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Omar Rodriguez-Lopez

User Beitrag

The MACHINA of God

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14.08.2016 - 16:46 Uhr
10) Despair (01/2009)
Unhörbar Teil 3. Nicht ganz so enervierend wie die Ward, trotzdem aber einfach ziemlich unhörbarer Mist. Omar muss auf jeden Fall heftig in despair gewesen sein zu der Zeit.
Highlights: Stop-Taste

11) Megaritual (01/2009)
Ha! Tolles Ding. Hatte ich gar nicht mehr so recht auf dem Schirm. Eigentlich ein klassisches Omar-gniedelt-Album, aber dank des "Salsa"-Touches und wenig Ziellosigkeit kann es durchweg überzeugen. Hin und wieder natürlich längen (ohne das kommt wohl keines seiner Alben aus), aber definitiv im oberen Drittel angesiedelt. Einzig mit seinem jüngeren Bruder aufgenommen, was man dem Album aber nicht wirklich anhört.
Highlights: Fällt mir schwer, da eins zu bennenen. Ist eher ein Gesamtding.

12) Cryptomnesia [El nuevo group de ORL] (05/2009)
Damals wie heute:
Fünf »Mars Volta«- und weitere zehn (!) Soloalben: Was bei anderen die gesamte Diskographie sprengen würde, ist bei Omar Rodriguez-Lopez gerade mal die Ausbeute der letzten sechs Jahre. Und trotz dieser Hochfrequenz an Veröffentlichungen nun ein weiteres Projekt. Zusammen mit der Rhythmusfraktion der Math-Noise-Psychiatrie »Hella« und zwei »Mars Volta«-Mitstreitern jetzt also »El nuevo grupo de Omar Rodriguez-Lopez«. Jene Formation präsentiert sich zwar deutlich kompakter (ein einziger Song über fünf Minuten) als die meisten anderen Projekte, keinesfalls aber unkomplizierter. So wird es für den ungeübten Hörer wohl klingen, als vollführten hier fünf Leute komplexeste Instrumentenanstrengungen, ohne ansatzweise das Kollektiv zu beachten. Der Schlagzeuger, mehr Mathematiker als Musiker, fiel schon bei seinem Hauptprojekt als unzurechnungsfähig auf, die Gitarren wüsten schizophren durchs Klangfegefeuer und immer wieder komplettieren/zerstören elektronische Spielereien und Sprachsamples die Songs. Wenn man diese hektischen Koffeinpartituren so nennen kann. Besonders ab dem Mittelteil wird es immer wahnwitziger: Free-Jazz wird von Drum’n’Bass verprügelt, Melodienandeutungen vom Chaos einfach mitgenommen. Das alles ohne Punkt, Komma oder gar Leerzeichen. Ein vertonter Speed-Trip. »Crystal math« sozusagen. Nach der begeisterten Überforderung zu Anfang erschließt sich mit jedem Hören aber dann doch irgendwann das große Ganze. Man erkennt so etwas wie Strukturen, die den Wahnsinn zusammenhalten. Und erkennt, dass dieses Album nicht nur durch seine Unfassbarkeit, sondern auch durch seine kompositorischen Qualitäten zu begeistern weiß. Man darf sich vorher nur nicht verrückt machen lassen. »I won’t get tourette’s if you don’t get tourette’s«

Demon Cleaner

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18.08.2016 - 09:24 Uhr
Die Omar-Diskographie durchzuhören, erfordert schon irgendwie einiges an Durchhaltevermögen, es macht aber auch richtig Bock. Über mangelnde Vielfalt kann man sich genauso wenig beschweren wie über mangelnde Qualität. Auch wenn er tatsächlich fast das ganze Wertungsfeld abdeckt.
Ich hinke MACHINA ein wenig hinterher, mal gucken, ob wir vielleicht irgendwann den gleichen Takt finden. ;-)

