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Crippled Black Phoenix - (Mankind) The Crafty Ape

User Beitrag
Obrac
22.01.2012 - 17:53 Uhr
gesang brauche ich bei CBP am wenigsten.
Außer dem Gesang hat Volk ja bei CBP auch überhaupt nichts Kreatives beigesteuert, ne?
Er träumt von Marie Bäumer
28.01.2012 - 17:15 Uhr
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1326700682488&openMenu=1272098016621&calledPageId=1272098016621&listid=1018881578428

Crippled Black Phoenix

Von Menschen und Mäusen

VON STEFFEN KÖNAU, 27.01.12, 23:47h, aktualisiert 28.01.12, 00:03h

Crippled Black Phoenix, (Mankind) The Crafty Ape , Mascotlabel

HALLE (SAALE)/MZ. Dass es eines Tages geschehen würde, war zu erwarten. Aber dass es so schön sein könnte? Dass 80 Minuten Musik den Hörer mit dem wohligen Gefühl zurücklassen, gerade von einer wohligen Walze aus Melodien, Harmonien, Rhythmen und Ideen überrollt worden zu sein, die auch noch eine Geschichte erzählt haben. Von der man nur leider vor lauter Hingerissensein nicht mitbekommen hat, wovon sie handelt.


"The Dark Side of the Moon" war so ein Album, "Led Zeppelin IV" ein anderes. Solche Platten erschienen vor 40 Jahren, wenig später kam der Punk und blies das Verblasene, den Philosophenrock und die endlosen Soli aus dem Saal. Wer danach noch Lieder machte, die länger waren als drei Minuten und mehr Akkorde hatten als "London Calling" von The Clash durfte sich als ewig gestrig auslachen lassen.


Auf einmal aber ist da die britische Band Crippled Black Phoenix und auf einmal ist da ihr seltsame Doppelalbum mit den drei Seiten. "(Mankind) The Crafty Ape" heißt das Monumentalwerk aus 15 überwiegend überlangen Stücken, das klingt, als hätten die frühen Pink Floyd, die mittleren Metallica, The Doors und Radiohead sich zusammengetan, um aus "Herr der Ringe" eine Rockoper zu machen.


Und da gibt es gar nichts zu lachen, denn das Mammutwerk funktioniert vom ersten bedeutungsvollen Ton an. Justin Greaves, der bei Mogwai trommelte und CBP vor sieben Jahren gründete, ist ein ganz großer Wurf gelungen: Ineinander verschachtelt und übereinander getürmt erreichen die Lieder des fünften Album seiner siebenköpfigen Truppe eine Kraft und Wucht, die seit Jahren nirgendwo mehr zu hören war.


Das hier ist großes Soundtheater, das keinerlei Genregrenzen kennt. Der Eröffnungssong "Nothing (we are)" startet mit einem elektronisch verzerrtem Sprecher, der dem Zuhörer empfiehlt, er solle seine Kreativität nutzen, um seine Unterdrücker zu zerstören - danach reiten schwere Gitarrenriffs ein, danach säuselt ein elektronischer Wüstenwind vorbei, dann schaut eine akustische Gitarre herein. Mit "The Heart of every Country" folgt der schönste Song, den Pink Floyd nie geschrieben haben, ein Traumgebilde aus Flüstergesang und flehender E-Gitarre, der sich fast zehn Minuten Zeit lässt, ehe er in einem russischen Frauenchor aufgeht.


Alle Farben, alle Geschwindigkeiten, als würde Greaves tatsächlich den gesamten Lebenslauf der titelgebenden Menschheit, dieser wunderlichen Spezies begabten Affen, vertonen wollen. "In the Yonder Marsh" beginnt mit leisem Vogelzwitschern, ehe hässliche Maschinengeräusche gnadenlos dazwischenzischen, "A Letter concerning Dogheads" stampft elegisch herein wie einst "Private Investigations" von den Dire Straits und "The Brain / Poznan" löst das Riffgewitter am Ende des Stückes in einer zarten Ballade auf.


Mit "Laying Traps" sind die Briten dann wieder bei Pink Floyd, diesmal "Run Like Hell", also 1979. Die Rädchen greifen blind ineinander, Instrumente nehmen früher gespielte Themen auf, um sie neu zu erfinden: "Release the Clowns" wird zum Blues, den Joe Volk als Duett mit Daisy Chapman singt.


Ein Konzeptalbum alter Schule, und was für eins. Galten Crippled Black Phoenix bisher aufgrund des Vorlebens der Mitglieder als Supergruppe, die sich noch nicht entscheiden kann, ob sie die Foo Fighters oder lieber Appleseed Cast sein will, schaffen sie hier spätestens mit dem dritten Kapitel "The Blues of Man" den Durchbruch zur Unverwechselbarkeit. Noch einmal ufern die Instrumentalstücke aus, noch einmal klagen die Chöre, ein Banjo jault. Es ist Januar, aber trotzdem ist das hier vielleicht schon das Album des Jahres.
fezpalm
28.01.2012 - 20:41 Uhr
Greaves hat also bei Mogwai getrommelt, soso.
De Mama Dö.rte :O
28.01.2012 - 21:07 Uhr
Habe bisher echt nur gutes über das Album gehört. Vielleicht bin ich im Moment einfach nicht in der richtigen Stimmung für CBP.

