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Harry Potter und der Orden des Phönix

User Beitrag
Michi
08.11.2003 - 13:40 Uhr
Geht euch das alles voll am Arsch vorbei oder hat jemand vor das Buch zu lesen?
captain kidd
08.11.2003 - 13:53 Uhr
ich entblöde mich zu sagen: ich hasse harry potter
Armin
08.11.2003 - 13:54 Uhr
Ersteres.
Marius
08.11.2003 - 13:58 Uhr
Gibt genug andere gute Bücher!
svenja
08.11.2003 - 13:59 Uhr
alle bekloppt im kopf
Tan!D
08.11.2003 - 14:27 Uhr
Ey das Buch ist vool gut! Ich hab's sofort gelesen als es auf englisch rauskam und auf deutsch les ich's jetzt auch nochmal...
Who?
08.11.2003 - 14:39 Uhr
Muss sagen, dass ich die Bücher seit dem 4. Band eigentlich ganz gerne lese. Die ersten 3 waren etwas kindisch, aber der "Feuerkelch" war schon erwachsener. Das neue Buch ist IMHO mit Abstand das Beste.
timA
08.11.2003 - 14:54 Uhr
is nun mal 'n jugendbuch (und kein schlechtes).
den ganzen rummel drumherum kann ich aber auch nicht verstehen.
Michi
08.11.2003 - 17:01 Uhr
Ich fand die Bücher 1-3 ganz unterhaltsam, bei Buch 4 hab ich mittendrin aufgehört zu lesen, war mir zu langweilig. Jetzt versuche ich den 5. Teil, die ersten Kapitel waren schon mal sehr enttäuschend, aber das kann man jetzt noch nicht sagen. Bei dem ganzen Harry-Potter-Rummel kann ich aber auch sehr gut verstehen wenn jemand Harry Potter hasst. Wenn ich den 1. Teil vor dem großen Rummel gelesen hätte, hätte ich nie wieder ein HP-Buch in die Hände genommen...
Who?
08.11.2003 - 17:27 Uhr
Ich hab den 1. Teil vor dem Rummel gelesen und muss sagen, dass es schon genervt hat. Aber da die neuen Bücher eh nix für 8-jährige sind, ist das ganze auch etwas erträglicher geworden.
Hanna
08.11.2003 - 17:51 Uhr
Hab die ersten Vier gelesen und fand sie gut.Wer ist denn jetzt in dem Neuen Buch gestorben??
Das kostet ja 30 Euro,das Buch!
Greylight
08.11.2003 - 17:49 Uhr
Ich muss dazu sagen, dass ich gerade mal 14/15 gewesen bin, als ich das erste Harry Potter-Buch gelesen hab. Und Harry Potter ist im Verlauf der Bücher älter geworden, so wie ich.

Aber ich glaube, dass mir HP auch noch gefallen würde, wenn ich erst jetzt das erste Buch lesen würde. Werde das neue Buch auf jeden Fall lesen.

Und die Bücher sind meiner Meinung nach ganz und gar nicht kindisch, oder niveaulos.
Die Bücher sind selbstverständlich *kindlich*, weil die Hauptpersonen schließlich Kinder sind.

Die Bücher sind gut, die Filme sind scheiße. Das liegt daran, weil ohne Ende verharmlost wird, damit sie auch die ganz jungen Kids anschauen können. Die Autorin wollte nach eigenen Aussagen gar kein Kinderbuch schreiben, sondern eher ein Buch "für die ganze Familie". Und genau das ist es auch. Kinder unter 10 sollten noch gar kein HP lesen, wie ich finde.

Der Hype saugt natürlich staubsaugermäßig.
Who?
08.11.2003 - 17:53 Uhr
Genau, schreiben wirs doch öffentlich, damit es alle wissen, wer gestorben ist.

Das kostet ja 30 Euro,das Buch!

