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Tom Waits - Bad as me

User Beitrag
virpi
04.11.2011 - 14:02 Uhr
Naja, ne gute Rezension sieht anders aus. (ganz unabhängig von dem doofen subjektiv-objektiv-Erich Ribbeck-Gedächtnis-Gedöhns)
Das Album wird hier als halbgar abgekanzelt und es wird bemängelt, dass alles schon mal dagewesen ist. (und natürlich war früher eh alles besser...) Gewiss ist "Bad as me" jetzt keine Offenbarung wie dereinst "Mule Variations" oder die Großtaten der 80er - ein mittelmäßiges Album (wie die 6/10 nahelegen) ist es aber keinesfalls. Im "waitsschen" Kontext würde ich das Album zu den Top10 rechnen, weil es viele Facetten des Songwritings des alten Herren abdeckt und v.a. mit knappen, hervorragend arrangierten Liedern punktet. "Real Gone" war das bessere Album, "Bad as me" ist eine gute Songkollektion.

Ich würde 8/10 vergeben.
Dylan
04.11.2011 - 14:34 Uhr
Genau, 8/10 ist die korrekte waits'sche-Kontext-Wertung!

Real Gone war als Album perfekt, hatte aber die schwächeren Songs im Vergleich zu Bad As Me. Bad As Me hingegen wirkt mehr wie eine Songsammlung, die nicht perfekt zusammenpasst, aber die besseren Songs hat.

Das Warten seit Real Gone (bzw. Orphans) hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man muss kein Waits-Purist sein, um zu sehen, dass es sich um eines der besten Alben 2011 handelt.
spachtelmasse
04.11.2011 - 18:12 Uhr
erklärt mir jemand mal die faszination für den mann mit der muppets-stimme?

erzählt ausgerechnet der volltorf, der sich ob seiner begeisterung für die krakeler von WU LYF in oberpeinlicher teenie-anbiederung ("hey kiddies") ergeht. plattentests hat sich echt über all die jahre vollnieten herangezüchtet.
Deppenpräposition
04.11.2011 - 18:27 Uhr
Ganz abgesehen davon, dass Faszination für den Mann kein Deutsch ist.
Achim
04.11.2011 - 18:58 Uhr
Was ich besonders bitter finde: Der gleiche Rezensent gibt Caspar 8/10.

Achim.
Casper
04.11.2011 - 19:04 Uhr
Kann man geben.

Casper
Achim
04.11.2011 - 19:07 Uhr
Oh, stimmt. Mit e natürlich.

Achim.
zany
04.11.2011 - 19:22 Uhr
Ich stimme zwar mit der Bewertung auch nicht überein, aber die ist in der Rezension doch gut erklärt. Also reg dich mal ab, ein Verriss ist das mit Sicherheit nicht.

Die krakeler von WU LYF haben übrigens auch ein wirklich gutes Album zustande gebracht.
Stecher
04.11.2011 - 20:26 Uhr
Mucke zum ficken
Raewor
05.11.2011 - 14:53 Uhr
Es ist sicher nicht ganz einfach eine Waits Platte zu bewerten. Es ist sicherlich schwierig nicht in den Verdacht zu geraten, sich einer allgemeinen Lobhudelei anzuschließen. Aber das sollte einen Rezensenten nicht davon abhalten eine gutes Album auch als solches darzustellen. 6/10 is ein Witz im Vergleich zu vielen anderen Alben die hier 7 und aufwärts bekommen.

Was gibts denn MUSIKALISCH zu bemängeln, abseits dem Vorwurf nicht schon wieder neue Wege beschritten zu haben?

Ich denke keiner der Waits mag wird behaupten, dass dies sein absolutes Überwerk ist, keiner erwartet ne 10/10. Aber DIE Bewertung und Rezi ist schlich ein Witz.



Dylan
07.11.2011 - 11:23 Uhr
Für Waits-Kenner ist die Bewertung ohnehin egal. Schade ist es für jemanden, der Waits nicht kennt und dann diese Rezension liest. Schreckt einen eher ab, weil eine belanglose Platte draus gemacht wurde...