A Manual Dexterity: Soundtrack Volume One (1. Studioalbum, 08/2004)
Witzig, dass dieses Album damals überall beachtet und auch verhältnismäßig gute Kritiken bekommen hatte. Ich finde es nämlich gerade im Vergleich zu den direkten Nachfolger recht krude und vor allem als Album ziemlich zerfahren. (Wie ich damals auf "gewöhnlich" im Eröffnungspost kam, weiß ich nicht.)
Eine Qualität von ORL-Alben ist eigentlich meist ihre Geschlossenheit, ihr kohärenter Sound. Das gibt es hier kaum, stattdessen einen Mix aus Rock, Latin, Ambient und was weiß ich, was noch alles gefunden wurde. Das gesagt, sind allerdings einige richtig tolle Momente dabei. Ich liebe "Deus Ex Machina", wo klassiches Latin-Gedudel merkwürdig verzerrt wird und auch "Sensory Decay Part II" ist großes Kino. Schade, dass der Film dazu offenbar nie was geworden ist.
Aber noch mal zurück zum Anfangsgedanken: Damals war gerade nur "De-Loused" erschienen und Omar hatte eben noch nicht drölfzig Soloalben in zwei Monaten veröffentlicht, ich denke ganz stark, dass es damit zusammenhängt. Wäre "A Manual Dexterity" irgendwo in der Mitte rausgekommen, wäre die Rezeption bei weitem nicht die gleiche.
6.8

Omar Rodriguez (2. Studioalbum, 12/2005)
Für mich geht es hier erst richtig los - und wie. Macht auf mich richtig den Eindruck eines entspannten Jam-Wochenendes in Amsterdam. Ich finde seine jazz-beeinflussten Sachen ja tendenziell sowieso eher toll, für mich läuft das hier von vorne bis hinten astrein durch. Insofern (@MACHINA) finde ich den Vorgänger wesentlich kränker. ;-)
Heißt: Das Intro stimmt schon mal schön auf den Lässigkeitskurs ein, "Regenbogen" dann schon für mich das Highlight. Das könnte ewig so gehen. "Jakob Van Lennepkade" hat höchstens das Problem, dass sein Nachfolger auf "Apocalypse" einfach besser ist, aber auch hier vergehen 17 Minuten im Flug. "Vondelpark Bij Nacht" (später "El Ciervo Vulnerado" auf "Amputechture") hat einen saugeilen Klang. Ach, ich mag es total. Die 5/10 hier habe ich nicht ansatzweise nachvollziehen können.
8.1

Please Heat This Eventually (ORL & Damo Suzuki) (1. Kollaboration, EP, 01/2007)
Die erste der vier Kollaborationen ist immerhin bereits mit niemand geringerem als Damo Suzuki. Und seine wirren Vocals passen schon ziemlich gut auf das Stück. Letzten Endes funktioniert für mich die kondensierte 11-Minuten-Version auf dem nächsten Album einfach besser als die 24 Minuten hier. Der Breakdown-Part in der zweiten Hälfte nimmt Spannung aus einem Stück, das eigentlich zum Großteil von seinem Tempo lebt. Da liegt der Fehler.
6.7

Se Dice Bisonte, No Búfalo (3. Studioalbum, 05/2007)
Wohl der Prototyp für viele Omar-Alben in der Folge. Klassiche Latin-Rock-Jams wechseln sich ab mit atmosphärischen Interludes, das Gesamtbild bleibt immer wichtig. Dürfte vor allem für Einsteiger auch perfekt sein, weil hier nichts in die Extreme getrieben wird (höchstens auf dem Closer, aber den find ich schon geil), immer Entspannungspausen da sind und selbst die längeren Songs immer gut verdaulich und abwechselungsreich sind, allen voran das vorher besprochene "Please Heat This Eventually".
"Rapid Fire Tollbooth" ist an sich natürlich ein sehr guter Song, aber wenn man bedenkt, was daraus im folgenden Jahr wurde (nämlich "Goliath" bei The Mars Volta mit wohl dem doppeltem Tempo)...man kann die andere Version eben nicht wieder un-hören. Ansonsten aber definitiv auch in der oberen Riege der Alben. "Lurking About..." ist auch ein Highlight, direkt die Ruhephase nach dem Sturm, die dann aber gegen Ende irgendwie nen Wackelkontakt kriegt. Und die Vocals auf dem Closer..."ehbuabjewbikltrkwejr". Kann man bei Gelegenheit mal wieder erhitzen.
7.8
karl
18.08.2016 - 10:02 Uhr
coole zusammenfassungen, machina und demon.
se dice ist mein favorit der omar-alben. da passt alles gut zusammen. die jeremy ward finde ich nicht so übel wie sie hier überall gemacht wird. man muss halt bock auf noise haben.