1000 Seiten. Was hast du erwartet? "Herr der Ringe" kostet an die 50 Euro als gebundene Ausgabe.
Obrac
08.11.2003 - 17:53 Uhr
Hoffentlich alle. Eigentlich wollte ich hierzu schweigen, aber das geht wohl nicht. Ich wette, die Schnittmenge von Bohlen- und Potterlesern ist sehr gross. Für alle, die nichts anderes als Harry Potter in ihrem Leben gelesen haben: Es gibt auch noch andere Bücher, bessere Bücher. Traut euch, es tut nicht weh.
Obrac
10.11.2003 - 16:15 Uhr
Das deutsche Verlagwesen ist ein übles Abzockergschäft. Meist werden aus einem englischen Buch zwei deutsche gemacht, die einzeln teurer sind als das eine englische. Dann werden hyperkommerzielle Bücher wie Stephen King oder Harry Potter natürlich erstmal als Hardcover veröffentlicht, für 30 bis 50 Euro. Wer es als Taschenbuch will, muss erstmal ein paar Monate warten. Und die Übersetzungen! Bei Harry Potter soll es ja besonders schlimm sein. Aber ich kenne Bücher, wo sogar die EIgennamen im Deutschen geändert sind.
Besonders schlimm ist der Blanvalet Verlag. Kauft nie Bücher von diesem Verlag. Amen.
Who?
10.11.2003 - 16:58 Uhr
@Obrac:

Wo du es gerade ansprichst: Welcher Unfähige hat eigentlich Andreas Brandhorst für die Übersetzung der Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett angeheuert? Der Kerl macht aus einfachen Sätzen komplizierte Satzmonster und baut in jede Seite mindestens 2 Übersetzungsfehler rein. Schande, sowas. Bei "Harry Potter" ist mir das in dem Maß noch nicht aufgefallen.
Obrac
10.11.2003 - 17:14 Uhr
Es gibt eine Webseite, wo die ganzen Harry Potter Übersetzungsfehler aufgelistet sind. Du wirst es nicht glauben, was da alles falsch gemacht wurde. Das hätte ein gymnasialer 10-Klässler besser gemacht, garantiert.
HeavensDesire
10.11.2003 - 17:53 Uhr
Langsam gehen mir diese Harry-Potter-Besessenen auf den Keks. Wie kann man nur 1000 Seiten in einer Nacht durchlesen und mitten in der Nacht auf das Buch warten? Das ist doch krank. Irgendein dämlicher Junge in einem Buch, und schon spielen alle Kinder verrückt. Aber noch schlimmer ist es ja, wenn sie Eltern mitmachen und den Kindern alles mögliche kaufen. Ach, was gibt es nicht für dummes zeug von diesem harry... nur Unsinn, Aber den Kindern gefällts. Aber dann sollen sich die Eltern doch bitte nicht aufregen, wenn die Kinder vom lesen totale Kopfschmerzen haben und sie zum arzt müssen, beschweigedenn, wenn das Kind sich auf nichts anderes mehr konzerntriert. In Maßen ja, aber bitte nicht so, wie es jetzt ist!

Meine Meinung ;)
Who?
10.11.2003 - 17:54 Uhr
http://www.scheibenwelt.de/main.php?page=fehler&menu=werke

Auch wenn man sich in der Scheibenwelt nicht auskennt, ist es teilweise doch, hm, amüsant zu sehen, was man so alles falschmachen kann. Ich werd mal nach Harry Potter suchen und mit der Scheibenwelt vergleichen.
Einen Pluspunkt muss man "Harry Potter" aber lassen: Die Übersezungsfehler sind bei weitem nicht so auffällig wie bei Terry Pratchett.
Greylight
10.11.2003 - 17:57 Uhr
Ich wette, die Schnittmenge von Bohlen- und Potterlesern ist sehr gross.

Ich glaub nicht, dass man das so festhalten kann.
Obrac
10.11.2003 - 18:49 Uhr
@Greylight: Ich glaube doch. Es müssen unvorstellbar viele Leute sein, die nie etwas gelesen haben, aber dann Harry Potter, weil in den Medien so ein grosser Wirbel darum gemacht wurde.
Genauso ist es doch mit dem Bohlen Buch.

