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Film: Das Wunder von Bern

User Beitrag
Sven
17.10.2003 - 02:30 Uhr
Brr. Es lief mir wirklich mehrmals eiskalt den Rücken runter. Ist der Streifen gut? Ja. Pathos hat das ganze natürlich. Aber es ist ein Stück deutscher Geschichte, um und für die Menschen in sehr schönen Bildern erzählt. Wunderbar Zeitgeist atmet das auch noch. Herzblut. Schön.

Poketplane
17.10.2003 - 07:31 Uhr
Wie viel Fußball kommt drin vor? Hat man auch ne Chance, den Film einigermaßen nett zu finden, wenn einen Fußball nicht die Bohne intereesiert, oder soll man's dann lieber lassen?
Podo
17.10.2003 - 11:31 Uhr
Hat man auch ne Chance, den Film einigermaßen nett zu finden, wenn einen Fußball nicht die Bohne intereesiert?

Ja. Und nach dem Film bist du Fußball-Fan. Wetten?
Realnameposter
17.10.2003 - 11:38 Uhr
Und singen die "wir sind wieder wer"-besoffenen Deutschen im Film auch die erste Strophe des Deutschlandliedes, so wie es damals war ?

Und wird überhaupt erwähnt, daß der Herr Herberger bis von 1936 bis 1945 noch Reichstrainer war und damit auch nur eine weitere ungebrochene Linie deutscher Geschichte darstellt ?
Sven
17.10.2003 - 12:04 Uhr
Nein. Nein. Eigentlichen Fußball gibt es wenig, dafür ausstaffierten geschichtlichen Kontext. Sportgeschichtlich auch mit Augenzwinkern. Sehr gut. Überhaupt sehr schöne Optik.
eric
17.10.2003 - 12:48 Uhr
geh mir den streifen auf jeden fall angucken...
Podo
17.10.2003 - 14:24 Uhr
@Realnameposter: Dass Herberger Reichstrainer war, hat doch nix zu sagen. Soweit ich weiß, wurden gegen ihn nie irgendwelche Verdächtigungen schlimmerer Art ausgesprochen. Wenn er ein Mitläufer war, wen störts? Wären wir doch alle gewesen.
RF
17.10.2003 - 14:59 Uhr
Kann Sven nur zustimmen,absolut sehenswert. Auch für nicht-fussballfans. und mit deutschtümmelei hat das ganze nun wirklich nix zu tun.

@realnameposter du warst wohl einer von denen die damals mitgesungen haben oder wie oder was? oder hat vattern dir erzählt?
Gringo
17.10.2003 - 15:30 Uhr
Bis auf die Rolle des Journalisten Ackermann und seiner Frau, die in einer Nebenhandlung quasi als "running gag" funktionieren, ist dieser Film (auch für Nicht-Fußballer) unbedingt empfehlenswert. Es ist aber ein Unterhaltungsfilm, der offensichtlich wenig krititsche Ambitionen hat. Das sollte man schon wissen.
Realnameposter
17.10.2003 - 16:23 Uhr
@Podo:
wer von 36 bis 45 an so exponierter Stelle tätig ist, ist schwerlich ein Mitläufer.
Wenn Du denkst, daß jeder sowieso Mitläufer geworden wäre, ist das nur Dein Problem;
ICH hoffe jedenfalls, ich wäre zu der Zeit(36) schon aus dem Land gewesen.

@RF
Ob Du's glaubst oder nicht: Es gibt Publikationen, die sich ganz ohne Fiktion mit Geschichte beschäftigen und darüber berichten. Gibt es !


Pocketplane
17.10.2003 - 16:40 Uhr
Dass ich nach dem Film Fußballfan bin würde ich jetzt mal so nicht unterschreiben *g*.

Offensichtlich lohnt sich der Film wirklich, ich glaub ich schau mir den auch an.
Sven
18.10.2003 - 01:32 Uhr
Die Fussballszenen dauern übrigens ca. dreizehn Minuten. Gesamtspielzeit: 113... Saarbrücker Stadionwurst war heute lecker, außerdem gab's das zweite 3:2 innerhalb von gut 24 Stunden. Wortmann, Hagner(x2) und Phantom-Choji (war wohl doch eher sonstwer) sei Dank.
Lepra
18.10.2003 - 14:23 Uhr
lalala, das Stadion in dem "dieses Wunder von Bern" von statten ging haben wir inzwischen abgerissen!

HOPP YB!
Sven
19.10.2003 - 23:21 Uhr
Stimmt. Aber auch die Hantiererei mit Bluescreen-Technik tat dem satten Grün keinen Abbruch. Früher war da sowieso nur schwarz und weiß. ;-)
Lepra
20.10.2003 - 00:23 Uhr
daran allerdings kann ich mich nicht erinnern, dafür bin ich zu jung.
wenn ich aber alte Fotos von meinen Eltern anscahuen kann ich bestätigen, dass früher wohl alles nur schwarz/weiss war.
Art Dö
20.10.2003 - 09:37 Uhr
Die Debatte um die (damals noch junge) deutsche Vergangenheit mußte ja kommen.

Eine Sache ist ganz sicher: niemand kann von sich behaupten, in der damaligen Zeit die Klappe aufgerissen zu haben. Als fettes Wohlstandskind fällt es einem natürlich leicht, Pazifist zu sein und seine Meinung kundzutun - jetzt, wo es keine Gestapo mehr gibt.

Der Film war sehr gut - gutes Thema, gute Schauspieler und natürlich gute Regie.

AUS! AUS! AUS! DAS SPIEL IST AUS!!! DEUTSCHLAND IST WELTMEISTER!!!
Ergänzer
21.10.2003 - 12:56 Uhr
"...schlägt Ungarn mit drei zu zwo Toren!"
chimera
21.10.2003 - 13:06 Uhr
113 Minuten lang pendelt Das Wunder von Bern irgendwo zwischen Vater-Sohn-Problematik und Fußballmelodram (beides mit Happy End, versteht sich). Bildgewaltig ist's ja, keine Frage, und auch der Erzählweise merkt man an, dass Leute mit Routine am Werk waren. In Verbindung mit der pompösen Orchestermusik könnte man fast schon von einem "Hollywood in Essen" sprechen.

Leider drängt sich aber immer wieder der Störfaktor Pathos auf. Wenn Sohnemann (Vorsicht: SPOILER!) zum Schluss ins Stadion spaziert, Rahn seinen "Glücksbringer" sieht und emotional angetrieben das alles entscheidende 3:2 schießt, trägt Sönke Wortmann doch ein Bisschen zu dick auf. Auch das Vater-Sohn-Drama kommt trotz guter Schauspielerleistung nicht immer glaubwürdig daher. Ein, zwei Gespräche reichen aus, damit der von elf Jahren Kriegsgefangenschaft traumatisierte und anfangs total verstörte Vater von jetzt auf gleich wieder ganz der Alte wird. Ganz der liebe Papa.

Unterm Strich bleibt trotzdem - gemessen am deutschen Kino-Standard - handwerklich solides Unterhaltungskino, das sich audiovisuell auch endlich mal deutlich von den Fernsehfilmen absetzt.

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