Affengitarre

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18.08.2016 - 12:41 Uhr
Kann karl nur zustimmen, ihr beide gebt echt solide Überblicke über die Alben. Habe das zwar teilweise auch versucht (siehe Seite 1), aber so chronologisch und mit Wertungen ist das definitiv sehr schick. Ihr habt meinen Respekt, wenn ihr das wirklich bis zum Ende durchzieht.

Bezüglich AMD: Glaube auch, dass die Rezeption etwas verfälscht ist, da es nun einmal das erste Soloalbum des Mannes war, der die grandiose "Deloused.." und "Relationship.." gemacht hat. Da hatten die Leute wohl durchaus Bock darauf und gingen da eher positiv ran. Wärs in der Mitte erschienen, naja, wäre es glaube ich auch eher untergegangen.

The MACHINA of God

User und Moderator

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19.08.2016 - 00:15 Uhr
DC muss mich natürlich toppen in der VÖ-Detailbeschreibung. :D

Demon Cleaner

User und Moderator

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19.08.2016 - 12:31 Uhr
Bäh. :-P

Affengitarre

User und News-Scout

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19.08.2016 - 14:11 Uhr
Dafür hat er halt schon Rezis für die neuen Alben. ;)

derdiedas

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22.08.2016 - 16:09 Uhr
Auf dem übernächsten (Umbrella Mistress) ist laut comatorium "Winter's gone" drauf (Demo hier: https://www.youtube.com/watch?v=0DxzoxzTB-I)

Wohl noch ein Pop-Album...

Affengitarre

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22.08.2016 - 16:13 Uhr
"Winter's Gone" fand ich super, wäre aber schade, wenn nicht mal bald ein Brecheralbum kommt.
du
22.08.2016 - 19:12 Uhr
Umbrella Mistress (Samples)
http://d.pr/f/JQuX

derdiedas

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22.08.2016 - 19:54 Uhr
Der Titelsong ist ja mal lustig, ich kann mich noch nicht entscheiden ob diese dazwischenfunkende 60er-Orgel super oder furchtbar ist

Demon Cleaner

User und Moderator

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01.09.2016 - 09:21 Uhr
Es geht weiter. :-)

Omar Rodriguez-Lopez & Lydia Lunch (2. Kollaboration, EP, 10/2007)
Tönt eigentlich recht nice. Omar gniedelt im Hintergrund einen Latino-Fusion-Jam runter, während Frau Lunch im Vordergrund irgendwelches Zeug, palavert, was wohl feministisch werden soll, wenn's mal fertig ist. Das geht auch eine Zeitlang gut rein, das Problem ist, dass sich in den 25 Minuten recht wenig ändert. Tracks gibt es, aber im grunde ist das ein einziges langes Stück. Und so ist es dann doch eher eine Fußnote in der Diskographie.
5.8

The Apocalypse Inside Of An Orange (4. Studioalbum, 11/2007)
Ich gehe definitiv mit, dass das hier eines der besten, vielleicht sogar das beste Album von Omar ist. In jedem Fall ist es mit über einer Stunde das längste, aber das spürt man zu keiner Zeit. Geiles Jazz-Fusion-Gemisch, wirkt launig, aber nie zu abgedreht.
"Jacob Van Lennepkade II" noch mal deutlich besser als sein Vorgänger, ich fass es nicht, dass das wirklich 18 Minuten dauert. Und Leute: Über den Titeltrack müssen wir reden. Das ist doch reinstes, geilstes Kopfkino! Schon mal auf das Albumcover geschaut? Könnte man das musikalisch besser umsetzen? Nein. Also. :-)
8.4

Calibration (Is Pushing Luck And Key Too Far) (5. Studioalbum, 12/2007)
Das Ding ist doch ein wenig anstrengender, als ich in Erinnerung hatte, aber schon irgendwie geil. Erleichternd beim Hören ist, dass 7 der 11 Tracks unter vier Minuten ins Ziel gehen und man nicht zu lange auf einer Idee hockt. Jazz ist weg, stattdessen viel Gitarren-Psychokram, Noise, Skizzen und vor allem fast allgegenwärtige Verweigerung von Einfachheit.
Der große Wurf ist für mich dagegen der schön lang ausgedehnte Abschlusstrack, welcher angemessen entlohnt für einige der vorangegangenen Strapazen. Geil ist auch die Bass-Attacke am Ende von "Sidewalk Fins", die schön ins Ohr brutzelt. Aber letztlich muss ich meine Platzierung etwas korrigieren, so ganz weit oben spielt es nicht mit. Macht aber Spaß, wenn man sich dran gewöhnt hat.
7.7

