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Genesis

User Beitrag

jo

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Registriert seit 13.06.2013

22.09.2021 - 20:07 Uhr
Sagt doch einfach: Euch nervt der Prog und ihr steht lieber auf die Drei-Akkord-Pop-Songs und schmalzigen, dünnen Ballädchen der 80er.

Nörtz, mach' die Welt doch nicht immer einfacher, als sie es ist... Es gibt tatsächlich so was wie Grautöne zwischen deinem Schwarz-Weiß ;).

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 28200

Registriert seit 07.06.2013

22.09.2021 - 21:29 Uhr
@hos:
Ähm, ich hab doch Gabriel gegenüber Colllins klar vorgezogen. Nur mag ich seine Solosachen eben deutlich mehr.

hos

Postings: 1649

Registriert seit 12.08.2018

22.09.2021 - 22:25 Uhr
"Nur mag ich seine Solosachen eben deutlich mehr."

ich hab die empfehlung gemacht, da es mir mit deiner aussage (genesis für dich eher der 80er stadionrock/pop-scheiss) so vorkam, als dass du dich mit der frühphase von genesis noch nicht so recht beschäftigt hast. imho kann man damit nämlich ganz gut deren weniger interessante phase einfach ausblenden. ;)

jo

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Registriert seit 13.06.2013

22.09.2021 - 23:06 Uhr
imho kann man damit nämlich ganz gut deren weniger interessante phase einfach ausblenden. ;)

Die Prog-Phase? Allerdings :).

hos

Postings: 1649

Registriert seit 12.08.2018

22.09.2021 - 23:25 Uhr
nix gegen einzelne tracks aus der späteren phase, da mag ich so einiges von, trotz kommerzradio-appeal. aber auf albumlänge betrachtet waren sie einfach nicht mehr auf dem niveau und ich würde jederzeit die 5 alben von Trespass bis Lamb den späteren alben vorziehen wenns um die inselfrage geht. kann man natürlich auch wieder auf die geschmacksfrage reduzieren aber rein objektiv kann man hier imho schlecht leugnen, wo mehr tiefgang und liebe zum detail drinsteckt.

jo

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22.09.2021 - 23:28 Uhr
Ich sehe das alles eher subjektiv. Ich finde durchaus, dass es schwieriger sein kann, nen gut aufgebauten Drei- bis Vierminüter anstatt einen sehr langen Progsong hervorzubringen. Ersteren genau so hinzubekommen, wie man ihn will, kann schon mal mehr Detailarbeit benötigen.

hos

Postings: 1649

Registriert seit 12.08.2018

22.09.2021 - 23:48 Uhr
der gute kurze song bedarf (mindestens) exakt einen guten hook und die fähigkeit, diesen musikalisch in szene zu setzen. ich will damit sicher nicht sagen, dass das einfach ist, den zu finden, vor allem einen, der nicht gleich vergleiche mit zig anderen songs nach sich zieht. das ist heutzutage sicher nochmal viel schwerer als noch in den 80ern.

ich will das auch wirklich nicht kleinreden. das sind dann immer noch songs, die gehen gut ins ohr, kann man ohne sie zu hören nachpfeifen, machen schnell spass. je nach tagesform will auch ich mich nur "berieseln" lassen.

es sind für mich jedoch äusserst selten songs, die mich "auf eine reise" schicken. die dich überraschen und dich auf deinem eigenen emotionalen schachbrett zu einer abwechslungsreichen partie herausfordern.

Watchful_Eye

User

Postings: 2642

Registriert seit 13.06.2013

22.09.2021 - 23:52 Uhr
Mein Lieblingsalbum von Genesis ist ganz klar "A Trick of the Tail". Best of both worlds, sozusagen.

Einerseits Collins statt Gabriel am Mikro und kompaktere Songstrukturen, andererseits aber eben auch nicht so banal und simpel wie spätere Alben. "Dance on a volcano" klingt zB eingängig, energetisch, komplex und zugleich erstaunlich modern.