Josh
28.01.2012 - 21:31 Uhr
Sehr geiles Album, dazu eine tolle Produktion. Prog Blues oder wie soll man es nennen?
Watchful_Eye
30.01.2012 - 16:47 Uhr
Wenn eine Band "Prog Blues" gemacht hat, dann Pink Floyd, die hier - neben Mogwai - offensichtlich Vorbild der Band sind. :)

Ich würds einfach Artrock nennen.
Clown_im_OP
31.01.2012 - 11:36 Uhr
Machen CBP das eigentlich mit Absicht, ihre Albumtitel falsch schreiben? Der Rücken der LP die ich grad bekommen hab sagt zumindest "(Mandkind) The Crafty Ape" :D
HV
31.01.2012 - 11:38 Uhr
viel lustiger ist ja, dass du dir den mist auch noch gekauft hast. :'D
übrigens
31.01.2012 - 20:16 Uhr
Ich besitzte übrigens die LP und auch die CD Version, und muss sagen, dass die LP in Sachen Artwork richtig, richtig schlecht ist. Bis auf das Cover und ein unspektaküläres CBP-Logo hat das Gatefold nichts zu bieten. Die CD hingegen hat schon auf der Innenseite ein weiteres hübsches Bild, und zusätzlich noch ein Booklet im Comicstil.
Wem Artwork bei Alben auch wichtig ist, sollte also zur Cd greifen.
Watchful_Eye
09.02.2012 - 00:54 Uhr
Ein Meisterwerk. Fast jeder Song ist geil. :)

"(In the Younger Marsh)" ist mir etwas zu lang, ansonsten läuft das über die 85 Minuten sauber durch.

Ich kenne die anderen Alben nicht, aber die sollen eher mehr nach Postrock und weniger nach Floyd klingen? ;-) Dann bleibt das hier wahrscheinlich mein Lieblingsalbum von denen.
Fünf Gramm Sommerregen
19.02.2012 - 00:04 Uhr
Großartiges Album, es gibt nur sehr wenige Bands, die über eine Laufzeit von 80 abwechslungsreichen Minuten ohne Durchhänger mitreißen können. CBP gehört definitiv dazu.

Die mutlos konservative PT-Wertung ist mind. zwei Punkte zu niedrig!
muckipup
19.02.2012 - 10:47 Uhr
Tolles Album mal wieder. Wobei mir CD 2 noch deutlich besser gefällt als CD 1. Persönliches Highlight: A suggestion (Not a very nice one).

@ watchful: die 200 tons of bad luck und I, vigilante klingen zumindest streckenweise nicht weniger nach Pink Floyd und sind mindestens genauso großartig.
noise
19.02.2012 - 12:57 Uhr
Die Kritiken hier hören sich ja schon mal gut an. Hoffe, dass meine Bestellung bald kommt. Dazu demnächst zusätzlich live... schön. Und wenn sich "Mankind..." nach Pink Floyd anhört... nichts dagegen. Ist ja nicht die schlechteste Referenz:-)
Thonk
02.03.2012 - 20:27 Uhr
Dieses Album ist absolut genial und dazu ein absoluter Hörgenuss. Mein Favorit von CBP und zudem bisher mit großem Abstand das Beste, was in diesem (noch jungen) Jahr veröffentlcht wurde.
Arome
11.03.2012 - 19:50 Uhr
Bald wieder auf Deutschlandtournee. Wird sicher auch mit dem neuen Sänger sehr gut. Freu mich insbesondere auf die guten Soli von Karl Demata:

http://www.youtube.com/watch?v=PNvk4edIllE
Raewor
22.03.2012 - 19:37 Uhr
Heute gehts zum Konzert. Bin sehr gespannt was mich erwartet.
ÜÜÜÜ
22.03.2012 - 19:46 Uhr
Gestern in Oberhausen wars super. Und mit 2-einhalb stunden wars die längste CBP-Show die ich bis jetzt gesehen hab.
Joe
22.03.2012 - 19:54 Uhr
Wie macht sich der neue Sänger? Schaut komisch aus.
ÜÜÜÜ
22.03.2012 - 23:13 Uhr
Also ich muss sagen, er hat mich positiv überrascht. Seine Stimme ähnelt der von Joe sehr stark, er singt aber durchgehend etwas kräftiger, wie mit mehr druck dahinter. auch vom wesen her ist er wie Joe, eher zurückhaltend und etwas eigen. Wirkt aber durchaus sympathisch, wenn er zwischen den Songs auch mal über die ansagen von Justin Greaves (welcher am meisten von allen mit dem publikum spricht), lacht.
Ein bisschen schade ist es aber, dass er im gegensatz zu joe nicht bei einigen Songs Akustikgitarre spielt.
Watchful_Eye
22.03.2012 - 23:23 Uhr
War geil. Ich stand vorne, meine Ohren fiepen immernoch. ;o
Raewor
23.03.2012 - 00:56 Uhr
Großartig. Sollte man nicht verpassen, wenn man die Chance hat die zu sehen. Ich bin hin und weg.
Arome
26.03.2012 - 20:23 Uhr
Jetzt das Konzert im Live-Stream. Den Link gibt's auf der Facebook-Seite. Hier wird er leider von der Wörterliste geblockt.
Greylight
26.03.2012 - 20:25 Uhr
Großartiges Album.
Arome
26.03.2012 - 20:43 Uhr
Los geht's.
Raewor
26.03.2012 - 21:01 Uhr
ohh...wie cool. Danke.
jackpot7
14.06.2013 - 20:19 Uhr
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jackpot8
15.06.2013 - 09:16 Uhr
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kazino65
26.06.2013 - 16:08 Uhr
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kazino458
27.06.2013 - 20:02 Uhr
êóçÿ óíèâåð ïîêåð, ðîññèéñêèå èíòåðíåò êàçèíî.

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