Omar Rodriguez-Lopez & Jeremy Michael Ward (3. Kollboration, 06/2008)
Okay, klar, die erste der "Unhörbaren". Als Referenzpunkt sehe ich Merzbow an und unter dem Gesichtspunkt betrachtet sind die Noise-Experimente von ORL und Ward vielleicht gar nicht mehr so weit draußen. Aber während der Japaner es bei seinen besten Werken immer schafft, durch Shifts im Sound konstant interessant zu bleiben, gelingt das hier nur selten. Wer so ein 14-Minuten-Stück wie "Salvo" auf Platte bringt und dann einfach mal nichts, gar nichts, überhaupt nichts passieren lässt, darf sich nicht beschweren. Über 45 Minuten (damit auch eines der längeren Soloalben) wird es dann auch wirklich sehr schwer, das durchzuhalten.
1.7

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

01.09.2016 - 10:59 Uhr
Ey! Wehe, du holst mich ein.

edegeiler

Postings: 2535

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01.09.2016 - 15:40 Uhr
1.7 ist noch zu hoch, das Ding ist der gespielte Witz. Ich merke langsam, dass du auf die langen Jams mehr stehst als ich, da ich die Calibration um einiges interessanter finde als die Apocalypse.

Demon Cleaner

User und Moderator

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Registriert seit 15.05.2013

01.09.2016 - 16:02 Uhr
1.7 ist ja keine Traumwertung. :-) Ich finde sie schon ziemlich unhörbar.
Nur eine 0.0 ist es für mich dank einiger interessant klingender Stücke/Passagen nicht. Als Ganzes aber ziemlich ätzend.
Die Frage ist, ob man generell überhaupt mit Noise was anfangen kann.

Die "Calibration" finde ich größtenteils auch super, hatte sie ja erst auf Platz 2. Jetzt so im Vergleich fand ich die jammigen Sachen besser. Trotzdem ein toller Eintrag in einer sehr starken Phase.

derdiedas

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01.09.2016 - 19:30 Uhr
Wer von euch als erster durch ist kann ja noch Sparta dranhängen ;)

Affengitarre

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Registriert seit 23.07.2014

01.09.2016 - 19:34 Uhr
Stiiiiimmt. Sparta gibts ja auch noch.

The MACHINA of God

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02.09.2016 - 13:32 Uhr
Haben nur leider nix mit Omar zu tun.
juhu
02.09.2016 - 19:54 Uhr
http://www.verbicidemagazine.com/2016/09/02/omar-rodriguez-lopez-umbrella-mistress-cell-phone-bikini-infinity-drips-el-bien-y-mal-nos-une-record-review/
jojo
05.09.2016 - 20:29 Uhr
El Bien y mal Nos Une (Samples)
https://www.youtube.com/watch?v=4kiF3TFNVHY

Felix H

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Postings: 8142

Registriert seit 26.02.2016

05.09.2016 - 21:26 Uhr
Ich bin etwas neidisch, dass die schon alles hören können. ;-)
Habe jetzt mal für die nächsten vier die Threads eröffnet...

Mister X

Postings: 3401

Registriert seit 30.10.2013

05.09.2016 - 22:46 Uhr
musik fuer leute die jede woche ein neues album verlangen
Greensynapse
05.09.2016 - 23:02 Uhr
Jede Woche? Schön wär's.

Underground

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Registriert seit 11.03.2015

05.09.2016 - 23:36 Uhr
ok, also nach den 12 noch mehr alben...

derdiedas

Postings: 699

Registriert seit 07.01.2016

06.09.2016 - 11:42 Uhr
Wer hat denn was von Verlangen gesagt? Man ist eher ausgeliefert... ;)

Affengitarre

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06.09.2016 - 15:42 Uhr
Stimmt, man hat gar keine andere Wahl. Ist wie ein Autounfall. Man will nicht, muss aber reinhören. :D
Aufgeregtes Kind
06.09.2016 - 18:01 Uhr
"Mama, heute gab's wieder 'Tote Omar'!"