Gerade für Einsteiger ist Bad As Me genial!
@Germanist
07.11.2011 - 13:20 Uhr
facepalm
shedidalotofacid
07.11.2011 - 17:22 Uhr
tolle platte. kommt in meine sagen wir top 5 waits scheiben, ich hab aber nicht alle. 8 mit tendenz zur 9. 6 ist natürlich schlicht falsch ;)
Hans Wusrt
07.11.2011 - 17:26 Uhr
Hört sich nach Verdauungsproblemen an anders ist dieses Rumgerülpse und aufstoßen nicht anders zu bewerten. Mahlzeit, Herr Waits.

Bitte um Korrektur
07.11.2011 - 17:41 Uhr
Deppenpräposition 04.11.2011 - 18:27 Uhr
Ganz abgesehen davon, dass Faszination für den Mann kein Deutsch ist.


Bitte um Korrektur.
Tom Waits
07.11.2011 - 18:32 Uhr
Mahlzeit !
@ latho, weilstein, kramer, napoleon dynamite, herr rossi, clau, otis & die anderen flietzpiepen
07.11.2011 - 19:19 Uhr
Das soll Musik sein? Das Uncut Magazine sagt: Ja.

Uncut Magazine: Tom Waits Album Guide
Walenta
07.11.2011 - 19:36 Uhr
Yeah - Danke für den Link!
afromme
07.11.2011 - 19:36 Uhr
Das ist sicher nicht Waits' Überalbum. 6/10 ist trotzdem eine höchst merkwürdige Wertung, wenn man sich anschaut, was hier sonst so 6/10 bekommt. Man kann anmerken, dass die Platte im waitschen Kontext mittelmäßig ist, aber eine 6/10 passt dann im Plattentext-Kontext (in dem sie rezipiert wird) nicht. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob nicht 6/10 vielleicht in Ordnung gehen, dafür aber 75% der hiesigen 7/10 eigentlich auch 6/10 bekommen müssten.

Was die Rezension betrifft: interessanterweise hat schon vor einigen Wochen (am 21.10.) Markus Berges von Erdmöbel in der ZEIT eine Rezension geschrieben, in der er zu einem nichtmal so unähnlichen Schluss kam und in ähnlicher Weise vorwegnahm, dass Kritiker ja immer von der Räucher/Whiskey/Kauz-Manier schwärmen. In beiden Fällen so eine Art Kritiker-Kritik in der Kritik, ohne aber selbst ganz drauf verzichten zu können, dieselben Stichworte fallen zu lassen.
http://www.zeit.de/2011/43/Tom-Waits/komplettansicht
Hans
07.11.2011 - 19:51 Uhr
Tom Waits hat mit "Bad As Me" eines der besten Alben seiner Karriere veröffentlicht. Punkt. Der Rest ist Lyrik. Rezensenten-Lyrik.
festanstellung
07.11.2011 - 19:58 Uhr
ohne Wertung wäre fairer gewesen
dummdoof
08.11.2011 - 20:41 Uhr
Das Album ist großartig, mindestens 8/10. Wer das nicht erkennt hat ne schwere Kindheit gehabt.

08.11.2011 - 21:52 Uhr
Was ich besonders bitter finde: Der gleiche Rezensent gibt Caspar 8/10.

!
me
09.11.2011 - 09:43 Uhr
Selten so viel dummes Gerede gehört, wie zu dieser tollen Scheibe. Wer die Platte, wenn auch nur im wait'schen Kontext als durchschnittlich oder gar schlecht bezeichnet, hat sie sich nicht richtig angehört. Es würde vielen gut zu Gesichte stehen, den rezensierten Alben etwas mehr Zeit und Muße zu gönnen, bevor losgepoltert wird. Der Rest will wahrscheinlich sowieso nur provozieren. Für mich ist Bad As Me ein tolles Album, auch wenn es etwas hinter den Meisterwerken Waits zurückfällt. In jedem Fall ist es 8/10 wert. Allein 'kiss me like a stranger' oder das bereits erwähnte 'hell broke luce' rechtfertigen eine deutlich überdurchschnittliche Bewertung. Die 6/10 Rezension von BB kann ich, nicht nur wegen der vergebenen Bewertung, nicht ernst nehmen. Allein das Gedöns am Anfang wegen des angeblichen Hypes ist völlig fehl am Platz, da es mit der Musik einfach nichts zu tun hat, wenn in irgendwelchen Blogs die Fanboys hyperventilieren. TW wegen seines einzigartigen Stils und seines hohen Wiedererkennungswerts trotz eines Tracks wie 'get lost' eine vorhersehbare Platte vorzuwerfen, ist schlicht Quatsch.
bee
09.11.2011 - 10:54 Uhr
ich kenne seine Musik seit 30 Jahren, aber ich muss sagen seine neueren Releases berühren mich immer weniger. Es ist halt stilistisch so gar nix Neues dabei ...
me
09.11.2011 - 11:07 Uhr
Georg, mit Verlaub, aber das ist Quark. Wann ist denn dieses Album harmlos (was auch immer du damit meinst) und zu glatt? Was du meinst ist, daß es anders als bspw. zuletzt Blood Money, nicht böse und desillusioniert ist. Es ist m.E. gerade deshalb nicht so vorhersehbar, wie BB meint, weil es jazziger, freundlicher ist, gar mit (dank Ribot) Latin-Rhytmen. Es ist jedoch zu keiner Zeit belanglos oder "harmlos" in dem Sinne, wie du es dargestellt hast. Berliner Bionade-Bohemes; pfft! Einfach mal richtig hinhören hilft ;).