Auch hat es imho keinerlei Filler. Kann man einfach super durchhören.

Kamm

Postings: 392

Registriert seit 17.06.2013

23.09.2021 - 00:04 Uhr
Was man halt so sagt, um den eigenen Musikgeschmack zu sublimieren und sich zu distinguieren. Best of the classics bisher: Drei Akkorde, Liedlängen, "PROG!!!", Rediohörer, Schwierigkeitsgrad der Hervorbringung - wer bietet mehr?
Komischerweise habe ich gerade bei so Babyblauen Ansätzen oft das Gefühl, dass sich da letztendlich an Oberflächlichkeiten abgearbeitet wird. Als ob man die Güte eines Songs nach Länge geteilt duch die Anzahl der Noten mal der Wurzel der Krummtakte beurteilen könnte. Dabei gibt es perfekt auf den Punkt geschriebene Popsongs ebenso wie Longtracks, die nicht viel mehr sind als Stückwerk aus bekannten Versatzstücken, die nur das überambitionierte Sci-Fi-Konzept zusammenhält.
Allein das Argument Liedlänge - die Cardiacs hatten Zweieinhalbminüter mit mehr Musikalität als ganze Genesis-Alben. Behaupte ich einfach mal als jemand, der Genesis in allen Phasen mag. :)

hos

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Registriert seit 12.08.2018

23.09.2021 - 00:17 Uhr
Was man halt so sagt, um den eigenen Musikgeschmack zu sublimieren und sich zu distinguieren.

;)

machen wir doch am ende alle.

Kamm

Postings: 392

Registriert seit 17.06.2013

23.09.2021 - 00:26 Uhr
Ja :)
Ich halt, indem ich Leuten vorwerfe, dass sie sich an mehr oder weniger willkürlichen Nichtigkeiten aufhängen, anstatt einfach die Frage zu stellen, ob die Songs gut sind. Dabei bin ich einfach nur ein ziemlich stilloser Alleshörer, den man in der Regel mit ner guten Melodie schon bekommt. :D

fuzzmyass

Postings: 8847

Registriert seit 21.08.2019

23.09.2021 - 01:44 Uhr
Diese "je komplexer und länger der Song, desto schwieriger das Songwriting und besser der Song" Denke finde ich ebenfalls total befremdlich...
Unabhängig von Genesis ist es IMO gerade die Fähigkeit mit weniger Mittel mehr Emotionen zu erzeugen, die deutlich mehr Finesse und Feeling erfordert als stundenlang hochtechnisch rumzugniedeln und vertrackt zu trommeln...
Gibt Argumente für beides, aber oft liegt die Wahrheit in der Mitte... gibt halt auch Grautöne zwischen dem Schwarz-Weis ;)

Ich persönlich finde die späteren poppigeren Genesis deutlich besser... und ich habe nichts gegen Prog, nur gegen das ständige automatische Hochjubeln von allem was mit Prog zu tun hat... gibt super guten und super miesen Prog..

hos

Postings: 1649

Registriert seit 12.08.2018

23.09.2021 - 05:53 Uhr
"Diese "je komplexer und länger der Song, desto schwieriger das Songwriting und besser der Song" Denke finde ich ebenfalls total befremdlich... "

das hat, glaube ich, auch keiner hier behauptet, zumindest nicht in den letzten paar beiträgen. ein guter longtrack hat natürlich nicht zwingend etwas mit dem anteil an gefrickel oder seiner komplexität zu tun. das kann tatsächlich mal den kick ausmachen, das kann aber auch völlig in selbstgerechtem, wenig songdienlichem rumgewichse ausarten.

wir waren halt beim thema genesis - und bei denen gibt mir die proggige phase nunmal viel mehr als die - ebenfalls mit starken songs bestückten aber in meinen ohren halt nicht komplett grossartigen spätwerke.

das dies nicht immer so sein muss, auch für meinen geschmack - beweisen zb. Rush. Ich liebe zwar diverse Longtracks von ihnen, wenn nicht sogar alle, doch noch viel mehr begeistern mich deren 80er Alben, insbesondere "Signals". Klar bekommt man grosse Klasse auch in kürzeren Tracks hin, die einem genauso das Hirn zerlegen. Nur Genesis konnten das halt nicht (für mich).