Fiep

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07.09.2016 - 11:31 Uhr
Kom da einfach nicht nach. Werde mir nen Sonntag zeit nehmen wen alles draußen ist. Mal schauen wie dies geballt wirkt.

edegeiler

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07.09.2016 - 12:16 Uhr
Hab auch schon kein Bock mehr.
du
07.09.2016 - 20:17 Uhr
Wie kann man darauf kein Bock haben?
Also bis jetzt waren die Alben doch alle klasse.

edegeiler

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07.09.2016 - 20:37 Uhr
Zu viel. Zu viel neues. Zu schnell.

Underground

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Registriert seit 11.03.2015

08.09.2016 - 08:41 Uhr
ach die jugend von heute kommt da nicht mehr nach?

Demon Cleaner

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Postings: 5646

Registriert seit 15.05.2013

08.09.2016 - 09:36 Uhr
Absence Makes The Heart Grow Fungus (6. Studioalbum, 09/2008)
Noch deutlich besser als ich es in Erinnerung hatte. Fällt ja auch in die Phase zwischen ATD-I und TMV und hat dementsprechend noch viel vom punkigen Spirit mit im Boot. Gleichzeitig deutet aber auch mehr auf die experimentelle Natur vom gleichzeitig aufgenommenen "A Manual Dexterity" hin - oder auf die des am selben Tag erschienen Schwesteralbums, dazu gleich mehr.
Die - ich nenne sie mal - "Se Dice"-Formel (eigentlich falsch, da "Absence" davor aufgenommen wurde), greift hier wieder: Powertracks wechseln sich ab mit kürzeren Spielereien, die ihren Teil zum tollen Gesamtbild beitragen. Nach "Calibration" ist wieder mehr Saxophon am Start und alles fließt so nice durch die Lautsprecher, dass es eine Freude ist. Naja, zumindest in der ersten Hälfte. Denn spätestens "Mood Swings" ist wohl wirklich eines der kaputtesten und genialsten Stücke im Solowerk, aber wohl kaum "nice". :-)
8.2

Minor Cuts And Scrapes In The Bushes Ahead (7. Studioalbum, 09/2008)
Ich glaube, damals war es eines der wenigen Alben, denen ich ohne Umschweife 1/10 verpasst habe. Das war mir einfach zu abwegig, zu abweisend. Der unterkühlte Elektro-Sound hatte mir nicht zugesagt (komischerweise hab ich damals öfter versucht, in dieses Album reinzukommen als in "Absence").
Heute kann ich feststellen: Alles halb so wild. Also schon nicht gut. Aber eben nicht total katastrophal. Hinter dem eiskalten Äußeren stecken oft dann gar nicht mal so ungewöhnliche Songs, gerade in der Albummitte wie "Pawn Shop Blues". Und wie "Solenoid Mosque" in 30 Sekunden ins Album stolpert, ist irgendwie auch lustig. Über die Strecke wird natürlich mäandert ohne Ende, viel ist nur Textur, kein Inhalt. Gerade "Trident Resting On The Pulse" ist zum Anfang schon ein Hauch von Nichts. Wenigstens ist das ganze hier nur eine halbe Stunde lang.
Das Cover ist aber in der Tat grandios.
4.2

Old Money (8. Studioalbum, 11/2008)
Das Album ist für mich der größte Soloerfolg, nicht weil es besonders aus der Masse heraussticht, sondern vielmehr, weil hier alles funktioniert, von vorne bis hinten. Freakouts wechseln sich ab mit kürzeren, atmosphärischen Interludes, so dass es immer unterhaltsam und hörbar bleibt. Ähnlich wie bei "Se Dice" und "Absence", nur...noch besser. Wenn man bedenkt, dass "Bedlam" im gleichen Jahr entstand, dürfte das mit mehr Ruhepausen durchsetzte "Old Money" ein deutlich leichter zu konsumierendes Paket gewesen sein.
Standouts sind für mich vor allem das irre "Population Council's Wet Dream" und der angenehm ausfließende Titeltrack am Ende. Aber wie gesagt, hier gibt es sonst auch sehr wenig zu bemängeln. Ein Zufall, dass es das einzige alte Omar-Album bei den Streaming-Services ist?
8.5

Fiep

Postings: 985

Registriert seit 29.04.2014

08.09.2016 - 09:43 Uhr
Die "Jugend" von heute hat vielleicht mehr zu tun als den ganzen tag neue Alben zu hören. und will dies vielleicht auch genießen.