@ bee:

Sag bloß, dass Alice, Blood Money oder Mule Variations (alles "neuere" Releases) keine großartigen Alben sind. Was das von dir angesprochene stilistisch Neue angeht, so war Real Gone doch wohl ungewöhnlich und neu genug. Auch ein fantastisches Album. Wenn ich all das aber an Swordfish Trombones oder Rain Dogs messe, betrüge ich mich selbst um fantastische Musik.
@ Wolffather
09.11.2011 - 12:35 Uhr
Meine Waits-Favoriten

Top 10

1. Rain Dogs
2. Mule Variations
3. Real Gone
4. Swordfishtrombones
5. Bad As Me
6. Bone Machine
7. Franks Wild Years
8. Small Change
9. Orphans
10. Alice
@ Wolffather
09.11.2011 - 12:52 Uhr
Zum Vergleich:Das Uncut Magazine.

Aha, alles richtig gemacht.
Björn
09.11.2011 - 16:00 Uhr
@me

Wie kommst Du darauf, dass alle, die die Platte nicht abfeiern, sie nicht "richtig" angehört haben?
Raewor
09.11.2011 - 17:08 Uhr
Hab auch ne Frage Björn:

Was bringt dich auf den Gedanken, dass alle, die das Album als wirklich gutes Alben mit richtig guten Songs beurteilen gleich am "abfeiern" sind? Liegen auch dazwischen nicht vielleicht noch ein paar Nuancen?

Aber zumindest macht das noch mal überdeutlich, was aus der Rezension heraus klingt. Rein aus Prinzip gegen einen nicht vorhandenen und eingebildeten Strom schwimmen um deutlich zu machen, dass man ja ne eigene Meinung hat. Völlig unabhängig von der Musik und dem Künstler. Aber sie sind sicher nicht der erste dem sowas passiert. Schade nur, dass sowas dazu führt, das eine Rezension nicht dem Album, der Musik und dem Künstler gerecht wird.
Björn
09.11.2011 - 17:47 Uhr
Was bringt dich auf den Gedanken, dass alle, die das Album als wirklich gutes Alben mit richtig guten Songs beurteilen gleich am "abfeiern" sind? Liegen auch dazwischen nicht vielleicht noch ein paar Nuancen?

Klar, die liegen dazwischen, keine Frage. Aber mir wird hier ans Bein gepisst, weil ich einer Platte die Bewertung "gut" gegeben habe und so getan, als ob ich einen bitterbösen Verriss geschrieben hätte. Habe ich aber gar nicht. Stattdessen lese ich hier seit mehreren Beiträgen wahlweise, dass ich keine Ahnung von Waits hätte, dass ich die Platte sowieso gar nicht gehört habe oder meine Meinung lächerlich ist. Mehr nicht. Durch diesen Gegenwind vermute ich jetzt, dass Kritik an der Platte für viele offenbar vollkommen unverständlich ist, und sie das Album eben feiern. Nuancen scheint es da nicht geben zu dürfen außer "Geil" und "Ich find's geiler", oder?
Hans an Torben
09.11.2011 - 17:53 Uhr
Ich halte "Mule Variations", übrigens neben "Swordfishtrombones", "Rain Dogs" und "Real Gone", für eines der kunstvollsten, schönsten, aussdrucksstärksten Alben "des Barden", das neben zahlreichen großartigen Balladen auch einen der allerbesten Tom Waits Songs überhaupt, TAKE IT WITH ME, enthält.