Saschek

Postings: 153

Registriert seit 23.07.2018

23.09.2021 - 07:41 Uhr
@nörtz: Da wir hier im Genesis-Thread sind, beziehe ich mich mit meiner Meinung zum Nerv-Faktor auf den Prog von Genesis. Dass ihr kultureller Beitrag unter Gabriel wertvoller und sicher intellektueller, schöner und besser war, ist mir auf einer intellektuellen Ebene bewusst. Ich habe Genesis aber zuerst als Pop-Band unter Collins kennengelernt. Alles vor Collins wirkt auf mich irgendwie behäbig. Det is einfach so'n Jefühl von mir. Ziehe McCartney aber auch Lennon vor. Und New Order kommt bei mir vor Joy Division. :) Solche Leute gibt es eben auch.

NeoMath

Postings: 785

Registriert seit 11.03.2021

23.09.2021 - 08:31 Uhr
So, dann grätsch ich als langsam alternder Genesis-Liebhaber auch mal dazwischen :-)

Musikalisch gefällt mir die Zeit mit Gabriel + die ersten Collins bis Duke am besten, ABER gesanglich mag ich Collins lieber. Und zwar besonders, wenn die alten Gabriel-Dinger live gespielt wurden, hat sich für mich eine viel emotionalere Schönheit in den (alten) Songs gezeigt, als es Gabriel jemals zustande gebracht hat. (und ich mag Gabriel, nicht in den falschen Hals kriegen, bitte!)

So, Schilde sind oben! ;-)

MrStrangiato

Postings: 231

Registriert seit 03.04.2020

23.09.2021 - 08:37 Uhr
Ich liebe auch die frühen Genesis, kann aber absolut verstehen dass das für viele Leute wohl eher komische Musik ist. Das klingt schon alles sehr angestaubt heutzutage (was aber auch viel mit der der damaligen Produktionstechnik zusammenhängt) und für jemanden der die Collins-Genesis mag, klingt das wohl wie eine komplett andere Band aus einer längst vergangenen Zeit.

Es ist sehr oft wunderschöne Musik ("Selling England by the pound" sollte man als Musik-Fan mindestens ein Mal gehört haben) die einen auf eine Reise mitnehmen kann, aber leider ist sie schlecht gealtert.

Zappyesque

Postings: 779

Registriert seit 22.01.2014

23.09.2021 - 09:02 Uhr
Hmmm das könnte man aber auch anders sehen; Collins Genesis hat sehr viel 80er Zeitgeist, sowohl in Produktion als auch songwriting, während zu Gabriels Genesis Era die Dynamik und der organische Gesamtklang im Fokus lag. Für mich wirkt das deshalb teilweise sogar sehr frisch. Das verstaubte rührt evtl. ein wenig von der Musical-like Theatralik her, die Gabriel stellenweise sehr stark auftrug. Dazu der „viktorianische“ Inhalt… das kann ich schon nachvollziehen, dass das altbacken wirkt. Aber gerade so ein Album wie „the lamb…“ klingt für mich immer noch sehr gut - man denke an Nummern wie „back in NYC“, „counting out time“ oder „carpet crawlers“…

MrStrangiato

Postings: 231

Registriert seit 03.04.2020

23.09.2021 - 09:28 Uhr
80s-Genesis klingen heute auch angestaubt, da geb ich dir Recht. Aber dieser Sound ist heutigen Hörgewohnheiten viel näher als ein Album wie "Trespass" z.B.

