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Euroboy
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26.04.2025 - 18:16 Uhr
Stimmt schon, alles was von ihm nach dem Ende der ersten Black Flag Phase kam (1986), war ziemlich merkwürdig. Drogen (THC) könnten da auch daran schuld sein.
Buchtipp: Corporate Rock Sucks: The Rise and Fall of SST Records von Jim Ruland. |
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fuzzmyass
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26.06.2025 - 10:44 Uhr
So, gestern live gesehen - also Greg Ginn mit seiner unbekannten blutjungen "School Of Rock" artigen Band :)
Also das war echt gar nicht so schlecht, einiges hat sehr positiv überrascht, anderes war auch etwas wacklig, aber summa summarum kann man hier echt Spaß haben wenn man sich davon lösen kann, dass der Name "Black Flag" bzw. "An Evening with Black Flag" ein ganz anderes Gewicht mitbringt und hier natürlich nicht passt, auch wenn das Greg Ginn's Songs sind und er mit ihnen natürlich machen darf was er will...
Es wurden 2 Sets aus je ca. 40 Minuten gespielt, dazwischen gab es ca. 20 Minuten Pause, keine Vorband...
Setlist war ziemlich klasse und hat so ziemlich alle Klassiker und Phasen abgedeckt, neue Songs gab es nicht. Der letzte Song war die klassische Black Flag Louie Louie Coverversion, davor gab es Rise Above...
Greg Ginn liefert absolut fantastisch ab an der Gitarre, das kann man gar nicht anders sagen - er wird seinem Status als ikonischer und wegweisender Gitarrist total gerecht. Beim ersten Song (Can't Decide) war er noch zu leise im Mix und wurde vom Bass übertönt, aber das wurde recht schnell gefixt... Zudem gab es eine große Überraschung - er war total entspannt, gut aufgelegt, nett sowie nahbar und hat sich sowohl in der 20 Minuten Pause zwischen den Sets als auch nach Abschluss des Konzertes unter das Publikum gemischt und sich für jeden Zeit für Pläuschchen genommen, während dem Gig Fistbumps in die ersten verteilt und gelächelt etc.... das war zumindest gestern Abend so gar nicht der mürrische, griesgrämige und super strenge abgedrehte Grantler/Eigenbrödler... gut zu sehen, vielleicht hat er sein Leben zuletzt etwas verändert/geordnet...
Was die Band angeht - der Drummer ist killer, absolut fantastisch, super viel Punch-Power, spielt nicht durchgehend die Songs 1 zu 1 nach, sondern baut eigene gute Fills/Rolls/etc. ein, bei Slip It In z.B. wurde das Intro richtig zelebriert... der Bassist sehr solide, kann man nix meckern... als eine fantastische Entscheidung empfinde ich es eine Sängerin für diese neue junge Black Flag Version zu verpflichten - sie hat bei einigen Songs wirklich hervorragend geliefert (My War z.B. - eine Wucht! U.a. Slip It In, Forever Time, Swinging Man waren auch super), bei anderen war sie aber auch wacklig und inkonsistent (u.a. Rise Above, Nervous Breakdown, Black Coffee)... gerell respektable Performance von ihr, aber die super großen Schuhe kann sie noch nicht annähernd konsistent ausfüllen, ist einfach noch etwas zu grün und muss noch etwas an Pacing, Ausdauer, Präsenz, etwas eigener Note etc. arbeiten... aber ich finde es besser und konsequenter das Band Lineup jünger und diverser zu gestalten als irgendwelche alten abgehalfterten Leute dafür zu verpflichten... gute Wahl! Sie war auch sehr nett und hat sich nach dem Gig Zeit für Leute im Publikum genommen...
Der Gig war nicht herausragend stark besucht, aber schon recht solide und das Publikum hatte sichtlich Spaß, es gab fast durchgehend einen kleinen Pit vor der Bühne, Greg Ginn hat oft gegrinst, also passt alles...
Fazit: ich war echt unsicher aber bin zufrieden, dass ich hingegangen bin. Hat schon Spaß gemacht und trotz Wackler und kleinen Schwächen hier und da war das schon eine sehr solide Performance, die auch das Publikum glücklich gemacht hat... kann man auf jeden Fall machen! Welche Bewertung würde ich geben? Keine Ahnung, denke so gesamt 7-7,5/10, gab aber auch einzelne Phasen/Songs wo man auch 8-9 geben konnte (My War!)... |