Disqualifiziert mich das im Urteil eines Idioten? Vermutlich - und warum sollte mich das stören?
Kontern wir mal
09.11.2011 - 18:22 Uhr
"Klar, die liegen dazwischen, keine Frage. Aber mir wird hier ans Bein gepisst, weil ich einer Platte die Bewertung "gut" gegeben habe und so getan, als ob ich einen bitterbösen Verriss geschrieben hätte."

Björn, im plattentests-kontext ist eine 6/10 gleichzusetzten mit: Die Platte ist scheiße. Jeder noch so idiotische Rotz kriegt hier ne 7/10. Durschnittlich 70%! der plattentests-bewertungen sind eine 7/10, da empfinde ich eine 6/10 ehrlich gesagt als Beleidigung.
Hans
09.11.2011 - 18:42 Uhr
"ich kenne seine Musik seit 30 Jahren, aber ich muss sagen, seine neuen Releases berühren mich immer weniger. Es ist halt stilistisch so gar nix Neues dabei."

Wiederohlung, Klischee, Kunsthandwerk: das sind die drei Dinge, die wir als Einwand gegen Tom Waits seit 24 Jahren kennen, seit er ausgerechnet mit DOWN BY LAW einigermaßen bekannt wurde. Es ist halt arumentativ so gar nix Neues dabei.


@ Wiederholung

Man übertreibt gern, wenn man von Verschleiß als Zwangserscheinung redet (Tom Waits ist 61 Jahre alt!). Sicher kommt irgendwann der Abbau der Physis, man wiederholt sich auch mal(Na und?), zitiert sich selbst, aber gegen alle sonstigen Gefährdungen, die vor allem Ruhm, Routine und Sattheit mit sich bringen, kann man sich ganz gut zur Wehr setzen, sofern man darauf Wert legt. Wobei es zwei Sorten von Routine gibt, eine positive, der man vertrauen darf, die nichts anderes als perfekt gewordenes Handwerk und Selbstbewußtsein kombiniert darstellt (siehe Tom Waits), und die andere, die aus fehlender Ambition oder falscher Motivation abgeleitet ist (siehe Rod Stewart, Van Morrison).



Edit:
09.11.2011 - 18:46 Uhr
argumentativ
Dagegensein um jeden Preis!
09.11.2011 - 19:12 Uhr
zu sehr abgefeiert: 6/10

Me´Shell NdegéOcello - Weather ( "Eine Platte vom Meshell Nedegeocello könnte ein Ereignis sein - ja wenn da nicht nur noch die Altherrenmagazine unter den Musikzeitschriften jubilieren würden." Das ärgert Björn Bischoff: 6/10.) Metacritic

Tom Waits - Bad As Me ("Im Vorfeld schlich sich das Gefühl ein, dass mit ´Bad As Me´irgendetwas nicht stimmen kann. Die Blogs hyperventilierten..." Das ärgert Björn Bischoff: 6/10.) Metacritic
bee
09.11.2011 - 19:39 Uhr
"Wiederohlung, Klischee, Kunsthandwerk: das sind die drei Dinge, die wir als Einwand gegen Tom Waits seit 24 Jahren kennen, seit er ausgerechnet mit DOWN BY LAW einigermaßen bekannt wurde. Es ist halt arumentativ so gar nix Neues dabei."
wer ist eigentlich "wir"?
ansonsten entlarvend, denn ich habe gar nicht argumentiert. Und Night On Earth war eh cooler ,-)
@Dagegensein um jeden Preis!
09.11.2011 - 19:43 Uhr
Hehe. Sehr gut. Danke.
@ bee
09.11.2011 - 19:50 Uhr
"ansonsten entlarvend, denn ich habe gar nicht argumentiert."

Du warst ganz sicher nicht gemeint, sondern Björn Bischoff & Co.
@ bee
09.11.2011 - 19:53 Uhr
"Und NIGHT ON EARTH war eh cooler."