Genesis haben in jeder Phase gute Musik gemacht, auch wenn zum Schluss viel Grütze drunter war.

Saschek

Postings: 153

Registriert seit 23.07.2018

23.09.2021 - 10:43 Uhr
Kann ich alles nachvollziehen. Natürlich haben auch die Gabriel-Genesis-Scheiben absolute Schätze zwischen den Rillen. Zumal Banks in beiden Phasen recht bestimmend war, was das Songwriting der eingängigeren Stücke angeht. Viele Sachen, die man später als zu "phillig" empfindet, hat Banks da zumindest mitgeschrieben. Collins' Stimme allein ließ ja Anfang der Neunziger schon vielerorts Hutschnüre platzen. Calling All Stations hat dann irgendwie so gar nichts mehr geboten. Ray Wilson war da auch keine große Hilfe.

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 15:24 Uhr
@Zappyesque:

ein wenig von der Musical-like Theatralik her, die Gabriel stellenweise sehr stark auftrug. Dazu der „viktorianische“ Inhalt… das kann ich schon nachvollziehen, dass das altbacken wirkt.

Es ist für mich noch nicht mal das "Altbackene", was mich hier nervt. Mich nervt das Theatralische an sich einfach. Das brauche ich nicht.

Aber gerade so ein Album wie „the lamb…“ klingt für mich immer noch sehr gut - man denke an Nummern wie „back in NYC“, „counting out time“ oder „carpet crawlers“…<(i>

"Lamb" finde ich von den "früheren" auch am besten. Zwar ist das natürlich ziemlich komplett Gabriels Werk - zumindest, was die Texte angeht -, aber ich würde immer behaupten, dass Banks, musikalisch gesehen, generell das wichtigste Bandmitglied war/ist. Ohne ihn wäre die Band später wirklich nicht mehr in der Art möglich gewesen. Und daher kommt mir die Entwicklung der Band an sich tatsächlich ziemlich logisch vor, da sich einfach Interessen verschoben haben und sie auch nicht immer das Gleiche machen wollten.

nörtz

User und News-Scout

Postings: 10770

Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 16:02 Uhr
Genesis haben zu dritt ein paar gute Pop-Songs geschrieben, jedoch waren die Alben auch immer voller Aussetzer, die eher auf Collins Solo-Scheiben gepasst hätten. Sowas wie "Follow You Follow Me", da kann ich auch Helene Fischer hören, das muss man leider so sagen. Kein Vergleich zu ihrer Progphase. Wenigstens haben sie besseren Pop als Yes und Asia gemacht.

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 16:08 Uhr
@nörtz:

Kein Vergleich zu ihrer Progphase.

Sagst du unter dem Vergleich welcher Gesichtspunkte? Oder rein subjektiv? Klingt immer so absolut bei dir...

Zappyesque

Postings: 779

Registriert seit 22.01.2014

23.09.2021 - 16:31 Uhr
Ich glaube damit ist gemeint, dass Genesis unter Collins deutlich weniger konsistent ist als die Gabriel Era der Gruppe. Dem würde ich auch beipflichten. Der Lauf von "Nursery Cryme" bis "The Lamb..." ist schon beachtlich. Generell sind aber beide Phasen in der Tat schwer zu vergleichen, da die Musik ab "Duke" doch in eine deutlich andere Richtung geht. Ein bisschen so wie wenn man Yes' "90125" mit "Closer to the edge" vergleichen möchte - kann man machen, führt aber zu nix.

