten sich vielleicht mal fragen, wo ihre tatsächlichen Feinde sitzen.
@Castorp
05.05.2012 - 16:23 Uhr
Das ist schrecklich!
Castorp
05.05.2012 - 16:26 Uhr
Ich heiße Gerd wiege 124 kg und sitze nackt vor dem Computer.
@Gerd
05.05.2012 - 16:30 Uhr
Das ist schrecklich!
GEMA-Prostituierter
05.05.2012 - 19:31 Uhr
*prostituier*
pal
05.05.2012 - 20:16 Uhr
Jo, so ein Statement passt zu ihrer Musik. Genau wie bei Regener auch. Keine Überraschung also, bitte gehen Sie weiter.
Needs To Be Said
05.05.2012 - 20:18 Uhr
Wer ist Jupiter Jones. Ich habe nicht mal eine urheberrechtlich bedenkliche Kopie dieses Typs/Band, ergo ist er musikalisch unbedeutend. Wirst du nicht kopiert, bist du nichts.
Natalie Merchant
05.05.2012 - 20:23 Uhr
Mimimi.
erdmännchen
06.05.2012 - 11:16 Uhr
die ham sorgen. in afrika ham de kinners nix zu essen und die heulen rum mit ihren fetten wänsten!!!
Nur zur lnfo
06.05.2012 - 13:22 Uhr
Dancing Girl = Sascha Eigner

Peinlich!
@Dancing Girl
06.05.2012 - 13:25 Uhr
was
Wo ist das Problem?
06.05.2012 - 13:42 Uhr
Es gibt doch schon Vorschläge, wie die Künstler entlohnt werden können, auch wenn alles im Netz legal gedownloadet werden darf:
Kulturwertmark und Kulturflatrate

Insofern verstehe ich die Aufregung nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate
http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturwertmark

Jeder zahlt ein paar Euro im Monat und Filesharing wird legal. Welchen Nachteil die Künstler dadurch hätten, sehe ich nicht, wenn die Höhe richtig festgelegt wird. Sie können ja zusätzlich noch Geld mit Konzerzen, CDs und Merchandise machen.

Alles andere ist IMO Blödsinn. Wo das Angebot unendlich ist, existiert kein Markt. Man muss sich davon verabschieden, dass sich alles nur über Märkte regeln lässt. Öffentlicher Nahverkehr ist ja auch i.d.R. gut von der Bevölkerung akzeptiert, obwohl dieser zum Großteil über Steuern und nicht über den Ticketverkauf finanziert wird.
Dieter Gorny
06.05.2012 - 13:43 Uhr
Gefällt mir nicht.
Zusammenfassung der meisten bisherigen Beiträge
07.05.2012 - 08:33 Uhr
Der soll nicht heulen. In anderen Berufen geht es den Menschen auch schlecht. Deshalb darf der sich gar nicht beschweren, wenn er für seine erbrachte Dienstleistung kein Geld bekommt.
Wenn es ihnen zu viel ist, dass sie für ihre Arbeit keinen Lohn bekommen, sollen sie halt aufhören. Laden wir uns halt Songs von anderen Künstlern illegal runter, die sich nicht so anstellen.
WIR sind der Mittelpunkt der Welt. Die Musik wird für UNS gemacht, also haben WIR auch das gute Recht, uns für einen kostenlosen, illegalen Download zu entscheiden.
Alles haben und nichts dafür geben wollen, das ist nun mal UNSERE Mentalität. So what?

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