Entlarvend.

nachfrage
09.11.2011 - 20:01 Uhr
wird hier jemand wegen Blasphemie verfolgt?
trotzkopp
09.11.2011 - 20:03 Uhr
da lob ich mir Neil Young der probiert wenigstens noch was
der olle bob
09.11.2011 - 20:05 Uhr
und was ist mit mir?
Antwort
09.11.2011 - 20:06 Uhr
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Antwort
09.11.2011 - 20:48 Uhr
"da lob ich mir Neil Young der probiert wenigstens noch etwas."

Neil Young probiert wenigstens noch etwas, das Kritikerlob bleibt aus.

Island
09.11.2011 - 21:53 Uhr
Hans, auf seine alten Tage als intolerant-beleidigter Inquisitor im Fangirl-Nachthemd durchs Forum rauschend! Amüsant.
@ Island
09.11.2011 - 22:08 Uhr
"Ich zieh einen tiefen Hieb ein tiefen Hieb", rappt casper sehr hübsch.

Ich habe die neue Casper noch nicht gehört, aber alle bis auf (Björn Bischoff) sagen, sie sei noch öder, noch banaler und schlapper als die erste, aber es treffe auf ein Publikum, das öde, banal und schlapp sei, man schlafe also nah am schwachen Pulks der Zeit ein.
Hans an Torben
09.11.2011 - 22:23 Uhr
@ Mule Variations


"Mit Take It WITH ME sehe ich ganz genauso, aber es sind auch viele Stücke dabei, die man einfach skippen muß."

Das ist deine Meinung. Andere sehen das anders.


Mojo Magazine 5/5
Uncut Magazine 5/5
Sputnikmusic 5/5
Rolling Stone (US) 4.5/5 (neue Wertung, 2011)

etc.
Raewor
10.11.2011 - 20:13 Uhr
Zitat Björn:
Klar, die liegen dazwischen, keine Frage. Aber mir wird hier ans Bein gepisst, weil ich einer Platte die Bewertung "gut" gegeben habe und so getan, als ob ich einen bitterbösen Verriss geschrieben hätte. Habe ich aber gar nicht. Stattdessen lese ich hier seit mehreren Beiträgen wahlweise, dass ich keine Ahnung von Waits hätte, dass ich die Platte sowieso gar nicht gehört habe oder meine Meinung lächerlich ist. Mehr nicht. Durch diesen Gegenwind vermute ich jetzt, dass Kritik an der Platte für viele offenbar vollkommen unverständlich ist, und sie das Album eben feiern. Nuancen scheint es da nicht geben zu dürfen außer "Geil" und "Ich find's geiler", oder?


Also erstmal ganz allgemein.

Ich hab schon geschrieben, dass ich das rezensieren von Platten schwierig finde. Und die Rezension einer Waits Platte ist sicher nochmal ein zacken schwieriger.

Keine Ahnung, wie lange du schon den "Job" machst, aber ein Kritiker sollte, weil sie schlicht zu erwarten ist, ebenfalls mit Kritik umgehen können und nicht so angepisst reagieren. ;)

Wie "Kontern wie mal" schrieb ist eine 6/10 im Plattentests - Kontext nun mal schlecht. Vielleicht nicht in eurer internen Einschätzung der nummerischen Bewertung, aber im Vergleich zu vielen anderen Platten bleibt bei einer 6/10 ein ganzer fader Beigeschmack und bei allem Verständnis, dass hat das Album einfach nicht verdient.

Mit einem (verdienten) Pünktchen mehr wäre der Gegenwind in jedem Fall bedeutend geringer gewesen.

Außerdem fehlen mir einfach paar wichtige Punkte zum Album. Bspw. die enorme Bandbreite der Stimme (im waitsschen Kontext), die schon immer Instrument und nicht nur Gesangsorgan war. Dafür sind Dinge drin (Einleitung mit Verweis auf Hype, den ich immer noch nicht sehe. Zumindest nicht im Vorfeld.), die deiner gesamten Rezension von vornherein den "Ich bin gegen den Hype" Stempel aufdrückt und somit völlig "unmusikalisch" macht.
Hans
10.11.2011 - 22:28 Uhr
In zwanzig Jahren wird Björn Bischoff vermutlich an diese Rezension als eine peinliche zurückdenken. Sie ist es auch. Könnte er das nur schon jetzt so empfinden.

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