Saschek

Postings: 153

Registriert seit 23.07.2018

23.09.2021 - 17:02 Uhr
@nörtz: Follow You, Follw me ist übrigens (laut Wikipedia) von allen drei Mitgliedern. Nicht nur von Collins. Aber in der Tat ist das auch nicht mein Lieblingssong. Mir gefällt sehr viel auf Duke. Der kraftvolle Collins. Der mit der Wut und so … Der ist dann später komplett verschwunden.

jo

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Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 17:06 Uhr
Sie hatten ja immer mehrere Arten, Songs zu schreiben. Von mit weit ausgearbeiteten Ideen zu den Alben zu den ersten Sessions zu erscheinen bis hin zu komplett ohne und dann alles vor Ort zu entwickeln - da war alles dabei. Dementsprechend nicht einfach ist es, die Songs ganz klar einzelnen Mitgliedern zuzuschreiben. Und daher war es auch klar, dass eine Trennung von Gabriel unumgänglich war, der vor allem sein Zeug singen und die Band in eine Richtung entwickeln wollte. Das geht dann bei vier bis fünf Songschreibern nicht gut...

Kann Saschek da in vielerlei Hinsicht zustimmen: Sie haben für mich kaum was Besseres als "Turn It on Again".

nörtz

User und News-Scout

Postings: 10770

Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 17:14 Uhr
"Turn It on Again" ist ja auch Prog und kein Pop. Klar, dass der gut ist.

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

23.09.2021 - 17:18 Uhr
Ziemlich poppiger Prog...

NeoMath

Postings: 785

Registriert seit 11.03.2021

23.09.2021 - 17:21 Uhr
""Turn It on Again" ist ja auch Prog und kein Pop. Klar, dass der gut ist."

Naja, naja, irgendwo dazwischen oder....

Saschek

Postings: 153

Registriert seit 23.07.2018

23.09.2021 - 18:13 Uhr
Das Diskussionsthema an sich gehört einfach zu Genesis, wie das Amen zur Kirche. Ist doch irgendwie auch ganz schön, dass man über diese Band immer noch so trefflich streiten kann. Vielleicht kommt ja noch mal ein Schlussakkord. Bis es so weit ist, freu ich mich erst mal auf das neue Jerry Cantrell-Album.

Klaus

Postings: 5537

Registriert seit 22.08.2019

25.10.2021 - 14:52 Uhr
Genesis

Berlin, Mercedes Benz Arena
07 + 08 März 2022

Hannover, ZAG Arena
10 + 11 März 2022

Köln, Lanxess Arena

13 + 14 März 2022

Bonzo

Postings: 2309

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 15:22 Uhr
Puh, ich glaub, dass kann ich mir nicht ansehen. Zwischen den jetzigen Konzertaufnahmen und der Tour 2007 liegen Welten.

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 20:16 Uhr
14 Jahre eben... Die machen in den ersten Jahren des Lebens und in den späteren durchaus mal einen Unterschied.

dreckskerl

Postings: 8018

Registriert seit 09.12.2014

25.10.2021 - 20:31 Uhr
Ich habe mir nun auch erstmalig bei youtube den ein oder anderen Live Mitschnitt gegeben und es ist schlimmer als befürchtet, warum macht er das? Warum machen sie das? Nur wegen den 10, 20 oder wieviel Millionen?

kingbritt

Postings: 4842

Registriert seit 31.08.2016

25.10.2021 - 20:50 Uhr

. . . hat Collins nicht Gicht. Habe den mal mit angetapten Sticks trommeln gesehen. Kein schöner Anblick.

"Live Over Europe 2007" war ein doch recht versöhnliches Schluss-Album von Genesis.

fuzzmyass

Postings: 8847

Registriert seit 21.08.2019

25.10.2021 - 20:52 Uhr
Ich finde das zwar auch echt hart und würde mir das nicht mal als großer Fan anschauen, aber die Frage "warum macht er das? Warum machen sie das? Nur wegen den 10, 20 oder wieviel Millionen?" finde ich schon auch etwas komisch... ich mein - das ist sein Beruf und sein Leben... ja, er ist krank und ihm geht es nicht gut, aber soll er dann in eine Ecke gehen und langsam sterben? Vielleicht will er sich selbst nochmal was beweisen oder nochmal so weit auf die Kacke hauen wie eben möglich, zum letzten Mal? Vielleicht will er nach der schweren Zeit zuletzt inkl. der unangenehmen Geschichte mit seiner Exfrau einfach mal wieder etwas erleben? Vielleicht ist das noch das einzige in der Situation, was ihm Freude bereitet? Wer weiß das schon... vielleicht will er sich nicht irgendwo alleine verkriechen und das ist nich das Einzige, was er sich zutraut?