Es wär immer nur ne stunde, aber neben anderen releases, arbeit, freunden, Hobbys und anderen Verpflichtungen kann es schwer sein, auch wen man mal ne stunde hat, sich in die richtige Stimmung für ein Omar Rodriguqez Album zu zwingen.

Da macht es für mich mehr Sinn bei der fülle mal wirklich einen Tag frei zu räumen wo ich richtig eintauchen kann in seine Werke.
karl
08.09.2016 - 09:50 Uhr
@demon cleaner:

ich halte ja minor cuts für ein vollkommen verkanntes und missverstandenes meisterwerk. keine übertreibung. dieses abseitige atmosphäre ist doch total geil. sowas wie thankless serpent mit dem desolaten kirmesbespaßer. und ja mann das cover fängt die eisige stimmung perfekt ein. war wohl der elektrosound, der viele abgeschreckt hat, gab es bis dahin ja noch nicht so wirklich bei ihm.

absence und old money aber ebenfalls bei den topalben dabei. 2008 war ein gutes omar-jahr.
Greensynsape
08.09.2016 - 11:09 Uhr
@DC: also bei Apple Music gibt es auch noch die Absence...

The MACHINA of God

User und Moderator

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Registriert seit 07.06.2013

13.09.2016 - 19:13 Uhr
Mir ist der Rhythmus irgendwie auch zu schnell. Aller 4 Wochen wäre deutlich angenehmer.

Affengitarre

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Postings: 9864

Registriert seit 23.07.2014

13.09.2016 - 19:24 Uhr
Die Alben laufen doch nicht weg. :)
du
22.10.2016 - 00:51 Uhr
http://www.verbicidemagazine.com/2016/10/19/omar-rodriguez-lopez-some-need-it-lonely-nom-de-guerre-cabal-weekly-mansions-zapapon-review/
ich
23.10.2016 - 17:09 Uhr

Weekly Mansions (Samples) https://www.youtube.com/watch?time_continue=681&v=uowgE_dyu5I
12
13.12.2016 - 10:35 Uhr
weitere 12 Alben ab 30.12

http://www.verbicidemagazine.com/2016/12/12/omar-rodriguez-lopez-albums-2017-ipecac-lovejoy-roman-lips/
Samples
13.12.2016 - 10:36 Uhr
A Lovejoy:
https://www.youtube.com/watch?v=No_nr46pZFQ
zu faul sich einzuloggen
13.12.2016 - 10:38 Uhr
Oh man, braucht's das wirklich?
du
13.12.2016 - 10:39 Uhr
musst es ja nicht anhören...

Felix H

Mitglied der Plattentests.de-Chefredaktion

Postings: 8142

Registriert seit 26.02.2016

13.12.2016 - 10:53 Uhr
8)

derdiedas

Postings: 699

Registriert seit 07.01.2016

13.12.2016 - 11:31 Uhr
12/30/16 – A Lovejoy
01/13/17 – Roman Lips
01/27/17 – Zen Thrills
02/10/17 – Chocolate Tumor Hormone Parade
02/17/17 – Ensayo de un Desaparecido
03/03/17 – Nutrido por Mercenarios
03/17/17 – Scrapyard Handshakes
03/31/17 – Cosmic Jesus Hearst
04/14/17 – Invisible Chain Gang
04/28/17 – Baby Teeth Farm
05/12/17 – Temporarily Testing Salvation
05/26/17 – Reganomics Lamborgini


Reganomics Lamborgini

Werden die Titel mit Absicht immer furchtbarer?
hello
13.12.2016 - 12:04 Uhr
ich glaube, ich kaufe mir von den insgesamt 24 alben, die bis in nächste jahr erschienen sein werden, nur das mit dem interessantesten titel... :D

edegeiler

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13.12.2016 - 13:04 Uhr
Nee. Einfach nee.

Felix H

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13.12.2016 - 13:08 Uhr
Ich gebe zu, dass ich mich geistig eigentlich auf ein Ende der Serie eingestellt hatte. Wollte auch mal die alten weiterhören. Tja.

derdiedas

Postings: 699

Registriert seit 07.01.2016

13.12.2016 - 13:12 Uhr
Ich glaub ich bin raus. Nee, eigentlich bin ich längst raus, da hält ja keiner mit. Ich schau mir mal im Sommer die Rezis durch und guck ob was gutes dabei ist

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