Ich finde es gut, dass Kinder Potter lesen, da sie dadurch überhaupt mal zum Lesen animiert werden. Trotzdem gibt es eine Menge besserer Bücher, um die (Gott sei dank) nicht so ein Aufhebens gemacht wird.
Tan!D
10.11.2003 - 19:55 Uhr
@Obrac
Danke deinen letzten 2 Sätzen, sonst hättest du jetzt was zu hören gekriegt!! Als ob Mr Bohlen an den Standard von Potter, auch nur annäherungsweise herankommen würde, also ehrlich!!
Obrac
10.11.2003 - 21:03 Uhr
Klar, so meinte ich das ja auch nicht. Aber das Medieninteresse hat dieselben Ausmaße.
Greylight
10.11.2003 - 21:44 Uhr
Es müssen unvorstellbar viele Leute sein, die nie etwas gelesen haben, aber dann Harry Potter, weil in den Medien so ein grosser Wirbel darum gemacht wurde.

Ja, diese Leute gibt es 100%ig.
Ich muss Tan!D aber dringend beipflichten. Und ich hoffe ernsthaft, dass es auf der anderen Seite genügend Menschen gibt, die erkennen, dass Bohlens Bücher (Argh, es werden immer mehr) belangloser Schrott sind, im Gegensatz zu Harry Potter. Die Harry Potter-Bücher sind immerhin phantasievoll und die Story interessant und kurzweilig.
Who?
10.11.2003 - 21:58 Uhr
Ich kenne kaum Kinder- und Jugendbücher, die so phantasievoll gechrieben sind.
Ich finds sowieso merkwürdig, Harry Potter mit Herr der Ringe oder Ähnlichem zu vergleichen. Harry Potter soll für Kinder so ca. ab 10 sein und daher nicht zu kompliziert. Dass es auch für Ältere durchaus unterhaltsam und lesenswert ist, ist ein toller Nebeneffekt.
Obrac
10.11.2003 - 22:03 Uhr
Das stimmt, aber es gibt für Ältere noch unterhaltsamere und lesenswertere Bücher. Was mich stört ist einfach, dass sich die Menschen nicht anstrengen und informieren um gute Literatur zu lesen. Nein, sie lesen lieber Harry Potter, weil jeder es liest. Dass sie es dann gut finden ist ja OK. Aber sie würden anderes noch besser finden, wenn sie sich ein bisschen bemühen würden. Das ist das Traurige. Diese geistige und kulturelle Faulheit der Menschen.

Dass Bohlens Buch auf dem Niveau eines Insekts sind, ist ja wohl klar. Inhaltlich würde ich Bohlen und Potter nie vergleichen.
Greylight
10.11.2003 - 22:25 Uhr
Dass Bohlens Buch auf dem Niveau eines Insekts sind, ist ja wohl klar.

Na ja, Biene Maja könnte wahrscheinlich ein niveauvolleres Buch schreiben als Bohlen! ;-)
timA
11.11.2003 - 11:18 Uhr
@obrac:
ist es mit musik nicht genauso?
sowohl die spiegel-bestsellerliste als auch die musikcharts beinhalten doch meistens scheisse.
aber wem willst du seinen schlechten geschmack vorwerfen? der hausfrau von nebenan? is doch gut, dass die überhaupt liest, bzw. musik hört.
wenn das nun in beiden fällen bohlen ist, tut's natürlich weh :].
Who?
11.11.2003 - 11:44 Uhr
@Obrac:

Das ist Ansichtssache. Je mehr Leute Bohlen hören/lesen, desto weniger können ihm entfliehen.
timA
11.11.2003 - 11:48 Uhr
@who:
man muss schliesslich seine feinde kennen...
Obrac
11.11.2003 - 16:36 Uhr
Richtig, mit Musik IST das genauso. Klar ist es gut, dass überhaupt gelesen wird, aber gerade die Hausfrau von nebenan, die eigentlich genug Zeit haben müsste, sich über Literatur zu informieren, könnte durchaus auch andere Dinge lesen.
musicola
11.11.2003 - 19:54 Uhr
aha! Jetzt wissen die Besser-Musik-Hörer sogar schon wieviel Zeit die Hausfrau von nebenan hat...