Warum wird bei Musikern immer nur davon ausgegangen, dass sie ab einem bestimmten Alter oder schwächerem Inspirationsgrad einfach von der Bildfläche verschwinden und sich auf ihre Kohle ausruhen sollen? Das macht doch ein normaler Mensch auch nicht, wenn er irgendwann in seinem Beruf nicht mehr die großen Topleistungen beingt, krank ist oder einfach alt und müde wird... man macht i.d.R. ja trotzdem weiter... ja, man hat nicht Millionen auf dem Konto und muss weiter machen, aber es gibt sicher auch Leute, die auch so an ihrem Beruf als Lebenswerk hängen... für manche ist es eben keine Option ihren Beruf aufzugeben, egal ob sie genug Geld auf der Kante haben...

Lasst doch die Leute machen und ihren Beruf ausüben... man muss ja nicht aufs Konzert oder sich Videos davon anschauen...

fuzzmyass

Postings: 8847

Registriert seit 21.08.2019

25.10.2021 - 20:54 Uhr
*das ist NOCH das Einzige

dreckskerl

Postings: 8018

Registriert seit 09.12.2014

25.10.2021 - 21:00 Uhr
Du hast es aber wohl auf mich abgesehen...unterstellst mir wieder recht miese Gedanken zum Älter und Gebrechlicherwerden unter..so war es nun wirklich nicht gemeint.
Ich frage mich halt wirklich warum er das macht, vielleicht sagt er das irgendwo, weil ich Spaß daran habe...dann ist ja okay.

Hast du dir Ausschnitte angeschaut, also mehrere?

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 21:04 Uhr
Ich habe auch mehrere gesehen - und ganz so wild finde ich es gar nicht. Gerade im Vergleich zu 2007, was schon nicht so toll war (wenn man das wieder mit noch mal älteren Touren vergleicht). So ist das eben im Alter. Und Collins ist nun auch noch krank dazu. Dafür ist das mehr als respektabel.

Habe auch schon in einem anderen Forum von Konzertbesucher*innen gelesen, die meinten, dass die Clips (von denen sie auch nicht begeistert waren) wirklich nicht das widerspiegeln, was dann vor Ort stattfindet und dass es dort sehr harmonisch wirkt. Insofern kann sich jede*r aussuchen, was da nun glaubhaft ist.

The MACHINA of God

User und Moderator

Postings: 28200

Registriert seit 07.06.2013

25.10.2021 - 21:07 Uhr
Was fuzzy sagt... wer glaubt, dass es steinreichen Ü70ern um ein paar Millionen mehr geht ist schon recht zynisch auf die Welt blickend...

fuzzmyass

Postings: 8847

Registriert seit 21.08.2019

25.10.2021 - 21:08 Uhr
Ne, das war überhaupt nicht böse gemeint, ehrlich. Auf Dich abgesehen habe ich es auch überhaupt nicht... Es fällt mir nur immer wieder auf, dass bei älteren Musikern generell und unabhängig von Dir immer wieder ähnliche Kommentare auftauchen... ich frage mich dann immer, warum das so ist... da sind sehr oft diese "die sollen sich auflösen"- oder "die machen das doch eh nur wegen dem Geld"-Stimmungen...
Ich habe mir bewusst noch keine Videos angeschaut, aber ich denke jetzt nicht, das den Phil da jemand gezwungen hat oder er das ungern macht...

fuzzmyass

Postings: 8847

Registriert seit 21.08.2019

25.10.2021 - 21:09 Uhr
Mein Post war natürlich auf dreckskerl bezogen

dreckskerl

Postings: 8018

Registriert seit 09.12.2014

25.10.2021 - 21:14 Uhr
Von fehlender Harmonie habe ich ja gar nicht gesprochen.
Was ich gehört habe ist ein Schatten von 2007, er bekommt kaum einen hohen Ton da hilft dann ab und an der Background nach und er hat permanent Timingprobleme, selbst bei den Balladen hört es sich nicht im positiven Sinne brüchg an, sondern für meine Ohren mitleiderregend.
Ich habe in die Amateurmitschnitte reingehört, die sind natürlich von keiner guten Qualität, aber man hört eben was man hört.

Bonzo

Postings: 2309

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 21:19 Uhr
Exakt. Die Songs hören sich auch an, als wären sie ein paar Halbtöne tiefer gespielt, damit Collins überhaupt mitkommt.

Schön, wenn sie Spaß dran haben. Aber über 100 Euro finde ich dann doch heftig.

dreckskerl

Postings: 8018

Registriert seit 09.12.2014

25.10.2021 - 21:30 Uhr
Okay, ich habe mir gerade ein paar Kritiken durchgelesen, da wird es wohl anders gesehen/gehört.
"still a strong voice", nun denn.

Klaus

Postings: 5537

Registriert seit 22.08.2019

25.10.2021 - 21:39 Uhr
Hat jemand mal ein paar Links parat? Überlege das nämlich durchaus als Geschenkmöglichkeit...

Zappyesque

Postings: 779

Registriert seit 22.01.2014

25.10.2021 - 21:42 Uhr
Das hier müsste representativ sein: https://m.youtube.com/watch?v=UQAv7oAMsno

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 21:46 Uhr
Also, Timingprobleme hatte er schon immer... Warum sollten die mit dem Alter abnehmen? Ebenso wurden die Songs natürlich transponiert - auch nichts Neues bei alternden Sänger*innen. Keine Ahnung, über welche Sachen wir hier wirklich reden...

Ich habe auch schon viele Kritiken gelesen, die in die Richtung gingen, dass das im Verlauf der Tour alles besser wurde. Wie gesagt: Wenn ich auf ein Konzert von Künstler*innen in dem Alter gehe, kann ich auch nicht wirklich eins erwarten, als ob sie weiterhin Anfang 30 (?) wären...

kingbritt

Postings: 4842

Registriert seit 31.08.2016

25.10.2021 - 21:51 Uhr
"Das hier müsste representativ sein: https://m.youtube.com/watch?v=UQAv7oAMsno"

. . . kurz mal reingeschaut. Das tut einem ja echt weh. Perfekte Show, das typische Genesis bleu, und dann, ja schon tragisch. Das muss wirklich nicht ein. Die Selbstdemontage eines großen Künstlers. Da hätte auch von andere Seite mal eingegriffen werden müssen.

Bonzo

Postings: 2309

Registriert seit 13.06.2013

25.10.2021 - 22:07 Uhr
Ich erwarte auch nicht, dass sie wie mit Anfang 30 performen. Ich finde nur den Unterschied zu 2007 krass. Für 40 Euro würde ich mir das heute auch noch ansehen.

jo

Postings: 3956

Registriert seit 13.06.2013

26.10.2021 - 08:12 Uhr
Die Preise sind ja auch, finde ich, ein ganz anderes Thema...

Aber das "Selbstdemontage" zu nennen, wenn es ja gute Gründe gesundheitlicher Art gibt, dass man nicht mehr so klingt wie früher, finde ich schon hart...

Wie MACHINA und fuzzmyass schon sagten: Was wäre die Alternative? Einfach fern von Bühnen bleiben? Plötzlich sagen: "Stimmt. Musik ist ja gar nicht mein Leben"? Letzteres könnte man tatsächlich eher Selbstdemontage nennen.

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