*Beineindiehandnehmundwegrenn*
Obrac
11.11.2003 - 20:08 Uhr
Zumindest gibt es dort einige Wartezeiten. Z.B wenn die Wäsche in Waschmaschine oder Trockner ist. Kuckt da die gemeine Wald und Wiesenhausfrau nicht das Familienduell? Stattdessen könnte sie doch mal Amazon.de aufrufen und sich ein paar Empfehlungen holen.
Greylight
11.11.2003 - 20:58 Uhr
Die gemeine Wald- und Wiesenhausfrau *g* hat zwar Zeit, aber es macht ihr wohl einfach nichts aus, das zu hören und zu lesen, was am nächsten in Reichweite ist.
Destroy everything and anyone
11.11.2003 - 21:21 Uhr
Ich find scheisse, das Gandalf am Schluss keinen Kuss von Harry bekommt. Das ist kein Witz.
Greylight
11.11.2003 - 21:36 Uhr
Was haben Gandalf und Harry miteinander zu tun?
Bimboline
11.11.2003 - 21:38 Uhr
Ja,das frag ich mich auch grad! Soll das 'ne Verarschung von Harry Potter sein,oder vielleicht von Herr der Ringe?
Who?
11.11.2003 - 21:47 Uhr
Das ist dann wohl "Harry der Ringe"... *g*

Lasst doch mal die gemeine Wald- und Wiesenfrau in Ruhe. Es gibt genug junge Leute, die Zeit ohne Ende haben und Daniel Küblböck hören.
Bimboline
11.11.2003 - 22:00 Uhr
*lol* :)
Norman Bates
11.11.2003 - 22:03 Uhr
Obrac:"Nein, sie lesen lieber Harry Potter, weil jeder es liest."
Ich lese Harry Potter genau deshalb nicht, weil es jeder liest.

Who?:"Ich finds sowieso merkwürdig, Harry Potter mit Herr der Ringe oder Ähnlichem zu vergleichen."
Wieso?
Who?
11.11.2003 - 22:31 Uhr
Weil "Harry Potter" ja wohl eindeutig ein Jugendbuch ist und deshalb auch ein klein wenig einfacher gestrickt. Weil allein die Zielgruppe nicht dieselbe ist, lassen sich die beiden nur schwer vergleichen.
timA
12.11.2003 - 11:39 Uhr
nun, herr der ringe ist doch auch ein jugendbuch.
gibt eben (wie das mit guten jugendbüchern so ist) 'ne menge erwachsene, die das gerne lesen.

Sassenmann
12.11.2003 - 11:51 Uhr
Harry Potter ist okay, ich habe bisher den ersten Band gelesen, aus der gleichen Motivation, aus der ich ins Kino gehe: Ich möchte manchmal einfach nur unterhalten werden. Brot und Spiele. Potter ist richtig gute Popcorn-Literatur, wie z.B. auch die Artemis Fowl-Bücher oder die Scheibenwelt-Romane.

Und: Das man Potter liest, heißt noch lange nicht, das man nicht auch noch wesentlich niveauvollere Dinge liest. In meinem erweiterten Bekanntenkreis tummeln sich so einige, die ab und an, nach langen Arbeitstagen o.ä, einfach keine Energie mehr haben, sich mit Ballard, Wolf, Kafka, Kant oder sonstwelchen Hochgeistflitzpiepen zu beschäftigen. Da kann's dann auch mal geistiges Popcorn sein.

Wo ist das Problem?

Und die Spiegel-Bestsellerliste beinhaltet nicht nur Scheiße. Die aktuelle habe ich nicht vor mir, aber man kann Walser mögen oder nicht, das Gleiche gilt für Eco, Grass, Coelho... mit Modern Talking etc. würde ich das nicht vergleichen wollen. Eine andere Sache ist die Sachbuch-Liste. Wenn ich noch häufig Bücher wie "Die Mäuse-Strategie für Manager" da sehen muss, zwischen diesen ganzen Halbpromi-Biographien, kriege ich 'ne mittelschwere Krise. Wer liest diesen Ratgeberscheiß eigentlich?


Obrac (10.11.2003 - 16:15 Uhr):
Das deutsche Verlagwesen ist ein übles Abzockergschäft. Meist werden aus einem englischen Buch zwei deutsche gemacht, die einzeln teurer sind als das eine englische. Dann werden hyperkommerzielle Bücher wie Stephen King oder Harry Potter natürlich erstmal als Hardcover veröffentlicht, für 30 bis 50 Euro. Wer es als Taschenbuch will, muss erstmal ein paar Monate warten.


Die deutschen Bücher sind meist aus dem einfachen Grund teurer, das neben den Rechten auch der Übersetzer bezahlt werden muss. Der möchte auch mal frühstücken, gönnen wir es ihm. Das mit der Taschenbuchausgabe gewartet wird, ist auch logisch. In Deutschland gibt es (noch) eine weltweit einmalige Buch- und Verlagsvielfalt, unter anderem gesichert durch die Buchpreisbindung. Durch Hardcoverausgaben verdient der Verlag das Geld, das er in den Aufbau von kleineren Autoren steckt. Mit Taschenbüchern ist nicht so viel Geld zu verdienen. D.h. die literarisch stets aktuelle Schickeria subventioniert die Verlage und deren Taschenbuchausgaben für den lesehungrigen Pöbel.
Und wenn mal ganz ehrlich ist, ist es auch völlig egal, ob ein Buch jetzt erscheint oder in einem halben Jahr. Wenn man's dann nicht mehr lesen will, hätte es sich eh nicht gelohnt.
timA
12.11.2003 - 13:36 Uhr
@sassenmann:
ich habe geschrieben, dass die spiegel-liste meistens scheisse beinhaltet, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist, da die sich aus den verkäufen in buchkaufhäusern zusammensetzt, deren sortiment zu grossen teilen aus mainstream-literatur besteht.
ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu :), die preisbindung ist und bleibt wichtig für die interessante literatur, die sich nunmal nur durch mischkalkulation finanzieren lässt und übersetzer sind sowieso eher unterbezahlt.
Who?
12.11.2003 - 15:09 Uhr
nun, herr der ringe ist doch auch ein jugendbuch.

Wäre mir neu, dass ein 12-Jähriger mit "Herr der Ringe" fertig wird. Ich habs erst mit 14 gelesen und muss sagen, dass es ein beschwerlicher Weg war. "Harry Potter" liest sich einfach vollkommen anders und (sehr) ungleich leichter. Deswegen nicht zu vergleichen.
Michi
12.11.2003 - 15:38 Uhr
Bin jetzt auf Seite 200. Ist eigentlich bei jedem Buch das selbe und das mit dem Zauberministerium-Anzeige ist ziemlich überflüssig im Buch. HP5 hat 1000 Seiten- und mindestens 100 zu viel.
Was diskutiert ihr soviel drüber obs ein Jugendbuch ist oder nicht?
Ich glaube es ist halt einfach ein Buch.
Viele Erwachsenenbücher könnten auch Jugendbücher sein, Beispiel Science-Fiction. Was wenn jemand daherkommt und sagt Terry oder Douglas Adams ist für jugendliche?
Obrac
12.11.2003 - 16:13 Uhr
@Sassenmann:
Die Kosten für den Übersetzer und die Rechte würde man doch durch den Verkauf wieder reinholen. Aber stimmt schon, wenn man den Preis eines Buches im Vergleich zum engischen Original vervierfacht, dann bringt das natürlich mehr Kohle. Ausserdem, bei der Arbeit, die die Übersetzer leisten, sollte man denen eigentlich garnichts bezahlen. Ich kann mir selbst nicht erklären, warum die Übersetzer durchweg schlecht sind. Wahrscheinlich sind die Schlechten billiger.
Dann die Cover der Bücher! Besonders im Fantasy Bereich kann man da von einer mittleren Katastrophe sprechen. Ersteinmal haben die Cover nie das geringste mit dem Inhalt des Buches zu tun. Und dann sind sie auch noch so schlecht gezeichnet, dass man garnicht hinsehen will. Ich persönlich schäme mich, gewisse Bücher im Regal stehen zu haben, so wie die aussehen.
Sassenmann
12.11.2003 - 14:38 Uhr
@TimA

Was ist denn für Dich "Scheiße"? Gehen wir die Liste doch mal durch:

1. Carlos Ruiz Zafón: Im Schatten des Windes

Die Franco-Diktatur und der "Friedhof der vergessenen Bücher". Definitiv nicht niveaulos, gut geschrieben, originelle Geschichte, nur das Ende nich so doll. Keine Scheiße (im folgenden KS)

2. Paul Coelho: Elf Minuten
Die klassische Hurengeschichte, die man schon mal besser gelesen hat, trotzdem recht reizvoll, zumindest für zartbesaitetes Publikum. KS.

3. John Griesemer: Rausch
Interessiert mich persönlich nicht so sehr, diese Atlantik-Kabel-Geschichte, soll aber laut Spiegel-Rezension recht lesenswert sein. Keine Ahnung.

4. Henning Mankell: Vor dem Frost

Sehr gehobene Unterhaltung. KS.

5. Ludmilla Ulitzkaya: Die Lügen der Frauen
Kein Ahnung.

6. Eric-Emmanuel Schmitt: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Habe ich geschenkt bekommen und für gut befunden. KS.

7. Charlotte Link: Am Ende des Schweigens

Link gefällt mir nicht, zu betulich, altmodisch und um-den-Brei-herumrederisch. Erster Treffer der Kategorie Scheiße.

8. Nicholas Sparks: Du bist nie allein
Herz-SChmerz-Kitsch, den kein Mensch braucht. Zweiter Treffer.

9. Ken Follett: Mitternachtsfalken
Popcorn-Literatur, zumindest nach seinen früheren Büchern zu beurteilen. Ich fand die Säulen der Erde als Wegfressbuch sehr gelungen, ist natürlich nichts mit global-humanistischem Bildungsanspruch. Aber KS.

10. Joanne K. Rowling: Harry Potter and the Order of the Phoenix
Dieses Buch wird in die Geschichte eingehen, die Nachfolge von MTV angetreten zu haben. Harry Potter im engl. Original sichert die Fremdsprachenkompetenz eines ganzen Landes. Allein deswegen schon KS.

11. Paolo Coelho: Der Alchimist
KS. Ist es einfach nicht. Mag nicht in jeder Lebensphase als angemessen erscheinen, aber definitiv KS.

12. Wladimir Kaminer: Mein deutsches Dschungelbuch
Der Ivan in der Provinz. Kann man haben, muss man aber nicht. Dritter Treffer.

13. Rebecca Gable: Die Siedler von Catan
Vierter Treffer.

14. Donna Tartt: Der kleine Freund
Laaaangweilig. Fünfter Treffer.

15. Eric-Emmanuel Schmitt: Oskar und die Dame in Rosa
Keine Ahnung.

16. Barbara Wood: Kristall der Träume
Esofeministischer Matriarchats-Schmock. Genauso toll wie Ann Rice. Sechster Treffer.

17. Frederick Forsyth: Der Rächer
Argh! Nummer Sieben.

18. Michel Faber: Das karmesinrote Blütenblatt
Nicht unbedingt lebensnotwendiges Sittenportrait Londons im 19. Jahrhundert. Aber KS.

19. Donna Leon: Die dunkle Stunde der Serenissima
Tolle Unterhaltung. KS.

20. Siegfried Lenz: Fundbüro
Verzcihtbar. Schade, er kann's besser, aber: Treffer Nummer Acht.


So, Die Jury zieht sich zur Beratung zurück---- und gibt nun das Ergebnis bekannt:

Von 20 Büchern:

"Keine Ahnung": 3x
Scheiße: 8x
KS: 20-(3+8)=9

KS führt knapp vor Scheiße, die Liste enthält also Scheiße, wahrscheinlich auch meistens im Sinne von "ein bißchen Mist wird immer drin sein", jedoch keinesfall überwiegend.

Zur Sicherheit: Ich arbeite nicht für oder gegen den Spiegelverlag oder einen der Verlage, die die Bücher da oben herausgegeben haben. ;o:

Mainstream heißt im Buchhandel IMHO nicht gleich, dass es sich um grottenschlechte Einweglektüre handeln muss. Baudolino von Umberto Eco ist auch Mainstream und m.E. grandios.

Aber ich mag ja auch U2 und Cure. Und die Beatles. Alles Mainstream. ;o)
timA
12.11.2003 - 16:54 Uhr
@sassenmann:
sorry, aber ausser Lenz, Ulitzkaja und eben rowling finde ich keinen der titel besonders interessant.
von kaminer reicht mir die "russendisko", coelho und zafón sind nette unterhaltung (wie rowling natürlich auch), mankell finde ich stinklangweilig und immer (habe nur zwei titel gelesen) arg konstruiert und über den rest will ich schweigen :].
is mir aber auch schnurz, was die leute lesen.
timA
12.11.2003 - 17:14 Uhr
finde nur, dass das meiste scheisse ist...so ist eben mein höchstsubjektiver eindruck.

Seite: 1 2 »
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